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Berichte von der Krim(alt)




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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 2 Aug 2014 - 12:45

Hast natürlich Recht, ohne Krieg keine Chance und mit Krieg auch nicht...
Die Kategorie hier ist nur für aktive Forenuser sichtbar ,deswegen schreibe ich es mal: Mit regulärer Armee kann man auf der Krim natürlich nichts ausrichten! Aber ich weis aus absolut zuverlässiger seriöser Quelle, das in naher Zukunft schon durch das Batallion Krim in Zusammenarbeit mit ein paar militanten Tatarengruppen und anderen Pro-Ukrainischen Verbänden zumindest Sabotageakte geplant sind... Ähnlich wie es die Russen ja auch in Kiew und der WestUA machen! Soll angeblich ohne Tote und Verletzte ablaufen!

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 2 Aug 2014 - 15:17

Ab 15:30Uhr auf ARD 30Minuten Doku , "wie die Krim russisch wird"! Werde auch nen Link dazu später einstellen!

Naja war nicht so der Knaller Very Happy Zu wenig Tiefgang!

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Thomas am Sa 2 Aug 2014 - 16:19

Umnichka schrieb:Ab 15:30Uhr auf ARD 30Minuten Doku , "wie die Krim russisch wird"! Werde auch nen Link dazu später einstellen!

Naja war nicht so der Knaller Very Happy Zu wenig Tiefgang!

Ich hatte die Sendung auch gesehen.Nach den ganzen Vorkomnissen,den Drohungen, Entführungen ,wäre ich dort auch mit einer pro ukrainischen Meinung nicht vor die Kamera gegangen! Und fragst du pro russische Leute , kriegst du von denen dann nur so etwas zu hören wie das in der Sendung!
Das die Ard aber solch eine Sendung zeigt , in der behauptet wird in der Ost Ukraine kämpfen ukrainische Seperatisten darum um zu Russland gehören zu dürfen Schock 
Na habe die Ehre! Da werden sich einige wirre Leute in Deutschland und Österreich aber bestätigt fühlen.
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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 2 Aug 2014 - 16:52

Thomas.c schrieb:
Das die Ard aber solch eine Sendung zeigt , in der behauptet wird in der Ost Ukraine kämpfen ukrainische Seperatisten darum um zu Russland gehören zu dürfen Schock 

Stimmt! Ich glaube diese Aussage ist gefallen! Kurz nachdem erzählt wurde,wieviel mehr Geld man in Rus. verdient und wie toll es doch dort ist zum kotzen! 
Mir schien die Doku auch schon etwas älter gewesen zu sein, die sind dort ja teilweise noch in dicken Jacken rumgerannt!
Auf der Krim sind allerdings schon seit zig Wochen über 30grad...

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Wikinger am So 3 Aug 2014 - 20:24

Umnichka schrieb:Hast natürlich Recht, ohne Krieg keine Chance und mit Krieg auch nicht...
Die Kategorie hier ist nur für aktive Forenuser sichtbar ,deswegen schreibe ich es mal: Mit regulärer Armee kann man auf der Krim natürlich nichts ausrichten! Aber ich weis aus absolut zuverlässiger seriöser Quelle, das in naher Zukunft schon durch das Batallion Krim in Zusammenarbeit mit ein paar militanten Tatarengruppen und anderen Pro-Ukrainischen Verbänden zumindest Sabotageakte geplant sind... Ähnlich wie es die Russen ja auch in Kiew und der WestUA machen! Soll angeblich ohne Tote und Verletzte ablaufen!

Das heißt Guerillakrieg? Na ja.... Die Frage ist, wen wollen sie Treffen. Das Enzigste was mir einfällt wäre die Marionetten-Regierung. Und äh, warum gab es auf der Krim keine Forderungen nach Neuwahlen wie die Präsi- Wahl in der der UA? Hatte,... hat Putler Angst davor sich neue Marionetten kaufen zu müssen? Hat jemand infos darüber oder kennt jemand einen der darüber etwas weiß?

Danke Wikinger
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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 4 Aug 2014 - 1:47

Wikinger schrieb:
Umnichka schrieb:Hast natürlich Recht, ohne Krieg keine Chance und mit Krieg auch nicht...
Die Kategorie hier ist nur für aktive Forenuser sichtbar ,deswegen schreibe ich es mal: Mit regulärer Armee kann man auf der Krim natürlich nichts ausrichten! Aber ich weis aus absolut zuverlässiger seriöser Quelle, das in naher Zukunft schon durch das Batallion Krim in Zusammenarbeit mit ein paar militanten Tatarengruppen und anderen Pro-Ukrainischen Verbänden zumindest Sabotageakte geplant sind... Ähnlich wie es die Russen ja auch in Kiew und der WestUA machen! Soll angeblich ohne Tote und Verletzte ablaufen!

Das heißt Guerillakrieg? Na ja.... Die Frage ist, wen wollen sie Treffen. Das Enzigste was mir einfällt wäre die Marionetten-Regierung. Und äh, warum gab es auf der Krim keine Forderungen nach Neuwahlen wie die Präsi- Wahl in der der UA? Hatte,... hat Putler Angst davor sich neue Marionetten kaufen zu müssen? Hat jemand infos darüber oder kennt jemand einen der darüber etwas weiß?

Danke Wikinger
Auf so etwas ähnliches wie einen  Guerillakrieg wird es wohl hinauslaufen! Aber so etwas passiert nun mal, wenn man Volksgruppen so unterdrückt, wie es die Russen tun... Erfahrung haben die ja schon damit Wink 
Wird sich wohl gezielt gegen russische Institutionen richten! Das Krim-Batallion ,wurde allerdings mit dem Vorsatz gegründet, gezielt einzelne Terroristen auszuschalten!
Hatte mich im obigen Zitat übrigens falsch ausgedrückt,es sollte heissen: "Soll angeblich ohne Tote und Verletzte Zivilisten ablaufen!"
Zu deiner Frage: Ich nehme an du meinst das tolle Krim-Parlament!? Die hatten schon kurz nach der Annexion eine (Schein-)Wahl im Krim-Parlament durchgeführt! Wenn ich micht recht entsinne, bekam Ober-Marionette Aksionow damals keine einzige Gegenstimme  Heilig 
Wann die nächste Wahl ansteht, weis ich jetzt aber auch nicht genau! Ist ja eh egal  :mr green:

***
Hatte es ja schon einmal berichtet:
Drei Vereine vor dem Wechsel nach Russland
Am 31. Juli hat der russische Verband die Entscheidung getroffen, dass drei Vereine von der Krim demnächst in Russlands zweiter Liga spielen sollen. Der Journalist Denis Trubetskoy sagte im DLF: "Es ist unklar, wie es weitergeht."

http://www.deutschlandfunk.de/krim-krise-drei-vereine-vor-dem-wechsel-nach-russland.1346.de.html?dram:article_id=293529

Die FIFA hat dazu allerdings noch kein grünes Licht gegeben!

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Festus am Mo 4 Aug 2014 - 12:45

Krim

Alltag unter neuer Flagge

Von Gesine Dornblüth

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim kehrt allmählich wieder der Alltag ein. Die weitaus meisten Bewohner sind automatisch russische Staatsbürger geworden. Wer damit nicht einverstanden war, ist nun Ausländer im eigenen Land. Viele, die keine Russen werden wollen, haben die Krim verlassen. Aber nicht alle.

Liza Boguckaja hat ihr Auto in einer Seitenstraße Simferopols geparkt. Der Wagen fällt auf. Eine Borte ist auflackiert, handbreit, weiß mit rotem Zickzack. Ein traditionelles ukrainisches Muster.

"Ich bin Staatsbürgerin der Ukraine und ukrainische Patriotin. Für mich ist die Ukraine ein Symbol der Freiheit.
Ich höre im Auto auch meist laute ukrainische Musik – Volkslieder, ernste Musik, oder die Nationalhymne der Ukraine. Die schalte ich ein, wenn ich am Sitz des Geheimdienstes oder am Innenministerium vorbeifahre."

