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Da wächst zusammen, was zusammengehört




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Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Erpel am Sa 29 Aug 2015 - 11:08

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https://twitter.com/DisputedINTEL/status/637485439092457472

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Umnichka am Sa 29 Aug 2015 - 15:55

Weiteres und Hintergrund:

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1176751789006674&set=a.194618133886716.59413.100000155920645&type=1&theater

http://www.ukraineforum.net/t117p160-weitere-videos#8354

Das obige Bild ist übrigens bereits gespiegelt! Im Original halten die schlauen Nazis, die DNR-Flagge verkehrt, da sie anscheinend kein russisch lesen können  Very Happy


Zuletzt von Umnichka am Sa 29 Aug 2015 - 16:18 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Zusatz)

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Dicker am Sa 29 Aug 2015 - 17:12

Sind halt Dummköpfe um es mal salopp zu sagen Very Happy

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Thomas am So 30 Aug 2015 - 19:11

Thema war überfällig . Dazu der Artikel aus der Euromaidanpress

Deutsche Neonazis demonstrieren für den Kreml

Während der Demontration am Freitag, den 28. August in Heidenau gegen eine neue Unterkunft für Flüchtlinge trugen einige der Neonazis die Flagge der sogenannten „Donezker Volksrepublik“. Der Journalist Boris Reitschuster, der den aus einem Film des ZDF extrahierten Screenshot verbreitete, auf dem Skinheads mit ihrer Fahne zu sehen sind zeigt auf, wie absurd das ist:

„Brauner Aufmarsch heute in Heidenau mit Putins Symbolik: In den “heute”-Nachrichten waren Bilder einer Demo der Rechtsextremen zu sehen – und ganz vorne die Fahne der “Donezker Volksrepublik” – eines kriminellen Pseudo-Staats, den Moskaus Truppen und Helfer in den besetzten Gebieten der Ukraine ausgerufen haben. Unter den Demonstranten: bekannte Figuren der Freitaler Neonazi-Szene oder der Dresdner Pegida-Anwalt Jens Lorek. Bemerkenswerte Allianzen. Die Szene führt vor Augen: Putins deutsche Verteidiger à la Schröder, Augstein und Eppler befinden sich in einem überaus unappetitlichem Umfeld.“
Laut russischer Propaganda ist die angebliche „Volksrepublik“ eine Bastion gegen die „faschistische Junta“ in Kyiw. Und die gleiche „Junta“ ist angeblich, in den Augen ihrer militanten Anführer, die sie „erbärmliche Juden“ nennen, und das anscheinend so auch meinen, rabiat antisemitisch.

Die Szenen in Heidenaus, wo Neonazis jetzt schon seit mehreren Tage demonstrieren, sind besonders hässlich, doch es ist nichts Neues, zu sehen, dass europäische Neonazis in ihrer Unterstützung sowohl für die Kreml-finanzierten und – bewaffneten Neonazis im Donbas als auch für die russische Annexion der Krim die lautesten sind.

Der deutsche Journalist Manuel Ochsenreiter ist Chefredakteur von „Zuerst!“, einer Neonazi-Illustrierten, und ein häufiger Gast im Kreml-finanzierten englischsprachigen Fernsehsender „Russia Today“. Von ihm wird berichtet, er habe behauptet, die russischen Soldaten, die Ende Februar 2014 die Kontrolle über die Krim übernahmen, seien gebraucht worden, um die Demokratie vor ukrainischen nationalistischen Nazis zu schützen.

Die Mitglieder der rechtsextremen ungarischen Jobbik-Partei, die Russland auch auf die Krim eingeladen hat, haben ebenfalls nur Worte überschwänglicher Unterstützung gefunden.

Ochsenreiter schloss sich erst kürzlich anderen Mitgliedern vom Neonazi-, faschistischen und einigen linksextremen Organisationen an, die ein neues, in Moskau lanciertes Projekt unterstützen: Gegen sogenannte politische Gefangene in der Ukraine.

Der Appell wurde unterschrieben von Frank Creyelman, Mitglied des rechtsextremen Vlaams Belang, dem rechtsextremen spanischen (katalonischen) Politiker Enrique Ravello, und anderen Mitgliedern extrem rechter und neostalinistischer Parteien, die auch schon von Russland eingeladen worden waren, um das pseudo-Referendum auf der Krim und die illegalen Wahlen in den sogenannten „Volksrepubliken“ zu beobachten.

