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Hear me, Cyborg! You were protecting me from the horde and I couldn’t even give you a hug

Beitrag  telzer am So 8 März 2015 - 20:02

Nur die Überschrift :
" Hört mir zu, Cyborg! Du hast mich vor der Horde beschützt, und ich konnte dich nicht einmal umarmen "

Ich übersetzte den Artikel nicht , außer es wird gewünscht .  (PN reicht)
Aber ist sicherlich für die meisten erlesbar .  

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Posted on March 8, 2015 by chervonaruta

By Anna Blashchuk  .  Translated and edited by Voices of Ukraine

Quelle : http://maidantranslations.com/2015/03/08/hear-me-cyborg-you-were-protecting-me-from-the-horde-and-i-couldnt-even-give-you-a-hug/

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Warum ich in meiner Freizeit die Geschichte der Ukraine erzähle (und Du das auch tun solltest)

Beitrag  telzer am So 8 März 2015 - 21:05

Die außergewöhnliche Zuneigung, die viele Nicht-Ukrainer für die Ukraine empfinden, war im September 2014 auf der Europäischen „Jalta“-Strategiekonferenz (die in Kyiw stattfinden musste) für jeden sichtbar, wo einige früher in der Ukraine stationierte US-Diplomaten ins Land zurückgekehrt waren, um die dortige Lage zu diskutieren. Jeder von diesen Herren, die meines Wissens vor ihrer Dienstzeit keinen erkennbaren Bezug zur Ukraine hatten, versuchte zu erklären, warum sie sich trotz der endlosen Probleme, Krisen und Enttäuschungen immer wieder zu dem Land hingezogen fühlten.

Die Suche dieser Herren nach den richtigen Worten für die Begründung, warum ihnen die Ukraine so wichtig war, hat mich tief betroffen gemacht, und ich fragte mich ebenfalls: „Warum ist das Schicksal der Ukraine mir wichtig?“

Wie bei vielen der nicht-ukrainischen Unterstützer der Ukraine habe ich einen persönlichen Bezug; ich war einige Jahre mit einer aus Lwiw stammenden Frau zusammen, deren Familie in den 90er Jahren von dort ausgewandert ist. Auf unseren gemeinsamen Reisen habe ich vieles erlebt, was die Ukraine bei einem Ausländer so beliebt macht: Gastfreundschaft, Abenteuer, herzhaftes Essen, sorglose Sommertage in Lwiw. Die dunkleren Seiten waren aber nicht zu verbergen: Schmiergelder am Grenzübergang, Schmiergelder im Rathaus, ein unmenschliches Sozialversicherungssystem, Pferdefuhrwerke in der ländlichen Westukraine und Protz-Autos vor dem Parlament. Nach dem Ende unserer Beziehung fühlte ich mich immer noch zur Ukraine hinzogen, und ich kehrte 2012 anlässlich der Fußball-EM nach Lwiw zurück (und nahm sogar meine Eltern mit). Die Stadt war ein bezaubernder Gastgeber, und man war fast zu ein wenig Hoffnung gezwungen.
Wie bei jedem, der mit Ukraine verbunden ist, war für mich der Maidan ein mitreißendes Ereignis, und das nach dem Maidan stattgefundene Erwachen der Zivilgesellschaft und des politischen Engagements bietet einen schönen Kontrast zu meinen Heimatländern USA, wo viele sich nicht einmal die Mühe geben, einmal im Jahr an der freien und fairen Wahl teilzunehmen, und Deutschland, wo meckern auf einem hohen Niveau als Volkssport gilt, trotz bestens funktionierender Politik und Wirtschaft. Dem gegenüber stehen die Ukrainer, die in bitterer Kälte mit EU-Fahnen ausharrten, gegen Scharfschützer nach vorne stürmten und sich später für den Frontdienst gemeldet haben, weil die den Wunsch haben, in einem „normalen“ Land zu leben, ein Segen, der vielen Bürgern der Westdemokratien nicht mehr bewusst ist. Und als ob die eigenen Probleme der Ukraine nicht genug wären, erlebt das Land einen zynischen, beispiellosen, von Russland entfachten Krieg, der die westlichen Institutionen und Medien völlig unvorbereitet getroffen hat.
Auch wenn man keinen persönlichen Bezug zur Ukraine hat, ist es nahezu unmöglich, nicht über eins der vielen Geschehnissen im Land zu lesen – Freiwillige, die mehr oder weniger den Zusammenbruch der Armee und der Grundversorgung verhindert haben; die unbeugsame Willensstärke von Nadija Sawtschenko, trotz groben Unrechts; junge Journalisten, die die Arbeit der neuen Regierung überwachen; Zivilisten, die sich freiwillig gemeldet haben oder in die Armee einzogen sind und jetzt die Front gegen den russischen Angriff verteidigen – ohne sich dadurch zum Handeln gezwungen zu fühlen. Diese Geschichten sind wahr, und genau sie sind der Grund, warum die amerikanischen Diplomaten da saßen, fast den eigenen Worten nicht trauend, und erklärten, dass sie der Ukraine nicht den Rücken kehren könnten, auch wenn die Vernunft einen solchen Schnitt vielleicht nahegelegt. Die meisten von uns sind keine Diplomaten, keine Entscheidungsträger, und keine Frontsoldaten, aber wir leisten dennoch einen Beitrag dazu, dass die Welt der Ukraine nicht den Rücken kehrt. Was heißt das? Ganz einfach: Es heißt, dass wir die Verantwortung tragen, die Geschichte der Ukraine zu erzählen, egal ob nur eine Anekdote (Wie viele Amerikaner oder Westeuropäer wissen, dass Ukrainisch eine eigenständige Sprache ist? Wie viele glauben fälschlicherweise, dass Kyiw von Faschisten erobert wurde? Wie viele wissen, dass Lwiw wie ein kleines Wien aussieht?). Diese Aufgabe ist zu wichtig, um sie den Propagandisten im Kreml, den handlungsunfähigen westlichen Regierungen oder den Medien zu überlassen, die nicht in der Lage sind, die wahre Ukraine zu präsentieren.

Andrew Kinder ist Übersetzer und Redakteur bei Euromaidan Press. Derzeit ist er Wirtschaftsstudent (M.Sc.) und wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität zu Köln (Deutschland) und war früher als ein Antikorruptionswissenschaftler und Corporate Governance-Analyst tätig.

Quelle :
Artikel von: Andrew Kinder
Euromaidan Press (engl.) 7.3.2015
Redigiert von: Euromaidan Press auf Deutsch


Der Link zum Artikel

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In Suchodolsk wird an einem Eisenbahnknoten permanent Munition aus Russland entladen

Beitrag  telzer am Di 10 März 2015 - 11:35

Informnapalm hat wieder was Neues gebracht

Danke Jens über die Info bei dir Smile  Herzlich Willkommen in der Ukraine

informnapalm.org deutsch schrieb:Ende Februar lenkte InformNapalm die Aufmerksamkeit der Leser auf die Tatsache, dass trotz der erklärten “Waffenruhe” Russland weiterhin Munition mit Eisenbahnzügen nach Donbass einfährt. Insbesondere ging es um den Eisenbahnknoten der Stadt Suchodolsk (Luhansker Gebiet), die sich in einer unmittelbaren Nähe zur Grenze mit Russland auf dem durch Söldner und russische Militärangehörige okkupierten Territorium befindet.

Bei uns gehen weiterhin Angaben und zusätzliche Fakten von unseren Insidern aus Luhansker Gebiet ein, dass zum Suchodolsker Eisenbahnknoten gewaltige Mengen an Munition aus Russland geliefert werden. Hauptsächlich sind es Geschosse für Artilleriegeschütze und Raketenwerfersysteme “GRADe” und sogar für “Smertsch”.

Beobachter vermerken, dass für die Zufuhr der Munition nicht nur gedeckte Güterwagen benutzt werden, sondern auch die aus zivilen Personenwagen umgebaute Wagen. Für die Entladung der Wagen werden hauptsächlich Bergmänner eingesetzt, denen mit einer Kündigung vom Arbeitsplatz gedroht wird, wenn sie sich mit “zusätzlichen” Arbeiten nicht einverstanden erklären. Der Wageninhalt wird auf die militärischen Planen-KAMAZe und Urale entladen, die auch aus Russland geliefert wurden. Außerdem wird vermerkt, dass die Lastwagen so dicht bei einander stehen- wie Sardinen in einer Dose- dass unter ihre Räder sogar die Bergmänner selbst kommen. Als Resultat gab es sogar letale Fälle.

Auf dem Hintergrund dessen kommen durch den von den russischen Militärs kontrollierten Zollpunkt “Iswarino” täglich Planenwagen und Tankwagen mit Treibstoff für den Krieg im Luhansker Gebiet an.

Wir rufen die internationalen Beobachter dazu auf, besondere Aufmerksamkeit diesen Objekten zu widmen, wenn es ihnen natürlich gelingt, einen Zugang dazu zu bekommen.

Und immer wieder gerne der Hinweis auf Informnapalm.org

Quelle : Roman Burko für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel

Link zur Seite  https://de.informnapalm.org/in-suchodolsk-wird-an-einem-eisenbahnknoten-permanent-munition-aus-russland-entladen/

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S.Rabinowitsch: “Schalten Sie Russland vom Weltfinanzsystem ab!”

Beitrag  telzer am Di 10 März 2015 - 17:03

Slawa Rabinowitsch ist ein sehr berühmter russisch-amerikanischer Wirtschaftler, der in Moskau wohnt.

Gedanken von S.Rabinowitsch schrieb:Gedanken zum Mord an Boris Nemzow…

Ich habe im ganz jungen Alter verlernt zu weinen. Wie schlecht es mir auch ging, gelang es mir nicht zu weinen, nicht mal unter ganz schrecklichen Umständen.

Zum ersten Mal seit meiner frühen Kindheit habe ich geweint, als meine Mutter in 2000 gestorben ist.

Zum zweiten Mal habe ich geweint, als die Zwillinge in New York 2001 gestürzt sind.

Zum dritten Mal- als mein Bruder in 2013 gestorben ist.

Heute kann ich meine Tränen nicht zurückhalten.

Ich sitze hier und weine. Zum fünften Mal.

Und ich schäme mich für meine Tränen nicht.

Wieviele Tränen sollen ALLE noch vergiessen? Die Ukrainer, die Russen, die Georgier? Juden? Holländer, Deutsche, Franzosen, Amerikaner, Kanadier, Australier?

Ich möchte mich an alle Weltleader wenden, an alle Staatsoberhäupter. Wer von Ihnen sich mit Putin trifft, wer seine Hand drückt – derjenige wird die Hand eines kaltblutigen Mörders drücken, eines Monsters, eines modernen Hitler-in-the-making.

Petro Alexejewitsch Poroschenko! Sie KÖNNEN sich NICHT MEHR mit Putin treffen. Ich habe die Ukraine von Anfang an, seit dem 1. März 2014, unterstützt, und unterstütze sie noch immer.

Aber wenn Sie sich noch einmal mit Putin treffen, ändere ich meine Einstellung zu Ihnen und zur Ukraine. Das ukrainische Volk hat Ihnen KEIN Mandat auf die Verhandlungen mit einem kaltblütigen Mörder Ihrer und russischer Bürger gegeben, mit einem Monster mit Fischaugen ohne jeglichen menschlichen Ausdruck.

Als US-Bürger bitte ich den Präsidenten Obama die entschlossensten Sanktionen gegen Putin und sein Regime einzuführen und dabei auch mehrere (womöglich sogar geplante) Stufen zu überspringen. In Ihrer Macht – mithilfe einer Präsidentenanordnung- liegt es, mit einem Schlag das komplette russische Finanzsystem vom Weltfinanzsystem abzuschalten.

Es finanziert den Krieg in der Ukraine. Es finanziert den politischen Terror und die Morde in Russland. Es finanziert die Goebbels-Propaganda in Russland und weit ausserhalb dessen. Das hätte man längst tun müssen, um die Leben von Tausenden Menschen zu retten. Sie haben es nicht getan. Tun Sie es jetzt.

Ich bitte alle ehrlichen Russen auf die Strassen zu gehen. Nicht Tausende. Nicht Dutzende Tausende. Nicht eine Million. Millionen. Wir haben ein absolutes Verfassungsrecht darauf. Schauen Sie den Text der Verfassung der Russischen Föderation. Putin wird nichts gegen Millionen tun können. Er wird uns in Gefängnistransporter nicht einpacken, wird uns für 15 Tage nicht verhaften, wird uns für Jahre im Gefängnis nicht einsperren. Er wird nervös Caracas, Havana und Pjöngjang anrufen. Das ist seine Sache, wen er anruft.

Ich weiss nicht, wer diesen Mord in Auftrag gegeben hat. Aber auch wenn der Auftrag nicht aus dem Kreml kam, ändert es an der Sache nichts: Putin ist persönlich dafür verantwortlich, dass er den Dschinn aus der Flasche herausgelassen hat, über welchen er keine Kontrolle mehr hat. Er hat es absichtlich gemacht. Um den Bruderkrieg zu entfesseln.

Erst gegen die Ukraine, dann im Russland selbst. Oder sogar gleichzeitig. Denn auf diese Weise wird sein „Rating“ aufrechterhalten, denn auf diese Weise „kann man/darf man“ bis zum Tod an der Macht bleiben. Und nach uns die Sintflut! Ein Staatsverbrecher, der sich als Staatsoberhaupt tarnt.

Finstere Zeiten haben sich auf Russland herabgesenkt. Mit einer dichten Decke des Obskurantismus, NKWD-Triumphs, Neofeudalismus, Hasses, Bluts.

Dem muss ein Ende gesetzt werden.

Ein ENDE!!!!

Ein für allemal. Das, was man nicht geschafft hat zu tun, was man am Anfang der 1990er nicht tun konnte – das muss man jetzt tun. Damit es niemals, niemals, niemals wieder zurück auf diese Erde kommt. Damit es dahin verschwindet, wohin es verschwinden soll – in die Hölle.

Autor: Slawa Rabinowitsch; Quelle: glavpost.com; übersetzt von Irina Schlegel

Lesen Sie noch einen Artikel dieses Autors: S.Rabinowitsch Wie Putin sich selbst überspielt hat

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werden wir jetz auch berühmt ? War Spaß , aber gefällt

Beitrag  telzer am Mi 11 März 2015 - 21:30

Nehme die Bing Übersetzung ohne Nacharbeit

Das YEAHH kommt von Irina Schlegel
YEAH!!!
Ministerium für Informacionnroj Politik der Ukraine zog InformNapalm zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der russischen propaganda
Im Rahmen der Zusammenarbeit des Ministeriums für Informationspolitik der Ukraine mit bekannten Blogger und Informationsressourcen wurde eine Einigung erzielt über die Anhebung der InformNapalm Team für Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der verlässliche Beweise von der russischen Invasion der Ukraine sowie Publikationen in ausländischen Informationsquellen.
InformNapalm Team für ein ganzes Jahr vorbereiten, einzigartigen Materialien und journalistische Untersuchungen, die Identifikation der Geräte und Ausrüstung der russischen Truppen, die Informationen-Vakuum nicht nur im ukrainischen Segment des Internets und veröffentlichtem Material in mehr als 10 Sprachen für ausländische Publikum füllen.
http://MIP.gov.ua/ru/News/155.html

Damit ist Informnapalm.org in seinen vielen Sprachen in den erlauchten Kreis der
"Wahren Informanten"
aufgestiegen , werden andere folgen ?!
hmm  

( Ein paar Ideen hätt ich noch )

TSchuldigung Nacharbeit : der Link zur Offiziellen Seite der Ukrainischen Regierung
http://mip.gov.ua/ru/news/155.html
und in engl.
http://mip.gov.ua/en/news/155.html


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Die können sich einfach nicht einig werden , und das ist gut so :-)

Beitrag  telzer am Mi 11 März 2015 - 21:52

Bericht von Informanapalm.org über die "Bandenkriege" in den "aufstrebenden demokratischen Volksrepubliken" im Osten der Ukraine zum kotzen!

Das Attentat auf den Anführer der Gruppierung “RUS” und der Krieg der terroristischen Gruppierungen der “LVR”

informnapalm.org deutsch schrieb:Im Umfeld der prorussischen Söldner und Krimineller finden weiterhin interne Konflikte statt.

Am 6. März geschah in der Stadt Antrazyt (Luhansker Gebiet) eine starke Explosion einer funkgesteuerten Mine, die man mit einem Attentat auf den Anführer der lokalen Söldnergruppierung „Rus“ Sergei Bondarenko verbindet (Rufzeichen: „Bondar“, „Bendix“). Nach verschiedenen Angaben besteht diese Einheit aus über 200 Menschen.

Das Epizentrum der Explosion befand sich auf dem Strassenrand der Rostower Bundesstrasse (Rostowskaja Strasse) gegenüber dem Supermarkt „Rossija“, direkt an der Strassenkurve zur Hinterhofseinfahrt des Supermarkts und neben einer Tankstelle (die von Bondar kontrolliert wird). Es gab keine Zerstörungen, wenn man nur die durch die Explosion abgerissene Tanne nicht berücksichtigt, die es an der Strassenkurve gab.

Bemerkenswert ist, dass dieser Akt der Abschreckung damit in Verbindung gebracht wird, dass vor kurzem ein lokaler Unternehmer in die unterirdischen Kasematten von Bondar gekommen ist, was der Führung der „LVR“ ganz und gar nicht gefallen hat.

Was diese unterirdischen Kasematten unter dem Gebäude des lokalen Gerichts angeht, so befinden sich darin nach verschiedenen Angaben ca. 10 Menschen, die Mehrheit welcher im fortgeschrittenem Alter ist.

Wenige Tage nach dem Attentat bleibt die Lage in der Stadt äusserst unruhig. Zu gängigen Gerüchten bei den lokalen Einwohnern wurde die Information darüber, dass die “LVR” in Kürze „Bondar-Bindex“ wegräumt, wie auch viele andere schlecht zu kontrollierende Anführer der Bandenformationen.

Bondarenko selbst benimmt sich die letzten Tage äusserst inadäquat, man gewinnt den Eindruck, dass er sich unter der Einwirkung von Alkohol oder Drogen befindet.

Gerade er bleibt noch immer die einzige einflussreiche Persönlichkeit in der Stadt Antrazyt. Über den kosakischen Kommandanten hört man faktisch gar nichts, der „LVR“-Kommandant hat auch keine offenen Konflikte mit Bondar, aber Bondar selbst erwartet wohl eine Fortführung des Konflikts mit der „LVR“. Für den Schutz seines Aufenthaltsorts (auf der Autowaschanlage unweit vom Explosionsort) hat er eine zahlreiche Bewachung aufgestellt: neben der Tankstelle an der Petrowskaja Strasse und auf der zentralen Kreuzung selbst. Darüber hinaus wurde am Vorplatz der Autowaschanlage ein Spähpanzer ausgestellt, und an der Kurve der Petrowskaja Strasse – ein SPW. Die Kosaken, die sich in der Antrazyter Bezirksverwaltung niedergelassen haben, haben auch ohne gross Zeit zu verlieren eine „Schranke“ eingerichtet, in dem sie den Beleuchtungsmast niedergerissen und die Einfahrt in den Hof abgesperrt haben. Aussen hat man auch verstärkte bewaffnete Bewachung aufgestellt. Also wird der kalte Grabenkrieg der Antrazyter Gruppierungen fortgesetzt.

Man sollte auch vermerken, dass der gepanzerte Jeep von Bondar dem lokalen Unternehmer Wladimir Sbitnew gehört, geb. 1956, wohnhaft in der Ortschaft Selenyi Gai des Antrazyter Bezirks, Schkolnaja Strasse 27. Genau dieses Haus ist seit dem Sommer die Hauptresidenz der Bondar-Gruppierung.

Interessant ist, dass Sbitnew selbst der Co-Gründer des antrazyter Unternehmens „TEMP LTD-A“ ist, das nun in Kramatorsk umregistriert wurde. Er macht Geschäfte mit Metallen und Kohle, hat seine eigenen Schachten, arbeitet aktiv mit den Terroristen zusammen, im besonderen auch mit Bondar. Auf allen Autos der Firma „TEMP“ gibt es charakteristische Aufschriften darüber, dass dieses Eigentum unter der Bewachung des „Rus“-Trupps steht.

Somit kann man die wirtschaftlichen Verbindungen der terroristischen Gruppierungen mit dem grossen und kleinen Donbass-Geschäft nachverfolgen.


"ich will mehr"  schrie der kleinen Hävelmann ( wer kennt noch das Märchen ? )

Quelle : Roman Burko für InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel

Bericht von Informnapalm.org

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Mi 11 März 2015 - 22:44

telzer schrieb:Nehme die Bing Übersetzung ohne Nacharbeit

Das YEAHH kommt von Irina Schlegel
YEAH!!!
Ministerium für Informacionnroj Politik der Ukraine zog InformNapalm zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der russischen propaganda
Im Rahmen der Zusammenarbeit des Ministeriums für Informationspolitik der Ukraine mit bekannten Blogger und Informationsressourcen wurde eine Einigung erzielt über die Anhebung der InformNapalm Team für Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der verlässliche Beweise von der russischen Invasion der Ukraine sowie Publikationen in ausländischen Informationsquellen.
InformNapalm Team für ein ganzes Jahr vorbereiten, einzigartigen Materialien und journalistische Untersuchungen, die Identifikation der Geräte und Ausrüstung der russischen Truppen, die Informationen-Vakuum nicht nur im ukrainischen Segment des Internets und veröffentlichtem Material in mehr als 10 Sprachen für ausländische Publikum füllen.
http://MIP.gov.ua/ru/News/155.html

Damit ist Informnapalm.org in seinen vielen Sprachen in den erlauchten Kreis der
"Wahren Informanten"
aufgestiegen , werden andere folgen ?!
hmm  

( Ein paar Ideen hätt ich noch )

TSchuldigung Nacharbeit : der Link zur Offiziellen Seite der Ukrainischen Regierung
http://mip.gov.ua/ru/news/155.html
und in engl.
http://mip.gov.ua/en/news/155.html


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Glückwunsch dazu von mir! Haben sie sich verdient!!!:win:

Als nächstes erwarte ich dann dort unter den "wahren Informanten" aber auch Ukraineforum.net Grinsen

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Zynismus als Synonym der russischen Politik

Beitrag  telzer am Do 12 März 2015 - 17:34

Vorab dazu

informnapalm.org deutsch schrieb:Das Photo ist thematisch: russische Marineinfanterie live im russischen Fernsehen bei der Einnahme des Donezker Flughafens

Nach Informationen der Nachrichtenressource „newsru“ hat das Verteidigungsministerium Russlands und die Militärstaatsanwaltschaft der Nordflotte die Angaben des präsidialen Menschenrechtsrates über die Entsendung der Murmansker Zeitsoldaten ins Rostower Gebiet für die nachfolgende Teilnahme an den Kämpfen im Donbass dementiert.

Der stellvertretende Minister Pankow berichtet, dass sich die Angaben der Menschenrechtler nicht bestätigt haben. Im Laufe der Überprüfung konnte man keine Militärangehörige der Einheit Nr. 10544 finden, welche die Beschwerden beim Menschenrechtsrat bestätigt hätten, es wurde kein einziger Fall der Erfrierung bei der Nordflotte registriert, die Übungen und Feldprüfungen hängen in keinster Weise mit den Kampfhandlungen auf dem Territorium der Ukraine zusammen, wohin die russischen Militärs NICHT entsandt wurden und auch NICHT entsendet werden.

Diese Erklärung ist standardmässig zynisch, was für die russische militärisch-politische Elite charakteristisch ist. Führen wir doch ein paar Fakten an, die den lügenhaften Rechtfertigungen des Verteidigungsministeriums Russlands und der Staatsanwaltschaft von Grund auf widersprechen.

1. Zu den Einheiten aus der Nähe von Murmansk, die auf den „rostower-ukrainischen Dienstreisen“ waren, gibt es ziemlich viel Information und Zeugnisse, unter anderem auch in den Materialien von InformNapalm.
– „Der Kampfweg der 200. separaten motorisierten Schützenbrigade der Nordflotte RF. Rostower Gebiet und Ukraine“ (englisch)
und
- “Die 200. selbständige motorisierte Speznas-Schützenbrigade der Nordflotte RF in der Ukraine” (deutsch).

- „Die im Herbst letzten Jahres verlorengegangene „GRADe“ wurden bei Murmansk im angeschossenen Zustand entdeckt“ (russisch)

-„Unterabteilung der 61. Brigade der Marineinfanterie der Nordflotte im Verband der Invasionskräfte“  (deutsch)

2. Wenn unserem Publikum die Information von InformNapalm nicht überzeugend genug erscheint, so wenden wir uns doch an die russischen Quellen:
– “Am 15. Oktober ist in der Ukraine ein Militärangehöriger aus Sarajsk (bei Moskau) gefallen, der das Kommando im Panzerabwehrzug des 1. motorisierten Schützenbataillons der 200. separaten motorisierten Schützenbrigade (Einheit Nr. 08275, Stadt Petschenga des Murmansker Gebietes) hatte“. (beides auf Russisch)

3. Wenn man sich auf das Murmansker Thema nicht versteift, kann man in der russischen Presse auch weitaus amüsantere Einzelheiten herauslesen, welche die „rostower-ukrainischen Dienstreisen“ und die unmittelbare Teilnahme der russischen Streitkräfte am Krieg im ukrainischen Donbass bestätigen.
- “Interview mit dem russischen Panzerfahrer der 5. Panzerbrigade, der zusammen mit seinem Bataillon in den Donbass-Krieg geschickt wurde“ (übersetzt auf Englisch von Euromaidan).

Anm.: anhand dieses Interviews konnten wir übrigens einen weitaus interessanteren Artikel machen, weil er viele unserer Infos, die wir bereits im November-Dezember 2014 veröffentlicht haben, bestätigt:
– “Russische Medaillen und russische Journalisten bestätigen Monate alte Informationen von InformNapalm” (deutsch)

Noch was aus der russischen Presse:
– „Dienst wider Willen: wie Wehrpflichtigen ein Vertrag und eine Reise nach Rostow aufgedrängt werden“. (deutsch)

– “Gazeta.Ru-Untersuchung: Zeitsoldaten aus Murmansk haben sich geweigert, in die Ukraine entsandt zu werden” (deutsch)

Wie man es auch dreht, so sehen die von uns bereitgestellten Links weitaus überzeugender, als die zynische Erklärung des stellvertretenden Ministers des Verteidigungsministeriums Pankow, obwohl im Grunde ja auch niemand daran gezweifelt hat, dass die „Ermittlung“ der Staatsanwaltschaft der Nordflotte zu irgendeiner anderen Schlussfolgerung kommen könnte.

Und wie immer der Hinweis auf den "Spender"
Quelle: Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.