Auf der Konsole steckt ein blau-gelbes Fähnchen. Die meisten Autos auf der Krim sind dagegen mit russischen Fähnchen geschmückt.

"Manche Leute winken mir zu oder werfen mir Blumen ins Auto. Das sind wenige. Andere reagieren aggressiv. Gestern wollte ein Mann mein Fähnchen wegreißen. Ich wisse wohl nicht, in welches Land ich gefahren sei. Der wusste ja nicht, dass ich hier geboren bin und mein ganzes Leben hier verbracht habe."

Liza Boguckaja ist Designerin, selbständig, 51 Jahre alt, Mutter zweier Kinder. Die kleine, schlanke Frau trägt Jeans, Flipflops, ein Trägerhemd, eine bunte Brille. Sie ist ethnische Russin. Trotzdem hat sie nach der Annexion der Krim die russische Staatsbürgerschaft abgelehnt.

"Ich bin gegen jede Form von Gewalt. Egal, in welchem Staat. Ob das Russland ist, die Türkei oder Amerika. Wenn hier jemand herkommt und sagt, von jetzt an bestimme ich, dann gefällt mir das nicht."

"Jetzt leben wir wieder unter Besatzern"

Liza Boguckaja geht in einen nahegelegenen Park, setzt sich auf eine Bank. Unter Bäumen steht ein Denkmal, ein sowjetischer Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Davor liegen frische Blumen und ein Kranz mit einer Schleife in den russischen Nationalfarben.

"Der Panzer erinnert an die Menschen, die das Land von den deutschen Besatzern befreit haben. Jetzt leben wir wieder unter Besatzern. Und die sind stolz auf das Denkmal für diejenigen, die die Besatzer verjagt haben. So gehen die Werte durcheinander. Mein Sohn kommt jetzt in die elfte Klasse. Er hat ukrainische Geschichte gelernt. Jetzt wird er russische Geschichte lernen müssen. Er wird hören, dass es die Ukraine nie zu einem richtigen Staat gebracht hat, und dass Ukrainisch keine richtige Sprache ist, sondern eine minderwertige Variante des Russischen. Ich habe ihm gesagt: Du wirst das auswendig lernen, und du wirst es in der Schule aufsagen, damit du gute Noten bekommst. Aber zuhause bringe ich dir richtige Geschichte bei."

Liza Boguckaja nimmt eine Menge in Kauf, um Ukrainerin auf der Krim zu bleiben. Ihre Geschäfte sind schwieriger geworden, seit die Krim russisch ist. Die meisten Kunden sitzen jetzt im Ausland, in der Ukraine. Die ukrainischen Banken auf der Krim sind geschlossen, Überweisungen funktionieren nicht oder nur gegen hohe Gebühren. Ohne russischen Pass hat Liza Boguckaja außerdem keinen Anspruch auf die kostenlose medizinische Versorgung, die die neuen, russischen Machthaber versprochen haben. Sie hoffe einfach, dass die Krim irgendwann wieder zur Ukraine gehöre, sagt sie. Solange wolle sie aushalten. Sie schreibt darüber im Internet. Sie hat mehr als zehntausend Follower.

"Ich werde sehr oft bedroht. Physisch, psychologisch, über meine Kinder. Mir zu drohen, nützt aber nichts. Mich muss man schon von der Krim heruntertragen."

3.000 Krimbewohner haben russischen Pass abgelehnt

Etwa 3.000 Krimbewohner haben, wie Liza Boguckaja, offiziell den russischen Pass abgelehnt. Alle anderen sind jetzt formal russische Staatsbürger. Eine von ihnen ist Ljuba, 21 Jahre alt. Sie geht gern zu McDonalds, doch die Filiale in Simferopol ist geschlossen. Am Abend fährt sie mit ihrem Freund Sascha durch die Stadt. Er hat sogar schon das Auto umgemeldet, hat sich russische Kennzeichen besorgt. Ljuba studiert in Simferopol Management.

"Ich sehe mich als Geisel der Umstände. Mein Vater hat schon seit fünf Jahren einen russischen Pass. Er arbeitet in der Flugzeugindustrie in Tjumen im Norden Russlands. Ich bin nicht sofort mit fliegenden Fahnen losgerannt, um einen russischen Pass zu bekommen. Aber jetzt gehöre ich dazu."

Der russische Staat investiert viel Geld, um die neuen Staatsbürger bei Laune zu halten. Renten und Gehälter auf der Krim wurden erhöht, teils um das Dreifache.

"Mein Stipendium ist auch gestiegen. Es war in der Ukraine schon höher als in Russland. Jetzt haben sie noch mal was drauf gelegt. Dadurch bekomme ich doppelt so viel wie ein Student im Rest Russlands."

Ljuba sagt, sie versuche, neutral zu bleiben.

"Ich liebe die Ukraine sehr, ich mag die ukrainische Sprache lieber als die russische, ihre Melodie. Ich mag die Städte der Ukraine. Aber genauso mag ich Russland. Wenn es nun mal so gekommen ist – was kann man da machen. Man muss das akzeptieren."

Die Unternehmerin Liza Boguckaja will es nicht akzeptieren. Sie geht zurück zu ihrem Auto. An der Windschutzscheibe steckt ein Zettel. Darauf ein Pfeil zu dem ukrainischen Fähnchen im Wageninneren und drei handgeschriebene Worte: Koffer – Bahnhof - Kiew.

"Wenigstens haben sie das Auto nicht zerkratzt. Das ist mir vor drei Tagen vor einem Supermarkt passiert. Aber ich habe mehrere Autos. Dieses ist nicht so teuer, da sind die Kratzer nicht so schlimm."

Dann steigt sie ein. Bevor sie losfährt, schaltet sie die ukrainische Hymne ein.  :daumen 

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/krim-alltag-unter-neuer-flagge.1773.de.html?dram:article_id=293545


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 4 Aug 2014 - 16:46

Mein Schwager hat auch noch den ukrainischen Pass, aber er kann sich das erlauben, da sein Geschäftspartner den Rus.Pass hat und ihm das Gehalt überweist,oder besser gesagt übergibt :mr green: Also unter bestimmten Umständen kann man das umgehen!

Eine andere Geschichte ist , das er als Nummernschildumrandung ukrainische Flaggen und die gross geschriebenen Schriftzüge "Ukraine" aufgedruckt hat! Zu Beginn hat er an der Heckablage auch noch einen Ukraineschal liegen!
Zuerst wurde dann sein Auto auf einem Parkplatz stark beschädigt !Seit dem gab es 4 weitere "Unfälle"! Immer wenn das Auto irgendwo etwas länger wie ein paar Stunden stand,war irgendetwas...Jeden Tag neue Kratzer im Lack inklusive Wink Mittlerweile auch Totalschaden die Karre Very Happy

Also ich weis nicht ob ich darauf selber Lust hätte! Und dann noch als Frau! Respekt an die Dame aus dem Artikel  :daumen

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Festus am Mo 4 Aug 2014 - 17:08

Daran, wie es dem Auto Deines Schwagers ergangen ist, kann man mal sehen, wessen Geist Kind diese Rowdys sind! augenroll 
An solchem Verhalten erkennt man ganz gut das Kernproblem des ganzen Konfliktes: Wenn man sich des Russischen, egal in welchen Lebenslagen, dort nicht fügt, dann wird Gewalt angewendet - erst bei Sachen, dann bei Menschen! Toleranz anderen Meinungen und Menschen gegenüber: Null!
 
Dazu fällt mir der alte Spruch aus den 70er-Jahren ein, der hier wie die Faust aufs Auge paßt:
"Willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein!"
 
Das Schlimme ist, das die russ. Mehrheit das auch noch gut findet.
 
Ich frage mich, wann der große nationale Rausch und der unbändige Haß auf alles andere ein Ende hat!?
Mir gehen langsam mögliche Erklärungen dafür aus...


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Anuleb am Mo 4 Aug 2014 - 17:44

Hm, wann war denn der nationale Rausch und Hass auf alles andere in Deutschland beendet????

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Russen einen anderen Weg wählen werden. Leider.


