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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Mo 2 März 2015 - 20:49

Europa-Parlamentarierin Sandra Kalniete aus Lettland wird Einreise nach Russland zu Nemzow-Trauerfeier verweigert
Today I arrived in Moscow to pay last tribute to Boris Nemtsov representing Latvian government as a former foreign minister and the EPP Group in the European Parliament as its Vice-Chair. In Sheremetyevo airport my diplomatic passport was detained and I was kept waiting for three hours. Finally, I was informed that I have been denied entry into Russia “according to Article 27.1 of the Law on the Procedure for Exiting and Entering the Russian Federation - for the purpose of ensuring the defensive capacity of the state or security of the state or public order or protecting the health of the general public." Now I hope to find a place in the capsule hotel “Vozdushny Expres” in the airport transit zone (infamously known as “The Snowden Hotel”) and still want my passport back…
‪#‎Nemtsov‬ ‪#‎BorisNemtsov‬


https://www.facebook.com/sandra.kalniete/posts/1062512263762473?pnref=story

Meldung gefunden bei @EuromaidanGER


Zuletzt von Umnichka am Mo 2 März 2015 - 23:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Krieg in der Ukraine – Kapituliert die EU-Politik im Angesicht der Realität?

Beitrag  telzer am Mo 2 März 2015 - 21:01

Interessanter Bericht ( unheimliche Analyse ?! )

Politik in Gesellschaft schrieb:Nein, das soll keine Medienkritik werden, die Mängel der letzten Ausgabe von Maybrit Illner mit dem Titel “Merkels Worte, Obamas Waffen – was hilft der Ukraine?” werden anderswo diskutiert. Dennoch komme ich nicht umhin, das Gefühl zu beschreiben, das mich nach Ende der Sendung überkam: Ratlosigkeit.

Es ist eine Krux – es scheint kein Mittel zu geben, das die demokratische Welt dem autoritär regierten und aggressiv auftretenden Russland entgegensetzen könnte. Setzen wir auf Diplomatie, weil wir keinen großen Krieg in Europa wollen, mühen wir uns ab, wohlwissend, dass Wladimir Putin sich nicht sonderlich um ausgehandelte Verträge kümmert und den westlichen Politikern schon mal ins Gesicht lügt.

Untermauern wir bei Verhandlungen unsere Position durch Waffenlieferungen, erhöhen wir zwar das Risiko für Russland, unterfüttern damit aber die von russischen Staatsmedien propagierte Version eines Stellvertreterkrieges, den der Westen gegen Russland angeblich führt. Das hätte eine weitere massive Aufrüstung der Separatisten durch Russland zur Folge, mit der – so der Militärberater Karl-Heinz Kamp bei Maybrit Illner – der Westen niemals mithalten könnte. Mit den Waffen, die der Westen liefern könnte, lässt sich Putin also nicht abschrecken, das ist auch die Meinung der Bundeskanzlerin. Vielmehr würden mehr Waffen zu mehr Toten führen. Vor allem das zu verhindern muss unser aller Interesse sein.

Die zwei extremen Positionen entfallen sofort. Dabei war die eine, nämlich die militärische Unterstützung der Ukraine, der Ukraine durch das Budapester Memorandum von 1994 eigentlich garantiert worden. Schon hier war im Westen die Angst vor einem großen Krieg größer als ihm die territoriale Integrität der Ukraine wichtig war. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, der Westen hat durch Punkt 10 des zweiten Minsker Abkommens, in dem festgeschrieben steht, dass sämtliche ausländische Gruppierungen und Militärtechnik aus der Ukraine abgezogen werden sollen, eine solche Option sogar schriftlich ausgeschlossen – wobei im Falle einer solchen Eskalation auch dieses Minsker Abkommen Geschichte wäre.

Doch auch eine völlige Nichteinmischung kann sich der Westen nicht leisten. Für die EU wäre es ein Armutszeugnis, versuchen wir als Wertegemeinschaft doch eine entsprechend wertegeleitete Außen- und Sicherheitspolitik zu betreiben. Dass die Ukraine zu unseren Werten strebt, darf uns nicht kalt lassen. Dass Russland der Ukraine nicht nur Steine, sondern auch Bomben in den Weg dorthin legt, muss uns erzürnen. Eine Nichteinmischung wäre Verrat an ebendiesen Werten. Wie viel sind uns also unsere Werte wert?

Die europäische Außenpolitik wird immer mehr zur Realpolitik. Nach Worten europäischer Politiker ist die Annexion zwar ein klarer Bruch des Völkerrechts, doch im Minsker Abkommen wird die Krim nicht einmal erwähnt. Wenn im Punkt 10 von dem „Territorium“ der Ukraine die Rede ist, so nehmen alle Parteien an, dass die Krim nicht mehr dazugehört, ansonsten müssten die russischen Soldaten die Halbinsel ebenfalls verlassen. Minsk 2 sichert den Separatisten indirekt Geländegewinne zu. Wie groß wird deren Territorium bei Minsk 3, 4 oder 5 sein? Die territoriale Integrität eines souveränen Staates scheint also doch verhandelbar zu sein.

Betrachtet man all die genannten Einwände, so benötigt eine wertegeleitete EU-Außenpolitik einen mächtigen Hebel, der nicht Waffen heißen darf. Es bleiben also nur Wirtschaftssanktionen. Aber nicht die Sanktiönchen, die bisher beschlossen wurden, sondern ernsthafte Sanktionen, die Russlands Führung mehr schmerzen als bisher. Zwar hat es die russische Propagandamaschinerie geschafft, ihrer Bevölkerung Sanktionen gegen einzelne Personen, Banken und Unternehmen als Angriff gegen alle Russen zu verkaufen, doch in diesen sauren Apfel muss Europa nun beißen. Die Geschichte wird die Toten dieses Krieges nicht wiederaufstehen lassen können, doch sie wird diese Verfälschungen gerade rücken. Schuld daran, dass die russische Bevölkerung leidet, trägt nicht Europa, sondern die russische Führung.

28.02.2015 · von Alexej Hock · in Europa, Russland, Ukraine

Quelle : https://politikingesellschaft.wordpress.com/2015/02/28/krieg-in-der-ukraine-kapituliert-die-eu-politik-im-angesicht-der-realitat/

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Eklat nach der Sendung von Jauch gestern abend

Beitrag  telzer am Mo 9 März 2015 - 14:28

Boris Reitschuster spricht in seinem Facebook Eintrag einen Eklat nach der Sendung von Jauch vom 08.03.2015 an

https://www.facebook.com/reitschuster/posts/1068647309817123

Und das Video zur Sendung ( für die die es verpaßt haben sollten , hat die Werbung überall nicht gereicht ?! )
https://daserste.ndr.de/guentherjauch/Putins-Russland-auf-dem-Weg-zur-Diktatur,guentherjauch492.html

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Mi 25 März 2015 - 19:45

"Erfolgsmodell Putin: Woher kommt der Hass auf Russland?", fragt heute "Konkret" auf seiner Titelseite.
Offenbar will das linke Blatt die Kampfpostille "Compact" rechts überholen. Kritik an Putin mit Hass auf Russland gleichzustellen, ist die Quintessenz der Kreml-Propaganda.
"Es muss Gründe gegen für die heftige Propaganda-Trommelei des Westens gegen Russland und seinen Präsidenten", schreibt "Konkrekt" dann in der Überschrift. Ja, Gründe für Kritik gibt es zur Genüge, die sieht - anders als offenbar "Konkret" selbst Putins Kumpel Medwedew. Die Frage ist, was die Gründe vieler Linker sind, ein System schön zu reden, das Rechtsradikale in ganz Europa unterstützt, NPD-Politiker hofiert, und das in vielem auf die gefährlichen Methoden der Diktaturen der 1930er Jahre zurückgreift.

