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Berichte von der Krim!




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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Umnichka am Do 12 Nov 2015 - 17:04

@Umnichka schrieb:

Inhaftierter Euromaidan-Aktivist verschwunden


Oleksander Kostenko, der zu knapp vier Jahren Haft für eine bislang nicht bewiesene Straftat in Kiew vor der Annexion der Krim verurteilt worden war, ist verschwunden.
Hier ein ausführlicher Bericht: http://khpg.org/en/index.php?id=1444867949

War klar...


Verschwundener Maidan-Aktivist befindet sich in einer Strafkolonie in Russland

Der aus dem Untersuchungsgefängnis in Simferopol verschwundene Majdan-Aktivist Oleksandr Kostenko befindet sich in der Strafkolonie in der russischen Stadt Kirowo-Tschepezk.

Darüber schreibt auf seiner Facebook-Seite sein Anwalt Dmitrij Sotnikow.
Er nannte auch die genaue Postadresse der Kolonie.

Oleksandr Kostenko verschwand aus der Untersuchungshaft N1 in Simferopol im Oktober 2015. Sein Aufenthaltsort war unbekannt, weder für seine Mutter noch für seinen Anwalt.

http://www.ukrinform.de/rubric-notstand_notfalle/1912865-der-verschwundene-maidan-aktivist-fand-sich-in-einer-strafkolonie-in-russland.html

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Umnichka am Fr 13 Nov 2015 - 14:53

Russland kann solche Provokationen vorallem tätigen, da EU+USA(Obama) viel zu weich agieren! :fluchen

Neuer Hundert-Rubel-Schein: Russland druckt Sonderbanknote mit Krim-Motiven

Der Westen verurteilt die Annexion der Krim als Verletzung des Völkerrechts, der Kreml schafft weitere Tatsachen: Ab Dezember soll ein neuer Hundert-Rubel-Schein mit Krim-Motiven in Umlauf kommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/russland-wladimir-putin-laesst-krim-motiv-auf-rubel-schein-drucken-a-1062618.html


Zuletzt von Wormser am So 6 Dez 2015 - 21:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Beitrag gekürzt)

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Thomas am Fr 20 Nov 2015 - 16:47

Anschläge auf Stromleitungen zur Halbinsel Krim
Stromversorgung gefährdet- Krimtataren wollen Reparaturen behindern    

Anschläge auf zwei ukrainische Hochspannungsleitungen gefährden die Stromversorgung der von Russland annektierten Halbinsel Krim. Zwei weitere Leitungen wurden beschädigt und drohen auszufallen, wie der Stromversorger Ukrenergo am Freitag in Kiew mitteilte. -

http://derstandard.at/2000026131030/Anschlaege-auf-Stromleitungen-zur-Halbinsel-Krim


Zuletzt von Wormser am So 6 Dez 2015 - 21:52 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet (Grund : Beitrag gekürzt)
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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Wormser am Sa 21 Nov 2015 - 8:13

Die russischen Behörden schufen auf der Krim eine Atmosphäre der totalitären Angst, die man mit dem Stalinismus vergleichen kann


Seit 2. November wurden mehrere private und gewerbliche Räume der Krimtataren durchsucht. „Es wurde das Privathaus von Lilia Budschurowa durchsucht. Sie ist Redakteurin des krimtatarischen Fernsehsenders „ATR“ […] Außerdem wurde das Haus von Elsara Isljamowa durchsucht, sowie das Haus der Eltern von Lenur Isljamow und die Gewerberäume des Fernsehsenders „ATR“. Es wurden auch die Gewerberäume eines der größten Transportunternehmen der Krim, die der Gesellschaft „SimCityTrans“, durchsucht und Ermittlungen gegen Lenur Isljamow wegen der Organisation der Lebensmittelblockade auf der Krim eingeleitet“, berichtete Taras Beresowez, Ideengeber des Projekts „Free Crimea“, während einer Pressekonferenz im Ukrainischen Crisis Media Center, die zusammen mit „Free Crimea“ organisiert wurde.

