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Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)




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Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 3 Sep 2015 - 12:35

Poroschenko wirft Russland Mitschuld für Unruhen am 31. September in Kiew vor!

Der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko hat Russland Mitschuld an Tod von drei Nationalgardisten infolge der Detonation einer Granate am 31. September am Parlamentsgebäude geworfen. Er hat Moskau zur Last gelegt, eine „Kampagne zur Destabilisierung der Ukraine“ anhand rechtsradikaler Gruppierungen gestartet zu haben. Der Tod von drei Angehörigen der Nationalgarde vor dem Parlamentsgebäude sei eine Folge dieser Kampagne, betonte der ukrainische Staatschef. „Russland und sein Präsident Wladimir Putin bedrohen nicht nur die Ukraine, sondern die europäische und globale Sicherheit“, erklärte Poroschenko in einem Interview des britischen TV-Senders Sky News.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=5981


Zuletzt von Wormser am Sa 9 Jan 2016 - 16:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Thema geschlossen)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 3 Sep 2015 - 12:40

Soldat erschießt im Konfliktgebiet seinen Kameraden

Ein Soldat in der Stadt Artemisk hat seinen Kameraden erschossen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Region Donezk war ein Streit zwischen beiden Männern Ursache des Vorfalls. Der Täter schoss zweimal auf den Kameraden und verletzte ihn. Später erlag dieser in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.
Der Täter wurde festgenommen. Gegen ihn wird ermittelt.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/soldat_erschiet_im_konfliktgebiet_seinen_kameraden_17390

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 3 Sep 2015 - 13:02

Zumindest der Anführer der Gruppe, muss seine Anweisungen also direkt aus Russland erhalten haben! Auch lief alles extrem professionell ab(Funk-Transmitter etc)! Auch hier sollten Handgranaten(gar Sprengstoff) verwendet werden. Kann sich jeder seinen Teil selber denken Wink
Fest steht nur: Darüber wird wohl nichts in Deutschland vermeldet werden! Würde den Russen ja auch nicht in die Karten spielen....

SBU verhaftet Gruppierung von Terroristen in Kiew!

Nach einer nächtlichen Explosion, an einem Wohnhaus in Kiew im Obolon-Bezirk um 03:30 Uhr am Donnerstag , hat der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) die Elimination einer terroristischen Vereinigung bekannt gegeben, die Terroranschläge in der Hauptstadt der Ukraine geplant hatte.

Laut einem Bericht, wurden vier Terroristen, die Mitglieder einer pro-russischen Nichtregierungsorganisation waren, am Tatort festgenommen.

"Ein Organisator der Terrorgruppe,  gebürtig aus der russischen Region Sakhalin, hatte zusammen mit Komplizen (Einwohner von Kiew und aus der Region-Kiew) , Terroranschläge in der ukrainischen Hauptstadt geplant ... Die Terroristen wurden in der Nähe der Empfangsstation für humanitäre Hilfe für ATO-Kämpfer festgenommen. Die Station ist im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Wohnhauses ... Die Kriminellen widersetzten sich der Verhaftung  - sie warfen eine Granate, die in der Nähe der Empfangsstation detonierte. Als Reaktion darauf verwendeten die Vollzugsbeamten ihre Dienstwaffe. - einer der Terroristen wurde am Bein verwundet, " so ein Bericht.

Auch wird berichtet, das Polizeibeamte Gegenstände beschlagnahmten  , die für Terroranschläge in der Hauptstadt genutzt werden könnten. So gelang es ihnen, eine erhebliche Gefahr für Leben und Gesundheit der Einwohner Kiew zu verhindern.

Laut dem Presse-Center des SBU, wurden beim Versuch, eine terroristische Handlung zu begehen, auch tragbare Funk-Transmitter anstatt Mobiltelefonen von den Kriminellen verwendet. An ihren Fahrzeugen wurden desweiteren gefälschte Nummernschilder entdeckt.

Wie festgestellt wurde, sollte der Organisator der Terrorgruppe sich direkt nach dem Angriff, über die von Russland besetzte Krim absetzen.

Laut diversen ukrainischen Medien, plante die Terrorgruppe, ein Mehrfamilienhaus im Obolon-Bezirk von Kiew  zu sprengen!

Der SBU eröffnete ein Strafverfahren wegen eines Terrorismus-Aktes gegen die Kriminellen.

http://www.unian.info/society/1118293-night-blast-in-kyiv-terrorists-plan-to-undermine-house.html

Video der Festnahme:


#SBU


Zuletzt von Umnichka am Do 3 Sep 2015 - 13:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zusatzinfo)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 3 Sep 2015 - 21:08

Widerlich diese RuSPD, verkaufen sich mal wieder an die Russen! Stinkefinger zum kotzen!
Aber die nächste Wahl kommt bestimmt!

Russland-Stellungnahme eines SPD-nahen Kreises verschärft den Ukraine-Konflikt

Am 21. Juli 2015 veröffentlichte der SPD-nahe Willy-Brandt-Kreis die Erklärung „Zum bedrohten Frieden - für einen neuen europäischen Umgang mit der Ukraine-Krise". Einige Grundideen des Intellektuellenklubs ähneln den Prämissen und Argumenten des Briefes der 60 Prominenten „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen" von Anfang Dezember 2014. Zu den bekannten Unterzeichner/innen der neuen prorussischen Stellungnahme deutscher Persönlichkeiten gehören, neben anderen, Egon Bahr (1922-2015), Friedrich Schorlemmer, Ingo Schulze und Antje Vollmer.

Sich auf eine Reihe scheinbar ähnlicher historischer Situationen beziehend, fordern die Ex-Politiker, Akademiker und Publizisten unter anderem explizit eine Wiederaufnahme Moskaus in die G7 sowie implizit eine Aufhebung der westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Ein „Neustart der Beziehungen zu Russland" sei nötig, um „der drohenden Spirale neuerlicher Konfrontation und Spaltung Europas zu begegnen".

Obwohl diese Stellungnahme des Willy-Brandt-Kreises weniger naiv formuliert ist, als der frühere Brief der 60, wirkt diese neue Erklärung vom Juli 2015 noch überraschender als der Dezemberaufruf.

Die Meinung hat sich geändert
Ende 2014 war die Sicht der deutschen Öffentlichkeit auf die sogenannte „Ukraine-Krise" stärker als heute von russischen Propagandamythen mitgeprägt - ukrainischer „Faschismus", „Putsch", „Bürgerkrieg" usw. Dies musste man bei der letztjährigen Stellungnahme prominenter Persönlichkeiten, die zumeist keine nähere Verbindung zu Osteuropa hatten, in Rechnung stellen.

Im ersten Halbjahr 2015 hat sich jedoch sowohl die westliche öffentliche Aufarbeitung des Konfliktherganges verbessert, als auch eine neue Ungeschminktheit der russischen Führung in ihrer öffentlichen Selbstdarstellung eingestellt. Vor diesem Hintergrund erscheint die vorsichtiger formulierte Brandt-Kreis-Erklärung noch unzeitgemäßer, als der ebenfalls kontraproduktive Brief der 60 Prominenten vom Dezember 2014.

So kann etwa nach der Veröffentlichung etlicher neuer journalistischer, zivilgesellschaftlicher und staatlicher Rechercheergebnisse heute kaum noch Zweifel daran bestehen, dass das malaysische Passagierflugzeug des Fluges MH17 am 17. Juli 2014 von einer russischen Flugabwehrrakete abgeschossen wurde.

Solch ein kompliziertes Waffensystem konnte nicht ohne weiteres von sogenannten "Rebellen", das heißt den von Moskau engagierten Abenteurern, Extremisten, Söldnern, Kriminellen usw. in der Ostukraine, bedient werden. Dies bedeutet, dass sich spätestens Mitte Juli 2014, wenn nicht bereits früher, reguläre russische Truppen und nicht nur moskaugesteuerte paramilitärische Einheiten im ukrainischen Donezbecken befanden.

Auch die Krim-Annexion muss neu durchdacht werden
Auch hat der russische Präsident inzwischen öffentlich ein bemerkenswert frühes Datum, die Nacht vom 22. zum 23. Februar 2014, ins Spiel gebracht, als er und einige Gefolgsleute im Kreml, so Putin, die Krim-Annexion beschlossen hätten.

Vor dem Hintergrund früherer Inkonsistenzen und Selbstkorrekturen in den öffentlichen Reflektionen der russischen Führung zur sogenannten „Ukraine-Krise" muss man allerdings warnen, dass auch diese Datumsangabe wiederum eine bewusste Fehlinformation sein könnte, wie etwa eine Recherche des Ukraine-Experten Herwig Höller in der Zeit Online vom 16.3.2015 andeutet.

Wie dem auch sei: Es ist bemerkenswert, dass Putin nun ausdrücklich bestätigt hat, dass der Startschuss für die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation offenbar nicht aus Simferopol, sondern Moskau kam. Andere neue Informationen des letzten halben Jahres zum Beginn, Hergang und Ergebnis der sogenannten „Ukraine-Krise" ließen sich aufzählen.

