Hinweis für Gäste!
Nach Anmeldung im Forum:
  • Zugang- und Schreibrechte in allen Forenbereichen!
  • Alle Forenfunktionen verfügbar!
  • Keine Werbeanzeigen!
  • Komplettes News-Portal!
  • Sämtliche Links, Bilder und Videos sichtbar!
Gästebereich!
Für:
-Fragen zum Forum
-Probleme beim Login oder der Anmeldung
-Kommentare

Können im Gästebereich auch ohne vorherige Anmeldung bzw Login, Beitäge geschrieben werden:

http://www.ukraineforum.net/f32-gastebereich
Aktuelles aus der Ukraine
Pressemeldungen
Neueste Beiträge: Ukraine-Diskussionsbereich!


Die Krim ein Jahr nach dem Referendum!




Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen 

Die Krim ein Jahr nach dem Referendum!

Beitrag  Umnichka am Mi 18 März 2015 - 18:10

Und das im ZDF  Schock :daumen


Schatten über dem Urlaubsparadies
Die #Krim ein Jahr nach dem Referendum
Vor einem Jahr stimmte eine Mehrheit der Krim-Bewohner in einem Referendum für einen Anschluss der Halbinsel an Russland. Heute sind alle in einem Punkt froh - dass der Krim ein Krieg wie im Osten der Ukraine erspart blieb. Ansonsten fällt die Bilanz ernüchternd aus.

Die russische Invasion hat aus der Halbinsel Krim eine Insel Krim gemacht: Die Landverbindungen zur Ukraine sind unterbrochen, Bus- und Bahnverbindungen eingestellt. Nach Russland gelangt man nur noch mit dem Flugzeug oder mit der Fähre. Durch die Insellage ist die wichtigste Einnahmequelle, der Tourismus, eingebrochen. Wirtschaftlich ein enormer Verlust für die Krim, deren Südküste im subtropischen Klima liegt und seit jeher ein beliebtes Urlaubsziel war.

Prekäre Menschenrechtslage

Was viele russischstämmige Krim-Bewohner beim Referendum vor einem Jahr nicht ahnten,mit ihrem Ja zum Anschluss der Krim an Russland entschieden sie sich für einen Polizeistaat: Willkür und Rechtslosigkeit beherrschen jetzt die Halbinsel - jeder Protest gegen die Annexion wird unterdrückt. Das trifft vor allem die Minderheiten: Ukrainer und Krimtataren. Mindestens 15 Kreml-Kritiker verschwanden im vergangenen Jahr auf der Krim, prangert Human Rights Watch an. Einige wurden ermordet aufgefunden, mit Folterspuren.
Wie Reschat Ametow. Der 39-jährige Krimtatare protestierte am 3. März 2014 allein und friedlich im Zentrum der Regionalhauptstadt Simferopol gegen die Invasion Russlands. Von Uniformierten wurde Ametow überfallen und entführt, nach zwölf Tagen fand man seine Leiche grausam entstellt. Ametows Buder Refat sagt im Frontal21-Interview, russische Nationalisten der sogenannten Bürgerwehr hätten seinen Bruder entführt und ermordet. Den Ermittlungsbehörden seien die Entführer sogar bekannt, sie würden jedoch nicht belangt. Es fehlten angeblich Beweise.

Restriktive Gesetze unterdrücken Pressefreiheit

Unabhängiger, kritischer Journalismus ist seit einem Jahr unerwünscht auf der Krim und gefährlich für die Journalisten. Denn wer als Medienvertreter die Meinung verbreitet, die Krim sei ukrainisch und von Russland okkupiert, dem drohen bis zu fünf Jahre Haft. Das regelt ein Gesetz gegen den Separatismus, gültig seit dem 9. Mai 2014.
So wurde Moderatorin und Redaktionsleiterin des tatarischen TV-Senders ATR, Lilja Budshurowa, bereits von der Staatsanwaltschaft offiziell verwarnt - wegen angeblich extremistischer Tätigkeit. Maskierte Einheiten des Innenministeriums durchsuchten bereits das ATR-Sendezentrum. Budshurowa kritisiert, die neuen Machthaber könnten machen was wie wollten, deshalb sei ihr Sender täglich von der Schließung bedroht.