Link : https://de.informnapalm.org/zynismus-als-synonym-der-russischen-politik/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 12 März 2015 - 23:39

Budapester Memorandum: Haben die westlichen Parteien eine rechtliche Verpflichtung?
Die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Angela Merkel verlieh bei der Münchner Sicherheitskonferenz in diesem Monat [Februar] dem Budapester Memorandum neuerdings  Aufmerksamkeit. Das Dokument wurde vor etwa zwanzig Jahren von der Ukraine, der Russischen Föderation, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten unterschrieben. Die Bundeskanzlerin sagte, die Russische Föderation habe mit dem Einmarsch in der Ostukraine und der Annexion der Krim” ihre Verpflichtungen aus dem Budapester Memorandum gebrochen.” Merkel fragte weiter: “Wer würde schon sein nukleares Potenzial weggeben, wenn die territoriale Integrität nicht respektiert wird?”

Das Budapester Memorandum – in der vollständigen Form: “Memorandum über Sicherheitsgarantien im Zusammenhang mit dem Beitritt der Ukraine zum Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV)” – wurde im Zusammenhang mit der damaligen Zustimmung der Ukraine unterzeichnet, auf die in ihrem Hoheitsgebiet befindlichen Kernwaffen zu verzichten, die einen wesentlichen Teil des Arsenals der ehemaligen UdSSR gebildet hatten. In ihrer Erklärung zum Zeitpunkt des Beitritts zum Atomwaffensperrvertrag stellte die Ukraine weiter fest: “Die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität und die Unverletzlichkeit der Grenzen oder die politische Unabhängigkeit der Ukraine seitens einer Nuklearmacht … werden von der Ukraine als außergewöhnliche Umstände betrachtet werden, die ihre Interessen gefährden.” Die Russische Föderation hat 2014/2015 die Bestimmungen des Budapester Memorandums eindeutig verletzt. Die Russische Föderation hatte gemäß Absatz 1 ihre Verpflichtung “bekräftigt, die Unabhängigkeit und Souveränität und die bestehenden Grenzen der Ukraine zu respektieren”. Selbst wenn man die Argumente der Russischen Föderation für den Einsatz von Gewalt gegen die Ukraine billigt, stellt eine erzwungene Annexion und Gebietsabtrennung  eine Verletzung dar – und zwar eine schwerwiegende – diese Punkte werden in meinem demnächst erscheinenden Buch angesprochen: Aggression against Ukraine: Territory, Responsibility and International Law.

Getrennt davon sind die politischen Entscheidungsträger nun mit der Frage konfrontiert, ob und in welchem ​​Umfang sie militärische Unterstützung für die Ukraine geben sollen. Diese Fragen spiegeln sich beispielsweise in den Differenzen zwischen den Regierungen der USA und Deutschlands sowie in den Meinungsunterschieden zwischen der US-Regierung und ehemaligen US-Politikern. In diesem Zusammenhang kann man, falls das Budapester Memorandum rechtliche Verpflichtungen begründet und nicht eine bloße politische Erklärung darstellt (siehe dazu mein Beitrag im demnächst erscheinenden Polish Yearbook of International Law), die Frage aufwerfen, welche rechtlichen Verpflichtungen für die beiden westlichen Vertragsparteien Großbritannien und USA geschaffen wurden. Zudem ist zu fragen, welche Folgen das Verhalten dieser Parteien im Rahmen des Dokuments insbesondere für das System der Nichtverbreitung von Kernwaffen hat, “in Verbindung mit” dem der Vertrag angenommen wurde.

Verzicht auf militärische Intervention als Vertragsverletzung?
Die Deutsche Welle sagte, “Das Budapester Memorandum sei … von der russischen, aber auch von der westlichen Seite nicht eingehalten worden.” Das war die vorherrschende Meinung von Kommentatoren, die in den Medien das Budapester Memorandum diskutierten. Ein politscher Kommentator sagte über die Bemerkungen der Bundeskanzlerin bei der Münchner Sicherheitskonferenz: “Sie hätte hinzufügen können, dass die westlichen Unterzeichner des Budapester Memorandum, USA und Großbritannien, aber auch die anderen europäischen Länder, es Russland erlaubt haben, sich rücksichtslos über die Abmachungen hinwegzusetzen. Die westlichen Ländern kamen ihren Verpflichtungen ebenfalls nicht nach.” (Hervorhebung hinzugefügt).

Die Ukraine selbst sieht offenbar die Dinge in einem ähnlichen Licht. Das ukrainische Parlament wandte sich am 13. März 2014 an “die Garantiemächte für die Sicherheit der Ukraine” und rief sie auf, “ihren Verpflichtungen” nach dem Budapester Memorandum “mit allen möglichen diplomatischen, politischen, wirtschaftlichen und militärischen Maßnahmen nachzukommen.” Es wird implizit festgestellt, dass das Memorandum Verpflichtungen für die USA und Großbritannien geschaffen hat, vermutlich sogar eine Verpflichtung auf bestimmte Aktion(en) als Reaktion auf Russlands Bruch der Vereinbarung.

Die Verpflichtungen nach dem Budapester Memorandum
Die eindeutige Kern des Budapester Memorandums ist eine Bestätigung – oder auch Rückbestätigung – der territorialen Integrität der Ukraine innerhalb seiner Grenzen zum Zeitpunkt der Auflösung der Sowjetunion. Das oben ausgeführte Verpflichtung ist in Absatz 1 enthalten.

Nach Artikel 2, verpflichten sich die Parteien wie folgt:

… “Bekräftigen ihre Verpflichtung, auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit der Ukraine zu verzichten und keine Waffengewalt gegen die Ukraine außer zur Selbstverteidigung oder auf andere Weise in Übereinstimmung mit der Charta der Vereinten Nationen anzuwenden.”
Eine Verpflichtung des gleichen oder ähnlichen Inhalts gilt für die Parteien auch auf Grund des allgemeinen Völkerrechts. Ein Alleinstellungsmerkmal hat die Garantie des Memorandums in Artikel 1, die “die bestehenden Grenzen” bestätigt – und damit klar macht, dass keine der Parteien einen Gebietsanspruch gegen die Ukraine hat.

Weiterlesen:
Die Artikel 1 und 2 (sowie Artikel 3 hinsichtlich der Ausübung wirtschaftlichen Zwangs) enthalten Verpflichtungen, bestimmte Handlungen zu unterlassen. Die Völkerrechtskommission (International Law Commission – ILC) hat zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer Arbeit über die staatliche Verantwortung unterschieden zwischen Verpflichtungen auf Unterlassung (‘obligations de ne pas faire’) und Verpflichtungen auf ein bestimmtes Tun (‘obligations de faire’) (siehe z.B. den vorläufigen Bericht von Gaetano Arangio-Ruiz, §§ 44 ff. – PDF Download), aber das stünde in Bezug auf jede Hauptpflicht “unabhängig von ihrer Herkunft oder Rechtsnatur” (Artikel zur Staatenverantwortlichkeit, Art. 12) nicht im Einklang mit der allgemeinen Anwendbarkeit der Regeln über die Völkerrechtliche Verantwortlichkeit. Bei der Prüfung der Hauptpflichten ist die Unterscheidung zwischen Handeln und Unterlassen dennoch wichtig. Dies trifft besonders zu bei der Frage von Gewaltanwendung. Hier ist die Standardregel ein Unterlassen; und erst wenn der Verantwortungsfall eintritt, ist ein Handeln häufiger als Unterlassung als Art der Durchführung genannt. Und so sollte es sein. Die Anwendung von Gewalt ist ein Feld, in dem man vor der Einfügung einer Vorschrift zur Handlung in ein kodifiziertes Gesetz oder in eine andere Handlungsanweisung die allergrößte Sorgfalt wahren muss. Die Gefahren einer automatischen Reaktion im Bereich der Gewalt sind gut belegt. Man unterscheidet also für diese Zwecke zwischen den Pflichten zur Unterlassung und den Pflichten zum Handeln – was auch immer das Allgemeine Völkerrecht aus ihnen macht. Der Artikel 5 des Nordatlantikvertrags darf nicht mit Artikel 2 Abs. 4 der UN-Charta  – noch mit dem Budapester Memorandum verwechselt werden.

Die Parteien sind im Jahr 1994 keine Verpflichtung auf eine militärische Aktion eingegangen. Das Memorandum verlangt, dass die Russische Föderation, Großbritannien und USA unter bestimmten Umständen bestimmte Schritte unternehmen, im Wesentlichen Verfahrensmaßnahmen. Erstens “bekräftigen” die anderen drei Parteien (nach Artikel 4), dass sie,  “falls die Ukraine Opfer eines Akt der Aggression oder ein Ziel einer Angriffsdrohung wird, bei denen Kernwaffen verwendet werden, sofort den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ersuchen, Aktionen zum Schutz der Ukraine zu ergreifen.” Das ist eine Verpflichtung zu einem   Verhalten, keine Ergebnispflicht. In der Tat haben die USA und Großbritannien “beim Sicherheitsrat … um Aktion nachgesucht”, und zwar sehr bald nach dem Beginn der russischen Aggression. Dabei handelte es sich um die Entschließungsvorlage vom 15. März 2014 (die dann durch ein Veto [Russlands] abgelehnt wurde). Auch hier kann es bezweifelt werden, ob das Ersuchen an den Sicherheitsrat obligatorisch war. Eine Verpflichtung in dieser Hinsicht besteht in Fällen, wenn bei der Aggression oder Aggressionsdrohung “Atomwaffen zum Einsatz kommen.” Atomwaffen waren bis zum 15. März 2014 nicht verwendet worden und es war auch nicht  (zumindest nicht offen) damit gedroht worden (die späteren Andeutungen über den Einsatz solcher Waffen im Zusammenhang mit den eskalierenden Feindseligkeiten gibt dennoch Anlass zu ernster Besorgnis).

Eine zweite Vorschrift zur Ergreifung von Maßnahmen wird in Artikel 6 festgestellt, die verlangt, dass die Parteien “für den Fall, dass eine Situation entsteht, in der diese Verpflichtungen in Frage gestellt werden, konsultieren” werden. Eine solche “Situation” ist zweifellos entstanden. Großbritannien und die USA haben über die Angelegenheit die Ukraine und einer Reihe von westeuropäischen Staaten “konsultiert”.

Es wäre jedoch sehr vereinfacht zu sagen, dass die Sache damit erledigt wäre. Das Budapester Memorandum ist kein isoliertes Instrument. Es gehört in den Rahmen der Atomwaffensperrverträge – explizit deutlich im Hinblick auf den Titel, und im Hinblick auf seine positive Bezugnahme auf den Beitritt der Ukraine zum Atomwaffensperrvertrag als Nichtkernwaffenstaat, und “unter Berücksichtigung der Verpflichtung der Ukraine, alle Atomwaffen in ihrem Hoheitsgebiet zu beseitigen.” Wie die deutsche Kanzlerin schon fragte: “Wer hätte seine Kernwaffen abgeschafft,” wenn es keine “Gegenleistung” für die Sicherheit gibt? Man kann wohl kaum darüber spekulieren, ob das Memorandum, nachdem es eine Partei zu einem bestimmten Verhalten verpflichtet, nicht auch eine gewisse symmetrische Ausgleichspflicht in Bezug auf das Verhalten seitens der anderen Parteien enthält, und nicht nur ein Versprechen der Zurückhaltung darstellt.

Nichtverbreitung von Kernwaffen als Kontext, Ziel und Zweck
Es ist richtig, auf die Verbindung zwischen den im Budapester Memorandum enthaltenen Verpflichtungen und die Nichtverbreitung [von Kernwaffen] hinzuweisen, nicht nur als eine politische Angelegenheit, sondern (unter der Annahme, dass das Instrument rechtlich bindend ist) auch zum Zweck der Auslegung. Wenn man die Präambel als Teil des Kontextes ansieht (siehe Kommentar (13) – PDF Download zum Textentwurf des späteren Artikels 31 des Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge), ist die Bindung an den Atomwaffensperrvertrag explizit. Insofern ist der Atomwaffensperrvertrag relevant für die Auslegung der im Memorandum enthaltenen Garantien: Das sind keine abstrakt angenommen Garantien, sondern sie stehen vielmehr im Zusammenhang mit der Abrüstung. Auf ähnlich Wiese sind Sinn und Zweck des Atomwaffensperrvertrags relevant für die Interpretation des Memorandums, auf den es sich bezieht. Dies bedeutet also, das Budapester Memorandum ist unter Anwendung der Auslegungsregeln und auch unter Einhaltung der Grenzen des guten Glaubens und der gewöhnlichen Bedeutung der Begriffe des Vertrages in Übereinstimmung mit dem System der Nichtverbreitung [von Kernwaffen] zu interpretieren.

Folgendes ist klar: Die Ereignisse von 2014-2015 in der Ukraine sind ein unglückliches Beispiel für das System der Nichtverbreitung [von Kernwaffen]. Staaten, die erwägen, die Verpflichtungen des Atomwaffensperrvertrags einzugehen, werden in der westlichen Reaktion nach dem Budapester Memorandum allen Grund haben, den Verzicht auf (oder die Aufgabe von) Atomwaffen in Zweifel zu ziehen. Das Problem wurde beispielsweise schon in der Die Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) festgestellt; und auch im Vorbereitungsausschuss für die 2015 stattfindende Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags; von ukrainischen Juristen und Verfassern von Artikeln über die Nichtverbreitung von Kernwaffen ganz zu schweigen.

