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Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!




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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Fr 13 Feb 2015 - 23:50

Bei dem "Grossvater" hatte die Russenpropaganda wohl einmal mehr eine mörderische Wirkung....

64jähriger(!) festgenommen, der mit Honig getarnte Sprengfalle ("booby trap") an ukrainische Soldaten übergeben hatte!
Mitarbeiter des SBU der Ukraine haben zusammen mit dem Bataillon "Tschernigow" einen älteren Herren festgenommen, der in einem Dorf bei Lugansk ein mit Sprengstoff behandeltes Glas Honig an das ukrainische Militär übergeben hatte!

"Soldaten des Sicherheitsdienstes der Ukraine haben zusammen mit dem Bataillon" Tschernigow  einen ukrainischen Staatsbürger Jahrgang 1951, aufgespürt und festgenommen, der am 16 Januar dieses Jahres in einem Dorf bei Luhansk an einem Checkpoint  ein mit Sprengstoff behandeltes Glas Honig an das ukrainische Militär übergab ", sagte der Vorsitzende des SBU.

Festgenommen wurde der Angreifer in Novoaydari in der Luhansk Region.
Laut den Beamten wurde abermals eine grosse Menge Honig bei dem "Grossvater" gefunden.
Zur Zeit werden die Bestände nach Sprengstoff untersucht!

Zur Erinnerung: Beim Öffnen des Honigglases, wurde ein ukrainischer Soldat getötet und 3verletzt!

http://uapress.info/uk/news/show/61590

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am So 15 Feb 2015 - 21:44

Söldner aus Murmansk beschweren sich über “Zwangsreise” in die Ukraine
Sergej Kriwenko, Mitglied der Präsidialen Menschenrechtskommission, hat eine Beschwerde an das russische Verteidigungsministerium eingereicht. Darin fordert er Informationen über eine Reihe von Söldnern aus der Murmansker Oblast, die vor einer Ausübung von Kampfhandlung auf dem Territorium der Ukraine warnten.

Rund 20 Soldaten reichten Beschwerde ein. Zum Zwecke eines Treffens kam Kriwenko eigens in die Oblast Murmansk gefahren. Die Soldaten erklärten ihm, dass sie vor kurzem zu einem militärischen Trainingscamp etwa 100 Kilometer von ihrer jetzigen Position gebracht worden seien.

„Man bildete sie dort weiter aus“, so Kriwenko. „Irgendwann baute sich vor ihnen der Kommandeur auf und erklärte, dass sie zu einer Dienstreise in die Oblast Rostow geschickt würden. Dort müssten sie zum Ausführen militärischer Befehle die Grenze überqueren.“

Fragen der Soldaten nach den rechtlichen Grundlagen des Marschbefehls konnte der Offizier nur sehr unzureichend beantworten. Stattdessen, so Menschenrechtler Kriwenko, „schlug er patriotische Töne an – dass dort ein Krieg im Gange sei, dass man helfen, ja das russische Volk verteidigen müsse, welches unter dem Beschuss der Ukrainer sterbe.“ Denjenigen, die sich dem Befehl verweigerten, drohte der Kommandeur mit einer Entlassung.

Tatsächlich weigerten sich die Soldaten, ohne einen schriftlichen Marschbefehl nach Rostow zu reisen – und verfassten eine Beschwerde. Darin ist auch von besagtem Trainingscamp die Rede. Dort hätten die Soldaten auf dem Boden von Kamaz-Lastwägen schlafen müssen – ohne Heizung, bei Minustemperaturen um die zehn bis 15 Grad. Darüber hinaus gebe es den Soldaten zufolge Probleme mit der Stromversorgung. Aus dem Bericht geht jedoch auch hervor, dass die Soldaten den Dienst fortsetzen möchten.

Kriwenko zufolge ist in der Murmansker Oblast eine Kommission des Verteidigungsministeriums für die Untersuchung verantwortlich. Diese schweigt jedoch bislang zu den Vorwürfen.

Es handelt sich nicht um den ersten Fall eines Zwangsausflugs an die Front. Der Murmansker Menschenrechtlerin Irina Pajkatschewa zufolge wurde bereits am 25. Januar eine Gruppe von 23 Söldnern zu einem „speziellen Kampftraining“ in einem Militärausbildungslager in der Gemeinde Sputnik (bei Murmansk) geschickt. Dort wurde ihnen dann eröffnet, dass man sie zur ukrainischen Grenze bringe, die sie anschließend überqueren sollten.

Die militärische Leitung in der Gemeinde sollte die Truppe laut Informationen des lokalen Komitees der Soldatenmütter binnen einer Woche an der ukrainischen Grenze reorganisieren, nachdem die Soldaten sich geweigert hatten, die entsprechenden Einberufungsverträge zu verlängern.

Einige der Söldner berichteten den Menschenrechtlern Ende Januar, dass sie und einige Kameraden – insgesamt etwa 70 Kämpfer – im November unter dem Druck ihrer Befehlshabenden dem Kampfvertrag unterzeichnet haben und zur Oblast Rostow geschickt wurden, wo sie die russisch-ukrainische Grenze überquert hätten. Details über ihre Aktivitäten auf ukrainischem Gebiet wollten die Kämpfer nicht preisgeben.

Die militärische Leitung habe ihnen die Kündigung der Verträge im Anschluss an den Kampfeinsatz in Aussicht gestellt. Nach der Rückkehr von den Einsatz im Januar habe sich jedoch herausgestellt, dass dies nicht so leicht zu bewerkstelligen ist. Nach Beratungen mit einigen Menschenrechtlern haben sämtliche 70 Soldaten bei ihrem Vorgesetzten eine schriftliche Beschwerde eingereicht. Erst daraufhin, so Pajkatschewa, wurden die Verträge beendet.

Sergej Kriwenko weiß ebenfalls von Fällen „nachdrücklicher Vertragsverlängerung“ zu berichten, obwohl jeder Söldner eigentlich das Recht hat, eine Verlängerung zu verweigern.

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/15/soeldner-aus-murmansk-beschweren-sich-ueber-zwangsreise-in-die-ukraine/

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Insight: Horliwka mit den Augen seines Einwohners

Beitrag  telzer am Di 17 Feb 2015 - 17:50

Bei Informnapalm.org veröffentlicht :

informnapalm.org schrieb:Die Ereignisse vom März-Juni letzten Jahres sind ein Resultat eines gut und lange vorbereiteten Drehbuchs Kremls. Wir müssen viele Lehren aus diesen Ereignissen ziehen.

Unter dem Slogan der Lustration von krimineller staatlicher und lokaler Obrigkeit haben sich die Menschen zu Demos und der Einnahme von staatlichen Einrichtungen erhoben.

Daneben und unter den Ersten auf diesen Demos (also unter den Anstiftern) stand die lokale Obrigkeit, FSBler, GRUler und örtliche Bandenformationen. 90% der Bevölkerung sind zur Seite getreten und überlegten, wem sie denn nun folgen sollen, die restlichen 10% waren Mitglieder der lokalen Bandengruppen, örtliche rechtzeitig gut informierte und vorbereitete Obrigkeit, wie auch frühzeitig einquartierte Vertreter des FSB und GRU (wo zu der Zeit SBU, GPU, Innenministerium usw. waren, ist bis jetzt unklar).

Was die russischen Streitkräfte angeht, so ist es nicht mal mehr lächerlich, dies auszudiskutieren: WAREN, SIND und sind DEFINITIV Russen und ihre Technik.

Die nationale, ethnische Politik (in erster Linie die Personalpolitik) im Donbass war eine: Russen sind überall, die Hochols sind am Boden, Armenier versorgen mit Kampfbegleitung und mit dem Schutz der örtlichen Banditenelite.

Die Ereignisse vom 14.-17. Mai haben vielen die Augen geöffnet, aber es war zu spät: an die Macht sind gestrige Häftlinge und pseudoukrainische Bürger des grossen und gewaltigen Russlands gekommen. Die Ersten haben die primäre Machtergreifung sichergestellt, organisierten Destabilisierung in der Region und führten den primären Monitoring der Reaktion von lokalen Einwohnern und der Zentralmacht in Kiew auf das Geschehen durch. Die Zweiten haben die „Ihren“ in der Schafmenge aus der Mitte der lokalen Bevölkerung gesucht und rekrutiert. Bereits in April-Mai waren in der Stadt russische Kaderoffiziere und tschetschenische Kommandeure, die viele meine Landsmänner gesehen haben, aber stur die Augen davor verschlossen, in der Hoffnung, dass dieses Grauen von allein verschwindet. Ist es nicht.

Heute, im Unterschied zu ukrainischen, arbeiten die russischen Medien schnell und professionell. Das Gesetz der primären Information kennen sie sehr gut. Die Form der Informationspräsentation, die Reihenfolge (der Vorbereitung von Schafen auf das Wichtigste), wie auch die Waffen sind in Russland viel besser, als bei uns.

Unseren Medienmitarbeitern scheint es wohl von ausserhalb ersichtlicher zu sein, aber nur vom Inneren des Geschehens heraus sehen alle, dass ihre Anstrengungen von Mal zu Mal dümmer und minderwertiger werden. Viele, sehr viele Horliwka-Einwohner möchten an unsere Obrigkeit glauben, möchten in einer friedlichen Ukraine leben und die Nachrichten unseres Staates schauen. Sie wollen, man lässt sie aber nicht. Früher gab es wenigstens Versuche, in unserer Stadt die Übertragung der ukrainischen TV-Sender wiederherzustellen, nun ist es auch in der Lethe versunken. Warum werden unsere Leute so reingelegt?

Die Söldner der „DVR“ (sagen „DVR“, verstehen drunter- „Russland“) legen sie nicht hinein. Im Alleingang die Stadt beschossen (wie viele Male Hunderte der Horliwka-Einwohner zu Zeugen davon wurden!), beginnen die russischen Streitkräfte mit Unterstützung der „ehrlichsten Medien“ eine „berechtigte“ Feuererwiderung auf die Stellungen der ukrainischen Streitkräfte.

An die Waffenruhe glauben wir, und hoffen, sogar mehr, als alle anderen (jemand ausserhalb hat wohl kaum genug Vorstellungskraft, um dies zu verstehen), aber die Erfahrung zeigt, dass die Russen und die lokalen Kriminellen dies auf jeden Fall vereiteln werden, um die Beschüsse der Stadt und seiner Ränder zu erklären (unter anderem auch die wirtschaftlichen Sanktionen Russlands gegen die Ukraine in Form von zerstörter Infrastruktur, ausgeraubten und zertrümmerten Fabriken und Wohngegenden). Den bis zu den Ohren mit Blut verschmierten lokalen Banditen passt es nicht, dass die russischen Streitkräfte aus der Stadt abziehen, denn das bedeutet ihren Tod, und glaubt mir, ganz und gar nicht durch die Hände der ukrainischen Armee.

Ohne die Vertreter der OSZE wird bald viel Blut fliessen. Viele werden nicht mit leeren Händen hier wegfahren wollen. Und obwohl die Stadt stark beschossen wird, gibt es hier noch viel, womit sich die Plünderer aus ganz Ukraine und Russland bereichern wollen werden. Die Menschen hier leben, aber es ist schwer, es ein Leben zu nennen. Sie schlafen in der Nacht, aber dieser Schlaf ist kurz und ruhelos. Sie gehen zur Arbeit, aber können nicht ganz verstehen, warum. Und das Wichtigste: für wen sie eigentlich arbeiten. Sie beschützen ihre Kinder, können aber nicht mal den nächsten Tag voraussagen, und das ist doch eine der qualvollsten Tragödien eines jeden Elternteils.

Man kann das alles gar nicht in einem Schritt schreiben! Zu viel hat sich in der Seele angehäuft. Verdruss, Wut, Sorgen um die Ausgereisten und die nicht Ausgereisten Verwandten und Nahestehenden. Hier ist die Realität mit einem Alptraum vermischt.

Das Einzige, woran man tatsächlich fest glaubt, ist der Glaube und die Hoffnung auf unser Land. Wir stehen nicht das erste Mal an der Schwelle zu einer Tragödie, also auch nicht das Letzte. Wir werden aus dieser Hoffnungslosigkeit als Sieger und gehobenen Kopfes herauskommen.

Autor : Arthur KornikEinwohner von Horliwka

Und immer wieder gerne der Hinweis auf die Quelle :
Einwohner von Horliwka Arthur Kornik hat diesen Text speziell für InformNapalm geschrieben; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein aktiver Hinweis auf unsere Ressource und eine Erwähnung des Autors erforderlich.

Link zu Informnapalm.org https://de.informnapalm.org/insight-horliwka-mit-den-augen-seines-einwohners/

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Lagebericht des InformNapalmTeams nach dem Stand vom 16.02.2015 von vor 10 Std.

Beitrag  telzer am Di 17 Feb 2015 - 18:09

Informnapalm.org berichtet :


Bitte für weitere Infos Link nutzen :


informnapalm.org schrieb:Da der Sektor “C” zum heutigen Tag die heißeste Richtung ist, haben wir beschlossen, uns darauf zu konzentrieren. Später werden wir auch auf andere Stellen näher eingehen.

Am zweiten Tag der Waffenruhe führen die Söldner mit Unterstützung der russischen Militärs intensive Beschüsse der Stellungen der ukrainischen Streitkräfte durch. Seit 7:00 Uhr beschießt der Gegner mit dichtem Feuer die Stellungen in Debalzewe.

Ein Abschnitt der Bundesstrasse M03 “Artemiwsk-Debalzewe” befindet sich unter der Kontrolle des Gegners. Nowogrigoriwka befindet sich in einer Feuereinkesselung, der Gegner kontrolliert auch die Gegend Losowe-Kalinowka, was ihm Logwinowe festzuhalten erlaubt. Nach dem Stand vom Morgen des 16.02.2015 wurde grosse Konzentration der Gegnerkräfte registriert, die zum Vorrücken in Debalzewer Richtung bereit ist. Die erste Anhäufung der Kräfte von der Seite Altschewsks wurde auf 30 Technikeinheiten geschätzt, darunter 15 Einheiten Raupentechnik, 4 Tankwagen und ca. 11 Planen-LKWs mit lebenden Kräften.

Nach dem Stand von 20:00 Uhr ist diese Kolonne zum Sturm auf Debalzewe vorgerückt und wurde an der Ausfahrt aus Altschewsk teilweise vernichtet. Einzelheiten sind unbekannt. Die zweite Kolonne ist auch abends von der Seite von Wuhlehirsk aktiv geworden. Nach vorläufigen Angaben besteht die Kolonne aus 15 Einheiten der Planen-LkWs mit lebenden Gegnerkräften.

Die russischen Einheiten führen punktuelle Anschläge auf die Bezirke Tschornuchine und in der Gegend der Höhe von Siedlungen Nowogrigoriwka und Nischne Losowe aus. Sie versuchen die Dorfstraße abzuschneiden, über welche Bewegung noch möglich ist.