[Anm. d. Übers.: Über Ravello schreibt das Portal „Blick nach Rechts“ Ende 2014 anlässlich dessen Besuch auf einem umstrittenen rechtsextremen Kolloquium in Belgien: „Der Katalane Ravello ist bei grenzüberschreitenden Aktivitäten von Rechtsaußen seit Jahren dabei und vertrat dabei die auch in Frankreich als „Terre et Peuple“ aktive Gruppierung „Tierra y Pueblo“. Er propagiert nationalistische und rassistische Thesen und tingelt damit durch Europa. So war er im Juni 2006 Referent bei der internationalen Konferenz „The White World Future“ in Moskau, dazu fortan in der Vergangenheit eine Weile lang federführend tätig in der Kontinent-Europa-Stiftung um Patrik Brinkmann.“]

Unter den drei polnischen Signataren waren: der Beobachterveteran der ach so makellosen Wahlen, Mateusz Piskorski, sowie der hochumstrittene EU-Abgeordnete Janusz Korwin Mikke. Beide besuchten Syrien im Dezember 2014, drückten ihre Unterstützung für das Regime von Bashar al-Assad aus und fanden nicht, dass die Rechte der politischen Gefangenen verteidigt werden müssten. Am gegenwärtigen Regime in Russland haben sie auch noch nie etwas falsch gefunden.

[Anm. d. Übers.: Telepolis schreibt über ihn: „Er ist Polens beliebtestes Gesicht in den russischen Talkshows: der ehemalige polnische Abgeordnete Mateusz Piskorski… Nach dem Ausstieg aus dem Parlament und Rückkehr zur Universität gründete Piskorski die Denkfabrik “Europäisches Zentrum für geopolitische Analysen”, die sich russlandfreundlich ausrichtete. Zudem versuchte er sich noch in einigen Kleinparteien. Mit der Majdanbewegung in Kiew begann seine Karriere im russischen Fernsehen.“. Korwin Mikke macht schon mal den Hitlergruß, wenn’s gerade passt, und vertritt, so die WELT, auch sonst so manch steile These „Der Politiker ist studierter Mathematiker, lehnt ein aktives Wahlrecht für Frauen ab und beschreibt Frauen als Zwischenform zwischen Kind und Mann, “die sich nicht für Politik interessieren”. Er forderte Juden auf, in polnische Gettos zurückzugehen. Den Ukraine-Konflikt betrachtet er als von den USA initiiert. Korwin-Mikke will die “EU mit EU-Geldern von innen heraus zersprengen”. Der Mann hat sechs Kinder und ist Mitglied im Konservativ-Monarchistischen Klub … Sogar dem niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders war Korwin-Mikke zu extrem.“]

Sie befinden sich in voller Übereinstimmung mit den lautstärksten Russland-Fans in Polen, den Aktivisten der extrem rechten „Falanga“. Diese unterstützen die russische Position in der Ukraine und den sogenannten „Volksrepubliken“ von Donezk und Luhansk uneingeschränkt. Der Führer der Falanga, Bartosz Bekier, war im Sommer 2014 im Donbas und kam mit Schnappschüssen zurück, die ihn mit den Anführern der Militanten zeigen. Es gab Gerüchte, dass sich zu dieser Zeit Polen an der Seite der Militanten zeigten.

Die Unterstützer der Falanga sind zur Zeit mit einer andern antiukrainischen Übung beschäftigt, die zweifellos ihren Weg in die russischen pro-Kreml-Sender findet. Sie führen zur Zeit militärische „Übungen“ an der polnisch-ukrainischen Grenze durch, um Einheiten aufzubauen, die die ukrainischen „Banderowzy“ (benannt nach dem ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera, und wie der Begriff „Faschist“ häufig in der russischen Propaganda mißbraucht.) Einer ihrer Slogans ruft die Polen auf, Bandera-Unterstützer zu finden und zu töten. Es gebe, so die Weltsicht der rechtsextremen Polen, eine ukrainische Drohung aus dem Osten, und die komme alleine vom ukrainischen Rechten Sektor, der eliminiert werden müsse.