Weiterlesen:
Die Empfehlungen sind unangebracht
Die Stellungnahme der sozialdemokratischen und anderen Friedensbewegten reproduziert zur Ukraine leider eine Reihe von Ideen, die auch in der neosowjetischen Desinformationskampagne des Kremls eine Rolle spielen.

So empfehlen die Sozialdemokraten der Ukraine eine Föderalisierung aufgrund positiver Erfahrungen mit diesem Staatsmodell in Europa. Unerwähnt bleibt, dass die Ukraine bereits schwerwiegende eigene Erfahrungen mit einem föderalen Subjekt innerhalb ihres postsowjetischen Unitarstaates, nämlich mit der Autonomen Republik Krim, gemacht hat.

Unbeachtet bleibt ebenfalls, dass die Dezentralisierung der Ukraine bereits im März 2014 ein - unabhängig von und noch vor den russischen Forderungen - proklamiertes Hauptziel der ukrainischen Postmaidanregierung war. Die Uninformiertheit der Autoren der Stellungnahme über die Ukraine drückt sich auch darin aus, dass sie offenbar nicht gewahr sind, dass eine deutliche Mehrheit der Ukrainer die Föderalisierungsidee in Umfragen ablehnt.

Auswirkungen auf Öffentlichkeit
Der zu befürchtende Haupteffekt der Wortnahme der wenig oder falsch informierten Politiker und Intellektuellen wird die Ausschlachtung dieses Textes im inzwischen als psychotisch zu bezeichnenden Medien- und Intellektuellendiskurs Russlands sein.

Mit solchen Stellungnahmen wird die unakzeptable Moskauer Position teilgerechtfertigt, ja das vom Kreml tagtäglich verbreitete konspirologisch-manichäische Weltbild unterstützt. Neuerlich deuten prominente deutsche Persönlichkeiten ein partielles Verständnis für die abenteuerliche Politik Moskaus im vergangenen Jahr an. Paradoxer Effekt solcher Stellungnahmen könnte im schlimmsten Fall nicht Entspannung, sondern weitere Verhärtung der Position des Kremls sein.

Moskau wird in dieser Stellungnahme, wie auch in früheren ähnlichen westlichen Erklärungen, eine Bestätigung der zumindest teilweisen moralischen, politischen und juristischen Rechtmäßigkeit seiner Gebietsforderungen, militärischen Interventionen und politischen Einmischungen in Moldau, Georgien und der Ukraine erkennen.

Diese Erklärung des Willy -Brandt-Kreises und der Brief der 60 Prominenten vom Dezember 2014 unterwandern mit ihren Scheinargumenten und impraktikablen Forderungen die bisherige, mit viel Aufwand gezimmerte Einheitsfront der westlichen Zentrumsparteien, Mainstream-Eliten und Leitmedien gegenüber Moskau.

Sie rufen zur Wiederaufnahme einer Beschwichtigungspolitik auf, welche die EU bereits über Jahre hinweg bezüglich der bis dato anhaltenden illegalen russischen Truppenpräsenzen in Transnistrien, Abchasien und Südossetien erfolglos anzuwenden versucht hat. Sie lassen den Westen gegenüber dem Kreml als uneins beziehungsweise schwankend erscheinen. Man fragt sich unwillkürlich, ob der prowestliche Willy Brandt solch einen Brief unterschrieben hätte.

... und auf Russland
Die Juli-Erklärung des Willy-Brandt-Kreises wird, wie auch der Dezember-Brief der 60 Prominenten, seine „Abnehmer" vor allem in Moskau und nicht in Berlin oder Brüssel finden. Obwohl die direkten Auswirkungen solcher Deklarationen auf die Ost-West-Beziehungen gering sind, ist zu befürchten, dass derartige Publikationen eine indirekte Wirkung im Hintergrund entfalten.

Durch ihre verwirrende Signalwirkung auf die russische Elite, verzögern derartige Stellungnahmen bekannter europäischer Persönlichkeiten ein Umdenken der Meinungsbildner und Entscheidungsträger in Moskau.

Sie suggerieren der russischen Elite die Möglichkeit, dass der Westen nach der Zerstückelung Moldaus und Georgiens letztlich auch die Teilung oder gar Auflösung der Ukraine stillschweigend akzeptieren könnte. Damit fördern solche Stellungnahmen nicht die Lösung der sogenannten "Ukraine-Krise", sondern behindern sie.

Siehe auch: die frühere Replik auf den Brief der 60: "Friedenssicherung statt Expansionsbelohnung: 142 Osteuropaexperten wenden sich gegen den Aufruf 'Nicht in unserem Namen' zu mehr Dialog mit Russland im Ukraine-Konflikt. Ihre Forderung: Fakten statt Pathos.")

http://www.huffingtonpost.de/andreas-umland/russland-spd-ukraine_b_8065630.html

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Fr 4 Sep 2015 - 13:29

Berufung gegen Urteil für Senzow eingelegt

Anwälte des ukrainischen Regisseurs Oleh Senzow haben gegen das Gerichtsurteil für Senzow Berufung eingelegt. Der Anwalt von Senzow, Dmitri Dinze, hat um Aufhebung des Urteils und vollständigen Freispruch von Oleh Senzow gebeten, meldet die Agentur Interfax. Dinze hat darauf deutlich gemacht, dass das Gerichtsurteil ungerecht gewesen war, es Verfahrensmangel gegeben hatte sowie tatsächliche Angaben mit den in Entscheidung des Gerichtes angeführten nicht übereinstimmen. Die Klage werde frühestens im Oktober 2015 vom Obersten Gerichtshof Russlands behandelt, sagte Anwalt von Oleh Senzow. Ein Gericht in der russischen Stadt Rostow hat den Filmemacher Oleh Senzow schuldig gesprochen, auf der okkupierten Halbinsel Krim Terroranschläge verübt zu haben. Der Ukrainer wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=6096


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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Fr 4 Sep 2015 - 20:54

Ukraine verliert noch einen Soldaten
Ein ukrainischer Soldat in der Zone der Antiterror-Operation (ATO) wurde von der Explosion einer Mine getötet.
Das gab auf einem Briefing der offizielle Vertreter der Administration des Präsidenten der Ukraine für ATO, Oberst Andrij Lysenko, bekannt, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent

http://www.ukrinform.ua/deu/news/ukraine_verliert_noch_einen_soldaten_17415
http://24today.net/open/517936

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Sa 5 Sep 2015 - 14:50

Präsident sprichtvon realem Waffenstillstand im Donbass
Letzte Woche war die erste Woche, als die Waffenruhe begann, zu funktionieren.
Das erklärte der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, am Samstag vor Reportern, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Heute ist genau eine Woche. Eine Woche lang werden an der Front keine schwere Artillerie, Panzer eingesetzt. Genau eine Woche lang wird auf die ukrainischen Positionen nicht geschossen. Genau eine Woche haben wir einen echten Waffenstillstand, trotz der Tatsache, dass es provokative Beschießungen mit Kleinwaffen immer noch gibt“, sagte Poroschenko.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/prsident_sprichtvon_realem_waffenstillstand_im_donbass_17421
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Sa 5 Sep 2015 - 14:52

Russland-Sanktionen: die ultimative Tabelle

Die Summe ist klein. So klein, dass selbst Per Saland, Koordinator der schwedischen Sanktionspolitik, einräumt, dass wohl nicht viele Personen betroffen sind. Als Antwort auf die Krise auf der Krim hat die EU zwar Sanktionen gegen insgesamt 150 Personen und 37 Organisationen verhängt. In Schweden jedoch wurde im Zuge dessen gerade einmal Vermögen im Wert von 200 Euro eingefroren.

Immerhin haben die Behörden in Schweden überhaupt etwas gefunden. Denn nach Recherchen der “Welt am Sonntag”  sind die Russland-Sanktionen in mindestens 13 Staaten bislang völlig wirkungslos geblieben: In Spanien, Portugal und Dänemark etwa wurde überhaupt kein Vermögen entdeckt. In Deutschland wurden nur rund 124.000 Euro gefunden. Und selbst in Großbritannien, wo Russen überproportional viel Geld in Immobilien investiert haben, haben die Behörden nach Informationen der “Welt am Sonntag” nur rund 2,5 Millionen Pfund (rund 3,5 Millionen Euro) eingefroren.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick, wie ineffizient die europäische Sanktionspolitik gegen Russland wirklich ist:

Code:
Tabelle eingefrorener Vermögen

Italien: Immobilien im Wert von rund 30 Millionen Euro

Lettland: mehrere Zehnmillionen Euro

Großbritannien: rund 2,5 Millionen Pfund (rund 3,5 Millionen Euro)

Deutschland: rund 124.000 Euro; Rennpferden wurde die Teilnahme an Wettrennen verboten

Zypern: weniger als 120.000 Euro

Irland: 5736 Euro

Schweden: 200 Euro

Niederlande: Vermögen wurde eingefroren, Höhe ist aber unbekannt

Luxemburg: ein Ausschuss wertet die Daten noch aus

Tschechien: mehrere Rennpferde Kadyrows sind in Tschechien und nehmen trotz Sanktionen an Wettrennen teil, gewinnen dabei Preisgelder; die EU verlassen dürfen sie allerdings nicht  

Nach eigenen Angaben haben Bulgarien, Dänemark, Estland, Spanien, Finnland, Kroatien, Ungarn, Litauen, Malta, Portugal, Rumänien, Slowenien und die Slowakei keinerlei Vermögen eingefroren. Die Auskunft verweigert haben Österreich, Belgien, Frankreich, Griechenland und Polen.

