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Das Baltikum - der nächste Krisenherd?




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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Thomas am Do 3 Sep 2015 - 14:31

Heute war es nun endlich so weit Smile

NATO-Generalsekretär eröffnete neue Hauptquartiere im Osten
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bei einem Besuch in Litauen die sechs neuen Hauptquartiere in den östlichen Mitgliedsstaaten offiziell eröffnet. "Unser ganzes Bündnis macht einen großen Schritt hin zu mehr Solidarität, mehr Stärke und größerer Bereitschaft", sagte er am Donnerstag bei einer Zeremonie in Vilnius.

Die Standorte in den baltischen Staaten sowie in Bulgarien, Rumänien und Polen spielten im Rahmen des größten Aufrüstungsplans seit dem Kalten Krieg eine wichtige Rolle. "Sie helfen, eine klare Botschaft zu senden: Kein NATO-Verbündeter steht alleine da. Die NATO ist hier und die NATO ist bereit", sagte Stoltenberg.

Die Staaten im Osten der NATO-Region sorgen sich angesichts des Ukrainekonflikts und des russischen Vorgehens um die eigene Sicherheit. In jedem Land sollen die neuen Hauptquartiere mit rund 40 Soldaten besetzt werden - jeweils zur Hälfte mit Truppen aus dem Gastgeberland und aus anderen NATO-Staaten.

Stoltenberg mahnte die Konfliktparteien in der Ostukraine zur Einhaltung der neuen Waffenruhe. Russland komme dabei eine besondere Verantwortung zu, da es die Separatisten weiterhin unterstütze. Stoltenberg begrüßte die Entscheidung des ukrainischen Parlaments zur Dezentralisierung von Machtbefugnissen. Dies zeige, dass Kiew den Friedensplan umsetze. Die Lage in der Ukraine bleibe "sehr brüchig", sagte der NATO-Chef.

http://www.kleinezeitung.at/k/politik/aussenpolitik/4812863/NATOGeneralsekretaer-eroffnete-neue-Hauptquartiere-im-Osten
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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Di 8 Sep 2015 - 14:26

Die Provokationen gehen weiter!

ÜBER ESTLAND

Deutsche Eurofighter fangen Putins Kampfbomber ab

Die Nato hat mehrere russische Militärflugzeuge über dem Baltikum abgefangen. An dem Vorfall waren auch zwei deutsche Eurofighter beteiligt, die auf dem Militärflugplatz Ämari in Estland stationiert sind.

► Die russischen Maschinen, zwei Langstrecken-Bomber und zwei Jagdflugzeuge, waren ohne zivilen Flugplan und nicht durch die zivile Flugsicherung kontrolliert über internationalen Gewässern unterwegs. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche, wie die Luftwaffe am Montag in Berlin mitteilte.

Auftrag: identifizieren und begleiten
„Die Nato-Luftraumüberwachung stellte am Morgen des 31.08.2015 unbekannte Flugaktivitäten im internationalen Luftraum südöstlich von Sankt Petersburg fest. Flugrichtung Nordwest. Gegen 9.30 Uhr deutscher Zeit befahl daher das Nato Combined Air Operations Centre UEDEM, CAOC UEDEM, den Start der deutschen Alarmrotte vom estnischen Flugplatz Ämari. Der Auftrag: die Identifizierung der unbekannten Flugbewegungen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Luftwaffe.
► Demnach handelte es sich bei den russischen Maschinen um zwei Langstreckenbomber vom Typ Tupolew „TU-22 BACKFIRE“ und zwei begleitende Jagdflugzeuge vom Typ „SU-27“. Sie wurden von den deutschen Eurofightern sowie Flugzeugen der schwedischen und dänischen Luftwaffe abgefangen und begleitet.
Am Nachmittag desselben Tages starteten die Eurofighter erneut. Wieder ging es um die Identifizierung unbekannter Flugbewegungen. Dieses Mal nordwestlich der russischen Enklave Kaliningrad über internationalen Gewässern mit Flugrichtung Nord. Wieder handelte es sich um Jagdflieger vom Typ „SU-27“.

Die Eurofighter-Staffel der Luftwaffe
Die deutschen Eurofighter sind seit dem 27. August 2015 in Ämari in Bereitschaft und gehören zum Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“.
Rund um die Uhr stehen fünf Jets des Geschwaders als deutscher Beitrag für Schutz- und Sicherungsflüge im Rahmen des „Air Policings“ der Nato im Baltikum zur Verfügung.

http://www.bild.de/politik/ausland/russland/fangen-putins-kampfjets-ab-42481088.bild.html

Beitrag Gekürzt!

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Thomas am Mi 23 Sep 2015 - 15:35

Noch mal etwas Hintergrundwissen über die Minderheitensituation im Baltikum und welche Möglichkeiten zum Angriff diese für Russland bieten

Russische Minderheiten im Baltikum: Europa oder Moskau?
Jan Diedrichsen berichtet in seiner Serie „Europas Minderheiten in 500 Wörtern“ über die Situation im Baltikum.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine besteht bereits seit weit über einem Jahr. Noch immer wird im Osten der Ukraine gekämpft. Russland hat mit der Annexion der Krim und der Unterstützung der Rebellen im Osten der Ukraine, die Sicherheitsstruktur Europas heftig ins Wanken gebracht. Politische Beobachter blicken sorgenvoll in die drei baltischen Staaten – Estland, Lettland, Litauen. In Estland haben rund 30 Prozent, in Lettland 34 Prozent und in Litauen 8 Prozent der Bevölkerung einen russischsprachigen Hintergrund. Daher war die Sorge groß, dass sich diese Minderheiten von Putin und dessen Politik der „russischen Einflusssphäre“ instrumentalisieren lassen würden.

Die baltischen Regierungen waren alarmiert, und die Vereinigten Staaten ließen vor einigen Monaten demonstrativ Militär in den Straßen aufmarschieren, um Richtung Kreml zu signalisieren, dass man in den Nato-Staaten des Baltikums eine Einmischung wie auf der Krim nicht hinnehmen werde. Als Abschreckungsmittel gegen russische Drohgebärden schicken die USA nun ihre modernsten Kampfflugzeuge nach Europa. Die Maschinen vom Typ F-22 „Raptor“ würden „sehr bald“ zu Übungen mit Nato-Verbündeten verlegt, sagte Luftwaffen-Staatssekretärin Deborah Lee James am 24. August im US-Verteidigungsministerium.

