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Wie ein Mann und seine Familie ein ganzes Land ausplündern




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Wie ein Mann und seine Familie ein ganzes Land ausplündern

Beitrag  Festus am Mo 7 Jul 2014 - 16:32

"YanukovychLeaks"

Der korrupte Ex-Präsident

Stand: 07.07.2014 08:34 Uhr

"Er lebte wie ein Oligarch" - so beschreibt die Journalistin Kateryna Kapliuk im tagesschau.de-Interview den ukrainischen Ex-Präsidenten Janukowitsch.
Knapp 25.000 Dokumente - die er vernichten wollte - hat sie mit Kollegen aus einem See gefischt, getrocknet, ausgewertet und online gestellt.

tagesschau.de: Im Februar 2014 haben Sie für acht Tagen dort gelebt, wo Ex-Präsident Viktor Janukowitsch herrschte: In seiner Residenz "Meschyhirja". Sie haben etwa 25.000 Dokumente aus einem See gefischt, sie in seiner Sauna getrocknet, eingescannt und ausgewertet. War das die außergewöhnlichste Recherche ihres Lebens?

Kateryna Kapliuk: Ja, das kann man so sagen. Es war schon merkwürdig in einem Haus zu leben, das vorher völlig verschlossen war, denn unter Janukowitsch war es unmöglich, auf sein Anwesen "Meschyhirja" zu kommen. Ein komisches Gefühl, den Reichtum aus der Nähe zu sehen. Zu Beginn haben wir uns Sorgen gemacht, dass vielleicht seine Bodyguards zurückkehren könnten, doch die sind zum Glück nicht mehr aufgetaucht.

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Zur Person
Kateryna Kapliuk arbeitet als Journalistin bei Slidstvo.info in der Ukraine. Davor hat die 26-Jährige unter anderem für die Deutsche Welle in Bonn gearbeitet. Kapliuk ist eine von rund zehn Journalisten, die an "YanukovychLeaks" mitgewirkt haben.


"Keine Panik, wir digitalisieren alles"

tagesschau.de: Wie müssen wir uns die Arbeit von ihnen und den anderen Journalisten vorstellen?

Kapliuk: Weil wir nicht wussten, ob die Justiz uns erlauben würde, die Akten weiter einzusehen, mussten wir rund um die Uhr arbeiten, bevor sie die Akten abholen konnten. Das hat glücklicherweise etwas länger gedauert und sie haben uns unsere Arbeit fortsetzen lassen. Anfangs waren wir ratlos: Was sollten wir zuerst anschauen? Wir haben uns gesagt: Keine Panik, wir digitalisieren erst einmal alles. Das waren etwa 25.000 Seiten.

tagesschau.de: Wie viele davon haben Sie gelesen?

Kapliuk: Alle. Es hat Tage gedauert, bis ich alles gelesen hatte. Danach haben wir eine Struktur in die Dokumente gebracht - etwa Papiere zu einzelnen Banken gesammelt. Was für mich am Ende klar war: Dieser Mann war äußerst korrupt und er pflegte merkwürdige Beziehungen.

"Mehrere Millionen Dollar an Janukowitsch"

tagesschau.de: Was waren die wichtigsten Erkenntnisse aus den Dokumenten?

Kapliuk: Wir haben vor allem Details zu seinen Machenschaften gefunden, weniger über Staats-Angelegenheiten. Besonders sein exklusiver Lebensstil hat uns beeindruckt. Es gab Vermutungen, aber wir hätten nicht gedacht, dass er in einem solchen Luxus lebte: Alles war aus Gold, in der Garage standen Oldtimer, er hatte sogar eigens für ihn hergestellte Lebensmittel. In seinem Anwesen haben wir auch ein Buch aus dem 16. Jahrhundert gefunden - eines der ersten, das jemals in der Ukraine gedruckt wurde. Dazu gab es ein Zertifikat, auf dem stand, dass das Buch eigentlich einem Museum gehörte. Wie es in seine Hände kam, wissen wir nicht. Auf den Aufzeichnungen der Überwachungskameras sieht man, dass Janukowitsch bei seiner Flucht einige Bilder und Kunstwerke mitgenommen hat, dieses aber zum Glück nicht.

tagesschau.de: Wie hat er sein Luxusleben finanziert?