Verstaatlichung von Firmen trifft auf russische Unternehmer

Eine besonders bizarre Mode der neuen russischen Regionalregierung auf der Krim ist die Enteignung und Verstaatlichung von Firmen. Per Erlass kann der Regierungschef der Krim bestimmen, dass ein Unternehmen verstaatlicht wird – und macht rege davon Gebrauch. Opfer sind nicht nur tatarische und ukrainische Unternehmer, sondern auch russische, und es kann jede Firma treffen: ob Busunternehmen, Bäckerei, Hafen, Landwirtschaftsbetrieb oder Filmstudio. Die Verstaatlichungen seien glatter Rechtsbruch, kritisiert der russische Anwalt Jean Sapruta, der enteignete Unternehmer vertritt. Er fordert ein Durchgreifen des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Krim.

Was der Kreml-Chef mit der Annexion der Krim bezweckte, darüber sind sich Militärexperten einig. Putin ging es demnach vor allem um die Schwarzmeerflotte. Er wollte verhindern, dass der Pachtvertrag für den Stützpunkt irgendwann ausläuft. Oder die Flotte eines Tages von einer Ukraine umgeben ist, die der NATO angehört. Nun kann Putin vom Flottenstützpunkt Sewastopol aus das gesamte Schwarze Meer bis zur türkischen Küste kontrollieren. Der strategische Gewinn hat jedoch einen hohen Preis: Seit einem Jahr gelten Sanktionen des Westens gegen Russland, und das völkerrechtswidrige Referendum vom 16. März 2014 wird weltweit nicht anerkannt.

Lügen von Anfang an

Das Wahlergebnis vor einem Jahr war übrigens keineswegs so überwältigend, wie es die Kreml-Propaganda gern darstellt. Die angeblich 96 Prozent Zustimmung für den Anschluss waren schon allein deshalb falsch, weil Krimtataren 13 Prozent der Wahlberechtigten ausmachen und sie die Wahl boykottierten. Und 25 Prozent ethnische Ukrainer dürften kaum für den Kreml gestimmt haben. Tatsächlich stimmten nur 50 bis 60 Prozent der  Wahlberechtigten mit Ja. Das hat inzwischen der Menschenrechtsrat des Russischen Präsidenten veröffentlicht. Auch lag die Wahlbeteiligung am 16. März 2014 nur zwischen 30 und 50 Prozent – statt der offiziell verkündeten 83 Prozent.

Russische Falschmeldungen begleiten die Krim-Annexion von Anfang an. Eine angebliche Bedrohung russischer Krim-Bewohner durch ukrainische Nationalisten gab es in Wahrheit nie. Und was der Kreml lange Zeit beharrlich leugnete, dass nämlich russische Soldaten hinter dem Machtwechsel auf der Krim standen, gab Präsident Putin in einer Liveschalte des russischen Staatsfernsehens am 17. April 2014 dann plötzlich doch unumwunden zu.

Das Video ist zur Zeit nur direkt auf der Frontal21 Seite zu finden,aber sehenswert:
http://www.zdf.de/frontal-21/krim-ein-jahr-nach-dem-referendum-37583076.html?tabNo=0

__________________________________________________________________________________________________________________________


Free Crimea
avatar

Umnichka
ADMINISTRATOR
ADMINISTRATOR

Lebt in : Deutschland

Ort : Niedersachsen! Manchmal Krim :)

Anzahl der Beiträge : 5050

Alter : 33


https://ukraineforumblog.wordpress.com/

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigenZeige das dir ein- oder mehrere Beiträge gefallen:



Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten