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Russland und Syrien




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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Thomas am Sa 19 Sep 2015 - 15:58

Der IS kann auch ohne Assad bekämpft werden .
Da muss sich nicht mit einem weiteren Massenmörder verbündet werden !
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Thomas
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Anuleb am Sa 19 Sep 2015 - 16:50

@Thomas schrieb:Der IS kann auch ohne Assad bekämpft werden .
Da muss sich nicht mit einem weiteren Massenmörder verbündet werden !

Es ist doch schon beinahe egal, ob der IS bekämpft wird oder nicht. Sollte es denn mal irgendwann möglich sein, den IS zur Bedeutungslosigkeit verkommen zu lassen, kommt die nächste Organisation, und das Spiel wiederholt sich. Und dann kommt noch eine, und noch eine, und wieder eine.....

Ich kann mich nicht erinnern, dass es im Nahen Osten jemals sowas wie Frieden gab. Allenfalls gab es mal Zeiten, wo ein wenig Ruhe eingekehrt ist, um ein halbwegs vernünftiges Zivilleben aufzubauen. Für das Scheitern gab es schon immer viele Gründe. Für das Führen von Kriegen und Unruhen leider auch. Und dementsprechend hat sich dort eine Gemengelage etabliert, welche offensichtlich ein vernünftiges und friedliches Zusammenleben nicht mehr möglich machen. Dementsprechend traue ich eigentlich niemanden mehr aus dieser Region.

Und durch die russischen Grossmachtpläne wird die Situation nicht unbedingt einfacher. Wobei, keine Frage, Russland nur in die Lücke vorstößt, welche momentan die USA hinterlassen. Es scheint traurige Wahrheit zu sein, dass die Weltengemeinschaft ohne eine ordnende Hand nicht miteinander auskommen kann. Was würde wohl passieren, wenn da im Nahen Osten jetzt auch noch China und Indien aktiv werden, um eigene Interessen durchzusetzen?


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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Sa 19 Sep 2015 - 23:36

Die USA und Russland scheinen in Sachen Syrien zu einer Art Deal gekommen zu sein. US-Außenminister Kerry sagte sinngemäß, die USA würden die russischen Aktivitäten begrüßen.

http://www.n-tv.de/politik/Russland-und-USA-ruecken-weiter-zusammen-article15968626.html

Russland und USA rücken weiter zusammen

Das Verhältnis zwischen USA und Russland ist so schlecht, wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. In einem Punkt finden die beiden Supermächte doch zunehmend zueinander.

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat wollen die USA und Russland offenbar zusammenrücken. "Würden wir die Hilfe Russlands im Kampf gegen den IS willkommen heißen - ganz offenkundig", sagte US-Außenminister John Kerry. Tags zuvor hatten bereits die Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Ashton Carter ausführlich miteinander telefoniert. "Wir haben die gleichen Ziele", sagte Kerry dem britischen Fernsehsender Channel 4. "Der IS muss zerstört, komplett gestoppt werden", betonte er. Gemeinsame Gespräche mit Russland seien notwendig, um die militärischen Operationen gegen den IS, etwa in Syrien, zu koordinieren.

Kerry kündigte an, die USA würden ihre Bemühungen im Kampf gegen den IS verstärken. "Und wir müssen sicherstellen, dass diese sich nicht überschneiden mit Russlands Bemühungen - es ist also offensichtlich, dass Konversation notwendig ist." Es gebe schon eine ganze Zeit lang Gespräche über die Zusammenarbeit mit Russland. Moskau hatte zuletzt den Einsatz von Bodentruppen in Syrien nicht mehr völlig ausgeschlossen, sollte Syrien darum bitten.
Weiterlesen:


Es bleibe jedoch zwischen beiden Ländern die Frage offen, wie die Zukunft von Syriens Machthaber Baschar al-Assad aussehe, sagte Kerry weiter. Russland und der Iran gehören zu den letzten Verbündeten des Assad-Regimes. Russland geht davon aus, dass die reguläre syrische Armee für den Kampf gegen den Islamischen Staat unersetzlich ist und Assad das Land vor dem völligen Zerfall bewahrt. Für die USA ist Assad dagegen Teil des Problems und nicht der Lösung. Sie sehen für ihn keinen Platz im künftigen Syrien. Kerry forderte erneut den Abgang des Machthabers und ergänzte "Das muss nicht in einem Tag oder in einem Monat passieren"

Russische Kampfjets in Syrien?

Russland verstärkt unterdessen seine Militärpräsenz in Syrien offenbar weiter: Im westsyrischen Latakia, wo Russland einen Luftwaffenstützpunkt errichte, seien vier russische Kampfflugzeuge gesichtet worden, sagte ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Die Entsendung von Kampfflugzeugen würde den Ausbau der russischen Militärpräsenz in Syrien auf eine neue Stufe bedeuten. Bisher war nur von Panzern, Artillerie und dutzenden Soldaten die Rede gewesen. Die westliche Provinz Latakia am Mittelmeer ist eine Hochburg von Anhängern Assads, dessen Vorfahren auch von dort stammen.

Russland hatte in den vergangenen Tagen seine Präsenz in Syrien massiv ausgebaut und den USA Gespräche zur militärischen Strategie vorgeschlagen. Die US-Regierung ging am Freitag darauf ein, als die Verteidigungsminister beider Länder miteinander telefonierten. Am Sonntag wird Kerry in Berlin erwartet.

Moskau hilft Assad notfalls mit Bodentruppen
Der britische Außenminister Philip Hammond erklärte, die Situation in Syrien werde immer komplizierter. Großbritannien halte sich weiter die Option offen, in Syrien wie bereits im Irak auch militärisch gegen den IS vorzugehen. Allerdings sei dies Teil eines größeren und komplexeren Problems: "Der Migrationsdruck, die humanitäre Krise, genauso wie die Notwendigkeit, den IS zu besiegen", sagte Hammond.

Islamistische Rebellen haben unterdessen 56 syrische Soldaten getötet, die sie bei der Eroberung eines Militärflughafens im Nordwesten des Landes gefangen genommen hatten. Die Kämpfer des Assad-Regimes seien in den vergangenen Tagen an der ehemaligen Armeebasis Abu al-Dhuhur in der Provinz Idlib getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Die Rebellen, geführt von der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, hatten die letzte Hochburg der Regierung in der Provinz am 9. September eingenommen und nach Berichten der Menschenrechtler seitdem insgesamt 71 Soldaten getötet.

Übersetzt: Die USA akzeptieren nicht nur die russischen Aktivitäten, sondern befürworten sie ausdrücklich. Das machen die USA nicht freiwillig, das ist ein Zeichen von Schwäche.


Zuletzt von ErpelderNacht am Sa 19 Sep 2015 - 23:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Nachtrag)
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Wormser am So 20 Sep 2015 - 19:49

ErpelderNacht schrieb:
@telzer schrieb:Dazu auch eine Einschätzung von Boris Reitschuster

Leider nur über FB , da in der Mediathek von Nordwestradio nicht zu finden

Interview bei Nordwest Radio

Kennt jemand das Buch, das in dem Interview erwähnt wurde?

Putins Demokratur von Boris Reitschuster

Das Buch ist kann ich nur empfehlen. Beschreibt den ganzen verbrecherischen Werdegang von Putin und Genossen...

Vieles hat man zwar schon irgendwo mal gehört oder gelesen aber zusammengefasst als Buch ist das schon sehr interessant.

Gibt es auch auf Russisch und inzwischen habe ich das an einige meiner Bekannten in der Ukraine verschenkt.

(Vor allem an solche die noch immer von den glorreichen Sozialistischen Zeiten träumen und vom einzigartigen Heilsbringer Putin...)