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 4 Aug 2014 - 19:37

Da kann ich euch Beiden nur zustimmen! Das wird noch ewig dauern... Befeuert wird die Anti-Ukraine/USA/EU/Welt-Stimmung , ja auch noch täglich durch die Lügenpropaganda im Russen TV Mad 

Über Satellit kann man zwar ukrainisches TV empfangen, aber die meisten nutzen Kabel TV und da gibt es nur Russen-Propaganda-Kanäle!
Rentner kriegen übrigens Kabel TV gratis, weswegen die natürlich grösstenteiles denken ausserhalb Russlands gibt es nur Faschisten!!!
Also es steht und fällt mit der russischen Regierung, das russische Volk wird sich niemals mehrheitlich erheben Wink Die Hoffnung habe ich aufgegeben!

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Do 7 Aug 2014 - 16:32

Heute miterlebt/erfahren: Als Ukrainer ,obwohl im Pass eingetragener Wohnsitz: Krim und auch dort offiziell gemeldet, muss man nach Ausreise bzw wieder Einreise, eine Migrationskarte ausfüllen , um wieder zu seinem Wohnort "einreisen zu dürfen"... Kein Witz Mad
Wer dann noch nicht komplett ausgeflippt ist, darf auch noch schriftlich beantworten, wo er sich denn auf der Krim genau aufhalten wird und zu welchem Zweck man denn überhaupt zurückkehrt! Evil or Very Mad
Da passt dann wohl "Rückkehr ins Reich" ganz gut,unglaublich zum kotzen!

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 9 Aug 2014 - 13:24

Die FIFA passt halt gut zu Russland,ein Spiegelbild der geldgeilen Welt:

Fußball-Annexion
Die Angst der Fifa vor Moskau
Die Krim soll russisch sein, auch im Fußball: Mehrere Klubs sollen schon in dieser Saison in der russischen Liga spielen. Die Fifa schweigt dazu - neuerdings.

Die Angelegenheit ist heikel. Die Antworten aus Zürich und Nyon fallen kurz aus. Der Internationale Fußballverband (Fifa) schreibt: „Bislang sind wir über die Angelegenheit nicht offiziell informiert worden. Bitte verstehen Sie, dass wir darüber hinaus keinen Kommentar abgeben dürfen.“ Und die Europäische Fußball-Union (Uefa) teilt mit: „Die Uefa beobachtet die Situation und steht mit beiden Verbänden in Kontakt, um die Angelegenheit zu diskutieren. Mehr haben wir derzeit nicht zu kommentieren.“ Die Angelegenheit? Russland macht Nägel mit Köpfen.
Die Krim soll russisch sein, also auch ihr Fußball: Schon in dieser Saison sollen drei Fußballklubs von der Krim, Tawrija Simferopol, FC Sewastopol und Schemtschuschina Jalta in die laufende Saison der dritten russischen Liga integriert werden. Das hat der russische Fußballverband RFU in der vergangenen Woche beschlossen. Bei der kommenden Sitzung der RFU-Exekutive solle dann über die Aufnahme der beiden regionalen Fußball-Verbände der Krim beraten werden. Der ukrainische Verband protestiert scharf gegen das Vorgehen. Das Verhalten der Russen sei „unannehmbar“, sagte Anatolij Popow, Präsident des ukrainischen Fußballverbands (FFU), in dieser Woche im ukrainischen Fernsehen.

Die pro-ukrainischen Ultras sind geflohen
Ein für Freitag angesetztes Spiel mit zwei der betroffenen Vereine, Simferopol und Sewastopol, im russischen Pokal wurde abgesagt. Noch Mitte April hatten sich beide Klubs in der ersten ukrainischen Liga gegenüber gestanden. Aber schon damals war klar, was die neuen Herren der Krim, eingesetzt nach Landnahme und vielfach gefälschtem Referendum, mit den Teams auf der Halbinsel vorhatten. Rustan Temirgalijew, stellvertretender Vorsitzender des Ministerrats der „Autonomen Republik Krim“, hatte bereits nach der russischen Annexion im März angekündigt, „spätestens“ zur neuen Saison sollten die Fußballvereine im russischen Verband untergekommen sein.
Spiele der Klubs im ukrainischen Verband verboten die neuen Machthaber alsbald, so dass dem ukrainischen Verband nichts anderes übrig blieb, als die Klubs auszuschließen. Die kleine Gruppe unter den „Ultras“ der Klubs in Simferopol und Sewastopol, die sich stets pro-ukrainisch gaben, flohen nach dem Referendum von der Halbinsel, berichtet der in Sewastopol lebende Journalist Denis Trubetskoy. „Öffentlich hat das niemand gesagt“, schreibt er, „aber intern wären die Vereine gerne in der ukrainischen Liga geblieben. Das waren nicht die letzten Namen im ukrainischen Fußball.“

„Empfehlen nachdrücklich, von Aufnahme abzusehen“
Bemerkenswert ist vor allem, dass die Fifa inzwischen schweigt. Denn der Weltverband ist, entgegen seiner Darstellung gegenüber dieser Zeitung sehr wohl längst auch offiziell über die Angelegenheit informiert. Das geht aus einer Kopie eines Schriftsatzes hervor, den Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke am 5. Juni aus Sao Paulo an Nikolai Tolstych, den Präsidenten des Russischen Fußball-Verbandes, gesendet hat.
Demnach hatten die Russen bereits am 2. Juni um die Zustimmung der Fifa zum Anschluss der zwei regionalen Fußballverbände der Krim und der Klubs auf der Halbinsel gebeten. Valcke antwortet deutlich: Die „rechtliche und faktische Situation“ sei unklar. Weiterhin „empfehlen wir nachdrücklich“, von einer Aufnahme der Verbände und Klubs abzusehen, bis die Lage geklärt sei und die erforderlichen Zustimmungen zu einem Verbandswechsel vorlägen. Dieser ist gemäß Artikel 84 der Fifa-Statuten nur unter „außergewöhnlichen Umständen“ möglich. Voraussetzung von Artikel 84: Die Zustimmung aller beteiligten Konföderationen – also von Fifa, Uefa und auch der Ukrainer.
Nach Valckes Absage hielten die Russen sich zurück. Jetzt sehen sie dazu offenbar keinen Grund mehr. Inzwischen haben sich die drei Klubs auf der Halbinsel nämlich neu gegründet, aus Tawrija Simferopol, dem ersten Meister der unabhängigen Ukraine im Jahr 1992, wurde Tawrija Simferopol Krim, aus dem FC Sewastopol SKChF Sewastopol, das Vereinswappen blieb der Einfachheit halber gleich das alte. Am Montag war das Lizenzierungsverfahren für die drei Klubs von der Krim begonnen worden, die allerdings vor einem Problem standen: In der dritten russischen Liga ist der Einsatz von ausländischen Spielern verboten, die Spielerpässe der Profis von Simferopol und Sewastopol aber liegen in Kiew, der ukrainische Verband weigert sich, sie herauszugeben.

Die Klubs müssten sich also mit neuen Kadern aus russischen Spielern um die Lizenz bewerben. Aber was nicht passt, wird passend gemacht: Am Freitag erteilte die RFU die Lizenz und erlaubte den Klubs, ihre ukrainischen Spieler einzusetzen. Sie wurden gewissermaßen annektiert. Das ausgefallene Pokalspiel soll bereits am kommenden Dienstag nachgeholt werden, in der Liga treffen sich die Klubs am 20. August wieder.

Der russische Einfluss ist immens

Valckes Fax vom Juni macht aber auch deutlich, dass ein Wechsel ohne Zustimmung der internationalen Verbände Sanktionen für die Russische Fußball-Union nach sich ziehen müsste. Aber was trauen sich die Funktionäre gegenüber den Russen, die sie zu Gastgebern der kommenden Weltmeisterschaft erkoren haben?
Deren Einfluss in den Verbänden ist immens. Der russische Sportminister Witali Mutko, zugleich Präsident des Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2018, sitzt in der Fifa-Exekutive, in der kein Ukrainer vertreten ist. In der Uefa-Exekutive ist mit Grigorij Surkis auch ein Ukrainer vertreten, der zudem Organisationschef der vergangenen Europameisterschaft war. Aber in dem Gremium sitzt auch Sergej Fursenko, ein Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus der sogenannten „Datscha-Connection“ vom Komsomolzensee nahe St. Petersburg. Er gehört zu jenen Männern, die vom Machthaber im Kreml nach und nach in immer einflussreichere Position gehievt wurden. Dazu kommen die Sponsoringmillionen des russischen Staatskonzerns Gazprom, die bald in beide Verbände fließen sollen.