Das beste Symbol für den mageren Erfolg der europäischen Sanktionen sind dabei die Rennpferde des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow. Nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ nehmen die Rennpferde des tschetschenischen Präsidenten Ramzan Kadyrow in mehreren europäischen Staaten weiterhin an Wettrennen teil und gewinnen Preisgelder. Juristen bewerten dies als einen Verstoß gegen die Sanktionen, der sogar ein Vertragsverletzungsverfahren nach sich ziehen könnte. Doch die EU-Institutionen schauen weiter gelassen zu.

Zumindest eine Bank will nun reagieren: “Wir werden die im Raum stehende Kritik an den Veranstaltern in jedem Fall prüfen”, sagte eine Sprecherin der Raiffeisen Bank International AG. Die Bank sponsort seit Jahren das Bratislava Derby, bei dem auch Kadyrows Hengste Preisgelder gewonnen haben.

http://investigativ.welt.de/2015/09/03/russland-sanktionen-die-ultimative-tabelle/more-13162


Zuletzt von Thomas am Sa 5 Sep 2015 - 14:54 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : k)
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am So 6 Sep 2015 - 11:20

Putler weitet seinen Einsatz global aus :

Photo of Russian troops in Syria

Photo von russischen Truppen in Syrien.
Photo wurde nahe der russischen Militärbasis in Tartus in Syrien hemacht. Füher wurde berichtet, das Russland BTR-82A (gepanzerte Truppentransporter) «Tiger» an Syren ausgeliefert hat, Russian Flugzeuge wurden bei Flügen über West Syrien gesehen .

Read more at: http://defence-blog.com/army/photo-of-russian-troops-in-syria.html


Viele Bilder und Nachweise im Link

Quelle : RuSSische Truppen in Syrien


Zuletzt von telzer am So 6 Sep 2015 - 11:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Ergänzung)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 7 Sep 2015 - 22:20

Hoffe die halten auch Wort und lassen die Russen keinen Keil dazwischen treiben!

Verhandlungen über Freihandelszone zwischen Ukraine und EU unter Beteiligung Russlands

Trilaterale Verhandlungen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union über die Schaffung der Freihandelszone sind für den 7. September in Brüssel angesetzt worden. Russland wird auch daran teilnehmen. Dies teilte die stellvertretende Außenministerin Natalia Mykolska mit, berichtet die Agentur UNIAN. Sie betonte insbesondere, dass trilaterale Konsultationen ein Teil der Minsker Vereinbarungen sei. Dabei werde zurzeit nach Kompensatoren gesucht, da die Russische Föderation ihren Markt für den ukrainischen Export angesichts der Erhöhung der EU-Exportes schließen könne, sagte Mykolska. Die Position der Ukraine bleibe unveränderlich. Der Handelsteil der Abkommen mit der Union trete ab 2016 in Kraft. Es werden keine Änderungen in den Text des Abkommens eingetragen. So ist auch die Stellungnahme der Europäischen Union, resümierte Vize-Außenministerin. Wie berichtet will Moskau das Inkrafttreten des wirtschaftlichen Teils des Abkommens Ukraine - EU verlegen.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=6273

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mi 9 Sep 2015 - 15:55

Das hört sich doch mal gut an

EU-Kommissionspräsident bekundet Ukraine Unterstützung bei Visaliberalisierung

Der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Junker, verspricht, der Ukraine jegliche Unterstützung einschließlich der Einführung des visafreien Regimes weiter zu erweisen. Dies erklärte EU-Kommissionspräsident heute bei der Sitzung des EU-Parlaments in Straßburg, berichtet die Agentur UKRINFORM. "Ich werde mein Bestes tun, um den Ukrainern im Europäischen Rat das Recht einzuräumen ohne Visen zu reisen. Werden die Bedingungen erfüllt, soll das gemacht werden, erklärte EU-Kommissionspräsident.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=6498

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Mi 9 Sep 2015 - 16:51

Ist mal eine eindeutige Aussage.
Aber dafür werden die Neo-Stalinisten umso zahlreicher erscheinen facepalm


ukrinform schrieb: Kiew, den 09. September /Ukrinform/. Die Beobachtermission des Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR/ODIHR) wird die so genannten “Wahlen” in den besetzten Gebieten der Regionen Donezk und Luhansk nicht beobachten.

Wir schicken Wahlbeobachter immer nach Einladung eines Mitgliedstaates der OSZE, sagte laut „Ukrainska Prawda“ die Chefin der Mission Tana De Zulueta auf einer Pressekonferenz. Die Mission könne die Einladung „irgendeiner Formation“ nicht annehmen, die kein Mitglied der Organisation für Sicherheit Zusammenarbeit in Europa sei und entsprechende Bedingungen für die Durchführung der Wahlen nicht gewährleisten könne.

:daumen


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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Mi 9 Sep 2015 - 16:56

Keiner soll sagen die Polen haben keinen Schneid Wink

ukrinform schrieb: Kiew, den 08. September /Ukrinform/. Die polnische Regierung hat die Zuweisung der Ukraine eines Kredits von $ 100 Millionen Euro genehmigt.

Dennoch muss Kiew bestimmte Forderungen erfüllen, schreibt die polnische Internetzeitung Wprost.

„Die Ukraine wird einige Forderungen erfüllen müssen. Beispielsweise darf der Anteil der polnischen Lieferungen von Gütern und Dienstleistungen im Gesamtumfang von Lieferungen, die durch den Kredit finanziert werden, nicht weniger als 60 Prozent sein. Darüber hinaus muss die Ukraine eine Summe für die Modernisierung und den Bau von neuen Grenzübergängen zwischen Polen und der Ukraine zuweisen“, heißt es im Bericht.

Als Beispiel dazu : Der Grenzübergang Krakowets mit dem Autobahnende der A4 wäre genau dafür geeignet, man kann auch schon erahnen, dass hier etwas Größeres gebaut werden soll
(achtet mal drauf, bevor ihr am Autobahnende an der Ampel abbiegt, ich glaube die bauen da schon kräftig neue Abfertigungen)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mi 9 Sep 2015 - 17:53

Wiedermal ein interessanter Artikel der von Dekoder.org übersetzt wurde

„PROPAGANDA WIRKT, WENN SIE AUF VORBEREITETEN BODEN FÄLLT“

Welche Rolle spielt das Fernsehen derzeit in Russland? Ist das Internet immer ein Garant für Informationsfreiheit? Wie hängen Patriotismus, Medien und Politik zusammen? Wie populär ist Putin wirklich, und bei wem? Diese Fragen verfolgen Yevgenia Albats und Iwan Dawydow von The New Times im Interview mit dem profilierten Ökonomen Konstantin Sonin, HSE Moskau und seit September 2015 auch University of Chicago.

INTERNET VERSUS FERNSEHEN
Bekanntermaßen hängen Demokratisierungsprozesse unmittelbar mit dem Zugang zu Informationen zusammen und damit, ob Menschen die Möglichkeit haben, Alternativen abzuwägen. Eben darum schien mit dem Aufkommen und der weiten Verbreitung des Internets in Russland keine ernstzunehmende Rückwärtsbewegung mehr möglich: Solange die Behörden das Netz nicht einfach dichtmachen, würden die Menschen wachgerüttelt und die Aussicht, erneut hinter einem eisernen Vorhang zu landen, ließe sie schaudern. Doch was in unserem geliebten Vaterland geschehen ist, scheint ganz und gar unerklärlich. Zugang zum Internet, zu alternativer Information ist da, doch das Land klebt an den Fernsehgeräten, die Leute schlucken, was vom Bildschirm auf sie einströmt, und unternehmen nicht einmal den Versuch, den Inhalt auf seine Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zu prüfen. Das Internet ist der Fernsehpropaganda unterlegen. Welche Erklärung haben Sie dafür?

Gerade das letzte Jahr gibt uns in dieser Hinsicht zu denken, offenbar sind Informationen kein so einfacher Gegenstand, wie es scheint. Die Erfahrung von 2014 hat gezeigt: Die Tatsache, dass Informationen zugänglich sind, bedeutet noch nicht, dass sie in irgendeiner Form genutzt würden. Zum einen hat ein und dieselbe Information für verschiendene Menschen unterschiedliche Bedeutung, je nach dem Weltbild, das in den Köpfen bereits vorhanden ist. Zum anderen bauen die Menschen jede neue Information so in ihr Bild der Gegenwart und der Zukunft ein, wie es ihren Vorlieben entspricht: Die passenden Bausteine nehmen wir uns, den Rest lassen wir liegen.