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Wormser am So 20 Sep 2015 - 19:56


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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Umnichka am Mo 21 Sep 2015 - 18:36

Kurze Info: Die Pressemeldungen zum Syrien-Russland-Thema, bitte in den vermischte-Meldungen-Thread posten (oder jeweiligen Artikel komplett Spoilern und nur mit Artikelüberschrift)! Dazu nach Möglichkeit den Hashtag "Syrien" zum schnelleren Auffinden drunter setzten!
Wird sonst auf Dauer zu unübersichtlich und die Kommentare&Diskussionen gehen unter Smile

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Wormser am Fr 25 Sep 2015 - 16:10

Habe gerade den Beitrag über Gabriels neueste Ergüsse gelesen...

Syrien-Krieg

"Gabriel schlägt Ende der Sanktionen gegen Russland vor"

Ich weiß echt nicht mehr was ich meinen Freunden und Bekannten noch sagen soll wenn sie mich Fragen was bei uns so abgeht... Der Typ ist nicht irgendein Hinterbänkler...
Goooott ich schäme mich....

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Fr 25 Sep 2015 - 20:20

"Gabriel schlägt Ende der Sanktionen gegen Russland vor"

Ich weiß echt nicht mehr was ich meinen Freunden und Bekannten noch sagen soll wenn sie mich Fragen was bei uns so abgeht... Der Typ ist nicht irgendein Hinterbänkler...

Siggi Popp ist ein Schnacker vor dem Herrn. Heute redet er das eine, morgen das andere. Den braucht man nicht ernstnehmen. Im Gegenteil: Solange die SPD von dem geführt wird, ist das eine Garantie für schlechte Wahlergebnisse. Grinsen
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Sa 26 Sep 2015 - 9:50

Der Krieg gegen Assad ist ein Flop, bzw. züchtet nur islamistische Nattern heran:

Laut dem Spiegel hätten die Aufständischen das ihnen zum Kampf gegen Assad ausgehändigte Material direkt an die Islamisten weitergereicht. Von 5400 von der Türkei und der USA anvisierten ausgebildeten Kämpfern seien knapp über fünfzig tatsächlich ausgebildet worden und heute noch vielleicht "vier oder fünf" im Einsatz. Der Rest ist wohl weggelaufen oder wurde von Al-Nusra während eines Angriffes getötet.


Syrische Kämpfer sollen US-Waffen an Extremisten weitergegeben haben

Schwerer Rückschlag für das Pentagon im Kampf gegen islamische Extremisten in Syrien: Von den USA trainierte Rebellen sollen Qaida-nahen Kämpfern Militärgerät ausgehändigt haben.

In Syrien haben nach Angaben der US-Armee aus Washington unterstützte Truppen militärische Ausrüstung an Extremisten weitergegeben. Dabei ging es um sechs Armeelaster sowie Munition, die die von den USA geführte Militärkoalition geliefert hatte. Das gab ein Sprecher des US-Zentralkommandos bekannt. Den Pentagon-Angaben zufolge entspricht das rund einem Viertel der von der US-geführten Militärkoalition zur Verfügung gestellten Ausrüstung.

Die syrischen Kämpfer hätten dies der Rebellengruppe Nusra-Front ausgehändigt, die mit der Extremistenorganisation Qaida verbündet ist. Sie hätten im Gegenzug eine von der Nusra-Front kontrollierte Gegend durchqueren dürfen. Offenbar wollten die Rebellen damit sicherstellen, dass sie ungehindert in ihr Einsatzgebiet kommen, sagte ein Sprecher des für den Einsatz zuständigen Central Command.

Das US-Zentralkommando sprach von einer sehr besorgniserregenden Nachricht. Sollte sich der Vorfall bestätigen, hätten die syrischen Partner damit gegen Vereinbarungen verstoßen, sagte der Sprecher.

liest Du weiter hier::
Zuerst hatte das Pentagon die Berichte dementiert

Die Gruppe mit etwa 70 in der Türkei trainierten Kämpfern war am vergangenen Wochenende in Syrien eingetroffen. Schon kurz darauf gab es auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter Berichte, einige Kämpfer seien zur Nusra-Front übergelaufen oder hätten ihre Ausrüstung an die Dschihadisten übergeben. Das Pentagon hatte diese Berichte zunächst dementiert, musste aber nun einräumen, dass zumindest die Angaben zur Militärausrüstung zutrafen. Zuvor war eine erste Gruppe von 54 Rebellen kurz nach ihrem Eintreffen in Syrien im Juli von Nusra-Kämpfern angegriffen und getötet oder entführt worden.

Die USA fliegen mit internationalen Partnern Luftangriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak. Darüber hinaus bilden sie in der Türkei syrische Rebellen für den Kampf gegen den IS aus.

Das eine halbe Milliarde teure Programm ist allerdings umstritten: Ursprünglich sah es vor, drei Jahre lang jährlich 5400 Kämpfer in der Türkei auszubilden und nach Syrien zu schicken. Doch es kommt nicht so recht voran, unter anderem, weil es an geeigneten Kandidaten fehlt. Vor knapp zwei Wochen musste ein für das Programm zuständiger General vor einem Senatsausschuss einräumen, dass nur "vier oder fünf" Kämpfer tatsächlich vor Ort im Einsatz gegen den IS sei. Die US-Regierung denkt nun über eine Reform nach.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-rebellen-sollen-al-nusra-us-waffen-gegeben-haben-a-1054878.html
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Umnichka am Sa 26 Sep 2015 - 14:04

ErpelderNacht schrieb:Der Krieg gegen Assad ist ein Flop, bzw. züchtet nur islamistische Nattern heran:
Der Kampf für Assad aber auch Wink

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Anuleb am Sa 26 Sep 2015 - 15:38

@Umnichka schrieb:
ErpelderNacht schrieb:Der Krieg gegen Assad ist ein Flop, bzw. züchtet nur islamistische Nattern heran:
Der Kampf für Assad aber auch Wink

Es ist letztenendes egal, wen man da unten bekämpft. Sind es nicht die militärischen Aktionen, welche neue Islamisten züchten, ist es die wirtschaftliche Lage, die gesellschaftliche Situation, irgendwelche Kommentare oder Karikaturen in westlichen Medien, das Wetter, Korruption oder Misswirtschaft, und, und, und......

Das Christentum ist dem Islam in mindestens einem Punkt meilenweit vorraus. Sie schaffen es, dass verschiedene, teilweise auch ziemlich gegensätzliche Glaubensrichtungen absolut friedlich und tolerant miteinander umgehen können. Wenn auch dieses mal irgendwann innerhalb des Islams möglich wäre, dem Islamismus wäre eine wesentliche Grundlage entzogen. Die Feindbilder USA und der Westen als solches stellen doch allenfalls einen Katalysator für die internen islamistischen Streitereien dar.


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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Sa 26 Sep 2015 - 21:03

@Anuleb schrieb:
@Umnichka schrieb:
ErpelderNacht schrieb:Der Krieg gegen Assad ist ein Flop, bzw. züchtet nur islamistische Nattern heran:
Der Kampf für Assad aber auch Wink

Es ist letztenendes egal, wen man da unten bekämpft. Sind es nicht die militärischen Aktionen, welche neue Islamisten züchten, ist es die wirtschaftliche Lage, die gesellschaftliche Situation, irgendwelche Kommentare oder Karikaturen in westlichen Medien, das Wetter, Korruption oder Misswirtschaft, und, und, und......