Weitere Zitate aus dem Text: "Der Westen zieht, in seinem Alltmachtstreben gebremst, nun wirklich in den schon 2007 erwogenen neuen Kalten Krieg." Dass Putin ein Nachbarland überfallen hat, einen "heißen Krieg" startete und auf "hybride Kriegsführung" setzt, wird "konkrekt" ausgeblendet.

Der Verfasser: Jörg Kronauer, Autor des Buchs "Ukraine über alles" - Ein Expansionsbericht des Westens. Neben dem Text wirbt der C.H. Beck Verlag für Krone-Schmalz Buch "Russland verstehen" geworben. Kronauer ist laut "Konkret" ist Sozialwissenschaftler mit dem Themenschwerpunkten Neofaschismus. Ob ihm die Russisch-Kenntnisse fehlen, um seinen Themenschwerpunkt in Russland zu verfolgen? Ich würde Kronauer mal ein paar Monate in Russland mit russischem Pass wünschen - dann würde er sich das mit dem "Erfolgsmodell" sicher überlegen. Aber leider können sich viele, die eine Diktatur nie selbst erlebt haben, nicht vorstellen, was sie bedeutet.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1079337238748130&set=a.194618133886716.59413.100000155920645&type=1

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Mo 30 März 2015 - 17:06

Endlich mal jemand der sich an das Thema herantraut und auch WIRKLICH etwas dazu zu sagen hat! Kein hörensagen, oder nachplappern :daumen  Ein neutraler Augenzeugenbericht und keine stumpfsinnige (Russen-)Propaganda!

Ein Augenzeugenbericht aus Odessa vom 2.Mai 2014
Da sich demnächst der 2. Mai jährt und viele Menschen hier in Odessa mit Sorge auf diesen Jahrestag schauen, möchte ich meine Erlebnisse vom 2. Mai 2014 als Augenzeuge hier in Odessa erzählen.
In Russischen und Prorussischen Medien wird die Geschichte gerne "rückwärts" erzählt. Da wird darüber berichtet, dass "unschuldige Menschen" im Gewerkschaftshaus hier in Odessa verbrannt wurden und dass dies durch "Ukrainische Faschisten" geschah, welche von der "Kiewer Junta" gesteuert wurden.
Was stimmt ist, dass Leute verbrannt wurden und dass die Leute, welche das machten zu verurteilen und zu bestrafen sind. Aber der Rest ist Propaganda, ich werde das Erlebte daher von vorne erzählen, so wie ich es erlebt habe. Dies stellt vieles richtig.
Der 2. Mai war ein trüber Tag, es sollte ein Fußballspiel in Odessa zwischen Tschernomorez Odessa und Metallist Charkow stattfinden.

Es gab schon länger prorussische, teilweise sehr aggressive Proteste, deren Ausgangspunkt eine kleine Zeltstadt in der Nähe des Bahnhofs war. Da die Odessiten sehr liberal und weltoffen sind, duldeten sie diese Proteste. Die mehrheitliche Meinung, so wie ich sie empfand, war, dass man die Regierung in Kiew nicht sonderlich mochte, aber man keinesfalls Zustände wie in Luhansk oder Donezk haben wollte oder gar zu einem "Novarossiya" oder zu Russland gehören wollte. Die überwiegende Mehrheit war stolz darauf Ukrainer zu sein.
Ich war an diesem Morgen am Bahnhof und sah erschreckt, dass dort Männer mit Georgsbändchen (Zeichen der "Russischen Patrioten") und Handfeuerwaffen rumliefen. Auf Nachfrage bei anderen Leuten, welche dies ebenfalls sorgenvoll beobachteten, wurde mir erklärt, dass diese mit einem Zug aus Simferopol (Krim) gekommen wären. Es wurde schnell klar, dass diese mit den Demonstranten aus der naheliegenden Zeltstadt verbunden waren.

Da meine Ukrainische Frau hochschwanger war, machte ich mir über diese sehr extreme Situation Gedanken und fuhr nach Hause. Ich beobachtete dort in den vielen Livekameras in Odessa und in Livestreams, wie die Situation eskalierte. Die Fußballfans aus Odessa und Charkow machten nach dem Fußballspiel zusammen einen Demonstrationszug durch Odessa. Sie demonstrierten für eine Annäherung der Ukraine an die Europäische Union.
Die prorussischen Demonstranten begannen diese mit Pflastersteinen zu bewerfen und mit Handfeuerwaffen zu beschießen. Mir ist immer noch ein Bild im Kopf, wie ich sah, wie Prorussische Gewalttätige vom Dache des Einkaufszentrums "Afina" im Zentrum der Stadt auf Demonstranten mit einer Pistole herunterschossen. Ich schätze das es zu Anfang auf beiden Seiten etwa 1000 Demonstranten gab.
Anfangs war die Polizei zwischen den beiden Gruppen. Es war aber nicht klar, auf welcher Seite sie waren, sie machten aber nichts für eine Deeskalation.

Die Proukrainischen Demonstranten wurden auch immer aggressiver und es tauchten auch dort immer mehr vermummte und bewaffnete Leute auf. Ab irgendeinem Zeitpunkt war dann die Polizei verschwunden. Je länger ich das beobachtete, desto mehr Leute aus Odessa gingen gegen die prorussischen Aggressoren auf die Straße. Da es bis dahin mehrere Tote und viele Verletzte gab und die Polizei "verschwunden" war, hatten die Odessiten verständlicherweise das Gefühl ihr Odessa verteidigen zu müssen. Die Odessiten jagten die prorussischen Aggressoren durch die Stadt und diese flüchteten zu ihrer Zeltstadt und dann in das nahegelegene Gewerkschaftshaus.
Was danach im Gewerkschaftshaus genau passierte, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber die Sache war soweit eskaliert, dass es dort wohl zu extremer Gewalt und Gegengewalt mit vielen Toten kam.

Ich bin nach meiner Beobachtung der festen Überzeugung, dass Russen und sogenannte prorussische Separatisten ein weiteres Luhansk oder Donezk produzieren wollten und es nur dem starken Entgegentreten der Odessiten zu verdanken ist, dass Odessa frei und unabhängig geblieben ist. Ich verurteile natürlich die Gewalt und die Tötung der Menschen im Gewerkschaftshaus, aber letztendlich war ihr Tod das Resultat ihrer eigenen Provokationen. Bezeichnend ist, dass von allen 46 Toten vom 2. Mai (38 Tote durch das Feuer, 8 durch Handfeuerwaffen) 30 einen Russischen Pass hatten.

https://www.facebook.com/groups/861217940586664/permalink/879124038796054/

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Ein Brief des Journalisten Florian Hassel von der Süddeutschen Zeitung zum Thema „Einseitige Russland- bzw. Ukraineberichterstattung

Beitrag  telzer am Di 31 März 2015 - 12:29

Über unsere Sonnenblume  Smile

"Ein Brief des Journalisten Florian Hassel von der Süddeutschen Zeitung zum Thema „Einseitige Russland- bzw. Ukraineberichterstattung“. – Sehr lesenswert!