Das heißt aber nicht, dass über das Fernsehen jeder beliebige Inhalt lanciert werden könnte. Nehmen wir doch einmal folgendes Szenario, als Gedankenspiel: Stellen Sie sich vor, die Ressourcen, die auf die Propaganda für den Ukrainekrieg und die Annexion der Krim verwendet wurden, wären stattdessen darauf gerichtet gewesen, dass die Oblast Rostow an die Ukraine abgetreten werden soll. Hätten wir die Oblast Rostow dann tatsächlich der Ukraine gegeben? Ich bin überzeugt, dass das nicht geschehen wäre. Das bedeutet, dass die Propaganda wirkt, wenn sie auf vorbereiteten Boden fällt oder auf gewisse zuvor nicht realisierte, aber doch lebendige Vorlieben trifft.

Die Propaganda funktioniert, wenn sie das innerste Wesen des kollektiven Bewusstseins anspricht. Ich glaube, in jedem Land kann sich ein Politiker, wenn er das will, des aggressiven Wesens des Menschen bedienen. Aber längst nicht alle setzen zur Erhaltung ihrer Macht auf diesen Weg.

Ich denke, wir müssen einsehen, dass der mögliche Zugang zu Quellen unzensierter Informationen, zur freien Presse nicht so entscheidend ist, wie wir angenommen haben. Wir sehen heute, dass es Dinge gibt, die tiefer liegen. Das hätten wir allerdings auch schon früher begreifen können. Als zum Beispiel in Deutschland die Nazis an die Macht kamen, ging dies zwar mit Gewalt einher, es existierte aber dennoch eine verhältnismäßig freie Presse. Was die Mehrheit allerdings nicht daran hinderte, dem Irrsinn zu verfallen und mit Hitler zu sympathisieren.

DIE BÜCHSE DER PANDORA
Denken Sie an den arabischen Frühling. Die Medien schrieben: Am Anfang war ein Wort, und dieses Wort war ein Tweet.

Massenkundgebungen und spontane Aufstände gab es lange vor der Erfindung des Internets und sogar vor der Erfindung der Schriftsprache. Twitter hat die Versammlung auf dem Tahrir-Platz leichter gemacht, aber es ist nicht gesagt, dass sich dort nicht auch sonst Massen von Menschen zusammengefunden hätten. Ich würde die Rolle der sozialen Netzwerke auch im Fall der Mobilisierung für den Bolotnaja-Platz und Sacharow-Prospekt nicht überbewerten. Auch ohne die Internet-Aufrufe wären nicht weniger Demonstranten gekommen. Man braucht nur an die riesigen Kundgebungen Ende der 1980er Jahre zu denken: Damals wurde jedes Flugblatt, das mit Durchschlag auf der Schreibmaschine getippt wurde, einzeln in einen Briefkasten gesteckt, und es kamen mehrere hunderttausend Menschen zusammen – wesentlich mehr als heute mit Hilfe des Internets.

Wir haben die kühne Hypothese aufgestellt, Glasnost hätte nichts mit dem Niedergang des sowjetischen Regimes zu tun. Die Perestroika - ja, das Gesetz über die Kooperativen und die missglückten Wirtschaftsreformen - ja, die wirtschaftliche Stagnation - ja, aber Glasnost - nein.

Mir kommt es vor, als hätte das Volk Sehnsucht nach Propaganda. Die gigantischen Feierlichkeiten zum siebzigsten Jubiläum des Tags des Sieges haben eine Explosion der Begeisterung ausgelöst, alle schauten die alten Filme, hörten die alten Lieder. Was hatte die Leute vorher davon abgehalten? Sie hätten sich jederzeit eine DVD oder eine CD kaufen und für sich alleine feiern könen! Aber nein. Im Fernsehen sollte das alles kommen. So ist es auch mit der Propaganda. Unterschwellig entsprach ihre gegenwärtige Thematik den Erwartungen: Keiner mag uns und wir mögen die anderen auch nicht – besonders die Ukrainer und die Amerikaner. Und schuld an allem sind die Juden und die Liberalen. Das passte bestens zu den politischen Zielen der Führung unseres Landes.

Ich glaube, wenn beispielsweise Alexej Nawalny oder Wladimir Ryshkow freien Zugang zum Fernsehen hätten, würden die mit Äußerungen wie „Jakunin mit seinen Pelzdepots soll verurteilt werden und hinter Gitter kommen“ allgemeine Zustimmung erreichen. Wenn man aber die gesamte Prime-Time darauf verwendet zu begründen, dass wir eine rechtsstaatliche Gesellschaft brauchen, also ein faires und unabhängiges Gericht mit Einhaltung parlamentarischer Verfahren bei der Annahme von Gesetzen und der Gewährleistung freier Konkurrenz auf dem Markt – dann geht all das ins Leere, und da hilft auch keinerlei propagandistische Ressource.

Weiterlesen:
Überdies hat das heutige Regime mit seiner Hetzpropaganda eine Pandorabüchse so voller Hass geöffnet, dass es auch einer nachfolgenden Regierung kaum gelingen wird, sie wieder zu schließen. Zu dem Thema habe ich mich einmal mit Michail Chodorkowski unterhalten. Ich frage ihn: „Stellen Sie sich vor, Sie kommen an die Macht und haben sich, sagen wir, den Kampf gegen die Korruption auf die Fahnen geschrieben. Das Volk fordert von Ihnen, alle korrupten Beamten und Politiker hinter Gitter zu bringen. Werden Sie sie hinter Gitter bringen?“ „Nein, das kann ausschließlich ein von mir unabhängiges Gericht“, antwortet Chodorkowski. „Aber das Volk verlangt trotzdem, dass Sie persönlich darüber entscheiden, wer wie lange hinter Gitter kommt“, wende ich ein. „Ihre Argumente für ein Gerichtsverfahren werden als Schwäche aufgefasst: Das Volk will umgehende Bestrafung, und Sie schlagen ein kontradiktorisches Verfahren vor.“ Es ist eine fatale Situation, in der wir uns befinden: Wer auch immer als nächstes an die Macht kommt, wird gewissermaßen Geisel der heutigen Vorlieben und Erwartungen sein.

TRÜGERISCHE ZAHLEN

Sehr wichtig ist zu verstehen, dass es nichts bringt darüber zu lamentieren, ob das Volk nun gut oder schlecht ist, aufgeklärt oder ungebildet – man muss an die gebildeten Schichten, an die Elite appellieren. Aber eines ist doch bemerkenswert: Unter den Putinanhängern, den Befürwortern von Krymnasch und dem Krieg in der Ukraine, findet sich eine große Zahl von Leuten, die keine Steuern zahlen und denen ihr Salär einfach im Umschlag ausgehändigt wird. Man sollte meinen: Eine starke Armee erfordert eine Menge Geld, also unterstütze die Macht, welche auch immer, und zahl Steuern. Die Antwort: „Wozu? Die stecken sich doch sowieso alles in die eigene Tasche.“

Das ist eines dieser mystischen Dinge – die ständig auftauchenden Zahlen zu Putins großer Popularität, und dabei ist es gar nicht so einfach, diese uneigennützigen Fans seiner Politik im wirklichen Leben zu Gesicht zu bekommen. Auch in meinem Umfeld gibt es Leute, die Putin unterstützen, allerdings – für Geld. Ich habe überhaupt den Eindruck, dass diese Unterstützung eine Scheinunterstützung ist. Wie viele Menschen bekommt Putin denn zusammen für eine Kundgebung, wenn er sie nur über das Fernsehen anspricht, ohne administrative Ressource, ohne die ganzen Busse, die angeblich seine glühenden Anhänger herankarren! Ich vermute, gerade mal tausend.

Aber was bezeichnen wir dann als Popularität? Bei uns ist die Popularität des Präsidenten eine sehr spezielle Popularität. Wenn die Soziologen bei uns einen Menschen fragen, ob er für den Präsidenten ist, dann antwortet er: Ja. Ansonsten ist er in den meisten Fällen gar nicht für ihn. Er beklagt sich über sein schweres Los. Schimpft auf die Beamten. Kann die Abgeordneten nicht leiden. Er ist der Ansicht, dass an der Macht sowieso alle stehlen. Kurz, im täglichen Leben sagt er durchweg „nein“, aber bei der Umfrage „ja“.

Ich möchte aber noch etwas anderes zu bedenken geben. Die sehr wichtige Entscheidung über den Beitritt der Krim wurde ja in engen Kreis getroffen, ohne Beteiligung von Vertretern des Wirtschafts- und Finanzblocks. Das ist ein Merkmal einer Dysfunktion, eines Versagens im System der Staatsverwaltung. Infolge dieses Funktionsversagens befinden wir uns heute in einer äußerst schwierigen Situation mit einer fatalen inneren Entwicklungslogik.

Wir haben faktisch eine Armee, die Kriegshandlungen durchführt, und dazu haben wir offenkundig noch einen Super-Überbau, der damit beschäftigt ist, diese Armee so aussehen zu lassen, als sei sie keine Armee. Eine gewaltige Menge von Menschen und eine noch gewaltigere Menge an Geld ist involviert in das, was sich im Osten der Ukraine abspielt. Und noch mehr sind mit der Vorbereitung auf irgendeinen fantastischen großen Krieg beschäftigt. Und wie wir aus diesem Schlamassel wieder herauskommen, ist völlig unklar.