Leider wurden wichtige Stützpunkte bei Debalzewe aufgegeben. Die sogenannte “Straße des Lebens” befindet sich unter den direkten Beschüssen der russischen Einheiten.

Nach dem Stand von 9:00 Uhr wurde ein intensiver punktueller Beschuss aus Selbstfahrlafetten-Systemen des Zugstützpunkts “Balu” und anderer Stützpunkte registriert.

Das Feuer wird faktisch gar nicht eingestellt. Das Verhältnis der Dichte der Feuererwiderung ist 1:10- 1:15 (also auf 10-15 Gegnerschüsse kommt ein Schuss der ukrainischen Artillerie). Durch die Feuererwiderung wurden 2 Einheiten des Raketenwerfersystems “GRAD” vernichtet, wegen der lebenden Kräften fehlen die Angaben.

Das Regime der “Waffenruhe” nutzend ziehen die Gegnerkräfte die Technik für die Durchführung einer umfassenden Offensive zusammen. Hauptdepots sind in der Nähe von Ortschaften Jaschikowe, Kumschazke, Altschewsk, Brjanka, Stachanow, Horliwka konzentriert.

Auch sickern durch die unkontrollierten Grenzstellen Technik und Planen-LKWs mit lebenden Kräften des Gegners weiterhin durch.

In den letzten 24 Stunden ist es Beobachtern gelungen, anhand der taktischen Kennzeichen, die an der Panzertechnik des Gegners aufgetragen sind, die Anwesenheit der 136. separaten motorisierten Schützenbrigade der Streitkräfte Russlands (Stationierungsort: Dagestan, Stadt Bujnarsk) zu identifizieren.

Somit, ungeachtet der “Waffenruhe” setzt der Gegner aktive Kampfhandlungen am Debalzewer Vorsprung fort und strebt danach, die angegebene Richtung unter seine vollständige Kontrolle zu nehmen.

InformNapalmTeam


Quelle : https://de.informnapalm.org/lagebericht-des-informnapalmteams-nach-dem-stand-vom-16-02-2015/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mi 18 Feb 2015 - 17:43

Wenn ich zweimal auf denselben Trick hereinfalle… Russische Truppen nehmen Debalzewe ein
Wer zweimal auf denselben Trick hereinfällt, ist selber Schuld
Kurz nachdem der 1. Minsker Waffenstillstand begonnen hatte, wurde klar, dass es den russischen Streitkräften nicht danach war, den vereinbarten Waffenstillstand zu respektieren, und sie begannen, sich rund um den damals von der Ukraine gehaltenen Flughafen von Donezk neu in Stellung zu bringen und sich in günstige Positionen rund um den neuen Terminal herum zu bringen, die einzig erwähnenswerte Stellung des ukrainischen Militärs zum damaligen Zeitpunkt. Nach einigen Wochen der relativen Ruhe, begannen sie mit intensivem Granatenbeschuss des großen Gebäudes, und gegen Ende Dezember nützten sie den Vorteil, der ihnen durch die politische und militärische Führung der Ukraine gegeben worden war, indem sie das Gebiet von allen relevanten Richtungen stürmten. Drei Wochen später fiel der strategisch wichtige Flughafen durch die Invasion von Streitkräften (Artikel) aus dem benachbarten Russland, eine Tatsache, die für die Regierung und die Armeeführung in Kyiw eine ernüchternde Mahnung hätte sein sollen, dass es ein schwerer Fehler gewesen war, einen Waffenstillstand mit Russland zu unterschreiben und sich darauf zu verlassen, ein Fehler, der in Zukunft niemals wiederholt werden sollte.

Weit gefehlt! Nur vier Wochen später – am 15. Februar – trat ein weiterer „Waffenstillstand“ in Kraft vor dem Hintergrund einer fatalen militärischen Situation rund um die strategisch bedeutende Stadt Debalzewe, wobei die russischen Truppen behaupteten (und es gibt viele Diskussionen, dass dies der Fall war und ist), dass die Stadt und die sich darin und in der Umgebung befindlichen Tausende ukrainische Soldaten eingekesselt waren – und sind – und die Wahl hätten, sich entweder zu ergeben und sich zurückzuziehen oder in den nächsten Tagen ausgelöscht zu werden. Die politische und militärische Führung der Ukraine schien aber wiederum eine sehr einzigartige Wahrnehmung der Realität vor Ort zu entwickeln, indem sie – bis heute – behauptete, dass die Truppen verstärkt würden und Nachschub bekämen und dass es nicht nötig sei, die aktuelle (Waffenstillstands-) Strategie, die Stadt zu halten, zu überdenken. Das wirkt alles umso lächerlicher, als dieselbe militärische Führung mehr als 200 Verletzungen des Waffenstillstands und mehr als 40 getötete und verwundete Soldaten in den ersten 48 Stunden des letzten gescheiterten Abkommens verzeichnete.

Zur selben Zeit zeigten (pro)russische Medien, die in den regulären Truppen eingebettet waren, täglich Bildmaterial, das – nach Analyse und Ortung – bewies, dass russische Truppen zur Stadt und in die Stadt vordrangen und schließlich bis heute weite Teile davon einnahmen und behaupteten, dass die meisten Stadtteile gefallen seien und ukrainische Einheiten sich entweder ergeben oder zurückziehen und bis zum Mittag des 17. Februars nur noch die westlichen Stadtteile hielten.

Um das zu erreichen nützte die russische Armee das völlige Fehlen schwerer ukrainischer Artillerie und Mehrfachraketenwerfern (Anm. d. Übers.: Stalinorgeln, Katjuscha) zum Schutz für die Soldaten in Debalzewe, indem sie in der Nacht, als der Waffenstillstand begann (kurz vor Mitternacht des 14. Februar), den Verteidigungsring der Stadt von Nordosten (von Sorynsk) sprengte. Da sie am Morgen des 15. Februar in der Stadt war, konnte sie der pervertierten Logik folgen, “die Waffenruhe einzuhalten während sie gleichzeitig [die Stadt, die sie für sich in Anspruch nahm] Debalzewe absicherte“. Dessen ungeachtet hätte es zu diesem Zeitpunkt eine winzige Chance gegeben, zu erkennen, dass die Zusage Russlands, den Waffenstillstand einzuhalten und die gesamte Front anzugreifen und starke Streitkräfte nach Debalzewe zu schicken, nur eine weitere Lüge Putins war, um die Stadt und die Umgebung entweder zurückzuerobern oder sich mit den Waffen zurückzuziehen und sie den Russen zu überlassen. Stattdessen entschied sich die ukrainische Führung dafür – wieder – zu ignorieren, was vor Ort vorging und – noch schlimmer – dem Hilfeansuchen der eigenen Soldaten nicht Folge zu leisten und zu sagen, dass sie unrecht hätten und es nicht nötig sei, der Bitte nachzukommen, da die Situation „unter Kontrolle“ sei.

Weiterlesen:
Am 16. Februar hielten diese dringenden Hilfsappelle an, ohne dass Kyiw sie akzeptierte oder seine Taktik änderte. Stattdessen argumentierte der stellvertretende ukrainische Außenminister am Abend, komplett ohne jeden Realitätsbezug, dass „sich alle an die vereinbarte Waffenrufe halten sollten“ und dass die „Armee das Feuer nicht erwidere“. Heute Morgen (im Regelfall um 12 Stunden verzögert) erschien wieder Bildmaterial, das weitere territoriale Gewinne in Debalzewe zeigte, einen schweren Angriff von beiden Seiten entlang der Gleisanlagen der wichtigsten Bahnlinie mit jeder Art von High-Tech-Panzern der russischen Armee, mehreren ukrainischen Kriegsgefangenen und einer aufgegebenen ukrainischen Basis, die von den Soldaten offenbar sogar ohne die schweren Panzerfahrzeuge verlassen worden war. Die Karte unten zeigt eine Zusammenfassung der (georteten und überprüften) Entwicklungen, die sich tatsächlich vor Ort bis zum heutigen Morgen des 17. Februar (mit einem kleinen Grad an Unsicherheit) ereigneten.

ie Situation könnte sich jedoch bis zum heutigen Nachmittag noch einmal dramatisch verändert haben. Seit dem frühen Morgen behaupten (unbestätigte!) russische Medienberichte, dass sich circa 120 ukrainische Soldaten in der Stadt ergeben hätten und das Zentrum von einsickernden Truppen des östlichen Nachbarn der Ukraine eingenommen worden sei. Obgleich dies noch nicht bestätigt wurde, bekräftigen einige ukrainische Journalisten Teile diese Version, indem sie berichteten, dass die zentrale Polizeibehörde und der Bahnhof von russischen Streitkräften aus dem Kaukasus eingenommen worden seien oder dass ukrainische Truppen nur noch maximal weitere 12 Stunden durchhalten können und ihnen andernfalls der Tod drohe, wenn sie nicht verstärkt würden.

Gleichzeitig erklärte der ukrainische Generalstab in einer Pressekonferenz um 13 Uhr Folgendes, was ernsthaften Zweifel daran aufkommen lässt, ob man überhaupt erkannte, was vor Ort geschah, geschweige denn entsprechend reagierte.

“Das ukrainische Militär kontrolliert das Dorf Logvinovo und auch zum Teil die Straße nach Debalzewe. Derzeit toben erbitterte Kämpfe in den Außenbezirken der Stadt, im Gebiet des Bahnhofs ist die Lage angespannt, doch unsere Armee hält die Stellung.“
Erst um 17 Uhr am frühen Abend wurde ein weiteres Kommuniqué veröffentlicht, das ein völlig anderes Bild der Situation zeigte.

“Derzeit ist die Lage äußerst schwierig, ein Teil der Stadt wird von illegalen bewaffneten Gruppen kontrolliert. Die Angriffsgruppen, unterstützt durch Panzerfahrzeuge und Artillerie griffen unsere Stellungen an. Anhaltende Straßenkämpfe. Bewaffnete Streitkräfte der Ukraine und andere militärische Formationen, die die Einheiten manövrieren und feuern, tun alles Erdenkliche, um die Aggression der Terroristen zu begrenzen.”
Man kann jedoch behaupten, dass diese Einsicht mindestens drei Tage zu spät kommt, um in einer sinnvollen Weise auf den russischen Vormarsch zu reagieren. In dem Statement gibt es kein Wort zu einer geplanten Reaktion, offenbar wird es den durch den Winter geschwächten, waffen- und zahlenmäßig unterlegenen in der Stadt verbliebenen Truppen überlassen, die Schlacht auf eigene Faust zu Ende zu kämpfen. Abschließend lässt sich sagen, dass es ein schwerer Fehler war, einen weiteren Waffenstillstand zu unterzeichnen und sich darauf zu verlassen. Aber es war ein noch schwerwiegenderer Fehler, die vereinbarte Waffenruhe nicht zu widerrufen, sobald sich herausgestellt hatte, dass die russische Seite wiederum kein Interesse an der unterzeichneten Waffenruhe hatte und sie nur zu ihrem strategischen Vorteil nützen würde.

Jetzt scheint es zu spät zu reagieren und Hunderte oder Tausende ukrainische Soldaten davor zu bewahren, getötet zu werden oder von der russischen Armee als Kriegsgefangene festgenommen zu werden. Blindes Vertrauen in den am wenigsten vertrauenswürdigen Akteur auf dem Planeten und die Weigerung, den wieder begangenen Fehler zu erkennen, führte zu einer Situation, die nun zu einem weiteren “Ilowajsk” wie Ende August/Anfang September 2014 führen wird. Der Unterschied diesmal: Jeder Verantwortliche, der diesmal in die Sache involviert war, wusste genau um die Stärke und Absicht des Feindes und ignorierte dennoch all dieses Wissen und all diese Erfahrung. Innerhalb von sechs Monaten ein zweites Mal hereingelegt, sollten die beteiligten Akteure – auch die aus Europa – wissen, wer sich hier schämen sollte.

Update
Minuten, nachdem dieser Artikel veröffentlicht wurde, bewahrheiteten sich die schlimmsten Vorhersagen. Russische Truppen führen mehr als 30 ukrainische Kriegsgefangene in der Nähe von Debalzewe vor, die sich – laut der russischen Führung – freiwillig ergaben und – laut Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers – während des Kampfes gefangen genommen wurden, nachdem ein Verstärkungskonvoi in den Hinterhalt geraten und aufgerieben worden war”. Auf jeden Fall ist das eingetreten, was ich seit Wochen vorhergesagt habe, auch im obigen Artikel: „Wenn die Ukraine und ihre westlichen Partner ihre Strategie nicht ändern, wird das zu einer vollständigen Niederlage gegen den russischen Aggressor führen.“

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/18/wenn-ich-zweimal-auf-denselben-trick-hereinfalle-russische-truppen-nehmen-debalzewe-ein/

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Nein , es gibt Korruption . Das kann doch gar nicht sein

Beitrag  telzer am Mi 18 Feb 2015 - 20:03

Mal wieder was enthüllendes von Informnapalm. org

Ein Beamter der DVR ist über die Korruption empört

informnapalm.org schrieb:In die Redaktion von InformNapalm ist unter der Bedingung der absoluten Anonymität eine Information aus einer Quelle im direkten Umfeld der DVR-Leitung eingegangen.

Die Quelle enthüllte Daten über die Struktur und die verbrecherischen Schemas der Aktivitäten von “Beamten” der selbsternannten terroristischen Republiken, die- mit Slogans der “Volksmacht” maskiert- Ziele der Eigenbereicherung verfolgen.

Nachstehend im Text werden konkrete Namen und Handlungen der Einheiten erwähnt, die in diese verbrecherischen Schemas involviert sind.

Wie der Insider berichtet, sind die wichtigsten Machtstrukturen der “DVR” die militarisierten Formationen “Oplot” und “Wostok”, die nicht nur Bewachungs- und Sturmfunktionen erfüllen, sondern auch Plünderungen betreiben:  sie stehlen und fahren die übriggebliebene Fabrikeinrichtung aus, verkaufen sie weiter oder verschrotten sie. Planmäßig werden in der “DVR” alle rentablen Betriebe des klein- und mittelständischen Unternehmens vernichtet, die noch überlebt haben.

Unter Bewachung befinden sich nur Betriebe von R. Achmetow, sein Haus und das Haus von W. Janukowitsch. Nach einer direkten Ansage der “DVR”-Leitung wird das ganze gewinnbringende Geschäft vernichtet, das nicht den Familien von Achmetow und Janukowitsch gehört.

Nach einigen Zusammenstößen haben sich die Donezker Kosaken und die sogenannte “Orthodoxe Armee” dem “Verteidigungsministerium der DVR” untergeordnet und sind in die Zusammensetzung der Bandenformationen gekommen.