Daniel Brössler: "Ein Brief meines Kollegen Florian Hassel:

Liebe Leser,

mehrere von Ihnen haben die Süddeutsche Zeitung wegen angeblich einseitiger Russland- bzw. Ukraineberichterstattung kritisiert, manche drohen mit Kündigung ihres Abonnements oder haben dies bereits getan.
Ich bin einer derjenigen SZ-Journalisten, der seit einem Jahr ständig über den Ukrainekrieg berichtet – meist, aber nicht nur aus dem Gebiet der von Moskau organisierten so genannten „Rebellen“.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auf einige immer wieder auftauchende Vorwürfe zu antworten, ein paar Worte darüber verlieren, warum wir berichten, wie wir berichten, und Ihnen zudem ein paar grundsätzliche Materialien zur Verfügung stellen.

Anders als uns viele von Ihnen vorwerfen, hat die Süddeutsche Zeitung die Standards ihrer Berichterstattung nicht geändert, sie ist unabhängig und berichtet, so wie es die Ereignisse vorgeben – auch wenn dies vielen von Ihnen offenbar nicht passt.

Zur Erläuterung:
Sämtliche berichtenden Kollegen – ob Cathrin Kahlweit oder Julian Hans, Frank Nienhuysen, Daniel Brössler oder ich selbst – sprechen fließend Russisch und haben fast alle lange Jahre als Korrespondenten in Russland gearbeitet oder tun dies noch (Hans).

Im Unterschied zu ehemaligen Russland-Korrespondenten wie etwa Frau Krone-Schmalz, deren Urteil meiner Ansicht irrelevant ist, da ihre eigene Erfahrung Jahrzehnte zurück liegt und sde – ebenso wie viele andere in deutschen Talkshows auftauchende, aktuelle Russland-Verteidiger – über keinerlei heutige, konkrete Rechercheerfahrung in Russland oder der Ukraine verfügt, fussen unsere Berichte und Urteile auf aktueller Erfahrung und Recherche.
Ich selbst habe dreizehn Jahre in Russland für die Frankfurter Rundschau gearbeitet und war während dieser Zeit oft auch in Tschetschenien und habe dort beobachtet, wie das russische Militär, die Geheimdienste und andere Freischärler arbeiten.

Seit März 2014 war ich zu acht, teils mehrwöchigen, Recherchen in der Ostukraine – zuletzt jetzt gerade im März für zwei Wochen.
Immer wieder bezichtigen uns Leser jetzt der Kriegstreiberei. Dieser Vorwurf folgt, so glaube ich, einem Impuls, dass nicht sein kann, was nicht sein darf: Die Mechanismen, die Russland in der Ukraine einsetzt, stellen einen illegalen, Völkerrecht widersprechenden und von den Vereinten Nationen wiederholt verurteilten nicht erklärten Krieg gegen einen souveränen Staat – die Ukraine - dar. Auch die Annexion der Krim durch ein nicht anerkanntes „Referendum“ unter Kriegsbedingungen war und ist ein rechtswidriger Gewaltakt (einen aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur Lage auf der Krim hänge ich an). Und wir kommen nicht umhin, all dies auch so zu schildern.
Russland verfolgt ab 2013 die Doktrin eines nicht erklärten, so genannten hybriden Krieges – im Februar 2013 verkündet durch den russischen Generalstabschef Walerij Gerassimow – das Original hänge ich Ihnen auf Russisch an, wenn Sie auf Deutsch oder Englisch googlen, finden Sie entsprechende Erklärungen und Übersetzungen.

Viele von Ihnen kritisieren, die SZ übernehme einseitig US-Positionen. Das ist, mit Verlaub, Unfug. Unsere Berichte beruhen vor allem auf unseren eigenen Recherchen in der Ukraine. Und sie reihen sich nicht nur ein in die Berichterstattung aller anderen unabhängig arbeitenden Journalisten aus Frankreich, Polen, Englands oder den USA, sondern stimmen auch mit etlichen Berichten internationaler Organisationen wie der Vereinten Nationen oder der OSZE überein.

Für diejenigen von Ihnen, die mehr lesen wollen, empfehle ich Ihnen die regelmäßigen Berichte (auf Englisch, den letzten hänge ich hier an) etwa des UN-Sonderbeauftragten für die Ukraine (http://www.un.org.ua/en/information-centre/news/1870) : egal ob es um Menschenrechtsverletzungen geht oder um Waffenlieferungen aus Russland an die Separatisten – all dies wird hier ebenso berichtet. Das gleiche gilt für die Berichte der OSZE http://www.osce.org/ukraine-smm ), von Amnesty Internationals, Human Rights Watch und anderen.
Ein sehr eindrucksvolles Zeugnis, wie systematisch die russische Kriegsplanung aussieht, ist etwa auch das ins Englische übersetzte Interview mit einem russischen Panzersoldaten durch die Moskauer Zeitung Nowaja Gaseta, das ich Ihnen anhänge.

Es bestätigt Aussagen eines von den Rebellen abgefallenen Insiders der „Volksrepublik Donezk“, denen zufolge die gesamte Rebellenbewegung in der Ostukraine ein Kremlprojekt ist – auch diesen Text hänge ich an. Es ist auch keineswegs so, dass wir die Augen vor Ungerechtigkeiten der ukrainischen Seite verschließen – ich schicke Ihnen hier ebenfalls eine Reportage darüber, wie – offenbar illegale – Passierscheinregime und Zahlungsstops durch die Kiewer Regierung Menschen in der Ostukraine in Schwierigkeiten bringen.
Ebenso lesenswert ist ein Artikel meines Kollegen Julian Hans über systematische russische Propaganda auch im Ausland, den ich ebenfalls anhänge.
Auch bei vielen Lesern der SZ verfängt – leider – russische Propaganda. Einige von Ihnen schreiben uns etwa, wir würden nicht darüber berichten, dass die USA den Machtwechsel in der Ukraine – die Maidan-Revolution Anfang 2014 – mit zig Milliarden Dollar finanziert und organisiert hätten – und dies sogar zugegeben hätten. Eine solche Aussage entbehrt allerdings jeder Grundlage.
Geht man beispielsweise den angeblichen Milliarden nach, so findet man schließlich eine Aussage der Vize-Außenministerin Victoria Nuland vom 13. Dezember 2014: Dort heißt es, dass die USA von 1991 bis 2013 gut fünf Milliarden Dollar an die Ukraine gezahlt bzw. Institutionen gefördert hätten – was mit Revolutionsfinanzierung schlicht nichts zu tun hat. Die Aussage hänge ich Ihnen ebenfalls an.

Bis heute gibt es keinerlei seriösen Beleg dafür, dass der Sturz des Janukowitsch-Regimes etwas anderes war als eine von mehreren hunderttausend Ukrainern getragener Aufstand, auf dessen Höhepunkt der eigene Sicherheitsapparat Janukowitsch im Stich ließ.

Last but not least zu angeblich in Kiew regierenden Faschisten: Auch dies ist pure Kremlpropaganda. In der Tat gibt es nationalistisch, teils auch rechtsextreme Organisationen wie den „Rechten Sektor“. Fest steht aber auch, dass diese Rechten bei keiner der beiden Wahlen in der Ukraine im vergangenen Jahr einen nennenswerten Erfolg erzielt hat.

