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Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!




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Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mo 16 Jun 2014 - 8:19

14 YEARS OLD WOUNDED BOY FROM SNEZHNOE TOLD HOW DPR TERRORISTS SHOT DOWN HIS FAMILY
A wounded boy from Snezhnoe (Donetsk region) told how the militants shot his father, sister and his uncle before his eyes. The boy dreams to get well and return to his mother.

http://burkonews.info/boy-from-snezhnoe-told-how-terrorists-shot-down-his-family/


Zuletzt von Umnichka am Di 3 März 2015 - 18:50 bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am Sa 21 Jun 2014 - 23:50

Eine Übersicht der ukrainischen Bataillone:

https://news.pn/de/politics/106680

Chernigiv ist auch dabei!  Slava Ukraini 


OT: Schaut Euch mal unten auf der Seite den Hinweis zu VK an!
Schande über die russ. Internetfaschisten und ihre (besonders) "deutschen" Freunde!

 zum kotzen!


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am So 22 Jun 2014 - 3:32

Krieg durch Hetze
Moskau, 19.6.2014


„Wenn Russland in die Ukraine nicht solche Flüsse von Lüge und Hass liefern würde, hätte dort im Osten nie ein Krieg begonnen. Kämpfer und Waffen – die sind natürlich ein sehr wichtiger Import-Posten – aber trotzdem – sie sind nur zweitrangig.
Das Wichtigste ist die Goebbels´sche Propaganda.

(Die Separatisten-Führer) Strelkow und Besler konnten nur auftauchen und die Verwaltungsgebäude besetzen, weil das Fernsehen die Leute mit dem „Rechten Sektor“ aufgehetzt hatte – der, so hieß es, werde jetzt nach dem Majdan mit Sicherheit kommen und alle Russen aufschlitzen. Ohne das wären die „grünen Männer“ (wie die Separatisten genannt werden) nicht möglich.

Ohne dieses Aufhetzen – hätten die Menschen in Donezk etwas unternommen? Hätten sie selbst Sabotage-Gruppen gegründet, mit Maschinenpistolen in der Hand Verwaltungsgebäude besetzt, Polizei- und Militärgebäude zerstört, dort Waffen erobert und mit denen in der Hand Grenzposten und Flughäfen gestürmt?

Die Antwort ist m.E. offensichtlich: Nein.

Flughäfen und Grenzposten passen auch gar nicht in diese Logik – die Logik der Verteidigung vom „Rechten Sektor“. Das ist völlig übertrieben. Das ist absolut offensichtlich.

Ja, Unmut und Angst vor dem Westen gab es im Osten wirklich. Und sogar recht massiv. Aber mit Flaggen „Russland, Russland“ zu schreien – das ist das eine. Granatwerfer in die Hand zu nehmen, Panzerwagen anzuzünden und selbst zu sterben – das etwas ganz anderes.

Diesen Krieg hat nur und ausschließlich die Goebbels´sche Propaganda entfacht. Nichts anderes.

Und wenn es eine Möglichkeit gebe, den Fluss dieser Propaganda zu stoppen, würde der Krieg von alleine enden.
Dort, wo es gelungen ist, den Export dieser Goebbels´sche Propaganda nicht zuzulassen – dort hat auch kein Krieg begonnen.
Dnipropetrowsk ist die Stadt in der Ukraine, wo am meisten Menschen russisch sprechen. Ukrainisch wird dort kaum gesprochen. Wenn man es ein paar Mal am Tag hört, ist das schon viel. Es ist ein völlig russisches Gebiet. Und wie laut wurde dort geschrieben über die verfluchten Benderowzy (für Russen ein Synonym für Faschisten). Wie wurden dort Aktivisten verprügelt und Madian-Demonstranten verjagt.

Und was passiert dort jetzt?

Heute werden Sie in der Ukraine keine patriotischere Region finden, als Dnipropetrowsk. Die Flagge der Ukraine hängt dort an jedem zweiten Auto. Warum? Weil dort der Export der russischen Propaganda und der Sabotage-Gruppen verhindert wurde.

Quelle und weiter: http://www.reitschuster.de/index.asp?newsid=16678


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am So 29 Jun 2014 - 4:01

Lest Euch das mal bitte komplett durch:

http://ukraine-nachrichten.de/lugansk-wird-nie-wieder-sein-wie-es-einmal-war-ein-blogger-reflektiert-ueber-seine-heimatstadt_4029_gesellschaft

Auszug daraus:

RFE/RL: Stellen wir uns vor, dass Lugansk von der „Volksrepublik“ befreit wird, die vorherige Staatsmacht zurückkehrt und das vorherige langweilige provinzielle Leben wieder anfängt. Ist ein solches Bild möglich oder kann es so etwas bereits nicht mehr geben?

Iwanow: Dieses Szenario ist unmöglich. Lugansk wird nie wieder dasselbe sein. Meiner Meinung nach wird die einzige Möglichkeit einen halbwegs stabilen Ort wieder aufzubauen nur durch Militarisierung gelingen und durch Erbauung neuer Militärstützpunkte.

Die ganzen alten wurden geschlossen und die Grundstücke wurden verkauft. Nach unserem Beitritt in die NATO wird ein NATO-Stützpunkt nah an Russland nötig sein. Das wird auf jeden Fall strategisch richtig sein. Bis Russland selbst seine Machthaber auswechselt durch liberalere und die fremde Traditionen anerkennen, können wir nicht in Frieden mit diesem Land leben. Wir werden dazu gezwungen sein, zu werden wie Israel.

