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Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!




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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 26 Feb 2015 - 22:21

:daumen [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Polen beteiligt sich an Ausbildung von ukrainischen Unteroffizieren

Laut General Bogusław Pacek (der als Berater des Verteidigungsministers fungiert) wird Polen positiv auf eine Anfrage reagieren, die von der Ukraine bezüglich der Ausbildung ihrer Unteroffiziere gestellt wurde!

Pacek betonte, dass Polen seit langer Zeit, an einer "Bildungsreform" für ukrainische Beamte teilnimmt. Dies führen Experten zusammen mit fünf polnischen Universitäten durch.

Pacek unterstrich zusätzlich  die Notwendigkeit der Durchführung dieser Aufgaben in einem größeren Umfang. Nach seinen Angaben die über Twitter gemacht wurden, werde Polen eine positive Reaktion auf ukrainischen Anfragen die an die NATO abgegeben wurden, erteilen! In dieser Anfrage war vor allem vom Trainingsprozess für Unteroffiziere die Rede.

Dies würde bedeuten, dass das polnische Ausbildungspersonal in der Ukraine, eingesetzt werde! Pacek habe sich bereits mit zwei ukrainischen [Ausbildungs] Zentren in Yavorovo und Desno vertraut gemacht!

http://www.defence24.com/news_poland-will-be-involved-in-training-of-the-ukrainian-ncos

PS: Generell sehr interessante Seite im Bezug Militärneuigkeiten aus Osteuropa !

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 26 Feb 2015 - 23:08

Bedrohung? Vergleich von russischen (rot) und NATO-Manövern (blau) seit 2013

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Fr 27 Feb 2015 - 11:30

Ein Feldkaplan spricht über seine Kriegserfahrungen: Meine Brüder sind dort geblieben
Etwa drei Wochen lang hat Pater Fidelis Volnistov als Kaplan beim Rechten Sektor im Dorf Pisky verbracht.

Der Priester spricht über seine Erfahrungen mit Militärangehörigen.


„Ich bat einen griechisch-katholischen Priester, Seelsorger beim Rechten Sektor, darum, dass ich mit ihm fahren darf. Da er sich einen Beinbruch zugezogen hat und in Dnipropetrowsk zurückbleiben musste, ging ich an seiner Stelle für drei Wochen dahin. Ich verrichtete meinen Dienst im Dorf Pisky, 1 km vom Flughafen Donezk entfernt, beim 5. Bataillon des ukrainischen Freiwilligenkorps “Rechter Sektor”, 1. und 2. Sturmkompanien.

Als der Flughafen Donezk fiel, rückten wir ganz vorne, in die vorderste Linie.

Dort ist es schrecklicher als in den Filmen über den Zweiten Weltkrieg. Auf dem Weg nach Pisky stehen verbrannte Panzer und Fahrzeuge in Gräbern. Das Land wurde durch die Panzer drum herum gepflügt. Das Dorf wurde vollständig zerstört. … Die Häuser der Oligarchen haben kleinere Schäden davontragen, weil sie sehr robust sind, aus Beton. Und genau dort haben unsere Jungs ihre Stützpunkte eingerichtet. Es gab auch ein Paar Dorfbewohner, die nicht in der Lage waren, weg zu gehen. Einen solchen Mann hatten wir als Nachbar. Sein Häuschen ist heile geblieben, weil es sehr winzig war. Unsere Jungs geben ihm dort immer was zum Essen. Viele Dorfbewohner flohen so eilig, dass ihre Hunde an der Kette geblieben sind. So ließen unsere Jungs Hunde frei und fütterten sie. Das Dorf Pisky gibt es nicht mehr. Es vollständig ruiniert worden.

Die ganze erste Woche haben wir im Keller verbracht. Denn es tagein tagaus geschossen wurde: Panzer und Raketenwerfer, Panzerfäuste und Scharfschützen. Alle fünf Minuten liefen wir durch den Flur, weil die Soldaten nicht wussten, wann und wohin sie sich verstecken sollen.

Mehrmals war mein Leben wirklich in Gefahr. Ich musste auf den Boden fallen, um mich vor Granaten zu verstecken, Kugel schwirrten um meine Nase herum, GRAD-Geschossen fielen. Gefährlich war sogar der Weg zum Klo, eigentlich etwa 20 Meter lang. Obwohl im Kugelhagel sogar ein solcher Weg zu lang ist.

Dienst als Kaplan ist keine gewöhnliche Diözese. Man muss sich dazu berufen fühlen. Man muss in der Lage sein, Soldaten zu verstehen, sich in ihre Lage versetzen können. Man darf ihnen nicht zu nahe treten, denn beim nächsten Mal werden sie weder dich, noch einen anderen Priester an sich heranlassen wollen. Hier ist ganz anders, nicht wie in der Pfarrei: Du erscheinst und deine Predigt zum Thema Liebe wird aufmerksam gehört, danach deine Hand geküsst. Nein, im Krieg ist es anders. Du musst von Gott reden können und von Liebe zur Heimat. Und das musst du auch so vereinen können, dass man die Logik darin sieht. Denn viele missverstehen Christentum in dem, dass sie denken: Man soll die andere Wange seinem Feind hinhalten, wenn er dich auf eine Wange schlägt. Und du musst unterschiedliche Fragen beantworten können. Die Glaubwürdigkeit muss erst verdient werden. Als allererstes wird es festgestellt, was für einen Mensch du bist, und später – was für einen Priester. Ein echter Kaplan kennt seine Soldaten. Er kennt Charakter jeden einzelnen, er weiß, was jeder durchmacht, was er denkt, zu jedem muss er einen ganz eigenen Zugang finden.

Ich habe sowohl den Orthodoxen als auch den Katholiken die Beichte abgenommen. Es gab auch Heiden in unserer Brigade. Ich bin mit allen gut ausgekommen. Ich wusste, dass sie bereit waren, das Leben für ihre Blutsbruder hinzugeben.

Es gibt viele Protestanten unter Freiwilligen. Sie haben eine sehr positive Lebenseinstellung. Wir beteten zusammen. Kugeln schwirren und wir halten die Hände und beten, preisen Gott, beten um Frieden.

Jeden Tag um 14.00 feierte ich den Gottesdienst, zu dem Freiwilligen kamen. Natürlich nicht alle, aber mehrere Personen gab es schon immer. Oft wollte man auch eine Beichte abzulegen oder bat ums Gespräch. Außerdem arbeitete ich wie jeder andere auch, … Jeder weiß, was er zu tun hat. Und alle arbeiten. Es herrscht Ordnung. Hätten alle ukrainischen Streitkräfte die gleiche Disziplin wie beim Rechten Sektor, wäre dann alles anders.

Menschen im freiwilligen Bataillon sind ausgesprochen pflichtbewusst. Es gibt keinen Alkohol hier. Es ist ja allgemein bekannt, dass die ukrainischen Streitkräfte ein Problem damit haben. Aber der Rechte Sektor trinkt kein Alkohol, es herrscht Disziplin, Befehle werden genau und effizient ausgeführt. Im Allgemeinen dauert der Einsatz hier einen Monat lang. Falls jemand sich daneben benimmt, wird er beim nächsten Mal einfach nicht aufgenommen.

Weiterlesen:
Hier kommt man, um den freiwilligen Dienst zu leisten. Und das ist sehr wichtig. Hier dienen Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlichen sozialen Status, Jungen und Mädchen. Mädels und Jungen mit 20+ Jahren kämpfen wie jeder andere. Sie haben ihre Häuser, Familien zurückgelassen, um ihre Heimat zu verteidigen. Und sie werden dafür nicht bezahlt. Versorgt sie nur durch die Freiwilligen. Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstungen – all das wird durch die Volontärs geleistet.

Alle nennen sich untereinander „mein Freund“, ungeachtet dessen alt oder jung, Männlein oder Weiblein. Alle verhalten sich untereinander wie Brüder. Ich wurde auch als „mein Freund“ angesprochen. … Und in der Tat, all diese Menschen wurden zu meinen Brüdern. Ich ging und meine Brüder sind dort geblieben.

Ich wurde dazu angehalten, um unseren Sieg zu beten. Nicht für den Frieden. Die Soldaten sagten mir: „Bitte nicht darum beten, dass wir heile nach Hause zurückkehren. Wir wollen als Sieger nach Hause kommen“. Sie wollen auch keinen Frieden um jeden Preis. Wegen der sogenannten Waffenruhe haben wir mehr Menschen verloren, als während der Kampfhandlungen. Jetzt wollen sie das Wort „Frieden“ nicht mehr hören“.

Militärangehörige haben mich danach gefragt, ob Rache eine Sünde ist. Ich erklärte, dass die christliche Moral die Rache als etwas verwerfliches betrachtet. Sie erwiderten jedoch:“Bei allem gebührenden Respekt, Ihnen und Christentum gegenüber, werde ich jetzt meine Rache doch nehmen“. Ich kann sie verstehen, denn viele von ihnen in diesem Krieg ihre Blutsbruder verloren haben.

Beim Rechten Sektor spielt dein Nationalität oder Religion keine Rolle. … In unserer Brigade gab es auch Freiwillige aus Georgien und Kanada. Jeder hatte seinen Kampfname. Der Brüder aus Georgien erzählte, dass er für die Ukraine kämpft, weil er so all denen Ukrainern bedanken möchte, die damals für Georgien gegen Russland kämpften.

Einmal wurden wir eingekesselt. Die Jungs erwiderten das Feuer. Dann kommt zu mir ein Blutsbruder, Kampfname Dobermann, gibt mir eine Handgranate und sagt: „Falls sie hierher kommen sollen, ist es besser, sich in die Luft zu sprengen, als zu denen in Gefangenschaft zu geraten“. Und weg ist er. Ich halte diese Handgranate in den Händen und denke: Ja, ist es auch, denn in Gefangenschaft werden die Freiwilligen bestialisch behandelt …

Weiter so zu leben, als ob wir keinen Krieg haben, ist die Sünde der Indolenz …

Jeder muss Militärangehörigen helfen, so wie er kann. … Sie kämpfen für uns. Falls sie die Aggressoren nicht aufhalten, kommen jene zu uns nachhause. Es gibt auch das Vierte Gebot, das Vater und Mutter zu ehren vorschreibt.

Heimat ist unsere Mutter, ihr gegenüber sind wir verpflichtet. Wir haben zwei Heimaten: Himmelsreich und unsere Heimat hier auf der Erde. Wir dürfen doch nicht schweigen, wenn unsere Mutter verhöhnt wird. …

Manche Frauen sagen: “Mein Kind würde ich in den Krieg nie lassen.” Dies ist auch eine schwere Sünde. Sind andere Mütter etwa dümmer dumm, oder sie haben schlechtere Kinder? … Oder denkt ihr, dass diejenigen die kämpfen, sterben und nach Hause mit Verletzungen zurückkehren, keine Angst haben? Sie sind allerdings nicht zuhause sitzen geblieben.

Wir müssen die Rehabilitation von Soldaten, die nach dem Krieg nach Hause kommen, vorbereiten. … Obwohl ich sagen muss, dass die Menschen bei den freiwilligen Bataillonen psychisch stabiler sind, sie wissen, was sie tun, sie trinken keinen Alkohol im Dienst. Sie werden psychisch nicht so traumatisiert, wie diejenigen, die einberufen wurden und zwar gegen ihren Willen. … Aber im Großen und Ganzen werden wir alle nach diesem Krieg eine Rehabilitation brauchen. Aber was können wir tun? Nicht wir sind in ein fremdes Land eingefallen. Wir verteidigen unser Land.  

http://maidantranslations.com/2015/02/26/ein-feldkaplan-uber-seine-kriegserfahrungen-meine-bruder-sind-dort-geblieben/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Fr 27 Feb 2015 - 11:37

Hawrylyshyn: In zwei Jahren wird in der Ukraine ein Wirtschaftswunder beginnen.
Einer der einflussreichsten Ukrainer – Bogdan Hawrylyshyn- ist der Meinung, Ukraine stehe nicht nur in Avantgarde Europas, sondern könne ein Vorbild zum Nachahmen für die ganze Welt werden. Der Berater von drei ukrainischen Präsidenten, Wirtschaftswissenschaftler und Gründer des Wirtschaftsforums in Davos hat darüber in einem Interview dem Internetportal “24” erzählt.

- Herr Hawrylyshyn, Sie schreiben der Ukraine eine wichtige Rolle für die Zukunft Europas und der Welt im Allgemeinen zu. Warum ist es ausgerechnet die Ukraine?

– Es gibt in der Regel vier Hauptmerkmale der effektiven Länder: volle politische Freiheit, ein gewisses Maß an Wohlstand für die gesamte Bevölkerung – das heißt es gibt Reiche, aber es gibt keine Bedürftigen; soziale Gerechtigkeit; eine Symbiose mit der Biosphäre, und nicht die Zerstörung und Verschmutzung der Umwelt. Die absolute Mehrheit der Länder, mit Ausnahme einiger wenigen in Europa, entsprechen diesen vier Kriterien nicht. Sie müssen behandelt werden, denn sie sind im gewissen Sinne krank.

- Krank? Wieso?

– Krank sind in erster Linie die demokratischen Länder. 1948 wurde die wunderbare Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet. Damals hatte man riesige Erwartungen damit verbunden. Aber diese Rechte konnten nur Regierungen einiger Länder gewährleisten. Deshalb gab es große Enttäuschung und die Kritik an den Regierungen. Im Allgemeinen wurde es schwieriger, Länder zu regieren und an der Macht zu sein. Während dessen war die Kommunikation zwischen den Institutionen und zwischen den Ländern auf hartem Wettbewerb basiert. So konnten die Reichen ihre eigenen Rechte durchsetzen, die Mehrheit hatte diese Möglichkeit aber nicht. Die USA sind das bemerkenswerteste Beispiel. Dort haben beispielsweise 50 Millionen Menschen mit eingeschränkten Rechten keinen Zugang zur Bildung oder medizinischer Versorgung. Obama versuchte es zu ändern – bis jetzt ohne Erfolg.

Zwischen den Ländern entsteht eine ähnliche Situation. Demokratische Länder predigen immer das Gleiche: „Alle müssen sich an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte halten“. Aber die USA verkaufen ihre Produkte an afrikanische Länder zu hohen Preisen, die Rohstoffe beziehen sie von ihnen aber zu niedrigen Preisen, also bleiben diese Länder sehr arm. Selbst die wenigen Länder, die normale Regierungen haben, sind nicht in der Lage ihren Bürgern wenigstens die Grundrechte zu garantieren, wie den Zugang zu frischem Wasser oder medizinische Versorgung.

- Ist etwa die Ukraine in der Lage sie zu heilen, die globale Ordnung zu ändern?

– Auf der Welt ist jetzt eine Situation entstanden, von der alle immer weniger profitieren und immer mehr verlieren. Wir müssen also zu einem neuen Paradigma wechseln – bei dem alle etwas gewinnen würden. Für das neue Paradigma sind nur zwei Komponenten erforderlich: eine Universelle Erklärung der Menschenpflichten (denn nicht alles muss nur der Staat machen) und der Übergang zur Kooperation (denn es ist nicht länger möglich, die Beziehungen nur auf Wettbewerbsbasis zu bauen).

Warum kann die Ukraine bei der Genesung der Welt helfen? Weil auf dem Maidan, als Menschen angegriffen wurden, durch Selbstorganisation eine Reihe von Dienstleistungen angeboten wurde: medizinische, religiöse, psychologische, pädagogische. Diese Dienste wurden von Einzelpersonen geschaffen. Olha Bohomolez schuf den ersten Dienst. Sie sagte einfach: “Ich tue es”. Ihr schlossen sich andere Menschen an, die etwas über Medizin wussten. Und es funktionierte. Auf dem Maidan gab es keinen anderen Arzt, der einen anderen medizinischen Dienst angeboten hätte, um bessere Dienstleistungen anzubieten. Dort gab es keinen Wettbewerb.

Interessanterweise wurden alle diese Dienste nicht im Auftrag der Regierung geschaffen, sondern durch ein Gefühl der Pflicht bei den Menschen gegenüber ihren Mitbürgern und dem Land. Genauso nehmen jetzt viele Freiwillige an der Antiterroroperation teil. Sie machen es freiwillig – wohlwissend, dass sie dabei ihr Leben riskieren und keiner sie dazu zwingt.

Unsere Mitbürger haben also begonnen, im Einklang mit diesem neuen Paradigma zu leben, nach dem die Welt leben sollte. Die Welt hilft der Ukraine sehr. Auf der einen Seite – mit Sanktionen, auf der anderen – mit finanzieller Unterstützung. Aber wir können dieser Welt auch helfen, denn diese befindet sich in einer gewissen Sackgasse.

- Können wir, Ukrainer, helfen, aus dieser Sackgasse herauszukommen?