Die Beziehung der baltischen Staaten zu den russischen Minderheiten ist schwierig. Zu Recht stehen vor allem Estland und Lettland immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Seitens des Europarates, der OSZE und der EU hat es wiederholte Ermahnungen gegeben, die Bedingungen für die russischsprachigen Minderheiten zu verbessern.

Es gehört zu den positiven Meldungen, in Zeiten der schlechten Nachrichten, dass es bislang keine Anzeichen für nennenswerte Probleme mit den russischsprachigen Minderheiten in den baltischen Staaten gibt. Die junge Generation sieht sich häufig weniger als Esten, Letten oder Litauer, sondern definiert sich selbst als Europäer.

Trotz der erfreulich spannungsfreien Lage gibt es zahlreiche Herausforderungen. Die Prüfberichte des Europarates geben einen Einblick. Es fehlt an einer angemessenen politischen Vertretung der Minderheiten, sie können ihre Anliegen nicht adäquat vertreten. Ein großes Problem stellt die Mediensituation dar. Die Balten beziehen alle russischsprachigen Informationen von Medien aus dem Nachbarland Russland. Diese stehen bekanntlich – sofern es sich um Massenmedien handelt – unter der Kontrolle der Regierung. Es fehlen vertrauenswürdige Medien, die unabhängig berichten; daher ist das Vorhaben der Europäischen Union, russischsprachige Medienproduktionen zu fördern, eine gute Idee; zumindest wenn die redaktionelle Unabhängigkeit gewährt bleibt. Es müsste jedoch ein Anliegen der baltischen Länder sein, ihren Minderheiten die Finanzen an die Hand zu geben, damit diese ihre eigenen unabhängigen russischsprachigen Medien aufbauen können.

Weiterhin ist eines der größten Probleme im Baltikum der ungelöste Skandal der Staatenlosen. In Lettland werden diese Personen „Nichtbürger“ genannt und machten rund 280.000 Personen (13,8 Prozent aller Einwohner) aus. Die Nichtbürger haben zwar ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Lettland, aber besitzen weder die lettische noch eine andere Staatsbürgerschaft. Dies betrifft fast ausschließlich russischsprachige frühere Sowjetbürger. Seit über 30 Jahren leben sie nun ohne gültige Papiere. Um die Staatsbürgerschaft zu erlangen, müssen verschiedene Tests bestanden werden. Dazu gehören eine Sprachprüfung in der lettischen Landessprache und der Nachweis von Grundkenntnissen der lettischen Geschichte und der Verfassung. Die lettische Sprache zu lernen, ist vor allem für die älteren russischsprachigen Einwohner Lettlands ein Problem, da sie es in sowjetischer Zeit mehrheitlich abgelehnt oder versäumt hatten, die Sprache der lettischen Bevölkerungsmehrheit zu erlernen.

Trotz der außergewöhnlichen Situation mit dem Konflikt zwischen der Ukraine und Russland in den Kulissen sollte die EU den Druck auf die baltischen Staaten weiter erhöhen, damit diese den Minderheitenschutz verbessern. Derzeit bietet man Russland leider genügend Gründe zu behaupten, dass die russischen Minderheiten in den baltischen Ländern nicht den europäischen Normen entsprechend behandelt werden.

http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/politik/russische-minderheiten-im-baltikum-europa-oder-moskau-id10542851.html
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USA bereiten sich auf russischen Militärschlag im Baltikum vor

Beitrag  Wormser am Do 24 Sep 2015 - 19:53

Pläne für Verteidigungskrieg

Experten: USA bereiten sich auf russischen Militärschlag im Baltikum vor


Die USA rechnen damit, dass Putin militärische Aktionen plant. Das wahrscheinlichste Szenario für die Amerikaner: Ein russischer Militärschlag gegen die Länder im Baltikum. Die Pläne für einen Verteidigungskampf sollen schon bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sein.

Das Verhältnis zwischen den Supermächten USA und Russland ist auch Jahre nach dem Ende des Kalten Kriegs angespannt. Doch eine offene militärische Konfrontation konnte bislang vermieden werden. Ausgelöst durch den Konflikt auf der Krim und in der Ukraine haben die USA neue strategische Überlegungen angestellt - und ihre Einsatzpläne für den Fall eines russischen Militärschlags im Baltikum überarbeitet.

Russische Überlegenheit im Konfliktsimulationsspiel

Wie das US-Magazin „Foreign Policy“ berichtet, trafen sich im Juni 2014 Experten des amerikanischen Thinktanks „RAND Corporation“ zu einem sogenannten „Tabletop“, einem Konfliktsimulationsspiel. Es ging um den wachsenden politischen Druck aus Russland gegenüber baltischen Staaten wie Estland und Lettland und die Gefahr eines russischen Militärschlags.
Auf der Spielfläche standen zwei Teams – rote Figuren für Russland und blaue Figuren für die NATO-Truppen. „Die Frage war: Wäre die Nato in der Lage, diese Länder zu verteidigen?“, erinnert sich David Ochmanek, ehemaliger Assistent des US-Verteidigungsministers und heute Chefanalyst der „RAND Corporation“. Als Antwort musste er nach der Untersuchung ein klares „Nein“ geben – eine alarmierende Erkenntnis für die Experten.
„Wir haben das Szenario mit acht verschiedenen Teams 16 Mal durchgespielt“, sagt Ochmanek. „Immer mit demselben Ergebnis.“ Selbst unter Einbeziehung der ersten Luftlandedivision der U.S. Army, die innerhalb von 18 Stunden an jedem Ort der Welt gefechtsbereit sein soll, waren die russischen Truppen überlegen.

Nato-Hilfe käme für das Baltikum zu spät

Besonders die Zeit sei ein Problem, so der Analyst. In Europa seien einfach nicht genug Einsatzkräfte vorhanden, um schnell auf einen Militärschlag im Baltikum zu reagieren. Man könne wahrscheinlich nicht verhindern, dass Russland bis zum Eintreffen der Nato-Truppen bereits „viel Schaden“ angerichtet hat.

Infolge dieser Erkenntnis habe das Pentagon mit der Überarbeitung der Krisenpläne begonnen, so „Foreign Policy“. Es ist nach Jahrzehnten das erste Mal, dass die USA offen über ein mögliches Gefecht mit Russland nachdenken.
„In Anbetracht der aktuellen Sicherheitslage und der Handlungen Russlands müssen wir unsere Handlungspläne erneuern, um auf Aggressionen gegen Nato-Alliierte reagieren zu können“, zitierte das Online-Magazin einen Pentagon-Sprecher.