Reitschuster bemerkt, dass Russland den Begriff „Faschist“ schon seit längerer Zeit benutzt hat, um Gegner seiner Diktatur zu brandmarken. Es hat andererseits lange die Freundschaft mit jenen Faschisten und Neonazis gepflegt, die den Kremlmarionetten im Donbas und Russlands Okkupation der Krim standhaft Unterstützung geleistet haben. Und alles, natürlich, im Namen des antifaschistischen Kampfes.

http://de.euromaidanpress.com/2015/08/29/deutsche-neonazis-demonstrieren-fuer-den-kreml/
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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Umnichka am So 30 Aug 2015 - 20:21

Die Bilder mit der DNR-Flagge (und auch die ganzen Nazis), sind auch in der Ukraine+Presse richtig böse aufgestossen!

Endlich!!! Die Ukrainer waren bisher immer viel zu milde und nachsichtig mit "Deutschland" umgegangen!

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Umnichka am Mi 2 Sep 2015 - 18:12

Artikel zwar schon vom April, aber immer noch bzw wieder aktuell! Erklärt einiges:

Berliner NPD-Nazi

Verbrüderung mit Ukraine-Killern

Der Berliner NPD-Funktionär Jens Pühse ließ sich in Russland von besonders widerlichen Rechtsextremen beschenken: Kämpfern aus der Ost-Ukraine, die sich gern mit zerfetzten und verbrannten Leichen ukrainischer Soldaten fotografieren lassen, mit Nazi-Fahnen posieren und kleinen Hunden den Kopf abschneiden.



http://www.berliner-kurier.de/polizei-justiz/berliner-npd-nazi-verbruederung-mit-ukraine-killern,7169126,30458120.html


Zuletzt von Umnichka am Do 4 Feb 2016 - 13:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : update)

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Umnichka am Di 20 Okt 2015 - 15:06

Bei der gestrigen Pegida-Demo wurde wieder mehrfach Sponsor-Russland mit russischen Flaggen gehuldigt! Zu sehen wie so oft, auf mehreren Videos und Bildern
Hier zB im Vordergrund
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
http://www.euractiv.de/sections/eu-innenpolitik/pegida-jahrestag-gewalt-hassreden-und-juden-vergleiche-318656

Ob die hiesige Politk davon überhaupt Kenntnis nimmt? Vorallem die Russenfreunde der Linken und SPD Wink

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Dicker am Di 20 Okt 2015 - 16:09

Naja auf so viel Verblendheit kann man nichts geben.Siehe wie AH hier regiert hat sind viele ihm ja auch gefolgt und was lehrt uns dieses ,das der Mensch noch immer ein Rudeltier folgt egal ob Niedergang oder Erfolg.Die Geschichte hat aber gelernt das es zu 95 % immer zum Niedergang führt. Und Ich denke das es Deutsch Russen sind die Ihre Fahne in den Himmel strecken.Ich frage mich da manchmal warum die dann hier sind, ist doch in Russland alles besser kaffee kaffee

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Umnichka am Di 20 Okt 2015 - 19:20

@Dicker schrieb: Und Ich denke das es Deutsch Russen sind die Ihre Fahne in den Himmel strecken.Ich frage mich da manchmal warum die dann hier sind, ist doch in Russland alles besser

Es sollen zwar deutsch-Russen dabei sein, aber so viele sind es dann auch nicht! Es handelt sich ja auch nicht mal eben um 4-5Fahnen, sondern deutlich mehr!
Laut den Nazis bzw Pegida, soll damit "Frieden mit Russland" und "Solidarität mit Putin" gezeigt werden! Denn man findet Putin, dort so richtig toll... Gibt eine Menge Pegida-Videos bei Youtube mit Putin-Sprechchören!

Das im Hintergrund die AfD,NPD,Pegida und deren Sprachrohre(Montagsdemos~Jürgen Elsässer,Lutz Bachmann,KenFM usw zum kotzen!) von Russland finanziert werden, ist ein offenes Geheimnis!
Eigentlich alle möglichen Parteien+Extremisten, die offen EU-Feindlich sind, standen zuletzt in irgendeiner Art und Weise mit Russland in Kontakt und wurden "gesponsert"!
Gibt dazu auch viele Artikel,im Netz und teilweise auch hier im Forum!

