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Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)




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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 1 Aug 2015 - 14:23

Ostukraine: Terroristen nutzen Taktik der "verbrannten Erde"

Die Lage im Konfliktgebiet der Ostukraine bleibt angespannt. Der Gegner hat binnen 24 Stunden mehr als 109 Mal die Waffenruhe verletzt, darunter 70 Mal im Raum Donezk, meldet die Pressestelle der Antiterror-Operation am Samstag.
Laut der Armee nutzen die Terroristen die Taktik der "verbrannten Erde", indem sie die zivilen Orte unter Beschuss nehmen. Gegen 22 Uhr hätten sie das Feuer auf Wohnviertel in Werchnjotriizk und Artemisk aus Mörsern eröffnet. Sie hätten auch schwere Waffen eingesetzt, die gemäß den Vereinbarungen von Minsk abgezogen werden sollten.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/ostukraine_terroristen_nutzen_taktik_der_verbrannten_erde_16970

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 3 Aug 2015 - 17:55

Separatisten beschießen Wohnviertel

Die von Russland kontrollierten Separatisten in der Ostukraine haben am Sonntag sieben Mal Wohnviertel der von der Ukraine kontrollierten Städte und Dörfer in den Richtungen Donezk und Mariupol mit Artillerie und Mörsern beschossen. Das teilte der Sprecher der Präsidialverwaltung für die Fragen der Anti-Terror-Operation, Andrij Lyssenko, am Montag in Kiew mit. Den ersten August-Sonntag in der Ostukraine bezeichnete er als „äußerst angespannt“. Insgesamt haben die Separatisten am Sonntag fast 100 Mal gegen die Waffenruhe verstoßen.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=3548

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Di 4 Aug 2015 - 19:22

Ostukraine: Separatisten verstoßen weiterhin gegen Waffenruhe

Die Separatisten im Donbass verstoßen weiterhin gegen die Waffenruhe. Am Montag haben sie 109 Mal Feuer gegen die Stellungen der ukrainischen Regierungstruppen eröffnet.

Das teilte das Pressezentrum der Anti-Terror-Operation (ATO) am Dienstag mit. Dabei haben die prorussischen Milizen wieder Waffen eingesetzt, die laut dem Minsker Abkommen abgezogen werden sollten, so das ATO-Pressezentrum.
Später teilte ein Sprecher der Präsidialverwaltung für die Fragen der Anti-Terror-Operation mit, dass drei ukrainische Soldaten am Montag getötet und weitere sieben Militärangehörige verwundet wurden.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=3633

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Mi 5 Aug 2015 - 13:38

Pack :fluchen

Russen fahren mit Mähdreschern die Ernte in besetzen Gebieten in der Ukraine ein
In der Ostukraine sind nicht nur die russischen Soldaten sondern auch Landwirte aus Russland im Einsatz. In den von den terroristischen „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ kontrollierten Gebieten wird landwirtschaftliche Technik aus Russland verlegt, berichtet der Leiter der Gruppe „Informationswiederstand“, Dmytro Tymtschuk, auf Facebook. Im besetzten Süden der Region Luhansk, wo die Ernte schon begann, wurden laut Tymtschuk die russischen Landwirte beobachtet.
http://www.ukrinform.ua/deu/news/russen_fahren_mit_seinen_mhdreschern_die_ernte_in_besetzen_gebieten_ein_17015
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 6 Aug 2015 - 14:46

Ostukraine: Fast 100 Separatisten-Angriffe am Dienstag

Am Dienstag haben die prorussischen Milizen in der Ostukraine 91 Mal gegen den Waffenstillstand verstoßen. Das teilte das Pressezentrum der Anti-Terror-Operation (ATO) am Mittwoch mit. Bei ihren Angriffen haben die Separatisten 5 Mal Artillerie, 25 Mal Mörser, 56 Mal Handfeuerwaffen und Granatwerfer und 5 Mal Panzer eingesetzt, hieß es in der Mitteilung. Außerdem haben die Separatisten im Gebiet Luhansk Luftaufklärung intensiviert. Allein im Zeitraum zwischen 19 Uhr und Mitternacht sind dort acht Drohnen der prorussischen Kämpfer gesichtet worden, so das ATO-Pressezentrum.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=3742

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Do 6 Aug 2015 - 15:46

Die Durchführung der Wahlen im Donbass wird gefährlich – Aktivisten aus Druschkowka

Die Durchführung der Wahlen im Donbass wird gefährlich, ist sinnlos und eigentlich kriminell.

In dieser Region wird sich damit nichts ändern, denn es bleiben immer noch die gleichen Beamten an der Macht, die es früher gab. Darüber sprachen Aktivisten aus Druschkowka im Gebiet von Donezk während einer Pressekonferenz im Ukrainischen Crisis Media Center. Nach Angaben von Jewgenij Schapowalow, dem Vorsitzenden der „Gesellschaft Alexej Tichy“, sind die Bewohner desorientiert und von den Lokalbehörden „vernebelt“. Aber selbst die Beamten befinden sich in einer schwierigen Lage, denn einige flüchteten aus dem Land und gegen andere wird ermittelt, ergänzte der Aktivist.

„Wenn die Wahlen jetzt durchgeführt werden, bin ich davon überzeugt, dass wieder die gleichen Leute gewählt werden, aber sie werden damit legitimiert und haben einen „Trumpf“ in der Hand“. erklärte Schapowalow. Deshalb schlägt der Aktivist vor, die Wahlen nicht vor 2017 durchzuführen. Bis dahin hofft der Vorsitzende der Gesellschaft, werden die Strafgerichtsverhandlungen abgeschlossen und schuldige Führungskräfte verurteilt sein. Entsprechend können in diesen Städten und Gemeinden Nachwahlen durchgeführt werden.

Irina Kirikowa, die Koordinatorin der Organisation „Obschtschestwo“ („Gesellschaft“), merkte an, dass die Stadt- und Gemeindevorsteher, die letztes Jahr die Fahne der Separatisten hissten, heute sagen, dass sie sie einzogen. „Alles basiert auf Lügen. Die Leute sind daran gewohnt. Die „Partei der Regionen“ brachte schreckliche Führungskräfte in unsere Städte. Es ist sehr gefährlich, in dieser Situation Wahlen abzuhalten“, betonte sie.

Jewgenij Fialko, Redakteur der Zeitung „Unser Druschkowka“, meint im Gegenteil, dass die Führungskräfte im Gebiet von Donezk nicht dadurch verschwinden, wenn keine Wahlen stattfinden – das würde nur noch schlimmer. „Wenn man die Wahlen absagt, wird diese Agonie nur verlängert“, sagte er.