Kapliuk: Janukowitsch lebte wie ein Oligarch. Aber er war nie ein erfolgreicher Geschäftsmann. Deshalb war es schon merkwürdig, woher das Geld für diesen Luxus kam. Laut der Akten hat er mehrere Millionen Dollar von Investoren bekommen, deren Namen wir leider nicht herausfinden konnten. Die meisten Transaktionen liefen über eine Bank, in der sein Sohn eine Rolle spielt. Welche Gegenleistung Janukowitsch für das Geld erbracht hat, ist nur schwer nachzuvollziehen.

tagesschau.de: Wie haben die Behörden auf "YanukovychLeaks" reagiert?

Kapliuk: Nachdem ich mehrere Artikel über einen Minister der Janukowitsch-Regierung geschrieben habe, haben auch die Strafverfolgungsbehörden ermittelt. Es war ein komisches Gefühl, als ich gemerkt habe, dass die Polizei mit einigen von meinen Informationen arbeitet. Beim ehemaligen Energieminister fand die Polizei  teure Uhren und große Mengen Gold. Wir haben herausgefunden, dass er Beziehungen zu einer Erdgasfirma unterhalten hat. Unter Janukowitsch hatte diese mehrere Förderlizenzen bekommen, ohne an einer Ausschreibung teilzunehmen. Im März wurden die Lizenzen aberkannt.

"Es hat sich gelohnt"
tagesschau.de: Aber bisher ist niemand in Haft, oder?

Kapliuk: Nein, denn alle Minister und natürlich auch Janukowitsch selbst haben die Ukraine verlassen.

tagesschau.de: Würden Sie dennoch sagen, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat?

Kapliuk: Natürlich! Nur so konnten wir verstehen, wie die Janukowitsch-Regierung gearbeitet hat. Und auch wenn bisher keiner der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurde: Sollten sie in die Ukraine zurückkommen, werden sie bestraft.

Millionen Zugriffe in den ersten Tagen
tagesschau.de: Wie war das Interesse der Ukrainer an den Dokumenten?

Kapliuk: In den ersten Tagen hatte unsere Seite mehr als eine Millionen Zugriffe. Ich glaube, dass der Einblick in sein Luxusleben besonders wichtig für die Menschen im Osten der Ukraine war. Denn er hat sich gerne als einer von ihren dargestellt. Mit unseren Unterlagen konnten wir diesen Eindruck korrigieren.

Mittlerweile hat das Interesse abgenommen. Das liegt auch daran, dass einige der Journalisten, die damals mitgearbeitet haben, mittlerweile im Osten des Landes recherchieren und schlicht keine Zeit mehr haben, die Unterlagen weiter auszuwerten. Wir planen aber, die Beziehungen von Janukowitsch zu seinen Ministern und den ukrainischen Oligarchen weiter zu beleuchten. Der Hauptgrund für das nachlassende Interesse ist aber, dass die Ukrainer einfach mit anderen Problemen konfrontiert sind. Immerhin ist die Lage in der Ostukraine immer noch instabil.

tagesschau.de: Wird "YanukovychLeaks" eine einmalige Sache bleiben?

Kapliuk: Ich glaube nicht, dass ich jemals wieder in eine ähnliche Situation kommen werde. Diese Masse an Dokumenten war außergewöhnlich. Nach dem Erfolg von "YanukovychLeaks" haben wir ein zweites Projekt gestartet, dass sich mit den Machenschaften eines jungen Oligarchen beschäftigt: Sergej Kurtschenko. Er hat einen unglaublichen Aufstieg hinter sich. Wir haben 40 Ordner mit geschreddertem Material gefunden, das wir versuchen zu rekonstruieren.