Dies ist eindeutig ein Problem für die Zukunft der Nichtverbreitung [von Kernwaffen], aber es ist schwer zu sehen, dass die bestehenden Bedingungen die Parteien verpflichten könnten, die Situation in einer [wie auch immer] vorgeschriebenen Art und Weise zu lösen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Staaten unter bestimmten Umständen Verhandlungen geführt haben, und sie akzeptieren die Vorteile, die die Bedingungen der Verträge ihnen bieten. Eine ordnungsgemäß getroffene Abmachung ändert sich aber nicht jedes Mal, wenn sich die Umstände ändern. Der Ausnahmecharakter der rebus sic stantibus ist in Artikel 62 der Wiener Vertragsrechtskonvention (WVK) reflektiert. Die Veränderungen seit Anfang 2014 zwischen der Ukraine und Russland sind im relevanten Sinne hinsichtlich einer Reihe von ihren vertraglichen Beziehungen von grundlegender Bedeutung: Russland ist einer schweren Verletzung schuldig. Aber eine gegenseitige Beistandsverpflichtung inklusive Militärhilfe vor Ort entsteht damit für einen Drittstaat mangels ausdrücklicher Verpflichtung noch nicht.

Es stimmt, allgemeine Überlegungen der Fairness sind nicht hier irrelevant. Es wurde vorgeschlagen, dass internationale Richter, nicht zuletzt der Internationale Gerichtshof (IGH), in Grenzstreitigkeiten für einen angemessenes Ausgleich zwischen den Parteien sorgen könnten, auch wenn dies eine gewisse Belastung für die Verträge bedeutet, die sie zu interpretieren hätten. Die Bedingungen bleiben dennoch wie von den Parteien vereinbart, und nicht alle Instrumente sind in ihren Bedingungen oder in ihren praktischen Auswirkungen symmetrisch (siehe dazu z.B. auch den zweiten Bericht von Fitzmaurice (PDF Download)  über das Recht der Verträge § 126).

Zum Abschluss ist zu sagen, dass die westlichen Parteien im Budapester Memorandum keine Bedingungen akzeptiert haben, die sie zur Durchführung einer militärischen Intervention, oder, was das betrifft, zur Leistung anderer Formen der militärischen Unterstützung verpflichtet hätten; und das sollte nicht überraschen. Der Text hat der Ukraine eine Garantie im beschriebenen Ausmaß gegeben. Was positive Maßnahmen angeht – also Verpflichtungen zu handeln – können wir nur nur sehr begrenzte Schritte identifizieren, die die Parteien im Falle einer Verletzung der Garantien übernehmen. Die juristische Ausarbeitung reflektiert so getreu die Vorsicht der Diplomaten.

Die Frage für die Zukunft ist, ob entweder die Juristen oder die Diplomaten angemessen berücksichtigt haben, wie die Praxis nach dem Budapester Memorandum das breitere völkerrechtlich-strategische Umfeld beeinflussen könnte. Die Sorge wächst jetzt – und ist begründet -, dass das Geschehen von 2014-2015 die Nichtverbreitung [von Kernwaffen] in Frage gestellt hat. Mit dem Budapester Memorandum gelang es, den Staat atomwaffenfrei zu machen, in dem der zur damaligen Zeit weltweit drittgrößte Vorrat von Atomwaffen vorhanden war. Dies geschah auf der Grundlage ein Verhandlungslösung. Andere Staaten werden unter Berücksichtigung des Kerns der Abmachungen in der Zukunft wahrscheinlich wichtige Fragen über das stellen, was sie als Gegenleistung dafür erhalten. Die Atommächte und die Möchtegern-Atommächte werden das Schicksal des Budapester Memorandum als warnendes Beispiel nehmen. Es ist zu fragen, ob das Budapester Memorandum, so sorgfältig es rechtlich auch ausformuliert war, wirklich eine gute juristische Strategie  war – und welche Maßnahmen die Parteien heute noch ergreifen können, um dessen Ziel und Zweck sicherzustellen.  

http://de.euromaidanpress.com/2015/03/12/budapester-memorandum-haben-die-westlichen-parteien-eine-rechtliche-verpflichtung/

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 12 März 2015 - 23:43

Frühere ukrainische Politiker genießen ein Luxusleben in Moskau
Vor einem Jahr, als der bedrängte, vierte ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch aus Kyiw floh, hatte er nur begrenzte Möglichkeiten, wo er Zuflucht suchen könnte.

Seinem Abgang aus der Hauptstadt am 21. Februar gingen drei dunkle Tage voraus, an denen 77 Demonstranten und 18 Polizisten in Zusammenstößen auf den Straßen starben, viele von ihnen von Heckenschützen erschossen, unter Umständen, die immer noch nicht ganz geklärt sind. Die Toten waren der traurige Höhepunkt von Massenprotesten auf den Straßen, die drei Monate davor durch Janukowytschs Entscheidung ausgelöst wurden, die Unterzeichnung des Assoziierungsvertrages mit der Europäischen Union auszusetzen.

Obgleich Janukowytsch behauptete, dass er aus Angst um seine persönliche Sicherheit geflohen sei, war seine Machtbasis in Kyiw praktisch zusammengebrochen und die Mehrzahl der Regierungsgebäude von Demonstranten besetzt.

Am 21. Februar flog er per Hubschrauber nach Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, in einem letzten verzweifelten Versuch, zumindest einen letzten Rest seiner schwindenden Macht über das Land zu behalten, wie es in Berichten und dem jüngst erschienenen Buch „Maidan: Die unerzählte Geschichte“, das diese Woche [erste Präsentation am 16.2.2015; Anm. d. Übers.] erschienen ist, zeitgleich zum Jahrestag des Höhepunktes des Volksaufstandes im Zentrum Kyiws, der die Regierung vertrieb.

Nachdem ihm klar wurde, dass er auch die Unterstützung seiner engsten Verbündeten verloren hatte, flog er nach Donezk, so wird berichtet, nun Hauptstadt der selbsternannten separatistischen “Donezker Volksrepublik”. Von dort versuchte er, nach Russland zu fliegen, aber sein Flieger bekam keine Starterlaubnis. Er fuhr dann auf die Krim, die weniger als einen Monat später von Russland annektiert wurde.

Von der Krim aus wurde er mit einem Militärschiff auf russisches Territorium eskortiert, und am 25. Februar hatte er sich bereits im 11. Stockwerk des Moskauer Luxushotels Ukraina häuslich niedergelassen, gemeinsam mit dem ehemaligen Generalstaatsanwalt Wiktor Pschonka und dem ehemaligen Innenminister Witalij Sachartschenko, wie es im Buch heißt.

Alle drei stehen nun zusammen mit einem weiteren Trio von in Ungnade gefallenen früheren Funktionären auf der EU-Sanktionenliste, da sie im Zusammenhang mit der Veruntreuung von Staatsgeldern und deren Ausfuhr aus der Ukraine gesucht werden. Sie leben alle nun angeblich in Moskau.

Unterschlagung auf höchster Ebene
„Ich sage offen, dass er [Janukowytsch] uns gebeten hat, ihn nach Russland zu bringen und wir das getan haben”, sagte Präsident Putin professionellen Russland-Beobachtern bei einem Treffen des Diskussionsklubs Waldai im Oktober.

In Moskau zog Janukowytsch nach Barwicha, eine der teuersten Gegenden in den Moskauer Vororten, berichtete die Website von RBK. Nowo-Ogarjowo, einer von Putins offiziellen Amtssitzen, befindet sich in der Nähe.

In einem Interview für die Nachrichtenwebsite LB.ua im vergangenen Juli sagte Oleksandr, Janukowytschs Sohn, dass sein Vater nun „Leute treffe und die ganze Zeit die Situation analysiere“.

Er traf auch den US-Filmregisseur Oliver Stone, der Janukowytsch im Dezember für seinen geplanten Dokumentarfilm über die Massenproteste in Kyiw interviewte.

„Ich bin zuversichtlich, dass mein Vater mit seiner Erfahrung und seinem Wissen unserem Land Nutzen bringen kann, wie unrealistisch das derzeit auch klingen mag”, sagte Oleksandr Janukowytsch in dem Interview.

Wie der Vater, so der Sohn
Oleksandr Janukowytsch floh auch auf einem ähnlichen Weg aus der Ukraine wie sein Vater, blieb aber länger als einen Monat auf der Krim, bis die Halbinsel russisches Territorium wurde, und übersiedelte dann erst nach Moskau.

Ohne langen Aufschub gründete Oleksandr Janukowytsch – der unter der Präsidentschaft seines Vaters einer der einflussreichsten Geschäftsleute in der Ukraine geworden war – im Mai zwei Unternehmen in St. Petersburg: Arsenal-Invest und Arsenal-Estate. Laut der amtlichen Eintragung von Arsenal Invest aus einer Open-Source Datenbank ist es die wichtigste Funktion des Unternehmens, „industrielle Gruppen und Holdings zu managen“.

Weiterlesen:
Mykola Asarow, Ministerpräsident unter Janukowytsch von 2010-2014, floh auch via Charkiw nach Moskau. Anfang des Monats berief er in Moskau eine Pressekonferenz ein, bei der er sein Buch über die politische Krise in der Ukraine präsentierte. Er ging nicht näher darauf ein, wie er seine Zeit in Russland außer mit Schreiben verbringt. Die Nachrichten-Website RBK berichtete im vergangenen Oktober, dass Asarow vermutlich Eigentümer eines 4,000 Quadratmeter großen Grundstücks im renommierten Bezirk Istra in der Oblast Moskau sei.

Der ehemalige Innenminister Witalij Sachartschenko [im englischsprachigen Originalartikel irrtümlicherweise als Alexander bezeichnet, Anm. d. Übers.], der von den ukrainischen Behörden verdächtigt wird, die Massentötung von Demonstranten am Maidan organisiert zu haben, hat die russische Staatsbürgerschaft erhalten und wurde leitender Berater bei der russischen Staatskorporation Rostec, die errichtet wurde, um die High-Tech Industrieproduktion im Land zu entwickeln, berichtete die Nachrichtenagentur TASS im vergangenen Monat.

Der ehemalige Stellvertretende Ministerpräsident Serhij Arbusow lebt nach Angaben von RBK ebenfalls in Moskau, arbeitet jedoch in St. Petersburg und leitet ein politisches Zentrum (Forschungszentrum für ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung der GUS Länder, Zentral und Osteuropa). Laut den Angaben der Website des Zentrums befindet es sich im Gebäude der Russischen Akademie der Wissenschaften St. Petersburg.

Der ehemalige Generalstaatsanwalt Wiktor Pschonka, berüchtigt für sein pompöses Haus am Stadtrand von Kyiw, ist seit dem Sturz des Regimes eher nicht in Erscheinung getreten. Aber in der Klage, die er wegen der Sanktionen, die gegen ihn erlassen worden waren, beim Gerichtshof der Europäischen Union eingebracht hat, gibt er Moskau als aktuellen Wohnsitz an.

Die derzeitige ukrainische Regierung, die nach der Flucht dieser Männer an die Macht kam, hat Haftbefehle gegen alle erlassen, und Interpol hat sich angeschlossen: Janukowytsch und Asarow werden wegen des Verdachts der Unterschlagung und der Untreue gesucht. Russland hat Auslieferungsabkommen mit der Ukraine und anderen GUS-Ländern, doch letzte Woche sagte der der russische Generalstaatsanwalt Juri Tschaika, dass Russland einem Auslieferungsantrag für den ehemaligen Präsidenten nicht nachkommen würde, weil er meinte, dass er in der Ukraine aus politischen Gründen verfolgt würde.

Unter internationalem Recht könne Russland Auslieferungsbegehren für Einzelpersonen ablehnen, die aus politischen Gründen verfolgt würden, so Tschaika. Moskau scheint aller Voraussicht nach ein sicherer Hafen für die flüchtigen, ehemaligen ukrainischen Funktionäre zu bleiben.

http://de.euromaidanpress.com/2015/03/11/fruehere-ukrainische-politiker-geniessen-ein-luxusleben-in-moskau/

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Lagebericht von InformNapalm: taktische Lage und Prognosen des möglichen Gegnervorgehens

Beitrag  telzer am Fr 13 März 2015 - 14:21

Eine taktische Überlegung von Informnapalm , hervorzuheben ist die mittlerweile bei der (militärischen) Führung der Ukraine angekommenen Übernahme der Informationen von Informnapalm.org ( auch hier im Forum berichtet ) .
Somit sind diese Einschätzungen der Situation im Bereich der ATO auch der Administration bekannt  :daumen


informmapalm.org deutsch schrieb:Seit dem Moment des Beginns der Waffenruhe am 15.02.2015 haben die Söldner eine Rotation der eigenen Kräfte durchgeführt.

Den Abzug der schweren Artillerie imitierend, haben sie in Wirklichkeit ihre Umdislozierung und Maskierung auf dem Territorium der Industrieobjekte durchgeführt. Der Gegner fing mit der Verlegung der mechanisierten Einheiten zur Berührungslinie an, dies mit der Notwendigkeit einer Gewährleistung von verlässlicher Verteidigung eigener Stellungen im Falle einer ATO-Offensive motivierend. Somit ist es den terroristischen Streitkräften gelungen, Sturmgruppen der eigenen Kräfte in unmittelbarer Nähe zur Berührungslinie mit den Streitkräften der Ukraine zu bilden.

Nach Insider-Informationen haben die Söldner mechanisierte Einheiten aus Horliwka in die Gegend von Mikitiwka verlegt und diese in Hinterhöfen von Wohnhäusern aufgestellt, was die Möglichkeit einer genauen Bestimmung der quantitativen und qualitativen Zusammensetzung der Gruppierung von Gegnerkräften bedeutend erschwert. Auch wurde ein Vorrücken der Söldner-Einheiten in Richtung Dserschynsk registriert. Das Vorhandensein einer grossen Menge an verwahrloster Industrieobjekte im Nordosten von Horliwka verleiht ihnen eine Möglichkeit, Stosstruppen anzuhäufen und den Informationsleak über ihre Anwesenheit zu minimieren, der unter der lokalen Bevölkerung verbreitet wird. Ungefähre Technikanzahl in der genannten Gegend beläuft sich auf 30 Panzer und bis zu 50 Schützenpanzerwagen. Man sollte auch die Beschüsse der Blockposten in Artemiwsker (Majorsk) und Dserschynsker Richtung erwähnen, die im Laufe der letzten drei Tage geführt wurden, was von einer Vorbereitung der Angriffe auf genannten Richtungen zeugen kann.