Die Aktivisten von Druschkowka meinten, dass der Donbass ein Gebiet mit Sklaven ist. Die Bewohner sind daran gewohnt, dass die Behörden für sie alles entscheiden, einschließlich der Wahlen. Obwohl die Menschen der befreiten Gebiete keinen großen Unterschied zur Okkupation spüren, werden sie trotzdem mehr und mehr pro-ukrainisch. „Von 20 pro-ukrainischen Bürgern sind 5 Prozent aktiv; von 20 anti-ukrainischen Bürgern sind 1 Prozent sehr aktiv; 60 Prozent sind Behördenvertreter, die aber nicht wissen, was sie tun sollen“, fasste Jewgenij Schapowalow die Stimmung im Gebiet von Donezk zusammen.

http://uacrisis.org/de/30585-druzhkivka

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Sa 8 Aug 2015 - 19:43

Russen sammeln verzehrbare Lebensmittel auf einer Mülldeponie
Auf einer Mülldeponie im russischen Oblast Smolensk, sammeln die Russen noch verzehrbare Lebensmittel aus dem Westen, die Kremlchef Putin vernichten ließ.
Wie die Internetseite “Weißrussischer Partisan” unter Berufung auf örtliche Journalisten berichtet, liegen auf der Mülldeponie Tomaten und Pfirsiche. Die Tomaten sind völlig vernichtet. Die Pfirsiche aber holen sich Einheimische aus dem Müll sackweise. Ein Mann erzählte, er wolle guten Schnaps (Samogon) aus diesen Sanktion-Lebensmittel brennen.


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
http://www.ukrinform.ua/deu/news/russen_sammeln_verzehrbare_lebensmittel_auf_einer_mlldeponie_fotos_17054

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am So 9 Aug 2015 - 12:36

Also faktisch gesehen: Die Russen lassen u.a. deutsche Diplomaten nicht mehr einreisen, während Deutschland angekrochen kommt, um die Russen zu Gesprächen zu bitten... Wann verstehen die endlich, das man mit solch einer Politik von den Russen nur auf die Fresse bekommt!
Wären es die ersten paar Versuche, der ängstlichen Diplomatie, okay! Könnte ich nachvollziehen, aber langsam wirkt es schon unterwürfig facepalm

Der Westen und Russland: „Die Sprachlosigkeit überwinden“

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, wirbt dafür, dass der Westen und die NATO trotz aller Enttäuschungen mit Russland wieder ins Gespräch kommen.

Gegen die aggressive Moskauer Politik gegen die Ukraine „brauchen wir nicht nur eine militärische Eindämmungs- und Rückversicherungsstrategie, sondern müssen diese ergänzen durch eine Strategie, die die Tür gegenüber Moskau offen hält und Russland zeigt, dass seine Westgrenze nicht bedroht ist“, sagte Ischinger in einem Interview mit der Berliner Wochenzeitung Das Parlament. Es müsse deutlich gemacht werden, dass „EU und NATO keine Absichten haben, die mit russischen Sicherheitsinteressen nicht vereinbar sind“.


Anerkannt müsse aber auch sein, dass die östlichen NATO-Partner das Bedürfnis hätten, abgesichert zu sein. Ischinger: „Sie haben nach den Ereignissen in der Ukraine Angst vor möglichen russischen Übergriffen. Insoweit haben sie denselben Anspruch auf Solidarität der NATO, den wir Deutschen für selbstverständlich gehalten haben über Jahrzehnte des Kalten Krieges.“

Ischinger wandte sich auch gegen die westliche Anerkennung eines Moskauer Sicherheitsinteresses, „das sich nur befriedigen lässt, wenn Länder wie die Ukraine oder Georgien einen Status minderer Souveränität hätten, wenn sie akzeptierten, zur russischen Einflusssphäre zu zählen“. „Hier können wir Russland nicht entgegenkommen“, meinte der frühere Staatssekretär im Auswärtigen Amt. „Wir würden unsere eigenen Werte verraten, die eben auch darin bestehen, dass jeder Staat sich seine Allianzen, seine Zugehörigkeiten selbst wählen können soll.“

Wir veröffentlichen das Ischinger-Interview bereits heute vorab mit freundlicher Genehmigung der Berliner Redaktion. Das Parlament erscheint mit seinem Beitrag am kommenden Montag (10. August).

Es geht in Wirklichkeit um Moskaus Rolle in der Welt

Herr Ischinger, hätten Sie es vor zwei Jahren für möglich gehalten, dass ein Großkonflikt mit Russland zurückkehrt, wie wir ihn jetzt in der Ukraine erleben?
Wolfgang Ischinger: Nein, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass die europäische Sicherheitsordnung, die wir mit dem Helsinki-Prozess errichtet haben, 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges so tiefgreifend erschüttert wird.

Warum ist für Russland die Ukraine so wichtig, dass es so viel riskiert?
Ischinger: Aus meiner Sicht geht es bei der russischen Strategie nur vordergründig um die Ukraine. Es geht in Wirklichkeit um das strategische Verhältnis zwischen Russland und Amerika, es geht um Moskaus Rolle in der Welt. Es geht darum, welches Verhältnis Russland zur NATO und zur Europäischen Union entwickelt. Es geht also um sehr viel grundsätzlichere, strategische Fragen als nur um den Donbass oder die Krim.

Starkes Interesse osteuropäischer Länder an unserem Gesellschaftsmodell

Welche Interessen hat die EU an einer Heranführung der Ukraine?
Ischinger: Wir sollten zunächst von den Wünschen ausgehen, die unsere Nachbarn an uns richten. Die Osteuropäer hatten nach dem Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Paktes den dringenden Wunsch, sich der westlichen Welt anzuschließen, sowohl was die Mitgliedschaft der NATO anging, als auch die wirtschaftlich und politisch noch viel bedeutsamere Zugehörigkeit zur EU. Die ukrainische Führung hat lange gezögert. Aber die Ukrainer haben sich dagegen aufgelehnt, als im Winter 2013/2014 die ukrainische Führung einen Schritt in Richtung Westorientierung zurücknahm. Das führte zu den Ereignissen auf dem Majdan und zur revolutionsartigen Verabschiedung des damaligen Präsidenten Viktor Janukowytsch. Es gab und gibt in osteuropäischen Ländern ein starkes Interesse, sich dem westlichen und offenen Gesellschaftsmodell anzuschließen, sich zu befreien von den Zwängen korrupter Gesellschaften, die aus den früheren kommunistischen Regimen hervorgegangen sind. Diesen Wunsch können wir doch nicht ignorieren.

Solche Wünsche existierten in den 1990er-Jahren in Russland auch. Welche Versuche gab es, auf Russland zuzugehen?
Ischinger: Es gab die Vorstellung, dass man angesichts der beginnenden NATO-Erweiterung auch mit Russland einen Prozess beginnt, der zu einem kooperativen Miteinander führen würde. Diese Vorstellung hat sich nicht verwirklichen lassen und ich denke, daran tragen alle Beteiligten – auch Russland selbst – eine erhebliche Mitverantwortung. Es ist uns nicht gelungen, das Verhältnis zwischen NATO und Russland so weiterzuentwickeln, dass man in Moskau das Gefühl entwickelt hat, man gehört dazu.