Die vom Kreml erhobene Behauptung über angebliche Faschisten in Kiew ist auch deshalb besonders zynisch, weil sich der Kreml selbst gern auf Rechtsradikale in Europa stützt – auch hier habe ich Ihnen einen Artikel angehängt, in dem wir diesem Phänomen bereits 2014 nachgegangen sind. Seitdem kam heraus, dass Russland mit Millionen Euro etwa den rechtsradikalen Front National in Frankreich finanziert. Und am vergangenen Wochenende empfing Russland Rechtsradikale zum großen Kongreß in Sankt Petersburg.

Mit freundlichen Grüßen,
Florian Hassel"

Quelle : https://www.facebook.com/marc222308/posts/1102805593078955

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TROLLFABRIK IN DE ANGEKOMMEN

Beitrag  telzer am Di 14 Apr 2015 - 21:52

Ich kann es kaum glauben , die Öffentlich Rechtlichen , hier die tagesschau haben die Trollfabrik gefunden .

Hätten schon vor einem Jahr mal Jemanden fragen solle der sich damit auskennt , z.B. UNS




Zuletzt von Umnichka am Mi 15 Apr 2015 - 0:05 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Video eingebettet+Rechtschreibfehler entfernt :P)

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Mi 15 Apr 2015 - 13:47

Heikle und brisante Fotoreportage: Die Stadt "Schelesnodoroschnij" heute - und vor mehr als 70 Jahren, als sie nach Gerdauen (Ostpreußen) hieß.
Die atemberaubende Geschichte eines Niedergangs. Die beiden Fotos ganz unten im Artikel zeigen ein Städtchen Bartoszyce, das frühere Bartenstein, 12 Kilometer diesseits der Grenze, das heute zu Polen gehört - und floriert. Was für ein Kontrast zu Schelesnodoroschnij/Geradauen.
Betrachtenswert auch ohne Russischkenntnisse (die Bildtexte beschränken sich im Wesentlichen auf "vorher" - "nachher").
Gefällt mir = Ich finde, der Kreml sollte erst mal im Inland aufbauen und instandsetzen, bevor er in anderen Ländern wie jetzt der Ukraine Eroberungsfeldzüge startet.
Teilen = Das wäre doch der ideale Wohnort für die Putin-Verteidiger hierzulande. Da würden sie am eigenen Leib erleben, für das für Verhältnisse sie sich hier stark machen. Grinsen

http://vlada.io/za-70-let-prebyivaniya-v-sostave-rossii-nemetskiy-gorodok-prevratilsya-v-pomoyku-fotoreportazh/



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Keine Nachtwölfe in Berlin gewünscht

Beitrag  telzer am Fr 17 Apr 2015 - 18:21

Es regt sich Widerstand , Zeit wird es


Boris Reitschuster schrieb:Aus dem Bundestag regt sich jetzt Widerstand gegen Putins Propagandazug: Die geplante Triumph-Fahrt des berüchtigten kremlnahen Biker-Clubs "Nachtwölfe" durch Berlin am "Tag des Sieges", dem 9. Mai, soll verhindert werden, fordert heute der Bundestagsabgeordnete Volker Beck in Briefen an das Innen- und Außenministerium. Die Gang um ihren berüchtigten Anführer "Chirurg", die Kreml-Kritikern als Putins Truppe fürs Grobe gilt und demnach etwa in der Ukraine paramilitärische Aufgaben erfüllt(e), sei "Teil des russischen Propaganda-Apparats", schreibt Beck: Es liege im Interesse der Bundesrepublik, den Rockern zumindest zeitweilig die Einreise in den Schengen-Raum zu untersagen.

In Sicherheitskreisen werden die Rocker dem organisierten Verbrechen zugerechnet. Präsident Putin bezeichnete sie als "Brüder". Bislang hieß es, dass eine Verhinderung ihres Aufmarsches vor Ort in Berlin durch die Behörden der Bundeshauptstadt juristisch schwierig sei. Das von Beck geforderte Einreiseverbot wäre ein anderer Einsatz, der mehr Erfolg versprechen könnte.

Gefällt mir = Ich unterstütze die Initiative mit dem Einreiseverbot.

Danke fürs Teilen - mit den "Gefällt-Mir"-Angaben hier können wir auch ein Votum abgeben!!!

P.S.: Bei Visavergabe und Einreise wird "gewöhnlichen" Russen und Ukrainern heftig auf den Zahn gefühlt; ich habe es oft erlebt, dass integre Menschen nicht einreisen durften, aus nicht nachvollziehbaren Gründen.

Hintergründe zu den Plänen der Rocker: http://www.focus.de/…/nur-keine-frauen-bikerclub-nachtwoelf…
http://www.n-tv.de/…/Putins-Propaganda-Zug-ist-unaufhaltsam…


Quelle : Boris Reitschuster über Facebook  https://www.facebook.com/reitschuster/posts/1093340207347833?pnref=story

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Tischdienst am So 19 Apr 2015 - 15:31

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Heimtückischer Überfall mit gefälschtem Hilferuf:

Beitrag  telzer am Di 21 Apr 2015 - 22:21

Schön dass das öffentlich wird , mal sehen was noch so kommt , Boris danke

Boris Reitschuster schrieb:Heimtückischer Überfall mit gefälschtem Hilferuf: Es ist ein unglaubliches Detail, das ein hochrangiger ukrainischer Regierungsbeamter über die Eroberung der Krim durch Russland vor einem Jahr erzählt - und nur eines von vielen Beispielen dieser Art, die unbekannt sind. Eine russische Militär-Transportmaschine vom Typ AN-72 sendete unweit von dem Fliegerhort Gwardejskoje auf der Halbsinsel plötzlich ein SOS-Signal. Natürlich erlaubten die Ukrainer dem russischen Flieger die vermeintliche "Notlandung". Kaum hatte die Maschine ausgerollt, stürmten bis an die Zähne bewaffnete Sondereinsatztruppen heraus und nahmen den Fliegerhorst unter ihre Kontrolle. Der ukrainische Beamte wird ganz rot im Gesicht beim Erzählen.

Die ukrainische Armee sei damals nicht in der Verfassung gewesen, auf der Krim Widerstand gegen die russische Invasion zu leisten, sagt er. "Befehle zu aktivem Handeln haben wir nicht gegeben, selbst die zur passiven Verteidigung der Kasernen und Militärobjekte wurden aber bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht ausgeführt." Warum? "60 Prozent unserer Männer dort hatten Familie vor Ort. Zudem haben die russischen Dienste unsere Einheiten schon lange zielgerecht unterwandert."

Die EU hat der Ukraine damals ebenfalls zum Aufgeben der Krim ohne Widerstand geraten. Aber diesen Widerstand habe Kiew auch gar nicht leisten können.

Ich spreche den Beamten auf das Argument vieler Putin-Verteidiger in Deutschland an, die russischen Truppen seien doch laut Pachtvertrag für die Schwarzmeerflotte legal in der Ukraine gewesen. "Gibt es bei Ihnen wirklich Menschen, die so einen Unsinn verbreiten?", fragt er ungläubig zurück: "Laut Pachtvertrag musste Russland jede Erhöhung des Kontingents, jede Bewegung außerhalb des militärischen Geländes vorher abstimmen mit uns; ganz zu schweigen vom Besetzen von Behörden und Regierungsgebäuden." Wer eine Wohnung mietet, hat damit auch nicht das Recht, die Nachbarwohnung mit der Kalaschnikow in Beschlag zu nehmen und zu sagen, er sei doch legal im Haus, schließlich habe er einen Mietvertrag.