Ab dem kommenden Jahr ist Gazprom nicht nur Uefa-Finanzier, sondern auch Fifa-Sponsor. Den entsprechenden Vertrag hatten Gazprom-Chef Alexej Miller und Fifa-Präsident Blatter unter den Augen und dem Applaus von Putin und Mutko im vergangenen Herbst in Sotschi unterzeichnet.


http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/fussball-annexion-die-angst-der-fifa-vor-moskau-13088149-p2.html

***

Kommentar:
Die Fifa muss handeln
Spielen die Krimklubs schon nächste Woche im russischen Pokal, wären die Fußballverbände die ersten Organisationen, die den Landraub des Autokraten im Kreml vor den Augen der Weltöffentlichkeit legitimieren würden.

Als die Winterspiele von Sotschi zu Ende gingen, das ist noch kein halbes Jahr her, sprach Dmitrij Tschernyschenko, der Chef des Organisationskomitees davon, die Welt habe „das neue Gesicht Russlands“ zu sehen bekommen
Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, hatte schon vor Beginn der Show in Sotschi alle Politiker kritisiert, die wie Bundespräsident Joachim Gauck den Spielen fernblieben. Jetzt, einen Landraub und einen Krieg später, zeigt sich, wie richtig die Haltung dieser Männer und Frauen war. Sie kannten die Gesichter der russischen Machthaber schon.

Der Rest der Welt bekam sie ein paar Wochen später bei der Annexion der Krim zu sehen.
Die internationalen Sportverbände dagegen versagen angesichts des simplen und dreisten Vorgehens der russischen Sportpolitiker. Das Geld von Konzernen wie Gazprom schafft Einfluss, der durch Politiker aus Putins Machtzirkel an den Schaltstellen der internationalen Verbände ausgeübt wird.
Offenbar mit Erfolg: Obwohl Fifa-Generalsekretär Valcke den russischen Verband schon vor Wochen auf sein unrechtmäßiges Vorgehen aufmerksam machte, lassen Sanktionen auf sich warten. Mehr noch: Offiziell weiß der Weltverband von nichts.

Aber der Fußball ist an einem Punkt angekommen, an dem seine Verbände die Augen vor russischen Machtpolitik nicht mehr verschließen können. Spielen die Klubs von der Krim schon in der kommenden Woche unter russischer Jurisdiktion, ohne dass das Konsequenzen für den Gastgeber-Verband der kommenden WM hat, wären die Fußballverbände die ersten Organisationen, die das Vorgehen des Autokraten im Kreml vor den Augen der Weltöffentlichkeit legitimieren würden. Dann ließe sich mit Fug und Recht behaupten: Die Russen führen die internationalen Sportverbände vor.


http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/russlands-krimoffensive-die-fifa-muss-handeln-13088210.html

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Festus am Di 12 Aug 2014 - 12:55

Die Krim unter russischer Herrschaft

Euphorie und Ernüchterung

Von Gesine Dornblüth, 11.0.8.2014


Autos auf der Krim fahren unter russischer Flagge mit der Regionalnummer 82. (dpa / picture-alliance / Pavlishak Alexei)

Offiziell ist die patriotische Begeisterung für die völkerrechtlich umstrittene Anbindung der Krim an Russland groß.
Doch in deren Windschatten werden Bürgerrechte beschnitten, Minderheiten unterdrückt.
Und auch die wirtschaftlichen Herausforderungen sind erdrückend.


Bachtschisaraj, ein Touristenziel auf der Halbinsel Krim. Es war das politische und geistliche Zentrum der Krimtataren, als sie vom 15. bis zum 18. Jahrhundert einen eigenen Staat hatten. Vor dem Eingang zum Khan-Palast stehen Tische mit Touristennepp: handgestickte Täschchen, Seifen mit Kräutergeruch, orientalische Kaffeekännchen. Hinter einem Tisch wartet Zinaida auf Kunden.

"Wir sind glücklich. Einfach glücklich, dass wir jetzt zu Russland gehören. Wir hatten solche Angst vor dem rechten Sektor, vor der Nationalgarde der Ukraine. Putin ist so klug. Er ist ein Prachtkerl. Ein Pragmatiker, ein Politiker von ganz großer Klasse. Es gibt keinen Führer weltweit, der klüger oder weitsichtiger ist als er."

An Zinaidas Stand ist es ruhig. In diesem Jahr kommen deutlich weniger Touristen als früher auf die Krim. Außerdem sind die Preise stark gestiegen, seit auf der Halbinsel der russische Rubel Zahlungsmittel ist. Das betrifft auch Grundnahrungsmittel. Brot kostet zum Beispiel statt früher umgerechnet 14 Rubel nun 20 Rubel. Zinaidas Stimmung tut all das keinen Abbruch.

"Wir werden das überstehen. Schauen Sie doch bloß mal, wie gut es bei uns ist, wie ruhig, wie friedlich! 23 Jahre haben wir in der Ukraine gelebt. Wir waren Sklaven. 23 Jahre ist kein Geld auf die Krim geflossen, immer haben sie nur Geld abgeschöpft. Alle Sanatorien, alle Kurorte sind in schlechtem Zustand. Russland beginnt jetzt, das alles aufzubauen. Die Löhne haben sie angehoben. Die Renten haben sie angehoben. Es werden Schulen gebaut und neu ausgestattet. Alles wird gemacht."

Fünf Monate nach dem umstrittenen Referendum über den Beitritt der Krim zur Russischen Föderation ist immer noch Euphorie zu spüren. Die meisten Einwohner haben mittlerweile russische Pässe. Viele Autofahrer haben ihre Wagen mit russischen Fähnchen geschmückt. Und in der Hafenstadt Sevastopol gibt es T-Shirts mit Putin-Porträts zu kaufen.

Kritiker des Anschlusses sprechen hingegen vom "Glauben an den russischen Rubel". Die Bewohner hätten sich schlichtweg kaufen lassen. Als Premierminister Dmitrij Medwedew Ende März mit sämtlichen Ministern auf die Krim reiste und dort eine Kabinettssitzung abhielt, musste man den Eindruck gewinnen, die russische Führung gehe mit dem Füllhorn herum. Medwedew kündigte an, die Renten und Gehälter auf russisches Niveau anzuheben. Die neuen Staatsbürger würden kostenlos medizinisch versorgt werden. Medwedew versprach, Turnhallen zu renovieren und in den sozialen Wohnungsbau zu investieren.

"Kein einziger Bewohner der Krim, kein einziger Bewohner Sevastopols darf aufgrund des Beitritts zu Russland etwas verlieren. Alle müssen gewinnen. Die Menschen erwarten von uns, dass wir Bedingungen schaffen für ein ruhiges und menschenwürdiges Leben, für den Glauben an die Zukunft und für das Gefühl, Teil eines starken Landes zu sein. Wir müssen diese Erwartungen erfüllen."

Die Kosten dafür wurden mehrfach nach oben korrigiert, auf zuletzt 655 Milliarden Rubel aus dem Staatshaushalt - umgerechnet gut 13 Milliarden Euro. Der größte Teil des Geldes soll in die Infrastruktur fließen, in Straßen und in eine Brücke, die die Krim mit dem russischen Festland verbinden soll. Auf dem Landweg ist die Krim nur über die Ukraine zu erreichen. Die Investitionen sind bitter nötig. Denn die Wirtschaft der Krim, ohnehin nicht weit entwickelt, hat durch den Anschluss an Russland einen kräftigen Rückschlag erlitten.