NUTZNIESSER DER VERHÄLTNISSE

Es gab also ein Versagen im System der Staatsverwaltung. Warum hat man die Sache danach noch weitergetrieben? Ging es den Profiteuren des Regimes nicht auch ohne Krieg in der Ukraine bestens?

Kurzfristig ziehen alle Leute, die in der Kriegsindustrie sitzen, Vorteile aus dieser Situation. Heute werden, so weit ich sehe, alle wesentlichen Entscheidungen von einer ganz kleinen Gruppe getroffen, in der die Silowiki und die Militärs absolut überproportional vertreten sind. Das heißt, anstelle eines Gremiums, in dem das größte Gewicht bei den Ministern für Wirtschaft und Finanzen liegt, wird heute alles von den Silowiki entschieden. Aber für einen Hammer sieht alles um ihn herum aus wie ein Nagel. So auch für die Silowiki – ihre Prioritäten bestehen einzig darin, dass der Krieg weiter finanziert wird. Und heute zu erwarten, dass von den Silowiki einer aufsteht und sagt: Nein, Leute, wir können nicht so viel für den Krieg ausgeben und die ganzen Mittel vom Konsum abziehen – das ist naiv.

Die Militärausgaben führen unvermeidlich zu Abstrichen bei den sozialen Haushaltsposten, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen - auch für die, die jetzt Putin applaudieren.

Wenn wir in dieser Weise über den Haushalt sprechen, haben wir es mit Metaphern zu tun, aber in Wirklichkeit ist der Haushalt zum Teil ein Gummihaushalt, entscheidend sind die Prioritäten. Man kann noch mehr Panzer fabrizieren, noch weniger für Bildung und Gesundheit ausgeben und noch mehr für Propaganda, und die Militärausgaben noch einmal verdoppeln. Das Material wird sich widersetzen, aber es wird Rogosin nicht zwingen, den Weg freizumachen. Rogosin wird Druck machen. Zumal er die Folgen nicht ausbaden muss. So wie zum Beispiel der sowjetische Verteidigungsminister Ustinow. Er machte Druck und blieb stur, und die Folgen musste das ganze Land ausbaden, das dann in der Folge auch zusammenbrach. Heute kann man unseren Haushalt so straffen, Investitionsprojekte und die Ausgaben für Gesundheit und Bildung so sehr zusammenkürzen, dass man den Militärhaushalt verdoppeln kann. Verdreifacht man ihn, gehen die Lehrer auf die Straße, und in den Krankenhäusern geht das Licht aus – aber auch das ist möglich. Vervierfachen geht wahrscheinlich nicht. Aber diese Richtung kann man jedenfalls noch lange weiterverfolgen.

Und dazu braucht man dann auch die Propaganda: der Feind steht vor den Toren.

Genau. Darum liebe ich das Beispiel von Slobodan Milošević. Während er Präsident von Serbien war, schrumpfte das Land auf die Hälfte zusammen, der Lebensstandard der Serben halbierte sich, krasser als bei uns in den schlimmsten Momenten der 1990er Jahre. Bei seinen letzten Wahlen erhielt er fast 36 Prozent der Stimmen. Die Propaganda hatte ihr Werk getan. Die Ausbeutung nationalistischer Ambitionen kann Menschen dazu bringen, große Probleme zu beschönigen und gravierende Opfer zu rechtfertigen.

Die Krim-Hysterie hat sich gelegt, das Projekt Noworossija wird offenbar langsam eingestellt …

Das würde ich nicht sagen. Es gibt eine Menge Leute, die ein Interesse an der Fortführung des Projekts Noworossija haben. Seine Nutznießer sind die Militärs und der militärisch-industrielle Komplex, außerdem gibt es Leute, die damit ihre Popularität aufrechterhalten. Es ist ja unverkennbar, dass viele die Fortsetzung des Banketts wollen.

Und trotzdem muss man nachlegen, damit das patriotische Feuer weiter brennt?

Ich glaube, Sie überschätzen die Dimension der Absichten. Ich gehe davon aus, dass es innerhalb der Macht keinerlei Gedanken daran gibt, die Bevölkerung zu betrügen. Putin und seine Entourage glauben selbst daran, dass Russland von Feinden umzingelt ist und die NATO vor den Toren steht. Und nicht nur das, die Leute, die diesen Glauben nicht teilen, werden aus den höheren Machtetagen verdrängt.

Dazu kommt, je mehr sie sehen, dass sie von Feinden umgeben sind, desto mehr rechtfertigt dies den eigenen Verbleib an der Macht. Angeblich sitzen wir im Schützengraben, wir kämpfen gegen den Feind, und wenn wir den Schützengraben verlassen, werden die Feinde unser Territorium besetzen. Eben dieses Motiv rechtfertigt auch zehn Jahre Führung durch Staatskorporation. Es wird im großen Stil geplündert, alles ist entsetzlich ineffektiv, aber die Hauptsache ist, ich sitze im Schützengraben. Mit einer derartigen Argumentation kann ich alles rechtfertigen, was mit mir passiert, und hinsichtlich dessen, was ich über mich höre, eine kognitive Dissonanz zulassen. Und wenn ich gehe, bricht überhaupt alles zusammen. Das ist das Modell, das heute in Kraft ist.

Wie wird das weitere Szenario aussehen?

Wenn es nicht zu irgendwelchen außerordentlichen politischen Entscheidungen kommt, etwa Mariupol, Charkow und Kiew anzugehen, was vor zwei Jahren ausgeschlossen und heute bloß noch eher unwahrscheinlich erscheint, kann die Wirtschaft im heutigen Zustand noch fünf bis zehn Jahre so weiterbestehen – und zwar ohne besondere Probleme. Aber dann wird es erneut zu einer Krise wie 1991 kommen, d. h. einer Haushaltskrise und einer politischen Krise. Allerdings ein paar Nummern kleiner. Ich sehe keine besonderen Anhaltspunkte für einen Zerfall des Landes oder so etwas. Aber die ganze Sache wird mit Stagnation und dem Verfall des politischen Regimes einhergehen.

http://www.dekoder.org/de/article/propaganda-wirkt-wenn-sie-auf-vorbereiteten-boden-faellt

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Do 10 Sep 2015 - 13:38

Über FB , Viola von Cramon

rbc schrieb:
Auch hier endlich auf Augenhöhe: Russische Löhne für Sezialisten fallen fast auf Chinesisches Niveau

Unkorrigiert aus dem russischen:

Im Jahr 2015, 82% der Unternehmen, die in Russland, erhöhten Gehälter, laut einer Studie des internationalen Beratungs Hay Group; jedoch oft - nur für bestimmte Kategorien von Arbeitnehmern.

Es stellt sich heraus, dass 18% der Unternehmen ohne Erhöhung der Kosten, während die Zahl der Unternehmen, die tatsächlich auf der Höhe der Vergütung im Jahr 2014 eingefroren, hat sich verdreifacht, bei Hay Group geschätzt.
Die meisten dieser Unternehmen - 40% - in der Finanzbranche, gefolgt von Einzelhandelssektor erwiesen und Hochtechnologie - 27%, sagt der Leiter der Forschung bei Hay Group Irina Chernozubova.
Insgesamt waren 31% der mittleren Führungskräfte und Fachkräfte und 15% der Betriebs- und Produktionspersonal, ohne Erhöhung gelassen.

Hay Group überprüft die Gehälter in 598 Unternehmen (ca. 900 Tausend. Die Löhne) der 21 Sektoren der Wirtschaft für den Zeitraum von Juni bis August.


Hier das original auf russisch : Russland auf China Lohnniveau

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Do 10 Sep 2015 - 14:44

Kubilius: Putin ist an der Krise mit Flüchtlingen in Europa beteiligt
Der ehemalige Premierminister von Litauen, Andrius Kubilius, hat seine eigene Version, wie die Flüchtlingskrise in Europa, die zunehmende Konfrontation im Nahen Osten und die Situation im Osten der Ukraine Elemente eines „genialen“ Plans sein können. Seine Vision teilt er mit dem Ukrinform-Reporter in den Räumlichkeiten des 25. Wirtschaftsforums in Krynica-Zdrój, Polen.

- Bei der Eröffnung des Forums sagte der polnische Präsident Andrzej Duda, dass Russland aktiv die Effektivität der Nato in Bezug auf die Gegenwirkung den externen Herausforderungen in den baltischen Ländern, insbesondere in Estland, testet. Wie sehr spüren die baltischen Staaten heute die Gefahr seitens Moskaus?

- Natürlich spitzen wir die Ohren und verstehen, dass wir als nächstes Ziel Putins Aggression nach der Ukraine werden können. Sehr viele ernste Experten und Analysten betonen das. Z. B. wurde im Juli die Studie des Publizisten Edward Lucas The Economist veröffentlicht, in der er gerade über die Bedrohungen für die baltische Region sprach. Denn wir sehen jetzt Provokationen: Flüge russischer Flugzeuge in der Nähe von unseren Grenzen, Festnahme des estnischen Offiziers von russischem Geheimdienst, und diese Liste geht weiter.

- Bereiten sich die baltischen Länder auf einen möglichen Widerstand der russischen Aggression vor oder hoffen sie mehr auf die Nato?

