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Berichte aus dem befreiten Slaviansk




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Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Festus am So 6 Jul 2014 - 23:24

Selbst der Verteidigungsminister war vor Ort:

http://www.kyivpost.com/multimedia/photo/a-day-in-sloviansk-after-liberation-354857.html

Hoffentlich reissen sie ganz schnell die widerlichen Lenin-Denkmäler ab und die Flintenweiber: Ab zum Kartoffelschälen!  :mr green:


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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Umnichka am So 6 Jul 2014 - 23:44

Die Russen hatten die "Ladies" dort als Scharfschützen eingesetzt...  Müssen ja richtig Personalmangel gehabt haben :mr green: Heilig 

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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Umnichka am Mo 7 Jul 2014 - 0:34


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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Festus am Mo 7 Jul 2014 - 13:19

Für mich eines DER Fotos:

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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Festus am Mi 9 Jul 2014 - 20:34

Terroristen plündern, rauben und morden!

Die Armee versorgt das Volk!



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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Festus am So 24 Aug 2014 - 6:22



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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Festus am Mi 12 Nov 2014 - 18:39

Ukraine-Konflikt

Aussichtslose Aufarbeitung

Von Florian Kellermann

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Schon die Identität der Leichen festzustellen ist schwer. Noch schwerer ist es zu ermitteln, wie die Menschen ums Leben kamen. (VASILY MAXIMOV / AFP)

Mehr als 3.600 Todesopfer hat der Konflikt in der Ost-Ukraine bereits gefordert, schätzen die Vereinten Nationen. Eigentlich müsste die Ukraine in jedem einzelnen Fall ermitteln, die Täter feststellen und verurteilen. Doch wie schwierig das ist, zeigt der Fall Slowjansk.

Im Zentrum von Slowjansk, hinter einer Kinderklinik, liegt ein Erdhügel - einen Meter hoch und fünf Meter breit. Er ist übersät mit Blumenkränzen, einer von ihnen in Herzform. Auf einer Bank sitzen zwei Jugendliche und rauchen. Alina, 14 Jahre alt und auffällig geschminkt, hat gehört, was es mit dem Hügel auf sich hat.

"Da liegen Unbekannte begraben, Brudergrab nennen wir es hier. Es stammt aus der Zeit der Donezker Volksrepublik."

Vom 12. April bis zum 5. Juli herrschten die prorussischen Separatisten in Slowjansk, sie machten die Stadt zur Hochburg ihrer "Volksrepublik". Mehrere tausend Kämpfer wohnten hier, viele von ihnen waren Russen, wie die Slowjansker erzählen. Doch schließlich hielten sie den Angriffen der ukrainischen Armee nicht mehr stand und flohen. Zurück ließen sie namenlose Gräber mit Dutzenden Toten - und eine arme, gespaltene Stadt, sagt Alina.

"Im Schulhof spielen die Zweitklässler ukrainische Armee und Aufständische, sie schießen sich gegenseitig ab - piff paff. Viele hier sind immer noch für Russland, glauben, mit Putin an der Spitze wäre alles besser. Aber was haben wir von den ganzen Kämpfen? Viele Häuser sind immer noch zerstört und die Rentner betteln auf der Straße um Brot."

Selbst die unmittelbaren Anwohner wissen nicht, was hier, hinter der Kinderklinik, geschehen ist. Aus einem dreistöckigen Backsteinbau kommt Hrihorij Ponomarjow, ein Rentner. Er hat gesehen, wie die ukrainischen Behörden hier 14 Körper aus der Erde holten. Einige von ihnen hätten die Separatisten zu Tode gefoltert, unter ihnen vier Angehörige einer protestantischen Gemeinde.

"Ich habe beobachtet, wie sie hier mit einem Traktor ein riesiges Grab ausgehoben haben. Sie haben die Leichen hineingeworfen, in Plastiksäcke gehüllt. Ein junges Paar, so 45 Jahre alt, ist auf sie zugegangen und hat gefragt, was vor sich geht. Da haben sie ihre Maschinengewehre auf sie gerichtet und gesagt: Haut ab, sonst seid ihr auch gleich dran. Sie wollten nicht beobachtet werden."

Über 3.600 Todesopfer

Schon über 3.600 Todesopfer hat der Konflikt in der Ostukraine gefordert, und das ist nur eine vorsichtige Schätzung der Vereinten Nationen. Eigentlich müsste die Ukraine in jedem einzelnen Fall ermitteln, die Täter feststellen und verurteilen. Schließlich herrscht offiziell kein Krieg in dem Land. Doch der Fall Slowjansk zeigt, wie schwierig das wird.

Zuständig für die Ermittlungen hier ist Valerij Radtschenko, der Polizeichef. In seinem Büro im ersten Stock prangt wieder die Ukraine-Flagge. "Wieder" - denn das Gebäude war eines der ersten, das die Separatisten besetzten - laut Radtschenko mithilfe einer russischen Spezialeinheit. Radtschenko war früher Polizeichef auf der Halbinsel Krim. Er weigerte sich, dort für die neuen, russischen Machthaber zu arbeiten. Nun soll er die Polizei in Slowjansk wieder aufbauen. Denn viele Uniformierte hier waren zu den Separatisten übergelaufen.

"Nach der Befreiung von Slowjansk haben 53 Polizisten ihren Dienst nicht mehr angetreten, wir haben sie deshalb entlassen. Manche sind in andere Teile der Ukraine gezogen, manche nach Russland. Von sechs von ihnen wissen wir sicher, dass sie sich den Separatisten angeschlossen haben."

Erste Aufgabe von Radtschenko war es, die Identität der namenlosen Leichen festzustellen. Unter ihnen waren nicht nur Gefangene der Separatisten, sondern auch gefallene Kämpfer, außerdem die Opfer der Artilleriegefechte - und diejenigen, die eines natürlichen Todes starben. Wenn die Leichen nicht mehr wiederzuerkennen waren, schickte die Polizei DNA-Proben ins Labor. Bis heute sind 38 Tote nicht identifiziert.

Noch schwerer ist es festzustellen, wie die Menschen ums Leben kamen. Die Spuren fehlen, und auch Zeugen fänden sich selten, so Polizeichef Radtschenko.

"Die Menschen haben immer noch Angst um ihr Leben - und schweigen deshalb lieber. Mit wem man auch spricht, dienstlich oder mit Bekannten, alle fragen: Kommen die Separatisten denn auch wirklich nicht zurück?

Die Stadt ist noch nicht zur Ruhe gekommen. Das liegt auch daran, dass die Waffenruhe weiter im Osten nicht eingehalten wird."

So ist die Suche nach den Tätern in Slowjansk beinahe aussichtslos, zumal die meisten längst geflohen sein dürften. Trotzdem hat die Polizei bisher immerhin 22 Bürger festgenommen, die den Separatisten halfen. Verurteilt werden aber auch die meisten von ihnen nicht. Die Ukraine tauscht sie gegen Polizisten oder Geheimdienstmitarbeiter aus, die in der Hand der Separatisten sind.

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-konflikt-aussichtslose-aufarbeitung.795.de.html?dram:article_id=300812


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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Festus am Fr 19 Dez 2014 - 14:59

Ukraine

Lenins 500facher Sturz vom Sockel

Von Florian Kellermann

In der Ukraine haben Maidan-Aktivisten bisher schon über 500 Lenin-Denkmäler umgeworfen oder abgebaut. Über den richtigen Umgang mit der Sowjet-Vergangenheit wird in den östlichen Regionen der Ukraine, in denen der Anteil der russischen Bevölkerung besonders hoch ist, heftig gestritten.