Ähnliche Situation ergibt sich auch in den Ortschaften Perwomajsk, Stachanowe, Brjanka, Altschewsk und Kirowsk. Jeden Tag fixieren die Insider von InformNapalm die Ankunft von Kolonnen schwerer Technik und Fahrzeuge mit Kampfsatz. Das kann von einer Angriffsvorbereitung in Perwomajsk-Artemiwsk und Perwomajsk-Lyssytschansk Richtungen zeugen.

Der Gegner setzt die Anhäufung der Stosskräfte in Richtung der Ortschaften Stschastje und Stanyzja Luhanska fort.

Aber wir erinnern, dass der Angriff auf die Ortschaft Stschastje vom Süden aus unmöglich ist- wegen dem Vorhandensein einer natürlichen Wasserbarriere (Fluss Siwerskyj Donez)- was wiederum den ukrainischen Streitkräften eine starke Befestigungsanlage zu errichten erlaubte. Für eine erfolgreiche Einnahme-Operation von Stschastje können die terroristischen Streitkräfte einen Angriff vom Norden aus durchführen, mit dem Ziel, Stschastje von den Versorgungswegen abzuschneiden. Der Ausgang auf Stschastje von nördlicher Seite aus ist nur im Falle eines Angriffs von der Seite Millerowos oder Sjewjerodonezks möglich. Die erste Variante ist für Russland unter jetzigen politischen Bedingungen inakzeptabel und kann nur im Falle der Kontrolle über die Überfahrten im Raum von Sjewjerodonezk realisiert werden. Das wird die Verlegung einer grossen Menge an Technik und Mittel vom okkupierten Territorium aus zu imitieren erlauben, wobei man diese von der Seite Millerowos einführen wird. Eben darum annoncieren die Söldner auch einen Angriff auf Sjewjerodonezk. Es ist ihnen sogar unwichtig, welche Menge an Technik und Mittel diese Stadt erreichen kann. Hauptsache: ein Bild der massenhaften Technikverlegung über Siwerskyj Donez zu erschaffen. Ferner wird ein Angriff auf Sjewjerodonezk die rechte Flanke der Hauptrichtung der zukünftigen Offensive der terroristischen Kräfte zu decken erlauben. Worüber wir weiter unten berichten werden.

Die Eisenbahnstrecke Luhansk- Stanyzja Luhanska- Patronowka erlaubt im Falle ihrer Kontrolle, die Zeit für eine Technikverlegung aus Russland nach Luhansk zu verringern, darum sollte das Kommando des Sektors „C“ dieser Richtung besondere Aufmerksamkeit widmen. Ausserdem wird die Kontrolle über die Eisenbahnstrecke einen Angriff auf die Ortschaft Stschastje auszuführen erlauben, indem man die Kräfte vom Territorium Russlands aus einführt.

Was Mariupol angeht, so erlaubt das Vorhandensein des natürlichen Hindernisses in Form vom Fluss Kalmius keine Offensive in Richtung Nowoasowsk-Mariupol zu entwickeln, obwohl nach bei uns vorliegender Information in der genannten Richtung eine Anhäufung der Stosskräfte der Söldner stattfindet.

Ausserdem ging Information über die Vorbereitung der Seelandungstruppen durch die terroristischen Streitkräfte im Raum der Ortschaft Samsonowe ein. Wir hoffen, dass das ATO-Kommando diese Möglichkeit vorausgesehen und eine Verminung der Wasserfläche des Asowsches Meeres im Raum von Mariupol ausgeführt hat. Aber am wahrscheinlichsten scheint uns die Luftlandung der „Söldner“ (sprich: der Marineinfanterie der Schwarzmeerflotte) im Raum der Ortschaften Jalta und Ursuf, mit dem Ziel Mariupol von der Bundesstrasse M14 abzuschneiden.

Auch, ausgehend von der Information über die Versetzung der Schwarzmeerflotte in Gefechtsbereitschaft am 12. März, sollte man auch die Möglichkeit einer Blockierung und der Angriffe auf den Hafen in Odessa nicht ausschliessen, welcher der Hauptstützpunkt der Seestreitkräfte der Ukraine ist. Am Donnerstag haben die Raketenträgerschiffe der Schwarzmeerflotte im Verband der taktischen Gruppe die Organisation eines Raketenangriffs auf die Schiffsgruppierung eines „fiktiven Gegners“ abgearbeitet. An der Abarbeitung nahm auch das Raketenträgerschiff der Schwarzmeerflotte RF auf einem Luftkissen „Bora“ teil.

Die Anhäufung der Terroristenkräfte auf den nordwestlichen und westlichen Rändern von Donezk zeugt von beabsichtigten Angriffen in Richtung Kurachowe und Awdijiwka. Unserer Meinung nach werden diese Angriffe rein ablenkender Natur sein.

Wenn man all das Obengenannte berücksichtigt, können zum wahrscheinlichsten Geschehenszenario in der nächsten Zukunft die Angriffe auf Horliwka-Artemiwsk und Perwomajsk-Artemiwsk Richtungen werden. Das verleiht den Söldnern die Möglichkeit, die ATO-Kräfte von der Versorgungsbasis (in Artemiwsk) abzuschneiden und den Einkesselungsring um die ATO-Gruppierung im Raum von Switlodarsk zu schliessen. Parallel zu diesem Angriff werden Anschläge auf die Ortschaften Dserschynsk und Lyssytschansk ausgeführt, deren Aufgabe es ist, die Flanken der Hauptstossgruppe zu decken. Im Falle einer erfolgreichen Realisation werden die Söldner nur ein paar Stunden brauchen, um Slowjansk von der Bundesstrasse M03 abzuschneiden. Damit berauben sie die ATO der Möglichkeit einer schnellen Evakuierung des ATO-Stabs in Kramatorsk und blockieren seine Arbeit, was ihnen ferner die Möglichkeit verleiht, all die obengenannten Operationen durchzuführen, indem sie den Verlust der Führung nutzen. Auch gibt es dem Gegner Trümpfe für nachfolgenden Handel mit der militärisch-politischen Führung der Ukraine in weiteren Friedensverhandlungen (nennen wir sie „Minsk-3“) im Falle der erfolglosen Resultate der Angriffe in anderen Richtungen.

Höchstwahrscheinlich wird der ATO-Stab während der Angriffe auf Artemiwsk mit Raketenwerfersystemen „Smertsch“ beschossen, und bei der Einnahme von Artemiwsk gar mit Raketenwerfersystemen „Uragan“, was eine Evakuierung unmöglich machen wird. Was die Möglichkeit der Angriffe auf der Horliwka-Dserschynsk-Konstantinowka-Druschkiwka-Kramatorsk Richtung angeht, so hoffen wir, dass das ATO-Kommando die Erfahrung von Wuhlehirsk im Auge behalten und ein paar Überraschungen für die Söldner im Konglomerat vorbereitet hat, das sich über eine Distanz von 40 Kilometern erstreckt.

Bis zu den Nachrichten über das „Verschwinden“ und „Krankheit“ des Präsidenten RF W.Putin konnte man gar das Datum der obengenannten Operation nennen. Nach Information unserer eigenen Quellen wurden auf den okkupierten Territorien mehrmals Angaben notiert, dass im Umfeld der prorussischen Söldner permanent die Daten der Offensive 14.-16. März genannt werden (zum 16. März wurde sogar die Säuberung von Artemiwsk geplant). Des Weiteren kamen bei der lokalen Bevölkerung der Städte, die als die Richtungen der Hauptangriffe oben angegeben wurden, mehrmals SMS von Verwandten ein, die auf der Seite der Terrorbandenformationen kämpfen, mit der Warnung, die Städte genau im angegebenen Zeitraum zu verlassen. Man kann hier die Schlussfolgerung über den Operationsbeginn in der Nacht vom 13. auf den 14. März ziehen. Höchstwahrscheinlich um 5:00 Morgens nach Moskauer Zeit (4:00 Uhr Kiewer Zeit- das ist bereits Klassik).

All das Obengenannte ist nur eine Variante des Geschehens basierend auf einer Auswertung der taktischen Lage und der Angaben über die Ausgangsstellungen der Gegnerkräfte. Offensichtlich ist, dass der ausschlaggebendste Schritt von einer konkreten politischen Entscheidung abhängen wird, womöglich wurde der ganze Lärm um das Verschwinden von Putin vom Schauplatz des Geschehens gar nicht zufällig geschlagen, es ist nicht auszuschliessen, dass als sein Initiator die russische Seite selbst auftritt. Am Vorabend der schicksalhaften Entscheidungen konnte der Imperator sich selbst ein „Alibi“ erfinden, um sich Platz für ein Manöver zu lassen…

Und hier wie immer der Hinweis auf den "Spender"

Quelle : Dieses Material wurde von Artem Wasilenko und Roman Burko speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf die Autoren und unser Projekt erforderlich.

taktische Lage und Prognosen des möglichen Gegnervorgehens

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Fr 13 März 2015 - 20:11

Gross angelegte Militärmanöver der russischen Okkupanten in Abchasien und im Raum von Samatschablo (Georgien)
Seit dem Ende Februar 2015 führen die russische Streitkräfte gross angelegte Militärübungen auf den okkupierten Territorien Georgiens durch – in Abchasien und im Raum von Samatschablo (das sogenannte Südossetien).

Das Hauptziel dieser Manöver ist die Vorbereitung auf eine mögliche militärische Operation gegen Georgien. Im Laufe der Übungen wird grosse Aufmerksamkeit der Gefechtsführung unter Verwendung aller Arten der Bewaffnung auf unbekanntem Terrain gewidmet.

Zu den Übungen wurden faktisch alle vorhandenen Unterabteilungen aus zwei Okkupationsstützpunkten – in Abchasien (7. Stützpunkt) und in der Region Samatschablo (4.Stützpunkt) hinzugezogen. Wir erinnern, dass sich eine bataillon-taktische Gruppe aus dem 7. Stützpunkt gerade auf der „Rostower Dienstreise“ befindet. Im Laufe der Vorbereitung dieser Unterabteilungen in Abchasien (die Übungsplätze in Nagwalou und Zebelde) und in Samatschablo (Übungsplätze Dsarzemi und Tontobeti) sieht das Szenario der Übungen offensive Gefechtsführung vor.

Parallel werden auf den okkupierten Territorien Übungen des Kommandostabs durchgeführt, wozu auch das Kommando und das Führungspersonal des südlichen Militärbezirks wie auch das Kommando und einzelne Unterabteilungen der 49. und 58. Armee dieses Bezirks hinzugezogen wurden.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.][Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.][Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Zum Ziel des Erhalts der Spannung werden die Übungen auch am ganzen Perimeter der nördlichen Grenze zu Georgien durchgeführt. Es häufen sich unerwartete Nachprüfungen der Einsatzbereitschaft der militärischen Verbände und Einheiten.

Der Befehlshaber des Bezirks Generaloberst Galkin und seine Stellvertreter führen solche Inspektionen persönlich durch.

Vor kurzem wurden Treffen mit den Kommandeuren der Einheiten des südlichen Militärbezirks durchgeführt, im Laufe welcher die neue Methodik der Kampfführung besprochen wurde, die schrittweise eingeführt und im Laufe der Übungen abgearbeitet wird.

In der zweiten Januarhälfte im Nordossetien, Karatschai-Tscherkessien, Kabardino-Balkarien und Adygeja starteten intensive Übungen der Unterabteilungen der Spezialeinheiten und Aufklärung, wie auch der Gebirgsjägerbrigaden. Bei diesen Übungen wird grosse Aufmerksamkeit der Methodik der unerwarteten und nichtstandardisierten Handlungen gewidmet.

Gross angelegte Manöver, die auf den okkupierten Territorien von Georgien und an seinen nördlichen Grenzen stattfinden, haben ausser der Abarbeitung des Prozesses der Kampfvorbereitung und der Aneignung neuer Methodiken auch die Kraftdemonstration zum Ziel und deuten auf die Bereitschaft zu einer möglichen militärischen Operation in der „militärisch-strategischen Richtung“ hin.

Mit diesem Vorgehen versucht die russische politische Führung Georgien in Angst zu halten, indem es seine Staatlichkeit und politische Stabilität bedroht, im Bestreben den von ihm angenommenen Kurs auf den Westen zu vereiteln.

Anmerkung: Auf den angeführten Photos sind Übungen auf den 7. und 4. Okkupationsstützpunkten abgebildet, die früher stattgefunden haben.

Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.


https://de.informnapalm.org/gross-angelegte-militaermanoever-der-russischen-okkupanten-in-abchasien-und-im-raum-von-samatschablo-georgien/

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Chronik der russischen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit in der Ukraine

Beitrag  telzer am Sa 14 März 2015 - 17:59

Eine gute Zusammenfassung

informnapalm.org deutsch schrieb:17. Juli 2014

Prorussische Terroristen schiessen das Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Malaysia Airlines ab, infolge davon sterben alle Passagiere und die Besatzung (insgesamt 298 Menschen). Das Flugzeug wurde mit dem russischen Raketenwerfersystem „BUK“ abgeschossen.

14. Oktober 2014

Bei Mariupol, in der Siedlung Sartana, gerät ein Trauerzug unter Beschuss der prorussischen Söldner: 7 Zivilisten sterben, noch 17 werden verwundet.