Besondere Korruptionsschemas sind im Feld des Gefangenenaustausches zu Stande gekommen. Diesen Tätigkeitsbereich, nach Information des Insiders, leitet eine gewisse Darja Moros – ehemalige Sekretärin des “Vorsitzenden des DVR-Volksrates” Andrei Purgin. Für den Austausch eines gefangengenommenen Soldaten verlangt diese Dame von 1.500$ bis zu 5000$. Nach inoffiziellen Angaben betreut diese Abrechnungen die Ehefrau von A. Purgin höchstpersönlich. Im Falle eines Versuchs, den Austausch an diesen Personen vorbei durchzuführen, entstehen unerwartete Hindernisse – die Gefangenen verschwinden, die Ansprechpartner werden durch die Kopfjäger des Bataillons “Wostok” verhaftet usw.

Der Insider berichtete auch, dass es relativ interessant um die medizinische Versorgung und Rehabilitation der “Neurussland-Verteidiger” steht. Die Arbeit des Gesundheitsministeriums betreut eine gewisse Staatsbürgerin Russlands, die das “Zersägen” und den Verkauf der Medikamente aus den humanitären Konvois organisiert: die Medikamente werden nicht zentralisiert auf jene Krankenhäuser verteilt, wo die Verwundeten behandelt werden, sondern werden unter den Einheiten und Unterabteilungen aufgeteilt, was für eine noch größere Verwicklung der Korruptionsschemas sorgt.

Unter den Gründen, aus welchen der Insider beschlossen hat, uns diese Information preiszugeben, wurde die allgemeine Enttäuschung und das Missverhältnis zwischen den deklarierten Slogans der Volksmacht und den tatsächlichen Handlungen der DVR-Leitung genannt.

Wir werden nicht resümieren und auswerten, soll jeder entsprechende Schlüsse selbst ziehen.

InformNapalmTeam

Quelle : Informnapaln Team https://de.informnapalm.org/ein-beamter-der-dvr-ist-ueber-die-korruption-empoert/

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Ob das bei u unserer Polit-Elite was bringt ?!

Beitrag  telzer am Mi 18 Feb 2015 - 21:14

Russischer Politiker: Retten Sie unsere Soldaten – geben Sie der Ukraine Waffen!

euromaidanpress schrieb:Der russische Oppositionspolitiker und stellvertretende Vorsitzende der liberalen Partei “Rechte Sache” Leonid Gosman fordert die Bewaffnung der Ukraine – und bedient sich in seinem Appell eines interessanten Perspektivwechsels: Je eher die Ukraine bewaffnet werde, desto schneller höre das Sterben der russischen Soldaten auf.

Im Donbas sterben unsere Jungs. Kugel und Patrone unterscheiden nicht zwischen freiwilligen Kämpfern, die ihr Schicksal selber ausgewählt haben und denen, die als „Urlauber“ auf Befehl in diese Knochenmühle gehen mussten. Und schließlich sind das alles unsere Jungs. Die Natürlich, die Ukraine verfügt nur über eine kleine und schlecht bewaffnete Armee. Aber sie reicht aus. Unsere Jungs sterben trotzdem – während sie das lesen, ist wahrscheinlich ein weiterer umgekommen. Gestern wurde der Sohn Ihres Nachbars getötet, und morgen der Verlobter einer Ihrer oder meiner Verwandten. Und wieder wird die Kugel nicht unterscheiden, ob Sie sich wie die meisten über die Krim-Annexion gefreut oder ob Sie sich geschämt haben wie ich und meine Freunde.

Die Ukrainer haben bewiesen, dass sie bereit sind und ihr Land verteidigen werden – siehe allein das Beispiel von Nadija Savchenko. Und je weiter wir auf ukrainischer Erde vorrücken, desto mehr unserer Jungs werden ihr Leben verlieren. Und selbst wenn wir die ukrainische Armee komplett zerschlagen, werden sie trotzdem weiter sterben – denken Sie daran, dass der Partisanenkrieg gegen die UdSSR dort bis zum Beginn der 50er Jahre andauerte.

Sie sterben nicht, weil es dort Anhänger Banderas (angebliche radikale Nationalisten) oder US-Amerikaner gibt. Sie sterben, weil sie als Feinde und Besatzer dorthin gehen oder geschickt wurden und den Menschen ihren Willen aufzwingen wollen. Denjenigen, die sie dorthin geschickt haben, ist völlig egal, ob sie als Krüppel oder überhaupt nicht zurückkehren. Die namenlosen Gräber – die Generäle, die die Soldaten in den Tod geschickt hatten, haben sie auch nach dem Tod verraten – demonstrieren das Verhalten der Befehlshaber gegenüber den Truppen.

Es gibt nur eine Hoffnung, dass sie dort nicht mehr sterben werden – wenn wir von dort weggehen. Aber wir gehen von dort nicht weg! Zumindest gehen wir nicht in der nahen Zukunft weg. Unsere Diplomaten werden weiterhin einen auf dumm machen und erzählen, dass wir damit überhaupt nichts zu tun haben, dass die bevollmächtigten Vertreter der Donezker und Luhansker „Volksrepubliken“ keine Räuber und Banditen sind – voller Stolz werden sie diesen Unsinn von sich geben, und der Krieg wird weitergehen. Aber es wird weniger Tote, Krüppel und Leid geben, wenn wir wenigstens nicht vorrücken werden.

Und dafür – ich sage jetzt etwas Schreckliches – ist es notwendig, dass die Ukraine Waffen erhält. Denn Gewalt kann man nur mit Parität aufhalten, mit dem Bewusstsein, dass es eine Antwort geben wird. In ein Haus mit Waffen wir mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit eingebrochen. Der Colt – der großer Ausgleicher – gibt dem Kleineren und Schwächeren eine relative Sicherheit. Der Größere und Stärkere wird zweimal überlegen, ob er sich an ihm vergehen soll. Als sowjetische Wissenschaftler ihrem Land die Atombombe gaben, wendeten sie damit den Krieg ab. Denn das zweifellos tolle amerikanische System der „Checks and Balances“ (Gewaltentrennung und Machtbalance) kann auch mal versagen – wer weiß, was da einmal jemand entscheiden könnte?

Und auch heute braucht man Parität – soweit das überhaupt möglich ist. Den Verstand verlierende Geopolitiker können nur durch die Angst vor inneren Unruhen gestoppt werden. Deshalb, nicht etwa aus der ihnen fremden Menschenliebe, sondern aus purem Pragmatismus, werden sie sich nicht auf hohe und landesweite Verluste einlassen. Und das bedeutet, dass sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Offensiven zum Durchbrechen einer Landpassage zur Krim oder zur „Befreiung“ von Kiew deutlich reduziert, wenn die Ukrainer moderne Waffen bekommen. Und das wiederum bedeutet, dass weniger unserer Jungs sterben werden.

Und deshalb sage ich – retten Sie unsere Soldaten, geben Sie der Ukraine Waffen.

Artikel von: Leonid Gosman
Quelle: Echo Moskau / echo moskwy

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Transnistrien 2 , Abschasine 2 , SüdOssetien 2 ?

Beitrag  telzer am Mi 18 Feb 2015 - 22:18


Russischer Politologe: „Putin sagt, er wird kein zweites Transnistrien schaffen – das heißt, er wird es mit Sicherheit machen“


euromaidanpress schrieb:Der russische Politologe Dmitrij Oreschkin erzählt der „Nowoje Wremja“, warum im Donbas immer noch kein Frieden eingetreten ist.

In Anbetracht dessen, dass es de facto keine Waffenruhe gibt, werden nach den Minsker Vereinbarungen bei Debalzewe weiterhin schwere Kämpfe geführt, bei Mariupol ebenso – was sagt uns das? Hat Putin sich entschieden weiter zu gehen? Haben keinerlei Vereinbarungen für ihn eine Bedeutung?

Die allgemeine Neigung besteht bei Putin darin, dass es der Ukraine nicht gelingen soll, ein positives Beispiel, d. h. ein Vorbild zur Nachahmung für andere post-sowjetische Gebiete, zu schaffen. Die Ukraine soll bestraft werden, sodass niemand auf die Idee kommen möge, sich dem Einfluss Russlands zu entziehen. Daher verstehe ich nicht, welche Hoffnungen es da geben sollte, dass Putin aufhören könnte. Sein Modell ist zugespitzt auf den Krieg.

Im Krieg, da kann die Sowjetunion gewinnen. Das ist die brutalste Disziplin, die Beschlagnahme von Ressourcen aus Menschen und Territorien, ihre Zusammenfassung unter der Hand des zentralen Befehlshabers, die Vertikalisierung, die manuelle Steuerung und all die anderen Freuden. All das ist gut, wenn Krieg ist oder ein Erdbeben. Unter friedlichen Bedingungen funktioniert dieses System nicht, deswegen hat die Sowjetunion den Krieg gewonnen, aber den Frieden verloren. Das einzige, was Putin in dieser Situation machen kann, ist es, im Körper der Ukraine einen Eiterherd zu hinterlassen, in dem man jederzeit wieder mit dem Schüreisen stochern kann, damit dort die Funken fliegen oder das Eiter fließt, damit der Ukraine das Leben kein Zuckerschlecken wird.

Ich kann nicht ganz verstehen, wenn ukrainische Politiker sagen, dass Donezk zurückgeholt werden müsse. Ich denke, dass sie keine Dummköpfe sind und verstehen, dass das eine kontraproduktive Idee ist, aber sie können nicht sagen, dass sie dieses Donezk, offen gestanden, nicht gebrauchen können. Weil dann die Frage aufkommt, wofür denn dann überhaupt gekämpft wurde. Auf diese Frage können sie nicht antworten, obwohl es eine Antwort gibt: Man hat dafür gekämpft, dass sich das Donezker und Luhansker Regime nicht auf das ganze Territorium der Luhansker und Donezker Gebiete [Oblaste] ausweitet, und dass es nicht noch versucht, Odessa, Dnipropetrowsk oder Charkiw zu erobern. Man hat eben für eine Sache gekämpft. Aber dabei kämpfte man, so jedenfalls die ukrainische Seite, unter der Parole: „Wir geben unsere souveränen Territorien nicht ab!“ Das ist als Parole zwar richtig, aber als Ziel unerreichbar.

Mir scheint, dass Donezk und Luhansk als Territorien für die Ukraine hoffnungslos verloren sind. Vielleicht ist es auch besser so. Stellen wir uns vor diesem Hintergrund einmal auf die Position jener Führer der Donezker und Luhansker Republiken: Wohin sollen sie gehen? Wenn dieses Gebiet entsprechend der Minsker Vereinbarungen früher oder später an die Ukraine geht, dann wird man sie doch – was es da auch immer für Garantien geben möge – ausfindig machen. Im besten Fall werden sie zurückkehren in den Zustand jener tarnfarbener Fauna, die zu friedlichen Zeiten die Schranken an Parkplätzen bewacht. Aber jetzt sind sie die Führer einer Volksbefreiungsbewegung, jetzt sind sie die großen Helden. Deswegen werden jene neuen selbsternannten Eliten dieser Republiken, die bei euch [in der Ukraine] „Watniki“ genannt werden, nicht mehr weggehen. Wohin sollen sie gehen? In Russland freut sich auch eher keiner über sie mit ihren Allüren. Doch hier haben sie irgendein Gebiet, können irgendwem sein Business rauben. So oder so werden sie ihr Gebiet nicht abgeben, sie werden nicht einwilligen. Sicherheitshalber haben sie schon mal die Forderung gestellt, dass die Ukraine nicht der NATO beitrete. Naja, und bisweilen schießen sie. Es ist klar, womit sie schießen: Russland gibt ihnen Munition, Waffen und anderes.

Putin nutzte die Minsker Verhandlungen, um zu demonstrieren, dass er damit nichts zu tun habe. So hat er die Papiere unterschrieben, die DVR-Leute selbst unterzeichneten dann jedoch nicht, sie haben sich gesträubt, sodass er sie schließlich erst habe überreden müssen. Und die westlichen Staatschefs tun so, als ob sie all das glauben würden. Das ist ein Teil des Spiels, welches es Putin erlaubt, sich einerseits ohne Gesichtsverlust rauszuziehen – zumindest zur Aufrechterhaltung der internationalen Beziehungen. Hierbei ist Europa sehr akkurat, man will nicht Putin als jemanden, der mit einer Atombombe bewaffnet ist, ohne irgendwelche Alternativen dastehen lassen.

Er soll sich immer mehr oder weniger komfortabel fühlen. Er soll rational die Situation abwägen und verstehen, dass diese Situation für ihn zwar weniger komfortabel, aber trotzdem noch komfortabel ist. Weil er, wenn die Situation nicht komfortabel ist, die Bombe aus der Tasche ziehen kann – und das macht niemanden glücklich. Darum ist man ihm gegenüber stets sehr akkurat und konsequent, aber man lässt ihm immer auch eine Tür offen.

Im gegenwärtigen Fall lässt man ihm die Tür in dem Sinne offen, dass er jenen Prozess nicht steuere. Er hat diese Rolle gespielt und sie haben die Rolle angenommen. Sie haben bestätigt, dass Putin jene Donezker und Luhansker Kerle überredet hat, dieses Papier zu unterzeichnen. Diese haben unterschrieben und nun wollen sie sich nicht daran halten. Natürlich ist das alles mit Moskau abgestimmt, daran zweifelt niemand. Andernfalls hätte man einfach die Waffenversorgung gestoppt und einen Gruß an jene Leute geschickt. Aber das ist nicht im Interesse Putins, weil es bedeuten würde, dass er sich ganz aus den ukrainischen Angelegenheiten zurückzieht und er der Ukraine nicht das Leben verderben kann. Und das würde seine Strategie verletzen. Falls es eine solche überhaupt gibt.

Eigentlich denke ich, dass es tatsächlich keine Strategie gibt. Aber sich an der Ukraine zu rächen – das ist eine lebensnotwendige Sache. Sich aus Donezk zurückziehen kann er nicht, weil er dadurch sowohl die Kontrolle als auch sein Gesicht verlieren würde. Jenes Donezk kontrollieren kann er nicht, weil ihn der Westen hinreichend hart einschränkt. So bleibt ihm nur, dort, wo es möglich ist, ein wenig Feuerholz hineinzuwerfen und im Maße seiner Fähigkeiten ein wenig Kerosin ins Feuer zu gießen.

Das heißt, in den nächsten zwei-drei Monaten wird es keinen Frieden geben?

Ich denke, dass sich die Lage in etwa zwei Monaten tatsächlich stabilisieren könnte, da Russland immer weniger Geld, Ressourcen, internationales Ansehen und sonstiges hat. Mit jedem Monat verliert Russland sogar an militärischem Potenzial. Es ist bloß notwendig, dass Zeit vergeht, dass Putin sich mit einem Sieges-Ausdruck im Gesicht zurückziehen kann. Ich hoffe, dass es so geht.