Nach Meinung von Ajder Muschdabajew, stellvertretender Generaldirektor des Fernsehsenders „ATR“, wurde diese Serie an Repressionen nicht erst durch die Zivilblockade der Krim provoziert, sondern durch die Forderungen, die Aktivisten vorbrachten, unter anderem, dass ukrainische und krimtatarische politische Häftlinge entlassen werden.

„Es gibt politische Einschüchterung, die darauf ausgerichtet ist, den Krimtataren das Rückgrat zu brechen und jeden Ansatz von Widerstand im Keim zu erstücken, der sich auf der Krim bildet. Die Krimtataren sollen als politisches Subjekt für die Russische Föderation verschwinden“, erklärte Ajder Muschdabajew.

Er wies besonders darauf hin, dass die Ermittlungen gegen Lenur Isljamow in Bezug auf die Ereignisse, die in der Ukraine geschahen, de facto außerhalb der Russischen Föderation stattfanden und er keine Rechtsverletzung beging.

„Durch diese Repressionen gegen bekannte Krimtataren [Refat Tschubarow, Mustafa Dschemiljew, Lenur Isljamow] gelang es den russischen Behörden, auf der Krim eine Atmosphäre der totalitären Angst zu schaffen, die man mit der stalinistischen Regierung vergleichen kann, als sich die Menschen fürchteten, nicht nur öffentlich ihre Meinung zu sagen, sondern sogar privat oder am Telefon. Schritt für Schritt wird auf der Halbinsel die Atmosphäre eines hybriden Gettos geschaffen, wo es keinen Zaun gibt, aber Aufseher und wo alle wissen, dass jeder Schritt nach rechts oder links, jedes falsche Wort und die falsche Flagge in der Hand zu den verschiedensten Repressionen führen können“, betonte Ajder Muschdabajew.

Hier klicken und Weiterlesen:
Als Antwort auf die Repressionen der selbstausgerufenen Krimbehörden gegen die Krimtataren leitete die Untersuchungskommission bei der Hauptverwaltung des Innenministeriums für die Autonome Republik Krim eine Strafermittlung laut Artikel 170 Strafgesetzbuch der Ukraine „Repressionen der legalen Tätigkeit von Gewerkschaften und Gesellschaftsorganisationen“, sowie Artikel 162 „Verstoß gegen die Unantastbarkeit von Wohnraum“ ein. Außerdem erklärte das Innenministerium der Ukraine, dass alle vergleichbaren Fälle auf dem Gebiet der Halbinsel dokumentiert werden und sofort nach der Deokkupation der Krim untersucht werden, berichtete Roman Ostaptschuk, Experte bei „Free Crimea“.

Die Führer und Aktivisten der Krimtataren reagierten am heftigsten. Am 6. November verkündeten sie unter anderem während der Aktion vor der russischen Botschaft ihre sogenannte „Resolution zur Krim“ mit der Bitte an die ukrainischen Behörden und die internationale Gemeinschaft, die Frage zur Deokkupation der Halbinsel auf die Tagesordnung der UN und anderer internationaler Organisationen zu bringen, sowie eine UN-Mission zur Beobachtung der Menschenrechtslage nach Simferopol zu schicken.

Refat Tschubarow forderte im Zusammenhang mit dieser Wendung der Ereignisse die ukrainische Regierung dazu auf, die Stromlieferung auf die Krim als Zeichen des Protests gegen die Repressionen einzustellen.

Folgendes berichtete Lenur Isljamow, der Generaldirektor des Fernsehsenders „ATR“, per Telefon: „Wir wollen, dass die ukrainischen Behörden den Strom abschalten. Um so mehr, weil der Minister für Treibstoff, Energie und die Kohleindustrie in der Ukraine, Wolodymyr Demtschyschyn bereits sagte, dass wir mit unseren Möglichkeiten (selbst Strom zu produzieren) klar kommen können. [siehe hier auf Englisch].“

„Ich will, dass die Ukraine alle gewaltlosen Maßnahmen unternimmt, damit die Repressionen gegen die Krimtataren auf der Krim aufhören, damit Durchsuchungen, Einschüchterungen und Verhaftungen aufhören, damit die Festgenommenen aus den Gefängnissen entlassen werden und damit das Strafverfahren im Fall vom 26. Februar und 3. Mai eingestellt wird“, sagte Ajder Muschdabajew.