Ich selbst und Gleichgesinnte unterstützen die Einführung einer Änderung des 25. Artikels der Verfassung, welche den Entzug der Staatsbürgerschaft und eine Abschiebung bedenkt. Wir werden Staatsbürgerschaften entziehen und Menschen abschieben, welche in der Ukraine mit der russischen Flagge herumrennen. Wenn sie nach Russland gehen wollen, sollen sie dies tun. Sollen sie in Wyschnij Wolotschok (Gebiet Twer) oder in Tscheljabinsk leben, wenn sie aufgenommen werden. Außerdem denke ich, dass wir eine Mauer bauen sollten.

Wir haben viele verlassene Betriebe, aus deren Betonblöcken wir eine ausgezeichnete Mauer mit Wachtürmen bauen können. Und wenn dann Russland zu einem demokratischen Staat wird, wenn Sibirien und der Ferne Osten und alles andere sich abgesondert haben, dann werden wir auf irgendeine Weise mit ihnen kommunizieren.

Ich selbst sehe die Zukunft so. Entschuldigung für die extreme Radikalisierung. Ich habe russische Eltern, Sprachwissenschaftler. Ich wurde ausschließlich in der russischen Kultur aufgezogen. Mit allem Respekt gegenüber den Russen, welche ich ernsthaft liebe und respektiere, ich kann nicht verstehen oder akzeptieren oder vergeben, was Russland uns angetan hat.




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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am So 29 Jun 2014 - 13:09



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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Optimist am So 29 Jun 2014 - 15:03

Wohl doch alles ein Pack!
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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Di 8 Jul 2014 - 23:35

Stimmungsbericht vom Maidan, sehr interessant und lesenswert!!!
Bewegende Eindrücke aus Kiew von Lars Kascha - sehr empfehlenswerte Lektüre
Russland, die Ukraine und wir
“ES IST REAL – SEHR REAL SOGAR”

Die Ukraine befindet sich – auch wenn das bislang kaum jemand schreiben will – im Kriegszustand mit Russland. Der Slawist Lars Kascha reist derzeit durch Osteuropa, hat gerade den Kiewer Maidan besucht und für Info3 die aktuelle Stimmung dort eingefangen.

http://www.info3-magazin.de/stimmungsbericht-vom-maidan/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am Fr 11 Jul 2014 - 17:27

Ein Land geisteskranker Verbrecher?

Wird Russland nur von geisteskranken Verbrechern ge­lei­tet? Die­ser Ge­dan­ke ist nicht neu und diese geis­tes­kran­ken Kar­toffelkäfer legen jeden Tag weitere Stei­ne auf die Mau­er des Wahn­sinns. Heute ist Wladi­mir Markin an der Rei­he. Wla­di­mir Mar­kin lei­tet die Er­mitt­lungen ge­gen Na­di­ja Sawtschenko, die von Kar­tof­fel­kä­fern ge­kid­napp­te und nach Russ­land ver­schlepp­te Pilo­tin in der ukra­ini­schen Luft­waffe. Wla­dimir Markin sag­te heute gegen­über der Pres­se: “Eher wird Petro Poroshen­ko Präsi­dent der Ver­einigten Staaten, als dass wir Nadija Sawtschenko frei­las­sen” (RIA Novosti). Soviel zu Putins Justiz. Dieser miese kleine Giftzwerg spielt sich auf, als gehöre ihm die Welt.

Der Blog gefällt mir!  :daumen 

Quelle: https://kosmologelei.wordpress.com/2014/07/11/ein-land-geisteskranker-verbrecher/


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Gast am Sa 12 Jul 2014 - 6:35

Wo ist eigentlich der Aufschrei in den westl. Medien? Wenn Kriegsgefangene nun nach RU geschafft und angeklagt werden - dann bedeutet das doch offiziell Krieg!


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mi 16 Jul 2014 - 0:09

Cherkase schrieb:Wo ist eigentlich der Aufschrei in den westl. Medien? Wenn Kriegsgefangene nun nach RU geschafft und angeklagt werden - dann bedeutet das doch offiziell Krieg!
Komisch wurde bis jetzt noch nicht einmal in den Medien erwähnt... Seltsam, die Nachricht über den einen Zivilist der den Querschläger auf russischer Seite abbekommen hatte, lief auf allen Kanälen/stand in allen Zeitungen Heilig 

---

Hier mal absolut sehenswerte Fotos, aus dem Google+ Account des "Ministry of defence of Ukraine"
https://plus.google.com/b/114013598417830127630/photos/111837803911487120346/albums/6036280852600127937

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 17 Jul 2014 - 0:50

Leipzig, 19.7. Kundgebung für EU-Sanktionen gegen die russische Aggression in der Ukraine

Liebe Freunde der Ukraine,

Während russische Panzer durch die unabhängige Ukraine rollen, russische Raketen ukrainische Flugzeuge abschießen und russische Soldaten weitere Teile eines europäisches Landes erobern, schauen Deutschland und die EU gelassen zu und lassen die Ukraine wieder im Stich – und das im 21. Jahrhundert!

Wir wollen am Samstag Solidarität und Unterstützung in Europa fordern! Das wirtschaftliche Interesse Deutschlands darf nicht das Leben Tausender Menschen und die Freiheit eines Landes überwiegen! Lasst uns gemeinsam Solidarität mit der Ukraine einfordern!

Ziele der Demonstration:
a) die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen die russissche Aggression in der deutschem Gesellschaft und der Politik zu verstärken;
b) Geld für die Verletzen, Toten, sowie für die Ausrüstung der ukrainischen Armee zu sammeln;
c) den Druck auf die EU und deutsche Politiker mit Hilfe einer Petition und der Massenmedien zu erhöhen, um Sanktionen gegen den Aggressor Russland endlich einzuführen.