Sehen Sie Ansatzpunkte, eines Tages zu einem solchen Verhältnis zu kommen?
Ischinger: In der Außenpolitik gilt immer der Satz „It takes two to tango“. Wir können noch so schöne Konzeptionen in unseren Planungsstäben entwickeln: Wenn die andere Seite nicht will, wird daraus nichts. Moskau fordert die Anerkennung eines Sicherheitsinteresses, das sich nur befriedigen lässt, wenn Länder wie die Ukraine oder Georgien einen Status minderer Souveränität hätten, wenn sie akzeptierten, zur russischen Einflusssphäre zu zählen. Hier können wir Russland nicht entgegenkommen. Wir würden unsere eigenen Werte verraten, die eben auch darin bestehen, dass jeder Staat sich seine Allianzen, seine Zugehörigkeiten selbst wählen können soll. Wir können nicht im Nachhinein verordnen, dass die Ukraine nicht die gleichen Freiheits- und Zugehörigkeitsrechte für sich in Anspruch nehmen kann wie etwa Litauen oder Bulgarien.

Östliche NATO-Partner haben einen Anspruch auf Solidarität

Sind Sanktionen und eine erhöhte Verteidigungsbereitschaft der NATO in Osteuropa angemessene und auch wirksame Antworten auf das russische Vorgehen?
Ischinger: Unsere östlichen NATO-Partner haben das Bedürfnis, abgesichert zu sein. Sie haben nach den Ereignissen in der Ukraine Angst vor möglichen russischen Übergriffen. Insoweit haben sie denselben Anspruch auf Solidarität der NATO, den wir Deutschen für selbstverständlich gehalten haben über Jahrzehnte des Kalten Krieges. Wir brauchen aber nicht nur eine militärische Eindämmungs- und Rückversicherungsstrategie, sondern müssen diese ergänzen durch eine Strategie, die die Tür gegenüber Moskau offen hält und Russland zeigt, dass seine Westgrenze nicht bedroht ist. Wir müssen deutlich machen, dass EU und NATO keine Absichten haben, die mit russischen Sicherheitsinteressen nicht vereinbar sind. Dieses Missverständnis auszuräumen, mit Russland wieder ins Gespräch zu kommen und die gegenwärtige Sprachlosigkeit zu überwinden, muss der zweite Teil unserer Doppelstrategie sein.

In der russischen Wahrnehmung regiert der Hausherr im Kreml ein riesiges, aber dünn besiedeltes Land mit Grenzen zu China und zur islamischen Welt und sieht sich mit der Möglichkeit konfrontiert, dass die NATO eines Tages direkt an der russischen Grenze stehen könnte. Ist die russische Sorge vor einer „Einkreisung“ von der Hand zu weisen?
Ischinger: Dass in Moskau solche Sorgen existieren, ist richtig. Wenn man westliche Raketensysteme etwa im Osten Polens stationieren will, muss man zur Kenntnis nehmen, wie kurz die Vorwarnzeiten für Städte wie Sankt Petersburg oder Moskau wären und dass das aus russischer Sicht eine untragbare Gefährdung der eigenen Sicherheitslage darstellen würde. Das Traurige ist, dass wir uns seit 20 Jahren gegenseitig versichern, dass wir uns nicht mehr als Gegner betrachten, sondern Partner sein wollen. Wir müssen jetzt leider wieder bei null anfangen, etwa bei der Frage, wie wir militärisches Vertrauen aufbauen – und darauf aufbauend auch politisches und gesellschaftliches Vertrauen.

Allseits akzeptierte Sicherheitsordnung des 21. Jahrhunderts ist möglich

Wie könnte das konkret gehen?
Ischinger: Wir haben in den vergangenen Monaten militärische Muskelspiele erlebt, Flugbewegungen über dem Nordatlantik etwa, mit denen man sich gegenseitig zeigt, dass man für Radarschirme unsichtbar den Luftraum beherrscht. All dies ist hochgefährlich. Ein falscher Knopfdruck, und unkontrollierbare Folgen könnten eintreten. Der erste notwendige Schritt wäre, dass die NATO und Russland sich auf Spielregeln für solche manöverartigen Bewegungen einigen, gegenseitige Zurückhaltung üben. Das wäre ein erster Schritt der Vertrauensbildung. Er würde die Glaubwürdigkeit gegenseitiger Versicherungen erhöhen und möglicherweise die Tür öffnen für Gespräche auch über andere Bereiche.

Ist ein neuer Helsinki-Prozess nötig?
Ischinger: Es gibt keinen Grund, warum es zwischen Russland und den westlichen Führungsmächten keine Bekräftigung der Grundregeln geben sollte, die wir mit Helsinki und der Charta von Paris gefunden haben. Es ist damals in Zeiten schwerster gegenseitiger Bedrohung gelungen, Elemente einer gemeinsamen Sicherheitsordnung aufzubauen. Ich bin derzeit Vorsitzender eines Panels der OSZE, das bis Ende des Jahres Empfehlungen geben soll, wie die europäische Sicherheitsordnung widerstandsfähiger gegen solche Krisen gemacht werden könnte. Man braucht aus meiner Sicht kleinere Formate, wie wir sie beispielsweise in der Ukrainekrise mit dem Normandie-Format und im Falle des Irans mit den Drei-Plus-Drei-Gesprächen gefunden haben. Solche Gesprächskreise könnten hilfreich sein, um einen – nennen wir ihn mal Helsinki-2-Prozess – in Gang zu setzen, der im Rahmen der OSZE auch zu einem Gipfeltreffen und zur Bekräftigung einer allseits akzeptierten Sicherheitsordnung des 21. Jahrhunderts führen könnte. Das ist ein großes und wichtiges Ziel und wir werden hoffentlich am Ende des Jahres dazu sinnvolle Vorschläge präsentieren können.

http://www.bundeswehr-journal.de/2015/der-westen-und-russland-die-sprachlosigkeit-ueberwinden/

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OSZE-Beobachter 21.309 'Freiwillige'

Beitrag  telzer am So 9 Aug 2015 - 12:47

Über RIA Novosti

OSZE-Beobachter sagen, 21.309 'Freiwillige' kamen im vergangenen Jahr über RuSSland in die Ukraine

Laut Paul Picard, dem Chef der OSZE Beobachter im Osten der Ukraine, wurden russische Fahrzeuge gesehen die sich zwischen Russland und der Ukraine in beiden Richtungen bewegten. Davon 21 Fahrzeuge "Fracht-200", ein russischer Militärcode für die Gefallenen.

Auf einer Pressekonferenz, berichtete Picard auch, dass zwischen dem 1. September 2014 und 4. August 2015, sahen Beobachter 21.309 Menschen die in Uniform über die Grenze an den Checkpoints "Gukovo" und "Donetsk" in die Ukraine wechselten. Picard sagt, diese Männer identifizierten sich als "Freiwillige", und dass sich die Bewegung der Uniformierten über die Grenze in den letzten Tagen fortgesetzt hat.

Beobachter berichten, dass sie keine militärische Ausrüstung sehen, die über Grenze kommt.

Oh, ist die OSZE immer noch blind facepalm


Quelle : OSZE Beobachter sehen "Freiwillige" die Grenze wechseln


Zuletzt von telzer am So 9 Aug 2015 - 12:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : quelle dazu)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mo 10 Aug 2015 - 20:49


Russischer General koordiniert das Handeln der Separatisten!