Kleines Beispiel
http://www.bild.de/news/inland/nachtwoelfe/treffen-auf-pegida-bachmann-40873702.bild.html

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Mit Russlandfahnen gegen Islam und Merkel

Beitrag  Wormser am So 22 Nov 2015 - 19:51

Ganz einfach, Alle die "Putin hilf uns" schreien - Koffer packen, Bahnhof und ab in das von Euch so gelobte Reich... Evil or Very Mad

Mit Russlandfahnen gegen Islam und Merkel

Russische Fahnen, Antiamerikanismus und Appelle an Putin: Die islamfeindliche Pegida-Bewegung in Dresden ist nicht nur ausländerfeindlich, sondern anscheinend auch russlandfreundlich. Die DW ging auf Spurensuche.

Der Theaterplatz vor der Semperoper in Dresden ist voll. Nach den Terroranschlägen in Paris sind mehr als 10.000 Menschen zu der traditionellen Montagskundgebung von Pegida ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands") gekommen, um gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren.
Das sind ein paar tausend Teilnehmer mehr als vor einer Woche, aber nur halb so viele wie zu den Spitzenzeiten der Bewegung. Die Anhänger von Pegida fühlen sich durch die Terroranschläge in ihrer politischen Auffassung bestätigt. Sie fordern, dass Deutschland keine Flüchtlinge mehr aufnimmt.

Schatten der DDR-Vergangenheit

Hier klicken und weiterlesen:
Und sie fordern einen Regierungswechsel. "Merkel muss weg", grollen meist männliche Demonstranten vor der prächtigen Barockkulisse der sächsischen Hauptstadt. Während sie ihren Hass in den Abendhimmel schreien, wehen viele deutsche, aber auch ein halbes Dutzend russischer Fahnen über dem Platz.
Ein grauhaariger Mann hält eine besonders große Russlandflagge hoch. Er trete für eine Entspannungspolitik gegenüber Moskau ein und habe Angst vor einem Krieg zwischen Russland und den USA, sagt der Senior. Der russische Präsident Wladimir Putin sei ihm sympathisch, weil er "ein Macher" sei und "sich durchsetzt, während unsere Politiker nur reden".

Er selber habe Putin nie getroffen, doch sein Chef zu DDR-Zeiten hätte Kontakt zu dem heutigen Präsidenten Russlands gehabt, erzählt der Mann in einem Gespräch ohne Mikro. Putin diente in den 80er Jahren in Dresden als KGB-Offizier.
Experten wie der Dresdner Politikwissenschaftler Christian Demuth schließen nicht aus, dass es bei Pegida-Demonstrationen "ganz viele auf der Straße sind, die im DDR-Regime bestimmte Rollen hatten – Stasi, SED". Dies sei zwar eine Hypothese, fest stehe aber, dass Russlandfahnen bei Pegida meist von älteren Männer getragen würden.

"Putin, hilf uns"

Die islam- und fremdenfeindliche Bewegung Pegida gilt seit ihrer Entstehung im Oktober 2014 als prorussisch. In einem Punkt ihrer "Dresdner Thesen" wird eine "sofortige Normalisierung des Verhältnisses zur russischen Föderation und Beendigung jeglicher Kriegstreiberei" gefordert.
Bei einer Kundgebung im Februar 2015 trat eine Frau auf, die als "Anastassia aus Russland" vorgestellt wurde. Sie warb für Anerkennung der russischen Krim-Annexion und ein Ende westlicher Sanktionen. Pegida-Anführer Lutz Bachmann traf sich im Mai 2015 sogar mit den Mitgliedern des kremlnahen Motorradclubs "Nachtwölfe" und begleitete sie bei einer Kranzniederlegung am Soldatenfriedhof im sächsischen Torgau.

Vor allem Putin genießt bei den Pegida-Anhängern hohes Ansehen. So trug Anführer Bachmann bei Kundgebungen ein T-Shirt mit dem Portrait des Kremlchefs. Immer wieder hört man bei Pegida Rufe wie "Merkel nach Sibirien, Putin nach Berlin" oder "Putin, hilf uns".

Alter Antiamerikanismus

Während über islamfeindliche und teilweise antidemokratische Einstellungen bei Pegida erste Forschungsergebnisse vorliegen, bleibt ihre prorussische Seite bisher im Dunkeln. Die von der DW befragten Experten nennen dafür drei Faktoren: DDR, Antiamerikanismus und die Anziehungskraft Putins.
"Die Ostdeutschen definieren paradoxerweise ihr eigenes Selbstbild auch über den Rückblick auf die gemeinsame deutsch-russische Vergangenheit, obwohl sie die Russen immer aus dem Land haben wolltent", sagt Silke Satjukow, Professorin an der Universität Magdeburg.
Das Russlandbild sei in den neuen Bundesländern viel positiver als im Westen. Auch die Ukrainekrise habe daran nichts geändert. In einem Studentenprojekt habe sie herausgefunden, dass Ostdeutsche in der Krim-Frage eher auf der Seite Russlands stehen, sagt Satjukow.