Gefällt mir = Gefällt mir nicht.

Demnächst weitere Berichte von meinem Besuch in Kiew - der viele Eindrücke brachte.

Quelle : Bosis Reitschuster über Facebook https://www.facebook.com/reitschuster/posts/1096098770405310

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hier auf dem Bild die wichtigsten Standpunkte als Fragen und Antworten.

Beitrag  telzer am Mo 27 Apr 2015 - 15:04

Fundsache von Jens Piske  Grinsen

Ich weiß nicht wie in Russland solche "Wissenschaftler" gezüchtet werden, deshalb kurz und deutlich hier auf dem Bild die wichtigsten Standpunkte als Fragen und Antworten.

Welche Rus' gab es? ----------------------------- Die Kiewer Rus'.
Knjas Wladimir, Knjas Jaroslaw, Knjas Swjatoslaw waren welche Fürsten? - Kiewer Fürsten.
Hiess die Währung von Rus' Rubel? ------------ Nein, Hrywnja.
Wo entstand das Christentum in Rus'?------------ In Kiew.
Und wo war zur dieser Zeit Moskau? --------- Die Stadt gab es noch nicht.
Und wo waren die Russen? ----------- Man hat sie noch nicht ausgedacht.
Und wen gab es zur dieser Zeit? -------- Merja, Wes, Mokscha, Tschuden, Mordwinen.
Wer hat Moskau gegründet? ---------- Kiewer Fürst.
Und wer hat den Namen Rossija (Russland) ausgedacht? --- Peter I, erst vor 300 Jahren.

Paßt irgendwie auch zur "Fragestunde" vom Tischdienst  Very Happy

TIP : Wenn ihr die Debatte im Originalbild verfolgt , Trolle gibt es immer wiehida  ...... frei nach dem Lied
Quelle : https://www.facebook.com/photo.php?fbid=932527343444636&set=a.358916297472413.85458.100000621365568&type=1

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Boris Reitschuster nimmt Abschied

Beitrag  telzer am Mi 3 Jun 2015 - 15:03

Nach so langer Zeit ........

Boris Reitschuster via Facebook schrieb:Boris Reitschuster

Mein letzter Blick auf Moskau? Wann und ob ich wiederkommen kann, ist völlig unklar – meine Akkreditierung und damit auch mein Visum wurden nicht verlängert. Am Samstag laufen sie ab. Verzögerung? Missverständnis? Schwarze Liste? Eine Antwort gibt es nicht, nur den Galgenhumor von meinem Freund Igor: „Die Autopsie wird alles ans Licht bringen.“ Oder: „Freu Dich! Besser wir lassen Dich nicht mehr rein, als dass sie wir nicht mehr raus lassen.“ Galgenhumor auch bei der Henkersmahlzeit gestern im kleinen Kreis: Die russische Akkreditierung, so stellten wir fest, ist nicht nur in Russland hilfreich. Angesichts der aggressiven Kreml-Politik würde es sich auch in Berlin ruhiger schlafen lassen mit dem amtlichen Papier aus Moskau – man weiß schließlich nie, was und wer kommt.

Es ist ein seltsames Gefühl, so aus der Stadt abzureisen, die zur Heimat geworden ist, wo ich weit mehr als die Hälfte meines Erwachsenenlebens verbracht habe, die ich besser kenne als Berlin und München zusammen und in der ich mehr Freunde habe als in Deutschland. Es ist wie in einer langjährigen Ehe. Man liebt sich. Man reibt sich aneinander. Und es bleiben Fragen, auf die es auch nach all den Jahren keine Antworten gibt:
- Warum sind auf der Ringlinie der Moskauer Metro die Waggons in der Mitte immer so überfüllt, dass man da steht wie ein Hering in der Dose, während die Waggons am Ende und am Anfang, nur wenige Schritte entfernt, meistens fast leer sind?
- Warum wurden in der Metro überall Metallsuch-Rahmen aufgestellt, die kein Mensch nutzt?
- Warum sind die Russen als Individuen so liebenswert, aber schaffen es nicht, ein halbwegs erträgliches Gemeinwesen auf die Beine zu stellen?
- Warum stehen so viele Moskauer lieber Ewigkeiten im Stau als unter der Erde in der Metro an demselben vorbeizufahren?
- Gibt es irgend ein Wundermittel, um immun zu sein gegen die weiblichen Reize, die die Moskauerinnen jetzt im Sommer so reichlich zur Schau stellen?
- Wann wird es auch in Berlin Wifi in der Metro geben wie in Moskau?
- Warum erlebt man in Moskau in fünf Tagen mehr als in Berlin in fünf Wochen? Und – soll man sich darüber freuen oder ärgern?
- Wie wird mein Magen heute Abend in Berlin zurechtkommen ohne „Stalins Rache“, das Mineralwasser „Borschomi“ mit dem Meerwassergeschmack und Suchtpotential?

Mein Fazit: Auf Schritt und Tritt bemerkt man die Versuche, Moskau zu einer offenen, modernen Stadt zu machen. Manches gelingt. Aber mit den Herrschaftsmethoden aus der Zeit des Tataren-Jochs wird es keine echte Modernisierung, keine echte Zukunft geben.


Quelle : Boris Reitschuster bei FB

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Thomas am So 7 Jun 2015 - 18:46

Na endlich und danke Molodjez!  Very Happy


Russische Regierung will den Russen verbieten, ins ‪Ausland‬ zu reisen.
Der russische Propagandafernsehsender #LifeNews berichtet, dass die russische Staatsduma (‪‎Parlament‬) einen Gesetzentwurf verabschiedet hat, welcher allen ‪‎Russen‬ die Auslandsreisen verbietet.


"In der nahen Zukunft können die Russen unerwartet mit dem Verbot konfrontiert werden, die russische Grenze zu überqueren und andere Ländern zu besuchen. Schon jetzt will die Staatsduma einen Gesetzentwurf über ein vollständiges Verbot für alle Einwohner die Staatsgrenze Russlands zu überqueren verabschieden."- schrieb der russische TV-Sender ‪‎LifeNews‬.
Für diesen Gesetzentwurf haben 440 russische Abgeordnete gestimmt, "dagegen" - 3, einer hat die Stimme enthalten.
Der Gesetzentwurf wurde ins Föderationsrat weitergeleitet, der ihn höchstwahrscheinlich auch genehmigt. Danach muss ‪#‎Putin‬ ihn nur noch unterschrieben.
Als Grund für diesen Verbot wurden Spannungen zwischen dem ‪#‎Kreml‬ und dem Westen und die steigende Bedrohung der Invasion der ‪‎NATO‬ genannt.