Er betonte unter anderem, dass es äußerst wichtig ist, die Frage über Repressionen gegen eine ethnische Minderheit auf das höchste internationale Niveau zu bringen. Die Krim ist die Heimat der Krimtataren und wurde okkupiert. Die Repressionen sind um ein vielfaches schlimmer als das Faktum der Annexion.

Ajder Muschdabajew erinnerte daran, dass die Aktivisten gerade deshalb mit der Blockade der Krim begonnen hatten, um die Krimfrage zurück auf die Tagesordnung der ukrainischen Gesellschaft zu bringen, sowie auf die der internationalen Politik.

Bis heute ist die Position der ukrainischen Staatsführung sehr mehrdeutig, trotz offizieller Erklärungen. Unter anderem erinnerte Lenur Isljamow daran, dass die Ukraine das Gesetz über die Freihandelszone mit der Krim bis heute nicht aufhob. Je nach dem, ob es in nächster Zeit aufgehoben wird und ob ein Genozid an den Krimtataren anerkannt wird, wird zeigen, wie viel die Krimfrage und das Schicksal der Krimtataren der Ukraine wert ist.

„Heute wird sich zeigen, ob die Werchowna Rada der Ukraine und die ukrainische Staatsführung bereit ist, die Krimtataren unter ihren Schutz zu stellen und sich weiter für ihre Interessen einzusetzen“, fasste Ajder Muschdabajew zusammen.

Quelle:
http://uacrisis.org/de/37462-free-crimea-4

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  telzer am Sa 21 Nov 2015 - 17:21

Wird gerade auch in den ukrainischen Nachrichten gebracht

- Die Ukraine setzt die Miliz und Polizei gegen die Krimtataren an,
die sich gegen die Reparatur der Stromleitungen auf die von RuSSenland okkupierte Krim,
zur Wehr setzen wollen.

Mittlerweile sind auch viele Krimtataren von der Krim mit dabei.

Jetzt wird es sich nicht mehr geheim halten lassen, dass die Regierung gegen das eigenen Volk vorgeht hmm

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Dicker am Sa 21 Nov 2015 - 17:25

Sehe das ein wenig anders. Auch wenn die Anexion nicht richtig ist,aber es muss auch Strom geliefert werden wegen Krankenhäuser etc,etc . Es geht hier um Humanitäre Hilfe und nicht Direkt gegen den Kreml kaffee

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  telzer am Sa 21 Nov 2015 - 17:46

Ich denke der Boykott der Warenlieferungen per LKW aus der Ukraine auf die Insel soll ja in erster Linie das "Geldverdienen" der Oligarchen eindämmen. (Hier ist also die Regierung erstmal gefordert, passiert ist ja so gut wie gar nichts in dieser Richtung)

Mit der Stromlieferung auf die okkupierte Krim ist die Regierung in Kiev ja nur in dem Maße einverstanden, solange sich die Halbinsel an die vereinbarten Abnahmemengen hält (was sie nicht tut, daher ja schon die Reduzierung um 15%)
Aksjonow hat soo laut geprahlt, wir haben überall Generatoren aufgestellt .....
Was ist daraus geworden, nach dem was ich so höre - NICHTS -

Selbst wenn die Miliz/Polizei/SBU die Stromblockade auflöst, das ureigene Problem,
dass nicht genug Strom auf der Krim vorhanden ist, wird auch das nicht lösen.
(und sind wir ehrlich, mit dem Strom allein werden die anderen Probleme, Gas Wasser auch nicht gelöst)

Die geplante 350 MW Leitung aus RuSSland wird das Problem nicht lösen können, weil die
ganze Strominfrastruktur vom Festland aus ausgelegt ist.

Es wird keine öffentlichen Einrichtungen treffen, diese haben nach Aussage (wieder Aksjonow) alle eine funktionierende alternative Stromquelle.