– Ja. Ich denke, es ist großartig, wenn wir selbst begreifen, dass wir nicht in jeder Sache der ganzen Welt hinterher laufen müssen, ob der EU oder den USA. Nein. Wir sind in mancher Hinsicht weiter, als die anderen. Sie haben uns was abzuschauen.

Doch nach Euromaidan gab es viele Menschen, die sich ein wenig zurücklehnten und sagten: nun haben wir eine neue Regierung, sie solle sich um uns kümmern, Reformen machen, und wir werden uns um unser eigenes Leben kümmern…

Ich denke, das kann man ein wenig anders interpretieren. Das ist normal, denn diese Leute können keine Reformen machen. Der ganze Maidan konnte sie nicht machen – nur wenige Personen, die an die Macht gingen. Während dessen beobachten wir aber noch weitere Demonstrationen; Soldaten, die an die Front gegangen sind – sie kämpfen weiter. Das heißt, den Menschen ist ihr Land nicht gleichgültig.

Es ist eine gewisse Enttäuschung vorhanden. Zum Teil – weil wir zu schnell alles haben wollen. Zum Teil – durch den Druck von der Außenwelt, die von uns erwartet, dass alle unsere Handlungen vollständig der Verfassung, dem geltenden Recht entsprechen sollen. Deshalb ist die Regierung gewissermaßen machtlos und nicht in der Lage, die Reformen tatsächlich durchzuführen.

“Damit die Bürger der Regierung und dem Präsidenten vertrauen, ist es notwendig, sie gut zu informieren”

– Womit sollte die Regierung Ihrer Meinung nach beginnen?

– Mit Korruption. Die Korruptionsquellen sind sehr unterschiedlich. Die meisten sind auf die vielen verschiedenen Lizenzen, Genehmigungen, Inspektionen, Gott weiß was, zurückzuführen. Es gibt eine riesige Bürokratie, die sich damit beschäftigt, wie Geschäfte zu machen, wie diese zu führen sind. Wenn Sie etwas brauchen, dann müssen Sie zu einem Bürokraten gehen, um es zu bekommen – und ohne zu schmieren, bekommt man nichts.

Ein junger Mann aus Odessa erarbeitete mit seinen Kollegen ein wunderbares Programm zur Deregulierung. Seiner Meinung nach, statt eine weitere Bürokratie zu schaffen, die die Korruption bekämpfen soll, braucht man eine Deregulierung. So kann die Ursache beseitigt werden: wird keine Lizenz benötigt – so müssen Sie nicht zahlen. Würde man die Bürokratie um ein Drittel oder vielleicht ein Viertel reduzieren, könnte diese effizienter arbeiten. Dann könnte man denjenigen, die blieben, ein wenig mehr zahlen, als wir es jetzt tun.

- Welche Hindernisse sind bei der Umsetzung dieses Programms zu überwinden?

– Als unser Wirtschafts- und Handelsminister von dem jungen Mann hörte, lud er ihn zu einem Gespräch ein und bat ihm gleich eine Stelle als sein Stellvertreter an. Dieser Mann sagte ab, schlug aber vor: er und seine Mannschaft würden den Minister als Berater unterstützen. Es sieht danach aus, dass dieser Minister das Programm aufgegriffen hat, und die Herangehensweise für sehr gut hält. Die Absichten sind also da.

Die Regierung soll alles systematisch angehen. Wir müssen handeln, und zwar zur gleichen Zeit auf der ganzen Front. Andernfalls wird die bestehende Bürokratie die Deregulierung blockieren.

- Das heißt, wir können hoffen, dass diese bald umgesetzt werden kann?

– Die Hoffnung ist da. Nicht, weil wir nur das Leben genießen wollen, sondern auch, weil wir dieser Regierung helfen können. Es gibt eine Menge von intelligenten Menschen, die das tun würden, wenn es möglich wäre, in irgendeiner Weise der Regierung freiwillig zu helfen.

- Wie kann man diese Möglichkeit schaffen?

– Bald wird die Versammlung der Initiativgruppe des „1. Dezember“ stattfinden. Sie werden über einen Appell an den Präsidenten und die Regierung diskutieren, mehr mit Bürgern, mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Damit die Bürger der Regierung und dem Präsidenten vertrauen- und das ist sehr wichtig- ist es notwendig, sie gut zu informieren, auch über die Wahrheit. Wenn es mehr Vertrauen gibt, dann werden wir helfen, wie wir nur können.

Weiterlesen:
- Sie haben die Möglichkeit, die Transparenz vom jetzigen ukrainischem Präsidenten und den anderen ukrainischen Regierungen zu vergleichen. Ist die derzeitige Regierung Ihrer Meinung nach offen?

-Nun, sie ist auf jeden Fall transparenter, als die, die unter Janukowitsch war. Aber in dieser Sache gab es bestimmte verschiedene Phasen, so wie ich es aus meiner Erfahrung als Berater der Spitzenpolitiker beurteilen kann. Krawtschuk war offen, aber mit ihm war es sehr schwer zu arbeiten, denn er verstand nichts von der Wirtschaft. Zum Beispiel: drei Leute aus seiner Umgebung haben beschlossen, die Staatsanleihen der Ukraine für 10 Milliarden Dollar herauszugeben. Diese Jungs machten das, was für die Ukraine in einem Alptraum enden könnte. Als ich sie fragte, was die Garantie für diese Anleihen sei, sagten sie: “Die Ukraine”. Das heißt, dass zum Beispiel die italienische Mafia, oder reiche Leute aus Russland diese Anleihen für 10 Milliarden aufkaufen können hätten, das ist doch nicht so eine riesige Summe, und dann hätten sie der Ukraine sagen können – wenn ihr nicht in der Lage seid, uns dieses Geld zurückzuzahlen, dann gehört ihr uns. Es ist mir nicht gelungen, Krawtschuk zu überzeugen, diese Idee im Parlament nicht vorzuschlagen. Zum Glück gab es im Parlament Leute, die davon eine Ahnung hatten und dagegen gestimmt haben. Dann haben diese Jungs die Anleihen zum Verkauf in London angeboten und haben es geschafft, einige zu verkaufen. Unser Botschafter konnte sie abfangen und die Sache wurde geschlossen. Das ist ein Beispiel: ja, er war offen, aber es mangelte ihm an Wissen und Kompetenz.

Juschtschenko war sehr offen und zeigte sehr gute Leistungen, als er Premierminister war. Alles änderte sich, als er Präsident wurde. Aber als er Premierminister und Julia Timoschenko seine Stellvertreterin war, das war ein fantastisches Team. Sie haben tolle Arbeit geleistet. Unternehmen, die im Energiesektor arbeiteten, betrieben untereinander Tauschhandel.

Deshalb erwirtschafteten sie keine Gewinne und zahlten keine Steuern. Timoschenko kannte sich in der Branche gut aus und schlug vor, sie zu Geldverkehr zu bewegen. Juschtschenko stimmte zu. Die Entscheidung wurde getroffen. Plötzlich gab es einen großen Zustrom von Einnahmen für den Staatshaushalt. Man zahlte große Rückstände von Renten und Gehältern aus. Das Wirtschaftswachstum lag bei 9%, sogar ohne Inflation. Das war sehr stark.

Während der ersten Amtszeit und zu Beginn der zweiten war Kutschma völlig offen. Als Medwedtschuk kam, wurde er ein ganz anderer Mensch.

Es schwang also hin und her. Wir haben also keine klaren Beispiele, mit denen die derzeitige Regierung verglichen werden kann.

- Wie effektiv wird Ihrer Meinung nach das aktuelle Bündnis “Premier – Präsident” sein?

– Ich kenne die beiden sehr gut. Ich will weder den einen, noch den anderen kritisieren. Es wäre unanständig. Aber wenn man sieht, wie lange die Koalitionsbildung gedauert hat, wenn man es extrapoliert, dann ist es unwahrscheinlich, dass sie wie ein Team zusammenarbeiten werden.

- Was ist dann die Lösung für die Situation?

– Ich hoffe, sie werden sich wenigstens über die wichtigsten Dinge einigen.

In der Regierung gibt es jedoch eine Menge kompetente Leute. Es wäre gut zum Beispiel, wenn wir einen Ministerrat hätten, und es dort einen Vorsitzenden des Ministerrates gäbe. Es klingt seltsam, denn so war das in der Sowjetunion. Aber so ist es zum Beispiel, heute in Italien. Im Ministerrat gibt es eine Diskussion, die ihr Handeln harmonisieren könnte. Die Minister kommen mit ihren Vorschlägen, diskutieren im Kabinett, stimmen sich ab, ob die Entscheidung gut war, ob weiter dies oder jenes getan wird.

- Was würde uns so ein Arbeitsformat geben?

– Wenn das Kabinett auf diese Weise arbeiten würde, dann würde die Kommunikation mit dem Präsidenten besser funktionieren. Der Präsident hätte es nicht nötig, mit den Initiativen herumzulaufen, er würde über sie entscheiden, wenn er wüsste, dass das Kabinett über diese diskutierte, das heißt: die Regierung stünde dahinter.

Ich versuche, statt zu kritisieren oder schlechte Prognosen zu machen, einen Ausweg zu zeigen. Aber ein guter Wille muss da sein und man sollte sich dem Ziel unterordnen. Mehr über die Ukraine zu denken und nicht darüber, wer wie viel Macht oder Befugnisse hat.

“Es bedarf sehr wenig, damit das ukrainische Wirtschaftswunder entsteht”

– Sie schreiben, die Ukrainer seien in der Lage, ein Wirtschaftswunder zu vollbringen. Viele Experten sagen jedoch, die Wirtschaft der Ukraine sei in einem schlechten Zustand und nähere sich einem Zusammenbruch. Woher schöpfen Sie Ihren Optimismus?

– Es sieht ein bisschen so aus, als würden wir uns einer Zahlungsunfähigkeit nähern. Aber wir wissen, dass es eine Vereinbarung zwischen den Finanzministerien der Ukraine und der Vereinigten Staaten gibt, die uns garantiert, dass die USA für Kredite der Ukraine bis zu einer Größe von 2 Milliarden Dollar bürgen. Es ist eine sehr starke Garantie. Das macht es für die Ukraine automatisch leichter, die 2 Milliarden mit einer etwas längeren Amortisationszeit und mit einem niedrigeren Prozentsatz zu erhalten, als wenn es diese Vereinbarung nicht gegeben hätte. Die EU beschloss auch, der Ukraine 15 Milliarden-Hilfe zu gewähren.

Deshalb glaube ich nicht, dass die Ukraine zahlungsunfähig wird. Aber bis die Wirtschaft sich wieder erholt, wird es einige Zeit dauern.

- Was ist mit dem Wirtschaftswunder, kann es wirklich dazu kommen?

– Ja, dazu haben wir alle Voraussetzungen.

- Welche genau?

– Wir verfügen über alle notwendigen Naturressourcen. Wir haben qualifizierte Mitarbeiter. Wir sind von Natur aus ein hart arbeitendes Volk.

Aber wir brauchen weitere Voraussetzungen. Das Erste – wir wollen uns mit unserer Arbeit ein normales Leben leisten können. Zweitens – eine interne Motivation. Die Menschen sollten eine gewisse Freiheit auf allen Ebenen bekommen, um entscheiden zu können, nicht was sie tun, sondern, wie sie es zu tun haben, das heißt – auf ihre eigene Art und Weise. Damit werden sie eine Entscheidungsfreiheit über ihre Arbeit haben. So eine Arbeitsmotivation wäre wunderbar.

Wir müssen also ein klares Gesetz über das Eigentumsrecht verabschieden, ein klares Rechtssystem und klare Regeln einführen. Dann müssen wir eine Menge staatlicher Unternehmen in private Hände übergeben. Die sogenannten natürlichen Monopole sollte man in Staatshand behalten. Es bedarf sehr wenig, damit das ukrainische Wirtschaftswunder beginnt.

- Können Sie sagen, wann das passieren wird?

– Ich denke, in zwei Jahren werden wir den Anfang erleben. Aber wir müssen diese Voraussetzungen schaffen. Die Ukraine braucht totale Transformationen. Wir müssen den Status des Landes ändern. Die Ukraine sollte wirklich ein Einheitsstaat bleiben, aber man braucht eine starke Dezentralisierung. Wir müssen das Justizsystem, die Volkswirtschaft sowie die Sozialpolitik ändern.

Ich hoffe, dass diese Regierung, dieses Parlament, dieser Präsident einige Reformen durchführen und die Transformation ein wenig einfacher laufen wird, als es unter Janukowitsch war.
- Wie wird sich die Ukraine ändern, wenn der Krieg mit Russland vorbei ist?

– Wir sind von einem polyethnischen Volk zu einer polyethnischen Nation, zu einer ukrainischen Nation geworden. Dies ist ein sehr gutes Ergebnis. Ich denke, wir werden niemals wieder zu sowjetischen Menschen. Dazu würde ich noch sagen, dass wir (aus diesem Krieg) gereinigt, aber natürlich auch sehr geschwächt herauskommen werden.

Ich denke auch, dass wir nie wieder Illusionen haben werden, dass wir ein Brudervolk werden könnten.

- Wird die territoriale Integrität erhalten bleiben?

– Ich glaube schon. Ich denke sogar, dass die Krim irgendwann zurück kommen wird. Nicht nur, weil es dort Krimtataren gibt, obwohl es auch ein sehr wichtiger Faktor ist. Sondern weil sich alle daran erinnern werden, dass das Leben als eine autonome Republik innerhalb der Ukraine viel besser war, als das Leben eines Subjekts der russischen Föderation ist. Es wird keine Militäraktion sein. Es wird von innen kommen.

https://de.informnapalm.org/hawrylyshyn-in-zwei-jahren-wird-in-der-ukraine-ein-wirtschaftswunder-beginnen/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 28 Feb 2015 - 15:13

Krim ist Ukraine!
In Kiew gab es eine Aktion der Solidarität mit den Bürgern der Ukraine, die durch die Besetzung und Annexion der Krim von Russland als Geiseln gehalten werden.
Bildergalerie:

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http://www.radiosvoboda.org/media/photogallery/26874654.html

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Finnische Journalisten besuchen russische Trollfabrik (mit Videos)

Beitrag  telzer am Sa 28 Feb 2015 - 17:55

Für weitere Infos und Video usw.  nehmt den Link am Ende

ich poste hier nur den Anfang .......  Smile

euromaidanpress schrieb:
Artikel von: Jessikka Aro und Mika Mäkeläinen
Quelle: Yle-Kioski 20.2.2015

Yle Kioski verfolgt die Ursprünge der russischen Propaganda in den Sozialen Medien – Nie zuvor gesehenes Material aus der Trollfabrik:

Wir verfolgten vor Ort drei Tage lang die Operationen der geheimen sogenannten Trollfabrik in St. Petersburg.
Troll. TROLL.
Jeder, der an Diskussionen über das Internet teilnimmt, kennt das Wort.

Es handelt sich bei einem Troll um eine Person, die andere Teilnehmer an Web-Diskussionen mit Absicht ärgert und provoziert.

In Russland hat dieses Wort aus dem Web-Slang eine neue Bedeutung erhalten: Ein Troll ist ein Arbeitnehmer, der dafür bezahlt wird, anonym und oft aggressiv oder auch schmeichlerisch Kommentare in den sozialen Medien über Präsident Wladimir Putin zu schreiben.

Aber an was für einem Arbeitsplatz arbeiten diejenigen, deren Aufgabe es soll sein, Putins Russland zu loben? Kioski untersuchte die Hintergründe des geheimen Bürogebäudes in Sankt Petersburg, das den Namen “Trolfabrik” trägt, und verfolgte drei Tage lang das Leben darin.
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Mit diesem Artikel beginnt eine Yle-Kioski Reihe von Artikeln über die russischen Trolle.
Yle ist der größte finnische Fernsehkanal.
Die finnische Version dieses Artikels finden Sie hier, die englische Version hier.

Artikel von: Jessikka Aro und Mika Mäkeläinen
Quelle: Yle-Kioski 20.2.2015
Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/27/finnische-journalisten-in-der-trollfabrik-in-st-petersburg/

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für eine freie Ukraine , und die Krim gehört dazu      Modern Art Hymne
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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 28 Feb 2015 - 19:10

«Nur Todesangst wird die Opposition von einem Maidan in Moskau abhalten» – musste Boris Nemzow deshalb sterben?
Wie immer wenn in Russland etwas Schreckliches passiert, wuchern die Gerüchte und überdecken die Fakten. Die Russen lieben es dramatisch. Nach dem Mord an Oppositionspolitiker Boris Nemzow sind die Sozialen Medien ein «Fieberthermometer» der russischen Volksseele.
Der Mord an Boris Nemzow sei schon drei Minuten vor den tödlichen Schüssen in der russischen Wikipedia eingetragen worden, glauben regierungskritische Russen. Ein Blick in die Versionsgeschichte des Wikipedia-Artikels über Nemzow zeigt: Der Eintrag erfolgte um 23.38 Uhr Ortszeit. Schon 23.10 Uhr hatte die «Nowaja Gaseta» getwittert: «In Moskau wurde der Politiker Boris Nemzow ermordet. (Der oppositionelle Politiker) Ilja Jaschin: Ja, ich sehe seine Leiche», heisst der Tweet übersetzt.