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Beitrag  telzer am So 7 Jun 2015 - 19:10

Na endlich , jetzt verschwinden die ganzen Urlauber aus der Ukraine (und nehmen hoffentlich ihren Schrott mit und machen die Friedhöfe leer )

Aber wie kommt die Elite und deren Kinder dann zu Bildung , ach so ich vergaß , Einbildung ist ja auch eine Bildung .
Und das viele Geld bleibt endlich im Westen zur Begleichung der russischen Schulden und natürlich als Spende für den Wiederaufbau der Ukraine
und zum Schluß - Die Krim wird endlich den Krimtataren und der Ukraine zurückgegeben und der Hafen von Sewastopol wird richtig ruhig (Könnte ja ein Fischerdorf werden)

Wo darf ich das unterzeichen/ankreuzen - 100% Zustimmung - Nur ein Feld , ein Kreuz , elegant gelöst

Endlich kommt Frieden auf die Welt

ukraine


Zuletzt von telzer am So 7 Jun 2015 - 21:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Tippse auf Urlaub)

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Beitrag  Umnichka am Di 9 Jun 2015 - 20:16

Rede von Rebecca ‪‎Harms‬ im ‪‎EU‬-Parlament zum Stand der Beziehungen zu ‪‎Russland


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Mal aus FB übernommen

Beitrag  telzer am Di 9 Jun 2015 - 21:47

Jan Schönfelder schrieb:An alle Europäer, Deutschen, insbesondere den deutschen Außenminister! (heißt -es- nicht RuSSenmeier ?! )

von Jan Jagiello Schönfelder über Peter Koller :

" 1) Russland führt einen Angriffskrieg, wobei geworbene und trainierte Söldner reguläre russische Einheiten ohne Erkennungszeichen unterstützen.

2) Es gab und gibt in der Ukraine KEINEN Bürgerkrieg.

3) Der Maidan war KEIN Putsch. Janukowitsch wurde von einer 4/5 Mehrheit im Parlament abgesetzt, weil er aufgrund seiner Landesflucht nicht mehr in der Lage war, seine Amtsgeschäfte weiter zu führen. Seine Absetzung war nötig, damit die Ukraine mit der Wahl eines neuen Vorsitzenden in dem zu dieser Zeit einzig legitimen Verfassungsorgan, der Rada, zugleich auch einen Übergangspräsidenten erhält, der berechtigt ist nach der Verfassung von 2004 Gesetze zu unterzeichnen und einen Ministerpräsidenten vorzuschlagen (nachdem er einen entsprechenden Vorschlag von einer neuen Rada-Mehrheit erhalten hat). So konnte verfassungsgemäß eine neue Regierung in der Rada gewählt werden. Es hat also niemals ein gewaltsamer Umsturz (russische Propagandalesart) statt gefunden, sondern der Prozess verlief unter Einhaltung der ukrainischen Verfassung und Gesetze.

4) Die Ukraine ist kein geteiltes Land. Die Präsidentschaftswahlen und Parlamentswahlen haben das eindeutig gezeigt. Der russische Plan von von Außen initiierten Volksaufständen in den Gebieten des Osten und Südosten der Ukraine ist gescheitert.

5) Der bewaffnete Konflikt im Donbass begann am 12.04.2014 im Slovjansk durch den Sturm von mehreren Verwaltungsgebäuden durch eine Spezialeinheit des russischen Militärgeheimdienstes GRU- Art der Vorgehensweise, Aussehen und Taktik glichen vollkommen den sog. "grünen Männchen", die wir von der Krim her kennen. Diese Spezialeinheit (auch Antiterroreinheit genannt) wurde für geheime Auslandseinsätze erst 2013 (!) ins Leben gerufen. Entsprechende alte Berichte des russischen Fernsehens finden Sie im Internet.

6) Minsk II kann KEINEN Frieden bringen, weil der Algorithmus von Anfang an falsch ist. Jeder Friedensplan muss 3 Dinge voranstellen:

a) Festschreibung Russlands als KONFLIKTPARTEI (dito eine Konfliktpartei kann nicht Teil einer OSZE Beobachtermission sein und muss zukünftig Entschädigungszahlungen für den Wiederaufbau des Donbass leisten !!!)
b) Abzug aller Invasionstruppen samt Waffen
c) Wiederherstellung der vollen Kontrolle der Ukraine über ihre Grenze und ihr Hoheitsgebiet im Donbass

Und wichtig ist auch Folgendes: Sanktionen gegen Russland können erst vollständig rückgängig gemacht werden, wenn die Krim wieder Teil der Ukraine ist und Russland das Budapester Memorandum von 1994 vollständig respektiert. Die Krim sollte in Folge zu einer entmilitarisierten Zone durch entsprechende int. Verträge werden.

Schlussbemerkung: Wer Krieg nicht Krieg nennen will und Russland nicht klar als Konfliktpartei definiert wird noch mehr Krieg, noch mehr Zerstörung und noch mehr Tod ernten. Wer sich einem entschiedenem Handeln verwehrt, macht sich eines Massenmordes mitschuldig

Quelle : aus FB

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  telzer am Do 18 Jun 2015 - 12:05

Danke Fritz für diesen vor Ort Bericht , im FB Link sind auch Bilder enthalten

Fritz Ehrlich vor Ort schrieb:Explosion in Sumy.

40km von der russischen Grenze entfernt, im Nordosten der Ukraine gelegen, steht diese Stadt geschlossen zur Ukraine. Überall wehen hier seit Beginn des Krieges mit Russland ukrainische Fahnen. Am Anfang waren die Einwohner verstört, dann zogen viele „Sumshaniny“, wie sich die Einwohner nennen, in den Kampf.
Als die ersten Gefallenen heimkehrten verwandelte sich die Unsicherheit in Verbitterung über die russischen Angreifer. Niemand hier zweifelt daran, dass der gesamte Krieg von Russland geplant, unterstützt und selbst ausgeführt wurde. Zu viele Informationen fließen gerade hier in dieser Stadt zusammen. Selbst hinter der Grenze auf der russischen Seite wird Ukrainisch sehr gut verstanden, nicht selten sogar gesprochen. Engste familiäre Kontakte sorgen für einen regen Informationsaustausch und wer beim Angeln in der russischen Grenzregion zur Ukraine laut "Slawa Ukraine" (Ruhm der Ukraine) über den See ruft, kann durchaus mit einigen Antworten in Form des "Gerojam slawa" (Ruhm den Helden) rechnen.
Um so mehr hat mich die Nachricht aufgeschreckt, dass es in der Nacht vom 15. zum 16. Juni in Sumy eine Explosion gab. Mitten im Zentrum, zwischen der Soborna - und der Woskresenska Straße, das Büro der Partei "Swoboda" brannte völlig aus.
Also habe ich mich auf den Weg gemacht und wollte die Stimmung in der Stadt einfangen. Macht sich etwa Angst breit?
Als ich ankam, fand ich alles beim alten. Die ukrainischen Fahnen hängen alle noch, in den Autos und an den Antennen wimmelt es ebenso von blaugelben Farben, selbst manche Restaurants schmücken sich in den Nationalfarben und signalisieren damit: "Hier Ukraine!"
Das Büro der Partei "Swoboda" bot ein Bild des Grauens. Die Miliz ermittelte, dass das Büro gegen 3:20 Uhr morgens zuerst brannte und dann explodierte. Zu viele entzündliche Farben wurden dort wohl gelagert, die hätten sich angeblich selbst entzündet – so die offizielle Version der Ermittler.
Nun ja. Ich fragte einen Obdachlosen, der im 30 Meter entfernten, direkt gegenüber liegenden Haus zur besagten Zeit sein letztes Bierchen des Tages (oder sein erstes am Morgen) pichelte, ob er etwas gesehen hat. "Na klar, zuerst gab es eine Explosion, dann brannte alles lichterloh. Die Eingangstür flog bis auf meine Seite und ein Mann rannte weg."
Schwer zu sagen, welche Version nun wahr ist. Fakt ist aber eines: Zittern tut die Frontstadt Sumy jedenfalls keineswegs. Selbst im Cafe nebenan geht der Betrieb völlig normal weiter. Lediglich der Kaffee mit dem Namen RAF wirkt irgendwie makaber in dieser Situation. Auf Nachfrage kann der Barkeeper natürlich nichts mit diesem Teil deutscher Geschichte anfangen, reiner Zufall also. Ich ließ mir den Kaffee schmecken.
Die Stimmung der Menschen ist entschlossen: Viele sagen klar und deutlich: sollten die Russen hier auch einmarschieren, wird auf sie hinter jedem Baum und hinter jeder Ecke der Tod warten. Keiner, der an der russischen Politik auch nur ein einziges gutes Haar ließ. Viele meinten gar, dass Russland faschistisch geworden ist.
Und ich denke, sie kennen ihren direkten Nachbarn besser, als manch weichgespülter putinfreundlicher deutscher Politiker...