Im Gebiet des Donbass, das von Separatisten kontrolliert wird, hält sich zurzeit der stellvertretende Kommandierende des Heeres der Russischen Föderation Generaloberst Alexander Lenzow auf. Dies teilte das Pressezentrum des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte am Montag mit. Der Generalstab vermutet, dass Lenzow die Tätigkeit der prorussischen Kämpfer koordiniert.

Lenzow war früher im Gemeinsamen Zentrum zur Kontrolle und Koordinierung zu Fragen von Feuereinstellung und Stabilisierung tätig.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=4119




Russische Offiziere bilden Separatisten in Ostukraine aus

In der Nähe der ostukrainischen Stadt Jenakijewo wurde ein neues Trainingslager für prorussische Separatisten eingerichtet. Das teilte Leiter der Mediengruppe „Informationswiderstand“, Dmytro Tymtschuk, am Montag auf seiner Facebook-Seite mit. Die meisten Separatisten, die dort ausgebildet werden, stammen laut Tymtschuk aus der benachbarten Stadt Horliwka, die Instrukteure sind russische Offiziere. Im Trainingslager, so Tymtschuk, befinden sich schwere Waffen, darunter Artillerie und Panzer.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=4120

Typisch mal wieder, das sogenannte "Spiegeln" der Russen! Denn all das, was sie selber tun, werfen sie jedesmal im Voraus den Amis vor, auf ukrainischer Seite zu tun augenroll

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Di 11 Aug 2015 - 15:40

Nationaler Sicherheits- und Verteidigungsrat: Russland plant blutige Provokationen in Ostukraine

Russische Geheimdienste bereiten nach Informationen des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine blutige Provokationen mit zahlreichen Opfern im Donbass vor.

Das teilte der Chef des Sicherheitsrats Olexandr Turtschynow mit, berichtete der Pressedienst der Behörde am Montag. Als Ziele für ihre Anschläge, so Turtschynow, suchen die russischen Geheimdienste Orte aus, bei denen sie möglichst viele Menschen treffen können, etwa Kindergärten, Bildungseinrichtungen, Wohnhäuser und infrastrukturelle Objekte. Dadurch will Russland laut dem Chef des Sicherheitsrats eine Opferzahl unter der Zivilbevölkerung erreichen, die vergleichbar mit der Opferzahl beim Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs MH17 vor einem Jahr über dem Donbass vergleichbar wäre. Dieses blutige Verbrechen, so Turtschynow, wollen die russischen Geheimdienste den ukrainischen Kräften zuschreiben. Das Ziel der von Russland geplanten Provokationen sei es, die ukrainische Regierung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bezichtigen, die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft von der Verantwortung Russlands für den MH17-Abschuss abzulenken, die russische Aggression gegen die Ukraine zu legitimieren und die internationale Unterstützung der Ukraine zu untergraben.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=4212

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Erpel am Di 11 Aug 2015 - 22:48

Die Russen machen ständig blutige Provokationen.

Das ist leider nichts neues. Evil or Very Mad
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Mi 12 Aug 2015 - 15:30

Mir kann auch keiner erzählen, dass die Anschläge der vergangenen Monate, in Odessa Charkiv und entlang der Frontlinie, nicht von Russen, bzw. deren Helfershelfern in den Reihen der ukrainischen Bevölkerung, durchgeführt wurden.
Auch die immer wieder aufgetauchten, verschleierten Waffen- und Munitionstransporte im Kernland, gehen hier eindeutig auf das Konto der prorussischen Kräfte.
(und von wem werden die nicht nur logistisch unterstützt, "Dem RuSSen" )

Es ist schon ganz gut, dass immer wieder mal, wie gerade gestern, hochrangige Mitarbeiter bei SBU und Militär, wegen Spionage verhaftet werden Very Happy

Weiter so
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Mi 12 Aug 2015 - 17:30

Natürlich passiert mal wieder rein gar nichts von westlicher Seite! Ah okay, es wurde "Bedauern" vom deutschen Aussenministerium ausgedrückt augenroll

Ostukraine: Angriffe der Separatisten dauern an

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine beschießen weiterhin die ukrainischen Kräfte und setzen dabei Waffen ein, die vom Minsker Friedensabkommen verboten sind.

Dies teilte das Pressezentrum der Anti-Terror-Operation am Mittwoch mit. Am Dienstag haben die prorussischen Milizen insgesamt 87 Mal Feuer gegen die Stellungen der ukrainischen Regierungstruppen eröffnet, so das ATO-Pressezentrum. Dabei haben sie 12 Mal Artillerie, 21 Mal Mörser, 5 Mal Mehrfachraketenwerfer und 65 Mal Granatwerfer und Handfeuerwaffen verwendet.

Später teilte der Sprecher der Präsidialverwaltung für die Fragen der Anti-Terror-Operation mit, dass ein ukrainischer Soldat infolge der Beschießungen getötet wurde. Drei weitere Militärangehörige haben Verletzungen erlitten.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=4302

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Do 13 Aug 2015 - 14:06

Turtschynow spricht über „Kriegshandlungen“ im Konfliktgebiet

ukrinform.ua schrieb: Kiew, den 13. August /Ukrinform/. 153 Angriffe der Terroristen auf die Stellungen der ukrainischen Armee bedeuten praktisch „Kriegshandlungen“. So kommentierte der Sekretär des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Olexandr Turschynow, die Lage im Konfliktgebiet. Er befand sich am Donnerstag im Verteidigungssektor „B“ im Donbass.

Turtschynow sagte, dieser Tag sei ein „schwarzer Rekord“ seit der Unterzeichnung der Vereinbarungen von Minsk. „ Diese Intensität des feindlichen Feuers entspricht praktisch den aktiven Kriegshandlungen“, betonte er.

Die Angaben über die Bewegungen von russisch-terroristischen Truppen und Technik beweisen, dass der Feind eine Offensive vorbereitet, erklärte Turtschynow. Solche Vorstöße hätten schon in Marjinka und im Raum Nowolaspy-Starohnatiwka gegeben.

Die größte Zahl der Angriffe entfällt, laut Turtschynow, auf den Sektor „B“ im Raum Awdiiwka, Opytne, Pisky und Wodjane. Die Terroristen setzen hier großkalibrige Waffen und Mehrfachraketenwerfer ein, die in Minsk verboten wurden.