USA fürchten „kleine grüne Männchen“

Es gehe nicht nur um konventionelle Kriegsführung, sondern auch das Szenario „kleiner grüner Männchen“, heißt es weiter. Gemeint sind damit russische Einheiten, die eine verdeckte Invasion durchführen, ohne dass sich Russland offiziell zu der Operation bekennt. Auch Cyberkrieg und organisierte Aufstände durch russische Minderheiten im Baltikum gehörten zu den Szenarien, mit denen die USA rechnen.

Wir streben weiterhin eine Partnerschaft mit Russland an“, wird der Pentagon-Sprecher zitiert, das sei die beste Lösung für alle Seiten. Das Verteidigungsministerium dürfe sich aber nicht blenden lassen und eine Konfrontation von vornherein ausschließen: „Ich will es nicht prophezeien und ich möchte ganz sicher nicht, dass das passiert – aber falls es so ist, müssen wir vorbereitet sein.“

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/plaene-fuer-verteidigungskrieg-experten-usa-bereiten-sich-auf-russischen-militaerschlag-im-baltikum-vor_id_4970099.html


Zuletzt von Wormser am Do 24 Sep 2015 - 19:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zusatz)

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Fr 25 Sep 2015 - 16:16

Die NATO und die USA hatten den Ernstfall bereits simuliert! Ergebnis: In allen Szenarien die simuliert wurden (glaube es waren 10), hätte die NATO das Baltikum nicht verteidigen können, gegenüber einen Angriff facepalm

Dieser interessante Artikel erläutert 3 dieser Szenarien:


RUSSLAND

Planspiele für das Baltikum

Die Situation im Baltikum ist angespannt. Bewaffnete NATO- Jets demonstrieren Stärke und Entschlossenheit des westlichen Bündnisses. Doch was will Russland? Drei Experten entwerfen mögliche Szenarien.

Erstmals seit dem Fall der Sowjetunion hat das Pentagon damit begonnen, seine Pläne für einen möglichen bewaffneten Konflikt mit Russland zu überarbeiten und zu aktualisieren. So berichtete es in der vergangenen Woche das mit außenpolitischen Themen befasste Magazin "Foreign Policy".
Das heißt nicht, dass das US-Verteidigungsministerium annimmt, ein solches Szenario stünde bevor oder sei realistisch. Wohl aber kann man die Planspiele als Hinweis darauf verstehen, dass Moskaus neuer Kurs in Washington aufmerksam verfolgt wird. Darum passen die Strategen des Pentagon die alten Pläne den aktuellen Gegebenheiten an.

Als besonders besorgniserregend empfinden die US-Verteidigungsexperten die Tatsache, dass die NATO und die USA verschiedenen Berichten zufolge nur bedingt in der Lage sind, Estland und Lettland zu verteidigen. Diese beiden Staaten gelten als die wahrscheinlichsten Kandidaten für eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Moskau.

Die jüngste Entwicklung wirft die Frage auf, wie realistisch ein solches Szenario ist. Dazu hat die DW drei Strategie-Experten befragt.

Szenario 1 bis 3:

Neil Melvin, Direktor des Forschungsprogramms Bewaffnete Konflikte und Konfliktmanagement am Stockholmer International Peace Research Institute (SIPRI):
"Die militärische Intervention Russlands in der Ukraine hat eine Spirale der Eskalation mit der NATO ausgelöst. In deren Zentrum steht das Baltikum. Angetrieben wird diese Eskalation von einer Art Sicherheitsdilemma: Die Schritte, die die eine Seite zum Ausbau ihrer Sicherheit tut, tragen zur Verunsicherung auf der anderen Seite bei. Das wiederum treibt diese, ihre eigene Sicherheit zu erhöhen. So erklärt Russland, es wolle einen neuen Luftwaffenstützpunkt in Belarus eröffnen - und zwar in Reaktion auf die NATO, die plant, neue Anlagen und irgendwann vielleicht sogar neue Basen in Polen und den baltischen Staaten zu errichten.

Angesichts der hohen Risiken - im schlimmsten Fall der Gefahr einer nuklearen Konfrontation - ist eine russische Intervention im Baltikumunwahrscheinlich. Anders als die Ukraine sind die baltischen Staaten gut organisiert und verfügen über eine starke Sicherheitsarchitektur. Darüber hinaus gibt es eine aktive Zivilgesellschaft, die sich auf hybride Konflikte und einen Medienkrieg nicht einlässt. Vor allem aber dürfte Artikel 5 der NATO-Vereinbarung - er regelt die Beistandsverpflichtung des Bündnisses gegenüber den baltischen Staaten - eine rote Linie darstellen, die eine russische Intervention verhindert.

Gleichzeitig besteht die Gefahr einer wachsenden Regionalisierung des Konflikts. Sollte es zu Maßnahmen gegenüber Russland kommen oder sollte Russland den Eindruck haben, die NATO ginge in einer bestimmten Region gegen Moskau vor, könnten die Konflikte leicht in einer andere Region überspringen. So könnten mögliche Konflikte in Syrien auch Folgen für die Entwicklung auf dem Baltikum haben.

Iver B. Neumann, Professor für internationale Beziehungen an der London School of Economics:
Russland arbeitet mit den Waffen der Schwachen: Täuschung und vorgeschobene Argumente. Diese Taktik funktioniert am besten, wenn sie noch nicht verschlissen ist.
Ein Angriff auf die baltischen Staaten könnte unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Aus einer schwachen Position heraus können keine umfassenden Angriffe gestartet werden. Darum dürfte es sich bei den zu erwartenden Operationen um solche von geringer Intensität handeln.
Russland ist im Baltikum bereits präsent. Die Frage ist nur, ob Moskau sich entscheidet, diese Präsenz noch weiter zu akzentuieren. Moskaus größte Sorge ist offenbar, dass man Russland als internationalen Akteur schlicht vergisst. Das würde das Ende seines Großmachtstatus' bedeuten.