Das Interview führte Florian Pretz, tagesschau.de, im Rahmen der Netzwerk-Recherche-Konferenz

Quelle mit Videos und Fotos: http://www.tagesschau.de/ausland/yanukovychleaks-100.html
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Ich frage mich bis heute, warum dieser Depp die Unterlagen in den See geworfen hat?
Trotz der ganzen Kohle hat es anscheinend nicht zu einem vernünftigen Aktenschredder gereicht bzw. zu ein paar Kanistern Benzin!
Es scheint etwas daran zu sein, wenn viele Leute in der Ukraine den Janu schon immer für "ziemlich dumm" gehalten haben!
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Tjaaaaaaaaa, und dann gibt es natürlich zu dem obigen Bericht wieder jede Menge Kommentare:

Am 07. Juli 2014 um 08:44 von SanVito
Janukowitsch

"Er lebte wie ein Oligarch" - na und?
Ein Schokoladen - Oligarch hat jetzt die Macht in Kiew! Nichts besser, aber vom Westen unterstützt. Wenn das nichts heißt.

Am 07. Juli 2014 um 08:55 von dirk_kf
Alles mit zweierlei Maß!

Alle Korruption der West-Marionetten unterstützen Sie aber voll und ganz, die im Westen selbst tolerieren Sie weitgehend! Sie sind reine Propagandisten des West-Imperialismus, indem Sie zwischen guter Korruption Ihrer Handlanger und schlechter Korruption derer unterscheiden, die Ihrem Imperialismus im Weg sind.

Am 07. Juli 2014 um 08:56 von Tonkien
Wie siehts mit dem neuen Oligarchen Präsidenten aus?

Es wäre schon solch eine Untersuchung auch von dem Jetzigen Oligarchen Präsidenten Poroschenko zu sehen!
Auch wie er zu sein Vermögen kam - soweit ich mich erinnere war das zur der Zeit als er chef der Ukrainischen Nationalbank war oder Finanzminister.
Desweiteren war er Wirtschaftsminister unter Janukovich ,wenn dieser sich bereichert hat wer glaubt den hier wirklich das der WIRSTSCHAFTSMINISTER aus der selben Regierung nicht auch die Hand aufgehalten hat. Also alles in allem ein wohl wahrer aber wieder sehr einseitiger Bericht.

Am 07. Juli 2014 um 09:00 von towi62
westliches Handeln - nichts Neues

Üver Janukowitsch war das bekannt, es ist auch gut, dass es belegt wurde.
Nun wird es Zeit für Poroschenkoleaks, welcher nicht weniger ein Oligarch ist.
Und dann fehlt der Vergleich mit Obamaleaks, Merkelleaks etc.
Ich denke, bei Putinleaks wird man kaum erfolgreich sein, außer in Vermutungen oder Umdeutungen.
Gesellschafts(un)ordnugen eben...

Am 07. Juli 2014 um 09:00 von Odinhro
Alte und neue Oligarchen

Da wird ein Oligarch von einem Anderen ersetzt. Die sind doch alle nur an Ihrem persönlichen Reichtumm interessiert. Der Neue hat mit seinen Militäraktionen auch schon Blut an seinen Händen.
Also es bleibt in der Ukraine alles beim Alten, was die Führung des Landes angeht.
Und wehe, es wagt jemand einen positiven Kommentar abzugeben, schon fallen sie über ihn her!

Am 07. Juli 2014 um 09:04 von Smokings
@08:51 von Jonas Hamilton ...jaja, immer "nur" die anderen!

"Trotzallem aber wird wohl das Gerede vom Putsch und dem angeblichen legetimen Präsidenten Janukowitsch hier im Forum nicht aufhören."

Normal, es sind zwei verschiedene Dinge. Das Janukowitsch weg ist, ist das einzig halbwegs positive dieses Staatsstreiches - die neuen Machthaber aber sind es nicht, sie sind illegal an diese Macht gekommen und nutzen Gewalt um sie zu behalten.

Und wer jetzt auf die Wahl Poroschenkos anspricht und das daraus irgendeine Legitimitation entstehen würde: Nein! Die Wahl halte ich für genauso manipuliert wie die in der Donbass Region, politische Konkurrenz wurde gewaltsam zur Aufgabe gezwungen, Oppositionsparteien wie die Partei der Regionen - übrigens laut dem was hier viele immer hoch halten die letzten Parlamentswahlgewinner - werden politisch diskriminiert und teilweise verfolgt und so an ihrer Arbeit gehindert. Ergo ist dort keine demokratische Legitimation in der Farce einer Wahl eines Poroschenko´s...