Ablauf (vorläufig):
Demonstration, Spaziergang mit Plakaten, Megafone, Verteilung von Flyern, Ansprachen von in Deutschland lebenden Ukrainern, sowie lokaler Politiker und Vertreter der Stadt

Danke für Eure Unterstützung! Wir brauchen sie sehr!

Aktuelle Informationen über die Demonstration in Leipzig:
https://www.facebook.com/events/1524568961100108/


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am So 20 Jul 2014 - 18:34



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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am So 20 Jul 2014 - 23:23

Upps ich glaube da baut sich langsam so etwas wie Wut, in Kiew auf Wink 

Deutsche Botschaft in Kiew:

http://instagram.com/p/qrs3ipyVYg/

---

Offener Brief eines Holländers ,dessen einziges Kind an Bord der MH17 war, an Putin
Thank you very much mister Putin, leaders of the separatists or the Ukraine government!

For murdering my loved and only child, Elsemiek de Borst!
She was 17 years old, 5th "gymnasium" student at the "Segbroek College" in Den Haag.
And she was on her way to her holiday in Maleisië together with her little brother, her mom (my ex-wife) and her stepfather.

Elsemiek would have done her final school exams next year, together with her best friend Julia and Marina, she did so good in school!
After that she wanted to go to the "Technical University Delft" to study engineering, she was looking forward to it!

But suddenly she is not here anymore! She has been shot out of the sky, in an unknown country, where there is a war going on!

Aforementioned misters, I hope you're proud to have shot her, amongst other, young life and future.
And that you will be able to look at yourself in the mirror tomorrow morning.

I hope you will receive this message, maybe translated in English (what you as a intelligent gentleman could read just fine)

Thanks again!

Regards, Elsemieks father Hans de Borst from Monster, The Netherlands, whose life is ruined!!

PS mister Putin, I hope that your intense conversation with our prime-minster Rutte opened your eyes!
I know you are impressed by this and I would find it impressive if you took the initiative to guard the crash-sight with the Russian military, so the Dutch investigators can do their job.
Thanks in advance.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=669048123174935&set=a.220335614712857.54070.100002092590638&type=1

---

6Ausländische Spieler von Schachtjor Donezk verlassen den Club, wollen nicht mehr nach Donezk reisen:
http://www.kommersant.ru/doc/2529613

---
Schon ein paar Tage alt :
«Ich habe für die Separatisten in der Ukraine gekämpft»
Die Hinweise verdichten sich, dass Separatisten in der Ukraine das Passagierflugzeug der Malaysia Airlines abgeschossen haben. Was sind das für Leute? Artur Gasparyan, 24, wurde in Moskau angeworben, um in der Ostukraine zu kämpfen. Nun ist er zurück in Russland und erzählt dem Rundfunkveranstalter «Radio Free Europe» von seiner Erfahrung. Seine Schilderung zeichnet das Bild einer brutalen und schlecht organisierten Truppe.

http://webpaper.nzz.ch/2014/07/20/hintergrund/LE77W/ich-habe-fuer-die-separatisten-in-der-ukraine-gekaempft?guest_pass=bf873adcd9%3ALE77W%3Aa43885da36be742249d5b23927e299ee37fbf443



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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mi 23 Jul 2014 - 23:45

Ein weiterer Beweis für das direkte militärische Mitwirken vom russischen Militär:

Russische Soldaten die an der ukrainische Grenze positioniert sind, posten fleissig bei Vkontak,Odniklassniki und Twitter ihre Heldentaten, wie pausenloser nächtlicher Beschuss auf ukrainische Stellungen von Russland aus!!!
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Er schreibt: Artillerie Richtung Ukraine ausgerichtet!
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Hier posiert einer sogar vor einer BUK! Mit solch einem Modell soll ja auch die Boeing abgeschossen worden sein!
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

http://ipress.ua/news/rosiyskyy_soldat_ziznavsya_u_vkontakti_shcho_rosiyski_viyska_obstrilyuyut_ukrainu_76222.html


Selbst ihre eigenen Standorte posten sie:
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Diese Fotos+ die entsprechenden Accounts gingen heute den ganzen Tag in den sozialen Netzwerken um! Nun haben die Russen davon Wind bekommen und ein Account nach dem anderen wird gelöscht! Im Cache bleiben die Accounts, dummerweise -für die Russen- aber gespeichert!

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am Do 24 Jul 2014 - 0:04

Nur 1 Wort zu diesen Kreaturen:

A R S C H L Ö C H E R !


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am Mo 28 Jul 2014 - 23:40

Armer Strolch "Strelkow" jammerte bereits Mitte Juni herum, aktuell dürfte ihm die Muffe aber noch ein wenig höher gehen:


Dringender Appell von Igor Strelkow

16. Juni 2014

"Der Gegner bombardiert massiv Kramatorsk und benutzt dazu Artillerie auf dem Berg Karatschun und in der Nähe der Wasserversorgungswerke zwischen Slawjansk und Kramatorsk (sie haben eine Stellung dort). Es gibt zahlreiche Opfer und Feuer in der Stadt. Sie bombardieren die Industriegebiete und die Wohngebiete. Die Bevölkerung ist in Panik. Kramatorsk hat solch massiven Artilleriebeschuss noch nicht erlebt. Die Objekte der Milizen werden ausgespart, die Angriffe richten sich nicht gegen sie, um die Zehntausende zur Flucht nach Rußland zu zwingen. Völkermord und ethnische Säuberung in ihrer klarsten Form. 