Olga Oliker, Direktorin des Zentrums für Russland und Eurasien bei der Rand Corporation:
Ich halte jegliche Art von russischen Militäraktionen in den baltischen Staaten in naher Zukunft für höchst unwahrscheinlich. Allerdings schien auch die russische Militärintervention in der Ukraine zunächst höchst unwahrscheinlich. Wenn solche Aktionen also unwahrscheinlich scheinen, heißt das nicht, dass wir sie auf jeden Fall ausschließen können.
Weiter muss man sich fragen, wie diese unwahrscheinliche russische Aktion aussehen könnte. Die Vorstellung, dass Russland, wenn es im Baltikum intervenieren würde, dies auf die gleiche Weise wie in der Ukraine täte, ist höchst unplausibel.
Zudem konnten wir in der Ukraine zwei grundverschiedene Vorgehensweisen beobachten: Für das Vorgehen auf der Krim gab es sehr spezifische Gründe: die Geographie der Halbinsel, der Bevölkerungsrückgang, die Geschichte und die russische Militärpräsenz. Auf die gleiche Weise hätte Russland auch im Osten der Ukraine vorgehen können. Doch dies erwies sich als weniger erfolgreich. Darum nahm der Konflikt rasch die Form einer herkömmlichen Auseinandersetzung an.
Die russischen Vorgehensweisen im Baltikum können wir als unterschiedliche Formen von Subversion verstehen - als Test gewissermaßen, der aber noch keiner militärischen Aktion gleichkommt.
Zudem können sich die baltischen Staaten selbst schützen, indem sie weniger auf Provokationen reagieren. Die NATO befürchtet eine große und schnelle konventionelle Invasion, ausgelöst womöglich durch ganz andere Vorfälle. Aber in einem solchen Fall würde es hinreichende Warnzeichen geben, so dass ausreichend Zeit bliebe, sich auf die Situation einzustellen und die Pläne anzupassen.

http://www.dw.com/de/planspiele-f%C3%BCr-das-baltikum/a-18735657

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Russland hat den estnischen Offizier Eston Kohver gegen russischen Spion ausgetauscht

Beitrag  Umnichka am Sa 26 Sep 2015 - 16:03

Wie Realist schon im Syrien-Thread geschrieben hatte: Putler will sich mal wieder als Friedensengel mit weisser Weste darstellen zum kotzen!

Russland hat den estnischen Offizier Eston Kohver gegen russischen Spion ausgetauscht

Russland ließ den estnischen Offizier Eston Kohver frei, der im August trotz internationaler Kritik wegen Spionage und anderen Vorwürfen zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten.

Im Gegenzug übergab Estland den früheren estnischen Sicherheitsbeamten Alexej Dressen, der wegen Spionage für Russland eine 16-jährige Haftstrafe absaß. Die Übergabe erfolgte auf einer Brücke über den Piusa-Fluss.

Kohvers Anwalt Mark Feigin erklärte, Grund für den Austausch sei die anstehende Rede von Russlands Präsident Wladimir Putin bei der UN-Generaldebatte in New York. Die Verurteilung Kohvers war in der EU und den USA auf Kritik gestoßen, da er nach Angaben Tallinns mit Waffengewalt von estnischem Gebiet entführt worden war. Das Verhältnis Russlands zu den baltischen Staaten, die nach ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion der EU und der Nato beigetreten sind, ist historisch schwierig und wegen der Ukraine-Krise derzeit zusätzlich belastet.

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-im-news-ticker-russland-und-ukraine-einigen-sich-mit-eu-hilfe-im-gasstreit_id_4973923.html

Typische Focus-Überschrift umgeschrieben! Eston Kohver ist und war kein Spion Wink

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am So 27 Sep 2015 - 17:51

Bewegte Bilder zum Fall Kohver

Fall Kohver/Dressen: Gefangenenaustausch zwischen Russland und Estland



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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Thomas am Di 6 Okt 2015 - 15:58

Die Frau ist wirklich gut und hat Ahnung :daumen

Litauens Präsidentin im Gespräch
«Russland versteht nur Klartext»
Geht es um Russland, nimmt die litauische Staatschefin kein Blatt vor den Mund. Der baltische Staat emanzipiert sich immer stärker vom grossen Nachbarn.


Kaum ein europäischer Staatschef lässt sich mit so scharfen Worten an die Adresse Russlands vernehmen wie die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite. Damit irritiert die energische Frau, die im Mai 2009 als Unabhängige in das höchste Staatsamt Litauens gewählt und im letzten Jahr souverän für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde, bisweilen Politiker, welche die Ansicht vertreten, im Umgang mit dem Kreml sei Zurückhaltung angezeigt. Grybauskaite ist anderer Meinung: «Wir kennen unseren Nachbarn. Russland hört nur auf direkte Worte. Diplomatische Sprache ist nicht für den Kreml», sagt sie im Gespräch.

Litauen sei zum Glück in der Lage, sich klare Worte leisten zu können, erklärt Grybauskaite. Man sei nicht nur politisch unabhängig, sondern inzwischen auch wirtschaftlich – namentlich im Hinblick auf die Energieversorgung.

Tatsächlich hat Litauen Ende des letzten Jahres einen schwimmenden Terminal für Flüssiggas an seinem Ostseehafen Klaipeda in Betrieb genommen, dessen Kapazität sogar für das gesamte Baltikum reichen würde. Und demnächst wird das Tiefseekabel «Nordbalt» zwischen Schweden und Litauen beim elektrischen Strom die Unabhängigkeit von russischen Lieferungen sichern. Dass der Kreml mit Manövern seiner Kriegsmarine die Verlegung des Kabels behinderte , ist für Grybauskaite eines von verschiedenen Beispielen für Russlands aggressives Verhalten in der Region.

Demokratischer Balanceakt
Dieses Verhalten äussert sich auch in russischer Medienpropaganda und den Aktivitäten einiger kremlnaher Nichtregierungsorganisationen, die sich als Beschützerinnen der Menschenrechte und Minderheiten präsentieren und namentlich die russischsprachige Bevölkerung im Baltikum als Zielgruppe haben. Das bringt Litauen in die nicht einfache Situation, sich gegen solche Stimmungsmache wehren zu müssen, ohne gleichzeitig die Grundsätze seiner liberalen Demokratie anzutasten. Natürlich nutze der Kreml im Ausland alle Soft-Power-Instrumente, die er zu Hause der eigenen Gesellschaft vorenthalte, sagt Grybauskaite. Darauf zu reagieren, sei nicht einfach, wenn man strikt im demokratischen Rahmen bleiben wolle. Doch ein anderer Weg komme nicht infrage. Litauen hat es hier wenigstens insofern etwas leichter als die anderen baltischen Staaten, als es die kleinste russischsprachige Minderheit hat.