Am 07. Juli 2014 um 09:17 von AlterSimpel
@Jonas Hamilton

"Die Maidanbewegung hatte also allen Grund ihn zu verjagen.
Trotzallem aber wird wohl das Gerede vom Putsch und dem angeblichen legetimen Präsidenten Janukowitsch hier im Forum nicht aufhören."

Dumm nur, daß eben nicht der Maidan, sondern die bewaffneten Banden des Rechten Blocks ihn vertrieben haben, als sie mit den "Auserwählten" von Frau Nuland das Parlament stürmten.

Der Maidan wusste aber auch, daß Janukowitsch nicht der einzige Schuldige war, auch das Parlament war als korrupt verschrien.

Kurioserweise war den "Oppositionsführern" vom Maidan genau dieses Parlament aber plötzlich gut genug, um sich selbst zur Regierung wählen zu lassen.

Und dasselbe Parlament von damals wehrt sich bis heute gegen Neuwahlen.
Allzuviel scheint sich nicht geändert zu haben in der Ukraine.

"Hass und Ideologie können halt blind machen."

Das beweisen Sie eindrücklich.

Am 07. Juli 2014 um 09:21 von Mischa007
Das Janukovitsch koruppt war,

Das Janukovitsch koruppt war, ist nichts neues. Schade das man die Firmen nicht benennen konnte, von den er bestochen wurde. Oder sollen die Namen garnicht bekannt werden. Man weiß das Firmen ohne Ausschreibungsteilnahme Lizensen erhielten, weiß aber dann nicht um welche Firmen es sich handelt. Sehr komisch...???
Wenn die Frau jetzt nicht so richtig weiß was sie recherchieren kann, ich hätte da par Ideen.
Wer hat auf die Maidandemonstranten geschossen?
Wer hat von den 5 Mil. Aus den USA profitiert?
Wieviele Tote gibt es seit der Maidandemo generell in der Ukraine?
Wieso konnte der Sohn des US Ausenministers ohne Ausschreibung einen Vorstandsposten in der UA erhalten?
Wieviele USA Bürger sind derzeit in der UA direkt in kriegerische Vorgänge verwickelt?
Auch würde mich einmal ein gesamtukrainisches Meinungsbild zu den Vorgängen in der UA, über die Regierung in Kiew interessieren. Leider kommt da recht wenig von den "demokratischen" Medien, in der UA und auch in D!!!!

Am 07. Juli 2014 um 09:21 von RiedelEbb
Von Oligarch zu Oligarch

Janukowitsch lebte wie ein Oligarch. Na klar. Er hatte ausreichend Geld und hat sich seine Macht entsprechend eingerichtet.
Poroschenko ist ebenfalls ein Oligarch. Auch er richtet sich seine Macht entsprechend ein.
Was wir mit Janukowitsch hatten wussten wir. Mit Poroschenko werden wir unser blaues Wunder noch erleben.
Der Unterschied zwischen beiden Oligarchen ist nur die Hörigkeit gegenüber dem Westen.

Am 07. Juli 2014 um 09:25 von Unicum
Oligarchie - die Staatsform der Zukunft,...

so könnte man jedenfalls meinen. In der Ukraine bin ich mir dessen jedenfalls ziemlich sicher. Bei uns aber langfristig gesehen ebenso. Den alle Macht geht vom Konsum aus,...

Am 07. Juli 2014 um 10:04 von Moderation
Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User ,

meta.tagesschau.de ist derzeit überlastet. Deshalb kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen Die Moderation
feiern  rofl  happy2

Am 07. Juli 2014 um 13:14 von AK47
@08:51 von Jonas Hamilton

Daß Janukowitsch korrupt war, hat nie jemand bestritten. Und daß der Maidan am Anfang eine gesellschaftliche Bewegung war auch nicht.

Unbestreitlich ist jedoch auch, daß der Maidan letztlich in einem Putsch endete, der von massiver Gewalt insb. aus dem rechten militanten Lager getragen wurde.
Und während sich Janukowitsch mit Gewaltanwendung zurückhielt, kann man dies von seinen Nachfolgern nicht sagen. Schon während des Putsches gingen diese mit großer Brutalität vor, danach wurde es nicht besser.
Die Korruption des einen Präsidenten legitimiert nicht die Brutalität der Folgeregierung.