Ich habe mich entschieden, einen Text aus meiner persönlichen Korrespondenz zur allgemeinen Kenntnis zu veröffentlichen. Ich bitte den zu verbreiten. Man kann nicht länger dazu schweigen bis jemand „im Heimatland zur Besinnung kommt“. Daran gewöhnt, die Geschehnisse einige Schritte voraus zu sehen, bin ich in einem Zustand der völligen "Erschöpfung." Die beobachtbare Zerstörung der Wirtschaft und der Bevölkerung habe ich schon anderthalb Monate vorausgesehen, und, um das zu vermeiden, habe ich zur einer Intervention von Friedenstruppen aufgerufen.

Nun ist es zu spät. Friedenstruppen können ohne einen Kampf nicht mehr eingreifen. Ich rufe nun auf zu einer sofortigen und weitreichenden militärischen Hilfe. Doch es ist keine Hilfe gekommen. In ein oder zwei Wochen (und möglicherweise früher) könnte ein wesentlicher Teil der militärischen Abteilungen der DVR und LVR vollständig besiegt sein. Der Grund ist die Übermacht an schwere Waffen. Wenn erst Donezk und Lugansk vollständig eingekesselt sind wie Slawjansk, wird die Frage auftauchen, ob Russland: 
1. Interveniert mit seiner ganzen Macht (die Intervention, die die Ukraine offen provoziert) oder
2. Neurußland komplett im Stich lassen wird (die Option auf die die Ukraine von ganzem Herzen hofft).
Und ich bin überhaupt nicht sicher, dass dieses Dilemma durch die erste Option gelöst werden wird. Mehr als wahrscheinlich wird es das Gegenteil der Fall sein.

Wir können sogar hundert Schützenpanzer abfackeln oder sogar 5000 Soldaten töten, das Kräfteverhältnis wird sich kaum ändern. Vielleicht zu 1:14 anstatt 1:15.

Jeden Tag sind wir gezwungen, eine andere große Ortschaft zu verlassen. Wir haben weder die Männer noch die Waffen, sie zu verteidigen. Zur gleichen Zeit haben wir keine Möglichkeit, eine von ihnen zurückzuerobern, denn wir haben den schweren Waffen der Ukies nichts entgegenzusetzen. Alles, was wir tun können, ist mehr oder weniger erfolgreiche Verteidigung. Welchen Grund gibt es für Optimismus? Aus unseren eigenen kleinen Erfolgen? Die sind rein taktisch. Inzwischen haben wir die strategische Führung verloren. Ich sehe offene Sabotage der russischen Behörden auf höchster Ebene in Bezug auf Neurußland. Das zeigt sich in allem. Ich wage zu sagen, dass [diese Sabotage] ganz bewußt ist. Ansonsten gibt es keine Erklärung für die Tatsache, dass DVR und LVR noch nicht de facto anerkannt wurden und, daß sie keine der so dringend benötigten Waffen und Ausrüstungen erhalten. Putin hat praktisch (und ich frage mich – auf wessen Vorschlag?) die Zusagen geleugnet, die russische Zivilbevölkerung des Donbass zu schützen. Es ist keinerlei Alternative vorgeschlagen worden. Wenn es keine militärische Hilfe gibt, ist die militärische Niederlage des DVR und LVR unausweichlich. Ob diese Niederlage eine Woche eher oder einen Monat später kommt spielt keine Rolle. Der Gegner wird uns von der Grenze abschneiden und uns systematisch ersticken, das Territorium reinigen und ein oder zwei Millionen schwer bedürftige und verbitterte Flüchtlinge nach Russland treiben. (Ich denke die wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen sind offensichtlich.)

Und dann werden Gruppen von “dankbaren Oligarchen” mit sorgenvollen Gesichtern zu Putin kommen und als  Sprecher wird ihnen der “große Verschwörer” Surkow offeriert, der mit leiser Stimme erklärt, “Wir haben alles versucht, aber diese nichtsnutzigen Donezker Banditen haben es selbst vermasselt, und wir können denen keine Hilfe geben ohne einen Atomkrieg zu riskieren. Das haben sie sich selber zuzuschreiben. Das Risiko ist es nicht wert. Wir müssen das durchhalten. Wir werden alles tun, wenn es soweit ist. Das kann man mit Poroschenko verhandeln. Das ist ein taktischer Rückzug. Wir sind nicht bereit in den Krieg zu ziehen. Immerhin haben wir die Krim, nicht wahr?“ und in der Art weiter.

Was das für uns bedeutet weiß ich schon. Die meisten von uns werden umkommen, aber das ist nicht das schlimmste, aber der aufstand und die Opfer werden vergebens gewesen sein. Und der „Russische Frühling“ wird durch den „Ukrainischen Frost“ beseitigt. Und der nächste Krieg, den wir nicht mehr erleben werden, wird auf Rußlands Territorium stattfinden, gleich nach dem Moskauer Maidan, versteht sich…

Quelle: Ein ganz übler Westhetzer-Blog:
http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/06/neurussland-strelkow-beklagt-sich-uber.html?m=1


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 31 Jul 2014 - 23:36

In der aktuellen Spiegelausgabe die in Köln-Ehrenfeld gekauft werden, kann man derzeit diese Flugblätter bewundern:
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 augenroll 

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 2 Aug 2014 - 13:50

Bericht über die Mütter und Frauen, ukrainischer Soldaten:

“Bring Our Boys Home!” Say the Wives of Ukraine’s Soldiers -
Russian rockets and guns are taking a toll on Ukraine’s under-supplied, isolated troops on the front lines.
NIKOLAYEV, Ukraine — The wind moved the transparent tulle curtain on the window of a one- floor village house on a street called Peaceful Avenue. The family put Alexander Kucherenko’s portrait in a black frame on the windowsill, behind the curtain, so his two children age 8 and 4 would not constantly ask their brokenhearted mother and grandmother who killed their dad and why. The house in Kapustino, on the outskirts of the town of Nikolayev, filled up with people coming to share a meal and have a drink with the family in memory of their good friend Sasha.
Sasha’s mother and wife, both named Tatyana, covered their hair with black scarves and often moaned in pain as they told visitors on Thursday that the 32-year-old Ukrainian had been killed by a Russian Grad rocket in Dyakovo, in the troubled eastern part of the country on the border with Russia. Shrapnel from a rocket ripped into Kucherenko’s chest and tore through his liver. His body had caught the impact, sparing the lives of two of his friends. Kucherenko’s last words were: “I don’t feel pain, leave me alone.”
But his family feels the pain. They blame “aggressor Russia” for Sasha’s death, and that they also blame Ukraine’s leadership and its President Petro Poroshenko for not saving his life.


Weiterlesen

http://www.thedailybeast.com/articles/2014/08/01/bring-our-boys-home-say-the-wives-of-ukraine-s-soldiers.html#sthash.vgcPJTmR.dpufttp://www.thedailybeast.com/articles/2014/08/01/bring-our-boys-home-say-the-wives-of-ukraine-s-soldiers.html

Dort berichtet auch ein Soldat, das er nicht versteht, warum seine Kommandeuere keine Befehle zum zurückschiessen auf Russische Terroristen geben... Sad

---


Bilder aus Sloviansk

http://www.novayagazeta.ru/photos/64406.html

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Wormser am Sa 2 Aug 2014 - 21:52

Der Historiker Andrej Zubow ist einer der ersten russischen Intellektuellen, die sich offen gegen die Annexion der Krim aussprachen. Am 1. Juli wurde der Professor, der sich in Opposition gegen die offizielle Linie des Kremls stellt, aus dem MGIMO [Staatliches Moskauer Institut für Internationale Beziehungen] entlassen.
Trotzdem erstellte Andrej Zubow auf der Website von „Nowoj Gazeta“ ein Online-Institut für Geschichte. Zusammen mit Kollegen versucht er, die historischen Voraussetzungen der heutigen Situation in Russland zu erklären, sowie die Gefahr des Syndroms von Größe und die Notwendigkeit der Entkommunisierung.

Er möchte all das erklären, was die russische Gesellschaft bisher schlecht versteht.

„Wenn Sie sehen, dass ein Freund im Schlaf redet, darf man ihn auf keinen Fall hart aufwecken. Man muss damit beginnen, ihm ruhig etwas angenehmes zu sagen und so wird sich sein  Traum wandeln und er wird mit guter Laune aufwachen. So gehen wir derzeit an unsere kranke Gesellschaft heran,“ sagt der Historiker.
Ein Teil der Vorträge ist der Ukraine gewidmet. Die Historiker erklären, wie die ukrainische Nationalbewegung entstand, wer diese „Banderowzy“ sind, und wie sich eine alternative Form der politischen Weltanschauung auf dem Gebiet unseres Landes bildete.


Warum ist es gerade jetzt wichtig, dass die Russen lernen, wer die Bandorowzy waren?

In unserem gemeinsamen Land, der Sowjetunion, war die Technologie zur Mythenbildung auf der höchsten Stufe entwickelt. Entweder wurden die großen historischen Etappen und wichtigsten Tatsachen verschwiegen, oder sie wurden verzerrt. Wir wussten praktisch nichts über die echte Geschichte.
Dabei waren die verschiedenen Zeiten unterschiedlich: In den 20er Jahren wurden andere Fakten verzerrt als in den 40ern. Wir sind nicht an unbezahlbare historische Fakten gewohnt.
Bisher sieht man in Russland Geschichte nicht als Wissenschaft, die man studieren muss und die nur unter diesem Vorbehalt Nutzen bringt, sondern als Ideologie, die man erschaffen muss.
In der Sowjetunion, damit es etwas zum brandmarken gab, musste man, vor allem nach dem 2. Weltkrieg, einfach den Faschismus nennen. So wurden die „Banderowzy“ Faschisten genannt, obwohl dies natürlich nicht der Wirklichkeit entsprach.
Das war eine typische nationalistische Organisation der Militärzeit mit einer eigenen Armee und einem terroristischen Flügel. Damals handelten viele auf diese Weise. Natürlich begeisterten sich einige Führer der ukrainischen Nationalbewegung für die Idee einer Zusammenarbeit mit Mussolini. Aber als bester Schüler von Mussolini wurde trotzdem Joseph Stalin genannt. Ich denke, dass Stalin ein größerer Faschist als Bandera war, ja sogar größer als Mussolini.
Die Sowjetarmee führte einen großen Krieg gegen die mächtige Aufstandsarmee auf dem Gebiet der Ukraine. Wie nennt man so etwas?
Um zu sagen, dass es ukrainische Patrioten waren, hätte bedeutet, sich selbst zu widersprechen. Die Sowjetmacht war sehr stolz darauf, dass sie allen Völkern das Recht zur nationalen Widergeburt gab.
Den Banderowzy wurde alles nachgesagt: Der Genozid am ukrainischen Volk, die Vernichtung der Juden, die Zusammenarbeit mit Hitler und alle erdenkbaren Grausamkeiten. Die Banderowzy sind ein Beispiel für die große Lüge des Sowjetsystems.
Dabei war die nationale Freiheitsbewegung vom Gesichtspunkt der Geschichte eine antikommunistische.
Stepan Bandera lebte in dem Gebiet, das an Polen grenzt. Er sah, wie während des Holodomor sich ausgehungerte Menschen an die Grenze zu Polen schleppten und wie sie von sowjetischen Grenzsoldaten erschossen wurden. Und dafür hasste er die Sowjetmacht.
Jeder Nationalismus ist ein fürchterlicher Schmerz, besonders mit Waffen in den Händen. Aber Bandera war hundertmal weniger grausam als der NKWD von Beria oder Abakumow [beide waren Leiter des sowjetischen Geheimdienstes], der gegen die Banderowzy kämpften.
Sepan Bandera kämpfte nicht gegen die Ukraine, sondern gegen den Totalitarismus des Sowjetsystems, das alle andersdenkenden Bürger vernichtete.
Deshalb war jeder Versuch, sie von diesem Staat zu befreien bereits ein gerechtes Element. Und in diesem Sinn rechtfertig sich die Bandera-Bewegung eher aus einem moralischen Gesichtspunkt als aus einem stalinistischen Sowjetstaat.
Das muss man erklären – der Reihe nach und systematisch.