Humanitätär betrachtet, ist das was mit den Krimtataren passiert, viel schlimmer (Deportation im leisen Stil) als die vorrübergehende Stromsperre.


Zuletzt von telzer am Sa 21 Nov 2015 - 19:56 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet (Grund : korrektur(en))

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Anuleb am Sa 21 Nov 2015 - 22:15

Wenn die Ukraine die Krim wieder haben möchte, dann sollten sie aber alles boykottieren und sperren, was auf die Halbinsel geht. Als nächstes muss man nur noch darauf warten, dass die Bevölkerung auf der Krim unzufrieden wird. Und das wird früher oder später passieren. Dann noch ein wenig Propaganda, und dann schauen wir mal, was passiert. Ähnlich gelagerte Methodiken wurden mit recht viel Erfolg auch schon im Mittelalter angewandt.

Das Argument mit der humanitären Hilfe zieht im übrigen gar nicht. 1. weiss kein Mensch, ob die geliferte Energie tatsächlich in den Krankenhäusern ankommt, 2. betrachtet sich Russland selber als Weltmacht, und wird als solche das Problem schon lösen Grinsen , und 3. kann kein Mensch von der Ukraine erwarten, dass sie mithilfe von Lieferungen, Unterstützungen und Hilfen jeglicher Art die kriminelle Führung auf der Krim im Amt hält. Mit Terroristen und Verbrechern werden auch keine Verhandlungen geführt.


Zuletzt von Anuleb am Sa 21 Nov 2015 - 22:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : ergänzung)


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Realist am So 22 Nov 2015 - 2:01

Komisch das hier -bei einer laut meiner Meinung guten Sache- die Sicherheitskräfte doch relativ schnell hingeschickt worden sind und durchgegriffen haben. Bei russisch motivierten Aktion in anderen Landesteilen -nicht nur im Osten- mag das nie gelingen
Und wer steckt hinter der Aufräumaktion ?
Poroschenko will und soll es nicht gewesen sein .
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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Wormser am So 22 Nov 2015 - 10:13

STROMAUSFALL

Behörden rufen auf der Krim Notstand aus

Nach einem Angriff auf mehrere Stromleitungen vom Festland ist auf der gesamten Krim der Strom ausgefallen.

Die Behörden der ukrainischen Halbinsel, die im Frühjahr 2014 von Russland annektiert wurde, riefen am Sonntag den Notstand aus, nachdem zwei Strommasten „gesprengt” wurden.

http://www.bild.de/politik/ausland/wladimir-putin/nach-stromausfall-rufen-behoerden-notstand-aus-43500920.bild.html


Zuletzt von Wormser am So 6 Dez 2015 - 21:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Beitrag gekürzt)

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Anuleb am So 22 Nov 2015 - 11:24

Hm, ob da wohl wieder grüne Männchen aktiv geworden sind hmm

Ist ja auch egal. Russland wird ja bald die Brücke zum russischen Festland fertig haben, und im Zuge dessen die Krim mit Strom versorgen.

Strommasten gesprengt  
Halbinsel Krim komplett ohne Strom


Auf der Halbinsel Krim wurde der Notstand ausgerufen. Die Sprengung mehrerer Strommasten hat zu einem "vollständigen Blackout" geführt, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass. Knapp zwei Millionen Menschen waren ohne Stromversorgung.

Nach ersten Berichten der Tass waren auf dem ukrainischen Festland bei Cherson mehrere Masten der Starkstromleitung gesprengt worden, über die die Halbinsel bisher mit Elektrizität versorgt wurde. Wer hinter den Sprengungen steckt, ist nicht bekannt. Ein Aktivist der Krimtartaren berichtete der Nachrichtenagentur, dass unbekannte Eindringlinge die Strommasten gesprengt hätten. Stimmen aus dem ukrainischen Innenministerium unterstützen diese These.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_76193580/notstand-auf-der-krim-ausgerufen-halbinsel-hat-keinen-strom.html


Zuletzt von Wormser am So 6 Dez 2015 - 21:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Beitrag gekürzt)


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Wormser am So 22 Nov 2015 - 11:51

@Anuleb schrieb:Hm, ob da wohl wieder grüne Männchen aktiv geworden sind hmm

Ist ja auch egal. Russland wird ja bald die Brücke zum russischen Festland fertig haben, und im Zuge dessen die Krim mit Strom versorgen.