5. November 2014

Beschuss der Schule Nr.63 in Donezk durch prorussische Terroristen aus Makijiwka. Infolge des Beschusses sterben 2 Teenager, noch drei bekommen Verletzungen verschiedenen Schweregrades.

13. Januar 2015

Der Beschuss eines Passagierbusses bei Wolnowacha durch prorussische Söldner. Auf der Stelle sterben 10 Menschen, davon 4 Männer, 6 Frauen, unter anderem auch ein 14-jähriges Mädchen. Noch 18 Menschen werden verwundet.

21. Januar 2015

Der Beschuss eines Busses in Donezk auf der Bosse-Strasse durch prorussische Terroristen. 15 Menschen sterben, 20 werden verwundet. Der Beschuss wurde mit einem sogenannten mobilen Mörser geführt, der auf einem Fahrzeug installiert wurde.

24. Januar 2015

Das GESAMTE Bezirk Wostotschny in Mariupol wird durch die prorussischen Terroristen beschossen. 20 Menschen sterben und noch 75 werden verletzt.

10. Februar 2015

In Kramatorsk wird durch die prorussischen Terroristen ein Flugplatz beschossen, Geschosse schlagen auch in den privaten Sektor ein: 7 Zivilisten sterben, 21 werden verwundet (darunter auch zwei Kinder).

13. Februar 2015

Prorussische Terroristen beschiessen Artemiwsk mit „Uragan“- Kassettengeschossen. Es sterben ein Zweitklässler und eine junge Frau. Ihre Tochter und noch 4 Menschen werden verwundet. Insgesamt sind unter den Verwundeten drei Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren.

22. Februar 2015

Prorussische Terroristen führen einen Terrorakt in Charkiw aus, während einer Friedensdemo zum Gedenken an die Opfer vom Maidan. Vier Menschen sterben, 9 werden verwundet.

6. März 2015

Samantha Power erklärt auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrats, dass in Debalzewe in den Kellern der Wohnhäuser über 500 Leichen der Zivilisten entdeckt wurden, die durch die russischen terroristischen Streitkräfte getötet wurden.

Das Vorhandensein eines Systems zeugt vom Vorhandensein einer Absicht und eines direkten Befehls. Woraus folgt, dass man die Frage nach einer absichtlichen VERNICHTUNG DES UKRAINISCHEN VOLKES durch russische terroristische Streitkräfte mit W.W.Putin an der Spitze stellen sollte.


Quelle: InformNapalm; übersetzt von Irina Schlegel


Bitte dem Link folgen um weiter zu lesen
Der Artikel ist sehr umfangreich und informativ und enthält auch weitere Links
https://de.informnapalm.org/chronik-der-russischen-kriegsverbrechen-gegen-die-menschlichkeit-in-der-ukraine/

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Russische militärische Kamaze in der Ukraine

Beitrag  telzer am So 15 März 2015 - 16:17

Gerade veröffentlicht Smile

Gebe hier nur den Link , weil die Quelle mehr Bildmaterial enthält als Text .

Russische militärische Kamaze in der Ukraine

Aber immer wieder gerne der Hinweis auf den "Spender"

Quelle : Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich

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Putin: Russland war bereit, Atomwaffen im Falle von Problemen auf der Krim einzusetzen

Beitrag  telzer am So 15 März 2015 - 18:07

Gerade veröffentlicht bei Infromnapalm.org deutsch:  

Wie krank ist dieser RuSSen Arsch ?  zum kotzen!

Für weitere Info auch den Link unten nutzen

Präsident Russlands Wladimir Putin erklärte, dass im Falle einer ungünstigen Entwicklung der Ereignisse auf der Krim Moskau auch die Atomstreitkräfte in Gefechtsbereitschaft zu versetzen bereit war. Darüber erzählt der Staatsoberhaupt im Dokumentarfilm “Krim. Der Weg in die Heimat”, der im TV-Kanal “Rossija-1″ ausgestrahlt wurde.

“Gleich in der ersten Etappe der Arbeit war ich gezwungen, unsere Streitkräfte entsprechend zu koordinieren. Nicht einfach nur zu koordinieren, sondern direkte Anweisungen, Befehle bezüglich des möglichen Verhaltens Russlands und unserer Streitkräfte bei jeglicher Entwicklung zu geben.”- sagte Putin.

Als er die Frage beantwortete, ob Russland dazu bereit war, seine Atomstreitkräfte in Gefechtsbereitschaft zu versetzen, sagte Putin: “Wir waren bereit, dies zu tun”.

Die Krim nannte der russische Führer “unser historisches Territorium”, wo “russische Menschen leben”, die sich nach dem durch “ukrainische Nationalisten” inszenierten Machtumsturz “in Gefahr” wiederfanden.

Der Präsident erzählte auch, dass die Raketenkomplexe “Bastion” auf der Krim so entfaltet wurden, dass man diese aus dem Weltall nicht sehen kann.

Früher in dieser Woche erklärte der Leiter des Departements in Fragen der Nichtweiterverbreitung und Kontrolle über die Streitkräfte des Aussenministeriums Russlands Uljanow, dass es ihm nicht bekannt ist, ob es auf der Krim russische Atomwaffen gibt, wobei “Russland natürlich das Recht besitzt, seine Atomwaffen auf seinem Territorium dort zu platzieren, wo es dieses für nötig hält, in jeder beliebigen Region.”

Quelle: Quelle: tvrain.ru; übersetzt von Irina Schlegel

Kommentar der InformNapalmRedaktion:

Wir werden nichts zur Widersprüchlichkeit der Aussagen der russischen Obrigkeit sagen – sie ist nach diesem Jahr wohl jedem offensichtlich: die russischen Politiker scheinen sich gar nicht mehr gross darum zu kümmern, ihre Aussagen unter einander abzustimmen-  aber wir haben doch viel zum Thema “Die Krim sei russisch” zu sagen. Nicht nur, dass es in unserem Team Menschen aus der Krim gibt, die im März letzten Jahres in die kontinentale Ukraine zu flüchten gezwungen waren, es gibt bei uns im Team auch Menschen, deren Vorfahren in den 1940ern aus der Krim, wo damals fast gar keine Russen gelebt haben, deportiert wurden. Aber viel aufschlussreicher zum Thema der wahren Zugehörigkeit der Krim und ihrer tatsächlichen historischen Ur-Bevölkerung wird in folgenden Artikeln gesprochen:

P. Gornostai “KrimUnser! oder noch einmal über die historische Gerechtigkeit”.

A. Subow “Die Krim ist unser?”

Was die Stationierung der Atomwaffen auf der Krim für Europa bedeuten kann, wird ausführlich in diesem Artikel erklärt: “Wie die Krim Putin dabei helfen wird, ganz Europa, Nordafrika und den Nahen Osten in Angst zu halten”.

Und zum Thema der “freiwilligen Rückkehr der Krim nach hause” haben wir eine Übersetzung der RUSSISCHEN Medien- einen Artikel der novayagazeta.ru:

“Krimer Kantstein ein Jahr später: Einzelheiten der russischen Sonderoperation zur Krim-Annexion”

Quelle : InformNapalmTeam

Putin: Russland war bereit, Atomwaffen im Falle von Problemen auf der Krim einzusetzen

Dieser Mensch wollte wirklich den 3. Welkrieg anfangen , wegen der Krim , wie krank muß dieses Hirn sein  Evil or Very Mad

Dann kann man in nachhinein nur froh sein , dass die Ukrainer zu dem Zeitpunkt so unorganisiert waren

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In der Fabrik der Troll-Armee des Kreml

Beitrag  telzer am Mo 16 März 2015 - 12:55

Es gab ja hier auch schon einen Bericht einer Finnischen Journalistengrupp

Hier eine Ergänzung - auch bitte den Link am Ende nutzen für Video´s und Weiteres

Es ist seit langem ein offenes Geheimnis [siehe auch “Finnische Journalisten besuchen russische Trollfabrik”], dass eine Armee von bezahlten russischen Internet-Kommentatoren (“Trollen”) von einer ruhigen Wohngegend im Norden von St. Petersburg aus operiert. Ein neuer Bericht von Moi Region und Nowaja Gaseta bietet einen noch aufschlussreicheren Blick in die sogenannte “Trollfabrik” [Anm. d. Übers.: im Original “troll den”, wohl nach einem Onlinespiel gleichen Namens], die angeblich jeden Tag Tausende von Kreml-freundliche Posts und Kommentare produziert.

Andrej Soschnikow von der St. Petersburger Wochenzeitschrift Moi Region sichtete eine Sammlung von Dokumenten und führte ein Interview mit einem ehemaligen Mitarbeiter der berüchtigten Internet-Forschungsagentur, die mehr als 400 Menschen in einem nicht näher bezeichneten Gebäude in der Sawuschkina-Str. 55 in St. Petersburg beschäftigt.

Das Interview bestätigt, was viele schon wussten über die Hunderte von Mitarbeitern, die gemeinsam Tausende von Social Media-Konten auf Livejournal, Twitter und anderen Plattformen unterhalten. Diese Benutzer schreiben Kreml-freundliche Beiträge anhand von vorgefertigten Gesprächsthemen und mischen sie zwischen unpolitische Beiträge über Fotografie, Mode, Sport und andere triviale Themen. Abgesehen von einem seltenen, wenn auch kurzen, undercover Video, das die Internet-Kommentatoren bei der Arbeit zeigt, ist der interessanteste Teil des Artikels von Soschnikow ist ein aufschlussreicher Cache-Speicher von Dokumenten, die eine unvollständige Liste von Livejournal-Konten enthalten, die von den Mitarbeitern betrieben werden, und natürlich die den Beschäftigten nach der Ermordung des Oppositionsführers Boris Nemzow vorgelegte Liste mit den Gesprächsthemen.

VIDEO

Die Arbeit als bezahlter Kommentator ist nicht so einfach, wie man denken könnte, da die Internet-Forschungsagentur strenge und anspruchsvolle Richtlinien für Beiträge aufgestellt hat.
Allgemeine Anforderungen an das Verfassen von Beiträgen:

       Vorgeschriebene Verwendung von Schlüsselwörtern in der Überschrift der Artikel (die priorisierten Schlüsselwörter sind in dieser technischen Spezifikation fett hervorgehoben)

       Vorgeschriebene Verwendung von Schlüsselwörtern im Text der Beiträge,

       Vorgeschriebene Verwendung von Grafiken/Bildern oder Videos auf YouTube zu diesem Thema des Beitrags (die Verwendung der von der Kreativabteilung zur Verfügung gestellten Bildern wird empfohlen)

       Ein Beitrag darf nicht weniger als 700 Zeichen (in der Tagschicht), und nicht weniger als 1000 (in der Nachtschicht) enthalten.

       Wenn ein Beitrag den oben genannten Punkten nicht genügt, wird er nicht gezählt.

Neben diesen allgemeinen Richtlinien werden bestimmte Gesprächsthemen und Suchbegriffe für verschiedene Themen wie die Ukraine, die EU, die USA, die russische Opposition usw. regelmäßig an die gut beschäftigten Mitarbeiter verteilt. Die Liste der von “Trollen” unterhaltenen Livejournal-Konten, die Soschnikow liefert, bestätigt die Erkenntnisse seines Artikels und zeigt zahlreiche Beiträge, die diesen Richtlinien entsprechen.

Ein typischer “Fake-Account” wird von “Natalya Drozdova” geführt, die einen Livejournal-Blog unterhält (Archiv), einen Twitter-Account, eine Facebook-Seite, ein “Google+”-Profil und ein VK-Konto. Natürlich ist Natalya Drozdova keine echte Person, die Konten werden nach den Dokumenten von Soschnikow von einer Mitarbeiterin namens Tatyana Kazakbayeva beschickt, aber “sie” interessiert sich für “Kunst, Psychologie, und alles, was in der Welt geschieht”. Die meisten Beiträge Natalyas sind unauffällig, wie ein Beitrag (Archiv) darüber, dass Facebook einen Status über “feeling fat” entfernt habe [Beispiel], eine ganze Reihe Parodien von Fifty Shades of Grey (Archiv), und einen Beitrag (Archiv) mit der Bitte um Rat in einem bizarren Disput mit einem Hausmeister eines Einkaufszentrums, ob man einen Kinderwagen in die Toilette mitnehmen darf..

Aber Natalya hat auch eine klare Meinung (Archiv) darüber, ob der Iran sein Atomprogramm weiterführen soll, und wundert sich (Archiv) öffentlich, ob denn die russische Opposition Boris Nemzow als “Opfer” ermordet habe, um ihren eigenen Zwecken zu dienen. Die Gedanken von “Natalya Drozdova” lesen sich wie die von der Internet-Forschungsagentur am 28. Februar festgelegten Richtlinien, sie wurden am selben Tag wie ihr Beitrag über Nemzow veröffentlicht.
Die durchgesickerte Anweisung vom 28. Februar:

   Technische Anweisung vom 28. Februar: “Hauptzweck: eine Meinung bilden, dass ukrainische Beamte möglicherweise am Tod des russischen Oppositionellen beteiligt waren. <…> Nemzows Tod war kein Zufall angesichts der Bedingungen für das Erreichen des Minsker Abkommens und der möglichen Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und Russland. Jetzt ist Russland wieder einmal zu einem Land geworden, gegen das der Westen negativ reagiert. Dies ist eine offensichtliche Provokation, um unter den Mitgliedern der Opposition Unzufriedenheit zu schüren, die nun Märsche und Kundgebungen beginnen werden mit der Forderung nach dem Sturz der Regierung.”