Tatsächlich weiß niemand, wie stark er vom Affen gebissen wurde. Vielleicht wird er versuchen, weiter vorzustoßen. Trotz allem ist er rationaler Mensch, wenn auch ein wahnsinniger. Aber in seinem Wahnsinn ist er rational. Auf den Richtbock will er seinen Kopf nicht legen. Anderseits ist es seine Angewohnheit, stets zu bluffen – weiß Gott, wohin das führt.

Ich denke, die Variante, die Putin am besten passen würde, ist die Variante „Transnistrien 2“. Er hat ja gesagt, er wird kein zweites Transnistrien schaffen. Das bedeutet, er wird es mit Sicherheit machen. Weil ihm andere Varianten einfach nicht bleiben. Den Donbas an die Ukraine zurückzugeben geht nicht, sich vollständig aus dem Gebiet zurückzuziehen geht auch nicht. Das heißt: Auf dieser oder jener Stufe, mit diesem oder jenem Status, mit dieser oder jener Menge vergossenen Blutes und verschandelter Schicksale, letztendlich kommt man so oder so zu jenem halbanerkannten Status dieser halbanerkannten Republiken. So eine Art Nordzypern oder Bergkarabach – wenn man zwar irgendwie nicht schießt, aber auch nicht wirklich friedlich lebt.



Artikel von: Dmitrij Oreschkin
Quelle: Nowoje Wremja
Bild: Titelfoto: sprotyiv.info
Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/18/russischer-politologe-putin-sagt-er-wird-kein-zweites-transnistrien-schaffen-das-heisst-er-wird-es-mit-sicherheit-machen/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 19 Feb 2015 - 0:00

Wahre Worte....

Statement von den US-Senatoren John McCain und Lindsey Graham, zum Fall von Debaltseve an die Russen!

Washington, D.C. – U.S. Senators John McCain (R-AZ) and Lindsey Graham (R-SC) today released the following statement on the fall of Debaltseve to Russian-backed Ukrainian separatists:

“The fall of Debaltseve to Russian-backed Ukrainian separatists should be all the evidence we need to proclaim the failure of the recent ceasefire agreement in Ukraine. Since yesterday, this delusional piece of paper has done nothing to stop the death of dozens more Ukrainian soldiers and the surrender of more of Ukraine's sovereign territory to Vladimir Putin and his proxies.

“Putin has achieved his military objectives in Debaltseve, and we fear that Western leaders, rather than facing the harsh reality of Russian actions, will allow Putin to claim that he is abiding by the terms of the ceasefire. In reality, he will use the weeks and months ahead to consolidate his latest gains, to continue arming and training his proxy army, to destabilize the Ukrainian government and economy, to try to divide the transatlantic alliance, and to prepare for his next military offensive, which will likely occur in Mariupol. Persisting with the illusion of a ceasefire will only give Putin the cover he wants to plan his next act of aggression inside of Ukraine.

“And yet Western leaders, including the President of the United States, continue to cling to any available excuse not to provide defensive arms and other much-needed military assistance to the Ukrainian government. As President Obama continues to ‘consider’ lethal assistance, Putin continues to act with lethal force to achieve his military objectives in Ukraine.

“Ukrainians have the will to resist this aggression, and are not asking anyone to do their fighting for them. They only ask that the defenders of democracy to give them the means to resist the onslaught of a dictator. Shame on us for failing them.”

http://www.mccain.senate.gov/public/index.cfm/press-releases?ID=39b7014e-89d4-47c1-830a-0e393d5b197b

"Die Ukrainer haben den Willen, dieser Aggression zu widerstehen und fragen bei niemanden nach ob er für sie kämpft. Sie fragen nur danach, als Verteidiger der Demokratie, ihnen die Mittel zu geben um der Attacke eines Diktators zu widerstehen. Schande über uns, das wir sie scheitern liessen...


Google-Translator:
https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&tl=de&u=http%3A%2F%2Fwww.mccain.senate.gov%2Fpublic%2Findex.cfm%2Fpress-releases%3FID%3D39b7014e-89d4-47c1-830a-0e393d5b197b

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 19 Feb 2015 - 20:17

Euromaidan NRW e.V. stellt vor:

Trauergesang für die Opfer in der Ukraine
Zum Gedenken an die im Kampf für die Unabhängigkeit der Ukraine 2014/15 getöteten Opfer
Unser internationales Projekt vereinigte kreative Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt. Sie alle haben beim Wendepunkt des Schicksals der Ukraine einen tiefen Schmerz für unser zerschmettertes Land gespürt.
Zusammen mit dem gesamten ukrainischen Volk beten sie für die Seelenruhe der Verstorbenen und für die Heilung der Verletzten.

Gebet und Trauer, Schmerz und Katharsis – so ist die Musik für die Opfer der Ukraine, komponiert von Vladimir Genin zum Text des liturgischen Liedes von Johannes von Damaskus aus dem 8. Jahrhundert. Es spielt das Nodelman-Quartett – begleitet durch die Videoreihe von Sergei Loiko, die er speziell für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat.

Projektteilnehmer,Textübersetzung,weitere Infos:
Projektteilnehmer:

Vladimir Genin, Komponist (Russland – Deutschland)
Sergei Loiko, Journalist und Fotograf (Russland – USA, Los Angeles Times)
Anatoliy Stepanko, Kameramann und Schnitt (Ukraine – Deutschland)

Das Nodelman-Quartett in der Zusammensetzung:

Misha Nodelman, Violine (Russland – Deutschland)
Tatiana Cherepashchuk, Violine (Ukraine – Deutschland)
Wojtek Michalski, Viola (Polen – Deutschland)
Mark Mefsut, Violoncello (Großbritannien – Deutschland)

Vorleser: Pfarrer Maksym Strihar (Kyiw, Ukraine, Radio “Golos Nadii”

Idee: Misha Nodelman

Projektorganisation: Tatyana Cherepashchuk

Liveaufzeichnung der Aufführung in der Evangelischen Hauptkirche Mönchengladbach-Rheydt (Deutschland) am 11. Februar 2015. Wir bedanken uns bei allen Projektbeteiligten und im Besonderen bei der Evangelischen Hauptkirche Rheydt und KMD Udo Witt für die Bereitstellung der Räume.

Euromaidan NRW e.V. © 2015

Alle Rechte sind den Organisatoren und Teilnehmern des Projektes vorbehalten, was den kommerziellen Gebrauch des Videos sowie seiner Teile ausschließt. Die Übertragung und Vervielfältigung in gemeinnützigen Zwecken ist willkommen.

Spendenkonto:
Euromaidan NRW e.V.
Volksbank Bonn-Rhein-Sieg eG, Bonn
IBAN-Nr. DE12380601861502025011
BIC GENODED1BRS

Deutsche Übersetzung des liturgischen Gebets von Johannes von Damaskus:

Welch’ Lebensfreude ist mit Weinen und Schluchzen nicht vermengt?
Welch’ Ruhm verbleibt auf Erden unerschütterlich und unverbrüchlich?
Alle Macht flücht‘ger als ein Schatten, alles ungewisser denn ein Traum,
zerstreut in einem Nu vom Tode.
Ach, wie bang wird der Seele, die vom Körper losgerissen!
Ach, wie traurig hebt sie an zu klagen, findet keinen Tröster nicht!
Empor mag sie blicken zu den Engeln licht – vergebens all ihre Gebete!
Entgegen recket sie die Arme den guten Menschen – doch niemand hilft!
…Herr, schenke dem jüngst Heimgegangenen Deinen immerwährenden Segen,
lasse ihn in Ewigkeit in Freuden ruhen…



http://de.euromaidanpress.com/2015/02/19/trauergesang-fuer-die-opfer-in-der-ukraine-musik-und-video/

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“Das Kellerchen” und die neurussischen Erben des Roten Terrors

Beitrag  telzer am Fr 20 Feb 2015 - 18:36

Gerade bei Informnapalm.org

informnapalm.org schrieb:Dieses Material fanden wir unter den Publikationen auf einer russischen öffentlichen Seite im sozialen Netzwerk “VKontakte”, sie heißt “Warjaschskaja Rus”. Das Interesse der Redaktion von InformNapalm wurde dadurch geweckt, dass dieses Material von russischen Nationalisten geschrieben wurde. Wenn wir früher in einigen Beiträgen aus unseren Publikationen die typischen russischen Nazis kennengelernt haben, die unter den Imperiumsfahnen und auf den russischen Panzerwagen aufgebrochen sind, um Donbass zu terrorisieren, so sehen wir nun die Kehrseite dieser Bewegung, die durchaus zum Kern des Befreiungskampfes des russischen Volkes gegen das Besatzungsregime von Kreml werden kann. Hier präsentieren wir ihren Artikel über die Situation in der Ukraine:

   “Als im Frühjahr 2014 alle bewussten und rechtschaffenen russischen Nationalisten behaupteten, dass die im Südosten der Ukraine geschaffenen “Volksrepubliken” in Wirklichkeit eine Provokation des Kremls gegen das russische und das ukrainische Volk seien, waren das Worte der durch bittere historische Erfahrungen gelehrten, pragmatisch denkenden Realisten, die nicht zur übermäßigen Leichtgläubigkeit und unerfüllbaren Fantasien neigen.

   Deshalb klagt auch heute keiner von uns, Putin würde “Neurussland verraten”. Es gab und es gibt kein Neurussland! Genau gesagt, das gab es vor langer Zeit, aber diese sowjetische Düsternis, die die Ukraine in 2014 befallen hat, hat mit ihr, außer in geographischer Hinsicht, nichts zu tun.

   Nur ein kompletter Idiot konnte glauben, dass der Aufstand in Donbass spontan, als Folge des ethnischen Konflikts ausgebrochen war, und nicht durch Moskau inspiriert wurde. Nur ein kompletter Idiot konnte es sich vorstellen, dass Interessen des russischen Volkes und Interessen von Putin für einige Zeit übereinstimmen könnten. Und nur ein Mensch, der Watte statt Hirn hat, konnte erwarten, dass die Politiker, die ein Blutbad entfacht haben, zögern würden, die naiven Idioten zu verraten, im Stich zu lassen, auszuliefern, die die Reden von “Neurussland”, “Russischer Welt” und sonstiges für bare Münze genommen haben.

   Die Erfahrung von Tschetschenien, wo das russische Volk nach der “Rettung” durch föderale Truppen faktisch aufgehört hat zu existieren, war den begeisterten Schwachköpfen nicht genug.

   Also, seit dem Beginn dieses Scharmützels im Südosten der Ukraine, war das, was dort geschah, keine russische nationale Angelegenheit. Jetzt, wo die einst unauffälligen Beweise der absoluten Abhängigkeit des “Neurusslands” vom Hauptland den Massen klar vor Augen stehen, wo mehr und mehr Verbrechen, die von den sogenannten “Aufständischen” begangen worden sind, zutage treten, kommt die verspätete Erleuchtung unaufhaltsam selbst zu den Dämlichsten.

   Es ist sinnlos, mit den Imperiumsfahnen, Kolovraten (Sonnenwendesymbol) und weißgardistischen Insignien den fünfzehn Meter hohen Lenin hinter euch, Genossen “Aufständischen”, verdecken zu wollen!

   Wie wir wissen, gibt es eine unendliche Vielzahl von Rottönen. Wenn der Ideologie und dem Geist der wuchtigen Russischen Föderation mit ihrer Armee die Vorbilder von Stalin und Breschnew am nächsten sind, so herrscht in den nicht anerkannten Republiken, die vorhaben (vorhatten) der Föderation beizutreten, die Atmosphäre des frühen Bolschewismus mit Enteignung, außergerichtlichen Hinrichtungen, internationalen Brigaden. Laut der logischen Reihenfolge, geht dem Stalinismus ein Stadium des Kriegskommunismus voraus – das ist es, was Donezk und Luhansk nun erneut erleben.

   “Das Kellerchen”, die Nachricht von dem nach der Beseitigung von Alexander Bednow die Runde machte, wurzelt genau dort – im Jahre 1919.

   Die Folterkammer von “Batman”, mit seinen “Maniacs” und “Fobussen” (Rufzeichen der Terroristen) – das ist der auferstandene Charkower Sonderauschuss mit seinen Sajenkos (ein Tschekist) aus der Zeit des Roten Terrors. Der Unterschied besteht nur darin, dass die ersten noch einen lebenden Lenin hatten, die anderen jetzt einen steinernen und im kleineren Maßstab haben. Ansonsten ist alles fast identisch.

   Sehen wir uns die Geschichte des Roten Terrors Anfang des 20. Jahrhunderts an: im Kellergeschoss des Hauses in der Sumska Straße in Charkiw gab es drei große Räume. Diese Räume waren immer so überfüllt, dass die Gefangenen stehen mussten. Der Sonderausschuss besaß eine gesonderte Chinesische Kompanie, die die Gefangenen bei den Verhören folterte und die Todeskandidaten erschoss. Täglich wurden 40 bis 50 Menschen erschossen, wobei in den letzten Tagen, bevor die Freiwilligenarmee (Weiße Armee) im Juni 1919 nach Charkiw kam, diese Zahl stark anstieg.

   Die Tschekisten töteten die Menschen auf die grausamste, qualvollste, inquisitorische Weise: sie schnitten, erwürgten, hängten auf, häuteten, so dass sie knöcheltief im Blut standen. Selbst der Volkskommissar für militärische Angelegenheiten der UdSSR W. A. Antonow-Owsejenko nannte diese Sonderausschüsse, unter anderem die Charkower, “Übertreiber”.

   Dass die “Aufständischen” von Luhansk intuitiv die typischste Seite der Geschichte des Bolschewismus nachgeahmt haben (wobei im Artikel und im Video die Rede von “Festgenommenen” ist, der größere Teil der grauenerregenden Geschichten über die Folter der ukrainischen Kriegsgefangenen ist uns noch unbekannt), zeigt deutlich, wessen geistige Nachfolger sie sind – der Weißen oder der Roten.

   Sollen Schutschkowski mit Proswirnin sich noch so bemühen, ihr Blutgeld damit abzuarbeiten, dass sie die widerlichen Sadisten als “weiße Ritter des Imperiums” und Söldner als Robin Hoods darstellen – die Wahrheit sticht deutlich ins Auge.

   Das russische Volk war niemals ein Henker und Folterknecht! Die Bestialität, die den alten und neuen Tschekisten eigen ist, liegt den Russen nicht im Blut. Man kann viele Zeugnisse und Zitate anführen, die beweisen, wie sorgsam die russischen Soldaten ihre Gefangenen behandelten. Suworow rief dazu auf, für sie wie für die eigenen Soldaten zu sorgen. General Skobelew forderte Menschlichkeit und Großzügigkeit selbst gegenüber den Türken und Osmanen, die ihrerseits die Russen grausam folterten und die Gefangenen köpften.