Ja um den 24. August geht es los , der Tag naht mit Riesenschritten , dieser Termin hat ja schon "geschichtsrächtige negative Bedeutung"
Aktiver Eintritt von Russland in den Krieg gegen die Ukraine bei Ilowajsk Sad

Quelle : Turschynow spricht über "Kriegshandlungen" im Konfliktgebiet

Warum eigentlich immer noch Konfliktgebiet ?! hmm



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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Do 13 Aug 2015 - 15:56

Die Frage ist eigentlich nur noch wann die Grossoffensive startet

Rebellen ziehen an vordersten Linie Kräfte und Militärtechnik zusammen
Russisch-terroristische Kräfte im Donbass versetzen zusätzliche Truppen und ziehen schwere Militärausrüstung zur vordersten Linie des Konfliktgebiets zusammen.
Das erklärte der Vertreter der Präsidialverwaltung für ATO-Fragen, Oleksandr Motusjanyk, auf einem Briefing in Kiew, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Die Lage im Osten der Ukraine verschlechtert sich weiter: der Feind versetzt die Zusatzkräfte zu der vordersten Linie, zieht schwere Militärausrüstung zusammen und setzt sie ein“, sagte Motusjanyk.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/rebellen_ziehen_zur_vordersten_linie_krfte_und_militrtechnik_zusammen_17127
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Fr 14 Aug 2015 - 0:04

Lesenswert

Fünf Illusionen über das System Putin

Eine Realitätsprüfung populärer Thesen

Im Kontext der Ukrainekrise, die sich zu einer grundlegenden Krise des Westens mit Russland ausgeweitet hat, spielen „hybride Kriegsführung“, Propaganda, Verschwörungstheorien und vor allem unterschiedliche Perzeptionen eine wesentliche Rolle. Gerade im westlichen Diskurs beeinflussen einige Fehlinterpretationen mit Blick auf die Machtstrukturen in Moskau die Bewertung der Krise.

Russland indes wähnt sich sowohl durch die militärische Stärke einer von den USA dominierten NATO als auch von der EU-Nachbarschaftspolitik bedroht. Zudem schließt Moskau aus den westlichen Interventionen in Kosovo, Irak oder Libyen, dass der Westen die Regeln des Völkerrechts stets für den eigenen Nutzen auslegen würde.

Im Folgenden sollen fünf zentrale Illusionen im Verständnis des Verhältnisses des Westens zu Russland und der inneren Entwicklung in dem Land hinterfragt und einem Realitäts-Check unterzogen werden. Damit verbunden sind die Beantwortung folgender Fragen: Wer ist schuld am Konflikt mit Russland? Gibt es eine politische Alternative zu Putin? Geht von den Oligarchen eine Gefahr für Putin aus? Hat die russische Führung wirklich ein Interesse an einer stabilen Nachbarschaft? Ist China ein alternativer Modernisierungspartner für Russland anstelle der EU?

Illusion 1: Der Westen ist schuld am Konflikt mit Russland.
Ein zentrales Argumentationsmuster im Konflikt zwischen Russland und dem Westen ist, dass aggressive Erweiterungspolitiken von NATO und EU nach Osteuropa und zunehmend in den postsowjetischen Raum Auslöser dieses Konfliktes gewesen seien. Russland fühle sich eingekreist und müsse sich gegen eine expansive Politik des Westens wehren.

Diese Argumentation würde voraussetzen, dass es einen strategischen Plan von NATO und EU gibt, aktiv den postsowjetischen Raum zu integrieren und Russlands Macht zu begrenzen. Im Gegensatz zu Russlands Integrationsprojekten, allen voran der Eurasischen Wirtschaftsunion, beruht die Integration in NATO und EU jedoch auf Freiwilligkeit und nicht auf einem Druck- und Anreizsystem.

Es mag ein US-amerikanisches Interesse gegeben haben, Georgien und der Ukraine eine NATO-Beitrittsperspektive, die die Führungen beider Länder angestrebt haben, während des Gipfels in Bukarest 2008 anzubieten. Jedoch scheint dieses Interesse nicht so groß gewesen zu sein, dass Washington dem Druck wichtiger anderer Mitgliedstaaten der Allianz, besonders Deutschland und Frankreich, nachgegeben hat, doch lieber auf einen langfristigen Annäherungsprozess unter Einbindung Russlands zu setzen. Eine Mehrheit der Georgier und seit dem Krieg in der Ostukraine erstmals auch der Ukrainer dagegen sehen die NATO-Mitgliedschaft als Garanten für Sicherheit gegenüber einem immer aggressiver auftretenden Russland.

Auch die Abneigung einer Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten, den Ländern der Östlichen Partnerschaft (ÖP) eine Beitrittsperspektive zu geben, hat sich erneut auf dem Riga-Gipfel im Mai gezeigt und führt zu einer wachsenden Enttäuschung in diesen Ländern. Gleichzeitig gilt die Assoziierung mit der EU als Chance, sich zu modernisieren.

Der Hauptgrund für den sich verschärfenden Konflikt zwischen Russland und dem Westen liegt nicht in der Aggression des Westens, sondern im Legitimationsdefizit des Systems Putin. Mit der globalen Finanzkrise 2008/2009 wurde deutlich, dass das russische Wirtschaftswachstum von 2000 bis 2008, das vor allem auf dem Export von Rohstoffen basierte, jedoch jegliche Grundlage für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Modernisierung fehlt. Damit war auch der Gesellschaftsvertrag – wachsender Wohlstand für politische Innaktivität – vonseiten des Regimes nicht mehr einzuhalten. Die Massendemonstrationen 2011/2012 in Moskau und Sankt Petersburg im Umfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen haben dem Regime gezeigt, dass es die Unterstützung eines wachsenden Teils der Gesellschaft aufgrund von Modernisierungsdefiziten verloren hat.

Als Reaktion darauf hat Wladimir Putin mit seiner Rückkehr ins Präsidentenamt 2012 seine Macht nach Innen durch Druck auf die Opposition, unabhängige Medien und Zivilgesellschaft abgesichert sowie durch massive mediale Propaganda gegen den Westen unterstützt. Die Annexion der Krim gegen den Willen des Westens hat Putin Legitimität in der Bevölkerung zurückgegeben, mit Zustimmungsraten von über 80 Prozent (im Gegensatz zu zeitweise unter 40 Prozent 2013). Die Mobilisierung einer Mehrheit der Gesellschaft gegen innere (vom Westen bezahlte NGOs, Opposition, Medien) und äußere Feinde (der Westen und insbesondere die USA) ist zur zentralen Legitimationsressource des Systems Putin geworden. Die russische Führung hat im Moment kein Interesse, dieses Feindbild aufzugeben und die Auseinandersetzung um die Ukraine zu lösen, da dann die Wirtschaftskrise und die Modernisierungsdefizite wieder in den Vordergrund treten würden.

Illusion 2: Putin ist nicht zu ersetzen und nach ihm wird es nur schlimmer.:

Wladimir Putin hat seit seiner Wahl zum Präsidenten 2000 systematisch seine Machtposition ausgebaut und loyale Personen aus dem Sicherheitsapparat, insbesondere dem Geheimdienst, und aus seiner Zeit in der Sankt Petersburger Verwaltung in den 1990er-Jahren in Schlüsselpositionen gesetzt. Gleichzeitig ist Putin ein Moderator zwischen verschiedenen Gruppen, die nicht im westlichen Sinne Interessengruppen sind, sondern in dem einen oder anderen Abhängigkeitsverhältnis von Putin stehen. Korruption ist systemimmanent, Loyalität basiert in höchsten politischen Führungskreisen auf den Möglichkeiten des Präsidenten, Ressourcen zu verteilen. Trotzdem muss Putin einen Interessenausgleich zwischen diesen Gruppen finden und Konflikte ausgleichen.