“Natalyas” Livejournal-Post am 28. Februar:

   “Seit dem Morgen sitze ich da und lese über die Umstände von Nemzows Tod. Je mehr ich lese, desto mehr bin ich überzeugt: Er wurde einfach von seinen eigenen Leuten getötet. Wo er getötet wurde (in der Nähe der Kremlmauer), wer er war, mit wem er zu der Zeit zusammen war (ein Model aus Kyiw, Anna Durytskaja), wie er getötet wurde (kein einfacher Autounfall oder Flugzeugabsturz, sondern eine Schusswunde), und auch die Tatsache, dass das Mädchen selbst unverletzt blieb, unabhängig davon, dass es viele Schüsse gab, lässt es als eine Provokation erscheinen. Begangen, um die Menschen dazu veranlassen, auf die Straße zu gehen und eine Revolution in unserem Land zu machen (wie das enden würde, ist ein anderes Thema).”

Der russische Internet-Experte Anton Nossik stellt in einem Kommentar auf der Geschichte bei Moi Region fest, dass nicht alle Kreml-Kommentare bezahlt sind, aber die gefaketeb seien deutlich erkennbar – und das bedeutet, bezahlte Trolle haben wenig Einfluss auf die politischen Ansichten des Publikums.

   “Sicherlich sind nicht alle regierungsfreundlichen Kommentare im Internet bezahlt. Unter den 70 Millionen RuNet-Nutzern gibt es zum Beispiel Millionen, die sich über den Krieg in der Ukraine freuen. Ihre Beiträge und Kommentare haben den Geruch nach Krankheit, Unterlegenheit, Wut … Aber in den Beiträgen, die auf der Basis von “Gesprächsstoff” entstanden sind, ist ein lebender Mensch schwer zu erkennen.”

Der Online-Propagandakrieg hat fast so viel Presse bekommen wie der reale Konflikt im Osten der Ukraine, und Russland scheint an beiden Fronten mehr Ressourcen zu besitzen. Die Ukraine hat vor kurzem versucht, der russischen Trollarmee durch die Aufstellung einer eigenen Brigade von Internet-Kommentatoren gegenüber zu treten, “gegen die Propaganda mit Tatsachen und Beweismitteln kämpft”. Da jedoch, wie dieser neue Einblick in die Front des Online-Informationskriegs zeigt, die russische Seite größer in der Zahl, besser finanziert und disziplinierter ist, ist sie beim Aufbau eines massiven Echos im RuNet erfolgreicher.

Quelle : Artikel von: Aric Toler    Global Voices, 14. März 2015

Übersetzt von: Euromaidan Press Übersetzerteam Deutsch

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Neue Photobeweise der Aktivität der russischen Truppen in der Region Belgorod

Beitrag  telzer am Di 17 März 2015 - 10:59

Ist schon schlecht , wenn man sich nicht mal an seine eigene Aussage hält Very Happy
“Russland ist ein Land, in dem man alles darf, Hauptsache man verrät sich nicht”, – so das Motto auf der Seite von Samat Bekembajew, einem Aufklärer der 23. selbständigen motorisierten Schützenbrigade, der sich selbst und seine Einheit so erfolgreich verraten hat
Tja Dummheit wird bestraft ( ob der jetzt 12 Jahre Gulag kriegt ?  )

informnapalm.org deutsch schrieb:Vor einigen Tagen haben wir über die Aufführung “Es ist Zeit, nach Hause zu gehen” berichtet, die von den “Verkleidungsgenies” der 23. selbständigen motorisierten Schützenbrigade aus Samara (Militäreinheit №65349) in Belgorod inszeniert wurde. Insbesondere fiel die bataillon-taktische Gruppe der 23. Brigade des Zentralen Militärbezirks auf, die am 20. Februar aus Samara nach Belgorod kam und am 9. oder 10. März schon “nach Hause wollte”, obwohl die Ablösung solcher Einheiten nur alle 3-4 Monate stattfindet. Paar Tage davor haben die russischen Internet-Krieger im Netz die Spuren verwischt, die von der Anwesenheit der Truppen in der Region Belgorod zeugten.

Es ist bemerkenswert, dass diese ganzen Aktivitäten der Spurenbeseitigung und “Zeit nach Hause zu gehen” seltsamerweise mit dem “geheimnisvollen” Verschwinden des obersten Befehlshabers – des russischen Präsidenten W. Putin – zusammenfielen.

Es gibt eine Reihe von Aufnahmen, die auf die Verlegung des Personals und der Technik der 23. Brigade zurück zum Stationierungsort hinweisen, überzeugender wirken aber andere Beweise, die vom Gegenteil sprechen. (Screenshots sind klickbar)

Nach unserer Vermutung war dieses ganze Getue mit “nach Hause gehen” eine gezielte Desinformation, in Wirklichkeit sollte die Bewegung der Einheiten der Brigade nur die Verlegung einiger Einheiten, unter anderem der Aufklärungseinheiten, aus dem Basislager in Belgorod näher an die ukrainische Grenze tarnen.

Gleichzeitig kommt in Belgorod immer neue Militärtechnik via Eisenbahn an (vermutlich die Technik dieser Brigade oder einer anderen Formation des Zentralen Militärbezirks), was die aktuellen Aufnahmen vom 12. bis 15. März belegen.

Das Thema Belgorod, auch unter der Einbeziehung der Informationen von InformNapalm, haben unabhängig davon auch die ausländischen Blogger beleuchtet, wie man es an einem interessanten Artikel mit der Überschrift “Geolokalisierung der Kolonne der russischen SPWs in Belgorod/Russland – 14/03/2015″ sieht.
https://medium.com/@antoine_sans/geolocalization-of-a-convoy-of-russian-apcs-in-belgorod-russia-14-03-2015-44bcf39e4e31

Sieh Links zum Thema:
– “Basislager der Belgoroder Gruppierung der russischen Invasionskräfte” (deutsch)
– “Russische Besatzer verwischen ihre Spuren” (russisch)
– “Das Spektakel “Wir gehen nach hause!” (russisch)
– “ChVR? Russische Züge mit Militärtechnik und Ausrüstung im Belgorodskaja Gebiet gesichtet”. (deutsch)


Und immer wieder gerne der Hinweis auf den "Spender"
Dieses Material wurde von Irakli Komaxidze speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Olena Köpnick. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.

Quelle : Informnapalm.org deutsch   https://de.informnapalm.org/neue-photobeweise-der-aktivitaet-der-russischen-truppen-in-der-region-belgorod/

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An der Schwelle zur schwarzen Sonne

Beitrag  telzer am Mi 18 März 2015 - 21:57

Eine interessante Einschätzung von Informnapalm.org

Mit der schwarzen Sonne ist die Sonnenfinsternis am 20.März gemeint
( Die vorige Sonnenfinsternis fand 1999 statt – in dem Jahr, als Putler an die Macht kam )

informnapalm.org schrieb: An der Schwelle zur Schwarzen Sonne.

Immer mehr Quellen berichten von Konzentration der Marineinfanterie Russlands auf der Kertscher Halbinsel. Das wird mit der möglichen Bedrohung einer Operationsdurchführung in Mariupoler Richtung vom See aus verbunden.
Interessant ist, dass der ehemalige Chef des SBU, Ex-Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine Martschuk die Vermutung aussprach, dass die zur Schau getragene Konzentration der Kräfte der russischen Gruppierung im Raum von Mariupol ein Ablenkungsmanöver von der Invasion der Kräfte in Charkiwer und Tschernigower Richtungen sein kann.
Wenn man diesen Gedanken über die Ablenkungsmanöver weiterspinnt, kann man auch eine Reihe anderer dreister Schritte Russlands erwähnen.
Zum Beispiel annonciert der Pressedienst des Verteidigungsministeriums Russlands eine überraschende Inspektion der Gefechtsbereitschaft der Nordflotte, einzelner Verbände des Westlichen Militärbezirks und der Luftlandetruppen.
In die überraschende Inspektion werden die Nord-, Baltikum- und Schwarzmeerflotte einbezogen: ca. 40 000 Militärangehörige, über 3 000 Einheiten der Militärtechnik, 41 Kriegsschiffe, 15 U-Boote und 110 Flugzeuge und Hubschrauber. Die russischen Bomber werden Bomben auf das Übungsgelände im Kaliningrader Gebiet abwerfen, das sich in unmittelbarer Nähe zur Grenze mit Litauen befindet. Für die Dauer der Manöverdurchführung wurde auch die Verlegung der ballistischen Boden-Boden-Raketen „Iskander“ ins Kaliningrader Gebiet annonciert.
Ich denke, dass solche „Ablenkungsmanöver“ viel wirksamer für den Westen werden, als all die Manöver der Schwarzmeerflotte an den südlichen Grenzen der Ukraine.
Die realen Ziele zu prognostizieren und die Richtungen auszurechnen, wo die russische Seite bluffen wird, wird für uns schwierig sein. Das ist genau der Fall aus dem Sprichwort über den Dummen, das Pferd und die Kuh: wenn man das Pferd von hinten fürchten muss (damit es nicht mit den Huf schlägt), die Kuh - von vorne (damit sie nicht stößig wird), so muss man den Dummen von allen Seiten fürchten...
Wir alle erinnern uns daran, was Putin über die Krim sagte: „Krim ist ein sakraler Ort.“ Viele bemerken auch den „sakralen“ Hang des russischen Diktators zur Verschärfung und Eskalation der Gefechtshandlungen pünktlich zu kirchlichen Festen und denkwürdigen Daten. Angesichts dessen erscheinen die Insiderberichte über die Warnungen der Söldner, ihre Familien bis zum 20. März aus Donezk auszufahren, äusserst interessant. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die vollständige Sonnenfinsternis, die auf den 20. März fällt und die grösste in den letzten 16 Jahren ist. Die vorige Sonnenfinsternis fand nämlich 1999 statt – in genau jenem Jahr, als Putin an die Macht kam.
Auf Kisseljews Art müsste es heissen: „Zufall?... Denke ich nicht.“

Quelle : Roman Burko
übersetzt von Irina Schlegel


https://www.facebook.com/burkonews/posts/484231911724687

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Do 19 März 2015 - 18:59

Putins Russland in den Klauen des Faschismus – Newsweek
Der rapide Anstieg von Intoleranz in Russland gegenüber Ausländern und der Demokratie neben neuerlicher Betonung der nationalen Einzigartigkeit sollte uns nicht überraschen. Wir haben es mit einer verspäteten Reaktion auf den Zusammenbruch des Imperiums zu tun.

Dieser Zusammenbruch schockierte Russland Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts, doch die folgende Periode ständiger Verbesserungen des Lebensstandards verzögerte und milderte die Reaktion auf den Niedergang des Reiches ab. Wie es so oft vorkommt, wirkte verstärktes Vertrauen der Konsumenten wie eine Art Narkotikum. Im gegenwärtigen wirtschaftlichen Abschwung war die Anziehungskraft eines faschistoiden Diskurses vorhersagbar.

Der Nationalsozialismus war natürlich auch eine Reaktion auf eine militärische Niederlage, den Zusammenbruch des Reiches und den plötzlichen Verlust an Bedeutung Deutschlands in der Welt. Faschismus und nationale Erniedrigung sind eng miteinander verbunden. Psychoanalytiker, die den Aufstieg des Faschismus untersuchen, behaupten, dass Schwäche, Armut und Erniedrigung zu – wie sie es nennen – „projektiver Identifikation“ führen, die Melanie Klein mit einer paranoid-schizoiden Position des Subjekts verbindet.

Mit Hilfe dieser projektiven Identifikation kann man unerwünschte Eigenschaften mit Material aus der Fantasie ersetzen. Projektive Identifikation zieht Verleugnung des eigenen Ichs nach sich, und die Identifizierung mit einem starken Führer und einer allmächtigen ethnischen, sozialen oder politischen Gruppe. Dies wird üblicherweise als zweite Geburt erlebt, als „Aufrecht-Stehen“ und die Erlangung einer neuen, aggressiven Männlichkeit, die sich in Gewalt und Krieg ausdrückt.

Alles, was als Zeichen von Schwäche oder Weiblichkeit gesehen werden könnte, wird abgelehnt; das schließt Liberalismus und Homosexualität mit ein. Typischerweise werden dieselben Eigenschaften dem „Feind“ zugeschrieben. Auch das ist ein Kennzeichen von projektiver Identifikation. So werden die Ukrainer systematisch des Faschismus bezichtigt, während russischer Faschismus durch eine falsche Idealisierung der eigenen Wahrnehmung ersetzt wird.

Von den Massen finanzierte Aggression

Dies beschreibt die Situation im heutigen Russland nur in Ansätzen. Es wird verkompliziert durch die Paradoxien post-imperialer Viktimisierung. Schon ein Blick auf die Landkarte Europas zeigt, warum Österreich die Wiege des Nazismus war. Österreich ist ein kleines, provinzielles Land, wo nichts von der Majestät und der Macht des Habsburgerreiches blieb.

Mit Russland ist das eine andere Sache, da es ein bedeutendes Stück des Erdballs einnimmt und randvoll mit nuklearen Sprengköpfen gefüllt ist. Von außen betrachtet, passt es nicht in die Opferrolle. Und dennoch stellt sich Russland ständig als eine unterdrückte Nation dar: Niemand beachte seine Prioritäten; die Amerikaner wollten seine globale Bedeutung nicht anerkennen; sein Status würde auf eine Regionalmacht reduziert und dennoch würden seine „legitimen“ Rechte auf die früheren Kolonien und Satelliten noch nicht anerkannt.

Russland beteuert ständig, dass es das Opfer von Aggression sei. Unterdessen sind die ehemaligen Republiken, die ihre Unabhängigkeit errangen, mit ihrer Lage zufriedener. Die ukrainischen Opfer der russischen Aggression erleben zum Beispiel ein neues Gefühl von Würde, während der Aggressor (Russland) seine Erniedrigung beklagt. Im heutigen politischen Kontext gewinnt der Opfer-Diskurs besondere Bedeutung.