Der Maidan als Bewegung gegen das Oligarchensstem ist dagegen vollständig gescheitert. Nichts hat sich zum positiven geändert. Einen Oligarch als Präsident, mehrere Oligarchen im Osten zu Gouverneuren ernannt, Oligarchen mit Privatarmeen und als Ministerpräsidenten einen Mann mit besten Verbindungen ins US-Ölgeschäft.
Dafür aber eine grassierende Inflation, die die Preise um 50% steigen läßt.

AK47 - woher kenne ich nur diesen Nicknamen?  hmm pfeiffen

Am 07. Juli 2014 um 13:52 von Nikolaus_1
Janukowitsch 《》Poroschenko

Janukowitsch mag zwar unrechtmässig an die Milliarden gekommen sein. Er hat aber zumindest kein Militär gegen eigene Bevölkerung eingesetzt.
Der neue Oligarch ist aber aus Prinzip ein guter Oligarch weil er die Nato Sicht vertritt.



Last but not least "The Best":

Am 07. Juli 2014 um 14:56 von Pobjeda
um 14:26 von tashina

danke für diesen Menschlichen Kommentar, meine volle Zustimmung.
Die Filtrationlager werden mit EU Geldern errichtet, videos sind im Netz, es ist alles eine Schande, selbst der neu entflammende Faschismus regt in der Bundesregierung keinen auf, geschweige den die vielen bereitsermordeten Ukrainer aus den Gewerkschaftshaus und Maidan in Kiew und Massaker im Gewerkschaftshaus in Odessa,Überall unterdrücken und bedrohen Rechtsnationalisten. Seit 1991 wird in der Schule der Faschismus als Heldentat verherlicht, Ergebnis selbst junge Schülerinnen haben mit begeistert Brandflaschen zum Morden in Odessa gebaut,Videobeweise und Fotos im Netz. Famen Activistin lässt sich mit Otpor Faust vor dem brennenden Odessahaus Fotografieren, Otpor ist eine CIA gestützte Putschorganisation dazu gehört auch Pussi Riot welche ja so nett und harmlos sind, die hatten in Moskau in drei anderen Kirchen mündliche Verwarnung bekommen, also sind sie in die am Roten Platz gegangen, alles Plan.
---

Alles Plan!  kontrakt 

feiern 

Das waren aber nur einige von vielen Kommentaren, wer sich alle antun möchte:  brav 
http://meta.tagesschau.de/id/87237/interview-zu-yanukovychleaks-der-korrupte-ex-praesident


Festus


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Re: Wie ein Mann und seine Familie ein ganzes Land ausplündern

Beitrag  Festus am Fr 15 Aug 2014 - 13:29

Ukraine

Dokumente belegen angeblich Janukowitschs Verbrechen

Von Florian Kellermann

30 Kilometer nördlich von Kiew gibt es eine Parkanlage, die wie keine in der jüngeren ukrainischen Geschichte für Schlagzeilen sorgte. Meschihirja - ein riesiges Areal mit künstlichem Wasserfall, kleinen Wäldchen und einer langen Promenade am Dnjepr. Hier residierte der ehemalige Präsident Viktor Janukowitsch - in einem monströsen, kitschigen Gebäude am Hang, das Sowjet-Architektur mit finnischem Holzhausstil verbindet.

Heute ist Meschihirja ein Ausflugsziel der Kiewer. Nichts erinnert mehr daran, was sich hier im Februar abspielte. Die Journalistin Anna Babinets war damals dabei.

"Das war am Tag, nachdem Janukowitsch geflohen war. Wir waren gekommen, um zu sehen, was er nicht mehr hatte mitnehmen können. Da habe einige von uns bemerkt, wie da hinten, im künstlichen See, Dokumente schwimmen. Wir haben immer mehr Journalisten geholt und dann auch auch einige Taucher. Drei Tage lang haben wir die Dokumente in einem Bootsschuppen in der Nähe getrocknet und abfotografiert."

Was die Aktivisten damals sicherstellten, etwa 200 Aktenordner, bildet die Grundlage für "Yanuleaks" - eine Internetseite, die Original-Unterlagen des ehemaligen Präsidenten veröffentlicht. Da steht etwa zu lesen, dass die Holzmöbel in der Residenz 1,6 Millionen Euro kosteten. Oder, dass Janukowitsch gern antike Geschenke annahm. Der Chef der Grenzbehörde, der bis heute im Amt ist, überreichte ihm etwa eine Ikone aus dem 19. Jahrhundert.