Dalia Grybauskaite ist überzeugt, dass die litauische Gesellschaft inzwischen gefestigt genug ist, um mit solchen Problemen umgehen zu können. Das Vierteljahrhundert seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit habe gezeigt, dass die Bevölkerung der Freiheit einen hohen Wert beimesse und bereit sei, dafür auch ökonomisch einen Preis zu bezahlen. Tatsächlich hat sich Litauen vor allem im Bereich der Energie die Durchbrechung der Abhängigkeit von Russland einiges kosten lassen.

Wenig Erfahrung mit Fremden
Ansprüche an die Tragfähigkeit einer modernen Zivilgesellschaft stellt in Litauen auch der Umgang mit der gegenwärtigen Flüchtlingskrise in Europa. Den baltischen und osteuropäischen Staaten wurde in Medien und auf politischer Ebene dabei bisweilen vorgehalten, es innerhalb der EU an Solidarität fehlen zu lassen. Das will Frau Grybauskaite nicht gelten lassen. Der Teilnahme an der Quotenregelung habe Litauen rasch zugestimmt. Vorbehalte habe es allenfalls gegen einen permanenten Zuteilungsmechanismus gegeben.

Sie gibt allerdings zu bedenken, dass es Litauen, wie auch anderen Ländern der ostmitteleuropäisch-baltischen Region, noch weitgehend an Erfahrung mit dem Nebeneinander von Kulturen und Religionen mangle. Aber hatte nicht schon die Sowjetunion einst den Anspruch gehabt, verschiedenste Völker unter einen Hut zu bringen? Hier liege gerade die Ursache für die Schwierigkeiten etwa Litauens mit dem Multikulturalismus, sagt Grybauskaite. Denn in der Sowjetzeit sei dieser gegen den Willen der Balten eingeführt worden. Die sowjetische Variante des Multikulturalismus sei ihnen von Moskau aufgezwungen worden, etwa durch die Ansiedlung russischer Arbeitskräfte.

http://www.nzz.ch/international/europa/russland-versteht-nur-klartext-1.18624905
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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Thomas am Do 15 Okt 2015 - 16:18

:daumen :daumen :daumen

Balten nabeln sich von russischem Gasnetz ab
Neue Erdgas-Pipeline soll Abhängigkeit von Moskau beenden. Jean-Claude Juncker: "Schreiben Geschichte".

Mit Hilfe von Polen und der EU wollen die baltischen Staaten ihre Abhängigkeit von Gaslieferungen aus Russland beenden. In Brüssel vereinbarten Polen, Estland, Lettland und Litauen am Donnerstag den Bau der ersten Gaspipeline aus dem übrigen EU-Gebiet in die Mitgliedstaaten des Baltikums.

Juncker: "Damit wird die Energie-Isolation des Baltikums beendet"
Damit werde "Geschichte geschrieben" und "die Energie-Isolation des Baltikums beendet", sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Polens Ministerpräsidentin Ewa Kopacz sagte, mit der Leitung werde die Verhandlungsposition der Europäer "gegenüber dem dominanten Gasversorger" Russland gestärkt.

Gazprom umgehen
Russland ist der größte Erdgas-Lieferant der EU. Die baltischen Staaten und Finnland sind praktisch zu 100 Prozent vom russischen Gazprom-Konzern abhängig. Der russischen Regierung wird immer wieder vorgeworfen, die Stellung als großer Gaslieferant als politisches Druckmittel einzusetzen. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts wuchs gerade in den baltischen Staaten die Sorge vor Destabilisierungsversuchen aus Moskau.

Die 534 Kilometer lange Gaspipeline zwischen Polen und Litauen soll bis Dezember 2019 gebaut werden. Die Gesamtkosten für das Projekt werden mit 558 Mio. Euro angegeben, die EU stellt davon rund 300 Mio. Euro zur Verfügung. In Richtung Litauen liegt die Kapazität bei 2,4 Milliarden Kubikmetern pro Jahr, in die Gegenrichtung bei einer Milliarde Kubikmetern. Mittelfristig soll auch das EU-Land Finnland profitieren. Auch dorthin kann aus der restlichen EU über die Pipeline Gas geliefert werden, wenn eine geplante Leitungsverbindung nach Estland fertiggestellt ist.

http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/balten-nabeln-sich-von-russischem-gasnetz-ab/158.687.499
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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am So 18 Okt 2015 - 15:07

Das Baltikum wird aus der russischen Kriegsagenda nicht verschwinden, nach der Ukraine werden dort die Zügel angezogen! Da bin ich mir sicher...

In Deutschland wird es bereits genau so gehandhabt, siehe Bolschoi-Institut-Deutschland!

NGO im Dienst der Kreml-Propaganda

Moskaus Handlanger im Baltikum

Nach russischer Lesart werden in den baltischen Staaten Menschenrechte missachtet und treiben nazistische Banden ihr Unwesen. Den Propaganda-Export besorgen Nichtregierungsorganisationen.

Es ist nicht so, dass Moskau per se ein Problem hätte mit ausländisch finanzierten Nichtregierungsorganisationen (NGO). Zwar ist richtig, dass diese sich in Russland neuerdings als «ausländische Agenten» registrieren lassen müssen, wobei ihnen die Bezeichnung in der Bevölkerung automatisch einen (von offizieller Seite durchaus gewollten) dubiosen Anstrich gibt. Und im Zuge der Auflagen, die mit einer solchen Registrierung verbunden sind, haben manche internationale NGO ihre Tätigkeit in Russland auch schon deutlich reduziert oder sogar ganz aufgegeben, weil sie sich in ihrer Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt sehen. Die Bürgerinitiative «Closed Society» dokumentiert mittels einer interaktiven Karte, wie zivilgesellschaftliche Organisationen in Russland von den Behörden bedrängt werden.

Sehr viel wohlwollender steht Moskau dem Konzept ausländisch finanzierter Nichtregierungsorganisationen gegenüber, wenn es darum geht, über Organisationen im Ausland mit russischem Geld die Standpunkte des Kremls zu verbreiten. Da nimmt man zivilgesellschaftlichen Spielraum gerne in Anspruch. Etwa in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, die früher unfreiwillig Teil der Sowjetunion waren. Moskau sieht in ihnen auch heute noch «nahes Ausland», was implizit einen Anspruch auf Einfluss bedeutet, auch wenn die baltischen Staaten inzwischen durch ihre Mitgliedschaft in der EU und der Nato fest in den Kreis demokratisch-liberaler Staaten nach westlichem Gesellschaftsverständnis integriert sind.