Das ganze Stromnetzwerk, Knotenpunket etc. muss auch umgebaut werden...

Da dem kleinen Zaren außer seinen Militärbasen egal ist, was mit den Menschen, egal welcher Ethnie, auf der Krim passiert, besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Sprengungen der Masten eine geziehlte Provokation war, um wieder den Druck auf die UA zu erhöhen... Herunterfahren der Gaslieferungen usw.
Was ich immer im Hinterkopf habe und wovor ich nach wie vor die meiste Angst habe ist der Plan einen Landzugang zur Krim zu schaffen...


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Anuleb am So 22 Nov 2015 - 12:57

Die Planungen für einen Landzugang über das ukrainische Festland gibt es mit 1000 %iger Wahrscheinlichkeit. Nur wird sich Russland bei Umsetzung dieser Pläne, was meiner Meinung nach absolut machbar ist, in vielerlei Hinsicht eine extrem blutige Nase holen. Putin wird dieses momentan, wo doch wieder zaghafte Annäherungen mit dem Westen stattfinden, nicht riskieren wollen.


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  telzer am So 22 Nov 2015 - 18:18

Das wird nicht reichen  Grinsen

@Anuleb schrieb:Das soll sich allerdings bis Jahresende ändern: Dann soll die Stromversorgung über das russische Krasnodar erfolgen.

Mir bekannte Informationen (auch von Putinisten | sind sehr freigiebig |) wird das eine 350 MW Leitung sein, die zum Jahresende in Betrieb gehen soll  hmm . Nur der durchschnittliche Strombedarf liegt bei über 1 GWatt (und wir haben jetzt Winter), rechnen wir mal -oh ein Drittel - und wie Wormser und ich schon mehrfach geschrieben haben, die Strominfrastruktur ist vom Festland her ausgelegt, und das ist viele Hundert Kilometer weg.
Da das Krim Kernkraftwerk nie aus der Anfangsbauphase herausgekommen ist, ist das auch keine Hilfe, weil hier die Schaltanlagen nie fertiggestellt wurden, bzw. nach 87 weggeklaut wurden.

Es wird sich an der Situation also nicht viel ändern, und wie ich auch schon früher sagte , komplett abkabeln , auch wenn es weh tut (auch mir, meine Restfamile/Freunde wohnt dort  Sad  )


Zum Landzugang : richtig er wird sich eine blutige Nase holen, auch da Weichei Obama dem kleinen Zaren die Meinung dazu gegeigt hat (sonst wäre das Ziel erbitterter verfolgt worden)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Krim


Zuletzt von telzer am So 22 Nov 2015 - 18:33 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : ergänzt, AKW Krim1 ergänzt)

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Dicker am So 22 Nov 2015 - 21:10

Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose . Der musste jetzt sein Very Happy

Das Problem mit der Versorgung ist schon eh her das hatte die SU damals und Heute nicht geschafft. Warum hatte Chrustschow Sie damals der Ukraine überstellt ? Weil er wusste das es schwer würde Sie mit Strom,Wasser und Lebensmittel zu versorgen. Und die Scheiss Schwarzmeerflotte ist doch auch auf Eis gelegt wenn die Meerenge am Bospuros zu gemacht wird! Was bezweckt er mit der Insel der kleine das ist es was mich wurmt. hmm

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  telzer am So 22 Nov 2015 - 21:42

Als Antwort fällt mir da auch nur ein
" Großmachtsphantasie einer Regionalmacht " mit Atomraketen
die nicht nur den Bosporus erweitern können :wie dumm

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  telzer am Mo 23 Nov 2015 - 16:19

Ich könnt schon wieder  zum kotzen!
Was mischt sich #RuSSEnmeier ´s AA in innerukrainische Angelegenheiten ein.
Das findet in der Bevölkerung, auch auf der Krim eine gewisse Zustimmung (zumindest bei denen, die noch Hirn haben)


dw.com.de schrieb:
Weiter Stromausfall auf der Krim
Nach Sabotageangriffen auf Stromleitungen in der Ukraine haben die Bewohner der Krim die zweite Nacht in Folge fast völlig ohne Licht und Heizung auskommen müssen. Wegen des Energiemangels erklärte die Führung der von Russland annektierten Halbinsel den Montag zum arbeitsfreien Tag.