Kurz vor seinem Selbstmord bedauerte Walter Benjamin, dass Geschichte immer von den Siegern geschrieben werde, und er äußerte die schwache Hoffnung, dass sich herausstellen möge, dass das Leben der Opfer nicht vergeblich gewesen sei und man sich eines Tages an sie erinnern werde. Benjamins Wünsche haben sich als prophetisch erwiesen.

Auf den Zweiten Weltkrieg folgte eine radikale Neuorientierung der Geschichtsschreibung; es wird weniger aus der Sicht der Sieger und mehr aus der Sicht der Opfer geschrieben. Der Wendepunkt kam in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als der Holocaust und sein Symbol Auschwitz in den Mittelpunkt der Narrative des Zweiten Weltkrieges rückten. Die französische Historikerin Annette Wieviorka nannte es das „Zeitalter des Zeugen“.

Als Himmler die Endlösung für das Judenproblem plante, rechtfertigte er das Gemetzel an den Kindern als Mittel, Rache zu verhindern. Und er war sicher, dass die Erinnerung an die Juden gleichzeitig mit der Auslöschung des Volkes verschwinden würde. Himmler dachte, dass die Juden keine Gelegenheit haben würden, irgendein Zeugnis zu hinterlassen.

Schon in den 1950-er Jahren hatte das Zentralkomitee der Befreiten Juden ein Archiv mit 18.000 Texten gesammelt. Heute gibt es hunderttausende Zeugnisse des Holocausts. Es gab einen Schwenk von der Lobpreisung des Heldentums der Krieger zur Beschreibung der Schicksale ihrer Opfer.

Diese Verschiebung hat auch die Geschichtsschreibung über die Rolle Russlands im Krieg beeinflusst. Immer mehr Bücher setzen sich zum Beispiel mit den Vergewaltigungen und Plünderungen durch russische Soldaten im besetzten Deutschland auseinander. Und diese „unerwünschten“ Studien sind vielleicht nicht weniger wichtig geworden als die Analysen der Strategie von Marschall Schukow. Enzo Traverso behauptete kürzlich, dass jetzt nur noch die Erfahrung des Opfers als bedeutsam betrachtet wird, während die der Soldaten jeder Seite als reinster Ausdruck sinnloser Gewalt erscheint.

Ich habe den Verdacht, dass dieser Perspektivenwechsel vom Militär hin zu den Zivilisten mit einem Wandel des Verständnisses von Herrschaft verbunden ist (der vom Kreml so hohe Bedeutung beigemessen wird). Carl Schmitt argumentierte, dass Herrschaft sich zu allererst im Recht manifestiert, Gesetze aufzuheben und Kriege zu beginnen. Und er war der Ansicht, dass Staaten dieses Recht hätten.

Heute hat sich die Situation drastisch verändert. Sogar eine Supermacht wie die Vereinigten Staaten (derzeit so vielgeschmäht in Russland) versucht es zu vermeiden, seine Armeen im Ausland zu stationieren; wenn militärische Gewalt eingesetzt werden muss, zieht es Amerika vor, sich auf Luftschläge zu beschränken. In der Zwischenzeit ist das souveräne Recht, Gesetze aufzuheben und Krieg zu führen auf verbrecherische Gruppierungen wie Al-Qaeda, IS und die somalischen, nigerianischen und jemenitischen Islamisten übergegangen.

Weiterlesen:
Der russische Versuch, das post-imperiale Trauma zu überwinden, drückt sich in der Ära des Zeitzeugen aus. Ich denke, dass die überwältigende Bedeutung der Krim für Putin in mancherlei Hinsicht durch das Fehlen von Opfern bedingt war während eines Feldzuges von „höflichen Leuten“, denen es gelang, das Territorium ohne Blutvergießen zu erobern. Doch die Donbas-Operation lief sofort schief, angefangen vom Abschuss der malaysischen Passagiermaschine.

Wenn man sich das allgemeine Bild des Krieges ansieht, der von den Bewohnern sogenannter unabhängiger Republiken geführt wird, dann sehen wir die Bedeutung, die der Beschuss des Kleinbusses bei Wolnowacha oder des Trolleybusses bei Donezk erlangt haben. Bisher konnte der Krieg im Donbas nicht eine einzige Heldenfigur hervorbringen. Die Versuche, aus Girkin/Strelkow einen Helden zu machen, versandeten rasch, gefolgt von grotesken Figuren wie Sachartschenko, Zarew, Plotnizki oder dem berüchtigten Arseni Pawlow mit dem Spitznamen “Motorola.”

Motorolas Zeugen
Dies ist ein entscheidender Moment, denn wie viele schon bemerkt haben, bedarf die Bildung eines faschistischen Bewusstseins einer ästhetischen Phase – Feste im Fackelschein, Paraden, Uniformen, Helden aus Film, Kunst und Literatur, Demonstration von Stärke und Einheit.

Unser Zeitalter ist jedoch völlig unempfänglich für die Heroisierung von Aggression und Gewalt. “Motorola” und Leichensäcke gehören zum Spektrum der Bilder, die beim heutigen faschistischen Bewusstsein gut ankommen. Und faschistoider Diskurs entfaltet sich nun in einem widersprüchlichen Raum zwischen der Ankündigung der eigenen Omnipotenz und angeborenen Stärke einerseits und den endlosen Klagen über die eigene Viktimisierung andererseits (der gekreuzigte Knabe hier ist ein aufschlussreiches christliches Symbol). Der russische Faschist von heute ist gleichzeitig omnipotent und verfolgt.

Wir alle sind soziale Wesen und finden unsere Identität immer in Gruppen. Unsere Identität und unser Verhalten hängen jedoch von den Gruppen ab, die wir selbst gewählt haben. Ich bin kein fanatischer Anhänger der Psychoanalyse, aber es scheint Sinn zu machen, die Situation mit Hilfe von Melanie Kleins Schüler, Wilfred Bion, verstehen zu wollen.

Bion schlug verschiedene Typen von Gruppen vor. Er nannte den ersten Typus: „Arbeitsgruppe“ und gab dem zweiten Typus den Namen „Grundannahmen-Gruppe“. Die Arbeitsgruppe ist ein Kollektiv, das demokratische Individualität entwickelt. Ihr Zweck ist es, einen Auftrag auszuführen, und daher geht sie sowohl von der Zusammenarbeit ihrer Mitglieder als auch von Rollenverteilung aus. Im Großen und Ganzen sind das die Gruppen, die eine demokratische Gesellschaft ausmachen.

Eines der wichtigsten Merkmale der Arbeitsgruppe ist die Fähigkeit zur Solidarität, ohne das die Gruppe den Auftrag nicht ausführen könnte. Meiner Ansicht nach ist es die Vorrangstellung von Arbeitsgruppen in einer demokratischen Gesellschaft, die die Fähigkeit zu Massen-Solidaritätsbekundungen erklärt, wie zum Beispiel die jüngsten Kundgebungen zur Unterstützung von Charlie Hebdo.

Die russische Gesellschaft kultiviert Grundannahmen-Gruppen (Bion unterscheidet verschiedene Untergruppen, wie zum Beispiel „Abhängigkeitsgruppen“, „Kampf-Flucht Gruppen“ etc.). Das sind die Gruppen, in denen Kleins paranoid-schizoide Position regiert. Dies sind Gruppen, die auf Illusion basieren und auf der Verleugnung individueller Abgrenzung. Ihre oberste Aufgabe ist die Ablehnung des Ichs, um in einer narzisstischen, urwüchsigen Einheit aufzugehen und Teil einer homogenen, undifferenzierten Masse zu werden.

Solche Gruppen sind im Prinzip homogen; ihre Mitglieder sind äußerst intolerant, was Abweichungen von ihrer einzigen Denkweise und ihrem Verhalten betrifft. Wenn Arbeitsgruppen ein Ideal haben, das dem Ich-Ideal nicht entgegensteht, haben Grundannahmen-Gruppen ein Ideal, das das Ich-Ideal völlig zerstört und seinen Platz einnimmt.

Das Ich wird durch einen idealisierten, narzisstischen Führer vernichtet und jeder Angriff auf dessen Autorität wird als Angriff auf die gesamte Gruppe und all ihre Mitglieder gewertet. Der Führer nimmt der Gruppe reflektierendes Denken, Verantwortung, Schuldbewusstsein und so weiter. Ein Mitglied einer Arbeitsgruppe ist bereit, seine/ihre eigenen Grenzen und den Unterschied des Anderen zu akzeptieren, während ein Mitglied der Grundannahmen-Gruppe beides aggressiv in Abrede stellt.

Solche Gruppen sind infantil und regressiv, und ihr Ideal ist totale Homogenität, Beseitigung jeglicher individueller Unterschiede und, wie der französische Psychoanalytiker Didier Anzieu schrieb, das verlorene Paradies El Dorado. Sie sind oft äußerst zerstörerisch und ihrem Führer völlig ergeben und bewegen sich leicht von Panik zu aggressivem Messianismus.

So ein faschistoides Bewusstsein, welches die Massen in Russland ergriffen hat, ist schwer mit der wachsenden historischen Bedeutung der Opfer in Einklang zu bringen, die alle immer stärker individuelle Züge annehmen. Die Opfer werden unverwechselbar, wie Gilbert Simondon sagen würde, während der narzisstische „Held“ des paranoid/schizoiden Typus in den Augen der Welt immer grausamer wird und seine individuellen Züge verliert.

Wo einst der Verlust der Individualität nicht immer bedeutsam war, wo Homogenität als Tugend betrachtet wurde, finden sich die „Sieger“ nun im „Zeitalter des Zeugen“ von der Geschichte ausgelöscht wieder, gerade aufgrund ihrer Gesichtslosigkeit. Die Homogenität der Masse hat aufgehört, ästhetisch ansprechend zu sein.

Die heroische Selbstbehauptung wird zu Infantilisierung und Viktimisierung des eigentlichen Vorhabens der Selbstbehauptung. Je mehr Mühe man sich gibt, die projizierte Minderwertigkeit zu überwinden, desto eher sieht der „Held“ der russischen Welt wie ein verlotterter und in Schwierigkeiten geratener junger Mann aus, der sich „Motorola“ nennen lässt.”  

http://de.euromaidanpress.com/2015/03/16/putins-russland-in-den-klauen-des-faschismus-newsweek-uebersetzung/

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Wehrkraft “Neurusslands”: von russischen Panzern bis zu russischen Metalleimern

Beitrag  telzer am Do 19 März 2015 - 20:12

Ein weiterer Bericht von Informnapalm.org deutsch über ruSSische Waffensysteme im Donbass

Poste hier nur den Beginn des Artikels ,  weitere Informationen und Bilder  über den Link am Ende .

Und immer wieder gerne der nicht zu ünterdrückende Hinweis auf den "Spender"

Dieses Material wurde von Al Gri speziell für InformNapalm vorbereitet; übersetzt von Tatyana Nindel; redaktiert von Irina Schlegel. Beim Nachdruck und Verwenden des Materials ist ein Hinweis auf den Autor und unser Projekt erforderlich.

informnapalm.org deutsch schrieb:Ungeschickte Storys über die „von den Ukrainern abgedrückte Militärtechnik in Neurussland“ sehen ziemlich infantil aus, wenn keiner der offiziellen Kreml-Sprecher es bisher erklären konnte, woher die sogenannten “Aufständischen” die bemalten Kamaz “Mustang”, “Ural- 43206″, Panzer -T72B in jeder Modifikation, und andere Erzeugnisse der russischen Rüstungsindustrie in ihrem Besitz haben. Wie bekannt, schweigt der Kreml oder murmelt etwas Unverständliches dazu. Was bedeutet, dass wir schon wieder diejenigen sind, die erzählen und zeigen werden.

Es nahmen nicht nur reguläre russische Truppen, sondern auch eine Deckungsgruppe unter der Bezeichnung „Volkswehr“ an den Kämpfen in Debalzewe teil. In einigen Filmausschnitten ist die Aufteilung dieser zwei Gruppen deutlich zu erkennen. Selbst wenn man berücksichtigt, dass der „Volkswehr“ nur alle möglichen vom Sommer übriggebliebenen Sachen in die Hände gegeben wurden, stellt sich heraus, dass auch diese russischer Herkunft sind.

Zum Beispiel der ausgeschossene Panzer „Für Donbass-T84“ des terroristischen Bataillons „August“ – der Held der sommerlichen Fotoshootings der russischen Armeeangehörigen. Es ist egal, welches Kennzeichen man drauf malt – es ist und bleibt ein russischer Panzer!

So und jetzt weiter auf : Wehrkraft “Neurusslands”: von russischen Panzern bis zu russischen Metalleimern

Im Material wurden Screenshots aus folgenden Videos verwendet:

https://www.youtube.com/watch?v=au5FStdwCSo

https://www.youtube.com/watch?v=bpvrrQnQCwg

https://www.youtube.com/watch?v=F22LyOUNows

https://www.youtube.com/watch?v=pscPB6oHdhM

https://www.youtube.com/watch?v=r7KU2WhHKQU

https://www.youtube.com/watch?v=LARtj2fEtLE

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

Beitrag  Umnichka am Sa 21 März 2015 - 15:41

Thread aus Gründen der Übersichtlichkeit geschlossen!

Hier gehts weiter --> http://www.ukraineforum.net/t322-meldungen-von-euromaidanpressinformnapaln-und-co2#5808

:Lesen:

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Re: Meldungen von Euromaidanpress,Informnapaln und co!

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