Hier, in Slowjansk, steht er noch. Die rechte Hand in der Manteltasche, schaut er in die Ferne - als würde dort etwas sehr Merkwürdiges vor sich gehen.

"Ich hätte ihn ja dynamisch dargestellt, ich liebe Bewegung. Aber meine Aufgabe war es nur, aus einer Tonfigur eine Bronzestatue zu machen. Ach, ich hätte ihm gerne wenigstens die Hand aus der Tasche genommen, die hat mir beim Gießen so viel Arbeit gemacht."

Anatolij Bowsdarenko blickt ein bisschen skeptisch hinauf zur über fünf Meter großen Lenin-Statue, an der er Tag und Nacht gearbeitet hat. Vor 38 Jahren war das. Zur 300-Jahr-Feier der Stadt Slowjansk spendierte die Führung der Sowjetrepublik Ukraine den neuen Lenin. Bowsdarenko wurde mit dem Orden der Arbeitsehre ausgezeichnet - sogar zweimal, weil er als Bronzegießer immer neue und bessere technische Lösungen entwickelte.

Er zieht die Mütze ins Gesicht und tritt zur Seite, um einem Schneeräumfahrzeug Platz zu machen. Heute ist der 76-Jährige kein Star mehr in Slowjansk in der Ostukraine, heute muss er um seinen Lenin fürchten.

"Die Zeiten haben sich geändert. Ich habe im Fernsehen gesehen, wie sie die Statuen stürzen und einfach zerhauen, in Kiew und anderswo. Und die Menge hat auch noch gejubelt. Mich erinnern diese Menschen an einen wilden Stamm. Ich bin jemand, der etwas aufbaut und kein Zerstörer. Ja, wenn diese Leute wenigstens dafür sorgen würden, dass Lebensmittel billiger werden oder der Strom, aber sie tun eben nichts anderes als zerstören."

Slowjansk war einst die Hochburg der Separatisten

So denken viele Menschen in Slowjansk. Eine Gruppe sammelt seit ein paar Tagen Unterschriften für ihren Lenin und hat schon über 2.500 zusammen. Nicht wenig in einer Stadt, in der die Menschen genug haben von Politik. Slowjansk war einst die Hochburg der Separatisten im Donezk-Becken. Bei den Kämpfen wurden einige Außenbezirke stark zerstört.

Doch während sich der ehemalige kommunistische Anführer in Slowjansk noch hält, ist Lenin in vielen anderen ukrainischen Städten aus dem Straßenbild verschwunden. Seit vor einem Jahr die Demonstrationen in Kiew begannen, wurden über 500 Lenin-Denkmäler gestürzt oder demontiert. Meistens geschah das friedlich, durch einen Stadtratsbeschluss. Mehr Aufsehen erregte es jedoch, wenn Aktivisten die Statuen gewaltsam und illegal vom Sockel stießen, so wie in Kiew, in Charkiw und in Odessa. Denis Bigunow arbeitet in der Stadtverwaltung von Slowjansk, er hat dafür Verständnis.

"Die meisten Menschen bei uns wissen über Lenin nur das, was in der Sowjetunion gelehrt wurde. Sie glauben, er sei ein sehr guter Mensch gewesen. Ich habe dagegen gelesen, dass er sehr viele unschuldige Menschen erschießen ließ. So ein Denkmal auf einem zentralen Platz ist für mich deshalb eigentlich ein Symbol, das Gewalt verherrlicht."
Die pro-westliche Regierung drückt beide Augen zu

Vor allem aber sehen westlich gerichtete Ukrainer in den Denkmälern heute Symbole für die Sowjetunion, für die Herrschaft Moskaus über die Ukraine. Nur so lässt sich der entbrannte Kulturkampf erklären. Die pro-westliche Regierung drückt deshalb auch beide Augen zu, wenn die Aktivisten gewaltsam vorgehen. In Charkiw, wo das mit achteinhalb Metern Höhe größte ukrainische Lenin-Denkmal stand, hatte die Staatsanwaltschaft zunächst Ermittlungen aufgenommen. Der Vorwurf lautete: „Vernichtung von Objekten des kulturellen Erbes". Das Gesetz sieht dafür eine Strafe bis zu fünf Jahren Gefängnis vor. Doch der Gouverneur des Bezirks, eingesetzt von Präsident Petro Poroschenko, billigte die gewaltsame Aktion im Nachhinein und unterschrieb eine entsprechende Anordnung.