Wasser und Strom werden rationiert

as/ww (dpa, afp, rtr)

http://www.dw.com/de/weiter-stromausfall-auf-der-krim/a-18868402

Wasser und Strom waren auch schon teilweise vorher rationiert facepalm


Zuletzt von Wormser am So 6 Dez 2015 - 22:03 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Überschrift)

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  telzer am Mo 23 Nov 2015 - 16:28

zwei Vorschläge liegen (im Parlament / Sicherheits- und Verteidigungsrat) vor :
Einstellung des Warenverkehrs auf und von der krim
Einstellung der Stromlieferungen vom Festland auf die Krim


Geht man jetzt wohl doch den Oligarchen an den Kragen,
hier ist auch Poroschenko mit gefordert.
Auch seine "Roschen LKW" sollen fleißig die Krim besucht haben facepalm

espreso - tv schrieb:
Kabinett hat zeitweise auf der Krim adminkordoni verbot die Bewegung der Fracht.

Berichtet Espreso.TV Bezugnahme auf Facebook Arsenij Jazenjuk.

"Unter meinen Vorschlag die Regierung, um vorübergehend die Bewegung der Ladung zu verbieten, um zwischen der Ukraine und der Krim adminkordoni", - schrieb er.

Jazenjuk auch angewiesen, einen Resolutionsentwurf über eine bestimmte Liste von Waren und Dienstleistungen, auf die Krim zur Verfügung gestellt werden kann vorzubereiten.

Hinweis, Präsident von Poroschenko Kabinett angeboten, um die Möglichkeit der Kündigung Straßen- und Schienenverkehr und den Handel mit den besetzten Krim in beide Richtungen zu erkunden.

Der Minister für Innere Angelegenheiten der Ukraine Arsen Awakow initiiert die Beendigung eines Vertrags über die Lieferung von Strom an die Krim Entscheidung des Nationaler Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine.

Quelle : http://espreso.tv/news/2015/11/23/kabmin_zaboronyv_peremischennya_vantazhiv_do_krymu

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Umnichka am Mo 23 Nov 2015 - 16:54

NACH STROMAUSFALL

Ukraine stellt Warenverkehr zur Krim ein

Die Ukraine-Krise spitzt sich wieder zu: Nach Sabotageangriffen auf die Stromversorgung auf der Krim ordnet Kiew nun an, den Warenverkehr auf die von Russland annektierte Halbinsel vorerst zu stoppen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article149174273/Ukraine-stellt-Warenverkehr-zur-Krim-ein.html


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Umnichka am Mo 23 Nov 2015 - 17:21

@Dicker schrieb:Was bezweckt er mit der Insel der kleine das ist es was mich wurmt. hmm
Na das ist doch mittlerweile schon hinlänglich bekannt! Telzer hat es schon ganz gut beschrieben: Großmachtsphantasien! Dazu kommt noch, seine eigene Macht zementieren! Dem Westen zu zeigen, wie schwach dieser eigentlich ist! Und natürlich, der Ukraine einen schweren Schlag zu versetzen!
Einige Dinge haben nicht so geklappt wie geplant (Landzugang zur Krim,kompletter Zusammenbruch der Ukraine)!

Aber ich denke, im Grossen und Ganzen, wird Putler zufrieden sein...