Es gibt da einen qualitativen Unterschied:

Eine Horde Islamistenspinner mit Granatwerfern, Haubitzen, Panzern und Maschinengewehren ist tödlicher als ein Haufen Islamisten ohne selbige...
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Wormser am So 27 Sep 2015 - 10:28

Das schlimme an der ganzen Sch... ist doch, das es keine Lösung gibt...
Siehe Libyen, siehe Irak, Liste kann man in Afrika endlos fortsetzen
Was, oder besser wer soll nach dem Assad kommen... wer soll da Ruhe reinbekommen?
In diesen Ländern funktioniert Demokratie so wie wir sie kennen nicht, so schlimm es war, aber unter den Verbrechern Gaddafi oder Hussein, ja auch in Syrien vor dem Arabischen Frühling, haben die Länder einigermaßen funktioniert...

Hier ein Auszug aus einem Artikel im Tagesspiegel vom März 2014, der die Situation in Syrien nach wie vor sehr gut beschreibt:

"Im Inneren sind zu den Fronten zwischen Regime und Opposition weitere Kampflinien hinzugekommen – zwischen Nachbardörfern und Nachbarstadtteilen, zwischen radikalen Gotteskriegern und moderaten Rebellen, zwischen Kurden und Arabern, sowie zwischen Sunniten, Alawiten, Drusen, Schiiten und Christen. Und selbst wenn sich eines Tages ein Waffenstillstand erreichen ließe, ein geeintes Syrien wird es wohl nicht wieder geben"

http://www.tagesspiegel.de/politik/drei-jahre-buergerkrieg-in-syrien-das-heimatlose-volk/9618978.html


Zuletzt von Wormser am So 27 Sep 2015 - 10:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : weildarum)

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Thomas am Mi 30 Sep 2015 - 22:11

Das was heute in Syrien passiert ist war doch mehr als klar im Vorraus bereits !
Kein IS wurde bombardiert und getötet . Nur Oppositionelle und sogar Zivilisten . Russland macht dort weiter wo Assad aufgehört hat . 2 Massenmörder unter sich
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Realist am Do 1 Okt 2015 - 0:39

Putler hat die Weltpolitik wieder öffentlich angelogen / sie haben sich wieder anlügen lassen

Zusätzlich wird der IS durch Putin und Assad gestärkt . Erhält noch viel mehr Zulauf.
Es gibt wieder Tausende neue von Flüchtlingen die sich auf den Weg Richtung Europa machen werden durch die Putin-Assad Angriffe .
Ich vertrete ebenfalls die These - das Putin die Flüchtlingsströme zusammen mit Assad seit geraumer Zeit generiert und als Art -Waffe- der Destabilisation gegen die EU einsetzt
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Do 1 Okt 2015 - 12:41

Im Falle Syrien hat Putin nicht gelogen. Da werden die russischen Truppen nicht geleugnet wie in der Ukraine. Da geht er sogar recht offen vor.

Der Westen ist gezwungen, Farbe zu bekennen:
- Die westliche Politik des Umsturzes Assads ist gescheitert
- die Opposition in Syrien besteht aus lauter mordgierigen Islamisten, egal, ob die Al Qaida, ISIS, Daesh, FSA heißen
- die Türkei treibt ein mörderisches Spiel aus Bomben gegen die Kurden und Bewaffnung von allem das gegen die Kurden und gegen Assad kämpft, inclusive ISIS
- ich weiß, ich wiederhole mich, aber wenn Assad verliert, werden alle verbliebenen Alawiten, Christen und Drusen massakriert und die Frauen und Mädchen versklavt.
- halb Syrien wird nach Deutschland ziehen, wenn unsere Grenzen offenbleiben und dabei ihre Probleme zu uns importieren.

Die Syrienkrise betrifft uns über die Flüchtlingskrise ganz direkt und, was für uns als Ukrainefreunde ebenso relevant ist, die Ukraine durch die Verschiebung der Aufmerksamkeit Richtung Syrien mittelbar. Ich sehe das Risiko, dass sich der Westen in der Syrienkrise auf einen Deal zu Lasten der Ukraine einlässt.

Der Westen hat die Kontrolle verloren, und das macht mir Angst. Wenn Assad stürzt, wird dort das gleiche mörderische Chaos durch Islamisten, Al-Qaida und ISIS-Spinner entstehen wie in Libyen nach dem Sturz Gaddafis. Dann können wir uns auf 5 bis 10 Millionen Neubürger innerhalb eines halben Jahres gefasst machen.

Ich sehe keinen anderen Ausweg als den Verzicht auf einen Sturz Assads und gemeinsame Bekämpfung der Kopfabhacker.
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Do 1 Okt 2015 - 12:58

Ich fand dieses Interview eines Professors namens Günter Meyer an der Uni Mainz, wo er Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt sei. Ich finde es für die Ergründung der Syrienkrise ganz erhellend:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/guenter-meyer-im-interview-ueber-putin-und-syrien-konflikt-13827942.html

Die Interessen der Vereinigten Staaten und Russland kreuzen sich in Syrien. Der Nahost-Experte Günter Meyer erklärt im FAZ.NET-Interview den geschickten Strategiewechsel Putins, der den Kreml in eine Schlüsselrolle zur Lösung des Syrien-Konflikts bringt.

Neben den Vereinigten Staaten fliegen auch Frankreich und Großbritannien im Irak und Syrien Luftschläge gegen Stellungen des „Islamischen Staates“. Deutschland hält sich mit einer militärischen Intervention zurück. Wie beurteilen Sie diese Entscheidung?

GM: Das ist eine vollkommen richtige Entscheidung. Die Intervention gegen den IS, die im Irak im Ausbildungsbereich oder durch die Waffenlieferung an die Peschmerga bereits stattfindet, jetzt von deutscher Seite mit Luftangriffen zu begleiten, verspricht keine positive Lösung, zumal sich alle einig sind, dass der IS nur durch Bodentruppen besiegt werden kann. In Mossul, der größten vom IS kontrollierten Stadt, entfallen auf einen IS-Kämpfer etwa 100 Zivilisten. Luftangriffe wären hier unverantwortlich.

Bisher haben Fachleute noch von einem Stellvertreterkrieg in Syrien gesprochen. Jetzt sollen russische Kampfflugzeuge und Soldaten stationiert worden sein. Etwa 1700 russische Soldaten sollen sich derzeit in Syrien befinden. Ist das offizielle Motiv, dass der „Islamische Staat“ bekämpft werden soll, nur ein Vorwand für das direkte Eingreifen Moskaus?

Spoiler:
GM:
Es ist zumindest ein außerordentlich geschickter Schachzug von Russland. Nachdem die diplomatischen Kapazitäten nach der Beilegung der Nuklearverhandlungen mit dem Iran wieder zur Verfügung stehen, nutzt Russland die Chance, seine Position in Syrien nachdrücklich zu stärken. Wir haben in Syrien einen Konflikt zwischen Russland, das seit den siebziger Jahren ein enger Verbündeter des Assad-Regimes ist, und den Vereinigten Staaten. Gerade vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen in der Ukraine hat Russland jetzt die Chance ergriffen, davon abzulenken und seine geostrategischen Einflussmöglichkeiten im Nahen Osten auszubauen.

Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Zum einen ist das verbündete Assad-Regime militärisch deutlich geschwächt und braucht zusätzliche militärische Unterstützung. Zum anderen kann jetzt die Chance genutzt werden, all diejenigen Akteure zusammenzubringen, die gegen den „Islamischen Staat“ kämpfen wollen. Dies ist umso wichtiger, da die amerikanische Regierung mit ihrem Vorhaben bisher kläglich gescheitert ist, für 500 Millionen Dollar jährlich 5400 moderate Syrer zum Kampf gegen den IS auszubilden.

Frage:
Was ist am russischen Vorhaben problematisch?