Kritiker halten der Regierung vor, sie solle lieber auf rechtsstaatliche und demokratische Entscheidungen drängen. Zumindest in Slowjansk könnte das noch gelingen. Der Bronzegießer Bowsdarenko hofft auf ein Referendum über sein Denkmal, er glaubt die Mehrheit auf seiner Seite.

"Und wenn sie es nicht sein sollte, schlage ich eine Versteigerung des Denkmals vor. Aufrufpreis sollte der Materialwert sein. Wir haben hier sieben Tonnen sehr wertvoller Bronze - mit hohem Kupferanteil. Dann können sie hier von mir aus ein Blumenbeet anpflanzen."

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-lenins-500facher-sturz-vom-sockel.795.de.html?dram:article_id=306689


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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Jensinski am Fr 19 Dez 2014 - 20:54

Die lernen das nie. Wie auch. Sie haben Angst. Übernommen von ihren Großeltern, die per Dekret in diesen Gebieten angesiedelt wurden, nachdem die Bevölkerung durch den Holodomor ausgerottet wurde. Sie haben Angst, die Strafe dafür jetzt zu zahlen. Sie haben Angst, weil sie genau wissen, dass sie zu unrecht in diesem Gebiet leben. Und aus dieser Angst nährt sich der Hass auf alles ukrainische.

Dabei ist niemand da, der ihnen das jetzt streitig macht. Es gibt nur Ukrainer, die von diesen Menschen fordern, sich zu der neuen Heimat auch zu bekennen - und zusammen alle Höhen und Tiefen durchzustehen. Aber es sind Russen. Die begreifen das wohl nie und klammern sich an Lenin fest, der ihnen die Suppe eingebrockt hat. Was für ein Volk - und ich meine das nicht positiv.

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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

Beitrag  Umnichka am Mi 15 Jul 2015 - 13:16

Wo der Krieg begann
Mehr als 6.500 Tote, 16.000 Verletzte und rund zwei Millionen Menschen, die ihre Heimat verloren haben: Mehr als ein Jahr ist es her, dass der Krieg in der Ostukraine begann. Zentrum war damals Slowjansk, das bis zur Rückeroberung zum Zentrum der Russland treuen Rebellen. Heute herrscht dort Frieden, aber die Spuren des Krieges sind unübersehbar.

Die Olympijskaja-Straße am Rand von Slowjansk. Es ist früh am Abend. Auf dem Spielplatz hinter den Hochhäusern toben Kinder. Anwohner sitzen auf Bänken und schwatzen. Spuren des Krieges sind erst auf den zweiten Blick zu sehen. Die Rentnerin Alexandra Andrejewna zeigt auf einen verkohlten Balkon im obersten Stock.

"Unser Haus hat dreizehn Geschosse abbekommen. Das vierzehnte ist nicht explodiert, das haben Kinder gefunden. Es hat furchtbar gebrannt."

Unerwünscht und verachtet
Während der mehrwöchigen Herrschaft der Separatisten wurde Slowjansk von beiden Seiten beschossen: Von den Separatisten und von der ukrainischen Armee. Zivilisten starben, auch in der Olympijskaja-Straße. Als die ukrainische Armee die Stadt schließlich zurückeroberte, setzte sie verstärkt Artillerie ein. Die Rentnerin Alexandra Andrejewna glaubt, dass die ukrainische Armee absichtlich auf Wohnhäuser geschossen habe.
"Wir in Slowjansk gelten als Aussätzige. Weil der Krieg hier seinen Anfang nahm. Die halten uns für Separatisten."