   Schon die bestialische Fratze, die der Welt offenbar wurde, auch ohne Berücksichtigung der ideologischen Aspekte, zeigt, wie tief die Kluft zwischen der russischen Befreiungsbewegung und dem bolschewistischen Nicht-Russentum ist, das frech und ungeniert unter dem russischen Namen in “DVR” und “LVR” parasitiert.

   maniac2Gesondert muss man über die sogenannte Einheit “Russitsch” und ihren psychisch kranken Kommandeur Alexei Miltschakow erzählen.

   Es gab viele Diskussionen über die Haltung der russischen Nationalisten zu dem Konflikt in der Ukraine. Insgesamt waren die “sowjetischen” sich einig, dass sie die Ukraine aus Gründen der supranationalen slawischen Solidarität unterstützt haben.

   Tatsächlich ist Alexei Miltschakow fast der einzige Vertreter der NS-Bewegung, der nach Neu-Sowjetland kam und dort die allgemeine Absolution der Watnik-Gemeinde erhielt. Alexei, Spitzname “Fritz”, kam dorthin noch vor dem Krieg. Erstmals wurde er vor paar Jahren durch die Fotos mit den eigenhändig geschlachteten Welpen bekannt. Und nun, im Sommer 2014, fand sich dieser Sankt-Petersburger im Luhansker Gebiet wieder, als Anführer einer Bande der Gleichgesinnten. Warum? Um das russische Volk auf Geheiß von Dmitri Kisseljöw und Jegor Proswirnin zu verteidigen!

   Man muss nicht lange raten, wodurch er berühmt wurde – unter seinen Heldentaten sind außer der Erschießung der ukrainischen Kolonne am ersten Tag der Waffenruhe auch brutale Folter von Gefangenen: wie wir wissen, gehörte die Einheit “Russitsch” zum maniac3Interventionsteam “Batman”, und das berühmte “Kellerchen” wurde natürlich mit Alexeis Namen in Verbindung gebracht. Was er dort mit den wehrlosen Gefangenen anstellte, ist unvorstellbar. Laut seiner ehemaligen Sankt Petersburger Kameraden, Kontakt zu denen er noch eine Weile aufrechterhielt, prahlte der Gräueltäter oft damit, wie er die gegnerischen Soldaten zum Tode folterte, und betonte, dass einige Opfer ihn am Ende darum anflehten, sie zu töten. Er folterte sie ohne jeden Zweck, einfach zum Spaß.

   Selbst der hiesige Henker mit dem Spitznamen “Maniac”, den er nicht umsonst bekam, wunderte sich über die bestialische Raffinesse und Gnadenlosigkeit von Miltschakow.

   maniac4Das alles – die Tatsache, dass aus einer riesigen Gemeinschaft der russischen Nationalisten gerade ein Miltschakow zum “Verteidiger der russischen Welt” wurde und dass die “Russische Welt” die “Kellerchen” mit Miltschakows hervorgebrachte – ist kein Exzess, kein Zufall. Es ist töricht zu glauben, dass es solche Gepflogenheiten nur in der Bednows Bande gab und dass dieses eine Foltergefängnis das einzige in Donbass war. Das ist das Gesicht von “Neurussland”. Sein wahres Gesicht! Das schmerzlich bekannte Gesicht der bolschewistischen Hydra, die wieder ihre Krallen ausgefahren hat.

   Russische Nationalisten, das muss man ihnen zugestehen, haben sofort dieses Gesicht erkannt. Sie haben zwar die Ukraine nicht deswegen unterstützt, weil sie plötzlich zu weißen Internationalisten mutiert sind, denen russische nationale Probleme und das Gefühl des Nationalstolzes fremd sind, aber wenigstens wollen sie mit psychischer Inadäquatheit, Folter, Grausamkeit und Lügen nichts zu tun haben, die durch die Erben des Roten Terrors auf die ukrainische Erde gebracht wurden. Denn die Adepten von “Neurussland” tragen in sich die Eigenschaften des sowjetischen Menschen: Arroganz, Prahlerei, Unwissenheit, Grausamkeit, Dummheit.”


Wie es sich herausstellte, ist Miltschakow für die russischen Nationalisten kein Held, sonder ein kranker Psychopat, wie auch Tausende von denen, die unter verschiedenen Slogans in die Ukraine fahren, um die Gebote des putinschen Terrors zu verwirklichen – des Roten Terrors des 21. Jahrhunderts. Interessant in diesem Zusammenhang ist aber für uns, dass Putin nun immer mehr Verbündete in Russland selbst verliert- nun haben sich auch die russischen Nationalisten gegen ihn gestellt….


Quelle : InformNapalm; übersetzt von Olena Köpnick

https://de.informnapalm.org/das-kellerchen-und-die-neurussischen-erben-des-roten-terrors/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Fr 20 Feb 2015 - 19:36

SBU nimmt Spion fest,  der den Militärflugplatz in Odessa für den FSB ausgekundschaftet hatte!

Die Spionageabwehr-Abteilung hat in der Region Odessa bei einer gross angelegten Maßnahme, um die Aktivitäten der russischen Sicherheitsdienste zu bekämpfen einen Spion vom FSB gestoppt!

Am Freitag, den 20. Februar verkündete dies der Leiter des SBU -Markiyan Lubkivsky auf seiner Seite auf «Facebook».

Laut Lubkivsky, wurde ein "Bürger" des russischen Geheimdienstes verhaftet bei der versuchten Installation von
Überwachungstechnik beim Militärflugplatzes in Odessa .

Der für die Spionage verdächtigte gestand während des Verhörs, dass er Kontakt mit dem FSB hatte und Informationen an die Vertreter der russischen Geheimdienste durch einen Gruppenadministrator einer  anti-ukrainischen-Gruppe per Facebook weitergeben hatte. Der FSB soll direkten Zugriff auf die Facebookgruppe haben

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https://news.pn/ru/RussiaInvadedUkraine/126611

Das mit der Facebookgruppe ist natürlich ein Ding  hmm

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 21 Feb 2015 - 19:25


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Wieviele russische Berufssoldaten sind in die ukrainische Gefangenschaft geraten?

Beitrag  telzer am Sa 21 Feb 2015 - 21:15

Informnapalm.org läßt die Welt nicht ohne die Wahrheit (und uns auch nicht)

Bitte auch den Bericht im Link nutzen , weitere Info´s und Links und Bilder

informnapalm.org schrieb:Dieses Material ist vom 2. Dezember 2014
Russland hat ziemlich lange so getan, als ob es nicht ihre Armee im Donbass den Krieg führt, sondern irgendwelche Freiwilligen. Aber zum Ende des Sommers tauchten die ersten gefangenen russischen Berufssoldaten auf, und zu lügen ist schwieriger geworden.

Zum ersten offiziellen Gefangenen wurde der 19-jährige Wehrdienstpflichtiger Andrei Balobanow, Sprechfunker der 7. motorisierten Schützenbrigade der Einheit №65349 des Zentralen Militärbezirks der Landstreitkräfte Russlands, der ungefähr am 16-17. Juli 2014 in Gefangenschaft geraten ist.

Die offizielle russische Stellung zu diesem Gefangenen hat sich mehrmals geändert. Erst wurde er nicht beachtet, nach der Videoveröffentlichung hat aber die Omsker Presse angefangen, über ihn zu schreiben.

http://www.bk55.ru/news/article/35853/

http://omskgazzeta.ru/…/o_popavshem_v_plen_omiche_balobano…/

http://omskgazzeta.ru/omichi/spasti_ryadovogo_balobanova/

Zur Rechtfertigung hat man unglaublich viele Versionen erfunden! So einen Soldaten gibt es nicht, und wenn es so einen gibt, so hat man ihn in Russland entführt, um ihn gegen Sawtschenko auszutauschen.

Der russische Journalist Oleg Kaschin hat es sogar genauso geschrieben: „Das kann zwar Wahrheit, kann aber auch eine Provokation sein, oder ein Spass, es kann alles mögliche sein. Mit der gleichen Wahrscheinlichkeit hätte man den Jungen im Rostower Gebiet entführen können, wie auch im Donbass gefangenzunehmen, oder gar zu erfinden, seinen Namen in den Omsker Nachrichten gehört. Aber habt im Auge, dass irgendwelche Ukrainer behaupten, Andrei Balobanow (mit „O“?) sei bei ihnen. Man sollte herausfinden, was mit ihm ist und wo er ist“.

Bald hat man die Geschichte zu vertuschen angefangen, als ob es so etwas gar nicht gegeben hätte.

So, die Website „OmskRegion“ hat als eine der ersten über Balobanow geschrieben, bald aber den Artikel gelöscht, wobei mehrere Medien sich bereits auf ihn berufen haben. Gelöscht hat man nicht wirklich sorgfältig- auf der Seite kann man noch immer den Titel des Artikels finden, seinen Text kann man aber nicht mehr öffnen.

Allmählich hat man angefangen, aus Balobanow einen Deserteur zu machen. Angeblich hat er sich da gar nicht aufhalten können, überhaupt ist er in die Ukraine von allein abgehauen und darum ist er jetzt ein Deserteur. Vor kurzem hat über den Soldaten die „Novaya Gazeta“ geschrieben, aber mehr Klarheit über sein Schicksal haben auch sie nicht wirklich einbringen können.

Tja, auf diese Weise wird Balobanow wohl noch lange nicht nach Omsk kommen können.

Der Zweite war ein 19-jähriger Zeitsoldat Petr Hochlow aus der 9. motorisierten Schützenbrigade, Einheit №54046, Nischnij Nowgorod. Zusammen mit seinem Dienstkollegen Ruslan Garafijew sind sie ungefähr am 8-10. August auf die Seite der Terroristen für 150 Tausend Rubel übergegangen (zumindest behauptet Hochlow das im Video).

Beide gelten nun als Deserteure und interessieren die russische Seite nicht sonderlich.

Die nächsten offiziellen Gefangenen tauchten bereits am 24. August auf. In die Hände der ukrainischen Soldaten sind gleich 10 Militärangehörige des 331. Regiments der 98. Swirskaja-Division der Luftlandetruppen, Einheit №71211, geraten. Festgenommen wurden sie bei der Ortschaft Serkalne der Amwrossijiwskaja Gegend des Donezker Gebietes. Das sind ungefähr 30-40 Kilometer ins Innere des ukrainischen Territoriums.

Zuerst gab es die übliche Watnik-Reaktion: ein weiterer Fake der UkroMedien, solche Soldaten gibt es nicht, wo sind die Beweise usw. und so fort. Und dann gab es aber eine ganze Reihe Videos mit diesen Gefangenen.

Alle zehn als Deserteure darzustellen war wohl doch zu dumm, darum haben die Watnike angefangen zu erzählen, dass die Fallschirmjäger in Gefangenschaft gewaltsam genommen wurden, dass das alles eine Sonderoperation war…. also vom „Mossad“ oder „CIA“. Bei den Verhandlungen in Minsk im September war Putin gezwungen, eine Antwort zu geben: „Die Fallschirmspringer haben sich verirrt…“

Ein paar Tage später, am Seligersee hat Putin gar versucht, über dieses Thema zu spassen:

“In Wirklichkeit ist es die Wahrheit, und ich meine es ernst. Ich glaube, sie haben sich verirrt, denn da gibt es ja keine markierte Grenze,“- sagte das Staatsoberhaupt. Genau: sie sind 40 Kilometer ins Innere eines anderen Staates vorgedrungen und haben es nicht mal bemerkt.

Natürlich: man kann ja den Krieg gegen die Ukraine nicht offiziell anerkennen, darum hat man wenigstens irgendeine Erklärung gefunden, und diese hat Putin dann auch persönlich ausgesprochen. Klang zwar ein wenig idiotisch, aber wenigstens etwas.

Aber schon bald tauchten die nächsten Gefangenen in der Ukraine auf, an die sich die Russen ungern erinnern. Am 28. August bei Ilowajsk haben die ukrainischen Militärs zwei Zeitsoldaten aus der 31. separaten Luftlandedivision, Einheit №73612, Uljanowsk, gefangengenommen. In der Gefangenschaft schafften Ruslan Achmetow und Arsenij Ilmitow noch auszusagen.

Beim Abzug aus dem Ilowajsker Kessel wurden sie angeblich gegen einen freien Ausgang aus dem Kessel ausgetauscht, aber ihr Wort haben die Russen ja nicht gehalten. Das Erstaunlichste an dieser Sache ist, dass es auf diese zwei Gefangenen gar keine Reaktion von der russischen Seite gibt. Sie wurden bei Ilowajsk festgenommen- es sind schon 45-60 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Auch verirrt?

LifeNews hat eine idiotische Reportage über die beiden gemacht, wo es in keinster Weise erklärt wird, warum und auf welche Weise die russischen Militärs sich auf dem ukrainischen Territorium wiederfanden.

Über die ukrainische Gefangenschaft verlor man in der Reportage kein Wort. Na, wenigstens haben sie keine Deserteure aus diesen Soldaten gemacht.

Ungefähr am 30. August sind noch zwei in die Gefangenschaft geraten: Stabsfeldwebel Wladimir Burakow und irgendein Burjat, beide aus dem 104. Luftlanderegiment, Einheit №32515.

Wie sie in die Ukraine gekommen sind, hat auch keiner erklärt. Wenn man nicht besonders viel zu sagen hat, schweigt die russische Seite ganz einfach, in der Hoffnung, dass bald alles eh vergessen wird.

Offiziell hat auch keiner Stellung dazu genommen, was denn der 21-jährige Panzerfahrer Andrej Fedortschenko in der Ukraine gemacht hat, der im August am „Panzer-Biathlon 2014“ teilgenommen hatte, und schon bald aber mitsamt seines Panzers irgendwo bei Ilowajsk angeschossen worden ist:

Quelle: https://www.facebook.com/sfagnum/media_set… - Dokumente Fedortschenko bei den ukrainischen Militärs

https://www.facebook.com/anton.pavlushko/posts/10204748219164872.

Erst dachte man, dass Fedortschenko gefallen sei, aber schon bald ist die Information aufgetaucht, dass er gegen ukrainische Gefangene ausgetauscht wurde. Wie dem auch sei, aber sein Pass ist bei den ukrainischen Militärs geblieben.

Nach den ganzen Monaten des Krieges im Donbass beläuft sich die Zahl der russischen Kriegsgefangenen auf Dutzende. Ein Russe wird sich an die 10 „Verirrte“ erinnern, über die Putin einen Witz machte, wird aber kaum erklären können, wie die anderen russischen Militärangehörige in die Ukraine gelangt sind. Jemand von ihnen kommt auf ein Video, jemand wird gleich ausgetauscht, jemand verschwindet, aber niemand kann sagen, dass sie in der Ukraine nicht waren.

P.S. Wir erinnern Euch, dass ausser den obengenannten Militärangehörigen auch ein Sergeant der Streitkräfte Russlands, Eugen Tur, auf ein Video gekommen ist, der später gegen mehrere ukrainische Soldaten ausgetauscht wurde. Nachdem er in die Hände des FSB Russlands gekommen ist, weiss man über ihn bis zum heutigen Tag nichts mehr, auf seiner Seite bei „Vkontakte“ wurden alle militärischen Photos und Videos sorgfältig ausradiert, und der Junge ist wie aus dem Blickfeld der Medien, so auch für seine Angehörigen verschwunden.