Durch das Eingreifen Moskaus könnte ein Problem entstehen, da nach Angaben des syrischen Außenministers die russische Unterstützung nicht nur im Kampf gegen den IS, sondern auch gegen die Nusra-Front, einen Ableger von Al Kaida, eingesetzt werden soll. In Syrien könnte somit das Konfliktpotential zwischen den Unterstützern des alawitischen Assad-Regimes und den sunnitischen, islamistischen Gegnern, die von Saudi-Arabien, Katar und der Türkei unterstützt werden, weiter verschärft werden.

F: Was möchte Russland mit dem plötzlichen Strategiewechsel signalisieren?

GM: Die Verhältnisse zum Iran sind bereinigt, das Assad-Regime ist geschwächt und die Flüchtlingsströme setzen Europa immer mehr unter Druck. Angesichts dieser Entwicklungen hat die Europäische Union ein großes Interesse daran, die Konfliktursachen an der Wurzel zu packen. Deshalb rennt Putin mit seinem Angebot offene Türen ein. Es sollte im Interesse aller beteiligten westlichen Mächte sein, eine starke gemeinsame Front im Kampf gegen den IS zu bilden. Es ist ein klarer Erfolg für die russische Diplomatie, dass sich die Vereinigten Staaten dazu bereiterklärt haben, den Ausschluss des Assad-Regimes nicht mehr zur Vorbedingung für Verhandlungen zur Beilegung des Krieges in Syrien zu machen, sondern den syrischen Machthaber zumindest für eine Übergangsphase als Verhandlungspartner zu akzeptieren.

F: Warum hat der Westen eingelenkt?

GM: Der Westen hat eingesehen, dass der Sturz von Assad die völlige Auflösung der noch bestehenden staatlichen Strukturen bedeuten würde. Wenn die noch vom Regime kontrollierten Gebiete, besonders die bevölkerungsreichen Städte im Westen des Landes und an der Küste, auch noch destabilisiert werden, entstünde ein Machtvakuum, welches von den stärksten islamistischen Kräften gefüllt werden würde, nämlich vom „Islamischen Staat“ und der Nusra-Front. Das Chaos würde noch größer werden und weitere Millionen von Syrern würden ihr Land Richtung Europa verlassen. Das muss verhindert werden. Es gibt den Slogan: „Die Christen in den Libanon, die Alawiten ins Grab“, der zeigt, welche Gefahren den Gebieten drohen, die noch vom Regime kontrolliert werden.

F:Lange Zeit hat man mit der Argumentation, dass das Blut unschuldiger Syrer an Assads Händen klebt, nicht mit ihm geredet. Jetzt ist man dazu gezwungen. Ist es eine zu späte Einsicht, dass es nicht anders geht?

GM: Eine diplomatische Lösung wäre bereits 2012 möglich gewesen. Doch damals haben das vor allem die Vereinigten Staaten und Großbritannien verhindert, die auf den militärischen Zusammenbruch des Assad-Regimes gesetzt hatten. Nun hat sich jedoch das Blatt gewendet. Man muss angesichts der Dominanz der Islamisten in der Opposition erkennen, dass ein gemeinsames Vorgehen mit dem Assad-Regime gegen den IS das kleinere Übel ist im Vergleich zu einer Machtübernahme der Dschihadisten, die eine Bedrohung für die ganze Welt darstellen.

F: Auch in Israel werden nun Stimmen aus der Politik und Armee laut, Assad im Kampf gegen den IS zu unterstützen. Ist das klug?

GM:Das ist eine außerordentlich pikante Forderung, die in israelischen Führungskreisen nicht unbedingt mehrheitsfähig ist. Sie zeigt allerdings einen allgemeinen Umschwung: Auch in Israel wächst die Erkenntnis, dass die Bedrohung an den Grenzen nur weiter steigen wird, wenn Assad tatsächlich gestürzt werden sollte. Nach dem Motto: „Der Gegner, den ich kenne, ist mir lieber, als ein unberechenbarer Feind.“ Die Feinde wären dann radikal islamistischen Gruppen wie der „Islamische Staat“ oder die Al Qaida nahestehende Nusra-Front. Das wäre dann sicherlich eine noch größere Gefahr für Israel.

F: Eine der gängigsten Verschwörungstheorien zum „Islamischen Staat“ ist, er sei ein Produkt der Vereinigten Staaten. Gibt es stichhaltige Indizien für diese Behauptung?

GM: Ohne die Invasion der Vereinigten Staaten im Irak wäre es nicht zu dem folgenschweren Fehler von Paul Bremer, dem früheren Chef der Koalitions-Übergangsverwaltung für den Irak, gekommen. Als eine seiner ersten Maßnahmen ordnete er die Auflösung der Streit- und Sicherheitskräfte an und entfernte alle aus dem Staatsdienst, die Mitglieder der Baath-Partei gewesen waren. Die Konsequenz war, dass genau diese Personen, besonders die sunnitischen Sicherheitskräfte und führenden Offiziere, sich dem Aufstand noch während der amerikanischen Besatzung des Irak angeschlossen haben. Heute sind sie diejenigen, die das Rückgrat und die Führungsschicht des „Islamischen Staates“ bilden.

Ohne das völkerrechtswidrige Vorgehen der Vereinigten Staaten, die Fehlentscheidung von Bremer und die bewusste Inkaufnahme, dass ein salafistisches Herrschaftsgebiet im Osten Syriens entsteht und dieses sogar nach Einschätzung des CIA unterstützt werden sollte, wäre es nie dazu gekommen, dass sich der IS zu einer globalen Bedrohung entwickeln konnte.

F: Syrien wird immer mehr zur kurzen Lunte eines explosiven Pulverfasses, dessen Gemisch immer vielfältiger und unübersichtlicher wird. Hat die westliche Außenpolitik in dieser Region versagt?

GM: Sie hat gründlich versagt, beginnend mit der amerikanischen Invasion im Irak. In Syrien führten die Strukturen, die unter dem autoritären Regime von Baschar al Assad durch die massive Unterdrückung und Verfolgung Oppositioneller charakterisiert waren, führten zu Widerständen in der Bevölkerung, die sich dann im sogenannten Arabischen Frühling entluden. Doch dass es in Syrien zu den katastrophalen Entwicklungen kam, hat mit der Politik der Vereinigten Staaten zu tun.

F: Wie kommen Sie zu diesem Schluss?

GM: Die Vereinigten Staaten bildeten eine Allianz mit Israel und Saudi-Arabien, um das Assad-Regimes zu stürzen. Von Wikileaks wurden kürzlich geheime Unterlagen aus dem Jahr 2006 veröffentlicht, wonach die Vereinigten Staaten aufgrund einer Schwachstellenanalyse des Assad-Regimes Strategien zum Umsturz in Syrien entwickelte. Der amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh hat 2007 die Allianz zwischen den drei Staaten zum Sturz der syrischen Machthaber aufgedeckt und nachgewiesen, dass hier Terrorkämpfer für einen Machtwechsel in Syrien ausgebildet wurden.

Die Destabilisierung der Herrschaft von Assad ist in dem Augenblick zum Tragen gekommen, als die ersten syrischen Proteste einsetzten. Während westliche Medien nur von dem brutalen Vorgehen des Regimes gegen friedliche Demonstranten berichteten, sind inzwischen etliche Terroranschläge auf die Sicherheitskräfte belegt worden, bei denen Dutzende von Soldaten des Regimes getötet wurden.

F: Wenn man sich diese prekären Verhältnisse im Detail anschaut, dann kommt die Frage auf: wie sehr geht es den Konfliktparteien um Menschenrechte?