Dabei sei ihr völlig egal, ob Ukrainer oder Russen in Slowjansk regierten, sagt die 80jährige. Fakt ist aber: Als die Separatisten mit dem Feldkommandeur Igor Girkin, genannt Strelkow, die Regierungsgebäude in Slowjansk besetzten, haben das zunächst viele Bewohner begrüßt.
Die damalige Bürgermeisterin von Slowjansk, Nelja Schtepa, steht mittlerweile vor Gericht. Sie soll mit den Bewaffneten kollaboriert und zur Abspaltung der Region von der Ukraine aufgerufen haben. Ihr droht eine lebenslange Haftstrafe.

Denis sitzt in einem Café in Slowjansk. Er ist Anfang 30 und Lokführer.
"Mein Bruder lebt in der Westukraine. Er hat zu mir gesagt: Ihr seid Schuld am Krieg, ihr in Slowjansk. Weil ihr euch nicht gewehrt habt gegen die Separatisten. Der hat gut reden. Was soll man denn tun, wenn rund herum alles kracht. Ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen. Ich könnte mich nicht mit ihm an einen Tisch setzen."

Denis sagt, auch er sympathisiere heute weder mit der einen, noch mit der anderen Seite. Aber wenn die Separatisten zurückkämen, würde er sich anpassen.
Der neue Bürgermeister von Slowjansk heißt Oleg Zontow. Er schätzt, dass mehr als die Hälfte der Menschen in der Stadt so denken wie Denis.
"Es gibt eine träge Masse von 50, 60 Prozent der Bevölkerung. In jedem Land. Diese Leute wollen Frieden und in Ruhe gelassen werden. Alles andere ist ihnen egal, auch, welche Regierung sie haben. Hauptsache, sie haben Arbeit und die Familie hat ihr Auskommen."

Nur eine Stunde bis zum Krieg
Das Problem ist, dass immer mehr Menschen in Slowjansk um ihr Auskommen bangen. Wegen des Krieges haben viele Betriebe zugemacht. In Slowjansk ging die Hälfte der Arbeitsplätze verloren. Mehrere Tausend Vertriebene sind zugezogen, belasten den Arbeitsmarkt zusätzlich. Investitionen müssten her, aber an die ist nicht zu denken, solange eine Autostunde entfernt Krieg herrscht und niemand weiß, ob die Front nicht wieder zurückkommt. Bürgermeister Zontow hat einen direkten Draht zu Präsident Poroschenko und zu Premierminister Jazenjuk. Bei ihnen wirbt er um Hilfe für Slowjansk.
"Gerade heute kam eine gute Nachricht: Wir erhalten Geld aus dem Staatshaushalt, um fünf Straßen zu renovieren. "

Tropfen auf den heißen Stein
Es ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Stadt warnt mit Plakaten vor dem Separatismus. Zerstörte Häuser sind darauf zu sehen und die Parole: "Separatismus bringt Instabilität und Ruinen".
Bürgermeister Zontow setzt zudem auf die aktive, proukrainische Minderheit in der Stadt. Zu ihr zählt Natalja Kirkatsch. Die Unternehmerin hat eine Hilfsorganisation gegründet, bringt Lebensmittel und Kleidung in die Gebiete, die immer noch von den Separatisten kontrolliert werden.
"Für mich, für meine Familie ist die Ukraine unser Land. Ich kann mir nicht vorstellen, auf der anderen Seite zu leben. Wir sind froh, dass zumindest hier Frieden herrscht. Aber wir leiden mit den Menschen im anderen Teil der Ukraine."

http://www.deutschlandfunk.de/ukraine-krise-wo-der-krieg-begann.795.de.html?dram:article_id=325375

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Re: Berichte aus dem befreiten Slaviansk

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