Dutzende von gesteuerten NGO
Ein 2014 publizierter Bericht des Schwedischen Instituts für Sicherheitsforschung, der sich mit sogenannten «Soft-Power-Instrumenten» Russlands zur aussenpolitischen Einflussnahme befasst, sieht das Moskauer Aussenministerium als koordinierende Kraft hinter mehreren Agenturen, die etwa in den baltischen Staaten über ein Netz von NGO die russische Weltsicht verbreiten. Da zumindest in Fachkreisen inzwischen bekannt ist, über welche Kanäle die Finanzierung solcher Organisationen läuft, werden diese bisweilen als «Gongos» bezeichnet, «government organized non-governmental organisations» («von Regierungen organisierte Nichtregierungsorganisationen»), was ein Widerspruch in sich selbst ist.

Allein für Litauen spricht der Bericht von rund 80 NGO mit russischem Hintergrund. Tätig sind diese etwa in den Bereichen Menschenrechte und Extremismusbekämpfung. Ersteres bedeutet vor allem die Rechte der russischsprachigen Minderheit, Letzteres den russischen Kampf gegen angebliche faschistische Tendenzen in Teilen der baltischen Gesellschaften.

Das investigative Journalistennetzwerk «Re:Baltica» hat versucht, die Finanzierungskanäle von russischen Stiftungen wie «Russki Mir» («Russische Welt»), der «Gortschakow-Stiftung für öffentliche Diplomatie» oder der «Stiftung zur Verteidigung der Rechte von Mitbürgern im Ausland» zu gewissen NGO in den baltischen Republiken auszuleuchten. Dies sei ein schwieriges Unterfangen, schreibt «Re:Baltica» in einem jüngst publizierten Bericht, da die russischen Stiftungen geschlossene Organisationen seien und keine Einsicht in ihre Finanzbuchhaltung möglich sei. Aus öffentlich zugänglichen Quellen gehe hervor, dass sie zusammen etwa 100 Millionen Dollar jährlich verwalteten und weltweit über rund 100 Repräsentationen verfügten. Was das Baltikum angehe, sei bei einer konservativen Schätzung anzunehmen, dass über die letzten drei Jahre auf legalen Wegen rund 1,5 Millionen Euro an NGO geflossen seien; über Bargeldtransaktionen könne man nichts sagen.

In Litauen fiel den Journalisten von «Re:Baltica» die personelle Verflechtung von Organisationen auf, die sich dem Namen ihrer Gruppen nach mit der Verteidigung von Menschen- und Bürgerrechten beschäftigen. Der litauische Geheimdienst betracht diese Gruppierungen und ihre Anführer jedoch als Sicherheitsrisiko. Sie seien darauf ausgerichtet, den baltischen Staat international zu diskreditieren, in der Gesellschaft Unruhe zu stiften und in Russland ein negatives Bild des Baltikums zu zeichnen, schreibt «Re:Baltica».

Die Schwierigkeit im Umgang mit solchen Gruppierungen liegt darin, dass sie an der Oberfläche legitime Anliegen wie Minderheitenschutz oder Antirassismus vertreten. Dahinter steht der verdeckte Auftrag, die Verbreitung der Weltsicht des Kremls, für Aussenstehende nicht immer leicht zu erkennen. Ein Beispiel dafür ist «Lithuania without Nazism». Diese Organisation ist Teil eines in Frankreich registrierten internationalen Netzwerks namens «World without Nazism» (WWN), hinter dem der Kreml-nahe russische Oligarch Boris Schpigel steht. Mit der im Namen deklarierten Stossrichtung der Gruppe kann sich, abgesehen von Rechtsextremisten, wohl jeder identifizieren.

Weiterlesen:
Faschismus als Etikette
Das moralisch grundsätzlich unangreifbare Bemühen des «Kampfs gegen den Nazismus» stösst im Baltikum jedoch auf einen komplizierten historischen Zusammenhang. Durch den Hitler-Stalin-Pakt waren 1939 die damals noch souveränen baltischen Staaten in die sowjetische Einflusssphäre geraten; 1940 wurden sie von Moskau annektiert. Deportationen begannen.

Von diesen war zwar auch die jüdische Bevölkerung betroffen, dennoch standen baltische Juden oft im Ruf der Kollaboration mit den Sowjets. Als im Gefolge von Hitlers Krieg gegen die Sowjetunion die baltischen Staaten deutsch besetzt wurden, empfand dies eine Mehrheit der Bevölkerung als Befreiung. Das jüdische Element hingegen wurde in den Jahren der deutschen Besatzung praktisch vollständig ausgelöscht, und zwar auch durch das Mittun rechtsradikaler baltischer Kräfte, die Rache für «frühere Kollaboration» übten. Auf die deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg folgte dann eine neuerliche sowjetische Besetzung des Baltikums, verbunden mit weiteren Deportationen und Säuberungswellen.

Die Katastrophe des Holocaust wird im Baltikum damit vom Trauma des sowjetischen Terrors überlagert, was die Bewältigung der jüngeren Geschichte und die Auseinandersetzung mit dem Rechtsradikalismus für die Gesellschaft extrem kompliziert macht. «World without Nazism» hingegen funktioniert nach einem einfachen Schnittmuster: Wer die Arbeit der Organisation kritisiert, muss «für Nazismus» sein. Und weil Putins Russland für sich den Anspruch erhebt, mehr als andere den Kampf gegen den Nazismus zu verkörpern, ist nach WWN-Logik per Umkehrschluss auch Kritik an Moskau gleichbedeutend mit direkter oder indirekter Unterstützung von Nazismus.

Aufklärungsarbeit nötig
Wie das Journalistennetzwerk «Re:Baltica» schreibt, fungiert WWN oft als Sprachrohr russischer Aussenpolitik im Baltikum. Äusserungen der Organisation reflektierten Stellungnahmen des Moskauer Aussenministeriums, und der Inaugurations-Generalversammlung von WWN im Jahr 2012 in Strassburg sei die russische «Mitbürger-Stiftung» finanziell Pate gestanden. Soll das verdeckte Ziel von WWN tatsächlich darin bestehen, die baltischen Staaten als gefährlichen Hort von Rechtsradikalismus darzustellen, dann spielt die Organisation ihre Rolle gut.

Dennoch ist Linas Kojala, Analytiker beim «Eastern Europe Studies Centre» (EESC) in der litauischen Hauptstadt Vilnius, nicht allzu beunruhigt über «Gongos» wie WWN. Diese seien zwar laut, doch man kenne die Leute, die dahintersteckten, und ihre Absichten seien klar. Wichtiger ist für sein Institut, mit Aufklärungskampagnen die Bevölkerungsteile Litauens zu erreichen, die für sowjetnostalgische Rhetorik empfänglich sein könnten, namentlich ältere Leute vom Land. Es gelte, diesen die Wirkungsweise von Propaganda zu verdeutlichen.

Dazu hat das EESC ein Programm von Gesprächskreisen in der Provinz aufgegleist. Es sei zu früh, Bilanz über die Wirksamkeit dieser Diskussionsrunden zu ziehen, sagt Kojala. Positiv sei indes, dass eine Diskussion zum Thema Propaganda überhaupt in Gang gekommen sei. Noch aber fehle es in Litauen an wirksamen Strategien, um mit den Zielgruppen von Propaganda besser ins Gespräch zu kommen.

http://www.nzz.ch/international/europa/moskaus-handlanger-im-baltikum-1.18631065

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am So 18 Okt 2015 - 15:14

NDR-"Zapp", eines der wenigen Medienmagazine in Deutschland, das sich traut kritisch über Russland und die Russenpropaganda zu berichten! Weiter so und danke

Gegen Propaganda: ETV+ für russischsprachige Esten

Russische Sender wie Rossija 1, RTR Planeta oder NTW reichen weit in die ehemaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen hinein. Und sie erreichen mühelos einen großen Teil der zahlenmäßig starken russischsprachigen Bevölkerung in den drei kleinen baltischen Republiken. Doch da die meisten der russischen Sender nicht frei sind von Staats-Propaganda (beispielsweise über die Ukraine-Krise) und einen deutlich sichtbaren Putin-Kult pflegen, sorgen sich die Esten, Letten und Litauer um diesen medialen Einfluss auf ihre Bevölkerung - und bauen eigene Sender in russischer Sprache auf.

News statt Propaganda
Zwar sollen die neuen Sender ausdrücklich keine Gegenpropaganda verbreiten, sondern lediglich zur Integration und Information der Zuschauer beitragen, trotzdem geraten sie schnell auf das Kriegsradar russischer Sender, so wie kürzlich der neue estnische Sender ETV+. Russische Fernseh-Journalisten waren zum Sendestart mit der Kamera vor Ort und versuchten Chefredakteurin Daria Saar "zu grillen", fragten nach der Haltung des Senders zu umstrittenen politischen Entwicklungen in der Ukraine und Estland.

Mini-Budget für den neuen Heimatsender
ETV+ hat Ende September den Sendebetrieb aufgenommen. Das Budget beträgt vergleichsweise magere 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Trotzdem wollen die Fernseh-Macher erreichen, eine Art Heimatsender mit viel Lokalkolorit aufzubauen, in dem sich auch die russischsprachigen Esten wiederfinden können. In Zukunft soll ETV+ auch Unterstützung von der Deutschen Welle aus Bonn bekommen, zum Beispiel durch die Zulieferung russischsprachiger Fernsehbeiträge. Die Verhandlungen darüber laufen bereits.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/ETV-soll-russischsprachige-Esten-informieren,etv182.html


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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Do 29 Okt 2015 - 15:46

Na ob die wirklich zur Sicherheit beitragen Razz

Estnischer Leutnant

Deutschland schickt Soldaten ins Baltikum

Deutsche Soldaten werden ab Sommer 2016 in den baltischen Staaten eingesetzt. Die Einheit soll dort zu Ausbildungs- und Trainingszwecken stationiert werden. Das berichtete der Befehlshaber der estnischen Streitkräfte.

"Die Deutschen werden im Juli hier ankommen", sagte Generalleutnant Riho Terras der Zeitung "Maaleht". Auch mit Großbritannien seien Gespräche im Gange. Beide Länder wollten zusätzlich zu den USA mit Bodentruppen zur Sicherheit der drei Baltenstaaten und Polens beitragen, sagte Terras. Zudem sei Dänemark an der Teilnahme an mehr Übungen interessiert.

Die an Russland grenzenden baltischen Nato-Mitglieder Estland, Lettland und Litauen sorgen sich angesichts der Ukraine-Krise um ihre Sicherheit. Mit Polen drängen sie auf eine stärkere Nato-Präsenz im Osten des Bündnisgebiets. Estlands Regierungschef Taavi Rõivas hatte im Frühjahr eine dauerhafte Stationierung deutscher Truppen im Baltikum gefordert.

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/militaer-verteidigung/id_75932708/deutschland-schickt-soldaten-ins-baltikum.html

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Wormser am Fr 6 Nov 2015 - 19:16

Schadenersatzforderungen an Russland aus Sowjetzeit

Die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen fordern von Russland Schadenersatz für die Zeit unter der Sowjetherrschaft.

Die Justizminister der drei Länder vereinbarten in Riga, die wirtschaftlichen Verluste und entstandenen Schäden zu berechnen und eine Wiedergutmachung zu verlangen. Der lettische Justizminister Rasnacs sagte, die Gesellschaft habe immer noch zu wenig Kenntnis über die negativen Auswirkungen eines totalitären Besatzungsregimes auf die Wirtschaft, die Umwelt und den sozialen Bereich. - Die Sowjetunion hatte die baltischen Staaten im Jahre 1940 nach dem Hitler-Stalin-Pakt annektiert. Erst 1991 erlangten sie ihre Unabhängigkeit zurück.

Quelle:
http://www.deutschlandfunk.de/baltenstaaten-schadenersatzforderungen-an-russland-aus.447.de.mhtml?drn%3Anews_id=543634

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Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen.
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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Sa 21 Nov 2015 - 14:34

Schön das auf die Balten wenigstens Verlass ist  

Baltenstaaten: Ukraine trotz Terror und Flüchtlingen nicht vergessen

Trotz der Terroranschläge und der Flüchtlingskrise sollte nach Ansicht der baltischen Staaten der Konflikt in der Ukraine nicht aus dem Blickfeld geraten.

«Die kritische Situation in der EU und um ihre südlichen Grenzen herum sollte unsere Aufmerksamkeit nicht weglenken von der Ukraine», sagte der lettische Präsident Raimonds Vejonis am Freitag nach einem Treffen der baltischen Staatschefs in Palanga (Litauen). Bis zur vollständigen Umsetzung der Minsker Vereinbarungen müsse die Ukraine-Frage oben? gehalten werden auf der EU-Agenda.  