Spinnennetz an Querverbindungen

Anna Babinets führt durch das Haus, wo die Aktivisten damals übernachteten. Das Gästehaus von Meschihirja, auch Putin-Haus genannt. Doch ob der russische Präsident jemals hier logierte, ist unbekannt.

Gerade beraten sich die Janukowitsch-Jäger wieder einmal, wie sie weiter verfahren sollen. Für sie fing die Arbeit mit den gefundenen Dokumenten nämlich erst an. Sie recherchieren seitdem, treffen die Personen, die in den Unterlagen auftauchen.

"Ich habe mich um den Jagdklub von Janukowitsch gekümmert. Ihm haben die wichtigsten Personen im Staat angehört, auch Geschäftsleute, insgesamt 28 Personen, die einen Jahresbeitrag von umgerechnet 50.000 Euro bezahlt haben. Sie haben das Hobby des Präsidenten finanziert - und sind dafür ab zu eingeladen worden. Der Klub hatte etwa 100 Angestellte."

Unter den Mitgliedern von Janukowitschs Jagdklub waren seine Vorgänger Leonid Kutschma und Leonid Krawtschuk sowie die Milliardäre Viktor Pintschuk und Vadiym Nowyntskyj. Andere Unterlagen führen zu wieder anderen Namen - und so ergibt sich ein ganzes Spinnennetz an Querverbindungen. Das ist die Sprengkraft der Unterlagen: Die Hinweise darauf, wer alles an Janukowitschs Verbrechen beteiligt war, an der Korruption, der Rechtsbeugung, dem schlichten Diebstahl. Die Journalisten halten manche ihrer Erkenntnisse zurück.

"Es gibt Hunderte, die zu diesem Kreis gehörten, die Millionen an Schmiergeldern gezahlt oder bekommen haben. Die Staatsanwaltschaft hat uns gebeten, das nicht alles offenzulegen, aus Rücksicht auf die Ermittlungen. Wir achten das und warten ab. Aber wenn die Staatsanwaltschaft in einer angemessenen Frist nichts unternimmt, dann werden wir Druck machen, dann wird es zum Krieg kommen zwischen ihr und uns."

Zum Dunstkreis gehörten nicht nur Abgeordnete

Doch hat die neue ukrainische Machtelite überhaupt ein Interesse an der sogenannten Lustration, an der Aufarbeitung des alten Regimes? Der neue Präsident Petro Poroschenko äußerte sich bei einem Interview vor Kurzem ausweichend. Die beste Lustration sei doch die Parlamentswahl im Herbst, erklärte er. Dann würden die nicht mehr gewünschten Abgeordneten abgewählt. Aber eine Strafverfolgung ist das noch lange nicht - und zum Dunstkreis von Janukowitsch gehörten eben nicht nur Abgeordnete.

Der Politologe Kost Bondarenko fürchtet, dass die allermeisten Nutznießer des Systems Janukowitsch unangetastet bleiben:

"Es gibt gar nicht genug Fachleute, um sie alle zu ersetzen. Außerdem ist ja die Frage, bei wem man anfängt und mit welchen Kriterien. Irgendwie waren fast alle heutigen Entscheidungsträger mit der alten Staatsmacht verbunden, das gilt selbst für Ministerpräsident Arsenij Jazeniuk und amtierende Minister. Ich fürchte, dass einige den Begriff "Lustration" missbrauchen wird, um politische Gegner ins Abseits zu stellen. Eine echte Aufarbeitung der Vergangenheit kann es in der Ukraine nicht geben."

Die Millionen, die auf dem Unabhängigkeitsplatz gegen Janukowitsch demonstrierten, wird diese Antwort kaum befriedigen. Die Journalistin Anna Babinets auch nicht: Sie will wenigstens, dass der engere Kreis um das ehemalige Staatsoberhaupt zur Rechenschaft gezogen wird.

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-dokumente-belegen-angeblich-janukowitschs-verbrechen.795.de.html?dram:article_id=294353


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