Nach 70 Jahren erwies sich der Mythos über Bandera sehr schnell als aktuell. Plötzlich fingen die Russen massenhaft an, die Banderowzy zu hassen. Die Mythen wurden dazu über den „Rechten Sektor“, ukrainische Söldner, ergänzt. All diese Mythen, die das kritische Denken der Russen stören.

Das schließt sowjetische ideologische Einstellungen ein.
Und das ist verständlich. Für die Nachfahren der NKWD-Offiziere kämpften ihre Großväter tatsächlich gegen Banderowzy. Auf der Krim gibt es besonders viele solcher Nachfahren, wohin man ehemalige NKWD-Offiziere in Rente schickte.

Gibt es gegen diesen ideologischen Mechanismus ein Gegengift?

Man muss ruhig erklären, was die Ukrainische Organisation der Nationalisten in Wirklichkeit war, und wer Sepan Bandera und seine Kampfgenossen waren. Und warum er die Sowjetmacht so sehr hasste, die sich sogar noch 1957 erdreistete, ihre Agenten zu schicken, um ihn durch einen Schuss mit einer Ampulle Zyankali zu töten.

Derzeit bürgert sich wieder die Begrüßung „Ruhm der Ukraine! Den Helden Ruhm!“ ein. Mit diesen Worten begrüßten sich die ukrainischen Nationalisten gegenseitig, und wir tun es heute wieder. Erschreckt Sie das nicht?

Schauen Sie, die Ukrainer nennen sich heute auch Tataren, Juden und Russen, die auf dem Gebiet der Ukraine leben.
Ich sagte diese Worte selbst auch begeistert in Moskau. Für mich ist Ihre Revolution die Befreiung der Ukraine vom kleptomanen Sowjetregime.
Das ist eine große Leistung. Zudem sehe ich es in gewisser Weise auch für uns als Vorbild.
Deshalb, weil die Ukraine für uns immer ein Teil dieses großen ehemaligen Staates war. Und ihr gelingt es zur Zeit, zu etwas würdigerem durchzubrechen und das ist für uns eine große Lehre. Die Ukraine befreit sich von der Sowjetzeit.

Aber so denkt nur ein sehr geringer Teil der Russen. Der Großteil, so die Einschätzung der Behörden, will, dass wir zum Alten zurückkehren, unter den Einfluss dieses unsagbaren Mythos einer „Russischen Welt“.

Einen oder eineinhalb Monate vor Beginn Ihrer Revolution definierte ein ukrainischer Politologe aus Charkow in einem Gespräch sehr deutlich, was der Unterschied zwischen der Ukraine und Russland ist.
„Bei uns reagieren Banditen auf Wertsendungen und dann der SBU, aber bei Ihnen reagiert der KGB und dann Banditen auf Wertsendungen,“ sagte er mir damals. Und man muss anerkennen, dass das bedauerlicherweise stimmt.
Sie erhielten die Chance, davon loszukommen.
Jetzt gehen Sie nach Europa. Ich denke, dass auch die Russische Föderation nach Europa sollte. Es gibt keine Alternative zum europäischen Weg.

Sehen Sie dafür Voraussetzungen? Es scheint, dass Russland schnurstracks in die Vergangenheit schreitet. Keine freien Massenmedien, eingeschränkte Bürgerrechte, aber das Rating von Putin steigt. Wie erklären Sie sich das?


Es ist viel komplizierter. Zum einen geht es um keine Rückkehr in die UdSSR. Das gesamte Eigentum gehört nicht dem Staat, sondern ein paar Dutzend Leuten.
Aber, wer mit den Mächtigen zusammen arbeitet, bekommt seinen Anteil am Eigentum.
Alle Wirtschaftsparameter sind auch nicht sozialistisch. Vielmehr erinnern sie an einen faschistischen Staat, wo Privatunternehmen unter staatlicher Kontrolle gegründet wurden. Nicht umsonst wurde der faschistische Staat als Korporation bezeichnet.
Und dieser korporative Kapitalismus wird derzeit in Russland gebaut.
Wird es Putin gelingen, einen faschistischen Staatstyp zu etablieren? Ich denke, nein, dafür fehlt der weltweite Kontext. Anfang des Jahrhunderts nach der Niederlage des Drei-Mächte-Bündnis durch den 1. Weltkrieg begeisterten sich alle auf dem Kontinent für den Faschismus.
Die Völker dieser Länder hatten den Komplex, dass sie betrogen wurden und dass man sich an diesen Völkern revanchieren muss.
Wenn die Rede von Revanche ist, braucht man immer einen nationalen Führer und die Mobilisierung der Wirtschaft. Und von dort aus ein totalitäres Regime, die in der einen oder anderen Stärke in ganz Europa entstanden.
Damals träumte Europa auch in den Kategorien von Nationen als Organismen.
Aber nach 1945 entstand in Westeuropa ein völlig anderes Konzept – das vom „Menschen als Zelle des Nationalorganismus“ zum „Mensch als Grundwert“. Und diese völlig andere Mentalität ermöglichte es, ein neues, demokratisches Europa zu bauen.
Heute nähern Sie sich auch diesem Verständnis.