Quelle : Fritz Ehrlich auf FB

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Mi 24 Jun 2015 - 0:04

Für mich war es nur eine Frage der Zeit bis so etwas passiert:
In Berlin wurde eine Frau auf offener Strasse geschlagen, weil sie ein blau-gelbes Bändchen trug und somit als pro-ukrainisch eingestellt, erkennbar war ...

Via Fritz Ehrlich bei Facebook:

Russian boots on Germany !
Die russischen Geheimdienste haben offenbar die nächste Eskalationsstufe eingeläutet und geben grünes Licht für körperliche Gewalt gegen Demokraten in Deutschland. Das Ziel ist klar: Einschüchterung.
Wenn jetzt der Staat nicht eingreift und wenigstens Verfolgungsdruck erzeugt, werden sich wohl bald bewaffnete Bürgerwehren bilden.
Hintergrund: In Berlin wurde Linà wegen ihres gelb-blauen Bändchens angegriffen und verprügelt. Damit liegt ein politischer Hintergrund vor und das Ganze ist ein Fall für den Staatsschutz.

Hier der Bericht von Lina:
"Liebe ukrainische und proukrainische Berliner!
Ich wurde heute von prorussischen Demonstranten für mein blau-gelbes Schleifchen verprügelt, das ich so oft an der Brust trage, wie auch heute.
Ich hatte eigentlich vor, zu einer Protest-Aktion am Gendarmenmarkt zu gehen und war auf dem Weg dorthin. Dabei ging ich am Kaufhof am Alex vorbei und plötzlich sah ich dort eine prorussische Demonstration, bei welcher Lügen über die Ukraine gepredigt wurden und Hass gegen die Ukraine geschürt wurde. Dabei fiel mir ein Bildchen auf, auf welchem das staatliche Wappen der Ukraine mit dem faschistischen Hakenkreuz gleich gestellt wurde (s. Bild unten). Eine Ukrainerin hat wegen dieses Bildchens die Polizei angerufen.
Als die Polizei ankam, haben die Demonstranten ihre separatistischen Fahnen und Plakate schnell eingepackt. Ich blieb stehen und habe die Situation weiter beobachtet. Plötzlich kam eine kleine, blonde, alte Frau auf mich zu und beschimpfte mich auf Russisch als Nazi und Faschistin und fragte mich, ob ich weiß, dass man Menschen in der Ostukraine tötet? Ich habe ihr geantwortet, dass mir bekannt sei, dass russische Soldaten auf meine Verwandten in der Ostukraine schießen und eine Tante aus meiner Verwandtschaft bei dieser Gelegenheit von russischen Soldaten in der Ostukraine getötet worden ist! Ich habe diese aggressive Frau gebeten, ihren Weg weiter zu gehen…
Daraufhin hat sie mich ins Gesicht geschlagen und mir eine sehr starke Ohrfeige verpasst und meine Hand blutig zerkratzt. Daraufhin wollte sie weg laufen. Ich habe sie an der Hand gepackt und habe ihr deutlich gesagt, dass wir jetzt zusammen zur Polizei gehen, da sie niemanden in Deutschland so einfach schlagen darf! In dem Moment wuchsen wie aus dem Nichts zwei riesengroße prorussische Fahnenträger auf, haben mich in eine Ecke gedrängt und mir mit der Faust gedroht, auf mich einzuschlagen, wenn ich diese Frau nicht loslasse. In dem Moment dachte ich schon, diese aggressiven Männer schlagen auf mich tatsächlich ein. Die prorussische Frau hat sich wie eine Schlange aus meinem Griff befreit und die Flucht ergriffen. Als ich mich von den beiden prorussischen Männern befreit hatte, bin ich in die Richtung gelaufen, in welche die Frau geflohen ist. Aber sie war schon weg und nicht mehr aufzufinden.
Als die Polizei kam, habe ich meine Aussage zu Protokoll gemacht und Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Bilder im Spoiler:
 
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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  telzer am Fr 10 Jul 2015 - 13:59

Auf den Punkt getroffen , einfach Klasse

AnnaVero Wendland schrieb:"FAKTEN" UND KONTRAFAKTISCHES
Zur Amerika-in-der-Ukraine-Kritik

Das war, Ira Kormannshaus, ursprünglich ein Kommentar zu der Frage "Fakten" über den Majdan als "verklärtem Aufstand", der in "Wirklichkeit" eine konzertierte Aktion mit rechtsextremer Grundierung gewesen sei, und zu der Überlegung, dass Bidens Sohn im Aufsichtsrat eines ukrainischen Energiekonzerns Anlass zur Sorge gebe. Der Kommentar wurde zu lang und daher publiziere ich ihn hier.

Ich zitiere ja immer wieder gerne Peter O. Chotjewitz: "Kapitalismus ist wie Sekundenkleber. Man braucht ihn manchmal ein bisschen, aber nie in den Mengen, in denen er geliefert wird." Das ist eine der geistreichsten Erklärungen, die ich kenne, warum es der Linken mit der Abschaffung des Übels so verdammt schwer angeht, aber ich liebe das Zitat auch deswegen, weil es einen selbstronischen Gehalt hat, den ich in der Linken meistens vermisse.

Und so ist es auch mit der antikapitalistischen US-Kritik im Falle der Ukraine, dem Lieblingsbetätigungsfeld unserer deutschen Linken und Linksliberalen vor allem westdeutscher Provenienz, also jener Leute, die nie im Osteuropa sowjetischer Prägung gelebt haben, die aber genau wissen, dass die USA dort nur für Unheil sorgen. Dieser Kritik fehlt jede Selbstreflexion, ganz zu schweigen die Fähigkeit zur Distanznahme und Selbstironie.

Bidens Sohn in einem ukrainischen Aufsichtsrat gibt also zur Besorgnis Anlass. Ich muss zugeben, da habe ich erstmal laut gelacht. Ich komme ja gerade frisch von der Revisions-Reaktormontage in einem ukrainischen Kernkraftwerk, und da sah ich - neben viel robuster und unsinkbarer russischer VVER-Kerntechnik und feiner ukrainischer Leittechnik - auch eine Brennelementlademaschine aus Ungarn (dem kapitalistischen, denn diese Maschine ist erst drei Jahre alt), Armaturen aus Frankreich und Tschechien, eine Defektoskopie-Einrichtung aus Erlangen, eine Spezialschweißausrüstung aus Remscheid und eine Druckhalter-Sicherheitsventil-Einheit aus Korschenbroich, die dort übrigens seit den sowjetischen 1980ern verbaut ist. In näherer Zukunft kommen wahrscheinlich auch Brennelemente von Westinghouse dazu. Wir (und da zähle ich die Ukraine einmal dazu) leben nicht erst seit gestern in einer globalisierten Welt, im Zeitalter der technologischen Vernetzung, und seit geraumer Zeit auch in einer Epoche des neoliberal brutalisierten Kapitalismus, den bei uns abzuschaffen wir irgendwie auch noch nicht geschafft haben.