Autor: Anton Pawluschko speziell für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unsere Ressource erforderlich.

Lesen Sie zum Thema auch:

“RBC-Untersuchung: Woher kommen russische Soldaten in der Ukraine?”

“Dienst wider Willen: wie Wehrpflichtigen ein Vertrag und eine Reise nach Rostow aufgedrängt werden.”

Und allgemein diese Kategorie bei uns:  Photo- und Videobeweise

Quelle mit dem obligatorischen Hinweis auf den Spender : https://de.informnapalm.org/wieviele-russische-berufssoldaten-sind-die-ukrainische-gefangenschaft-geraten/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am So 22 Feb 2015 - 15:53

Schon ein etwas älterer Blogbeitrag, aber dank EuromaidanGER , habe ich diesen Beitrag nun gefunden:

rot lackierte Faschisten
Noch nie hat Kurt Schumachers Satz, dass die Kommunisten rot lackierte Faschisten seien, so exakt auf eine Partei gepasst, wie auf die Linke seit dem Beginn von Putins Krieg gegen die Ukraine mit Unterstützung aller rechtsextremistschen Gruppierungen in Europa und in Russland unter einer Konföderiertenflagge mit Zarenadler. Alternativ auch mit einem weißen Kreuz, das an den Kukluxklan erinnert. Und unter Wortführerschaft von Leuten wie Rogozin, Dugin und Schirinowski. Das gilt in gleichem Maße leider auch für einen großen Teil der nicht parteipolitisch organisierten Linken.

Selbst Putin zugeneigte Linke wissen sehr genau, um was es geht. Sie möchten nur lieber das fundamental Böse im Westen sehen, halten sich beide Augen zu und weigern sich, die Symbiose zwischen diesen Faschisten und Putin zu sehen. Oder, dass Putin schlicht zu einem dieser Faschisten geworden ist: http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=22496 Wer allerdings inzwischen noch an irgend etwas Gutes in Putin glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Er ist eine Gefahr für unseren Staat. Europa kann, übrigens unter Verweigerung Deutschlands, noch so viele schöne Taskforces bilden, sie werden wenig nutzen, wenn Putins Appetit durch das westliche Versagen in der Ukraine weiter angeregt ist. Sollte Putin versuchen in Natostaaten einzumarschieren, würde das ein All-out-war. Nach Georgien, Syrien und der Ukraine sollte allerdings allen Beteiligten klar sein, dass ein Krieg gegen Natostaaten nicht mit einem Einmarsch beginnen wird. Genau genommen hat er schon begonnen! In Foren, Blogs und sozialen Netzwerken. Dort werden die Leute gehirngewaschen und rekrutiert, die sich später z.B. Bundeswehrpanzern entgegenstellen sollen, oder heimlich bewaffnet werden und mit GRU-Unterstützung Rebellionen und Besetzungen in Natostaaten beginnen werden. Möglicherweise werden jetzt schon in Deutschland (mit Unterstützung alter Stasikader?) Waffendepots angelegt, später würden Polizei- und Grenzschutzkasernen besetzt und geplündert. Wenn dann die Bundeswehr gegen sie eingesetzt würde, müssten russische “Friedenstruppen” den Gründern einer Novo-DDR zu Hilfe kommen.

Wenn Medien wie besonders Zeit, Spiegel und ZDF die russische Aggression herunterspielen und im Namen freier Meinungsäußerung in ihren Foren diese Manipulation weiter zulassen, werden sie sich hoffentlich dafür eines Tages zu verantworten haben. Auch dass RT-Ruptly weiter in Berlin agieren darf, ist ein Skandal. Propaganda hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Und Volksverhetzung ist strafrechtlich nicht nur Hetze gegen Ethnien, sondern z.B. auch gegen Angehörige einer Nation wie beispielsweise der Ukraine. Auch der Straftatbestand der geheimdienstlichen Agententätigkeit könnte under den Begriffen Subversion und Desinformation auf so manche Aktivität in Deutschland Anwendung finden. Die “Putintrolle”, die Ruptly unter Mithilfe von Hörstel rekrutiert hat, dürften auf relativ kurzem Weg an Instruktoren des FSB weitergeleitet worden sein. Das klingt alles nach zuviel John le Carre, ich weiß. Aber wenn Putin nicht in der Ukraine gestoppt wird, wird er weitermachen. Das sagen sein Charakter, seine Äußerungen und sein bisheriges Handeln. Er sagte zu Barroso nicht etwas “wir” können in zwei Wochen in Kiew sein, wenn “wir” es wollen, sondern er sagte “ich” kann es! Das ist vergleichbar eigentlich nur von Napoleon oder Hitler denkbar. Atomare Drohungen gegen den Westen hat er genug ausgesprochen. Der finnische und schwedische Luftraum wurde so oft verletzt, dass beide Staaten die militärische Alarmbereitschaft erhöht haben. Vor den baltischen Häfen kreuzen russsiche Kriegsschiffe. In Riga fahren erste Autos mit der novorussischen Flagge herum und errichten Infostände und wenn die russische Armee bis Odessa vorgedrungen ist, wie es die Soldaten vor Mariupol als Ziel angeben, dann ist praktisch die Brücke bis Transnistrien geschlossen und die Einnahme Moldawiens eher eine Frage von Stunden, als von Tagen. Polen wir täglich aus zahllosen russischen Quellen bedroht. Liebe Linke! Wenn ihr partout nicht aufwachen wollt, dann träumt weiter vom Guten in Putin. Aber kommt uns bitte nicht in die Quere, wenn wir uns gegen Putin wehren müssen. Sonst steht ihr einfach auf der falschen Seite!

https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/09/02/rot-lackierte-faschisten/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Jensinski am So 22 Feb 2015 - 23:45

Tolle Aktion! via Fritz Ehrlich auf FB:

Deutschland. Ein einzelner Mann steht mit einem Plakat auf der Straße:
"Nachdem der letzte ukrainische Soldat gefallen ist, kommen Putin`s Horden auch zu Dir. Egal, wie friedlich Du warst"

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

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Wie viele Panzer besitzt das Terroristenbataillon “August”?

Beitrag  telzer am Mo 23 Feb 2015 - 18:16

Informnapalm sind wieder mal auf die "Suche" gegangen Smile

Nutzt bitte für Bilder und Links den Artikel-Link

informnapalm.org schrieb:Das selbständige motorisierte Bataillon “August” ist eine relativ neue Einheit, die die russische Propaganda mit großer Mühe für eine Kampfeinheit der “Separatisten-Aufständischen” auszugeben versucht. Ist dem so? Lasst uns das Foto- und Videomaterial anschauen, um unseren eigenen, absolut objektiven Eindruck zu gewinnen.

Die Schätzung der Anzahl der Panzerfahrzeuge von “August” werden wir anhand der Tatsache durchführen, dass die Maschinen dieses Bataillons mit dem Umriss eines Quadrats gekennzeichnet werden, der in weißer Farbe an die Seitenwand der Maschine aufgetragen wird.
Dazu muss ich sagen, dass außer beschädigten BMPs in unglaublichen Mengen, “August” auch einen absolut russischen BTR-80M besitzt, von dem ich in meinen Nachforschungen schon berichtet habe.
Deshalb bedürfen die Beteuerungen der russischen Seite darüber, dass die Militärtechnik der “Aufständischen” der ukrainischen Armee abgenommen wurde, was Tschurkin von dem UN-Rednerpult aus verkündet, noch einer Bestätigung. Bis jetzt gewann man den Eindruck, dass es überhaupt keine Aufständischen gibt. Es gibt nur russische Armee in zwei Varianten: Berufssoldaten und Söldner.

Also, wie viele Panzer kann sich ein selbsternanntes Bataillon eines nicht existierenden Staates ohne Wirtschaft leisten? Gemessen an “August”, ziemlich viele. 30 bis 40 Panzer, um genau zu sein. Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Schaut Euch die Fakten an.

Bitte hier weiterlesen und sehen ....https://de.informnapalm.org/wie-viele-panzer-besitzt-das-terroristenbataillon-august/

Der obligatorische und gerne geleistete Hinweis auf das Team von Informnapalm und Autoren und Übersetzer

Quelle : Dieses Material wurde vom Videomonitoring-Spezialisten Al Gri speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Olena Köpnick.

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  telzer am Mo 23 Feb 2015 - 22:28

Mal was ganz anderes von unseren "Spendern" von Informnapalm.og

Ich bring hier nur den Link , ist tolle Musik , sollte auch in die Playlist

https://de.informnapalm.org/die-musik-der-krieger/


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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Di 24 Feb 2015 - 15:13

Litauen: Der Kreml zündelt im Informationskrieg
Der litauische Staatssicherheitsdienst warnt Litauer angesichts der “immer deutlicher werdenden” Bemühungen Russlands, in einem Informationskrieg zu zündeln und in den Massenmedien und den sozialen Netzwerken in Litauen russische Propaganda zu verbreiten, berichtet die Nachrichtenagentur Delfi am 23. Februar, wie Espreso TV zitiert.

“In letzter Zeit werden immer offensichtlicher werdende Bemühungen Russlands beobachtet, um einen Informationskrieg zu entzünden und russische Propaganda in den Massenmedien, elektronischen Medien und sozialen Netzwerke in Litauen zu verbreiten”, berichtete das Ministerium für Sicherheit des Staates in einer auf der Website der Agentur veröffentlichten Erklärung.

Nach Angaben der Agentur sucht Russland nach Möglichkeiten, um in litauischen Medienunternehmen unter dem Deckmantel von in anderen Ländern eingetragenen Unternehmen zu investieren oder sie anderweitig zu finanzieren, um die Inhalte, die veröffentlicht oder in den Medien gesendet werden, zu beeinflussen.

Dabei treten Vertreter ausländischer Staaten, nicht unbedingt Russlands, an Medienunternehmen in Litauen heran und bieten die Zusammenarbeit bei der Verbreitung von Russland-freundlichen Informationen und die Erstellung von Informationskampagnen an oder schlagen direkt die Veröffentlichung von Auftragsartikeln vor, sagt die Agentur. Außerdem werde versucht, in den regionalen Medienunternehmen des Landes den Boden für eine Informationlage vorzubereiten, die Litauen feindlich gegenübersteht.

Der litauische Staatssicherheitsdienst ruft die Journalisten auf, sich den möglichen russischen Provokationen zu widersetzen und den Dienst über vorsätzliche oder verdächtige Aktivitäten zur Verbreitung von Propaganda und über finanzielle Einflussnahme auf die Inhalte von Medieninformationen zu informieren.

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/23/litauen-der-kreml-zuendelt-im-informationskrieg/

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Der Bericht der „Novaya Gazeta“ den niemand in DE übersetzen wollte , danke Irina Schlegel

Beitrag  telzer am Di 24 Feb 2015 - 18:51

Krimer Kantstein ein Jahr später: Einzelheiten der russischen Sonderoperation zur Krim-Annexion

Die russische Ausgabe „Novaya Gazeta“ hat zum Jahrestag der Krim-Annexion eine umfangreiche Reportage vorbereitet, das Bekanntmachen mit welcher nicht nur für die ukrainischen, sondern auch für die ausländischen Leser von InformNapalm nützlich sein wird. Im Material sind interessante Einzelheiten der Vorbereitung und Realisation der Annexion aufgedeckt.

Ich hänge hier nur den Link an , bitte dort lesen und sich weiter informieren , danke



Quelle :  Informnapalm.org in deutsch
https://de.informnapalm.org/krimer-kantstein-ein-jahr-spaeter-einzelheiten-der-russischen-sonderoperation-zur-krim-annexion/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Di 24 Feb 2015 - 19:40

Nadija Sawtschenko – Brief aus dem Gefängnis 24.2.2015
An die Menschen: …

Riesen Dank an Euch für Alles… Für die ganze Unterstützung und euren leidenschaftlichen Kampf für mich! In meinen mutigsten Träumen konnte ich mit solcher Unterstützung nicht rechnen!

Ich kämpfe auch! Und gebe nicht auf! Ich werde ihnen keine Chance geben, mich zu brechen! Denn ich kämpfe nicht nur für mich sondern gegen das System, und dieses tötet diejenigen, die Angst vor ihm haben, und weicht vor denjenigen zurück, die sich nicht von dem System einschüchtern lassen.

Ich habe keine Angst! Es gibt viele von uns Ukrainern in russischen Gefängnissen. Es ist wichtig, den ersten herauszuholen, dann wird es einfacher für jeden einzelnen zu kämpfen.

Die Ukrainer haben der Welt bereits das Beispiel der Revolution der Würde gegeben und gezeigt, wie man mit einer kriminellen Macht kämpft. Jetzt muss ich wie die ganze Ukraine noch mit der willkürlichen Macht des Nachbarlandes kämpfen.

Wünscht mir und der Ukraine Erfolg in diesem ungleichen Kampf mit eurer Teilnahme an der globalen Aktion am 1. März 2015!

Vom ganzen Herzen, Danke!

24.02.2015, Nadija Sawtschenko


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/24/nadija-sawtschenko-brief-aus-dem-gefaengnis-24-2-2015/

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Der Pyrrhussieg

Beitrag  Erpel am Di 24 Feb 2015 - 21:25

Neues bei Zettel:

http://zettelsraum.blogspot.de/2015/02/der-pyrrhussieg.html

Jacques Schuster hat recht, Putin ist der Sieger der Vereinbarungen in Minsk.
Er hat seine Eroberungen in der Ost-Ukraine konsolidiert, er hat Deutschland und Frankreich zu Bittstellern degradiert, er hat die USA vorgeführt. Und er kann auch nach Belieben wieder mit neuen Angriffen weitermachen, wenn ihm dies nützlich erscheint - den versprochenen Abzug von Truppen und schweren Waffen wird er bestimmt nicht einhalten.

Der Westen hat nur eine Verschnaufpause gewonnen. Eine echte Friedenslösung ist nicht in Sicht. Putin kehrt im Triumph nach Moskau zurück und kann sich innenpolitisch als durchsetzungsstarker Weltmachtführer präsentieren.
Aber welche Perspektive hat er denn noch?
Er hat dieses Schema nun vier Mal durchexerziert: Interne Unruhen in einem SU-Nachfolgestaat ausnutzen (oder vorher auch anzetteln), Quislinge aus der lokalen russischen Minderheit vorschicken, militärisch intervenieren - und sich dann so eskalationsbereit geben, daß der Westen nicht in die Konfrontation geht.
Aber es wird zunehmend schwieriger für ihn.