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Dicker am Mo 23 Nov 2015 - 17:28

Ach was würde Ich gerne den Stöpsel ziehen Grinsen Grinsen damit der Hafen trocken ist und der Depp Ruhe gibt kaffee

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Thomas am Mo 23 Nov 2015 - 19:35

Die Entwicklung heuer

Reparatur gesprengter Krim-Stromleitungen verhindert
Gespräche über die Wiederherstellung der Lieferungen könnten erst dann beginnen, wenn auf der Halbinsel festgehaltene politische Gefangene freigelassen würden, sagte ein ranghoher Vertreter der Krim-Tataren, Mustafa Dschemilew, am Montag.

http://www.kleinezeitung.at/s/politik/aussenpolitik/4872317/Reparatur-gesprengter-KrimStromleitungen-verhindert


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Anuleb am Mo 23 Nov 2015 - 20:22

Jo, so kann es weiter gehen Smile

Mal schauen, was Superstar Putin dagegen unternehmen wird. Eskalation im Donbass? Totaler Krieg? Noch mehr Propaganda? Irgendwie scheint keine der Optionen so sonderlich zielführend zu sein.

Ach, ja, im übrigen finde ich, dass das Timing der Anschläge schlecht gewählt ist. In der Ferienzeit wäre es sicherlich besser gewesen.

Und, man möge sich mal vorstellen, was da jetzt los ist. Ohne Strom funktioneren schliesslich weder Kühlregale, noch Tankstellen, noch Kommunikation (keine TV-Infos mehr aus Russland? Very Happy ), noch Backöfen, noch Infrastruktur (sprich gestörter Strassenverkehr, Wasserversorgung) etc., etc.. Mal schauen, wie lange es dauert, bis es dort die ersten richtigen Versorgungsengpässe geben wird. In einer Grossstadt dürfte es nach 2 oder 3 Tagen so weit sein. Aber, egal, unsere russischen Freunde sind ja allesamt extremst leidensfähig.


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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Umnichka am Di 24 Nov 2015 - 16:31

Der bis jetzte beste Artikel zur "Stromkrise" Smile

Gekappte Stromversorgung: Der Zorn der Krimtataren

Unbekannte haben die Stromleitungen auf die Krim gekappt, Tataren blockieren die Reparatur. Das muslimische Volk fühlt sich verraten - und fürchtet, dass der Westen die Halbinsel für einen Kompromiss mit Russland opfert.

Für die Menschen auf der Krim war es die zweite Nacht ohne Strom und Heizung - und für viele wohl nicht die letzte. Nach der Unterbrechung der Stromversorgung haben sich Spezialisten des ukrainischen Energieversorgers Ukrenergo zwar ein Bild von den Schäden gemacht, doch zu einer umfangreichen Reparatur dürfte es vorerst nicht kommen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-ohne-strom-der-zorn-der-krimtataren-a-1064164.html


Zuletzt von Wormser am So 6 Dez 2015 - 22:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Beitrag gekürzt)

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Re: Berichte von der Krim!

Beitrag  Wormser am Di 24 Nov 2015 - 19:23

Die Entscheidung über das Schicksal des Vertrags über Stromlieferungen auf die Halbinsel-Krim muss abgewogen werden und alle „Pros“ und „Contras“ berücksichtigt werden

Kiew, 23. November 2015 – Die Situation mit der Reparatur der Stromverbindung im Gebiet von Cherson bleibt kompliziert. „Die Leitungen sind beschädigt und bisher bestehen keine Möglichkeiten, mit deren Wiederherstellung zu beginnen. […] Es gibt Informationen darüber, dass gewisse Objekte vermint sein könnten. Die Masten wurden mit Sprengstoff zu Fall gebracht. Das Militär muss dort tätig werden, um eine Entminung durchzuführen und um den Zugang zu diesen Bereichen zu gewährleisten. Unsere Leute (die Reparaturbrigaden) befinden sich in unmittelbarer Nähe und sind bereit, sich an die Arbeit zu machen, sobald das Signal dazu kommt“, berichtete Wolodymyr Demtschyschyn, Minister für Energie und die Kohleindustrie in der Ukraine. Nach seinen Angaben müssen vier beschädigte Masten und ein Teil der Leitungen vollständig ersetzt werden. Die beschädigten Masten der Kachowsko-Ostrowskoji-Verbindung sind am einfachsten wiederherzustellen, aber zur vollständigen Reparatur sind 5 Tage notwendig.