Warum wird in Russland an einer anderen Ideologie festgehalten, bei der der Mensch eine Zelle des Staatsorganismus sei? Ist das Feld der Ideen so schwach?

Weil es bei uns, wie übrigens auch bei Ihnen, keine Enttotalisierung des Bewusstseins gab.
In Deutschland, Österreich und Italien wurde eine Entnazifizierung und Entfaschisierung des Bewusstseins durchgeführt. Dabei ging dieser Prozess über viele Jahrzehnte.
In den 90ern begann dieser Prozess der Entkommunisierung in den Ländern des Baltikums und in Bulgarien. Dort wurde auch die kommunistische Zeit als verbrecherisch verurteilt und die Ideologen und Führer des Kommunismus als Menschen, die Verbrechen begingen und Kämpfer gegen den Kommunismus wurden zu Helden erklärt. Eigentum, das von den Kommunisten weggenommen wurde, wurde auch zurückgegeben.
Bei uns gab es so etwas nicht. Und so blieben wir Träger der sowjetischen Mentalität. Das, was die Welt anprangert, sehen wir bisher sogar nicht als schlecht. Und das wirkt sich auf die Wahrnehmung der Realität aus.
Ich sage seit den 1993, dass es notwendig ist, in Russland und insgesamt im postsowjetischen Raum eine Entkommunisierung durchzuführen.

Kann man die Zerstörung von Lenin-Denkmälern durch Ukrainer als Bedarf nach einer Entsowjetisierung betrachten?

Sie haben diesen Prozess intuitiv begonnen. Aber um die Frage systematisch anzugehen, muss man die Erfahrung von Osteuropa studieren.
Man darf sich nicht auf Denkmäler beschränken. Gerade wird in Ihrer Gesellschaft aktiv das Thema Lustration besprochen.
Das ist sehr gut, aber die Lustration darf nicht nur die treffen, die unter Janukowitsch Verbrechen begangen hatten, sondern muss auch jene treffen, die vor den 1990ern Verbrechen begingen.
Ja, sie sind alt, aber man muss sie für ihre Verbrechen zur Verantwortung ziehen. Das Problem der Wiedergutmachung muss man auch lösen. In Polen, Tschechien und den baltischen Staaten ist es bereits gelöst. Vor zwei Jahren beschloss Serbien ein Gesetz zur Wiederherstellung der Eigentumsrechte.
Mit der Anerkennung der Konfiskation von Privateigentum durch das Sowjetsystem darf man nicht nach Europa, wo Menschenrechte respektiert werden, einschließlich dem Recht auf Eigentum.
Deshalb steht die Ukraine vor der gleichen Aufgabe. Wenn sie nicht angegangen wird und nicht in dieser Richtung gearbeitet wird, so werden Sie einen sowjetischen Rückfall erleben.

Dafür wird in Russland die Sowjetzeit besungen. Ist das dieser Rückfall, von dem Sie sprechen?

Ja, die gleichen sowjetischen Leute sitzen in den Staatskabinetten. Sie wollen den derzeitigen Kurs des Landes mit dem „Sowjetische“ als Basis rechtfertigen.
Und dabei kommt ihnen natürlich das Gerede über die Entkommunisierung in die Quere, wohingegen sie Andropow besingen. Und daher die Aktualität der Mythen aus der Sowjetzeit – sowohl über Banderowzy, als auch über die Handschrift des Westens.
Die Krim ist auch ein sowjetischer Rückfall.
In allen Regionen der Ukraine, die am meisten in der sowjetischen Mentalität geblieben waren – die Ostukraine und die Krim –, versammelt man sich direkt neben den Lenin-Denkmälern.
Es scheint so, als hätte Sie Lenin bestohlen, erschlagen, und Eigentum und das Land Ihrer Großväter geraubt. Aber die Leute denken nicht kritisch, sie richten sich nach der sowjetischen Prägung.

Ist es ein Mythos, dass in der Ukraine eine Junta regiert, aber dass man das Regime in Russland eher eine Junta nennen könnte?