- Wir bereiten uns sehr ernsthaft auf verschiedene Szenarien, auf alle möglichen Provokationen Russlands vor. Ohne auf die Verschlechterung der Lage zu warten, verstärken wir unsere Verteidigungsfähigkeiten und erhöhen die Finanzierung. Beispielsweise beträgt der diesjährige Verteidigungshaushalt Litauens 1,4 Prozent und im Jahr 2018 planen wir die Verteidigungsausgaben bis auf 2 Prozent des BIP zu erhöhen, was ein Standard des Nordatlantischen Bündnisses ist.

Natürlich hoffen wir auf die Nato. Die Allianz demonstriert ihre Stärke durch Übungen in der Region, Bildung der sofortigen Reaktionskräfte, die Amerikaner bringen ihre Technik und lassen sie hier in Verwahrung geben. Wir investieren auch sehr viel, im politischen Sinne, in den Ausbau der regionalen Zusammenarbeit. Darauf konzentriert sich der Präsident von Polen, Andrzej Duda, darüber sprechen aktiv die Spitzenpolitiker der skandinavischen Region. Es ist notwendig, dass unsere Region, den eigenen Ressourcen entsprechend, in der Lage wäre, sich zu verteidigen, und auch zu Provokationen bereit wäre.

- Wie beurteilen Sie die weitere Entwicklung der Situation im Osten der Ukraine, unter Berücksichtigung der Migration-Krise in Europa, und tatsächlich, die Einbeziehung Russlands in den Krieg in Syrien?

- Hier kann man Putins feines Spiel sehen. Man kann sich erinnern, wie er vor zwei Jahren Obama überredet hat, Assad in Ruhe zu lassen und nicht gegen ihn militärisch vorzugehen, nachdem der syrische Präsident die nächste „rote Linie“ überschritten hatte. Dann erstand der islamische Staat, entwickelte sich die Flüchtlingskrise. Heute schickt Putin sein Militär, um Assad zu helfen, und das bedeutet, dass der Konflikt anhält. Jetzt vergisst Europa von der Ukraine, alle reden von Flüchtlingen. Wenn das strategisch gemacht wurde und Putin solchen Plan hatte, dann ist das genial. Daher braucht er vielleicht den Donbass gar nicht, er hat einen einfachen Plan: nicht zulassen, dass die Ukraine ein erfolgreicher Staat wird. Donbass ist ein Instrument für die Schaffung von Chaos in der ganzen Ukraine, und Europa „schickt“ er die Flüchtlingskrise.

- Russische Propaganda in Europa ist sehr spürbar. Wie kann man ihr effektiv entgegenwirken?

- Erstens, man sollte große Aufmerksamkeit den großen westlichen Hauptstädten schenken. Das, was die Russen bei uns im Hinblick auf die Propaganda tun, erkennen wir sofort. Das funktioniert bei uns schon nicht mehr. Mich beunruhigen mehr verborgene Instrumente ihres Einflusses. Zum Beispiel ist der Erste Baltische Kanal der russische „Hagel“ in Bezug auf die Propaganda, aber es ist leicht zu verstehen, dass das die Propaganda ist. Mehr beunruhigt auch die Tatsache, dass die Russen versuchen, unsere normalen Medien, bestimmte politische Prozesse mit den Korruptionsschemas zu beeinflussen. Mich beunruhigt auch, dass sich die westlichen Hauptstädte auf diese Propaganda einlassen. Wir mit den Ukrainern müssen über gemeinsame Projekte in Berlin, Paris, Madrid überlegen, ständig arbeiten und Gruppen von Freunden unter Politikern bilden, um ihnen die Augen auf die Propaganda Moskaus zu öffnen.

- Ist Litauen bereit, der Ukraine Waffen zu übergeben, z.B. sowjetischer oder post-sowjetischer Produktion?

- Diese Information ist nicht offen. Aber soweit ich weiß, übergeben wir einige Elemente der Waffen an die Ukraine.

http://www.ukrinform.de/rubric-politik/1882633-andrius-kubilius.html
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 10 Sep 2015 - 17:54

Zensur in Russland: „Snowden war ein Segen für die Welt, aber eine Katastrophe für unser Land“

Troll-Armeen, Verfolgung von Journalisten und Bloggern, Druck auf westliche Unternehmen. Die Regierung Putin versucht nach Kräften, das Internet in Russland zu kontrollieren und Kritiker mundtot zu machen. „Red Web“ nennen zwei russische Investigativ-Journalisten in ihrem neuen Buch diesen Teil des Netzes. Doch noch ist Zeit für die Opposition, sich zu wehren.

Den russischen Geheimdienst kennen Andrei Soldatov und Irina Borogan für ihren Geschmack etwas zu gut. Seit dem Jahr 2000 berichten die beiden Invesitagtiv-Journalisten auf ihrer Website Agentura.ru über die Machenschaften des FSB und der Kommunikationsbehörde Roskomnadzor. Doch unabhängige Reporter haben es nicht einfach in Russland. Soldatov und Borogan bekommen keine Aufträge mehr, die Justiz leitet Strafverfahren gegen sie ein und immer wieder zwingen Agenten sie zum Verhör.
Seit Jahren geht das schon so. Jahre, in denen es unter Vladimir Putins Regime nicht nur mit der Pressefreiheit bergab ging. Die russische Regierung hat auch damit begonnen, massiv Kontrolle auf die digitalen Aktivitäten von Oppositionellen auszuüben. Soldatov und Borogan gehören dazu. In ihrem diese Woche erscheinenden Buch „The Red Web: The Struggle Between Russia's Digital Dictators and The New Online Revolutionaries“ erklären die beiden Reporter, warum sie dennoch einen Hoffnungsschimmer sehen. Mit WIRED sprachen sie über die Zensurstrategie des Kremls, über die eigentlichen Probleme der russischen Opposition und über die beschränkten Möglichkeiten des Putin-Regimes im Internet — trotz Edward Snowden.

Das Interview:
WIRED: Am Dienstag habt ihr beim Guardian eine Fragerunde über euch ergehen lassen. Die meisten User wollten Fakten zu Putins Trollarmee wissen. Ein prominentes Thema im Westen.
Andrei Soldatov: Ja, aber in Russland ist der Einfluss von bezahlten Kommentatoren noch wesentlich größer. Trolle manipulieren hier Emotionen. Es geht nicht nur darum, irgendeine politische Diskussion zu stören, sondern ganze Narrative zu erzeugen. Man erinnere sich daran, welchen Einfluss dieses Bild des ertrunkenen syrischen Kinds auf die Flüchtlingsdebatte in Europa hatte, und stelle sich diesen Einfluss 24/7 auf die russische Bevölkerung vor.
Irina Borogan: Solche emotionalen Botschaften haben eine wahnsinnig starke Wirkung auf osteuropäische und russische Zielgruppen. Dort gibt es eine gemeinsame Geschichte in Abgrenzung zum Westen. Der Kampf gegen den Faschismus zum Beispiel. Heute lässt sich darauf aufbauend ganz einfach die These „Wir kämpfen gegen Faschisten in der Ukraine“ durchdrücken. Patriotismus, Größe und Freiheit — daran bleiben Menschen hier hängen. Und diese Emotionen lassen sich online nach Belieben verstärken.

WIRED: Eine Art digitale Propaganda-Maschine also. Kann Aufklärung durch Journalisten wie euch da kein Gegengewicht schaffen?
Soldatov: Vielleicht wissen viele Leute ja, dass es bezahlte Trolle da draußen gibt. Die schiere Masse an Postings reicht aber, um Zweifel zu sähen. Irgendwann denkt man: „Vielleicht stimmt ja wirklich was nicht mit der westlichen Politik in der Ukraine.“ Obwohl man das eigentlich gar nicht glaubt. Es ist schade, dass diese Taktik so gut aufgeht.

WIRED: Wie meinst du das?
Soldatov: Das russische System der Zensur und der Überwachung im Internet funktioniert ähnlich wie in anderen autokratischen Staaten auch, nur schlechter. In vielen Fällen versagt es. Das Internet ist ein Tool, um Informationen zu verbreiten, und sowohl in den Protesten von Moskau 2011 und 2012 als auch in der Ukraine-Krise hat es die Regierung Putin nicht geschafft, diesen Informationsfluss zu unterdrücken. Da ist eine Lücke im russischen Überwachungsapparat.

WIRED: Weil die technischen Mittel fehlen?
Borogan: Die technischen Mittel, die Manpower, die Expertise.

WIRED: Woher wollt ihr das wissen?
Borogan: Die russischen Behörden haben erst sehr spät damit angefangen, ihren digitalen Zensurapparat aufzubauen. Im Vergleich zu Staaten wie China oder den USA ist er geradezu klein. Ein Beispiel zum Mangel an Expertise: Diese Woche gaben Behörden bekannt, dass sie den Zugang zu Porno-Seiten sperren wollen. Es wird interessant sein, zu sehen, wie sie das durchsetzen wollen. Selbst wenn sie es aber schaffen würden, provozieren sie damit das Gegenteil von dem, was sie wollen: das vermehrte Aufkommen von VPN-Clients und sonstigen Umgehungsmethoden, weil die Menschen ihre geliebten Seiten ja weiter aufrufen wollen. Kein sehr schlauer Schachzug.