Aufgrund der oben erwähnten Legitimierungsdefizite und der Entscheidung für Repression anstatt Modernisierung hat Putin seit seiner Wiederwahl 2012 die bis dahin bestehende Balance zwischen dem eher wirtschaftsliberalen Teil der Elite und den Vertretern des Sicherheitsapparates (die „Silowiki“ im russischen Sprachgebrauch) mit dem Ziel des Machterhalts zugunsten der zweiten Gruppe verschoben. Das hat zu Konflikten und Umverteilung von Ressourcen innerhalb der Elite geführt.

Gleichzeitig ist Putin eine PR-Figur, die dem Bedürfnis einer großen Mehrheit der Bevölkerung nach einer starken, nationalen Führungsfigur Rechnung trägt. Zentral für die Generierung hoher Zustimmungsraten ist ein bestimmtes Bild von der Figur Putin, das Medien und Propaganda im öffentlichen Diskurs erschaffen. Teil dieses „Mythos Putin“ ist, dass er unersetzlich wäre (so wie Boris Jelzin auch zeitweise im öffentlichen Diskurs dargestellt wurde) und dass nur er Stabilität und eine politische Berechenbarkeit garantiere. Jedoch genauso wie man Jelzin ersetzen konnte und ein eher unbekannter Geheimdienstoffizier russischer Präsident werden konnte, wäre es möglich, eine neue Person durch mediale Unterstützung aufzubauen – allerdings nur, falls ein Konsens darüber in den Elitenzirkeln bestünde.

Ob Russland noch nationalistischer oder aggressiver nach Putin wird, bleibt abzuwarten. Auch wenn die aktuelle Führung Ressentiments in der russischen Gesellschaft fördert, sind Intoleranz, imperiale Nostalgie, ein wachsender russischer Ethnonationalismus, Paternalismus und anti-westliches Denken Teil der politischen Kultur in der russischen Gesellschaft.

Illusion 3: Je schlechter die ökonomische Lage in Russland wird, desto mehr wird der Druck der Oligarchen auf das System wachsen.:

Über die Stabilität des Systems Putin und die Gefahren eines ökonomischen Zerfalls gibt es verschiedene Theorien, die eher etwas mit Kreml-Astrologie zu tun haben als mit der Realität. Die Demonstrationsbereitschaft einer großen Mehrheit der Russen ist 2015 auf einem Tiefstand und viele, die 2011/2012 auf der Straße waren, sind jetzt Patrioten oder haben das Land verlassen.

Einer der wichtigsten Erfolge von Wladimir Putin bei der Konsolidierung seiner eigenen Machtposition war die Zähmung der Oligarchen. Während mächtige Personen hinter Jelzin, wie Boris Beresowski und Wladimir Gussinski, emigrierten, statuierte Putin mit Michail Chodorkoswki ein Exempel, das die Dominanz des Staates über die Wirtschaft zementierte. Alle unter Putin erfolgreichen Oligarchen stammen entweder aus seinem ehemaligen Umfeld im Geheimdienst und aus Sankt Petersburg oder haben sich den neuen Regeln angepasst. Nur der Präsident entscheidet, wer welche großen Unternehmen übernehmen kann.

Gleichzeitig haben die globale Finanzkrise 2008/2009 und die westlichen Sanktionen in der Ukrainekrise die Abhängigkeit der Oligarchen vom Staat weiter wachsen lassen. Seit 2009 war es einigen Oligarchen nur über Kredite der großen staatlichen Banken möglich, ihre Auslandsschulden zu refinanzieren. Dieser Trend hat sich 2014 mit den Finanzsanktionen im Kontext des Krieges in der Ostukraine verstärkt, da sich der Zugang zu und die Refinanzierung von Kreditrückzahlungen über den internationalen Finanzmarkt für viele russischen Unternehmen geschlossen haben. Damit muss erneut der Staat mit seinen Banken einspringen und die Abhängigkeit wächst weiter: Die Loyalität gegenüber Putin ist zu einer wichtigen Voraussetzung für das finanzielle Überleben vieler russischer Oligarchen geworden.

Sollte der politische und ökonomische Druck auf sie allerdings noch weiter wachsen, besitzen praktisch alle Oligarchen Immobilien, Bankkonten oder Investitionen innerhalb der EU oder den USA und könnten das Land ohne Probleme für immer verlassen.

Illusion 4: Russland und die EU haben ein gemeinsames Interesse an einer stabilen Nachbarschaft.:

Während die EU-Nachbarschaftspolitik dazu dient, neben dem Erschließen neuer Märkte in erster Linie durch Modernisierung von politischen und wirtschaftlichen Strukturen die Länder der ÖP zu stabilisieren, erscheint die russische Politik in dieser Region vor allem als destabilisierend und revisionistisch. Für die russische Führung ist das zentrale Ziel, den eigenen postsowjetischen Einflussbereich abzusichern und durch den Westen anerkannt zu bekommen.

Sezessionskonflikte auf den Territorien der postsowjetischen Nachbarstaaten zu fördern ist dabei zu einem wichtigen Instrument der Kontrolle und Einflussnahme auf diese Länder geworden. Mit der schleichenden russischen Eingliederung von Südossetien und Abchasien seit 2008, der Annexion der Krim 2014 und dem Krieg in der Ostukraine verfolgt die russische Führung das Ziel, eine Integration dieser Staaten in EU und NATO zu verhindern.

Gleichzeitig erscheint aus Moskauer Sicht eine „Bosnisierung“ (im russischen Sprachgebrauch „Bosnisatsia“) der Ukraine attraktiver als deren Europäisierung – lieber dauerhaft instabile Territorien, die Moskau direkt oder indirekt kontrollieren kann, als Einflussverlust. Dabei werden über hybride Kriegsführung Staaten destabilisiert und in einem intransparenten Umfeld, das die Staaten selbst nicht kontrollieren können, kriminelle Strukturen gefördert. Das Ergebnis sind die Manifestierung schwacher Staaten und deren weitere Destabilisierung, falls nötig bis hin zu „failed states“. Aus der Perspektive Moskaus hat Nichtintegration in den Westen Vorrang vor sozioökonomischer Entwicklung. Der Nordkaukasus und allen voran Tschetschenien unter Ramsan Kadyrow sind Beispiele dafür, wie Russland mit der politischen und ökonomischen Entwicklung der eigenen Peripherie scheitert und letztlich mafiöse Strukturen finanziert, damit diese für Ruhe sorgen, und wie es damit den Terror und Unkontrollierbarkeit auch auf eigenem Territorium weiter befördert.