GM: Es handelt sich hier vorrangig um nationale Interessen und strategische Zielsetzungen. Dabei werden Menschenrechte und Forderungen nach Demokratie nur vorgeschoben, um die Unterstützung der Bevölkerung zu gewinnen. Bei keinem der politischen Akteure, weder Russland noch den Vereinigten Staaten noch Großbritannien und Frankreich, geht es primär um humanitäre Ziele. Gerade von den Vereinigten Staaten wissen wir, dass Menschenrechtsverletzungen vorwiegend bei den politischen Gegnern, dagegen kaum bei befreundeten Staaten angeprangert oder gar geahndet werden. Solange es diese doppelten Standards in der westlichen Außenpolitik gibt, kann man den angeblichen humanitären Interessen keinen Glauben schenken.

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Thomas am Do 1 Okt 2015 - 16:33

Hast du dich schon mit einem Syrer unterhalten der noch nicht allzu viel Zeit im deutschsprachigen Raum lebt . Oder nur mit realitätsfremden Assadanhängern . Holst du dir deine Informationen nun von Sputnik ?

Da stimmt einiges nicht und das offensichtlich

Das Gegenteil ist der Fall .
Der westliche Umsturz Assads ist im vollem Gange . Der russische Angriff gestern hat dieses Bestreben gar verstärkt . Oder ist dir dies entgangen Wink

Das die Opposition nur aus mordgierigen Islamisten besteht . Ja das gehört eher in das Reich der lächerlichen Propagandafabeln .

Das mit der Türkei stimmt . Bis auf den letzten Vermerk . Eine Bewaffnung von ISIS kann nicht nachgewiesen werden . Somit eine haltlose Behauptung .

Wenn Assad an der Macht bleibt wird er "sein" Volk -er hat ja faktisch bereits kein eigenes Volk mehr - weiter abschlachten und massakrieren . In einem deutlich höheren Maße als der IS das jemals getan hat . Lies dir einfach die bereits hier vorliegenden Statistiken durch . Ignoranz ist bei politischen Themen nie von Vorteil Wink Das solltest du doch wissen . Du bist doch pro Ukrainer ? Die Vorstellung wirkt mittlerweile langsam unreal. Bei deiner Einstellung . Schliesslich vertrittst du die Meinung Putins nun .

Die Flüchtlingskrise wurde nicht durch den IS hervorgerufen sondern durch Assad .

Dir wird auch jeder Flüchtling von dort bestätigen . Die flüchten hauptsächlich vor den Fassbomben Assads und nebenher vor dem IS .
Auch hat niemals jemand behauptet Assad zu stürzen und den IS NICHT auszulöschen . Weder hier noch in der Politik .

Assad hat dort auch keinen Einfluss mehr . Wenn seine Fassbomben und sein russisches Giftgas aussen vor gelassen werden versteht sich

Die Diskussion dreht sich auch extrem im Kreis und langweilt nur mehr. Durch ausgiebige Recherche kann sich schnell ein umfassendes Bild geschaffen werden .
Nur ist es löblich auch einmal realistisch zu werden . Mit Assad und Russland wird es dort nicht weitergehen . Das der IS wegkommt ist ebenso sicher.

Interessant bleibt aber wie Russland und die USA weiter vorgehen und wann sie sich einigen zuletzt wann Putin seinen Massenmörder Zwilling fallen lässt

Edit: Hinzufügen muss ich noch das Putin natürlich wieder gelogen hat und auch weiterhin lügt . Über die genaue Anzahl seiner Truppen . Über die Anzahl und Art seines Kriegsgerätes und unübersehbar über sein wahres Ziel : Einfach nur Assad an der Macht halten zu wollen .
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Thomas
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Anuleb am Do 1 Okt 2015 - 16:54

ErpelderNacht schrieb:Im Falle Syrien hat Putin nicht gelogen. Da werden die russischen Truppen nicht geleugnet wie in der Ukraine. Da geht er sogar recht offen vor.

Der Westen ist gezwungen, Farbe zu bekennen:
- Die westliche Politik des Umsturzes Assads ist gescheitert
- die Opposition in Syrien besteht aus lauter mordgierigen Islamisten, egal, ob die Al Qaida, ISIS, Daesh, FSA heißen
- die Türkei treibt ein mörderisches Spiel aus Bomben gegen die Kurden und Bewaffnung von allem das gegen die Kurden und gegen Assad kämpft, inclusive ISIS
- ich weiß, ich wiederhole mich, aber wenn Assad verliert, werden alle verbliebenen Alawiten, Christen und Drusen massakriert und die Frauen und Mädchen versklavt.
- halb Syrien wird nach Deutschland ziehen, wenn unsere Grenzen offenbleiben und dabei ihre Probleme zu uns importieren.

Die Syrienkrise betrifft uns über die Flüchtlingskrise ganz direkt und, was für uns als Ukrainefreunde ebenso relevant ist, die Ukraine durch die Verschiebung der Aufmerksamkeit Richtung Syrien mittelbar. Ich sehe das Risiko, dass sich der Westen in der Syrienkrise auf einen Deal zu Lasten der Ukraine einlässt.

Der Westen hat die Kontrolle verloren, und das macht mir Angst. Wenn Assad stürzt, wird dort das gleiche mörderische Chaos durch Islamisten, Al-Qaida und ISIS-Spinner entstehen wie in Libyen nach dem Sturz Gaddafis. Dann können wir uns auf 5 bis 10 Millionen Neubürger innerhalb eines halben Jahres gefasst machen.

Ich sehe keinen anderen Ausweg als den Verzicht auf einen Sturz Assads und gemeinsame Bekämpfung der Kopfabhacker.

Die westliche Politik im Nahen Osten war schon immer zum Scheitern verurteilt. Anfänglich, in den 50er und 60er Jahren, wurde die Politik den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet, wodurch bis heute , begleitet von improvisierten, scheinheiligen und recht selbstsüchtigen zivilen und militärischen Aktionen, eine Gemengelage entstanden ist, welche einfach nur noch absolut unüberschaubar geworden ist.

Die von dir gewünschte gemeinsame Bekämpfung der "Kopfabhacker" wird es nicht geben. Das fängt schon mal damit an, dass sich die Gemeinschaft nicht einig ist. Die Türkei macht zwar mit, bekämpft aber vordergründig die Kurden, welche wiederum die ISIS bekämpfen. Die USA und der Westen bekämpfen zwar die ISIS, wollen aber auch gleichzeitig Assad stürzen. Und nun Russland als neuen Mitspieler, welcher zwar ebenfalls die ISIS bekämpfen möchte, aber zuvorderst Assad stützt und seine syrische Opposition bombardiert. Dazu kommt, dass die Türkei die ISIS, den Erzfeind der Kurden, manigfaltig unterstützt, und das gemunkelt wird, dass Russland die ISIS ebenfalls mit Waffen ausgestattet haben soll. Dazu kommen noch die offenen Mitspieler Iran und Saudi-Arabien, und sicherlich auch die verdeckten Jordanien, Irak, Israel und Libanon.

Die Gemengelage, welche von ausserhalb auf Syrien einwirkt ist mindestens genauso unübersichtlich wie die Gemengelage in Syrien selber. Ob es da dann noch einen Assad gibt oder nicht, dürfte ob der verfahrenen Situation total egal sein. Man kann sich ja schon glücklich schätzen, wenn sich die von aussen einwirkenden Kräfte nicht offen in die Wolle kriegen, um die Situation zusätzlich eskalieren zu lassen.

Die momentane Lage dort birgt halt reichlich Sprenstoff. Nur die Syrer selber haben mittlerweile offensichtlich jegliche Hoffnung aufgegeben, und suchen daher das Weite. Und das werden sie auch tun, wenn es den Assad nicht geben würde, oder er weiterhin seine Fäden zieht und die eigene Bevölkerung wegbomben lässt.