Unsere Wahlen wurden 2007, 2008, 2011 und 2012 gefälscht. Bei uns regiert ein illegales, nicht-legitimiertes Regime und wir hören nicht auf, das wiederholt zu sagen.
Natürlich kam bei Ihnen das Regime durch eine Revolution an die Macht. Es verfügt nicht über eine vollständige Legitimation. Aber Sie bemühten sich, so schnell wie möglich zur Legitimation zurückzukehren, indem Sie unter Achtung aller Regeln und Normen Präsidentschaftswahlen durchführten.
„Junta“ wurden die ukrainischen Politiker genannt, die heute an die Macht kamen, und nur deshalb, weil man sie nicht wollte. Und Janukowitsch verkörperte das gleiche diebische Regime, wie es in Russland läuft.
Aber die Sache mit Politikern, die vom Volk gewählt wurden und die ihre Aufgabe darin sehen, in der Ukraine einen echten demokratischen Staat zu bauen, ist so, dass sie für das Kremlregime gefährlich sind.
Es ist gefährlich, wenn es einen solchen Staat in der Nachbarschaft gibt. Das ist ein anderes Russland.
Die Ukraine war über viele Jahrhunderte ein anderes Russland. In der Ukraine unter der Litauisch-polnischen Herrschaft behauptete sich das Magdeburger Recht.
Dieses andere Russland ist eher europäisch und zivilisierter. Im 17. Jahrhundert unter den ersten Zaren der Romanow-Dynastie gab es in Bezug auf die Ukraine eine schreckliche Mode. Ukrainische gelehrte Mönche, ukrainische Bojaren und Politiker kamen nach Russland und gründeten Schulen, um die Kinder der Zaren zu unterrichten. Das andere Russland impfte der Moskauer Rus Zivilisation ein.
Und heute könnte es sich wiederholen. Nicht in dem Sinne, dass Russland die Ukraine erobert. Vielmehr in dem Sinne, dass eine unabhängige Ukraine, die kulturell, sprachlich und religiös nahe verwandt ist, vieles geben kann, nachdem der schwere Weg der europäischen Integration gegangen und die Wiederherstellung jener Kulturformen durchgeführt wurde, die während des kommunistischen Regimes zerstört wurden.

Was meinen Sie, wie lange der „Aufbau“ der neuen Ukraine dauern wird?

Ich bin bereits ein alter Mann und ich kann Ihnen sagen, dass ich mein ganzes Leben lang am Aufbau arbeite: Ich schreibe, unterrichte und spreche. Aber das ist unser Weg. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie sich Ihr ganzes Arbeitsleben dem widmen werden.
Formell können Sie die Reformen in fünf Jahren durchführen. Aber um die Strukturen im Bewusstsein zu ändern, braucht es mehr Zeit.
Aber rückblickend können Sie sagen: „Wir haben eine neue Ukraine gebaut.“ Sie verstehen vielleicht, wie schwer es für mich ist, zurückzuschauen und zu sehen, dass wir bisher nichts geschafft haben.
Und statt eine Zukunft zu bauen, kämpfen wir ständig mit der Vergangenheit. Ihnen haben sich jetzt ausgezeichnete Perspektiven eröffnet. Machen Sie weiter so.

Autorin: Anastasia Ringis, UP Leben

Original: http://life.pravda.com.ua/person/2014/07/22/175554/
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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am So 3 Aug 2014 - 12:48

Vorhin im russischen TV! Lebt also doch noch:

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Thomas am So 3 Aug 2014 - 13:43

@Umnichka schrieb:Vorhin im russischen TV! Lebt also doch noch:

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Was macht dieser ukrainische Seperatist denn im russischen Fernsehen? Wie sind da die Kontakte entstanden ? Smile
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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mo 4 Aug 2014 - 1:55

Polen (leider ohne genaue Ortsangabe):
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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mo 4 Aug 2014 - 19:25

Durchlesen! kontrakt 
Geleakte Briefwechsel: russisches Parlament manipuliert offenbar westliche Medien
Viele westliche Journalisten, Blogger und Internet-Leser wundern sich über die unzähligen Pro-Putin-Leserbriefe und Kommentare im Internet- und den Hass, der Putin-Kritikern dort entgegenschlägt. Doch der vermeintliche Volkszorn ist ganz offensichtlich gesteuert. Jetzt wurde erneut ein „Absender" der kremlfreundlichen Posts, Kommentare und Mails enttarnt, so das Internet-Portal "theins.ru": Der Duma-Abgeordnete Robert Schlegel (auf dem Bild neben Premier D. Medwedew), Hardliner, Russland-Deutscher und früher einer der Anführer der Putin-Jugend.

http://www.huffingtonpost.de/boris-reitschuster/geleakte-briefwechsel-enttarnen-offenbar-meinungsmanipulationen-in-den-westlichen-medien--direkt-aus-dem-russischen-parlament_b_5647601.html?utm_hp_ref=tw

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Di 5 Aug 2014 - 13:09

Vergewaltigungen und Morde: Festgenommener Terrorist berichtet von der Schreckensherrschaft über Sloviansk

http://euromaidanpress.com/2014/08/05/captured-terrorist-tells-of-rapes-murders-racketeering-at-sloviansk-chekpoint-english-subs/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Festus am Di 5 Aug 2014 - 15:19

Bewohnerin von Donezk zum Separatistenführer Gubarew (einem Nazi der “Russischen Nationalen Einheit”):

“Herr Gubarew, erlauben Sie mir eine Frage. Ich bin echte Donezkerin, lebe hier 60 Jahre. Vielleicht kann ich jetzt nach dieser Frage hier nicht mehr leben…
Ich möchte Ihnen eine Frage stellen: Mit wem ich auch gesprochen habe, Verwandten, Nachbarn, niemand hat uns beleidigt. Ich hab hier das ganze Leben Russisch gesprochen. Mich hat niemand verfolgt, ich habe gearbeitet… Verstehen Sie? Ich sehe diese “Faschisten”, “Bandera-Anhänger”, “Nationalisten” nicht. Wo sind die? Zeigen Sie mir doch einen, der hier in Friedenszeiten unter “Bandera-Anhängern” oder dem “Rechten Sektor” gelitten hat! Vor wem wollt ihr uns bitte verteidigen? Unsere größte Sorge hier ist die Armut, ihr sollt uns vor der Armut verteidigen, nicht vor “Faschisten”!”

Quelle: http://euromaidanpress.com/2014/07/18/bewohnerin-von-donezk-zum-separatistenfuhrer-gubarew/



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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

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