In Moldawien gab es nicht viel mehr als formalen Widerspruch, eigentlich war dem Westen die Sache egal. In Georgien gelang es der Kreml-Propaganda, den Angegriffenen den schwarzen Peter zuzuschieben, und der Westen akzeptierte das, um die erhoffte Partnerschaft mit Rußland nicht zu riskieren.
Mit der Krim-Besetzung war dagegen eine rote Linie überschritten. Zwar konnten weder die Ukraine noch der Westen militärisch etwas entgegensetzen. Aber die ersten Sanktionen wurden beschlossen, und nach der erneuten Aggression in Lugansk/Donezk deutlich verschärft.

Der Westen hat noch kein Gegenrezept. Aber er ist aufgewacht. Wie viele Diktatoren vor ihm hat der KGB-Zögling Putin nicht verstanden, daß Demokratien nach anderen Regeln funktionieren. Es braucht lange, bis sie sich zum Handeln entschließen. Lange versuchen sie, an Illusionen festzuhalten und Konfrontationen zu vermeiden. Aber wenn sie erst einmal reagieren, dann können sie erhebliche Kräfte mobilisieren. Und dann wollen sie die Sache auch zum Erfolg bringen, der übliche Formelkompromiß zwischen Machtpolitikern ist dem Wahlvolk kaum zu verkaufen.

Jahrelang blieb Rußlands Aufrüstung ohne Reaktion, weil die USA an anderen Stellen der Welt beschäftigt waren und die letzten sieben Jahre einen außenpolitisch völlig unfähigen Präsidenten hatten. Und Westeuropa konzentrierte sich auf die "Friedensdividende" und kürzte überall Rüstungsaufgaben.

Das wird sich nun ändern. Der nächste US-Präsident wird die Rußland-Frage als zentrale Aufgabe sehen. Und die Europäer haben gemerkt, daß Verträge alleine sie nicht schützen können.

Es wird speziell in Deutschland ein Umdenken geben. Es hat nach 1990 wahrscheinlich einige Phasen gegeben, da hätte im pazifistischen Überschwang die komplette Abschaffung der Bundeswehr eine Mehrheit im Volk gefunden. Und mit Kaputtsparen und Desorganisation war man ja fast auf dem Wege dahin ...
Und das ist der Bevölkerung plötzlich bewußt geworden. Einerseits, daß man die Bundeswehr noch braucht. Und andererseits, daß sie nicht leistungsfähig genug ist. Derzeit wird in jeder Büttenrede der desolate Zustand der Truppe thematisiert. Und so etwas trifft die Deutschen empfindlich. Keine Armee zu haben könnten sie aushalten, aber eine Lachnummer als Armee nicht.

Es wird einige Jahre brauchen, bis der Westen umgesteuert hat und handlungsfähig ist. Wobei "handlungsfähig" nicht heißt, Truppen in irgendeinen Krieg zu schicken. Aber Westeuropa muß wieder glaubhaft in der Lage sein, einen größeren Truppeneinsatz hinzukriegen.

Umgekehrt wird Putin bald feststellen, daß seine Eroberungen letztlich ein Handel mit Zitronen waren. Was hat er denn erreicht? Vier wirtschaftlich marode Gebiete besetzt, die von Bevölkerungszahl und Bedeutung keinen wirklichen Zugewinn für sein Reich bedeuten. Dafür hat er unglaubliche Summen versenkt und sich international isoliert. Selbst seine eurasischen Unionsfreunde in Weißrußland und Kasachstan sind auf Distanz gegangen - denn auch sie sind SU-Nachfolgestaaten mit russischen Minderheiten.

Putin war bisher erfolgreich, weil er als Einziger konsequent auf militärische Stärke gesetzt hat und beliebig rücksichtslos sein kann. Aber alle anderen Aspekte der Entwicklungs Rußlands hat er vernachlässigt.
Rußland produziert außer Rohstoffen fast keine marktfähigen Produkte. Bei Wissenschaft und Forschung ist das Land völlig ins Hintertreffen geraten.
Putin will das SU-Imperium wiedererrichten und scheint nicht zu merken, daß er nur noch über die halbe Machtbasis verfügt. Eigentlich deutlich weniger als der Hälfte, denn der Warschauer Pakt ist auch verloren.

Er hat sich einigen Einfluß auf die interne Diskussion in Europa erkauft. Aber die Putin-Trolle in Deutschland bleiben eine lautstarke Minderheit, Bündnispartner wie Syriza oder Le Pen haben keine echte politische Perspektive. Gerade in der Ukraine-Krise haben die EU-Partner zu einer erstaunlichen Einigkeit gefunden - und zwar ganz ohne den großen Bruder jenseits des Atlantiks.

Und schließlich hat ihm auch das Militär nicht die erhofften Erfolge verschaffen können. Obwohl die ukrainische Armee schlecht ausgerüstet und organisiert ist - der russische Angriff auf Mariupol ist ebenso gescheitert wie die Einnahme des strategisch zentralen Debalzewe. Ohne dieses militärische Patt hätte es die Verhandlungen von Minsk nicht gegeben.

Die Ukraine ist immer noch wirtschaftlich, politisch und militärisch schwach - aber dagegen kann und wird sie mit Hilfe des Westens etwas machen. Und diese Hilfe, auch in Milliardenhöhe, ist für die Eu-Staaten nur ein Trinkgeld, ihr Finanzpotential ist dem russischen um Größenordnungen überlegen.
Und die Ukraine ist nun das, was sie seit 1990 nie war: Ein durch den äußeren Feind geeintes Land, das zur Gegenwehr entschlossen ist.

Vielleicht kann Putin noch ein oder zwei Pyrrhussiege erringen. Weil der Westen noch Zeit braucht, um sich zu sortieren. Aber jeder dieser Siege würde ihn noch mehr kosten und noch weniger bringen. Und am Ende steht für ihn keine echte Lösung. Für einen militärischen Imperialismus ist Rußland letztlich zu schwach, für eine friedliche Entwicklung hat Putin alle Brücken verbrannt.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann er am Ende gestürzt wird, weil er seinen Leuten keine Perspektive mehr zeigen kann. Aber in dieser Zeit kann seine Politik noch viele Opfer kosten.

Okay, das mit Debaltsewe ist blöd gelaufen, aber sonst finde ich das ganz gut.

...und auch die Kommentare sind lesenswert....
http://83273.homepagemodules.de/t7180f14-Der-Pyrrhussieg.html#msg120145
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Lew Schlossberg: Wofür starben die Fallschirmjäger in Donbass?

Beitrag  telzer am Mi 25 Feb 2015 - 13:42

Lew Schlossberg beschreibt hier den Zustand allgemein  aber auch die Auswirkung auf die Gesellschaft und die Wirtschaft in der Region Pskow

Der Beitrag ist leider zu lang um ihn hier komplett darzustellen , daher verwendet bitte den Link am Ende



Wir sprechen mit dem Autor der Untersuchung über den Krieg Russlands in der Ukraine, dem Abgeordneten der Partei “Jabloko” Lew Schlossberg

Können die von “Jabloko” vorgeschlagene Koalition der politischen Alternative und die Anti-Kriegs-Märsche den Tod von tausenden russischen und ukrainischen Bürger im Krieg in Donbass verhindern?

Im Studio von Radio Swoboda ist der Autor der Untersuchung zum Tod der Pskower Fallschirmjäger in der Ukraine, Mitglied des föderalen Ablegers der Partei “Jabloko”, Abgeordneter des Gebietsparlaments von Pskow, Gründer der Zeitung “Pskowsker Gouvernement” Lew Schlossberg.

Nachdem in der Zeitung “Pskowsker Gouvernement” die Untersuchung zum Tod der Soldaten der Pskower Luftlandedivision erschien, wurde auf den Autor ein Angriff verübt, nun ist das Verfahren praktisch eingestellt worden. Lew Schlossberg setzt seine Nachforschungen zum Thema der Beteiligung der russischen Soldaten an den Kampfhandlungen auf dem ukrainischen Territorium fort und veröffentlicht weiterhin Antikriegs-Artikel.

Diese Sendung moderiert Michail Sokolow.


Michail Sokolow: – Heute zu Gast in unserem Studio in Moskau ist das Mitglied des föderalen Ablegers der Partei “Jabloko”, Vorsitzender der Pskower Stelle der Partei “Jabloko”, Abgeordneter des Gebietsparlaments von Pskow, Gründer der Zeitung “Pskowsker Gouvernement” Lew Schlossberg. Wir sprechen über journalistische Tätigkeit, politische Tätigkeit und die Situation in der Ukraine.

Die erste Frage: am 29. August letzten Jahres sind Sie das Opfer eines Angriffs in Pskow geworden, mit gesundheitlichen Folgen, Sie waren auch im Krankenhaus, wie geht es Ihnen jetzt?

Lew Schlossberg: – Danke, gut.

Sokolow: – Was waren Ihrer Meinung nach die Gründe für diesen Angriff? Viele glauben, dass das die Rache für die Veröffentlichung über den Tod der Pskower Fallschirmjäger in der Ukraine war.

Schlossberg: -Erstens müssen wir uns in Erinnerung rufen, dass damals in Pskow die Angriffe auf die Journalisten der russischen Medien täglich stattfanden. Es gab einen Angriff auf die Journalisten von “Reuters”, dann auf die Journalisten von “Russian Telegraph” und “TV Rain”, von “Fontanka” und “Novaya Gazeta” – es kam jeden Tag vor. Unter anderem fanden diese Angriffe auf zwei Friedhöfen in Pskow statt – der Friedhof “Krestowskoje” und der Friedhof im Dorf Wybuty bei Pskow, wo russische Armeeangehörige begraben wurden, die in Pskow gedient haben und die nach Pskow von der ukrainischen Front leider nicht mehr lebend zurückgekehrt sind. Offensichtlich hatten einige Vertreter der politischen Führung, meiner Meinung nach der militärischen Führung des Landes, die Idee, dass nicht diejenigen Schuld daran tragen, die den Krieg begonnen haben, sondern diejenigen, die davon erzählt haben, mehr noch, die von den Verlusten erzählt haben. Ich gehörte zu denjenigen, die geredet und die Aufmerksamkeit dieser Menschen erregt haben.

Ich bin mir absolut sicher, dass die Entscheidung, die Journalisten zusammenzuschlagen- nicht nur mich, sondern alle unseren Kollegen- nicht in Pskow getroffen wurde. Diese Entscheidung wurde in Moskau von sehr hochgestellten Persönlichkeiten getroffen, in Pskow wurde nur der Befehl ausgeführt. Dementsprechend sind alle Ermittlungsteams, die die Angriffe auf die Journalisten untersuchten, auf massive Behinderungen bei der Arbeit gestoßen.

In zwei Fällen wurden die Schuldigen gefunden – das waren Soldaten, Zeitsoldaten der 76. Luftlandedivision, aber statt strafrechtlichen Ermittlungen wurden die Fälle von der Polizei zu disziplinarischem Vergehen erklärt und an die Militäreinheiten zur Verhängung Disziplinarstrafen übergeben. Ich glaube, dass diese Herren eher belohnt wurden.

Sokolow: – Disziplinarstrafe – was bedeutet das? Die Aussicht auf ein Strafbataillon, und was noch?

Schlossberg: – Nein, es geht um den Tadel oder etwas ähnliches. Ich glaube, sie wurden für die Jagd auf die Journalisten belohnt.

Sokolow: – Haben Sie noch Kontakt zu den Ermittlern oder wurde die Untersuchnung in Ihrem Fall ausgesetzt?

Schlossberg: – Nach den Ereignissen, als die Untersuchung ausgesetzt wurde, das war im Herbst nach dem Ablauf der Verfahrensfristen, im Laufe derer die Ermittlung entweder die Verdächtigen bestimmen und in diese Richtung nachforschen, oder sie für nicht auffindbar erklären sollte, hat die Ermittlung sie für nicht auffindbar erklärt, und ich habe einen entsprechenden Brief erhalten. Danach kann dieses Verfahren aber unzählige Male wiederholt werden.

Im Dezember, als schon alle wussten, dass die Untersuchung ausgesetzt wurde, habe ich einen brieflichen Bescheid bekommen, unterschrieben von einem anderen Ermittler, dass der Fall wieder aufgenommen wurde. Seitdem habe ich mit den Ermittlern nicht mehr gesprochen. Ich habe eine allgemeine Vorstellung davon, wie die Ermittlungen vonstatten gingen.

Ich glaube, dass die Menschen, denen dieser Fall zufällig zugeteilt wurde, die hätten es sich auch nicht vorstellen können, dass sie mit politischen Angelegenheiten zu tun bekommen werden, ursprüglich haben sie auch alles richtig gemacht, meiner Meinung nach, aber man kann das nicht enthüllen, weil die vollständige Untersuchung dieses Falles solche Namen offenbaren würde, die bei dieser Regierung nicht enthüllt werden dürfen, deshalb kam alles zum Stillstand. Im Jahr 2015 habe ich nicht mit den Ermittlern gesprochen, sie sind aber auch nicht auf mich zugekommen, haben keine Fragen gestellt.

Sokolow: – Also ist die Untersuchung sozusagen vor den Toren dieser Luftlandedivision stehen geblieben?

Schlossberg: – Die Untersuchung ist stehen geblieben, bis zu den Toren der Division haben die es nicht einmal geschafft. Es gibt bis heute nicht mal indirekte Hinweise darauf, dass die Gruppe, die mich beschattet und den Überfall auf mich organisiert und durchgeführt hat, dass diese Menschen etwas mit der russischen Armee zu tun haben, es gibt zurzeit keine belegbaren Beweise. Aber alle Untersuchungen gingen in diese Richtung, denn dieser Weg schien den Ermittlern offensichtlich.

Sokolow: – Was Ihre Auftritte in der Presse angeht, Ihr Vorhaben, die Aktivitäten der russischen Soldaten auf dem ukrainischen Territorium zu untersuchen – bereuen Sie es heute? Vielleicht hätten Sie nicht so laustark darüber sprechen sollen?

Schlossberg: – Wissen Sie, ich glaube, dass ich nicht mal so lautstark darüber geredet habe. Die Ereignisse vom August waren leider vorhersehbar. Jetzt wird kaum darüber gesprochen, wir haben davon erzählt, aber vielleicht haben es nicht alle gehört. Die ersten toten Soldaten waren die aus Pskow, und sie wurden schon vorher in die Ukraine geschickt.