Sanatorien verzeichnen Gästerückgang

Das Kurheim Woronzowo an der Südküste der Krim: ein achtstöckiger Betonklotz mit Blick auf Meer und Berge. Die Managerin Vera sitzt in einer leeren Empfangshalle. Gewöhnlich sind im August alle 200 Betten des Heims belegt. Jetzt sind gerade mal 14 Gäste da.

"Wir haben von der Ukraine gelebt. Wir hatten Verträge mit verschiedenen Betrieben. Sie haben ihre Mitarbeiter zu uns zur Erholung geschickt. Letztes Jahr zum Beispiel waren 60, 70 Schachtarbeiter aus Donezk hier. Jetzt sind alle Verträge mit den ukrainischen Betrieben hinfällig. Und wir haben weder russische Gäste noch ukrainische. Alle haben Angst."

Die Krim lebt zu einem großen Teil vom Tourismus. Die russische Führung hat zum Urlaub auf der Halbinsel aufgerufen. Es heißt, russische Staatsbetriebe wurden angewiesen, ihre Belegschaften auf die Krim zu schicken. Dennoch liegen die offiziellen Touristenzahlen weit unter denen im letzten Jahr. Auf der Krim sagen viele, sie hätten die Saison abgeschrieben. Auch die Managerin Vera.

"Ich spreche mit Kolleginnen, die in anderen Sanatorien arbeiten. Keins ist ausgebucht. Die meisten sind zu 50 oder 30 Prozent, einige sogar zu zehn Prozent belegt. Wir haben auch Personal entlassen. Aber ich denke, wir werden das überleben. Wir versuchen es."

Nicht nur der Tourismus ist in der Krise. Aleksander ist Unternehmer und lebt in der Hauptstadt der Krim, in Simferopol. Mit 21 Jahren hat er bereits Geschäfte in Millionenhöhe abgewickelt. Er handelt mit Baumaterial, Zement zum Beispiel, kauft große Fuhren auf und verkauft sie weiter.

"Ich war kürzlich in Moskau und wollte dort eine bestimmte Ware für die Krim einkaufen. Alle Transportunternehmen haben abgesagt. Oder sie haben solche Fantasiepreise verlangt, dass sich das Ganze für mich nicht mehr rentiert hätte. Die Geschäfte sind noch nicht so richtig in Gang gekommen. Die Situation erlaubt es nicht, Gewinne zu investieren, weil niemand weiß, was morgen wird. Zurzeit melden wir deshalb unsere Papiere um. Früher haben wir in der Ukraine gearbeitet, jetzt in Russland. Das erfordert viel Bürokratie. Und überall sind lange Warteschlangen."

Bei den wenigen Geschäften, die er seit dem Anschluss der Krim noch abgeschlossen habe, sei seine Gewinnmarge um ein Fünftel gesunken, sagt Aleksander. Wie viele russische Patrioten spricht er von vorübergehenden Schwierigkeiten.

"Wir müssen einfach eine Weile durchhalten. Ein Jahr vielleicht. Dann geht es richtig los. Und für meine Geschäfte wird das richtig gut. Denn es gibt keine Konkurrenten mehr. Die ukrainischen Firmen haben alle ihre Sachen gepackt und sind gegangen. Deren Plätze sind frei geworden. Wer auf der Krim geblieben ist und ein bisschen Grips hat, der hat jetzt richtig große Chancen."

Um der Wirtschaft auf der Krim auf die Sprünge zu helfen, hat das russische Parlament beschlossen, Glücksspiel auf der Halbinsel zuzulassen. Erst 2009 hatte die Duma Geschäfte mit Glücksspielen mit wenigen Ausnahmen verboten. Außerdem soll die Krim zur Sonderwirtschaftszone werden. Oleg Saveljev, Minister für die Angelegenheiten der Krim, erläuterte der russischen Zeitung Vedomosti kürzlich:

"Wir wollen auf der Krim Bedingungen schaffen wie auf Zypern. Wir haben die zypriotische Gesetzgebung aufmerksam studiert. Wir haben uns mit der Regierung von Zypern beraten und mit den russischen Steuerflüchtlingen, die ihr Geld dort angelegt haben. Wir werden die Investitionsrisiken auf der Krim unter anderem mit hohen Gewinnchancen absichern, die sich Dank der Steuervorteile ergeben. Wir werden ganze Vorteilspakete für große Investoren anbieten."

Krim will sich als Alternative zu Zypern etablieren

Minister Saveljev deutete an, reiche Russen könnten ihr Geld von Zypern abziehen und stattdessen auf der Krim investieren. Auf Nachfragen der Reporter von Vedomosti konnte Minister Saveljev allerdings keinen einzigen Investoren nennen, der sich dazu bisher bereit erklärt hätte. Und die Bedingungen für Investoren auf der Krim werden nicht einfacher. Als die EU die dritte Stufe der Sanktionen beschloss, schloss sie auch Firmen ein, die auf der Krim aktiv sind. Die eigens für den Flugverkehr mit der Krim gegründete russische Billigfluglinie Dobroljot musste ihren Betrieb einstellen. Die europäischen Firmen dürfen die Flugzeuge nicht mehr warten und versichern. Die Regierung der Krim wischt all diese Schwierigkeiten kurzerhand vom Tisch. Michail Scheremet ist stellvertretender Premierminister der Krim. Ein muskelbepackter Mann um die 40 mit kurzen blonden Haaren. Auf die Frage, wie sich die Isolation der Krim auswirkt, sagt auch er:

"Das ist eine vorübergehende Erscheinung. Natürlich haben wir Probleme, unter anderem mit der Wasserversorgung. Aber noch mal: Das sind vorübergehende Schwierigkeiten, die wir hier gemeinsam in Kürze bewältigen."

Beobachter sind sich einig, dass die wichtigen Entscheidungen ohnehin nicht in Simferopol, sondern in Moskau getroffen werden. Hinter Scheremets Schreibtisch im Regierungssitz der Krim hängt ein etwa ein mal zwei Meter großes Foto von Präsident Putin. Es zeigt ihn in Marineuniform, mit zusammengekniffenen Augenbrauen und aufeinandergepressten Lippen.

"Ich assoziiere Putin mit genau diesem Foto. Er ist ein sehr kluger, gebildeter, anständiger Mensch. Er ist ein echter Offizier. Er hält Wort. Er ist ein Mann der Ehre."

Scheremets Vorgesetzter, Sergej Aksjonow, Premierminister der Krim, gehörte, Medienberichten zufolge, in den 90er-Jahren einer Mafiabande an. Eine Klage Aksjonows gegen diese Behauptung wies ein Gericht ab. Sein Stellvertreter Michail Scheremet leitete Anfang des Jahres die sogenannte Bürgerwehr der Krim.
Hand in Hand mit russischen Soldaten bereitete er damals das umstrittene Referendum vor. Mitglieder der Bürgerwehr schüchterten Gegner der Abstimmung ein. Sie sollen proukrainische Aktivisten entführt und gefoltert haben. Mittlerweile ist die Bürgerwehr legalisiert: Die Krim-Regierung hat sie zum offiziellen Sicherheitsdienst erhoben.
Die Männer in Tarnuniform patrouillieren zum Beispiel am Bahnhof von Simferopol. Dabei überschreiten sie auch jetzt ihre Kompetenzen, berichtet Andrej Krysko. Er leitet die "Feldmission für Menschenrechte" auf der Krim.


"Diese Männer halten einfache Leute an, kontrollieren ihre persönlichen Gegenstände, das Adressverzeichnis in ihren Mobiltelefonen, lesen SMS und Emails, wenn ihnen das Verhalten der Leute verdächtig vorkommt."

Der Menschenrechtler Krysko sagt, die Gewalttaten der Bürgerwehr blieben ungestraft. Die Menschen hätten Angst, die Uniformierten anzuzeigen. Die wenigen Anzeigen, die es gab, würden nicht bearbeitet. Auch die mutmaßlichen Entführungen in der Zeit vor dem Referendum würden nicht verfolgt. Der stellvertretende Premierminister Scheremet weist das alles zurück.