Umgekehrt erklärte Präsident Putin sofort nach der Tat, die Schüsse auf Nemzow «deuten auf einen Auftragsmord hin, auf eine grosse Provokation der russischen Opposition und der westlichen Staaten.» Wieso sollte die Opposition ausgerechnet den einzigen Politiker umbringen, der das Potential hatte, die zersplitterten oppositionellen Kräfte zu einen? Und das vor Dutzenden von Überwachungskameras nicht einmal 100 Meter vom Kreml entfernt?

Weiterlesen:
http://www.watson.ch/!954440861?utm_medium=earned&utm_source=twitter&utm_rainbowunicorn=0&utm_campaign=share-tracking

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 28 Feb 2015 - 23:07

Brüssel segnet Joint Venture von Daimler und russischem Rüstungsproduzenten ab
In Übereinstimmung mit den EU-Regeln für Firmenzusammenschlüsse (EU Merger Regulations) hat die Europäische Kommission der Schaffung eines Joint Ventures zwischen der deutschen Daimler AG und der russischen Kamaz OJSC zugestimmt. Kamaz produziert Lastkraftwagen, aber auch eine große Vielzahl von gepanzerten Fahrzeugen, von denen einige im Ukrainekonflikt eingesetzt werden.

Wie es in der Presseerklärung der Kommission heißt, ist Daimler aktiv in Entwicklung, Herstellung und Verkauf von „Produkten mit Eigenantrieb“ (hauptsächlich Personenwagen, Lastwagen, Lieferwagen, Transportern und Bussen), während Kamaz in der Produktion von Lastwagen, Anhängern, Traktoren, Fahrgestellen, Motoren, Antriebsaggregaten und gepanzerten Fahrzeugen aktiv ist.

Das Joint Venture wird in der Produktion von leichten und schweren Lastwagen, und im Schweißen und Anstreichen von Fahrerkabinen [Anmerkung von Euromaidan Press: Das riecht förmlich nach einer militärischen Panzerung und einem geschossabweisenden Anstrich] aktiv sein. Die Nachforschungen der Kommission haben ergeben, dass der vorgesehene Zusammenschluss keine Wettbewerbsbedenken hervorruft, denn das Joint Venture wird nur in Russland und Belarus aktiv sein. Der zuständige Beamte betrachtete das Verfahren unter den vereinfachten Kontrollregeln.

EurActiv bat die Kommission um einen Kommentar, inwieweit dieser Zusammenschluss mit den Sanktionen vereinbar ist, die die EU gegenüber Russland im Zusammenhang mit der Annexion der Krim und der Ukraine-Krise beschlossen hat.

Diese Restriktionen beinhalten ein Embargo für den Im- und Export von Waffen und verwandtem Material von und nach Russland ein und decken alle Güter ab, die auf der gemeinsamen Militärgüterliste der EU stehen. Nach erster Betrachtung hat es den Eindruck, dass viele dieser gepanzerten Fahrzeuge von (pro-) russischen Kräften im „Konflikt“ in der Ostukraine genutzt werden.

EurActiv fragte ebenfalls, ob die Kommission für Wettbewerb nicht zur Kenntnis genommen hat, dass Kamaz eine Firma ist, die in erster Linie militärische Ausrüstung herstellt. Einige der militärischen Güter, die Kamaz herstellt, sind hier zu sehen. Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels war keine Antwort zu erhalten [In der Zwischenzeit eingetroffene Antworten finden sich im Kasten am Ende des Artikels; der Übersetzer].

Es scheint, dass sich Russland trotz der Restriktionen damit brüstet, dass nicht ein einziges großes Joint-Venture-Projekt mit westlichen Partnern wegen der EU-Sanktionen zurückgestellt wurde. Jedenfalls wurde der Generaldirektor von Rostec [der größter staatlicher Rüstungskonzern; der Üb.], Sergej Tschemesow [A.d.Ü.: steht seit September 2014 auf der EU-Sanktionsliste] von der (kremlnahen) Website „Russland hinter den Schlagzeilen“ entsprechend zitiert.

„Keines der Projekte, das wir früher auf den Weg gebracht haben, wurde bislang gestoppt“ sagte er vergangenen Montag zu Reportern in Abu Dhabi [A.d.Ü.: wo er auf der Waffenmesse IDEX 2015 die russische Delegation anführte und einige hübsche Posten ins Auftragsbuch einheimsen konnte], und zitierte als Beispiel ein Projekt, bei dem italienische AgustaWestland-Hubschrauber in Russland produzieren werden. Dies werde weiter fortgesetzt.

Im Gegenteil, so sagte er, das Projekt werde fortgesetzt und das Projekt eines neuen Hubschraubers für Operationen auf offener See vorangetrieben. Chemezow wagte auch, daß AvtoVAZ seine Zusammenarbeit mit Renault-Nissan und Kamaz die seine mit Daimler fortsetzen werde.

Das erste Medium, das über die zu vermutende Diskrepanz zwischen dem Daimer-Kamaz-Zusammenschluss und den EU-Sanktionen berichtete, war ClubZ.bg

http://de.euromaidanpress.com/2015/02/28/bruessel-segnet-zusammenschluss-von-daimler-und-russischem-ruestungsproduzenten-ab/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  telzer am So 1 März 2015 - 14:08

Heute auf dem Marsch zum Gedenken an Boris Nemzow  entweder St.Petersburg oder Moskau

Nemzow - das ist Liebe, Putin - das ist Krieg

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am So 1 März 2015 - 17:51

Mustafa Dschemiljews als Geisel genommener Sohn steht vor einem russischen Geschworenengericht
Das Landgericht in Krasnodar ist dem Antrag der Anwälte Chajser Dschemiljews gefolgt und hat einer Prozessführung vor einem Geschworenengericht zugestimmt, deren Vorverhandlung für den 3. März angesetzt ist. In diesem Fall von einem gewöhnlichen russischen Gericht überhaupt eine Form von Gerechtigkeit zu erwarten, ist schwierig, denn Chajser wird illegal in russischer Haft gehalten und dürfte eigentlich überhaupt nicht vor Gericht stehen – schon gar nicht vor einem russischen.

Die von der russischen Regierung kontrollierte Presseagentur RIA Nowosti bezeichnet Chajser Dschemiljew konsequent als “Sohn eines Rada-Abgeordneten” [Werchowna Rada ist das ukrainische Parlament, Anm. d. Übers.], was zwar einerseits richtig ist, andererseits verbergen sich dahinter jedoch sehr wichtige Informationen. Chajsers Vater ist Mustafa Dschemiljew, der ukrainische Parlamentsabgeordneter und prominente Führer der Krimtataren, den Russland im April 2014 aus seiner Heimat, der jetzt unter russischer Besatzung stehenden Krim, verbannt hat. Es gibt gute Gründe für die Annahme, dass Russland durch die Inhaftierung Chajsers versucht, Druck auf den ehemaligen politischen Gefangenen (in der Sowjetzeit) auszuüben, den der Kreml offensichtlich ebenfalls als Feind betrachtet.

RIA Nowosti behauptet, der Fall sei an den Obersten Gerichtshof Russlands verwiesen worden, nachdem die Ermittlungen auf der Krim geführt worden waren, da ein “Gericht der Republik Krim nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland noch nicht geschaffen worden sei”. Der Oberste Gerichtshof entschied, dass das Verfahren vor dem Landgericht in Krasnodar stattfinden solle. Indem Chajser Dschemiljew nach Russland verlegt wurde, sind Besuche seiner betagten Mutter und anderer Verwandte effektiv unmöglich und der Kontakt mit seiner Verteidigung viel schwieriger geworden.

Moskau versucht eindeutig auch, die Aufmerksamkeit von seiner fortwährenden Missachtung einer Anordnung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte abzulenken, der am 10. Juli 2014 unter Anwendung von Artikel 39 die Freilassung von Chajser Dschemiljew aus der Haft verfügt hat.

Im Mai 2013 hatte Chajser Dschemiljew Fewsi Edemow, der als Leibwächter bei der Familie angestellt war, mit einem Gewehrschuss getötet. Die Beweislage ergibt eindeutig, dass es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hatte und der junge Mann allenfalls wegen Totschlags durch sorglosen Gebrauch von Schusswaffen hätte angeklagt werden dürfen

Bereits unter der Präsidentschaft Wiktor Janukowytsch wurde zum ersten Mal versucht, das Verfahren gegen Chajser dazu zu benutzen, um Mustafa Dschemiljew zu erpressen, und damals wurde Anklage wegen vorsätzlichen Mordes erhoben. Diese Versuche setzte Russland nach der Annexion der Krim fort. Der Fall wurde jedoch von den ukrainischen Behörden auf der Grundlage des ukrainischen Gesetzes über die besetzten Gebiete der Staatsanwaltschaft in Kyiw zugewiesen. Ein Antrag [der Verteidigung] auf Neubewertung der Tatbestands anstatt als Verbrechen jetzt als Totschlag durch Unachtsamkeit [fahrlässige Tötung] war erfolgreich. Zwei Gerichte in Kyiw haben inzwischen entschieden, dass Chajser aus der Haft zu entlassen ist.

Erst nachdem diese Entscheidungen von den russischen Behörden] ignoriert wurden, wandte sich Dschemiljew an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Chajser Dschemiljews Freilassung anordnete.

Anstatt dem Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, dessen Entscheidungen [für alle Vertragsstaaten] verbindlich sind, zu folgen, verlegte Russland den jungen ukrainischen Staatsangehörigen ins russische Staatgebiet, wo ihm jetzt ein Gerichtsverfahren bevorsteht, von dem nur wenige erwarten, dass es gerecht zugehen wird.

http://de.euromaidanpress.com/2015/03/01/mustafa-dschemiljews-als-geisel-genommener-sohn-steht-vor-einem-russischen-geschworenengericht/

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„Mit Putin wird es keinen Frieden geben“

Beitrag  telzer am So 1 März 2015 - 17:54

Artikel von: Stanisław Żaryn

“Wie häufig müssen wir wieder und wieder dieselbe Lektion lernen, um zu begreifen, dass es kein Hindernis gibt, welches uns vor dem Appetit des russischen Imperialismus bewahren kann?” Das polnische Internetportal wPolityce.pl im Interview mit Professor Andrzej Nowak.

wPolityce.pl: 68 Prozent der russischen Bevölkerung fürchten sich vor einer militärischen Aggression eines Drittstaates. Gleichzeitig glauben sie an die Verteidigungsfähigkeiten ihres Landes und befürworten die Wehr- sowie andere Pflichten, die im Zusammenhang mit der Landesverteidigung stehen. Diese Umfrageergebnisse wurden von einem unabhängigen Forschungsinstitut erhoben. Was sagt uns das?

Prof. Andrzej Nowak: Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Umfrage zu interpretieren. Eine Möglichkeit – vor der ich mich fürchte, die jedoch auch Anhänger hat – besteht darin, alles in der Macht stehende zu tun, damit die Russen keine Angst vor uns haben. Das wäre mit dem Ende unseres Widerstands gegen das verbunden, was nach dieser Lesart fälschlicherweise als russische Aggression dargestellt wird. In diesem Narrativ basiert das russische Handeln auf dem Wunsch nach Verteidigung seiner Minderheiten und auf dem Kampf gegen Terrorismus und Nationalismus. Es kursieren Einflüsterungen, denen zufolge wir mit dem Zurückweichen den russischen Ängsten entgegenkommen und die Welt wieder vom Rande eines Krieges fortführen.

Ist das nicht vielleicht ein rationales Vorgehen?

Solch eine Politik verfolgen die Machthaber der westlichen Mächte im Grunde genommen seit 90 Jahren – seit in Russland der totalitäre Umbau begonnen hat. Im Westen wird vorgegeben, dass man es mit einem normalen Partner und seinen berechtigten Interessenssphären zu tun hat. Und da sich innerhalb dieser Einflusssphären andere, kleinere Nationen befinden, müssen diese nun einmal um des Friedens mit der mächtigeren, größeren Nation willen geopfert werden, die seit vielen Jahrhunderten den nördlichen Teil des eurasischen Kontinents dominiert hat. Das ist Appeasement, Beruhigung durch Kapitulation, durch Rückzug. Diese Politik scheint falsch und unsinnig; ihre Folgen insbesondere für die Bevölkerung der betroffenen Region haben sich in empirischer Hinsicht mehrfach als katastrophal erwiesen. Es kann sein, dass diese Politik einigen Entscheidungsträger in Washington oder Westeuropas kurzfristige Vorteile verspricht. Die Verlierer sind jedoch zwangsläufig diejenigen Staaten, die Russland als Bestandteil seiner originären Einflusssphäre ansieht.

Heute die Ukraine – und was kommt danach? Was könnten die nächsten Ziele Russlands sein?

Heute die Ukraine, anschließend könnte es Lettland, Estland und Litauen treffen, und morgen bereits Polen. Wie häufig müssen wir wieder und wieder dieselbe Lektion lernen, um zu begreifen, dass es kein Hindernis gibt, welches uns vor dem Appetit des russischen Imperialismus bewahren kann, vor allem des im 20. Jahrhundert in seiner unvergleichbar schrecklicheren, totalitären Spielart erneuerten Imperialismus? Wladimir Putin ist ein Kind dieser Spielart.

Nun gehört der real existierende Sozialismus in Russland der Vergangenheit an…

Natürlich gibt es in Russland keinen Sozialismus mehr, aber die Staatsideologie beruht nach wie vor auf Furcht und der Zurschaustellung von Macht. Die Umfrage, von der vorhin die Rede war, ist ein Beleg für die Wirkkraft dieser in Russland nach wie vor praktizierten Ideologie, die die Gesellschaft durch Furcht erzieht und Achtung lediglich gegenüber nackter Gewalt und Stärke kennt. Das ist sowjetische, totalitäre Erziehung. Und ebendies diese Art von Erziehung wird von Putin forciert.

Sie sprachen noch von einer zweiten Möglichkeit, die Umfrage zu interpretieren.

Ein Führer, der seine Untergebenen auf diese Art und Weise erzieht, wird sich zu keinem Kompromiss und zu keiner Befriedung bereit zeigen. Nur ein grundlegender Systemwandel, eine Veränderung dieser politischen Indoktrination und ein Austausch der politischen Führung im Kreml kann die unmittelbare Nachbarschaft zu Russland zu einer sicheren Angelegenheit machen. Die Auslöschung einer Kultur des Diskurses und Kompromisses aus den Schulen scheint mir ein tragischer Irrweg zu sein und vergrößert nur den Zwang zu weiteren Konzessionen und die Anzahl der Opfer dieses Systems.

Besteht denn irgendeine Möglichkeit, auf eine Demokratisierung Russlands unter Putin zu hoffen?

Unter Putin wird es mit Sicherheit keine wie auch immer geartete Demokratisierung Russlands geben. Letztendlich muss das russische Volk selbst erkennen, dass der Weg Putins geradewegs in eine Wirtschaftskrise und in eine Niederlage des Staates führt. Hier lohnt ein Blick auf die Lektionen aus dem Jahre 1853.

Wieso das?

Damals hat der Westen Widerstand gegen die russische Aggression geleistet und die russische Expansion im Zuge des Krimkrieges verhindert. Ich hoffe sehr, dass dies heute ohne eine militärische Auseinandersetzung gelingt, sondern mit einstimmigen politischen und wirtschaftlichen Sanktionen, die zu einem Zusammenbruch dieses Systems führen und einem Reformprozess den Weg ebnen. Ebendies ist in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts geschehen. Ich glaube, dass Sanktionen des Westens im Energiesektor heute zu ähnlichen Veränderungen führen könnten. Mit Putin wird es keinen Frieden und Verständigung geben – und wenn, dann werden wir nur die Opfer einer solchen Einigung sein.

Das Gespräch führte Stanisław Żaryn.

Artikel von: Stanisław Żaryn
Quelle: wPolityce.pl
http://de.euromaidanpress.com/2015/03/01/mit-putin-wird-es-keinen-frieden-geben/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mo 2 März 2015 - 14:48

Tymchuk: Militante senden Militärausrüstung und Fahrzeuge nach Nowoasowsk
Die von Russland unterstützten Militanten im Donbass, sind weiter dabei ihre taktischen Gruppen in die Küstengebiete in der Nähe von Nowoasowsk und nördlich der Stadt umzuverlegen! So der Leiter des Informationswiderstandsgruppe Dmytro Tymchuk auf seiner Facebook-Seite am Montag.
Laut Tymchuk, besteht die militante taktische Einheit aus 550 bis 600 russischen Söldnern und Soldaten der Russischen Föderation, 20 Panzer, 33 gepanzerte Kampffahrzeuge, 28 Artilleriegeschütze und 16 Mehrfachraketenwerfer-Systemen.