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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Do 1 Okt 2015 - 18:40

Thomas,

ich hätte nichts dagegen, wenn ich Unrecht hätte und deine Einschätzung stimmen würde, beim besten Willen nicht.

Allein mir fehlt der Glaube.
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Wormser am Do 1 Okt 2015 - 19:42

@ Anuleb :daumen

Zur Zeit konzentriert sich alles auf Syrien... Ich sehe mittelfristig keine Lösung egal durch wenn...
Aber was ist mit Libyen, Irak, Afghanistan... oder Afrika im großen und ganzen...
Ich bleibe dabei, in allen diesen Ländern funktioniert Demokratie wie wir sie kennen (noch) nicht. Sie brauchen einen starken harten Anführer der Mithilfe des Militärs für einigermaßen Ordnung sorgt. Leider hat die Vergangenheit bewiesen das "alle" diese Anführer auch die größten Verbrecher waren.
Wie es einigermaßen funktioniert zeigt Ägypten, selbstverständlich hat z.B. Mubarak auch seine Schäfchen ins trockene gebracht...aber das Land hat irgendwie funktioniert. Wobei man nie vergessen darf das Ägypten außer den Suezkanal und Tourismus nichts nennenswertes an Einkommen haben und bei der Landbevölkerung große Armut herrscht. Dies öffnet natürlich den Rattenfängern der radikalen Moslems Tür und Tor. Siehe die Wahlen bei denen die Muslimbrüderschaft gewonnen hatte... Wenn Abd al-Fattah as-Sisi mit dem Militär nicht geputscht hätte wären dort jetzt Zustände wie in Libyen... Natürlich kann man viele Entscheidungen und Taten nicht gut heißen, aber immer noch besser als das ganze Land vor die Hunde gehen zu lassen...

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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Sa 3 Okt 2015 - 19:59

Beim Zettel gibt es einen überaus lesenswerten Beitrag mit - jedenfalls für mich - interessanten Details, diesmal über die Rivalität von Russland und der Türkei und was das für einen Impact auf Syrien (und indirekt die Ukraine) hat:

Alte Rivalen
Eine erstaunliche Schlagzeile: "Russische Luftangriffe verärgern die Türkei". Erstaunlich nicht nur inhaltlich: Sowohl Rußland wie die Türkei kämpfen offiziell gegen den IS, aber real bombardieren sie dessen Gegner. Rußland die syrische Opposition, die Türkei die Kurden. Bei so viel Gleichklang müßten die Türken sich ja freuen, nicht verärgert sein.
Aber erstaunlich auch wegen der Details des Protests. Der wurde nämlich von den Alliierten erhoben, also den USA, Frankreich, Großbritannien und dann noch diversen arabischen Staaten und eben der Türkei. Und übrigens auch Deutschland - aber das ist nur unwichtige Folklore.

Wie kommt also der Spiegel dazu, nur über die Türkei zu reden, wenn normalerweise die USA als Hauptakteur gelten? Das liegt wohl nur daran, daß die Erklärung von der türkischen Regierung veröffentlicht wurde. Es ist eher unwahrscheinlich daß der Spiegel-Reporter begriffen hat, was er da eigentlich abschreibt.

Denn eigentlich geht es um etwas ganz Anderes: Den Konflikt der beiden traditionellen Gegner Rußland und Türkei um ihre Einflußsphären im Nahen Osten.
Und "traditionelle Gegner" ist hier sehr ernst zu nehmen. 12 Kriege haben die beiden Staaten gegeneinander geführt, seit sie vor 400 Jahren zum ersten Mal aufeinander getroffen sind. Trotz kurzer Phasen mit Wirtschaftskontakten waren und sind sie auch durchgehend politisch verfeindet.
Heute sind sie beide nur noch Schatten ihrer imperialen Glanzzeiten, aber ihre autokratischen Führer wollen sie wieder zu Großmächten machen und die alten Einflußsphären wieder herstellen.

weiterlesen:

Und diese Rivalität wird auf diversen Schauplätzen ausgefochten.
Im Kaukasus setzt die Türkei auf Georgien und Azerbeidschan, Rußland auf Armenien. In Mittelasien setzt die Türkei auf die Verwandschaft zu Völkern wie den Turkmenen, Kirgisen und Usebken, Rußland auf die russischen Minderheiten in den Ex-Sowjetrepubliken.
Und in Libyen unterstützt die Türkei die islamistische Regierung im Westen, Rußland die international anerkannte Regierung im Osten.

Und eben auch in Syrien.
Rußland war schon immer der Hauptverbündete der Assad-Diktatur und hält in Latakia einen Militärstützpunkt, der für Putins Großmachtambitionen überaus wichtig ist. Rußland ist Hauptausrüster der syrischen Armee und hat Assad seit Beginn des Bürgerkriegs massiv unterstützt.
Umgekehrt hat die Türkei den Aufstand gegen Assad maßgeblich mitvorbereitet und beständig unterstützt. Die syrische Oppositionsspitze hat ihren Sitz in Istanbul und die Oppositionstruppen wurden von der Türkei ausgebildet und ausgerüstet. Diese türkische Unterstützung war für die FSA wohl immer deutlich wichtiger als Alles, was von arabischen oder westlichen Staaten kam.

Auch als der IS als neue Oppositionsgruppe in Syrien aktiv wurde, bekam er von der Türkei (aber nicht von den USA) eine gewisse Unterstützung. Die zum großen Problem für Erdogan wurde, als der IS auf die Gegenwehr der Kurden stieß, die bis dahin politische Partner für Erdogans Regierung waren.

Mit dem Auftauchen von IS ist die Lage nun völlig wirr.
Assad mit seinen Verbündeten aus Rußland, dem Iran und der Hisbollah kämpft gegen die syrische Opposition und etwas gegen den IS.
Die Türkei unterstützt die syrische Opposition und kämpft gegen die Kurden, die innerhalb Syriens Teil der Opposition sind.
Der IS kämpft in erster Linie gegen die FSA und die Kurden, und etwas gegen Assad.
Die USA sind unter Obama nur noch eingeschränkt handlungsfähig und unterstützen etwas die syrische Opposition und bekämpfen ein bißchen den IS.

Für die syrische Bevölkerung sind die Aussichten katastrophal.
Assad ist eigentlich am Ende, er kann kaum noch Soldaten rekrutieren, die für ihn kämpfen würden. Aber da Putin ihn nun auch direkt durch Einsatz russischer Truppen unterstützt, kann Assad nicht direkt besiegt werden.
Umgekehrt ist es sehr unwahrscheinlich, daß Putins Armee mit ihren einheimischen Hilfstruppen die Opposition militärisch besiegen kann.

Sowohl Erdogan wie Putin sind innenpolitisch angeschlagen und leben nur noch von ihrem Image als "starker Mann". Keiner kann sich militärischen Gesichtsverlust leisten. Aber keiner kann sich eine direkte Militärkonfrontation mit der anderen Seite leisten.
Die Rivalen haben sich ineinander verbissen und haben keinen vernünftigen Ausweg. Es bleibt ihnen nur, den Konflikt - auf Kosten der Zivilbevölkerung - in die Länge zu ziehen und in der Schwebe zu lassen.

Wobei die Türkei die besseren Chancen hat. Sie kann sich den Konflikt wirtschaftlich leisten, Rußland ist bereits überfordert. Erdogans taktische Probleme beruhen auf seinem IS-Fehler. Grundsätzlich wäre es nicht schwer für ihn, mit den Kurden wieder zu einem halbwegs konstruktiven Verhältnis zu kommen.