Der Dresdner Historiker Justus Ulbricht verweist auf den in Ostdeutschland stark verbreiteten Antiamerikanismus. "Prorussisch zu sein, heißt antiamerikanisch zu sein", sagt Ulbricht, der früher Bürgergespräche mit Pegida moderierte.

Sehnsucht nach starken Männern

Das bestätigt auch Kerstin Köditz von der Partei Die Linke, die im sächsischen Landtag die zweitgrößte Fraktion hat. Sie selbst spricht von einer pro-Putin-Stimmung. "Über die Situation in Russland selber wissen die wenigsten Pegida-Anhänger Bescheid", so Köditz. "Was sie wahrnehmen, ist ein starker Mann, man sieht Bilder von Putin, wie er mit freiem Oberkörper auf dem Pferd reitet. Das sind Bilder, die die Pegida-Leute lieben", meint die Politikerin.
"Putin ist eine Leitfigur für viele Rechte in Europa", sagt der Politikwissenschaftler Christian Demuth. Er verweist auf die NPD, deren Anhänger auch bei Pegida unterstützten. Demuth schätzt ihre Zahl auf rund einen Fünftel.
Die NPD hat in Sachsen ihre Hochburg. Mit 4,9 Prozent bei der Wahl 2014 verpassten die Rechtsradikalen nur knapp den Einzug in den Landtag. Der ehemalige NPD-Vorsitzende Udo Voigt war erst im Frühjahr 2105 nach Sankt-Peterburg gereist und hatte auf einem Kongress europäischer Rechtsradikaler Putins Politik gelobt.

Dresdens Dilemma

Nicht nur die NPD und Pegida, auch Putin hat zu Dresden eine besondere Beziehung. 2009 wurde Russlands Präsident dort mit dem "Dankorden des Semperopernball e.V." für Verdienste um den Kulturaustausch ausgezeichnet. Dresden und Putins Heimatstadt Sankt-Petersburg pflegen zudem eine Städtepartnerschaft

Auch die erste deutsche Vertretung der staatlich finanzierten Stiftung "Russki Mir" (Russische Welt) auf der Basis des Deutsch-Russischen Kulturinstituts wurde in Dresden eröffnet. Die Führung des Instituts distanzierte sich von Pegida. Der Anführer der Bewegung sei "ein Krimineller", sagte der Vorstandvorsitzende Wolfgang Schälicke.

In der Tat ist der 42-jährige Lutz Bachmann mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Diebstahls. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn wegen Volksverhetzung. Pegida versuche Russland und Putin zu instrumentalisieren, sagt Schälicke. Sein Stellvertreter Vitaliy Kolesnyk spricht von einer "Provokation".

In Gesprächen ohne Mikrophon scheinen auch manche Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion in Dresden mit Pegida zu sympathisieren. Medienberichten zufolge leben in der sächsischen Hauptstadt mehr als 15.000 russische Muttersprachler. Einige geben zu, zu Pegida-Demonstrationen zu gehen..

Quelle:
http://www.dw.com/de/mit-russlandfahnen-gegen-islam-und-merkel/a-18864347?maca=de-Facebook-sharing

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

Beitrag  Umnichka am Do 4 Feb 2016 - 13:06

Lesenswert!



Populisten-Netzwerk in Europa: Russlands rechte Freunde

Von Benjamin Bidder, Moskau


Pegida, Front National, Ungarns Premier Orbán: Russland unterhält enge Kontakte zu Europas Rechten. Eine wichtige Rolle in dem Netzwerk spielt ein Oligarch, der das Zarentum wieder einführen will.
Bei Europas Rechtsextremen wird ein Symbol immer populärer: die russische Fahne. Sie flattert über den Köpfen von Anhängern der italienischen Lega Nord, bei Pegida in Dresden und wird von Neonazis im sächsischen Heidenau - in leicht abgeänderter Form - getragen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-wladimir-putins-rechtsextreme-freunde-in-europa-a-1075461.html

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Re: Da wächst zusammen, was zusammengehört

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