Wolodymyr Demtschyschyn teilte auch mit, dass derzeit die Gefahr besteht, dass manche Bezirke im Gebiet von Cherson abgeschaltet werden können. „In diesem Gebiet gibt es mehrere Industrieunternehmen und bei Stromlieferproblemen können unangenehme Situationen entstehen“, sagte der Minister.

Er merkte auch an, dass er mit Mustafa Dschemilew und Refat Tschubarow die Risiken besprach, die mit der derzeitigen Situation verbunden sind. „Sie verstehen die Verantwortung und sie verstehen auch, dass auf beiden Seiten ukrainische Bürger betroffen sind. Ich hoffe, wir können in nächster Zeit wieder arbeiten“, ergänzte Wolodymyr Demtschyschyn.

Bis zu dem Zwischenfall mit den Stromleitungen lieferte die Ukraine zirka 15-18 Mio. KWh Strom pro Tag auf die Krim. Wolodymyr Demtschyschyn merkte an, dass die Krim unter diesen Umständen die Stromproduktion für ihren Eigenbedarf teilweise decken kann – es gibt 10 Generatoren, die 150-200 MWh Strom produzieren können, sowie 4 Wärme- und Elektrostationen, die bis zu 100 MWh produzieren können, aber „dieses System ist nicht ganzheitlich, da es nicht synchronisiert ist“.

Der Minister merkte an, dass der ukrainische Seite keine Strafen seitens Russland für die unterbrochene Stromlieferung drohen, da man diese Situation als „höhere Gewalt“ klassifizieren kann. Gleichzeitig schließt er eine wahrscheinliche „Antwort“ der russischen Seite in anderer Form nicht aus – unter anderen, indem der nördliche Nachbar die ukrainische Abhängigkeit von russischem Gas nutzt. Eine Information, dass Russland die Lieferung von Anthrazitkohle an die Ukraine ausgesetzt habe, bestätigte der Minister bisher nicht.

Als Wolodymyr Demtschyschyn die Frage in Bezug auf den Stromliefervertrag für die vorübergehend okkupierte Halbinsel erklärte, sagte er, dass im Vertragstext kein Hinweis auf einen „Föderalen Bezirk der Russischen Föderation“ stand. Er wies auch darauf hin, dass der Vertrag bis zum 31. Dezember gilt und das Ministerkabinett über dessen Verlängerung oder Nichtverlängerung entscheiden muss.

„Der Vertrag wurde im Interesse des Staates unterzeichnet. Er wurde durch ein Staatsunternehmen im Auftrag des Ministerkabinetts unterschrieben. Durch den Vertrag nahm die Ukraine in den 10 Monaten seiner Gültigkeit mit einer Marge von 3 Prozent, unter Berücksichtigung der hohen Lieferumfänge, zirka 300 Mio. Hryvna ein“, sagte der Minister. „Wie mir scheint, ist der Vertrag wirtschaftlich gesehen eindeutig vorteilhaft, aber hier geht es jetzt nicht um Wirtschaft.“

Als Wolodymyr Demtschyschyn seine Position in Bezug auf das weitere Schicksal des Vertrags erklärte, sagte er, dass „man jeden weiteren Schritt sehr gut abwiegen muss“ und dass alle „Pros“ und „Contras“ unter den Bedingungen der Energieabhängigkeit der Ukraine von seinem nördlichen Nachbarn berücksichtigen muss. Er betonte auch, dass die Abwesenheit einer normalen Stromversorgung auf der Halbinsel zu einer ernsthaften humanitären Krise führen kann und „unter Berücksichtigung dessen, dass das Gebiet der Ukraine zurückgegeben werden soll, müssen wir diese Menschen respektieren“.

Quelle:
http://uacrisis.org/de/37915-demchishin


Zuletzt von Umnichka am Di 24 Nov 2015 - 21:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Überschrift mal auf deutsch :)

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