Quelle: svoboda.mobi; übersetzt von Olena Köpnick; redaktiert von Irina Schlegel

https://de.informnapalm.org/lew-schlossberg-wofuer-starben-die-fallschirmjaeger-in-donbass/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mi 25 Feb 2015 - 15:13

Die Masken sind gefallen
Die Ukraine, Russland und Europa ein Jahr nach dem Maidan
In diesen Tagen jährt sich der Sieg der ukrainischen Zivilgesellschaft gegen den Präsidenten Viktor Janukovič, der mit seiner Abkehr von Europa die Massenproteste gegen ein korruptes, autokratisches und kremltreues Regime herausgefordert hatte. Über mehrere Monate des Winters 2013/14 wurde der Maidan zum Ort, an dem sich die Zukunft des Landes entscheiden sollte. Nach der Flucht Janukovičs im Februar 2014 sah es allerdings nur für kurze Zeit so aus, als habe dieses ukrainische Drama ein gutes Ende genommen. Der Kampf auf dem Maidan war nur das Präludium zu einer größeren Auseinandersetzung: Nun trat der schwelende Konflikt zwischen Russland und dem Westen offen zu Tage. Die Ukraine ist dabei nur das erste Spielfeld, auf dem dieser Streit um eine neue europäische Ordnung ausgetragen wird: Schon morgen kann der Konflikt in andere Länder getragen werden.
Wo stehen wir ein Jahr nach dem Maidan?
Alle Konfliktparteien haben sich durch Gewalt und Krieg verändert. Verborgenes ist aus dem Schatten getreten und alte Illusionen sind neuen Gewissheiten gewichen. Der Maidan ist eine europäische Zäsur.

Historisch steht der Maidan in einer Reihe mit den europäischen Freiheitskämpfen. Er ist die Bastille des postsowjetischen Raums – der Ort, an dem die Bürger das Ancien régime niederrangen. Hier hat sich für Kiev vollendet, was in Mitteleuropa im Herbst 1989 geschah. Wenn die Ukrainer von einer „Revolution der Würde“ sprechen, dann verdeutlicht schon die Wortwahl ihre Wahlverwandtschaft mit den Dissidenten der 1980er Jahre.
Ihr Sieg war hart erkämpft: Es zeigte sich, dass dort, wo kommunistische Staatlichkeit über sieben Jahrzehnte verwurzelt war, ihre Transformation zur Bürgergesellschaft mehr Zeit brauchte und braucht. Der erste Anlauf, die „orangene Revolution“ von 2004, scheiterte. Die Unterschiede zwischen den historischen Konstellationen wurden im vergangenen Jahr sichtbar: Der erschöpfte Hegemon des Jahres 1989 ist einem aggressiven Kreml gewichen, der nicht mehr bereit ist, angrenzende Staaten aus seiner Einflusssphäre zu entlassen.
Mitteleuropa erstritt 1989 seine Freiheit im Schatten des sowjetischen Gewaltverzichts. Die Ukraine hingegen hat es mit einem Gegner zu tun, der vor Subversion, Gewalt und Krieg nicht zurückschreckt. Der ukrainische Fall verdeutlicht, dass es auch im postsowjetischen Raum gelingen kann, sich vom totalitären Erbe und der autoritären Tradition zu emanzipieren - das ist die Botschaft des Maidan.

Zeitgleich mit dem Machtwechsel in Kiev begann im Februar 2014 der Moskauer Gegenschlag: Er fing mit dem handstreichartigen Überfall auf die Krim an, dann folgte der Versuch eines „Anti-Maidan“ im Osten und Süden der Ukraine. Doch zahlreiche westliche Experten und vermutlich selbst einige Ukrainer wurden durch die Reaktion ihres Landes überrascht: Nach einem kurzen Schock trat die ukrainische Gesellschaft der hybriden Kriegsführung Russlands entschieden entgegen. Der Zerfall des Staates fand nicht statt. Nur direkt an der Grenze, wo das russische Militär unmittelbar eingreifen konnte, gelang eine Machtübernahme der Insurgenten, die seitdem im Donbas ein Terrorregime in ihren „Volksrepubliken“ führen. In weiten Teilen des Landes blieben russischsprachige Ukrainer loyal zu Kiev – sie sind keine Russen im Sinne Moskaus. Es zeigte sich, dass der ukrainische Patriotismus keine Frage der Muttersprache ist. Die ukrainische Identität ist weit mehr als nur eine Konstruktion und sie festigte sich im Konflikt.
Der Krieg hat vermutlich mehr zur Nationsbildung beigetragen als über zwei Jahrzehnte friedlicher Unabhängigkeit. Der Krieg ist der Baumeister einer neuen Ukraine. Unter dem Druck der Invasion müssen sich sowohl der ukrainische Staat als auch die Zivilgesellschaft beweisen. Der Westen sollte ihnen beistehen, primär beim Aufbau demokratischer Staatlichkeit, aber -wo nötig- auch militärisch. Vor allem aber müssen die Ukrainer beweisen, dass sie den eingeschlagenen Weg nach Westen zu Ende gehen.

Weiterlesen:
Die Annexion der Krim und der Einmarsch in den Osten der Ukraine hat das westliche Russlandbild verändert. Mit seinen absurden Beteuerungen hat der Kreml Vertrauen und Glaubwürdigkeit eingebüßt. Die Illusion, dass Russland ein Partner sei, ist der Erkenntnis gewichen, dass Moskau bereit ist, die europäische Ordnung mit Gewalt zu verändern. Doch auch das Regime selbst und die russische Gesellschaft haben sich im vergangenen Jahr verändert. Zwar gab es bereits seit den 1990er Jahren die autokratischen Strukturen, die Massengewalt in Tschetschenien, die Schauprozesse und die Repressionen gegen eine kritische Öffentlichkeit. Freie und faire Wahlen gehören schon seit 1996 der Vergangenheit an. Im vergangenen Jahrzehnt hatte der Kreml beharrlich und nicht ohne Erfolg versucht, nach außen ein moderates Bild abzugeben. Der Konflikt mit Kiev, Brüssel und Washington hat diese Fassade jedoch einstürzen lassen. Die Masken sind gefallen: Repression und Mobilisierung – zwei Kennzeichen sowjetischer Herrschaft – sind unverkennbar wieder die zentralen Grundfeste russischer Staatsmacht. Diejenigen, die den Kurs des Machthabers nicht mittragen, werden denunziert, bedroht und verfolgt. In Moskau herrscht ein erzwungener Schulterschluss: Propaganda, Angst und Unterdrückung bringen die Gesellschaft auf Linie. Der Krieg selbst, die Gewalt im Donbas sowie die Auseinandersetzung mit dem inneren und äußeren Feind legitimieren das Regime.
Der Krieg ist die Droge des Kremls, er zeigt die Macht eines eigentlich ohnmächtigen Staates. In Moskau folgte in den letzten zwei Jahrzehnten ein dysfunktionales System auf das andere. Da das eigene Versagen offensichtlich wird, sucht die russische Elite als letzten Ausweg den Kampf gegen den Westen. Die EU und die USA haben sich lange geweigert, diese Wirklichkeit anzuerkennen. Nach der Krim, MH 17, dem Terror im Donbas, sowie Minsk I und II gilt: Russland ist ein rogue state.

Der Westen ist durch den unerwarteten Konflikt mit Moskau verunsichert. Er hat lange Zeit weggesehen. Nun blicken westliche Regierungen hinter die liberale Fassade. Deutschland musste sich von seiner Ostpolitik verabschieden. Vergeblich hatte Berlin auch dann noch auf „Wandel durch Annäherung“ gesetzt, als die Radikalisierung im Kreml schon unübersehbar war. Brüssel sollte lernen damit umzugehen, dass es in Europa eine Macht gibt, die bereit ist die Europäische Union zu destabilisieren, um sie zu zerstören. Doch auch der Kreml hat sich bisher verkalkuliert: Es ist Moskau nicht gelungen, die westliche Allianz zu spalten. Mit wirtschaftlichen Sanktionen und diplomatischer Isolation hat der Westen eine adäquate Antwort auf die Aggression gefunden. Aber die wirklich schweren Entscheidungen stehen in Berlin, Brüssel und Washington erst noch bevor.
Bisher wurde stets situativ auf die russische Herausforderung reagiert. Nun gilt es, eine langfristige Strategie zur Stabilisierung Europas und zur Eindämmung Russlands zu formulieren. Es sind harte Debatten zu erwarten. Der Abschied von den alten Konzepten fällt, gerade in Berlin, schwer. Nur langsam verbreitet sich die Erkenntnis, dass wir nicht in den Kalten Krieg zurückgekehrt sind, sondern im heißen Frieden leben.

Der Maidan ist ein Ort im Herzen Kievs. Auf den Trümmern der postsowjetischen Tyrannei stritten die Protestierenden hier für eine andere Gesellschaft. Die Aktivisten forderten von der politischen Führung, dass sie der Bevölkerung ihre Würde zurückgeben sollte. Sie waren bereit, für ihre Freiheit zu kämpfen. Europa hat im vergangenen Jahr – teils mit Sympathie, teils besorgt, teils feindselig – auf den Maidan geschaut. Heute erkennen wir, dass der Maidan ein europäischer Ort ist. Hier wurden nicht nur die Prinzipien Europas verteidigt – hier begann der Konflikt um die Zukunft des Kontinents. Moskau hat als Reaktion den „Anti-Maidan“ geschaffen, der nichts anderes als ein „Anti-Europa“ ist. Zwei Jahrzehnte nach dem Kalten Krieg hat die Revolution auf dem Maidan die Konfliktlinien in Europa offengelegt. Die Illusion, dass auf Diktaturen mit einer gewissen Gesetzmäßigkeit liberale Ordnungen folgen, ist seit dem letzten Jahr verflogen. Der Kampf zwischen Freiheit und Gewaltherrschaft ist nach Europa zurückgekehrt. Heute wird er in der Ukraine ausgefochten, morgen vielleicht in Georgien oder im Baltikum. Trotz dieser schmerzhaften Erkenntnis gilt es, den Maidan als Ort des Aufbruchs und der Hoffnung zu begreifen. Und dies, obwohl hier kein so friedfertiger und reibungsloser Umbruch möglich war wie 1989 in Warschau, Leipzig oder Prag. Für ihren Mut, ihre Entschlossenheit und ihr Bekenntnis zur Freiheit haben die Aktivisten des Maidan und mit ihnen die Bürger der Ukraine europäische Solidarität verdient.

http://www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/die-masken-sind-gefallen

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mi 25 Feb 2015 - 18:51

Extrem langer Artikel, aber mindestens genau so extrem lesenswert Smile Auch für die Historiker&Landkartenfreunde unter uns, ist da einiges dabei !!!

Ukraine-Russland-Krise: Die religiöse Dimension
Welche Rolle haben die Kirchen während des EuroMaidan-Protests gespielt?“ Diese Frage hatte ich mir immer wieder gestellt, während ich die Ereignisse in der Ukraine zwischen Dezember 2013 und Mai 2014 sehr intensiv verfolgte. Allerdings habe ich mich erst im Juni 2014 fundiert mit der religiösen Dimension beschäftigt, als mich eine Anfrage von Freiburger Theologie-Studierenden erreichte, ob ich etwas zur Lage der Kirchen in der Ukraine und zum EuroMaidan berichten könne. Der Vortrag, den ich am 8. Juli 2014 im Freiburger Karl-Rahner-Haus gehalten habe, bildet die Basis für diesen Blogpost, den ich um aktuelle und vertiefende Informationen angereichert habe.

Nach unzähligen Stunden Recherche in den vergangenen Wochen komme ich zum Schluss, dass die orthodoxen Kirchen und auch andere Religionen wesentlich zum Umbruch in der Ukraine beigetragen haben und weiter beitragen. Der kirchliche Beitrag bestand und besteht vor allem darin, dass Geistliche an der Seite der Menschen stehen und deren Anliegen nach Reformen mittragen. Das Engagement, vor allem der orthodoxen Kirchen, lässt sich einerseits theologisch erklären: Gott und den Menschen dienen. Andererseits geht es auch darum, welche der drei ukrainisch-orthodoxen Kirchen den Kampf um den Status der Nationalkirche gewinnt und die meisten Gläubigen umfasst.

Ein ausführliches Resümee gibt es am Ende des Textes. Zuvor möchte ich Fakten zur Ukraine, zur Kirchengeschichte und zur EuroMaidan-Bewegung zusammentragen, um die religiöse Dimension in der Ukraine-Russland-Krise besser verstehen zu können. Der Konflikt umfasst beispielsweise auch folgende Dimensionen, die nicht Gegenstand dieses Beitrags sind:

Historische Dimension: Die Ukraine ist erst seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein eigenständiger Staat, seit 1991. In den Jahrhunderten zuvor waren ukrainische Gebiete immer wieder unter fremder Herrschaft: Während die Ostukraine vor allem unter russischem Einfluss stand (östlich des Flusses Dnepr), wurde die Westukraine (westlich des Dnepr) von unterschiedlichen Staaten beeinflusst, u.a. von Polen, Litauen, Österreich-Ungarn. Zwischen 1941 und etwa 1944 standen große Teile der Ukraine unter der Herrschaft der deutschen Nationalsozialisten, die die Rote Armee vertrieb. 1954 gliederte der sowjetische Parteichef Chruschtschow die Halbinsel Krim 1954 an die Ukraine. Der Donbass, ein Steinkohle- und Industriegebiet in der Ostukraine, umfasste während der Sowjetunion einerseits eine Strafkolonie. Andererseits war er eine wichtige Region für den Eisenerzabbau sowie für die Stahl- und Waffenproduktion, auf die das heutige Russland zum Teil angewiesen ist (vgl. Geschichte der Ukraine, Hetmanat und Donezbecken).
Nationale Dimension: Die Ukraine hat seit ihrer Unabhängigkeit weder ihre Geschichte ausreichend aufgearbeitet noch ein gemeinsames Nationalgefühl entwickelt. Das spiegelt sich in der jüngsten Revolution wider: Westukrainer feiern Stephan Bandera als Nationalheld, Ostukrainer sehen ihn als Nazi-Kollaborateur (vgl. Die Symbolisierung der ukrainischen Vergangenheit: Stepan Bandera und die UPA, Stephan Bandera, Umstrittener ukrainischer Nationalist Bandera, Ukrainischer Exilant von zweifelhaftem Ruf)
Internationale Dimension: Spannungen zwischen Russland und dem Westen, bestehend aus den EU-Staaten und den USA, spielen in der Ukraine-Krise ebenfalls eine Rolle. Beide Seiten – motiviert von Kaltem Krieg-Denken und geopolitischen Interessen – wollen die Ukraine an sich binden: an die EU und Nato bzw. an die Eurasische Union.
Begriff “EuroMaidan”
Bevor ich nun in die Analyse einsteige, möchte ich den schon mehrfach gebrauchten Begriff EuroMaidan erläutern: Er setzt sich aus Euro und Maidan zusammen. Euro steht für Europa, Maidan für Platz. Mit Maidan ist der Unabhängigkeitsplatz in Kiew gemeint (Majdan Nesaleschnosti), auf dem 2004 die Orange Revolution stattgefunden hat. „EuroMaidan“ wurde laut Wikipedia anfangs als Twitter-Hashtag verwendet, dem vor allem internationalen Medien zum Durchbruch verholfen haben.


Weiterlesen:

http://www.dosentelefon.eu/ukraine-russland-krise-die-religioese-dimension/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

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