Illusion 5: Russland hat eine alternative Entwicklungsoption mit China und der Eurasischen Wirtschaftsunion.:

Russland hat vor allem ein Diversifizierungsproblem in Bezug auf den Export von Rohstoffen. Die gesamte Pipeline-Infrastruktur ist auf den europäischen Markt, inklusive Türkei und Ukraine, ausgerichtet. Damit generiert Russland einen großen Teil seiner Einnahmen aus dem Export in den stagnierenden Markt EU. Die Wachstumsmärkte in Asien hat es praktisch nicht erschlossen, erste Abkommen mit China kommen in der Umsetzung nur schleppend voran, und in einer Situation eines Konfliktes mit der EU gerät Moskau damit in eine schlechtere Verhandlungsposition gegenüber Peking.

Im Gegensatz zur EU bietet China kein Modernisierungsmodell für Russland. Das Ziel chinesischer Politik ist es, durch die Vergabe von Krediten und den Bau von Infrastruktur Zugänge zu Rohstoffen zu erschließen und neue Märkten für die eigenen Produkte zu schaffen. Dabei findet neben der begrenzten Entwicklung der dafür nötigen Infrastruktur kaum eine Modernisierung in den Zielländern statt. Russland würde mit der jüngst propagierten Ausrichtung auf China eher ein Rohstofflieferant bleiben, als zu einem Produzenten von hochwertigen Produkten werden, und somit nur Juniorpartner für Peking sein. Trotzdem sollte das Potenzial der beiden Staaten, US-dominierte internationale Institutionen zu schwächen, nicht unterschätzt werden, da zwischen ihnen eine echte Interessenkongruenz besteht.

Die Kooperation mit der EU hat in einigen Bereichen zu einer Modernisierung in Russland geführt, die aber aufgrund der Barrieren für Wettbewerb und Investitionen durch die Dominanz des Staates eine begrenzte Wirkung hat. Gleichzeitig bietet die Eurasische Wirtschaftsunion mit dem am Modell der EU orientierten Ziel eines gemeinsamen Raumes von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeit nur ein begrenztes Entwicklungspotenzial für ihre Mitgliedstaaten. Das liegt an der geringen Innovationsfähigkeit der beteiligten postsowjetischen Staaten, der begrenzten Bevölkerungszahl und der unterentwickelten Infrastruktur.

Mit Blick auf die Gründungsstaaten ergänzen sich die Volkswirtschaften von Russland und Kasachstan wenig, da sie beide in erster Linie auf dem Export von Rohstoffen basieren. Die Integration zwischen Belarus und Russland war bereits im Rahmen des bestehenden Unionsstaates weit fortgeschritten und für Moskau wegen der Subventionen im Öl- und Gasbereich bisher eher ein Verlustgeschäft. Auch Länder wie Armenien und Kirgistan sind aufgrund ihrer Strukturdefizite und einseitigen Abhängigkeit vom russischen Markt eher Kosten- als Nutzenfaktoren. Einseitig von ihm selbst finanziert, befördert Russland durch ein in erster Linie bilaterales Anreiz- und Drucksystem die Integration in die Eurasische Wirtschaftsunion und verfestigt damit gleichzeitig die bestehenden Modernisierungsdefizite in diesen Ländern.

Ein bereits mehrfach – zuletzt von der Bundeskanzlerin – vorgeschlagenes Modell einer europäisch-russischen Freihandelszone von „Lissabon bis Wladiwostok“ hat Moskau bislang weitgehend ignoriert. Das Konzept einer gemeinsamen Freihandelszone ist erstmals vom russischen Präsidenten Putin der EU 2011 vorgeschlagen worden, jedoch damals von der EU-Politik als wenig realistisch kaum ernst genommen worden. Dagegen ist von russischer Seite im Kontext des Konfliktes um die Ukraine die Eurasische Wirtschaftsunion als Instrument gegen den Einfluss von Instrumenten der EU-Nachbarschaftspolitik in der postsowjetischen Region ausgebaut worden.

https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/weitere-publikationen/fuenf-illusionen-ueber-das-system-putin

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Fr 14 Aug 2015 - 13:06

Turtschynow spricht vom Kriegszustand, falls sich die Situation in ATO-Zone zuspitzen sollte
Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Oleksandr Turtschynow, erwägt die Verhängung des Kriegszustandes bei der Zuspitzung der Lage in der Zone der Antiterror-Operation (ATO).
Das sagte er bei der Präsentation der Maschinen des Kiewer Werkes, das gepanzerte Fahrzeuge produziert, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Wenn die russischen Truppen wieder aktiv vorgehen werden, werden wir natürlich dazu gezwungen sein, den Kriegszustand zu verhängen und die stärkere Mobilmachung unseres Militärpotenzials, das es in dem Lande gibt, durchführen müssen“, sagte er.
Turtschynow fügte auch hinzu, dass alle Streitkräfte der Ukraine zum Tag der Unabhängigkeit der Ukraine in einem hohen Einsatzbereitschafszustand sein werden, um mögliche Provokation seitens Russlands zu verhindern.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/turtschynow_spricht_vom_kriegszustand_falls_sich_die_situation_in_ato_zuspitzen_soll


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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Sa 15 Aug 2015 - 14:30

Tag in ATO-Zone: Feind erhöht seine Aktivität
Am 14. August war die Feueraktivität des Feindes in der Zone der Antiterror-Operation (ATO) am höchsten in den letzten Monaten.
Darüber berichtet das Pressezentrum des ATO-Stabs.
Insgesamt haben die russisch-terroristischen Kräfte binnen des gestrigen Tages 175 Mal den Waffenstillstand verletzt. 25 Mal haben die Rebellen die Artillerie, 64 Mal Mörser, 19 Mal Raketenwerfer BM-21 „Grad“ und 93 Mal Kleinwaffen und Granatwerfer eingesetzt.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/tag_in_ato_feind_erhht_seine_aktivitt_17145
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Umnichka am Sa 15 Aug 2015 - 18:12

Die Intensität der Russen wird immer mehr angezogen!

Sabotage- und Spähtrupps der Separatisten aktiver geworden

Die prorussischen Milizen in der Ostukraine beschießen nicht nur intensiv die Stellungen der ukrainischen Regierungstruppen, sondern setzten zunehmend aktiv auch Sabotage- und Spähtrupps ein. Dies teilte der Leiter der Mediengruppe „Informationswiderstand“, Dmytro Tymtschuk, am Freitag mit. Ihm zufolge betreiben die Separatisten außerdem aktiv Aufklärung mittels Drohnen.

http://www.nrcu.gov.ua/de/news.html?newsID=4508

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Mi 19 Aug 2015 - 13:31

dem Ukrainischen Regisseur Sentsov drohen bis zu 23 Jahre Haft im russischen Gefängnis



Die russische Staatsanwaltschaft hat das Gericht gebeten, dem ukrainischen Regisseur Oleh Sentsov, dem versuchter Terrorismus auf dem Territorium der Krim vorgeworfen wird, zu einer 23-jährigen Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis zu verurteilen, berichtet ein Korrespondent des russischen Fernsehsenders Dozhd aus Rostov am Don.