Auch Toomas Hendrik Ilves (Estland) betonte, dass die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland nicht in Vergessenheit geraten dürfe. Das sei der «größte Akt der Aggression seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges» gewesen. Gastgeberin Dalia Grybauskaite (Litauen) sagte, ihr Land werde keiner Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat  (IS) beitreten, an der Russland beteiligt ist. Moskau besetze weiterhin einen Teil der Ukraine und führe dort wie auch in Georgien Militäraktionen durch.

Auch die baltischen Parlamentspräsidenten mahnten bei einem Treffen in Vilnius (Litauen), die Ukraine-Krise nicht aus dem Blick zu verlieren.

http://www.europeonline-magazine.eu/baltenstaaten-ukraine-trotz-terror-und-fluechtlingen-nicht-vergessen_425049.html


Zuletzt von Umnichka am Sa 21 Nov 2015 - 16:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zusatz)

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  telzer am Sa 21 Nov 2015 - 15:31

Klasse von der Gastgeberin Frau Dalia Grybauskaite
- Sie betonte, dass Litauen keine Unterstützung für eine Zusammenarbeit mit RuSSland gegen den islamischen Terror, anbieten werde Very Happy

( aber da gibt es in Europa leider genug andere die sich "überreden" lassen haben facepalm )

Aber einstimmig, wie in den Statuten der EU gefordert, wird das von EU Seite nichts.
Was ein Glück, es besteht noch Hoffnung Razz

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Mo 7 Dez 2015 - 19:26

Nun werden sich die Letten wieder an Russland annähern augenroll

Lettland: Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma tritt zurück



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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Thomas am Di 8 Dez 2015 - 21:47

Litauen kritisiert geplante Ostseepipeline und will mehr Nato-Präsenz
Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite hat den geplanten Ausbau der Ostsee-Gasleitung von Russland nach Deutschland kritisiert. Nord Stream 2 bedrohe nicht nur die Energiesicherheit der Ukraine, sondern ganz Europas, sagte sie nach einem Treffen mit ihrem ungarischen Kollegen Janos Ader in Siauliai.

Weiter- http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/litauen-kritisiert-geplante-ostseepipeline-und-will-mehr-nato-praesenz-13955250.html
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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Mi 9 Dez 2015 - 19:45

BALTIKUM

Menschenrechtler oder Kreml-Agenten?

Moskau unterstützt russischsprachige Nichtregierungsorganisationen im Baltikum finanziell. Das sehen die Sicherheitsbehörden dieser Staaten kritisch. Doch wie groß ist der Einfluss solcher NGOs tatsächlich?

http://www.dw.com/de/menschenrechtler-oder-kreml-agenten/a-18902232

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Sa 12 Dez 2015 - 17:40

Aufrüstung im Osten: Litauen kauft 88 Militärfahrzeuge aus Deutschland


Die Fahrzeuge werden wahlweise mit einem 30-Millimeter-Geschützturm, Panzerabwehr-Raketen oder Maschinengewehren ausgerüstet. Nach Angaben eines Militärsprechers rechnet Litauen mit Kosten in Höhe von etwa 500 Millionen Euro.

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-im-news-ticker-ukraine-fordert-verlaengerung-von-eu-sanktionen-gegen-russland_id_5147137.html

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Dicker am Sa 12 Dez 2015 - 19:22

Und unsere kauft diese erst mal bei den Ludolfs Grinsen um Sie für teures Geld zu verkaufen

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Di 15 Dez 2015 - 15:58

«Russland kann das Baltikum in zwei, drei Tagen besetzen»

Wegen der Spannungen zwischen Nato und Russland sind Kriegsszenarien für Europa ein Thema. Das Pentagon ist besorgt.

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/russland-kann-das-baltikum-in-zwei-drei-tagen-besetzen/story/27558367

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Mo 28 Dez 2015 - 17:35

Einsatz im Baltikum

So arbeiten deutsche Kampfpiloten an der Nato-Ostgrenze


Deutsche Piloten sind nicht nur über Syrien und der Türkei im Einsatz: Eurofighter der Bundeswehr kontrollieren zudem den Luftraum über dem Baltikum. Vom estnischen Ämari steigen sie auf, um russische Militärflugzeuge über der Ostsee zu identifizieren.

http://www.rp-online.de/politik/ausland/baltikum-der-friedensauftrag-deutsche-kampfjets-an-der-nato-ostgrenze-aid-1.5656318

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Fr 8 Jan 2016 - 21:49

Luftwaffe beendet Nato-Luftraumüberwachung über Baltikum


Die Bundeswehr hat nach vier Monaten ihre Beteiligung an der Nato-Mission zur Luftraumüberwachung über dem Baltikum beendet. Ein Luftwaffen-Geschwader übergab das Kommando über die estnische Luftwaffenbasis Ämari an Belgien.
Estland, Lettland und Litauen haben keine eigene Kampfjets. Deshalb sichern die Verbündeten schon seit 2004 den baltischen Luftraum. Nach Angaben eines Luftwaffensprechers in Ämari mussten deutsche Piloten während ihres Einsatzes 25 Mal aufsteigen, um russische Militärflugzeuge über der Ostsee zu identifizieren.

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-im-news-ticker-eu-perspektive-ex-erweiterungskommissar-sieht-entwicklung-in-der-ukraine-positiv_id_5197853.html

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

Beitrag  Umnichka am Di 12 Jan 2016 - 16:17

Estland will langfristige Stationierung von Nato-Truppen erreichen

Der estnische Regierungschef Taavi Rõivas will sich für eine langfristige Stationierung von Nato-Truppen im Osten des Bündnisgebiets stark machen.
Auch sei es wichtig, Einheiten der europäischen Verbündeten neben US-Truppen in Estland zu haben. Dafür werde der Baltenstaat 2016 in Kasernen und Übungsanlagen investieren. Parallel dazu werde Estland seine Fähigkeiten zur Selbstverteidigung stärken, kündigte Rõivas an. Die Sicherheit des Landes habe die höchste Priorität.
Estland will dieses Jahr 2,07 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. Die an Russland grenzende Ex-Sowjetrepublik sorgt sich in der Ukraine-Krise um ihre Sicherheit.

http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-im-news-ticker-putin-bietet-nato-wiederaufnahme-der-zusammenarbeit-an_id_5205534.html

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Re: Das Baltikum - der nächste Krisenherd?

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