Für Putin dagegen schien es vielleicht eine gute Idee gewesen zu sein, durch einen erfolgreichen Auslandseinsatz die USA zu demütigen und seinen Stützpunkt zu sichern. Aber eigentlich hat er keine echte Aussicht auf einen Erfolg im Sinne der Re-Etablierung eines befriedeten und Rußland-freundlichen Syriens. Er hat sich in den syrischen Sumpf begeben wie die USA in Vietnam und die Sowjets in Afghanistan. Und er positioniert sich immer deutlicher als Feind der gesamten sunnitischen Welt.

Letztlich hat keiner der beiden historischen Rivalen das Potential und die diplomatische Kompetenz, um ihre Großmachtträume zu realisieren. Erdogan und Putin leben geistig im 19. Jahrhundert und haben nicht begriffen, daß man seine Bürger und seine Nachbarstaaten nicht mehr behandeln kann wie Zar und Sultan ihre Untertanen und Vasallenstaaten.

Aber ihre Dummheit und ihr Größenwahn ruinieren das Leben von Millionen Menschen.

http://zettelsraum.blogspot.de/2015/10/alte-rivalen.html


Zuletzt von ErpelderNacht am Sa 3 Okt 2015 - 20:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Link vergessen)
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am So 11 Okt 2015 - 19:27

Eine interessante Meinung über das, was Putin in Syrien rumtreibt, und was das mit der Ukraine zu tun hat, auf Politico:

http://www.politico.eu/article/putin-change-the-subject-syria-russia-ukraine-aggression-terrorism-isil/

Google Translate:

Putin versucht, das Thema zu wechseln

Der Westen sollte Russlands Streitenden Reiche in Syrien nicht irre als ein Zeichen der Stärke.

Wladimir Putin hat sich bemüht, den Diskurs über die russische Aggression in der Ukraine in den letzten Tagen zu verschieben. Seine halbstündige Rede bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im vergangenen Monat, Zeitüberschreitung, einen Prime-Time-russischen Publikum zu erreichen, konzentrierte sich auf die Bedrohungen durch Terrorismus und Instabilität in Syrien und im Nahen Osten. Die blutigen Krieg in der Ukraine Donbass war ein Nachzügler, verdient nur eine Minute seiner Zeit.

In einem separaten Treffen mit US-Präsident Barack Obama, erneut gesucht Führer Russlands um den Fokus auf Syrien, den Terrorismus und ISIL zu verschieben, während Obama drückte Putin auf die Ukraine.

Spoiler:

Zwei Tage später, soll der Propagandatheater vor allem für russische Inlandsverbrauch vollendet wurde. Russische Luftangriffe in Syrien hatte die Ukraine in der russischen und internationalen Schlagzeilen verdrängt. In den Tagen, die gefolgt sind, russischen Medien haben den Löwenanteil ihrer Aufmerksamkeit auf den russischen Bombenkampagne konzentriert.

In der Zwischenzeit ein Russland-Backed-Marionette, zuletzt als Leiter des "Parlament" des illegalen Donetsk Volksrepublik installiert, ruhig verkündete, dass der Krieg im Donbas vorbei war und angedeutet, dass eine Vereinbarung über den Abzug der Waffen von den Frontlinien beliefen zu einem Friedensvertrag mit der Ukraine.

Putins Akzentverschiebung weg von der Ukraine ist keine Änderung der Strategie, da mehrere jüngsten terroristischen Bombenanschlägen in ukrainischen Städten bezeugt. Er hofft noch immer, seine Regierung zu destabilisieren, verdrängen es mit mehr Russland-freundliche Führer und entgleisen Integration der Ukraine in den Westen. Seine Demarche ist eine Änderung der Taktik - ein Versuch, sich aus einer schwierigen bind im Osten der Ukraine zu befreien. Durch den Einsatz erhöht in Syrien hofft er, eine Abmachung mit den USA und Europa zu schlagen: Sie stimmen zu, seine Bedingungen für die Donbas im Austausch für die Zusammenarbeit Russlands im Krieg gegen ISIL.

Putin will den Westen zu glauben, dass er aus einer Position der Stärke verhandeln. In der Tat ist seine eine Position der extremen Schwäche.

Russlands "Hybrid" Aggression in der Ukraine hat sich zu einem kostspieligen militärischen Pattsituation, die effektiv entspricht einem ukrainischen Sieg verwandelte. Rückläufige globale Rohstoffpreise und die Energiewende haben die russische Wirtschaft Aufrollen geschickt, während westlichen Sanktionen deutlich diesen Rückgang vertieft. Der IWF schätzt, dass die kumulative Wirkung der Sanktionen auf 9 Prozent des russischen BIP. Steilen Fall des Rubels, auf knapp über 50 Prozent an Wert vor der Invasion der Krim, und eine Rezession, die auch weiterhin zumindest bis zum Jahr 2016, sind Belastungsprobe für die russischen Haushalt mit Kürzungen der Renten und die Militärausgaben auf den Karten wird.

Darüber hinaus ist die bemerkenswerte Transformation der ukrainischen militärischen in eine gewaltige Streitmacht bedeutet, Russland unterstützten Kräfte im Donbas können nur kleine Fortschritte bei großen menschlichen Kosten zu machen. Alternativ wäre ein großer russischer Angriff zu weiteren verheerenden Sanktionen führen und das Gespenst von Tausenden von russischen Opfer, aber auch verwickeln Russland in zwei Kriegen.

Die Pattsituation wird auch betont sozioökonomischen Probleme in den russisch besetzten Donbas Enklave. Mit viel von seiner Infrastruktur zerstört oder verkrüppelt, die überwiegende Mehrheit der Industriearbeitsplätze im Leerlauf, viele seiner Facharbeiter und Fachkräfte intern Vertriebenen und im Exil, und ihre Bank- und Verwaltungssysteme in Trümmern, besetzten Donbas wird durch einen zusammenbrechenden BIP bedrängt, massiv Arbeitslosigkeit, hohe Preise und wachsende Armut. Rund 50 Prozent der Bewohner sind Rentner, eine weitere Anzahl arbeitslos sind - Opfer der Tatsache, dass so viele wie 70 Prozent der Fabriken und Minen den besetzten Region nicht funktionieren.

Die humanitäre Katastrophe, die durch die russische Invasion gebracht ist sowohl ein Kopfschmerz und eine potentielle inländische Peinlichkeit für den Kreml, die sich als Verteidiger der russischen Referenten und ethnischen Russen im Osten der Ukraine positioniert hat.

In der Summe haben die Ukraine die Widerstandsfähigkeit und die Bereitschaft der Bevölkerung, um ihr Land gegen die russische Aggression zu verteidigen Putins Hoffnungen zerstört schnell Sturz der Regierung in Kiew und schüren einen Aufstand, der östlichen und südlichen Ukraine besetzen würde und so aufgeteilt, die den Zustand in der Hälfte - ein Gebiet, dass russischen Propaganda ruft Neurussland oder "New Russland."

Geben Syrien und den heutigen Great Game. In Putins Geist Russlands heftige Eingriffe in die syrischen Konflikt Projekte Russlands militärische Macht und geopolitische Gewicht und gibt ihm eine Trumpfkarte in jedem Abkommen über die Ukraine und ein Ende der Sanktionen.

Nicht zum ersten Mal liegt Putin falsch. In der Tat, die syrische Abenteuer schwächt die Position Russlands, sowohl durch den Nachweis, dass Putins Politik der Ukraine in eine Sackgasse erreicht hat und rücksichtslos verwickeln Russland in einem neuen großen Übersee-Engagement in einer Zeit der russischen wirtschaftlichen Niedergang.

Mehr Selbstbewusstsein Präsenz Russlands im Nahen Osten werden die Dinge für alle auf kurze Sicht erschweren. Die Tatsache, dass die russische Außenpolitik beruht auf einer erodierenden wirtschaftliche und politische Fundament bedeutet jedoch, dass der Westen braucht nicht Zugeständnisse zu machen, um Frieden um jeden Preis in der Donbass zu erreichen.