WIRED: Klingt in der Tat nach einer Behörde, die nicht genau weiß, wovon sie redet.
Soldatov: Trotzdem versucht sie es, die ersten Websites sind meines Wissens schon gesperrt. Ein kleiner Prozentsatz von hunderten Millionen Seiten. Dieses Vorgehen zeigt den Mangel an Verständnis für die Funktionsweise des Internets.

WIRED: Und die Opposition nutzt diese Lücken nicht genug für ihre Zwecke aus?
Soldatov: Wie schon erwähnt, das Internet ist nur ein Tool und natürlich benutzen es intellektuelle Eliten und Oppositionelle für sich. Genau wie auch wir als Journalisten.

WIRED: Klingt, als komme gleich ein „Aber“.
Soldatov: Aber da kommen wieder die Narrative ins Spiel und die Macht der Trolle. Wenn du mit solch starken Narrativen konfrontiert bist, dann kann Technologie allein dich nicht retten. Das hat etwas mit der russischen Mentalität zu tun. Sogar die Intellektuellen haben sich in Russland über Jahre hinweg vom Westen verraten gefühlt. Und Putin ist ein Meister darin, diese Gefühle analog wie digital auszunutzen. So gleicht er die technischen Nachteile aus und gewinnt Zeit.

WIRED: Zeit wozu?
Borogan: Die Internetzensur auch technisch auszubauen. Die Regierung will Unternehmen dazu zwingen, Daten zu russischen Bürgern auf russischen Servern zu lagern. Das Gesetz dazu wurde letztes Jahr verabschiedet und tritt jetzt in Kraft.
Soldatov: Bisher ist das Ziel dieser Gesetzgebung noch nicht ganz klar, aber Unternehmen wie Paypal, Ebay und Alibaba spielen mit. Andere, etwa Facebook, weigern sich und niemand weiß so genau, wie Google zu der Sache steht.

WIRED: Der Sammelwahnsinn der NSA — Russland Edition. Aber wenn große Unternehmen wie Facebook nicht mitspielen, wird das ja nichts, oder?
Soldatov: Es geht hier gar nicht nur um die Daten an sich, sondern um Kontrolle und Druck auf die Unternehmen. Die russische Regierung hätte am liebsten eine Hotline, mit der sie direkt bei Plattformen wie Twitter und YouTube anrufen kann und sagt: Der und der Inhalt gefällt uns nicht, nehmt das mal offline. Zu russischen Unternehmen gibt es diese Verbindungen schon lange, das wollen die Behörden international ausbauen. In China funktioniert Zensur über die direkte Kontrolle von Usern, in den USA werden Datenberge angesammelt, in Russland will man die Verbreitung von Informationen direkt bei den Firmen kontrollieren.

WIRED: Diese Entwicklung hat Edward Snowden vergangene Woche stark kritisiert. „Frustrierend und enttäuschend“ seien diese Kontrollversuche und „ein politischer Fehler“.
Borogan: Das waren ganz neue Töne und auch die richtigen. Aber Snowden hat das nur gesagt, weil er mit einem Zitat des russischen Wikipedia-Vorstands aus unserem Buch konfrontiert wurde, dem auch wir zustimmen.

WIRED: Nämlich?
Borogan: Snowden war vielleicht ein Segen für die Welt, aber er war eine Katastrophe für Russland.

WIRED: Solche Kritik hätte ich von eurer Seite nicht erwartet.
Soldatov: In Russland haben die Snowden Enthüllungen keine gesellschaftliche Debatte über den Einfluss der Geheimdienste wie in Deutschland, Frankreich oder England ausgelöst. Wir haben über Monate auf diese Debatte gehofft. Was wir stattdessen bekommen haben, waren neue und stärkere Repressionen. Die russischen Behörden haben die Snowden-Enthüllungen dazu benutzt, das Internet als CIA-Propaganda hinzustellen. Ich kann mich noch an Putins Kommentar „Das war doch klar“ erinnern. So rechtfertigte der Kreml massiven Druck auf Online-Aktivisten, Nachrichten-Plattformen und eben auch die vorhin angesprochene Gesetzgebung zu russischen Servern, weil die Daten ja woanders nicht mehr sicher seien.
Borogan: Es ist verrückt, jeder, der das Internet zensieren will, beruft sich in Russland auf Snowden.

WIRED: Da kann man ihm persönlich aber schlecht vorwerfen, oder?
Soldatov: Nein, kann man nicht. Und es ist auch gut, dass er jetzt klar Stellung bezogen hat. Aber Snowden hätte von Anfang an transparenter agieren müssen. Wir wissen von WikiLeaks, dass der FSB ihn aufgesucht hat, nachdem er damals in Russland ankam. Was dann passierte, weiß niemand. Und aus welchen Gründen auch immer redet Snowden mit niemandem darüber. Er muss natürlich nicht für die russischen Freiheitsrechte kämpfen, aber er hätte mit ein paar Sätzen die russische Propaganda zu seinen Enthüllungen entkräften können.

WIRED: Wird sich das „Red Web“, wie ihr es nennt, also stattdessen ausdehnen und der Widerstand dagegen versickern?
Soldatov: Wir sind nicht in der Position, der Opposition zu sagen, wie sie sich verhalten soll. Aber sie hat bislangkein Problem mit der Internetzensur als solcher, sondern mit ihrer eigenen analogen Message. Wenn man Oppositions-Führer fragt, was sie wollen, dann heißt es: „Putin muss weg“. Aber das reicht nicht. Das ist kein Narrativ, das es mit den Trollen und dem ohnehin ausufernden Patriotismus im Land aufnehmen könnte. Und so lassen sie das Internet als mächtiges Instrument eher für Putin arbeiten, als es selbst zu nutzen.

Die Regierung hätte am liebsten eine Hotline, mit der sie direkt bei Twitter anrufen und sagen kann: Der Inhalt gefällt uns nicht, nehmt den offline. Very Happy

https://www.wired.de/collection/latest/zwei-journalisten-beschreiben-den-digitalen-russischen-uberwachungsstaat

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 10 Sep 2015 - 20:27

Die Italiener sind halt nicht die schnellsten Grinsen

Italienischer Senat ratifiziert Ukraine-EU-Assoziierungsabkommen

Das Oberhaus des italienischen Parlaments hat das Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union ratifiziert. Dies teilte der Botschafter Italiens in der Ukraine Fabrizio Romano per Twitter mit. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich bei Italien dafür bedankt. Somit haben bereits 24 der 28 EU-Länder dem Assoziierungsabkommen Ukraine-EU grünes Licht gegeben, teilte die Nachrichtenagentur Ukrinform mit.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=6623

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Fr 11 Sep 2015 - 16:53

Poroschenko: Russland hat System internationaler Sicherheit ruiniert

Die russische Aggression gegen die Ukraine und die Besetzung der Krim durch Russland haben das System der internationalen Sicherheit, das seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs existierte, vollständig ruiniert. Dies sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko auf dem internationalen Gipfeltreffen Yalta European Strategy (YES) am Freitag in Kiew. Es sei an der Zeit, Kräfte für die Reformierung und Verbesserung der Institute und Instrumente zu vereinen, die den Prinzipien und Normen des internationalen Rechts dienen sollen, sagte Poroschenko und erwähnte in diesem Zusammenhang das Vetorecht Russlands im UN-Sicherheitsrat.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=6723

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 14 Sep 2015 - 13:13

Hat ganz klar den Bezug auf die Verhandlungen in Berlin gehabt!

Situation in der Ostukraine hat sich wieder etwas zugespitzt


Binnen 24 Stunden hat sich im Raum der Antiterroroperation (ATO) in der Ostukraine die Situation etwas zugespitzt. Ungesetzliche bewaffnete Formierungen haben den Waffenstillstand acht Mal verletzt. Eingesetzt haben die Rebellen Grantwerfer, Mörser und überschwere Maschinengewehre. Zwei ukrainische Armeeangehörige sind ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden verletzt, ein Soldat ist vermisst. Seit Mitternacht werde die Waffenruhe im ATO-Raum eingehalten, teilte Sprecher des Präsidialamtes für ATO-Fragen Andrij Lyssenko heute mit, berichtet die Agentur UNIAN.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=6893


Zuletzt von Umnichka am Mo 14 Sep 2015 - 14:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreibfehler)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Mi 16 Sep 2015 - 19:31

In allen Ländern Europas gibt es Parteien, die aus Moskau finanziert werden.
Das sagte im TV-Programm des „5-Kanals“ der Experte für Informationssicherheit, Wjatscheslaw Gussarow.

„Praktisch in jedem europäischen Land gibt es eine Partei, die vom Kreml finanziert wird. Zum Beispiel gibt es in Frankreich (das wissen offenbar schon alle aus jeder Zeitung) die Partei- Front National. Die Chefin dieser Partei Marine Le Pen ist in Finanzoperationen und Geschäfte mit dem Kreml verwickelt“, sagte er.