"Bevor wir diese große Gruppe sahen, sahen wir kleine taktische Gruppen der DNR, meist nur in einzelnen Grüppchen-, aber auch in mehrere grössere Gruppen in form von Komanien unterwegs. Diese Gruppen haben eine kleine Menge von schweren gepanzerten Fahrzeugen und dienen als leichte Infanterie als Teil der taktischen Gruppen,der von Russland unterstützten Kämpfer ", sagte Tymchuk.

"Die Militanten sind auch weiterhin dabei ihre Verteidigung im Süden von Mariupol zu verstärken, außerhalb des Dorfes Sakhanka. Sie rüsten kleinere Gruppen- und Kompanien aus, legen Minenfelder an und führen eine Reihe von anderen Aktivitäten durch. Darüber hinaus feuern sie weiterhin auf die Positionen der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Dörfer Shyrokyne, Oktiabr und Zaichenko ", sagte Tymchuk.

http://www.unian.info/war/1050381-tymchuk-militants-send-military-hardware-to-novoazovsk.html

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Historiker Felschtinski: „Putin sagte, Nemzows Ermordung sei ein “Auftragsmord” gewesen, also wird man der Provokation den Hauptfeind beschuldigen- die Ukraine”

Beitrag  telzer am Mo 2 März 2015 - 17:31

Informnapalm.org  mal wieder  (man kann nicht oft genug auf diese Seite hinweisen)


Juri Felschtinski, der Autor von Bestsellern wie “Blowing Up Russia”, “The Corporation: Russia and the KGB in the Age of President Putin” und ein russisch-amerikanischer Historiker zieht in seiner Kolumne bei “gordonua.com” Parallelen zwischen dem Mord an Boris Nemzow und Anna Politkowskaja, beschreibt, wie der FSB den Verlauf der Ermittlungen leiten wird und warum Putins Beliebtheit nach diesen Ereignissen ansteigen wird.
Felschtinski ist nicht sicher, dass nach Nemzows Ermordung eine “neue Ära” kommen könnte…

Der in den USA lebende russische Historiker Juri Felschtinski hält den russischen Präsidenten Wladimir Putin für schuldig am Tod von Boris Nemzow. In seiner Kolumne schreibt er für “Gordon” darüber, zu welchen Veränderungen im öffentlichen Leben das führen wird.

“Aufträge” vergibt in Russland schon lange nur noch eine Person – der Präsident

Putin hat Boris Nemzow getötet.Das sagte er uns selbst kurz nach dem Mord. Putin teilte mit, der Mord habe einen Provokations- und Auftragscharakter. “Aufträge” vergibt in Russland schon lange nur noch eine Person – der Präsident. Der Rest führt diese “Aufträge” gehorsam aus. Ein Mord kann einen “provokativen” Charakter haben, wenn deine Feinde eine Provokation gegen dich organisieren.

Putins Hauptfeind heute ist die Ukraine. Putin und seine Helfer werden die Ukraine der “Provokation” beschuldigen. Über die Ukrainerin, die zum Zeitpunkt des Mordes an der Seite von Boris Nemzow war, wird man gekonnt einen Faden nach Kiew ziehen und uns wahrscheinlich “Ukrainer” zeigen – wahrscheinlich tot, mit einem ukrainischen Pass in der Tasche, und man wird sie zu Mördern-Provokateuren erklären.

FSB-Ermittler werden über ihre Agenten ein paar falsche bunte Versionen des Mordes in die Medien reinwerfen.

n der Zwischenzeit werden die FSB-Ermittler in der Wohnung des Opfers Durchsuchungen anstellen und alle Dokumente und Computer beschlagnahmen. Wenn sie ein vollständiges Bild über die Oppositionstätigkeit von Boris Nemzow und seine Verbindungen haben, werden sie im Rahmen der Ermittlung seine Freunde und Kollegen zur Vernehmung vorladen, sie verhöhnen und zu Verdächtigen machen.

Dann werden dieselben FSB-Ermittler über ihre Agenten ein paar falsche bunte Versionen des Mordes in die Medien reinwerfen, die russische gelbe Presse wird an diesen herumkauen, als würden sie einen Bezug zur Realität haben… Und all das wird, wie bereits berichtet, “unter der persönlichen Aufsicht von Putin” erfolgen. Das ist das Einzige, was wir glauben.

Ist Hitler für die Ermordung der Juden in Deutschland verantwortlich? Natürlich ist er verantwortlich, denn mit seinen Reden und mit seinen Gesetzen animierte er Deutsche zum ungestraften Mord an ihren Landsleuten. Genau so ist es mit Putin, der 2006 den Kopf von Anna Politkowskaja als Geburtstagsgeschenk akzeptierte und damit grünes Licht für die Hinrichtung seiner Feinde gab.

Ich bin sicher, dass nach der Ermordung von Boris Nemzow Putins Umfragewerte nochmal um einen Prozent angestiegen sind.

ch habe gestern gelesen, Russland sei nach der Ermordung von Boris Nemzow in einer anderen Epoche aufgewacht. Das ist nicht wahr. Wir hatten viele neue Epochen. Wir wollten es einfach nicht sehen. Nach den Explosionen der Wohnhäuser in Russland im Jahr 1999, nach dem Beginn des zweiten Tschetschenien-Krieges, nach der Ermordung von Schekotschichin, Politkowskaja, Litwinenko wachten wir ebenso in einer anderen Epoche auf. Dann gab es den Einmarsch nach Georgien, dann auf die Krim, jetzt – in den Osten der Ukraine… Die abgeschossene malaysische Boeing… alles und jeden kann man hier nicht aufzählen (Entschuldigung, wenn ich jemanden vergessen habe). Jedes Mal waren es andere Epochen, in die Russland hineinging. Und jedes Mal, auf magische Weise stiegen Putins Umfragewerte in die Höhe.

Ich rate dem Levada-Zentrum (Institut für Meinungsforschung in Russland) eine neue Umfrage durchzuführen. Ich bin sicher, dass nach der Ermordung von Boris Nemzow Putins Umfragewerte nochmal um einen Prozent angestiegen sind. Bis zur hundertprozentigen Unterstützung der Bevölkerung bleiben Putin nur noch dreizehn Punkte – dreizehn neue Epochen, in die er die ganze Welt rasch stürzen lässt, inklusive Russland selbst. Wir sind auf der Zielgeraden. Halten Sie Ihre Stoppuhr bereit.

Quelle: Juri Felschtinski in gordonua.com; offizielle Website von Juri Felschtinski; übersetzt von Andrij Topchan

Schauen Sie den berühmten Film von Juri Felschtinski “FSB jagt Russland in die Luft” (mit deutschen Untertitel):


Link zum Artikel : https://de.informnapalm.org/historiker-felschtinski-putin-sagte-nemzows-ermordung-sei-ein-auftragsmord-gewesen-also-wird-man-der-provokation-den-hauptfeind-beschuldigen-die-ukraine/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Di 3 März 2015 - 13:02

Lesenswert: Ein Reisebericht von EU-Politikerin Rebecca Harms
Frieden und Krieg in der Ukraine
19. - 21. Februar 2015 - Ein Jahr nach den Scharfschützen auf dem Maidan
und der Flucht des Kleptokraten Janukowitsch

http://rebecca-harms.de/files/8/6/8G58VKXPDR/ukrainereise-teil2.pdf

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  telzer am Di 3 März 2015 - 13:30

Informnapalm.org   weitere Enthüllungen  bzw. Bestätigungen früherer Berichte

Bitte nutzt auch den Link am Ende für weitere Informationen


Dass die russischen Okkupanten seit dem Frühling letzten Jahres (2014) großzügig Medaillen für die Teilnahme an Kampfhandlungen gegen die Ukraine vergeben, ist keine Neuigkeit. Nach den Ergebnissen der Krim-Okkupation ist nun allen die Medaille “Für die Rückkehr der Krim” bekannt, deren Einnahme auf die eine oder andere Art durch Russland anerkannt wurde. Trotz der Behauptungen der russischen offiziellen Personen, dass sich die russischen Streitkräfte am bewaffneten Konflikt in der Ukraine nicht beteiligen, beobachtet man eine seltsame Tendenz der massenhaften Auszeichnung von Militärangehörigen, die “von den Übungen bei Rostow” oder “aus der ukrainischen Dienstreise” (wie immer man es nennen möchte) zurückgekommen sind.

Die russischen Militärs – Teilnehmer der Kampfhandlungen in Donbass- werden massenhaft mit den Medaillen “Für militärisches Heldentum” ausgezeichnet. Ähnliche Auszeichnungen haben wir bereits letztes Jahr beobachtet:

– im September wurden Fallschirmspringer des 247. Luftlanderegiments der 7. Division der russischen Luftlandetruppen aus Stawropol ausgezeichnet (deutsch).
– im Januar hat man Panzerführer der 5. Panzerbrigade aus Burjatien ausgezeichnet (russisch). In Ausnahmefällen werden die russischen Militärs, die “in Ausführung des Dienstes” ernsthafte Verstümmelungen bekommen haben, mit den Medaillen “Für Tapferkeit” ausgezeichnet, wie es im Fall des Zeitsoldaten der 8. Bergbrigade Osipow war (deutsch), der seinen Arm in Donbass verloren hatte.

Über die “ukrainische Dienstreise” der Militärangehörigen des 7. russischen Okkupationsstützpunktes in Abchasien (Georgien) haben wir ziemlich ausführlich am Anfang Februar 2015 geschrieben. Damals haben wir auch über die Auszeichnung der Militärs gesprochen, die aus Donbass zurückgekommen sind: der Insider erwähnte die Medaillen “Für Tapferkeit”, aber höchstwahrscheinlich ging es um die Medaillen “Für militärisches Heldentum”. Eigene Untersuchung zu Resultaten der “ukrainischen Dienstreise” der Militärangehörigen des 7. Stützpunktes hat auch die russische Ausgabe “RBC” durchgeführt (deutsch).

Nach vorhandener Information wurde am Anfang Februar dieses Jahres eine weitere bataillon-taktische Gruppe aus dem 7. Stützpunkt wieder auf eine “ukrainische Dienstreise” geschickt.

Schauen Sie das vorher veröffentlichte Material “Aus dem Mandarinen-Paradies in die ukrainische Hölle” (deutsch): wie man russische Zeitsoldaten freiwillig-obligatorisch die Ukrainer zu töten absendet.

Die Information des InformNapalmTeams findet eine Bestätigung auch im Interview mit dem russischen Panzerführer Dorschi aus Burjatien.

Ich habe die Offenbarung des Panzerführers-Burjaten aus der 5. Panzerbrigade zu Ende gelesen, das Interview mit welchem heute die “Novaya Gazeta” veröffentlicht hat. Ziemlich kühn, muss ich sagen, wobei er ja auch nichts mehr zu verlieren hat, aber er empfindet ja nicht mal einen Ansatz von Reue, also habe auch ich keinerlei Mitleid mit diesem sprechenden Kopf. Das Interview ist ziemlich aufschlussreich, es sind ein paar interessante Momente angesprochen worden, die von uns viel früher beleuchtet wurden:

1. Die russische Quelle bestätigt die Information über die Absendung der bataillon-taktischen Gruppe der 5. Panzerbrigade auf die “ukrainische Dienstreise”, die bereits im November 2014 durch InformNapalm erläutert wurde, siehe:

“Unterabteilung der 5. Panzerbrigade des östlichen Militärbezirks im Verband der russischen Invasionskräfte” (russisch)

“Zusätzliche Information über die Unterabteilung der 5. Panzerbrigade der Rostower Gruppierung der Invasionskräfte” (russisch)

Dieselbe Quelle bestätigt auch die Entsendung anderer Einheiten des östlichen Militärbezirks ins Rostower Gebiet, die auch von InformNapalm erläutert wurde:

“Orientexpress: Russland verlegt weiterhin Streitkräfte aus dem östlichen Militärbezirk” (russisch)

“Ussurijsk-Artilleristen der 305. Artilleriebrigade mit Kumpels in der Nähe von Rostow” (deutsch)

“Gäste aus Sachalin: 18. Maschinengewehr-Artillerie Division im Verband der Invasionskräfte” (englisch)

“Nach Ulan-Ude wurden 20 200-er geliefert” (englisch)

2. Die Offenbarung von Dorschi über die Februar Ereignisse ist kein Einzelfall der Teilnahme von Panzerführern der 5. Panzerbrigade an den Kämpfen im Donbass. Im Januar 2015 berichtete InformNapalm über die Auszeichnung der Panzerführer dieser Brigade mit Medaillen “Für militärisches Heldentum”:

“Die Burjaten aus der 5. Panzerbrigade werden mit der Medaille “Für militärisches Heldentum” ausgezeichnet”  (englisch)

3. Auch wird die Information von InformNapalm über die gemischte bataillon-taktische Gruppe im Verband der Unterabteilung der Luftlandetruppen und der “Kantemirowka”- Panzerbrigade bestätigt:

“Identifizierung der russischen Einheiten, die an den aktuellen Kämpfen im Donbass beteiligt sind” (deutsch)

“Gemischte bataillon-taktische Gruppe (106. Luftlandedivision und 4.Panzerdivision) ist zu einem neuen Sprung in die Ukraine bereit” (russisch)

Aus Interessantem:

4. Es wird vermerkt, dass die Militärangehörigen, die “zu Übungen nach Rostow” verlegt wurden, dorthin freiwillig geschickt wurden, mit ihrer schweigsamen Zustimmung und ohne grossen Zwang, es gab wohl auch auch Verweigerer.

5. Niemand aus dem Militärkommando der Einheit oder dem Verteidigungsministerium hat sich weder mit Dorschi noch mit seiner Familie in Verbindung gesetzt. Der Mutter von Dorschi wurde erst nach ihrem Besuch der Einheit in Ulan-Ude erklärt, dass ihr Sohn auf den Listen der in die Ukraine entsandten Soldaten dieser Einheit steht, was bedeutet, dass das Verteidigungsministerium seinen Verpflichtungen gegenüber dem Soldaten nachgehen wird, seine Behandlung bezahlen wird.

Im Interview gibt es noch andere interessante Momente, aber das Wichtigste daran ist, dass es die Beteiligung der russischen regulären Armeestreitkräfte am unerklärten Krieg gegen die Ukraine bestätigt.

Der obligatorische Hinweis auf die "Leihgabe"  
Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unsere Ressource erforderlich.

Das Interview der “Novaya Gazeta” kann man hier auf Englisch nachlesen:

http://euromaidanpress.com/2015/03/02/the-story-of-a-russian-soldiers-war-in-ukraine-we-all-knew-what-we-had-to-do-and-what-could-happen/

Quelle : https://de.informnapalm.org/russische-medaillen-und-russische-journalisten-bestaetigen-monate-alte-informationen-von-informnapalm/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Realist am Mi 4 März 2015 - 1:35

Die europäische Weichei Politik sorgt dafür das die Schuldigen des MH17 Abschusses wohl nie gefasst werden  facepalm

Abschuss der MH-17: Die Täter leben nicht mehr
Hans Bax, Geheimdienstübersetzer, zeichnet ein furchteinflößendes Bild von den Russen.Er spricht von einem zu weichen Auftreten der Niederlande und ist davon überzeugt, dass die Verantwortlichen für das MH-17-Drama niemals vor Gericht stehen werden. Hier ist die überraschende Geschichte des ehemaligen Geheimdienstoffiziers Hans Bax:


„Wenn man die Russen kennt, und das in der heutigen KGB-Atmosphäre unter Wladimir Putin, dann weiss man, dass die, die im Juli des vergangenen Jahres auf den Knopf des SA-11-Raketensystems drückten, tot und begraben sind“, so der Verteidigungsexperte Hans Bax. „Liquidiert durch den russischen Geheimdienst. Um jede Spur nach Moskau zu verwischen.
Er hat ungefähr fünfzig Mal in seiner Eigenschaft als vereidigter Dolmetscher während offizieller Besuche als Begleiter im Gefolge von Ministern und hohen Militärs die ehemalige Sowjetunion und die heutige Russische Föderation besucht.


Sein Buch „De vertaalmachine“ (die Übersetzungsmaschine) erscheint in der kommenden Woche, und darin zeichnet Bad ein furchterregendes Bild. Zum Beispiel von russischen, nuklear bestückten Bombenflugzeugen, die sehr nahe an Verkehrsflugzeugen durch den westeuropäischen Luftraum heizen.
„Eine Machtdemonstration, mit Sicherheit gegen die Mitgliedsstaaten der NATO wie die Niederlande, die jahrelang ihren Verteidigungshaushalt gekürzt haben“, so Bax. „Und die Haltung ‚uns kann keiner‘. Das wurde im vergangenen Jahr nochmals deutlich, als der Flugzeugträger „Kusnetzow“ in unsere sogenannte „Ausschließliche Wirtschaftszone“ fuhr, damals konnte die Königliche Marine keine Fregatte einsetzen, um das Geschwader zu beschatten“. [Anm. d. Übers.: zumindest grenzwertiges Verhalten].


Im Kreml habe man nur Respekt vor einer eisernen Faust, so Hans Bax, Darum werde – so weiß er es von seinen Kontakten in Moskau, in Murmansk und St. Petersburg – mit Überheblichkeit über uns gedacht. Auch, was die peinlichen Nachwirkungen des Anschlags auf MH17 betrifft.
„Erst mit einer echten Luftbrücke eine Masse an Mannschaften und Material im sicheren Charkiw zusammenbringen, um dann mit eingezogenem Schwanz in die Niederlande zurückzukehren. Weil die Absturzstelle doch ein ganz kleines bissi zu gefährlich zu sein schien…“
So, wie der Mann, der im Kalten Krieg Geheimagenten des Königlichen Heeres Russisch beibrachte, verliert man mit so einem Verhalten unter den Putin-Getreuen jeden Respekt. „Premier Rutte hat nach der Katastrophe gesagt, man werde das Unterste zuoberst kehren. Wie es dann weiterlief – das geht garnicht. Die Luffbewegliche Brigade stand bereit, genau, wie unsere Spezialeinheiten. Doch die Haager Politik des Risse-Verkleisterns hat wieder mal gewonnen.“


Über die Strategie von Russland im wieder entbrannten Kalten Krieg: „Vor anderthalb Jahren reiste ich als Dolmetscher mit zu einem NATO-Besuch nach Murmansk, Da sah ich auf dem Atomkreuzer „Peter der Große“ geöffnete Silos mit nuklearen Gefechtsköpfen. Die Silos waren bei einem früheren Besuch noch hermetisch abgeschlossen. Die westliche Delegation sollte überdeutlich eingeschüchtert werden.“
Selbst werden die Russen keine Atomwaffen einsetzen, erwartet Bax. „Dafür sind sie viel zu schlau“. Lieber verhelfen sie ihren Verbündeten zu den tödlichen Mitteln, was ich in meinem Buch als ihren „dritten Verteidigungsring“ umschrieben habe. Denken Sie nur an die James-Bond-mäßige unterirdischen iranischen Nuklearkomplexe von Natanz und Fordo. Die konnten die Ayatollahs nur dank russischer Entwicklungshilfe bauen“.


Hans Bax vergleicht unsere heutige „Naivität, Angst und Entscheidungsunfähigkeit“ mit jener vom 10. Mai 1940, als Hitlers Truppen in die Niederlande einfielen.
Damals hatten wir einen einzigen Panzer und ein händchenvoll Flugzeuge,“ sagt er. „Nun sind unsere letzten Leopard verschleudert, die strategisch wichtigen Orion-Aufklärungsflugzeuge für ein Trinkgeld verkauft, und es werden alles in allem 37 neue JSF Strahljäger bestellt. Und dann wundert sich das politische Den Haag, dass Putin an „unserer“ MH17-Untersuchung nicht mitarbeitet und es stattdessen nochmals wagt, seine Atombomber Richtung Polder zu schicken.“


http://de.euromaidanpress.com/2015/03/03/abschuss-der-mh-17-die-taeter-leben-nicht-mehr/
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Russland nutzt den “Truppenabzug” für eine Rotation der eigenen Kräfte

Beitrag  telzer am Mi 4 März 2015 - 16:55

(haben wir ernsthaft was anderes erwartet hmm  )

Informnapalm haben weitere Enthüllungen und die Serie wird fortgesetzt.

informnapalm.org deutsch schrieb:Nach den Verhandlungen in Minsk begann die russische Seite den „Abzug“ mancher Einheiten aus dem Rostower Gebiet, aber es ist nur eine fliessende Rotation, die den Austausch der in den Rostower Feldern und im Donbass überwinterten Unterabteilungen der Zentralen und Östlichen Militärbezirke gegen die frischen Kräfte des Südlichen Militärbezirks (womöglich auch anderer) vorsieht.

Nach unseren Beobachtungen begann in der Gruppierung der russischen Truppen, die in den an die Ukraine angrenzenden Regionen des Rostower Gebietes entfaltet sind, der Prozess der Rotation. Es wird die Absendung zu Dauerstationierungspunkten mancher Unterabteilungen (bataillon-taktischer Gruppen) aus dem Östlichen und Zentralen Militärbezirk registriert, die im späten Herbst 2014 ins Rostower Gebiet verlegt wurden.

Unter anderem wurde der Abzug (bis jetzt nur partiell) der folgenden Einheiten fixiert:

– 5. separate Panzerbrigade (Einheit №46108, Stationierungsort: Burjatien, Ulan-Ude, Station Divisionnaja);

– 28. separate motorisierte Schützenbrigade (Einheit №61423, Stationierungsort: Yekaterinburg);

– 74. motorisierte Schützenbrigade ( Einheit №21005, Stationierungsort: Jurga, Kemerower Gebiet).

Anmerkung: in diesem Kontext bieten wir Ihnen die Information zum Prozess der Verlegung der russischen Einheiten des östlichen Militärbezirks im Herbst-Winter 2014 an. Es ist uns gelungen, festzustellen, dass aus dem ganzen Fernen Osten, unter anderem auch aus den Einheiten der sogenannten „Verzögerungstruppen“, die an der Grenze zu China entfaltet sind, manche Kräfte und Mittel abgezogen wurden, mit dem Ziel ihrer weiteren Verlegung zur ukrainischen Grenze.

Die Mehrheit der „abkommandierten“ russischen Technik und Bewaffnung ging durch die Eisenbahnstation Onohoj der transsibirischen Magistrale des Saigrajewski Bezirks von Burjatien, wo der Stab und der Aufstellungspunkt organisiert wurden, wohin die Züge mit Ausrüstung, Technik und Personalbestand eintrafen und vor ihrer weiteren Absendung nach Süd-Westen Russlands umgegliedert wurden.

Parallel zum Prozess des Abzugs wird die Ankunft neuer Unterabteilungen (bataillon-taktischer Gruppen) des südlichen Militärbezirks ins Rostower Gebiet beobachtet. Darunter registriert man neue Unterabteilungen aus dem Verband von:

– 7. Stützpunkt (Einheit №09332, Stationierungsort Abchasien, Gudauta);

– 33. separaten motorisierten Gebirgsbrigade (Einheit №22179, Stationierungsort: Maikop, Adygeja).

Etwas früher wurde die Verlegung einer Unterabteilung der 34. separaten motorisierten Gebirgsbrigade registriert (Einheit №01485, Stationierungsort: Station Selentschukskaja, Karatschajewo-Tscherkessien).

In derselben Gegend beobachtet man die Anwesenheit der Unterabteilungen aus dem Verband der 22. Brigade des Spezialeinsatzkommandos des GRU (Einheit № 11659, Stepnoj, Rostower Gebiet), wie auch des SEK der inneren Truppen des Innenministeriums Russlands in Form der 351. separaten Brigade der Sonderbestimmung (Einheit №6775, Stationierungsort: Grosny, Tschetschenien).

Die Information zur Rotation ist nicht vollständig, wird noch ergänzt.

Zugleich beobachtet man Anhäufung der russischen Streitkräfte in den an die Luhansker und Charkiwer Gebiete der Ukraine angrenzenden Woronesch- und Belgorod Gebieten Russlands, wohin Unterabteilungen (bataillon-taktische Gruppen) des westlichen Militärbezirks verlegt werden.

Es wurde die Verlegung der 9. separaten motorisierten Schützenbrigade (Einheit №54046, Stationierungsort: Nischny Nowgorod) in den Raum von Kantemirowka aufgedeckt.

Nach vorläufiger Information wurde ins Belgorod Gebiet die Haubitzenabteilung aus dem Verband der 291. Artilleriebrigade (Einheit №64670, Stationierungsort: Inguschetien, Staniza Troizkaja) des südlichen Militärbezirks verlegt. Diese Aktivität zeugt von Absichten der russischen Seite, eine neue Gruppierung der Truppen (ähnlich der Rostower) aufzustellen, die für die Destabilisierung der Situation im Charkiwer Gebiet und im Nord-Osten des Luhansker Gebiets eingesetzt wird.

Hier , und immer wieder gerne , der Hinweis auf den "Spender "

Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.


Quelle : https://de.informnapalm.org/russland-nutzt-den-truppenabzug-fuer-eine-rotation-der-eigenen-kraefte/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  telzer am Do 5 März 2015 - 10:21

Informnapalm.org  hat einen Nachtrag herausgegeben

informnapalm.org deutsch schrieb:Inform Napalm
9 Std. · Bearbeitet ·

‪#‎Deutsch‬ ‪#‎InformNapalm‬

Manchmal fällt es uns schwer, die Vorgehensweise der grossen deutschen Medien nachzuvollziehen.... Jedes Blatt veröffentlicht nun das Burjaten-Interview aus der "Novaya Gazeta".....
Erstens gibt es zum Thema "Russische Soldaten in der Ukraine" in den russischen Medien viel aufschlussreichere und auch intelligentere Artikel wie die Interviews mit Schlossberg (haben wir auch übersetzt: https://de.informnapalm.org/lew-schlossberg-wofuer-starben…/ oder https://de.informnapalm.org/lew-schlossberg-befohlen-zu-lu…/) oder die RBC-Untersuchung vom Oktober (https://de.informnapalm.org/rbc-untersuchung-woher-kommen-…/) oder auch vom Februar (https://de.informnapalm.org/dienst-wider-willen-wie-wehrpf…/). In derselben "Novaya Gazeta" ist vorletzte Woche ein wunderbarer Artikel zur Okkupation der Krim erschienen (https://de.informnapalm.org/krimer-kantstein-ein-jahr-spae…/). Es gibt einen Artikel von dieser Woche von gazeta.ru, der auch weitaus interessanter ist (https://de.informnapalm.org/gazeta-ru-untersuchung-zeitsol…/).
Und zweitens konnten wir zum Beispiel einen viel informativeren Artikel zu diesem Thema machen, weil nämlich das Interview der "Novaya Gazeta" viele unserer Infos, die wir bereits im November-Dezember veröffentlicht hatten, bestätigt: https://de.informnapalm.org/russische-medaillen-und-russis…/.

Wäre toll, wenn Ihr unsere Übersetzungen der RUSSISCHEN Medien mehr verbreiten würdet.....
Am sonsten kann man hunderte Beweise der russischen Aggression in der Ukraine bei uns auch in dieser Kategorie finden: https://de.informnapalm.org/category/beweise/

Wir danken Euch.
InformNapalmTeam


hier die einzelnen Links aus dem Bericht :

https://de.informnapalm.org/lew-schlossberg-wofuer-starben

https://de.informnapalm.org/lew-schlossberg-befohlen-zu-luegen/

https://de.informnapalm.org/rbc-untersuchung-woher-kommen

https://de.informnapalm.org/dienst-wider-willen-wie-wehrpf

https://de.informnapalm.org/krimer-kantstein-ein-jahr-spaeter-einzelheiten-der-russischen-sonderoperation-zur-krim-annexion/

https://de.informnapalm.org/gazeta-ru-untersuchung-zeitsol

https://de.informnapalm.org/russische-medaillen-und-russis

Alle auch hier zu finden
https://de.informnapalm.org/category/beweise/

Genug zum lesen , bitteschön

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Koordinaten der Standorte von Technik und Truppen der Söldner für OSZE

Beitrag  telzer am Sa 7 März 2015 - 11:47

Und nicht nur für die OSZE  auch für die ukrainischen Partisanen sicherlich interessant

informnapalm.org deutsch schrieb:Das Team von InformNapalm bekommt regelmäßig und leitet auch die Informationen mit den entsprechenden Koordinaten der Standorte von Truppen und Technik der Söldner an diverse zuständigen Behörden weiter. Einige Koordinaten werden bearbeitet, ohne dass sie öffentlich gemacht werden, einige bleiben “hängen”, wenn die nächste “Waffenruhe” die Durchführung der nötigen Maßnahmen verhindert, manchmal gibt es einfach keine Möglichkeit oder Mittel, sich effektiv um die Ziele zu kümmern.

In diesem Fall halten wir es für sinnvoll, die Terroristen ein wenig in Aufregung zu versetzen, oder vielleicht den OSZE-Beobachtern die Möglichkeit zu geben, die rosarote Brille abzulegen und den Blick auf bestimmte Objekte zu richten.

Luhansk
– Die aus mehreren unserer Artikeln bekannte Niederlassung von “Transpele” GmbH “Laa-Trans” (48°32′12.7″N 39°21′07.5″E).

Auf dem Gelände der Niederlassung fand man das Flugabwehrraketensystem “Osa” (48°32’13.9″N 39°21’11.9″E). Diese Tankstellenkette haben die Söldner zu einem Parkplatz für Militärtechnik und ihrem Stützpunkt gemacht. Dort halten immer wieder russische humanitäre Konvois an. Das Gelände der Niederlassung ist groß, deshalb geben wir eine Liste von Koordinaten: 48°32’15.7″N 39°21’20.6″E, 48°32’21.6″N 39°21’22.1″E, 48°32’27.2″N 39°21’18.6″E, 48°32′22.2″N 39°21′26″E, 48°32′23″N 39°21′19.1″E, 48°32′23.9″N 39°21′21.6″E, 48°32′24.7″N 39°21′22.9″E, 48°32′26″N 39°21′21.4″E, 48°32′24.9″N 39°21′19.4″E.

– Kasernen der Militärakademie bei der Höheren Fliegerschule der Luftwaffe: dort sind nach den Berichten der Einheimischen russische Soldaten untergebracht.

Donezk
– Das Gelände der Militäreinheit Nr. 3037, Kuprina Str.1 (47°57’39″N 37°48’52″E);

– Exerzierplatz der Einheit Nr. 3037 (47°57’38″N 37°49’4″E);
– Park der Technik und Waffen der Terroristen (47°57’47″N 37°48’58″E);
– Der Platz daneben (47°57’48.1″N 37°49’03.4″E);
– Zwei Exerzierplätze der Akademie: (47°57′38.8″N 37°49′04.1″E и 47°57′31.6″N 37°49′06.3″E);
– Schulgebäude (47°57’32″N 37°49’9″E).

Auf dem Gelände der Militäreinheit beobachtet man ständige Bewegung der Miltärtechnik der Söldner. Wie die Beobachter berichten, stehen in den Garagen Panzer, und auf dem Platz – Grad-Raketenwerfer der Terroristentruppen von “DVR”.

– Rutschenko Maschinenfabrik: Werkhalle Nr. 1
– Munitionslager (47°57′40.7″N 37°43′18.9″E) 58 m von Wohnhäusern entfernt.
– Die Koordinaten (47°57′37.6″N 37°43′18.7″E) gehören zu ca. 7 Einheiten Haubitzenartillerie, überwiegend Feldhaubitzen MSTA-B, 128 von Wohnhäusern entfernt.

Horliwka
– In der Nähe des Restaurants “Barnsley”, Pobedy Prospekt 67a, gegenüber vom Standesamt, wurden mehrmals LKWs mit der Aufschrift “Speznas MWD “Lawina” beobachtet. In dem Café selbst hat sich “Speznas” ein Quartier eingerichtet, eine Art Kaserne mit Kantine (48°18′23.9″N 37°59′59.7″E).

– Stirol (48°17′57.1″N 38°06′14.2″E) im Gebäude des Maschinenreparaturwerks sind “DVR”-Kämpfer untergebracht, in der Nähe befinden sich Lager mit Kaliumnitrit, dort steht auch Militärtechnik.

– An diesem Ort (48°19’19.1″N 38°07’59.4″E) stehen immer wieder Grad-Raketenwerfer der Söldner, überwiegend in der Nacht.

Somit können alle interessierten Parteien die angegebenen Koordinaten vor Ort überprüfen. Im Grunde ist es uns gleich, ob das die Partisanen, konkurrierende Gruppen der Söldner, die OSZE-Beobachter oder SEK irgendeines Landes tut. Wir geben die Informationen weiter, und was man damit anfängt, bleibt jedem selbst überlassen.

Quelle : InformNapalmTeam; übersetzt von Olena Köpnick
https://de.informnapalm.org/koordinaten-der-standorte-von-technik-und-truppen-der-soeldner-fuer-osze/

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Zuspitzung der sozioökonomischen Lage auf dem okkupierten Territorium des Donezker Gebietes

Beitrag  telzer am Sa 7 März 2015 - 12:07

Na aber dafür kommen doch genug "humanitäre Konvois" mit Munition und Raketen
Also was wollt ihr mehr
facepalm

infroemnapalm.org deutsch schrieb:n letzter Zeit zeichnet sich eine Tendenz zur Verschlimmerung der sozioökonomischen Lage in den besetzten Gebieten der Donezker Region ab.

Die Bewohner der besetzten Städte leiden unter dem akuten Mangel an Geldmitteln, Lebensmitteln und Medikamenten. Man findet nur eine geringe Menge der Lebensmittel (insbesondere Fleischerzeugnisse) in den örtlichen Läden und Supermärkten. So ist, z.B. die Geflügelfabrik in Jenakijewe, die vor kurzem von Terroristen verstaatlicht wurde, nicht in der Lage, die Bedürfnisse der Bevölkerung der besetzten Gebiete zu erfüllen. Um den Mangel an Lebensmitteln zu überwinden, bereitet die sogenannte “staatliche Steueraufsichtsbehörde von DVR” einen gesetzlichen Rahmen vor, der die Einfuhr von Lebensmitteln aus Russland optimieren soll.

Eine angespannte Situation gibt es auch um die Lohnzahlungen an die Arbeiter mehrerer Kohlebergwerke. So z. B. nehmen die Arbeiter des Lenin-Bergwerks in Makijiwka massenhaft Kohle in Taschen mit, um sie zu verkaufen und auf diese Weise ihre Familien zu versorgen.

Laut unserer Information beschweren sich die Leiter der meisten Unternehmen, deren Produktionsstätten sich in dem besetzten Gebiet befinden, über die “Geldstrafen” vonseiten der Mitarbeiter des “Ministeriums für Steuern und Gebühren von DVR”. Insbesondere häufen sich die Vorfälle, bei denen eine Durchsuchung und Beschlagnahmung von Dokumenten ohne eine rechtliche Grundlage durchgeführt werden. Die DVR-Führung erklärt diese Maßnahmen damit, dass nur wenige Unternehmen ihre Steuern zahlen.

Die Folgen davon sind, dass die Mehrheit der Bevölkerung der okkupierten Gebiete verzweifelt ist, die sozialen Spannung steigt. So gab es z. B. am 17.02.2015 in der Filiale der “Republikanischen Bank” in der Ortschaft Starobeschewe/Donezker Gebiet während der Ausgabe der Sozialhilfe an die hiesigen Rentner eine Schlägerei in der Menge, was zum Tod einer 33-jährigen Frau führte.

Am 18.02.2015 wand sich der Leiter der Verwaltung von Starobeschewski Bezirk I.P. Machailow, um die sozialen Spannungen in der Region zu reduzieren, an den “Ministerpräsidenten von DVR” A. W. Sachartschenko, mit der Bitte, die Wiederaufnahme der Auszahlung von Renten und Sozialleistungen nicht nur in den Filialen der “Republikanischen Bank”, sonder auch in den Postfilialen zu prüfen, was die sicherere Auszahlung der Mittel an die Bevölkerung gewährleisten soll.

Laut der vorliegenden Statistik leben heute im Starobeschewski Bezirk 16.000 Rentner unterschiedlicher Stufen; früher haben ca. 9.000 Rentner ihre Rente über die Post und mehr als 6.000 über die Bank bekommen. Dabei arbeiten in dem Gebiet ca. 12 Filialen, unter anderem in solchen großen Ortschaften wie Komsomolske, Nowyj Swet, Starobeschewe (Anhang 1).

Man verzeichnet einen Anstieg in der Zahl der Gesuche der Bewohner von besetzten Städten an den “Ministerpräsidenten von DVR” mit den Beschwerden über die Untätigkeit oder geringe Arbeitseffizienz der örtlichen Selbstverwaltungsorganen (Anhang 2). Die wichtigsten Gründe für die Beschwerden: Anstieg der Lebensmittelpreise , fehlende humanitäre Hilfe, fehlende Zahlungen der Sozialhilfe, Mangel an den Grundnahrungsmittel in den Läden, Zuteilung von minderwertiger Kohle für die Bevölkerung.

Die Bewohner der Ortschaft Wojskowoje/Amwrosijewski Bezirk des Donezker Gebiets haben einen kollektiven Bittbrief an A. W. Sachartschenko verfasst, mit der Bitte um die Einmischung in die Angelegenheiten der örtlichen Verwaltungsbehörden, in der Person des Vorsitzenden von Amwrosijewski Bezirk N. N. Tarasenko, der nichts davon, was unter seine Dienstpflichten fällt, unternimmt, um die Einwohner mit der humanitären Hilfe zu versorgen.

Außerdem schrieb eine Einwohnerin der Stadt Komsomolske, Natalja Michailowna Goloborodko, ein Gesuch an den “Ministerpräsidenten von DVR”, in dem sie sich über die Versorgung mit der minderwertigen Kohle beschwert. Die Bitte um die Klärung der gegenwärtigen Lage (überhöhte Lebensmittelpreise, fehlende humanitäre Hilfe, Läden, die ohne erneute Registrierung arbeiten, Mangel am Notwendigsten) an die Stadtverwaltung von Makijiwka schrieb am 19.02.2015 auch Valentina Michailowna Wiktorenkowa, auch im Namen der Einwohner der besagten Stadt.

Eine ähnlich schwierige Lage entstand um die humanitäre Hilfe und die Versorgung der Einwohner der Stadt Tores mit Energieträgern, was die Einwohner dieser Stadt, in Person von Nadeschda Wiktorowna Majakowskaja, dazu veranlasst hat, ein offizielles Schreiben an die Staatsführung der selbsternannten Republik zu richten. Ihre Sorge um die ständig ausbleibenden Sozialleistungen äußerte in ihrem Schreiben an A. W. Sachartschenko auch die Einwohnerin von Starobeschewe Nina Iwanowna Sawtschuk. (Anhang 2).

Es fällt auch auf, dass die Führung des selbsternannten Staates sich von den Problemen der sozial benachteiligten Gruppen der Bevölkerung zurückzieht und distanziert, ebenfalls werden die Bedürfnisse der Bevölkerung ignoriert, soweit sie mit einigen militärisch-politischen Angelegenheiten kollidieren. Besonders deutlich wurde das in der Stadt Charzysk, wo die Koordinatorin des Hilfezentrums für Flüchtlinge G.N. Solotuchina eine Reihe dringender Fragen zu der Beziehung zwischen dieser Wohlfahrtsorganisation und den lokalen Behörden an den “Ministerpräsidenten” von DVR richtete.

Wie sie sagt, als die Kämpfe sich intensiviert haben, verließen die Vertreter der Stadtverwaltung die Stadt in den ersten Reihen und überließen alle aufkommenden Probleme der sozioökonomischen Art (Versorgung mit den Bedarfsgütern), die die Einwohner und insbesondere die Flüchtlinge betreffen, der Führung der besagten Organisation, alle Beschwerden und Anträge wurden entsprechend nicht mehr behandelt.

All diese Probleme haben die Aktivisten alleine bewältigt, aber nachdem die Lage sich stabilisiert hat, erschienen Personen, die die Wohltätigkeit unverdient für sich beanspruchen wollten. Als Ergebnis davon bekam das Zentrum einen Besuch von der Delegation aus verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung, insgesamt 10 Personen, angeführt von dem ersten Stadtrat A. A. Loktenko. Ihren Besuch haben sie im Voraus angekündigt, mündlich und ohne eine Berechtigung oder das Ziel der Inspektion zu nennen; sie wurden entsprechend abgewiesen.

Etwas früher hat die Stadtverwaltung sich verpflichtet, die Schulden der Organisation für die kommunalen Dienstleistungen zu übernehmen. Die Spendengelder reichen nicht für alle Zahlungen aus, als Ergebnis davon bekommt die Führung der Wohlfahrtsorganisation Drohungen vonseiten der Mitarbeiter der Stadtverwaltung, namentlich E. T. Smagina, E. J. Schwidka, L. I. Malygina, W. I. Samtschuk.

In ihrer Ansprache bewertet G. N. Solotuchina die Aktivitäten der Stadtverwaltung als einen dreisten Versuch, die gefestigte, stabile Struktur des Zentrums, die aufgebauten Beziehungen für die Lieferung der humanitären Hilfe für ihre eigenen egoistischen Zwecke auszunutzen, als eine feindliche Übernahme, bei der die Mitarbeiter und Führung des Zentrums der illegalen Handlungen beschuldigt werden sollen, mit der anschließenden Entlassung des ganzen Teams (Anhang 3).

Andererseits, als Reaktion auf die eingegangenen Beschwerden der Bevölkerung, mit dem Ziel, rechtzeitig auf die Entwicklung der Lage zu reagieren, befahl der “Ministerpräsident von DVR” A. W. Sachartschenko am 05.02.2015 (Erlass Nr. 15 “Über die Organisation der Untersuchung und Kontrolle über die sozialen Spannungen in DVR”, Anhang 4) den Leitern der Ministerien und Ämter, Behörden und Kommunen dem “Zentrum für Koordination des Wiederaufbaus” die Informationen zu folgenden Fragen zur Verfügung zu stellen: Auszahlung der Sozialleistungen, Beschäftigungslage und Auszahlung der Löhne, Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Versorgungsunternehmen, Intensivierung der Proteste, Kampfhandlungen in der Region, Kriminalitätslage und Verbrechensbekämpfung.

Gleichzeitig, trotz aller rechtlichen Bemühungen der Führung der selbsternannten Republik, gibt es bis heute keine positiven Veränderungen in der schwierigen humanitären und sozioökonomischen Lage im Gebiet der sogenannten “Donezker Volksrepublik”.  Video Informnapalm

Und der Hinweis auf die Herausgeber darf und wird nicht fehlen :
Dieses Material wurde von Maxim Ist speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Olena Köpnick. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.

Quelle : https://de.informnapalm.org/zuspitzung-der-soziooekonomischen-lage-auf-dem-okkupierten-territorium-des-donezker-gebietes/

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Was habt ihr Euch angetan im Donbas mit eurem Referendum ?!

Beitrag  telzer am Sa 7 März 2015 - 16:56

Informnapalm mit neuer Enthüllung .

Das haben sich wohl schon viele gefragt , wann dass in der Art wohl losgehen wird - Jetzt

Gestapo , KGB und Stasi Methoden : facepalm

informnapalm.org deutsch schrieb:Die DVR-Söldner in Horliwka haben über soziale Netzwerke über den Beginn der ethnischen Säuberungen in Bezug auf die Ukrainer erklärt. Die Verfolgung der Ukrainer wird in der Gruppe „Selbstverteidigung Horliwka“ annonciert.Das ist eine der populärsten Gruppen in der Stadt, die 88 000 Abonnenten umfasst.

Zitat :
“Ich möchte Sie heute über eine ungewöhnliche Diensterweisung fürs Vaterland bitten. Ich möchte Sie bitten, über Ihre Nachbarn, Bekannten und Unbekannten zu berichten. Wir suchen die Artilleriebeobachter auf unserem Territorium. Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Kampfhandlungen wieder aufgenommen werden, die Artillerie hat die Ukraine nicht abgezogen, darüber berichtet wie die Aufklärung so auch die Bürger auf den Territorien, die unter der Kontrolle der Ukropen stehen. Die Artilleriebeschüsse werden wieder aufgenommen, aber ob sie ein genaues Ziel wie Bahnstationen, Kesselanlagen und Schulen haben werden, oder ohne das Korrektieren chaotisch verlaufen werden- das hängt von uns ab. Man kann nicht sagen, dass die Bitte, über verdächtige Personen zu berichten, etwas Neues für Horliwka wäre, wir haben darum auch schon früher gebeten, aber gerade mache ich eine Liste aller, die ein Mitgefühl für die Ukrarmee zeigen, aller, die jemals erwähnt haben, dass die Ukraine uns befreien wird, oder gegen die DVR eingestellt sind, oder einfach nur im Gespräch erwähnt haben, dass sie für die Ukraine sind. Das sind alles potentielle Artilleriebeobachter! Wir haben schon genug von ihnen gesehen, um zu verstehen, wer sich in ihre Reihen stellt. Ja, es bedeutet, dass in Horliwka Säuberungen anfangen. Säuberungen von den Ukropen. Wir leben in einer frontnahen Stadt, draussen ist Krieg und wir sind intolerant, wir haben kein Mitgefühl für den Feind, in unseren Herzen gibt es kein Platz für Mitleid mit den Verrätern. Entweder sie fahren selbst weg- oder wir erledigen es. Denken Sie an Zeugen und Beweise für Ihre Worte- so einfach sind wir nicht und werden für Verleumdungen streng bestrafen”.
Zitat Ende :
-   - steht in der Meldung

Quelle : sirgis.info; übersetzt von Irina Schlegel

Danke an das Informnapalm Team

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 7 März 2015 - 19:50

Insiderhandel kennt Putins Pläne vorab – Leonid Bershidsky bei Bloomberg Views
Auf den ersten Blick erscheint Präsident Wladimir Putins Russland wie eine traditionelle Schurken-Diktatur, deren Handeln unmöglich vorherzusagen ist. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen kapitalistischen Staat aus lauter Kumpanen mit relativ offenen Märkten. Deswegen weiß man immer schon etwas im Voraus, was passieren wird, wenn man nur die finanziellen Transaktionen von Insidern verfolgt.

Zwei Philosophiestudenten an der Cornell-Universität namens Felipe Silva und Jekaterina Wolkowa [engl. Transskription: Volkova] haben dies kürzlich erneut festgestellt, indem sie den russischen Aktienhandel vor Russlands Annexion der Krim analysierten. In einem noch unveröffentlichten Papier zeigen sie auf, dass Insider schon mit dem Verkauf von Aktien begannen, während außenstehende Beobachter, auch die erfahrenen, immer noch mit sich rangen, ob man die Möglichkeit eines bewaffneten russischen Angriffs auf die Ukraine akzeptieren könne.

Die Forschungsergebnisse von Silva und Wolkowa basieren auf dem Konzept der Wahrscheinlichkeit des informierten Handels (“concept of probability of informed trading”), das ursprünglich in der Mitte der 1990er Jahre von David Easley und Maureen O’Hara ebenfalls von der Cornell-Universität entwickelt wurde. Die Forscher entwickelten eine Möglichkeit, die sie als “Volumen-Synchronisierte Wahrscheinlichkeit des informierten Handels” (Volume-Synchronized Probability of Informed Trading – VPIN [PDF-Download]) bezeichnet haben. Im Wesentlichen umfasst dies den Anteil der Handelsaufträge, die wahrscheinlich von informierten Teilnehmern oder Insidern auf der Grundlage ihrer Fähigkeit platziert werden, eine Bewegung der Preise korrekt zu antizipieren. Wenn der VPIN-Wert für eine Aktie oder einen Index im Vergleich zu seiner Historie deutlich steigt, bedeutet dies, dass Insider sich viel stärker aktiv beteiligt haben. Das legt nahe, dass ein bedeutsames Ereignis wahrscheinlich geschehen wird. Das VPIN-Modell hatte den Flash Crash von 2010 zwei Stunden vor dem eigentlichen Zusammenbruch vorhergesagt.

Silva und Wolkowa wandten das Modell zwischen dem 6. Januar und dem 4. April 2014 auf den Handel mit Aktien und 161 russischen RTS-Index-Futures an. Für die RTS-Futures war der typische VPIN-Wert 34 %, verglichen mit 22,5 % für die E-Mini S & P 500 Futures. (Das bedeutet nicht, dass in der Regel ein Drittel der Aufträge von Kriminellen mit illegalen Insiderinformationen platziert werden; VPIN definiert “Insider” weit gefasst als Menschen mit besseren Informationen als andere.)

Am 26. Februar, vier Tage nach der Flucht des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch aus Kyiw, um einer Revolution gegen seine korrupte Herrschaft zu entkommen, und zwei Tage nach dem Versuch der ukrainischen Behörden, ihn auf der Krim festzunehmen, versetzte Putin die Truppen im Westen Russlands in höchste Alarmbereitschaft. Am 27. Februar um 6 Uhr morgens übernahmen Männer in Uniformen ohne Kennzeichnung sang- und klanglos die Kontrolle über die Gebäude des lokalen Parlaments und der Regierung in Simferopol auf der Krim. Niemand in Simferopol, einschließlich der lokalen Regierung, stellte unverzüglich die Verbindung her: Putins Vorgehen im Krieg war noch nicht allgemein bekannt.

Weiterlesen:
Die geheimnisvollen “grüne Männchen” gaben nur an, dass sie “auf Seiten der Menschen” stehen. Die Kundgebungen für und gegen die Revolution in Kyiw gingen auf der Krim weiter. Die Situation war vielleicht ein wenig gespannter als im Rest der Ukraine, aber es erschien vielen, mich eingeschlossen, immer noch unwahrscheinlich, dass Russland direkt eingreift, geschweige denn die Halbinsel der Ukraine entreißen wird. Ich betrachte mich als eher informierten Menschen, mit vernünftigen Quellen sowohl in Moskau als auch in Kyiw, aber ich erinnere mich, dass es mir damals schwer fiel zu glauben, dass Putin wirklich so etwas tun würde.

Im Nachhinein gab es Andeutungen, wenn man wusste, wo man sie suchen sollte – und eine Zugangsberechtigung hatte. Schon Wochen vor dem Angriff auf die Krim hatten konservative Denkfabriken in Moskau die Grundlagen gelegt und den Kreml mit Berichten und Aufforderungen zur Intervention in der Ukraine für den Fall, dass Janukowytsch gestürzt wird, bombardiert. Ein solches “Analysepapier” vom Februar 2014 wurde gestern in der Anti-Putin-Wochenzeitung Nowaja Gaseta veröffentlicht. Es ist nicht klar, wo genau es herkommt, aber jede einzelne von einem Dutzend Forschungsgruppen in der Nähe der militärischen und geheimdienstlichen Falken in Putins Umgebung könnte es produziert haben. [Anm. d. Übers.: Das Kreml-Strategiepapier zum Ukrainekonflikt – Deutsche Übersetzung von Euromaidan Press auf Deutsch]

“Unter den [gegenwärtigen] Bedingungen ist es richtig, auf die Dezentralisierungsbemühungen unterschiedlicher Regionen des Landes zu setzen”, so das Dokument, das sich auf eine geschwächte, zerrissene Ukraine” bezieht, “mit dem Ziel, in der einen oder anderen Form die Eingliederung der östlichen Regionen zu Russland zu initiieren. Führende Regionen, auf die besonders Anstrengungen eingesetzt werden, müssen die Krim und die Region Charkiw werden, in welchen es schon eine starke Unterstützung für die Idee der Integration mit der Russischen Föderation gibt.”

Man müsste sich in die geheimnisvollen, antiwestlichen, ultrakonservativen Flügel von Putins Mannschaft hineinversetzen können – die seitdem die Tagesordnung in Moskau bestimmen können -, um mehr über diese Berichte zu wissen und ob sie ernsthaft in Erwägung gezogen wurden. Aber anscheinend hatten einige Anleger den erforderlichen Zugang. Am 27. Februar stieg der VPIN-Wert für den RTS-Index sprunghaft und erreichte 52,5 % – deutlich über der Norm. Hier ist eine Tabelle von Silva und Wolkowa, die zeigt, dass es so geschehen ist:

Insiderhandel kennt Putins Pläne vorab – Leonid Bershidsky bei Bloomberg Views (Übersetzung)
“Folgt dem Geld!” - Foto: Daniel Roland/AFP/Getty Images
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6. MÄRZ 2015 • ANALYTIK UND MEINUNGEN, KRIM, MEINUNG & ANALYSE, RUSSLAND


Artikel von: Leonid Bershidsky
Quelle: Bloomberg Views, 25. Februar 2015


Auf den ersten Blick erscheint Präsident Wladimir Putins Russland wie eine traditionelle Schurken-Diktatur, deren Handeln unmöglich vorherzusagen ist. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen kapitalistischen Staat aus lauter Kumpanen mit relativ offenen Märkten. Deswegen weiß man immer schon etwas im Voraus, was passieren wird, wenn man nur die finanziellen Transaktionen von Insidern verfolgt.

Zwei Philosophiestudenten an der Cornell-Universität namens Felipe Silva und Jekaterina Wolkowa [engl. Transskription: Volkova] haben dies kürzlich erneut festgestellt, indem sie den russischen Aktienhandel vor Russlands Annexion der Krim analysierten. In einem noch unveröffentlichten Papier zeigen sie auf, dass Insider schon mit dem Verkauf von Aktien begannen, während außenstehende Beobachter, auch die erfahrenen, immer noch mit sich rangen, ob man die Möglichkeit eines bewaffneten russischen Angriffs auf die Ukraine akzeptieren könne.

Die Forschungsergebnisse von Silva und Wolkowa basieren auf dem Konzept der Wahrscheinlichkeit des informierten Handels (“concept of probability of informed trading”), das ursprünglich in der Mitte der 1990er Jahre von David Easley und Maureen O’Hara ebenfalls von der Cornell-Universität entwickelt wurde. Die Forscher entwickelten eine Möglichkeit, die sie als “Volumen-Synchronisierte Wahrscheinlichkeit des informierten Handels” (Volume-Synchronized Probability of Informed Trading – VPIN [PDF-Download]) bezeichnet haben. Im Wesentlichen umfasst dies den Anteil der Handelsaufträge, die wahrscheinlich von informierten Teilnehmern oder Insidern auf der Grundlage ihrer Fähigkeit platziert werden, eine Bewegung der Preise korrekt zu antizipieren. Wenn der VPIN-Wert für eine Aktie oder einen Index im Vergleich zu seiner Historie deutlich steigt, bedeutet dies, dass Insider sich viel stärker aktiv beteiligt haben. Das legt nahe, dass ein bedeutsames Ereignis wahrscheinlich geschehen wird. Das VPIN-Modell hatte den Flash Crash von 2010 zwei Stunden vor dem eigentlichen Zusammenbruch vorhergesagt.

Silva und Wolkowa wandten das Modell zwischen dem 6. Januar und dem 4. April 2014 auf den Handel mit Aktien und 161 russischen RTS-Index-Futures an. Für die RTS-Futures war der typische VPIN-Wert 34 %, verglichen mit 22,5 % für die E-Mini S & P 500 Futures. (Das bedeutet nicht, dass in der Regel ein Drittel der Aufträge von Kriminellen mit illegalen Insiderinformationen platziert werden; VPIN definiert “Insider” weit gefasst als Menschen mit besseren Informationen als andere.)

Am 26. Februar, vier Tage nach der Flucht des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch aus Kyiw, um einer Revolution gegen seine korrupte Herrschaft zu entkommen, und zwei Tage nach dem Versuch der ukrainischen Behörden, ihn auf der Krim festzunehmen, versetzte Putin die Truppen im Westen Russlands in höchste Alarmbereitschaft. Am 27. Februar um 6 Uhr morgens übernahmen Männer in Uniformen ohne Kennzeichnung sang- und klanglos die Kontrolle über die Gebäude des lokalen Parlaments und der Regierung in Simferopol auf der Krim. Niemand in Simferopol, einschließlich der lokalen Regierung, stellte unverzüglich die Verbindung her: Putins Vorgehen im Krieg war noch nicht allgemein bekannt.

Die geheimnisvollen “grüne Männchen” gaben nur an, dass sie “auf Seiten der Menschen” stehen. Die Kundgebungen für und gegen die Revolution in Kyiw gingen auf der Krim weiter. Die Situation war vielleicht ein wenig gespannter als im Rest der Ukraine, aber es erschien vielen, mich eingeschlossen, immer noch unwahrscheinlich, dass Russland direkt eingreift, geschweige denn die Halbinsel der Ukraine entreißen wird. Ich betrachte mich als eher informierten Menschen, mit vernünftigen Quellen sowohl in Moskau als auch in Kyiw, aber ich erinnere mich, dass es mir damals schwer fiel zu glauben, dass Putin wirklich so etwas tun würde.

Im Nachhinein gab es Andeutungen, wenn man wusste, wo man sie suchen sollte – und eine Zugangsberechtigung hatte. Schon Wochen vor dem Angriff auf die Krim hatten konservative Denkfabriken in Moskau die Grundlagen gelegt und den Kreml mit Berichten und Aufforderungen zur Intervention in der Ukraine für den Fall, dass Janukowytsch gestürzt wird, bombardiert. Ein solches “Analysepapier” vom Februar 2014 wurde gestern in der Anti-Putin-Wochenzeitung Nowaja Gaseta veröffentlicht. Es ist nicht klar, wo genau es herkommt, aber jede einzelne von einem Dutzend Forschungsgruppen in der Nähe der militärischen und geheimdienstlichen Falken in Putins Umgebung könnte es produziert haben. [Anm. d. Übers.: Das Kreml-Strategiepapier zum Ukrainekonflikt – Deutsche Übersetzung von Euromaidan Press auf Deutsch]

“Unter den [gegenwärtigen] Bedingungen ist es richtig, auf die Dezentralisierungsbemühungen unterschiedlicher Regionen des Landes zu setzen”, so das Dokument, das sich auf eine geschwächte, zerrissene Ukraine” bezieht, “mit dem Ziel, in der einen oder anderen Form die Eingliederung der östlichen Regionen zu Russland zu initiieren. Führende Regionen, auf die besonders Anstrengungen eingesetzt werden, müssen die Krim und die Region Charkiw werden, in welchen es schon eine starke Unterstützung für die Idee der Integration mit der Russischen Föderation gibt.”

Man müsste sich in die geheimnisvollen, antiwestlichen, ultrakonservativen Flügel von Putins Mannschaft hineinversetzen können – die seitdem die Tagesordnung in Moskau bestimmen können -, um mehr über diese Berichte zu wissen und ob sie ernsthaft in Erwägung gezogen wurden. Aber anscheinend hatten einige Anleger den erforderlichen Zugang. Am 27. Februar stieg der VPIN-Wert für den RTS-Index sprunghaft und erreichte 52,5 % – deutlich über der Norm. Hier ist eine Tabelle von Silva und Wolkowa, die zeigt, dass es so geschehen ist:

In einem Artikel in der Tageszeitung Wedomosti wies Wolkowa darauf hin, dass die VPIN-Werte für bestimmte Aktienbestände am 27. Februar ebenfalls anstiegen. “Offenbar gab es Leute am Markt, die per Makro-Handel oder aufgrund von politischen Informationen gehandelt haben, bevor die Information an die Öffentlichkeit gedrungen ist,” schrieb Wolkowa und wies darauf hin, dass der Vorstandsvorsitzende des Erdgaskonzerns Gazprom, Wiktor Subkow, Anteile an der Firma bereits am 11. Februar 2014 verkauft hatte – nur wenige Wochen bevor die Gazprom-Aktie am 3. März um 14 % abstürzte.

Der 3. März war der erste Handelstag nach dem Samstag, dem 1. März: Eine neue, pro-russische Lokalregierung auf der Krim bat Russland offiziell um Hilfe bei der “Friedenssicherung”, und Putin ließ sich von seinem Parlament die Erlaubnis abnicken, Truppen in die Ukraine zu schicken. Der RTS-Index sank um 12 %, als der Rest des Marktes den Insidern nachzog, die westlichen Sanktionen gegen Russland und vielleicht sogar einen langwierigen Krieg ahnend. Die nachfolgenden Ereignisse gaben den Verkäufern Recht: Heute steht der RTS-Index um 21 % niedriger als am 3. März.

Auch wenn viele Insider bereits ihre russischen Aktiva abgestoßen haben, so besitzen die VPIN-Werte doch noch eine bestimmte Vorhersagekraft, soweit es das Putin’sche Reich betrifft. In Kombination mit einigen Grundinformationen der regionalen Nachrichten könnten VPIN-Werte bei der Vorhersage der nächsten Schritte Putins im Ukraine-Konflikt dienlich sein. Wenn diese zum Beispiel während einer Runde von Friedensgesprächen steigen, könnte das bedeuten, dass Russland einen Waffenstillstand in der Ostukraine ernsthaft durchzusetzen beabsichtigt.

Im Idealfall sollte Putin natürlich sein Wort halten und bereit sein, wahrheitsgemäß zu erklären, was er vorhat und in verschiedenen Szenarien beabsichtigt. Da das aber nicht der Fall ist, könnte das Easley-O’Hara-Modell vielleicht die bestmögliche Annäherung bieten.

http://de.euromaidanpress.com/2015/03/06/insiderhandel-kennt-putins-plaene-vorab-leonid-bershidsky-bei-bloomberg-views-uebersetzung/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 7 März 2015 - 19:59

Ruxit wird real: Der Ausstieg Russlands aus Europa
Abgesehen von ein paar kurzen Augenblicken im russischen politischen Diskurs der 1990er Jahre hat das post-sowjetische Russland durchwegs die Rolle des Landes eher als mit Europa aber nicht in Europa empfunden. Aus der Zeit des Helsinki-Prozesses, der zur Gründung der OSZE führte, stammt eine bevorzugte Metapher im sowjetischen und russischen Denken: der auf ein Zusammengehen ausgerichtete Begriff eines “gemeinsamen europäischen Hauses” von Lissabon bis Wladiwostok. In diesem Raum souveräner Staaten wäre Russland der größte unter ihnen – und die USA stünden am Rande oder blieben außerhalb.

Dieses Kapitel schließt sich nun, da die russische Führung sich von ihrer eigenen Vorstellung von Inklusivität verabschiedet hat. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel benutzte den Begriff zuletzt beim Weltwirtschaftsforum in Davos, aber Moskau zeigte keine Reaktion auf ihre Einladung, in den umfassenderen europäischen Diskurs zurückzukehren.

Wladimir Putins Russland wollte nie wirklich in Europa sein, denn der Kontinent definiert sich nun in politischer Hinsicht durch die Europäische Union und ihre Grundlagen, Normen und Verfahren. Nachdem die ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten und die zuvor sowjetischen baltischen Republiken sich dem Westen zugewandt haben, dehnte sich die EU in Richtung Osten aus und hat nun gemeinsame Grenzen mit Russland, Belarus und der Ukraine. Mit dem Krieg in der Ukraine scheint Putins Russland auch aufgehört zu haben, mit Europa sein zu wollen, denn seine Großmachtansprüche seien nach eigenem Empfinden missachtet worden, und das Ausbleiben einer Demonstration der Stärke habe es möglich gemacht, dass seine Interessen übersehen wurden.

In der Tat wurde aus Russland ein Anti-Europa, das von geopolitischen Erwägungen geprägt und von militärischer Macht abhängig ist, und es erwartet nur eines vom Westen: Respekt aus Angst vor dem Schaden, den es verursachen könnte. Dieses Russland versteht sich als völlig verschieden von der EU in den sozialen und politischen Normen, in seiner Vorstellung von einem leistungsfähigen und souveränen Staat, und in seinen Ansichten über nationale Identität und seine Mission.

Moskaus Streben nach Status konzentriert sich auf Washington. In Putins Welt ist Europa zweitklassig, lästig, aber duldsam. Dass manche in Washington einen ähnlichen Blick auf Europa haben, hat vielleicht noch dazu beigetragen, seinen Glauben zu stärken. Allerdings ist die EU etwas anderes: Die Europäer haben vielleicht die geopolitische Bedeutung des Projekts der Östlichen Partnerschaft in den Augen der Neo-Russen im Kreml falsch verstanden, aber sie waren nicht naiv in Bezug auf die transformative Wirkung, die durch die scheinbar technischen Handels- und Assoziierungsabkommen entstehen könnte. Offensichtlich fürchtet Putin die europäische Soft Power, da dies eine Kraft ist, auf die er keine Antwort hat, ist. Russlands mangelnde Attraktivität ist einer der gravierendsten Schwachpunkte. Seine einziger Hebel ist die staatlich kontrollierte Ausbeutung von Bodenschätzen und das Militär. Die Ideologie der Integration wurde zu einem neuen Nationalismus, der als seine Hauptaufgabe die Auferstehung der russischen Welt hat.

Weiterlesen:
Bei der Ukraine haben sich die EU-Chefs dazu entschieden, nicht Putins Wechsel von Soft Power zur blanken Gewalt zu folgen. In politischer Hinsicht haben ihre Sanktionen nicht so viel Wirkung auf Putins Russland, wie sie sie auf ein Russland hätten, das die Zusammenarbeit sucht und eine moderne und wettbewerbsfähige Wirtschaft aufbauen will. Für Moskau sieht Europas Beharren auf Verhandlungen zur Beendigung der Kämpfe in der Ukraine vielleicht nach Schwäche aus – denn in der Tat hat dies Russland erlaubt, sich mit seinem Versuch durchzusetzen, die Ukraine zu neutralisieren und deren Weg in den Westen zu verhindern.

Die EU verfolgt keine Expansionsstrategie, und es wird das Land nicht aus Russlands Klauen entwinden können, aber es wird der Ukraine oder einem ihrer Nachbarn auch nicht die Tür schließen – auch nicht Russland. Am Ende wird Putin feststellen müssen, dass die Schaffung einer Integration nach russischen Begriffen problematische Auswirkungen haben wird. Aber im Moment sind die Auswirkungen auf die Ukrainer, die ihr Land gerne in die EU und die NATO integriert sehen würden, tragisch. Russland könnte den Prozess des militanten Separatismus jederzeit stoppen, und darüber hinaus sind die ukrainische Wirtschaft, ihre Regierungsform und Demokratie zu schwach, um sich dem Westen anzuschließen zu können.