Die USA und Europa sollten darauf bestehen, dass alle Regelungen müssen die überprüfbare Beseitigung aller schweren Waffen und Panzer aus dem Donbass und der Wiederherstellung der vollen ukrainischen Kontrolle ihrer östlichen Grenzen sind. Der Westen sollte dennoch bieten Putin eine gesichtswahrenden Ausweg aus seiner eigenen Sackgasse: ein Ende der Sanktionen und Sonderwirtschaftszonen im Osten der Ukraine im Austausch für einen dauerhaften Frieden inmitten einer gemeinsamen ukrainisch-russischen-westliche Lastenteilung bemüht, Wiederaufbau der verwüsteten Donbas.

Bedauerlicherweise sind einige europäische Führer, darunter in Deutschland Vizekanzler Sigmar Gabriel, Verlesen Russlands geschwächten Position, und haben für eine Lockerung der Sanktionen als Reaktion auf die jüngsten Flaute in Kämpfen in der Ukraine Osten genannt. Eine solche Reaktion würde eine furchtbar ungünstigen Signal an Putin, dessen Kampfeslust wird durch Anzeichen von Schwäche gefördert werden.

Auf ihrer 2. Oktober Paris Treffen mit den Präsidenten der Ukraine und Russland, François Hollande und Merkel entschied sich nicht zu bemerken, der geschwächte Position Putins zu nehmen. Stattdessen werden sie setzen die Beweislast für die nächsten Schritte für die Ukraine, die zu erheblichen verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Zugeständnisse, die die abtrünnigen und strafrechtliche Donbas Führung in der ukrainischen politischen Raum einbetten machen ist.

Solche Zugeständnisse sind unwahrscheinlich, dass die notwendige politische Unterstützung für eine Verfassungsmehrheit innerhalb der Ukraine Parlament zu finden, es sei denn, die politische Anerkennung der Wahlergebnisse der Donbas sind Voraussetzung für die vollständige Demilitarisierung der Region, den Abzug der russischen Streitkräfte, und die Wiederherstellung der ukrainischen Kontrolle über gemacht ihren östlichen Grenzen.

Westliche Politiker sollten nicht verlängert diplomatischen Durchsetzungsvermögen und Militärinterventionen Russlands verwechseln als Zeichen der Stärke. Russland und Putin stehen auf schwachen Boden. Konsequente Druck durch die Wirtschaftssanktionen derzeit in den Kreml zu zwingen, zu regeln oder laufen Gefahr, eine langfristige Blockade, die eine russische Sumpf ähneln wird.

Kurz gesagt, ist ein eingefrorener Konflikt im Osten der Ukraine vorzuziehen, tiefe Zugeständnisse entwickelt, um den Westen zu zwingen, eine wirtschaftlich lähmenden Frieden für die Ukraine zu akzeptieren. Mit einem neuen Sumpf in Syrien sich schnell entwickelnden, ist Putin unwahrscheinlich, dass eine große Zunahme der Kämpfe in der Ukraine auf die erheblichen Risiken nimmt er im Nahen Osten hinzuzufügen.

Adrian Karatnycky ist Senior Fellow an der Atlantikrats. Alexander J. Motyl ist Professor für Politikwissenschaft an der Rutgers University.

Soooo schlecht ist die ukrainische Position also nicht, wobei in diesem Artikel mit keinem Wort auf die Krim eingegangen wird.

#Syrien


Zuletzt von ErpelderNacht am So 11 Okt 2015 - 19:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : getagged)
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Erpel am Mo 12 Okt 2015 - 16:17

Manche werden sich fragen, wie ich zu dem Schluss komme, dass die syrischen Rebellen alle Alawiten und Christen töten würden, wenn sie gegen Assad gewinnen.

Nehmen wir als Beispiel diese ältere Meldung von 2013:

Syrisches Horror-Video: Die Hölle auf YouTube

Syrer erleben täglich, wie ihr Land im Abgrund versinkt. Im Netz werden die Grausamkeiten des Bürgerkriegs in aller Ausführlichkeit dokumentiert, zum Beispiel bei YouTube. Neuer Tiefpunkt: Ein Video, das einen Rebellenchef zeigt, der die Leiche eines Assad-Soldaten schändet.

Spiegel Online - der Kannibale von Homs

Ein Rebell, der einen toten Assad-Soldaten aufschneidet und das Herz isst.

Was ist das für ein Typ?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrisches-horror-video-rebellenfuehrer-verteidigt-leichenschaendung-a-900595.html

Rebellenchef rechtfertigt Leichenschändung

Sein Video einer Leichenschändung hat weltweit für Entsetzen gesorgt: Der syrische Rebellenchef al-Hamad hatte einem Assad-Soldaten das Herz herausgeschnitten. Nun versucht er, seine Tat in einem weiteren Film zu rechtfertigen. Von Reue keine Spur.
.
.
.
In der ersten Videoaufnahme war zu sehen, wie Chalid al-Hamad sich über die Leiche eines syrischen Soldaten beugt und wüste Flüche ausstößt. Er hat ein Messer in der Hand und sticht damit in die Leiche, wieder und wieder. Der Rebellenchef schneidet das Herz und die Leber des Soldaten heraus. Dann wendet er sich von der Leiche ab und schaut mit dem Messer und Organen in den Händen in Richtung der Kamera. "Ich schwöre, wir werden euer Herz und eure Leber essen, Ihr Soldaten von Baschar al-Assad, dem Hund!", droht der Mann in die Kamera. Dann beißt er in das Herz hinein. Al-Hamad ist ein Kommandeur der Omar-al-Faruk-Brigade aus Homs.

Omar-al-Faruk-Brigade aus Homs also.

Bißchen gegoogelt, die haben einen Wikipedia-Eintrag:

https://de.wikipedia.org/wiki/Faruq-Brigaden

Die Faruq-Brigaden (Arabisch: كتائب الفاروق‎) sind eine bewaffnete Rebellenorganisation im Syrischen Bürgerkrieg und eine Division der Freien Syrischen Armee.[12] Sie kämpft hauptsächlich in dem Gouvernement Homs, im Gouvernement Idlib und im Gouvernement Daraa.

Und dann im Kapitel "Menschenrechtsverletzungen":

Gemäß dem Fidesdienst der römisch-katholischen Kirche beklagt die syrisch-orthodoxe Kirche „ethnische Säuberungen gegen Christen“ in Homs durch die Faruq-Brigaden.

Das ist ein gemäßigter Rebell der FSA.

Einer von den Guten.

#Syrien


Zuletzt von ErpelderNacht am Mo 12 Okt 2015 - 16:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : getagged)
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Re: Russland und Syrien

Beitrag  Realist am Mo 12 Okt 2015 - 17:28

Deinen Standpunkt hast du jetzt bestimmt 10mal beschrieben .Ich meine auch es interessiert keinen weiter !

Auch hat hier niemand geschrieben das die andere Seite toll ist oder dort die Macht erhalten solle.
Ändert aber nichts an dem Fakt das Assad mindestens 1000mal so viele Menschen auf dem Gewissen hat und weiter morden würde.Einfach weg muss

Soll ich eines der ungefähr 100 Youtubevideos hier hochladen mit den toten Kindern die Assad mit seinen Fassbomben wissentlich zerfetzt hat ?
Nein ! Denn ICH brauche nicht versuchen jemanden zwanghaft auf meine Seite zu ziehen .

Desweiteren halte ich diese nervende Assadpropaganda von dir in einem Ukraineforum für unangebracht .

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Re: Russland und Syrien

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