Gussarow erzählte auch über die bulgarische radikale Partei, die von Russland finanziert wird: „In Bulgarien arbeitet eine ziemlich radikale Partei „Attacke“, die, übrigens, neben der Vertretung ihrer einigen Personen in europäischen Strukturen noch über ihr Presseorgan auf Kosten Moskaus und einen Fernsehsender verfügt, der auch „Attacke“ heißt.

Auch, so der Experte, funktionieren solche politischen Kräfte aktiv in Großbritannien, Deutschland, Ungarn, Lettland, Italien und anderen Ländern.

Gussarow zufolge finanziert der Kreml auch zwei politische Parteien in der Ukraine. „Nach unbestätigten Angaben (weil man bestätigte Daten auf dem Papier haben muss) sind das die „Kommunistische Partei“ und der „Oppositionsblock“, sagte er.

http://www.ukrinform.de/rubric-politik/1885138-experte-in-jedem-land-europas-gibt-es-eine-partei-die-vom-kreml-gefttert-wird.html
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Realist am Do 17 Sep 2015 - 12:14

Es wäre wünschenswert , dass dieses Thema von den deutschen Medien aufgegriffen wird .
Leider fragwürdig ob dies auch jemals geschehen wird .
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Do 17 Sep 2015 - 14:28

Es gab mal irgendwo in FB eine Grafik wer wo mit wem das Bett und das Geld teilt.
Wenn ich es finde, hänge ich da mal an .
Waren nicht wenige die direkt oder indirekt von Putlers Konsorten unterstützt und bezahlt werden. facepalm

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Fr 18 Sep 2015 - 14:55

Abgeordneter direkt im Parlament verhaftet

Am Donnerstag haben bewaffnete Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU den Abgeordneten der „Radikalen Partei“ Ihor Mossijtschuk direkt im Parlament festgenommen. Vor der Festnahme hat der Generalstaatsanwalt Wiktor Schokin im Sitzungssaal der Werchowna Rada ein Video gezeigt, in dem Mossijtschuk Schmiergelder erhalten haben soll. Daraufhin haben die Parlamentarier Mossijtschuk seine Abgeordneten-Immunität entzogen. Oleh Ljaschko, Chef der „Radikalen Partei“, sprach von „politischer Abrechnung“.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=7292

Das Video dazu, ist im Twitterticker zu finden!
#SBU


Zuletzt von Umnichka am Fr 18 Sep 2015 - 16:32 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zusatz)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Wormser am Sa 19 Sep 2015 - 10:13

Im Krieg verändern sich die Spielregeln

Heute verläuft nicht nur zwischen denen, die für Kiew bzw. den Kreml sind, ein gesellschaftlicher Graben. Eine zentrale Kluft hat sich auch zwischen denjenigen, die verstanden haben, dass Krieg herrscht, und denjenigen, die dies nicht begreifen wollen, aufgetan.

Das gesagte Wort hat zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliches Gewicht. Während es in der einen bedeutungsleer bleibt, kann es in anderen Taten gleichgesetzt werden. Und für das Gesagte muss ebenso Verantwortung übernommen werden wie für Taten.

Eben eine solche Metamorphose hat vor einem Jahr in der Ukraine stattgefunden.

23 Jahre lang hat die Ukraine in einer Grauzone gelebt.

In jenem Postmodernismus, der von Stileklektizismus, der Abwertung von Überzeugungen, allgegenwärtigem

Spott und Kitsch als eigenständiger Wertmaßstab geprägt war.

Rocker war jeder, der einem Popsong ein paar Drums hinzufügen konnte.

Politikwissenschaftler jeder, der entsprechend oft im Fernsehen zu sehen war.

Jeder konnte auf so vielen Stühlen sitzen, auf die der Hintern passte. Eine Zeit, in der es üblich war, über das Wort „Anständigkeit“ zu lachen. Prinzipien und Überzeugungen wurden als anachronistisch aufgefasst, Leumund als Relikt. Jeder, der versuchte integer zu sein, wurde als altmodisch verschrien.

Weiterlesen:
Eine Zeit der verwischten Identitäten und Überzeugungen. Vollkommene Mimikry.

Als Hungerstreik wäre nicht der Protest von Nadeschka Sawtschenko (nach Russland entführte Militärpilotin, A.d.Ü.), die 28 Kilo verloren hatte, bezeichnet, sondern die 72-stündige Farce von Wjatscheslaw Kirilenko (gerade Vizeministerpräsident und Kulturminister, A.d.Ü.).

All dies änderte sich vor anderthalb Jahren.

In dem Moment, als der Krieg begann. Denn Krieg ist immer aktuell.

Und Krieg erzählt auch immer davon, wie Worte gleich Taten werden. Wenn man sich nicht mehr im Hohlraum der Verantwortungslosigkeit verstecken kann, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, wenn man entscheiden muss, auf welcher Seite der Barrikaden man stehen will. Und Tatenlosigkeit ist ebenso eine Wahl.

Eine Wahl, für die man später Rede und Antwort stehen muss.

Der zentrale Graben verläuft heute zwischen denjenigen, die das verstanden haben, und denjenigen, die wie gehabt leben wollen.

Jedes Mal, wenn jemand von Verschwörungstheorien redet … darüber, dass der jetzige Krieg von irgendwelchen dunklen Mächten, die die Ukraine und Russland aufeinanderhetzen, ausgelöst wurde, ist mir klar, dass dieser Mensch in der Vergangenheit hängengeblieben ist.

In genau jener bequemen Vergangenheit, in der es üblich war, irgendjemand Abstrakten zu beschuldigen, um sich bloß nicht mit irgendjemand Konkretem anzulegen.

In genau diese Schublade gehört auch das ganze abstrakte Gerede darüber, dass „wir alle Frieden brauchen“.
Zu Kriegszeiten ist Frieden selbst weniger wichtig als die Bedingungen für Frieden. Frieden kann es auch nach einer Kapitulation geben. Und diejenigen, die versuchen, sich den Nimbus des „Kater Leopold“ überzustülpen, versuchen einfach nur, den einfachsten Fragen auszuweichen.

Wir leben in einer Zeit, die durch die Zerstörung des Leumunds geprägt ist. Und hierzu ist nicht viel erforderlich.

Beispielsweise die Erklärung, dass der Krieg zu einer Abnahme von Tourneen geführt habe, wie dies (die Sängerin) Irina Bilyk tat.

Oder die Einreichung einer Klage gegen die Ukraine beim Internationalen Schiedsgericht in London, wie dies Igor Kolomojskiij tat.

Ein wenig schwanger gibt es nicht.

Mit einem Krieg ändern sich die Spielregeln. 2013 konnte das Sankt-Georgs-Band noch ein Teil der ukrainischen Politlandschaft sein. Seit der Krim aber ist es zu einem Symbol der Solidarität mit der Annexion geworden.

2013 waren prorussische Losungen Teil der ukrainischen Politlandschaft. Jetzt sind sie ein Anlass für eine genaue Beobachtung durch die Geheimdienste. Diejenigen, die in diesem Kontext von „Gewalt“ seitens Kiews gegen prorussische Aktivisten sprechen, sollen bitte mal eine einfache Frage beantworten: Befindet sich die ukrainische Armee auf russischem Territorium oder die russische auf ukrainischem?

Die Zeit, in der Losungen auf Kundgebungen genauso viel wert waren, wie die bezahlten Massen, ist vorbei. Heute ist das Wort ein Aufruf zum Handeln.

Wenn ein radikaler Politiker die ukrainische Führungsspitze als Agenten Putins bezeichnet, sollte sich dieser im Klaren darüber sein, welches Echo seine Worte hervorrufen können. In seinem Publikum sitzen nicht mehr gelangweilte Städter, die ihre Eintrittskarte von der lokalen Gewerkschaft zugeteilt bekommen haben. In seinem Publikum sitzen auch Menschen, die an der Front waren. Diese können sich durch eine solche Anschuldigung veranlasst fühlen, auf die Bühne zu gehen und auf den Antihelden zu schießen. Denn für diese ist das kein inszeniertes Schauspiel mit zuvor verteilten Rollen und auswendig gelerntem Text. Für ihn ist es Realität.

Worte haben aufgehört, eine einfache Aneinanderreihung von Lauten zu sein. Sie sind magisch geworden, sind gefüllt mit Bedeutung und haben sich in Beschwörungsformeln verwandelt. Mit Worten kann man töten, kann man retten, kann man die Masse zum Angriff erheben oder zur Kapitulation bringen.

Mitunter sterben Menschen für sie.

Und heute ist das Land geteilt: Auf der einen Seite diejenigen, die das verstanden haben. Und auf der anderen diejenigen, die nicht begreifen wollen, dass sich die Realität des Jahres 2015 von der des Jahres 2013 unterscheidet.

4. September 2015 // Pawel Kasarin
Quelle: Ukrainskaja Prawda
Übersetzerin: Yvonne Ott

http://ukraine-nachrichten.de/krieg-ver%C3%A4ndern-sich-spielregeln_431


Zuletzt von Umnichka am Sa 19 Sep 2015 - 22:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Spoiler eingefügt)

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Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen.
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