Die Staatsanwälte fordern auch 12 Jahre Haft für einen anderen Angeklagten in dem Fall, Aktivist Oleksandr Kolchenko.
Nach russischer Untersuchung hat der Bürger der Ukraine Oleh Sentsov zusammen mit seinem Komplizen Terroranschläge auf der Krim nach Übernahme durch die Russischen Föderation vorbereitet.

Sentsov bestreitet alle Vorwürfe und beteuert seine Unschuld.

Wie UNIAN bereits berichtet hat, begann am 27. Juli vor dem russische Gerichts die Vernehmung von Zeugen gegen den ukrainischen Regisseur Oleh Sentsov und Aktivist Oleksandr Kolchenko. Beiden werden Vorbereitung von Terroranschlägen auf der Krim vorgeworfen. Einer der wichtigsten Zeugen im Fall, Hennadiy Afanasiev weigert sich, gegen die ukrainischen Angeklagten auszusagen, und sagte, dass er sie unter Druck gegeben hatte.

Quelle : Ukrainischem Regisseur drohen bis zu 23 Jahre Haft


Zuletzt von Umnichka am Mi 19 Aug 2015 - 13:55 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Kleine Korrektur)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Dicker am Mi 19 Aug 2015 - 15:14

Die verwechseln wer die Terroristen sind

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Mi 19 Aug 2015 - 17:50

"Die junge Generation wird die Ukraine verändern"

Wie bildet man eine neue Generation von aktiven Bürgern aus, die am öffentlichen Geschehen interessiert sind, und das in einer jungen Demokratie, die aktuell unter Kriegseinflüssen leidet? Ein Programm mit dem Ziel, die Ukraine zu einem europäischen Land zu machen, orientiert sich auch stark an den Erfahrungen der Schweiz.
Konnte sich Bohdan Hawrylyshyn, der mit 20 seine Heimat Ukraine verliess, je vorstellen, welch erfolgsgekrönte Karriere er absolvieren und welchen Einfluss er auf die globale Wirtschaft und politische Prozesse ausüben würde? Wohl kaum. Aber genau dies ist geschehen.

Im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verbracht, emigrierte er danach nach Kanada. Seit den 1960er-Jahren lebt der heute 89-Jährige in Genf. An der dortigen Universität doktorierte er in Ökonomie. Später wurde Hawrylyshyn Mitglied des wegweisenden Club of Rome und Mitbegründer des World Economic Forum Davos (WEF).
Um seinem krisengeschüttelten und geopolitisch exponierten Heimatland zu helfen, gründete er 2010 die Bohdan Hawrylyshyn Foundation. Ziel der wohltätigen Organisation: die Herausbildung einer neuen Generation von Bürgern.

Nun, wer genau sind diese neuen Staatsbürger und wie sollen sie handeln? Gemäss der Stiftungs-Charta sind es "berufstätige, patriotische Ukrainer, die sich um das Gemeinwohl kümmern und sich aktiv am öffentlichen und politischen Leben beteiligen, die mit anderen zusammenarbeiten und eine kritische Masse von Menschen bilden, um die Ukraine in der Zukunft verändern zu können".

Chance für die Jugend
Seit Ende 2012 läuft das langfristig angelegte Programm "Die junge Generation wird die Ukraine verändern". Wer ausser den Jungen, die gut ausgebildet und aktiv sind, soll fähig sein, die vielfältigen Probleme des Landes anzupacken? Sie sollen die Bewohner zu einer europäischen Gesellschaft transformieren. Diese soll auf den Säulen politische Freiheit, Effizienz und Transparenz, wirtschaftliches Wohlergehen, soziale Gerechtigkeit und einem harmonischen Verhältnis zur Natur stehen.

Politik und Stadtplanung
"Die Hauptidee besteht darin, junge Menschen aus der Ukraine auf Studienreisen ins Ausland zu schicken. Dort gewinnen sie an Erfahrung, neuem Wissen und Kompetenzen. Diese können sie anwenden, wenn sie wieder in der Ukraine sind", sagt Olga Melikh, welche die Vereinigung der Programmteilnehmenden leitet.
Diese werden in sechs Zielländer entsandt. Es sind dies Polen, Österreich, Deutschland, Norwegen, Schweden und die Schweiz.

"Dort können sie dann so viele neue Ideen aufnehmen wie möglich, weil diese Länder über gut entwickelte Zivilgesellschaften, funktionierende Demokratien, effiziente Wirtschaftssysteme und keine grossen Gräben zwischen Arm und Reich verfügen." Zudem, so Melikh, würden die Menschen dort in Frieden mit der Natur leben und auf nachhaltige Entwicklungen setzen.

Weiter hier:
http://www.swissinfo.ch/direktedemokratie/direkte-demokratie-ukraine_-die-junge-generation-wird-die-ukraine-veraendern-/41591720
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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  telzer am Mi 19 Aug 2015 - 20:05

Er hat die Zeichen der zeit erkannt :

Kasachischer Präsident Nasarbajew
Zusammenfassung :
Der Ölpreis wird bei 30-40 Dollar liegen man werde sich darauf vorbereiten,
Finanzierungen/Investitionen werden immer schwieriger in den nächsten Jahren
Er bemerkt den schwächeren Handel von Kasachischen Produkten mit Russland und China


Quelle : Schwieriges Wirtschaftumfeld in Kasachstan


Zuletzt von Umnichka am Mi 19 Aug 2015 - 20:21 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Zusatz)

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Re: Meldungen von sonstigen Onlinemedien! (alt)

Beitrag  Thomas am Sa 22 Aug 2015 - 15:05

Russland tarnt eigene Pläne mit Falschmeldungen über Offensive der ukrainischen Armee

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte und das Verteidigungsministerium der Ukraine sind der Ansicht, dass die Erklärungen der Separatisten über eine Offensive der ukrainischen Armee im Donbass und Vorbereitung der Terroranschläge gegen Zivilisten ein Schüren der Hysterie und eine Provokation sind, die die Torpedierung der Vereinbarungen von Minsk durch die russisch-terroristischen Truppen zum Ziel haben. Diese Erklärungen der Separatisten sind schon traditionell geworden, wenn sie sich auf aktive Kampfhandlungen vorbereiten, und verfolgen das Ziel, falsche Vorstellungen über die Tätigkeit der militärisch-politischen Führung und der Streitkräfte der Ukraine im Informationsraum zu schaffen, heißt es in der Pressemeldung des Generalstabs.

Der Generalstab kommentierte die Präsentation der Karten und Pläne durch die Separatisten, die angeblich die Offensive der ukrainischen Armee beweisen. „Diese Fake-Dokumente sollen den russischen Truppen auf dem ukrainischen Gebiet im Fall der offeneren Aggression „die Handlungsfreiheit gewähren““, heißt es.
„Wir erklärten, dass die Streitkräfte der Ukraine keine Provokationen in den Regionen Donezk und Luhansk zulassen, aber im Fall der Offensive der russischen Söldner und Kämpfer dem Feind eine Abfuhr erteilen“.

http://www.ukrinform.ua/deu/news/generalstab_russland_verhllt_ihre_plne_mit_falschmeldungen_ber_offensive_der_ukrainischen_armee_17230
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Thomas
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