"Die Bürgerwehr ist ein Musterbeispiel für vorbildliches Verhalten in jeder Hinsicht. Wenn sie tätig wird, dann im Rahmen des Gesetzes der Russischen Föderation. Wir haben einen großen Zustrom von Übersiedlern aus der Ostukraine. Darunter sind auch Menschen mit feindlichen Absichten. Wir hatten schon Situationen, die die Lage hier in Simferopol hätten destabilisieren können. Das haben wir verhindert."

Der Menschenrechtler Andrej Krysko sagt, immerhin funktionierten die Polizeipatrouillen auf der Krim unter der russischen Regierung besser als vorher. Offenbar, weil sie besser bezahlt wird, zeige die Polizei jetzt mehr Präsenz. In den Straßen sei es sicherer geworden. Krysko beklagt aber, dass Freiheiten eingeschränkt würden, besonders die Pressefreiheit, und zwar wiederum durch die Bürgerwehr.


Russische Soldaten auf der Krim (afp / Olga Maltseva)

"Vertreter dieser Gruppierung verbieten Journalisten regelmäßig, zu drehen, sie beschädigen die Ausrüstung der Reporter, nehmen den Journalisten ihre Papiere weg, nehmen sie fest und wenden körperliche und psychische Gewalt gegen sie an. Die Bürgerwehr organisiert Druck, ja sogar Terror gegen Journalisten und einige gesellschaftliche Organisationen."  

Unter Druck sind zum Beispiel Organisationen und Menschen, die offen gegen die Annexion der Krim auftreten. Allen voran die ukrainisch-orthodoxe Kirche Kiewer Patriarchats. Das Haus ihres Bischofs wurde angezündet. Fünf Priester haben die Krim mit ihren Familien verlassen, nachdem sie Drohungen erhalten hatten. Unter Druck sind auch Krimtataren. Ihrem politischen Anführer, dem Abgeordneten im Parlament der Ukraine, Mustafa Dschemiljew, wurde nach einem Besuch in Kiew die Heimreise auf die nun russische Halbinsel verweigert. Ebenso dem Vorsitzenden der politischen Vertretung der Krimtataren, der Medschlis, Refat Tschubarow. Die offizielle Begründung: Die Männer hätten Provokationen vorbereitet. Nariman Dscheljal ist Tschubarows Stellvertreter. Er spricht von ständigen Übergriffen auf krimtatarische Unternehmer und Aktivisten, die der Medschlis nahestehen.


"Vor ein paar Tagen wurden in Bachtschisaraj drei krimtatarische Cafés durchsucht, demonstrativ, von Vertretern der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Der Chef der Krim, Herr Aksjonow, hat zwar gesagt, das habe nichts mit Nationalität zu tun. Aber wir sind geneigt, dem nicht zu glauben. Denn alle drei Cafés gehören Mitgliedern der Medschlis. Auch werden Menschen, die nach den Regeln des Islam leben, von der Staatsanwaltschaft vorgeladen oder bekommen Besuch. Sie werden verhört, ihre Häuser werden nach verbotener Literatur durchsucht. Ich glaube, damit wird die Grundlage geschaffen, um krimtatarische oder muslimische Vereinigungen auf der Krim für extremistisch zu erklären."

Dabei hatte Präsident Putin im März versprochen, den Krimtataren alle Rechte einzuräumen. Sie seien von Anfang an skeptisch gewesen, meint der krimtatarische Politiker Nariman Dscheljal. Nun wüssten sie nicht, wie weiter.

Krimtataren fühlen sich zum Teil unterdrückt

"Ein Teil der Krimtataren sagt, wir müssen uns anpassen und integrieren. In der Ukraine konnten wir uns Protestaktionen erlauben, konnten auftreten, uns versammeln. Heute in der Russischen Föderation ist so etwas viel schwieriger. Selbst kleine Versammlungen von Krimtataren können verboten werden."

Andrej Krysko von der Menschenrechtsorganisation in Simferopol warnt, das Vorgehen der Behörden gegen die Krimtataren könne langfristig zu deren Radikalisierung führen.

"Wir wissen noch nicht, wie sich das auswirkt, sind aber pessimistisch. Es kann sein, dass in der Medschlis, der politischen Vertretung der Krimtataren, radikale Politiker die Führung übernehmen, oder noch schlimmer, religiös gestimmte. In dem Fall befürchten wir eine weitere Welle von Spannungen auf der Krim."

Krysko verweist darauf, dass die radikal-islamische Hizb ut-Tahrir jahrelang auf der Krim aktiv war. Der stellvertretende Premierminister Michail Scheremet wischt auch das vom Tisch. Über die Aktivitäten der Hizb ut-Tahrir sagt er:

"Ich sehe da absolut keine Gefahr. Die Organisation wurde von Vertretern des Westens bezahlt, systematisch. Wir haben in dem Bereich gearbeitet, die Menschen leben jetzt ruhig. Es gibt keinen Grund zur Besorgnis."

Wenn es nach Scheremet geht, ist alles in Ordnung.

"In kürzester Zeit wird die Krim nicht mehr von Subventionen abhängig sein. Die Krim wird ein Geber sein. Wir werden ein Pilotprojekt für den ganzen russischen Staat. Man wird noch stolz auf uns sein."

Experten bezweifeln wirtschaftlichen Aufschwung auf der Krim

Natalja Zubarewitsch hat da ihre Zweifel. Sie ist Expertin für Regionalentwicklung am unabhängigen Institut für Sozialpolitik in Russland. Sie habe schon viele Regionen scheitern sehen, sagt sie.

"In einem kalten, nördlichen Land wie Russland sind warmes Meer und ein gutes Klima ein großer Vorteil. Die Menschen werden auf der Krim Urlaub machen, ohne Zweifel. Nicht dieses Jahr, aber in zwei, drei, vier Jahren. Die Krim ist beliebt. Wie aber kann man die Urlaubsindustrie legalisieren? Sodass sie Steuern bringt? Da sehe ich ein großes Fragezeichen.
Schauen wir die Nachbarregion an, das Gebiet Krasnodar: Dort gibt es entweder den pathetisch bejubelten sehr teuren Urlaub in Sotschi, bei dem der Preis dem Niveau absolut nicht entspricht. Oder es ist Schattenwirtschaft, Schatten oder Halbschatten, im ganzen Rest des Gebiets. Wenn man es im Gebiet Krasnodar in 20 Jahren nicht geschafft hat, die Wirtschaft zu legalisieren und vernünftige Steuern einzunehmen, erklären Sie mir, warum das auf der Krim in fünf bis zehn Jahren klappen soll. Wenn im ganzen Land die Institutionen nicht funktionieren, dann kann man auch kein Schokoladenstück in einer Region schaffen."

Zubarewitsch warnt, dass die Krim sich noch zu einer enormen Belastung für den Rest des Landes entwickeln werde – auch, weil das patriotische Projekt Investitionen aus anderen Regionen abzieht. Und das angesichts einer drohenden Rezession. Doch die Euphorie über die wiedergewonnene Krim überdecke alles.

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/die-krim-unter-russischer-herrschaft-euphorie-und.724.de.html?dram:article_id=294323


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Di 12 Aug 2014 - 17:41

Ich kann auf jeden Fall berichten, das am Bus-/Hauptbahnhof in Simferopol, die Leute extrem eingeschüchtert werden, die Richtung Ukraine reisen wollen!
Das fängt dann schon damit an, das man von einem Haufen älterer Frauen die in der Nähe der Kartenhäuser stehen, lauthals als Faschist tituliert wird!
Ist natürlich eine sehr unangenehme Situation...
Nehme auch mal an, das die Damen sich so ihre Rente etwas aufbessern, oder aber schon total brainwashed sind und leicht einen weg haben Wink

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Do 14 Aug 2014 - 19:31

Multimedia-Reportage über die Krim:
Präsident Putin lässt sich auf der annektierten Krim feiern, während in der Ostukraine gekämpft wird. Wie russisch ist die Krim heute? Eine Reise durch ein vormals ukrainisches Gebiet, das heute nur noch schwierig zu erreichen ist

tag eins / das nadelöhr zum ferienparadies:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-multimedia-reportage-ueber-putins-schicksalsinsel-a-985878.html

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 18 Aug 2014 - 0:39

Umnichka schrieb:Multimedia-Reportage über die Krim:
Präsident Putin lässt sich auf der annektierten Krim feiern, während in der Ostukraine gekämpft wird. Wie russisch ist die Krim heute? Eine Reise durch ein vormals ukrainisches Gebiet, das heute nur noch schwierig zu erreichen ist

tag eins / das nadelöhr zum ferienparadies:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-multimedia-reportage-ueber-putins-schicksalsinsel-a-985878.html
Tag 2-4

http://www.spiegel.de/politik/ausland/krim-multimedia-reportage-ueber-putins-schicksalsinsel-a-985878.html#kap4


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 30 Aug 2014 - 14:00

Russische und westliche Neo-Nazis treffen sich auf Krim zu einer Konferenz


https://translate.google.de/translate?sl=ru&tl=de&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fsprotyv.info%2Fru%2Fnews%2F4199-rossiya-pri-podderzhke-nacistov-i-fashistov-sozdaet-antifashistskiy-sovet&edit-text=&act=url

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Di 2 Sep 2014 - 10:41

Die neue, die andere und dieselbe Krim

Die Bevölkerung der Krim beginnt sich an die neuen Verhältnisse unter russischer Verwaltung zu gewöhnen. Kritik am Machtwechsel ist wenig zu vernehmen. Hinter vorgehaltener Hand befürchten aber vor allem die Krimtataren Nachteile.

http://www.tagblatt.ch/aktuell/international/international-sda/Die-neue-die-andere-und-dieselbe-Krim;art253652,3940960

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Mi 3 Sep 2014 - 14:07

Wer sich schon immer gefragt hat, wie die "friedliche" Übernahme des Krim-Parlaments ,im Februar während der Krim-Annexion durch die Russen abgelaufen ist, hier das Video dazu:



Lustig auch ,das in den russischen äähm deutschen(!) Medien immer nur die Rede vom "Ersetzen des bisherigen Krim-Parlaments" die Rede war... Nie aber wirkliche Details!
Interessant auch, das das Video schon seit dem 1.März im Netz ist und wer sich an die damalige (gespielte) Unwissenheit und die Aussagen der deutschen Bundesregierung noch erinnern kann... Kann sich seinen eigenen Teil denken Stinkefinger

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Di 9 Sep 2014 - 1:50

Wirklich lesenswert,sehr gut geschrieben  :daumen
Situation auf- und schleichende Vertreibung von der Krim (das Recht auf Selbstbestimmung gilt nicht für Tataren):
Ich lebe in Simferopol auf der Krim
profil-Serie, Teil I. „Man nimmt mir die Luft zum Atmen“, berichtet der Krim-Tatare Alim Khalil aus seiner Heimatstadt Simferopol auf der Krim.
Als Alim Khalil am Morgen des 27. Februar 2014 in seiner Heimatstadt Simferopol auf der Krim aufwachte, war auf den Straßen eine Invasion im Gang: Russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen hatten die Regierungs- und Amtsgebäude sowie Kasernen auf der ukrainischen Halbinsel umstellt. Es war – wenige Tage nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch infolge der „Euromaidan“-Proteste – der Beginn von verdeckten Militäroperationen, die erst zur Annexion der Krim durch ein fragwürdiges Referendum und danach zum Krieg in der Ostukraine führten.


...
Sonntag, 16. März
Heute ist es sehr ruhig. Ich bin zu einigen Wahllokalen gegangen, um zu sehen, wie es dort zugeht. Es herrschte Volksfeststimmung: Kleine Stände wurden aufgebaut, es gab Gratisessen und Freigetränke, Musik aus Sowjetzeiten wurde gespielt, die Leute tanzten und feierten, schon bevor das Ergebnis bekanntgegeben wurde – es war dann klarerweise ein Ja zur Abspaltung. Einige ukrainische Journalisten wurden verprügelt, Akkreditierungen zur Berichterstattung gab es fast nur für russische Reporter.Im Fernsehen erzählte ein österreichischer Politiker namens Johann Gudenus (FPÖ-Abgeordneter, der als „Wahlbeobachter“ auf der Krim eingeladen war, Anm.) etwas vom Recht der Ukrainer auf Selbstbestimmung und davon, dass das Referendum toll organisiert sei und europäischen Standards entspreche.  Meine Freunde waren entsetzt. Meine Frau macht sich große Sorgen. Ich versuche, sie zu beruhigen: Mach dich nicht verrückt, sage ich zu ihr.

...
Freitag, 9. Mai
Sie sind verrückt, sie wollen alles auslöschen, was die Krim mit der Ukraine verbindet: Fernseh- und Radiosender sind längst abgeschaltet, Denkmäler werden abgebaut und auf das Festland geschickt, ab September wird an den Schulen nur mehr auf Russisch unterrichtet. Und jetzt haben sie auch noch die ukrainische Fahne verboten: Wer sie aufhängt, bekommt Besuch von der Staatsanwaltschaft.

...
Dienstag, 13. Mai
Wir fühlen uns bedroht. Man vermittelt uns, dass die Russen gewonnen haben und wir eine Minderheit sind – Nachbarn reden darüber, manchmal versucht man, uns zu provozieren: Wo ist denn eure Ukraine, die euch angeblich beschützt? Vor einer Woche wurde ein Bub in der Hauptstadt Simferopol spitalreif geprügelt, weil er auf dem Rückweg von der Schule auf der Straße auf Tatarisch telefoniert hatte. In Siedlungen mit gemischter Bevölkerung heißt es: Uns gefällt euer Haus. Wenn ihr zurück in die Ukraine geht, sagt es uns früh genug. Wenn ihr es nicht verkauft, nehmen wir es uns einfach. Und es gibt neue Gesetze: Wer öffentlich dafür eintritt, dass die Krim Teil der Ukraine ist oder sein soll, kann als Separatist fünf Jahre Gefängnis bekommen. Wer die offizielle Geschichte Russlands im Zweiten Weltkrieg infrage stellt, riskiert zwei Jahre Haft.

...
Mittwoch, 23. Juli
Schon wieder Verhaftungen. Diesmal traf es Tataren beim abendlichen Fastenbrechen im Ramadan, wegen unerlaubter Versammlung. Nach ein paar Stunden in Polizeigewahrsam wurden sie wieder freigelassen. Aber jetzt bekommen die Restaurants, in denen sie sich getroffen haben, Probleme mit der Finanz und anderen Behörden. Damit soll erreicht werden, dass die Tataren ihre Siedlungen nicht verlassen.
...
Mittwoch, 3. September
Ich habe lange mit meiner Frau diskutiert und überlegt, aber jetzt ist unsere Entscheidung gefallen: Wir werden von hier weggehen und nach Kiew übersiedeln. Ich fühle mich immer weniger hier zu Hause. Man nimmt uns die Luft zum Atmen. Die Krim war unsere Heimat, aber die Russen haben uns von hier vertrieben.
...

Alles lesen:
http://www.profil.at/articles/1436/982/377870/ich-simferopol-krim



Bekannte Aktivistin und Bloggerin Lisa Bohutska auf der Krim festgenommen!

http://khpg.org.ua/en/index.php?id=1410188525

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Festus am Di 9 Sep 2014 - 17:51

Dienstag, 09. September 2014

Versorgung ist schwierig

Krim hängt am Tropf der Ukraine

Russland hat die Krim annektiert, doch nun fällt es dem riesigen Reich schwer, die kleine Halbinsel zu versorgen. Noch hängt sie am Tropf der Ukraine. Das zeigt sich nicht nur bei der Stromversorgung.

Anfang September waren Jalta, Kertsch und Sewastopol stundenlang ohne Strom - die ukrainische Regierung hatte der Krim teilweise die Energieversorgung gekappt. Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow sprach von Sabotage, das Staatsunternehmen Ukrinternergo in Kiew nannte hingegen Brennstoffmangel als Grund. Der Vorfall machte deutlich: Auch ein halbes Jahr nach der Annexion durch Russland hängt die Halbinsel weiter am Tropf der Ukraine.

Nur etwa 16 Prozent des Strombedarfs auf der Krim werden von den dortigen Kraftwerken gedeckt, rund 80 Prozent der Lieferungen stammen aus der Ukraine. Ukrinternergo warnte sogar, es könnte die Versorgung komplett kappen.

"Auf dem Energiegebiet sind wir verwundbar", klagt der Parlamentspräsident auf der Krim, Wladimir Konstantinow. Moskau hat zwar Stromgeneratoren installiert und versprochen, die Halbinsel autark zu machen - doch wird dies nicht "an einem Tag und nicht in einem Monat" zu bewerkstelligen sein, wie der russische Regierungschef Dmitri Medwedew einräumte.

Wasser wird knapp

Die Stromversorgung ist nicht das einzige Problem der Krim seit der Annexion im März. Auch Wasser und Lebensmittel kommen zum Großteil über den Korridor, der die Halbinsel mit dem ukrainischen Festland verbindet. Zugangswege aus Russland gibt es nicht, abgesehen von einer Fährverbindung oder von Lufttransporten.

Bis zu 85 Prozent des Wasserbedarfs wurden bislang aus dem "Nord-Krim-Kanal" gestillt, der Flusswasser aus der Ukraine über die gesamte Halbinsel verteilt. Seit April sind die Schleusen aber geschlossen. Nun sitzen viele Bauern auf dem Trockenen. Auf mehr als 100 Millionen Euro könnten sich dieses Jahr ihre Verluste summieren, hat das russische Landwirtschaftsministerium errechnet.

Wir mussten unseren gesamten Wasserverbrauch überdenken", sagte der Agrarminister der Krim, Nikolai Poljuschkin, im August. Deshalb wurde beschlossen, auf den wasserintensiven Reisanbau zu verzichten. Überall auf der Halbinsel wird zudem nach Grundwasser gebohrt, auch der Bau eines Aquädukts zwischen Russland und der Krim ist im Gespräch.

Eine weitere Achillesverse stellt die Ernährung der Krim-Bewohner dar: 80 Prozent der Nahrungsmittel stammen aus der Ukraine, und als Russland Ende Juli den Import zahlreicher ukrainischer Lebensmittel untersagte, bat die Krim um eine Ausnahme.

"Wir stecken mitten in einer Übergangsphase, sind aber noch wie siamesische Zwillinge mit der Ukraine verbunden - insbesondere, was die Versorgung mit Milch und Milchprodukten angeht", räumt Agrarminister Poljuschkin ein. Russland hatte ein Einsehen: Die Moskauer Veterinärsbehörde Rosselchosnadsor setzte den Importstopp für die Krim zunächst bis zum 1. Oktober aus, dann verlängerte sie die Entscheidung nochmals bis Anfang Januar.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Krim-haengt-am-Tropf-der-Ukraine-article13569251.html


Tjaaa, wie war das noch gleich?

"Unrecht Gut gedeiht nicht gut!"   pfeiffen


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Di 9 Sep 2014 - 18:08

Festus schrieb:

Bis zu 85 Prozent des Wasserbedarfs wurden bislang aus dem "Nord-Krim-Kanal" gestillt, der Flusswasser aus der Ukraine über die gesamte Halbinsel verteilt. Seit April sind die Schleusen aber geschlossen. Nun sitzen viele Bauern auf dem Trockenen. Auf mehr als 100 Millionen Euro könnten sich dieses Jahr ihre Verluste summieren, hat das russische Landwirtschaftsministerium errechnet.

Eine weitere Achillesverse stellt die Ernährung der Krim-Bewohner dar: 80 Prozent der Nahrungsmittel stammen aus der Ukraine, und als Russland Ende Juli den Import zahlreicher ukrainischer Lebensmittel untersagte, bat die Krim um eine Ausnahme.
Nicht nur ein heisses, auch ein teures Pflaster :mr green: Einige Milchprodukte(Sauerrahm,Quark,Schmand usw) gibt es schon seit längerem nicht mehr... Die Milchprodukte aus Russland,die mal kurzzeitig zu kaufen waren,sollen übrigens auch schlechte Qualität haben! Gibt da diverse Videos bei Facebook,in dem Verbraucher von der Krim diese testen und geschockt sind zum kotzen!

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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Gast am Mi 10 Sep 2014 - 0:04

Was die Qualität angeht, der (P)resident von Schelkino hat da mal was ganz anderes behauptet. Ein Schelm, wer böses denkt Wink


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Re: Berichte von der Krim(alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 15 Sep 2014 - 0:27

Lesenswert:

«Moskau kontrolliert nicht alles»
Russland will sich die Halbinsel Krim heute endgültig einverleiben. Der letzte symbolische Schritt dazu ist die Wahl eines regionalen Parlamentes, natürlich nach russischem Recht. Radio SRF hat über die Wahlen mit dem pro-ukrainischen Journalisten Denis Trubetskoj gesprochen.

Sechs Monate nach ihrem umstrittenen Anschluss an Russland hat die Schwarzmeerhalbinsel Krim erstmals ein Regional-Parlament nach russischen Recht gewählt. Mit der Abstimmung vollendet die Krim ihre Integration als Teil Russlands. Die Ukraine, die EU und die USA halten die Wahl für illegal. Ein Führer der Krimtataren, Refat Tschubarow, rief zum Wahlboykott auf.

Radio SRF: Wie ist die Parlamentswahl auf der Krim organisatorisch abgelaufen?
Denis Trubetskoj: Es sind die ersten russischen Wahlen auf der Krim und nicht alle Wähler haben schon einen russischen Pass bekommen. Jetzt ist es sogar möglich mit einem ukrainischen oder gar sowjetischen Pass abzustimmen. Ich habe versucht, meinen Wahlzettel mit einem ukrainischen Pass zu bekommen und ich hatte keinerlei Probleme damit. Das hat mich sehr gefreut.

Was für Kandidaten standen denn heute auf der Krim zur Auswahl? Sind sie alle von Putins Gnaden oder waren auch Moskau-kritische Stimmen darunter?

Wirklich Moskau-kritische Stimmen gab es darunter ehrlich gesagt nicht. Auf der Krim gab es viele Kandidaten, die es schon früher in den ukrainischen Zeiten gab. Viele Parteien haben aber einfach die ukrainische Fahne auf die russische gewechselt. Einige Namen sind natürlich neu, aber von Moskau-kritischen Stimmen im neuen Parlament kann keine Rede sein, die gibt es eigentlich nicht.
Gab es denn Druckversuche der Behörde, damit die Bevölkerung die richtigen Kandidaten wählt? Oder war das gar nicht nötig, wenn die Kandidaten alle Moskau-freundlich sind?

Vor allem ging das gegen die Krimtataren. Man hatte Angst, dass die Krimtataren die Wahlen stören könnten. Auch pro-ukrainische Journalisten, die ihre Position klar geäussert haben, waren unter Druck. Es gab Besuche des FSB [Federalnaja Sluschba Besopasnosti: Föderale Inlandabwehr und Sicherheitsdienst] und es gab Festnahmen. Aber das hielt sich eigentlich in Grenzen.
Der Wahlboykott der Krimtataren, bringt der etwas? Bringen sie sich nicht selbst um ihren Einfluss? Wäre es nicht besser, wenn sie wählen gehen würden?

Ob es gut ist oder nicht; ich glaube, es ist zumindest eine klare Ansage, eine klare Position, und das ist aus meiner Sicht gut so.

Was für eine Bedeutung wird denn dieses regionale Parlament überhaupt haben? Ist es nicht nur ein verlängerter Arm von Moskau auf die Krim?

Nicht alles wird so von Moskau kontrolliert, wie man es ursprünglich gedacht hat.


http://www.srf.ch/news/international/moskau-kontrolliert-nicht-alles



Sieht irgendwie sehr nach Sowjetunion aus Very Happy

Wahlen auf der annektierten Krim - Fotogallerie  
http://ru.krymr.com/media/photogallery/26583202.html

Übrigens: 20.52% Wahlbeteiligung in Moskau :mr green:

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Re: Berichte von der Krim(alt)

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