Währenddessen muss die EU in ihrem eigenen Haus auf der anderen Seite der Trennlinie des Kreml den wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand für alle Menschen unter seinem Dach festigen, darunter auch Hunderttausende von Russen, die nicht an den Rand gedrängt und in ihren Heimatländern nicht entfremdet werden dürfen. Um dies zu erreichen muss Europa die Integration noch weiter festigen; es sollte die Integration der Verteidigung überdenken und robustere Prozesse anstoßen, um mit einer kohärenten Außenpolitik seine Position zu halten. Ironischerweise könnte Wladimir Putin damit zu einem externen Förderer des Bündnisses Europa werden – während sein Versuch, Eurasien zu vereinigen – das er sich als die russische Welt vorstellt -, wohl eher die reale Vielfalt der Akteure aufzeigen wird.

http://de.euromaidanpress.com/2015/03/06/ruxit-wird-real-der-ausstieg-russlands-aus-europa/

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Fliessband der “höflichen Menschen” für “höfliche” Armee Russlands

Beitrag  telzer am So 8 März 2015 - 12:12

von Informnapalm , hab den Bericht gestern schon gesehen , aber nicht in deutsch .

Aber jetzt , danke Irina

Bitte auch für weitere Informationen den Link am Ende nutzen

Informnapalm.org deutsch schrieb:Es ist keine Neuigkeit, dass vor der Entsendung auf die „ukrainische Dienstreise“ die russischen Soldaten-Wehrpflichtigen “freiwillig-obligatorisch” in Zeitsoldaten umqualifiziert werden. Das hängt damit zusammen, dass der Tod eines Wehrpflichtigen, der zum unerklärten Krieg gegen die Ukraine gegen seinen Willen abgeschickt wurde, mit öffentlicher Bekanntgabe und Skandalen einhergeht; bei einem Zeitsoldaten dagegen, der ja ein unfreiwilliger „Freiwilliger“ ist, man den Gefallenen immer ohne grossen Lärm als einen unkämpferischen Verlust abschreiben kann.

Am Beispiel des 7. Okkupationsstützpunktes (Einheit №09332, Gudauta, Abchasien) stellen wir Euch ein paar Zeugnisse vor, die mit der Umqualifizierung der Wehrdienstpflichtigen in Zeitsoldaten verbunden sind
(die Screenshots sind klickbar):

Das Kommando, Politstellvertreter und Psychologen der Stützpunkte führen eine permanente psychologische Bearbeitung des Personalbestands, indem sie aus Ukrainern ein Feindbild malen, wobei sie erzählen, dass die Ukraine das „unabhängige Neurussland“ überfallen hat (ungefähr das Gleiche haben wir auch im August 2008 gehört, als nach Russlands Beteuerungen „Georgien das friedlich schlafende Zchinwali überfiel“), und das alles wird mit propagandistischen Videos, den Treffen mit Veteranen der Kampfhandlungen und dem Vorführen von militärisch-patriotischen Filmen unterstützt.

Unter den Militärangehörigen des Stützpunktes werden Agitationsblätter verteilt, die den zukünftigen Zeitsoldaten einen Dienst in einem Elite-Verband mit einer „würdigen“ Entlohnung (380$) und einer weiteren Karriereperspektive versprechen.

In Wirklichkeit zerreisst die Mehrheit der Zeitsoldaten, die auf der „ukrainischen Dienstreise“ waren, vorzeitig ihre Verträge – sie begründen es mit Nichtzahlung und Nichterfüllung anderer Punkte, was auch die vorher bereitgestellte Information bestätigt.
Schauen Sie thematische Links:

https://de.informnapalm.org/aus-dem-mandarinen-paradies-die-ukrainische-hoelle-wie-die-russischen-zeitsoldaten-freiwillig-obligatorisch-gesandt-werden-die-ukrainer-zu-toeten/

https://de.informnapalm.org/russische-medaillen-und-russische-journalisten-bestaetigen-monate-alte-informationen-von-informnapalm/

https://de.informnapalm.org/dienst-wider-willen-wie-wehrpflichtigen-ein-vertrag-und-eine-reise-nach-rostow-aufgedraengt-werden/

Ausser der Anwerbung zu einem Vertrag von Wehrpflichtigen, die nach ein paar Monaten Dienst in „Profis“ umqualifiziert werden, läuft auch massenhafte Rekrutierung der Reservisten, die mit List und Tücke in die russische Armee gelockt werden, mit ihrem nachfolgenden Einsatz auf einer „ukrainischen Dienstreise“.

Eine durchaus bedeutende Rolle darin gehört hochrangigem Personal des Verteidigungsministeriums Russlands.

Zum Beispiel ist in diese Tätigkeit der Vorsitzende der Personalverwaltung des westlichen Militärbezirks Generalmajor Wiktor Miskowez
(übrigens ein gebürtiger Kiewer, Hochschulabschluss an der Kiewer Uni namens Jakubowski. Sein Profil im sozialen Netzwerk: http://ok.ru/profile/121091922383) aktiv involviert.

Unter anderem leitet W.Miskowez auch den Prozess der Anwerbung von Spezialisten im westlichen Bezirk, die vorzugsweise Kampferfahrung bei den „höflichen Männchen“ besitzen. Das bezeugt seine Offenbarung in einem Interview an „Krasnaja Zvezda“ („Roter Stern“) vom 22. Juli 2014, wo der General vermerkt: „Höfliche Armee braucht „höfliche“ Menschen“. Der General-Personalleiter erwähnt auch das Forum „Ladoga-2014“, wohin über 1,5 Tausend Aktivisten verschiedener gesellschaftlicher Jugendorganisationen hinzugezogen wurden, die den inoffiziellen Status der „Gesandten der höflichen Menschen“ bekommen haben und darauf orientiert worden sind, unter ihren Gleichaltrigen die Informationen über den Militärdienst nach Vertrag zu verbreiten.

In jedem Militärbezirk Russlands gibt es solche „Miskowez“-Leiter der Personalverwaltungen, die die Anwerbung der Freiwilligen führen.

Diese Tätigkeit wird vom Vorgesetzten der Hauptpersonalverwaltung des Verteidigungsministeriums Russlands Generaloberst Goremykin Wiktor Petrowitsch koordiniert.

Vor Ort sind es der Vorgesetzte der Personalverwaltung des südlichen Militärbezirks Generalmajor S.M.Panewtschik, Leiter der Personalverwaltung des östlichen Militärbezirks Konteradmiral Kostin (der den Kapitän 1. Ranges K.W.Pawlowitsch abgelöst hat), Leiter der Hauptpersonalverwaltung des Zentralen Militärbezirks Oberst A.W.Jarenko (der 2014 den Generalmajor A.I.Nesterow abgelöst hat).

Diese Namen sind uns nicht nur aus offiziellen Berichten bekannt, sondern auch aus den Auszeichnungspapieren zu den Medaillen „Für die Rückkehr der Krim“ und „Für militärisches Heldentum“. Aktiv wurde zur Rekrutierung der „freiwilligen“ Zeitsoldaten auch die Hauptverwaltung in Arbeit mit dem Personalbestand der Streitkräfte Russlands hinzugezogen.

Massgebende Dokumente bei der Rekrutierung der Zeitsoldaten sind die Anordnungen der Befehlshaber der Militärbezirke, nach dem Beispiel der Direktive des Kommandos des Südlichen Militärbezirks (№20 vom 18.07.2012) „Über die Organisation der Zusammenarbeit der Rekrutierungspunkte (der Auswahl zum Militärdienst nach Vertrag) mit den Kreiswehrersatzämtern und militärischen Dienststellen“.

Alle Screenshots sind klickbar.


Und nicht zu vergessen der Hinweis auf den "Spender"
Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich

Quelle : https://de.informnapalm.org/fliessband-der-hoeflichen-menschen-fuer-hoefliche-armee-russlands/

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Fakten der russischen Invasion auf Spuren des „August“-Bataillons

Beitrag  telzer am So 8 März 2015 - 16:19

Weitere Hinweise auf die ruSSischen Agressoren in der Ukraine

Informnapalm.org stellt diese und weitere Informationen zur Verfügung
der Link zu weiteren Informationen steht am Ende des Beitrags

informnapalm.org deutsch schrieb:Unter unserem vorhergehenden Beitrag „Wie viele Panzer besitzt das Terroristenbataillon „August“?“ hinterließ ein Leser einen interessanten Kommentar und einen Link zum Interview auf der Seite des TV-Senders „Rain“ mit einem überlebenden Mechaniker der bewaffneten Terroristen-Formation «August»:
„Zu Beginn der Bataillon-Formierung besaßen sie neun Panzer. Später – 27 (die Information stammt aus einem privaten Schriftwechsel des Personalbestands des Bataillons). Das gesamte Bataillon wurde auf dem Weg zu seinen Stellungen am 25. Januar liquidiert, die gesamte Besatzung ist gefallen. Überlebt haben ein Mechaniker-Fahrer (diese Informationen stammen von der Besatzung der Terroristen-Einheit, die den Ort der Zerschlagung des Bataillons untersuchte). Ein Mechaniker-Fahrer sitzt im SBU (ob es der Besagte ist oder nicht – ist mir nicht bekannt). Der „August“-Kommandeur bekam für das Scheitern der Offensive und den Verlust der Einheit und der Technik eine Kugel ins Bein…“

Wir haben diese Nachricht gewählt, da es von einem weiteren Vertuschungsversuch über die tatsächlichen Ausmaße der russischen Aggression gegen die Ukraine zeugt und außerdem den gegenständlichen Abzugsmechanismus schwerer Waffen durch die „Volkswehr“ und ihre Sponsoren im Antlitz der Russischen Föderation zu betrachten erlaubt.

Das erste Material wurde am 17. Februar veröffentlicht, unter dem Titel „Eine Panzerkolonne bewegt sich Richtung Kessel, nach Debalzewe“

Wir sehen eine Kolonne gepanzerter Fahrzeuge, bestehend aus zehn T-72-Panzern (davon zwei T-72BM), sieben Militärlastwagen vom Typ „Ural“ und „Kamaz“, vier BMP, ein MT-LB und vier Militär-Tankwagen. Alle Fahrzeuge weisen die charakteristische, uns bereits aus den Aufzeichnungen über das Bataillon „August“ gut bekannte, Kennzeichnung in Form einer mit weisser Farbe aufgetragenen Quadratkontur auf. Der Bestand der T-72BM-Panzer in der Kolonne zeigt deutlich auf die russische Spur der Konfliktfinanzierung in der Ukraine.

Das nächste Material: Debalzewe. Aufgenommen von den “Volkwehr”-Kämpfern „Prapor“ und „Chrustalik“

Datum: 14.02.2015. Es deckt sich nicht ganz mit der vorherigen Aufnahme, doch tragisch ist es nicht. Die ersten Aufnahmen konnten einige Tage vor ihrer Veröffentlichung im Internet aufgenommen worden sein. Wichtig ist etwas anderes: auf den Straßen des ukrainischen Dorfes lagern gemütlich uns bereits bekannte Panzer mit weißen Quadraten, davon zwei T-72BM. Sprich, es gibt triftige Gründe anzunehmen, dass wir ein und die selbe Panzerkolonne sehen. Diesmal tauchen lediglich neben T-72-Panzern auch T-64-Panzer im Bild auf, die sich deutlich von den 72ern abgrenzen, und keinerlei Erkennungszeichen von „August“ aufweisen.

Es ist durchaus möglich, dass dies dieselben zerstörten „August“-Panzer sind, über die der gefangengenommene russische Mechaniker sprach. Ein recht bedeutsames Ereignis spielt sich in der 35. Sekunde des Videos ab: hinter der Kamera erklingt deutlich ein „Sdravija zhelaju!“(russ. “Здравия желаю!”- Begrüßung beim Militär)
es taucht dieser Mann mit dem Barett eines Marineinfanteristen auf.

Daraufhin enden die Videoaufnahmen, den Zuschauern bleibt der Augenblick der Begegnung verborgen. Klar, dass sich zivile russische und ukrainische Fachkräfte, die nach Moskaus Aussage auch die „Volkswehr“ seien, nicht auf diese Weise begrüßen und bei ihren Videoaufnahmen auch ihre Kameras nicht verstecken.

Zum nächsten Material über die Abenteuer der Panzerarmee „August“ wird ein Video mit dem Namen:“Горловка ДНР отвод техники – Gorlovka the withdrawal of troops 21.02.2015″

14 Panzer (davon zwei T-72BM), sieben BMP, zwei MT-LB, drei Lastwagen. Wie wir sehen, hat sich verglichen mit den vorherigen Aufnahmen die Stärke der Kolonne etwas verändert. Daraus lässt sich schließen, dass die Technik in mehreren Kolonnen in die Kampfgebiete entsendet wurde und lediglich ein Teil ins Bild geraten ist. Und deshalb könnte die tatsächliche Stärke der an den Kämpfen um Debalzewe beteiligten russischen Truppen, die Größenordnung dieser Kolonne beträchtlich übersteigen.
Apropos, die Versuche die Anwesenheit der russischen Truppen im Donbass zu verheimlichen, werden fortgeführt. Bereits am 22. Februar taucht das selbige Video, nur unter dem Titel„Eine große Panzerkolonne der Volkswehr bewegt sich Richtung Front Jenakijewe 22.02- War in Ukraine“

Da die Person, die dieses Video aufnahm, absolut deutlich über den Abzug der Technik und nicht über eine weitere, zum Kampfgebiet eilende Kolonne berichtet, ist dieser Versuch, um es milde auszudrücken, missglückt. Des Weiteren war die aktive Phase der Zusammenstöße zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits vorüber, deshalb ist die Version über den Abzug der Technik aus dem Kampfgebiet in diesem Fall die einzig mögliche. Doch es gibt eine Ungereimtheit bei diesem Vorfall. Die offiziellen Aufnahmen zum Abzug schwerer Waffen durch die „Volkswehr“ sind erst am 24. Februar aufgetaucht. Selbstverständlich gibt es in den offiziellen Aufnahmen keine „quadratischen“ Panzer! Zu wem gehört denn nun „August“?

Zusätzliche Tipps können im Video„Debalzewe ist unter die Kontrolle der DVR übergegangen“ entdeckt werden

Neben den bereits gut bekannten Merkmalen der russischen Technik, taucht im Bild ein neues Detail auf. Die Uniform des Panzerfahrers der Panzer mit den Quadraten unterscheidet sich stark von den Gängigen bei der „Volkswehr“. Und wenn der Bestand von Felduniformen der russischen Armee an den Separatisten mit freiem Verkauf erklärt wurde, dann wird es bei Kostümen a lá „Cowboy“ und ähnlichen schwierig mit dieser Erklärung, da weder neue Panzerkappen, noch spezielle Panzeroveralls im freien Verkauf zu finden sind. Darüber hinaus ist auf dem Panzer die Nummer 558 und die Aufschrift „6 tr“ (russ. 6 тр) sichtbar, was als „6. Panzerkompanie“ entziffert werden kann. Sechs Panzerkompanien befanden sich in den Verbänden der sowjetischen Panzerregimente. Möglicherweise ist diese Struktur auch für die Panzerregimente der Russischen Föderation erhalten geblieben. Sprich, der Maßstab des Einfalls ist vom Niveau der Kompanie- und bataillon-taktischen Gruppen zum Einsatz von vollwertigen Regimentsstrukturen übergegangen.

Basierend auf frei zugänglichen Videoaufnahmen, ist es uns gelungen, die Beteiligung von Militärgruppen der russischen Armee, die eine Panzerkompanie (oder sogar mehr) in ihrem Verband haben, an den Kämpfen bei Debalzewe nachzuweisen. Aus Gründen der Tarnung hatte die Gruppe taktische Kennzeichen in Form einer weißen Quadratkontur an den Seitenwänden, was auf die Zugehörigkeit dieser Gruppe zum Söldner-Bataillon „August“ hinweist. Und wie Sie selbst gesehen haben, hat niemand diese Gruppe liquidiert. Sie wurde einfach drei Tage vor dem Beginn des offiziellen Abzug-Prozesses von Debalzewe abgezogen. Dies wurde gemacht, um die Anwesenheit von russischen Truppen in den Aufnahmen von propagandistischen, dem Abzug von schweren Waffen gewidmeten Videos, auszuschließen.

Und immer wieder gerne der Hinweis auf den "Spender" durch diesen aktiven Link
https://de.informnapalm.org/fakten-der-russischen-invasion-auf-spuren-des-august-bataillons/

Quelle : Dieses Material wurde vom Videomonitoring-Spezialisten des InformNapalmTeams Al Gri vorbereitet; übersetzt von Kateryna Matey; redaktiert von Irina Schlegel. Beim Kopieren und Verwenden des Materials ist ein aktiver Hinweis auf den Autor und unsere Ressource erforderlich.

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