Und ausgerechnet die Ukraine, dieser underdog, wird von den deutschen Höchststandard-Moralisten nur dann mit dem Akzeptabilitätszertifikat ausgestattet, wenn sie lupenrein auf eigenen Kräften, mit eigenem Kapital, natürlich auch 100% rechtsextremismus- und atomstromfrei, komplett unverflochten mit fremden Firmeninteressen und am besten natürlich auch ohne internationale Kredite sich selbst aus dem Sumpf zieht. Dann, ja dann lassen wir es uns eventuell mal durch den Kopf gehen, ob sich nicht vielleicht doch die Ukraine als würdig und anständig genug erweist, um von uns einen klitzekleinen Vertrauensvorschuss zu erhalten.

Wohlgemerkt nach einer jahrelangen Phase der Ausplünderung und Offshoreverschiffung der ukrainischen Staatskasse durch eine korrupte Elite, deren jeder zweite politische Berater und jeder dritte Geheimdienstoffizier (oder vielleicht war's auch andersrum) aus Russland kam oder aus Russland bezahlt wurde, ganz zu schweigen von den russischen Firmenbeteiligungen und personellen Querverbindungen und Freundeskreisen in der Wirtschaft. Offenbar schien aber diese russische Durchherrschung, Verfilzung und Vernetzung der Ukraine all den "US-in-Ukraine"-Kritikern normal - ich habe jedenfalls damals, all die langen Jahre, nie irgendwelche Bedenkenträgerei aus jener Ecke gehört, die jetzt mit hochsensibler Sensorik den Weg jeden US-Dollars in der Ukraine nachverfolgt. Man kann das alles auch stocknüchtern als Ergebnis einer postsowjetischen Verflechtungsgeschichte lesen, und ich als transnational arbeitende Technikhistorikerin würde alles andere tun, als solche Faktenlagen zu verteufeln. Sie sind erklärbar. Aber Faktenlagen und Verflechtungsgeschichten unterliegen stets der historischen Veränderung. Nichts bleibt je, wie es war. Jetzt kommen statt des russischen kumovstvo die Friends of Biden, und ihr klettert auf die Barrikaden? Weil es die USA sind?

Es ist natürlich alles sehr blöd gelaufen in der Ukraine. Wie prima wäre das gewesen, wenn der Majdan die Ukraine binnen, nun, wieviel Zeit geben wir ihnen? Neun Monate genug?, also, binnen eines Dreivierteljahrs zu einem gendergemainstreamten Energiewendeparadies gemacht hätte, wo 80% die Grünen wählen und der Chrystofovulyčnyj der Nationalfeiertag wird. Aber bitte nach dem deutschen Reinheitsgebot, das heißt: fasertief amerikanerfrei.

Leider ist nichts draus geworden. Die Ukrainer sind Machos, finden Atomkraftwerke in Ordnung, setzen Amis in Aufsichtsräte und US-freundliche Georgier auf Bürgermeisterposten. Sie geben bei Wahlen Rechtsextremen 2% der Stimmen, was angesichts der Raten von 10-30% in Frankreich, Ungarn oder Sachsen - von den Zustimmungsraten zu derartigen Programmen in Russland ganz zu schweigen - echten Anlass zur Besorgnis gibt. An der Donbass-Front sind von 1000 sich irgendwie durchschlagenden Soldaten 20 Azov-Nazis, denen 200% unserer besorgten Berichterstattung gilt.

Die Ukraine ist ein bankrottes Land mit Riesenproblemen - wie -zig andere Länder auf dieser Welt auch. Sie schöpft aus einem Elitenpool, der sich seine in 25 Jahren postsowjetischer Vetternwirtschaft antrainierten schlechten Angewohnheiten nicht über Nacht wieder abgewöhnt, und sie greift nach jedem sich bietenden Strohhalm und jeder sich bietenden Geldquelle. Nicht besser, aber auch nicht schlechter als der Rest der Welt, allerdings mit der Zusatzbelastung durch einen aufgezwungenenen Konflikt, aber mit einem Bruchteil der finanziellen Bitten oder Forderungen an die Welt im Vergleich zu, sagen wir, Griechenland.

Ich sehe nicht ein, warum in einer Welt voller Interessen, Finanzströme und Konflikte ausgerechnet die Ukraine ein Raum sein sollte, der frei von Interessen ist, jedenfalls amerikanischen und ukrainischen. In dem aber das russische Interesse aus irgendeinem Grunde als legitim beheimatet erscheinen sollte. Als ob das russische Interesse eine vom Aussterben bedrohte schützenswerte Spezies sei, die in ihrem natürlichen Lebensraum, der Ukraine, von der Ausbreitung amerikanischer Neophyten bedroht sei.

Genauso wie in Deutschland amerikanische und russische Interessen vor unseren Augen um Einfluss ringen, und wir trotzdem, bis auf ein paar durchgeknallte "Reichsbürger", unser Land für souverän halten - genauso werden wir, solange der Kapitalismus nicht abgeschafft ist, akzeptieren müssen, dass auch die Ukraine einen Souverän hat, der entscheidet, welchem Interesse er seine Märkte, Aktiengesellschaften, Militärbasen und Köpfe öffnet. Es mag uns nicht passen, aber - that's the name of the game. Warum sollte das amerikanische Interesse da anrüchiger sein als das russische?

Nur dass die Ukraine das Problem hat, dass auf ihren Territorium, anders als in Deutschland, die Vertretung russischer Interessen sich nicht auf Sputnik-Radio, Motorrad-Reisepatrioten, Firmenbeteiligungen, Altkanzlerschmierung und diplomatische Sottisen beschränkt, sondern sich in artilleriegestütztem landgrabbing auslebt. Da ist natürlich der amerikanische Biden-Sohn im ukrainischen Wirtschaftsgeflecht ein ECHTES Problem für das Land.


Quelle : "Fakten und Kontrafaktisches"

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Fr 24 Jul 2015 - 14:42

Wiedermal eine russische Propagandalüge aufgedeckt!
Der von Russland betriebene "Staatssender" der ebenfalls von Russland betriebenen Luhansker Volksrepublik hat in einem Aufsehen erregenden Video amerikanische Waffen auf dem Flughafen von Luhansk entdeckt.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Russische Internetnutzer haben das Video nun als Fälschung enttarnt, weil die "Journalisten" für die Nachbauten der Waffen die falschen Quellen heranzogen. Die Luftabwehrraketen vom Typ FIM-92 Stinger wurden nach Vorlagen aus dem beliebten Computerspiel Battlefield 3 des schwedischen Entwicklers DICE angefertigt.

Dumm nur, dass DICE damals bei der Entwicklung die nötigen Lizenzen fehlten, und man das Problem damit umging, dass man Details an den Waffen absichtlich verfälschte. Viele Aufschriften zeigen Rechtschreibfehler, die von den russischen Propagandisten auch so auf die Repliken für ihre Entdeckung übernommen wurden. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft der Luhansker Volksrepublik lässt sich von den Fälschungen jedoch nicht beirren und setzt ihre Arbeit ungehindert fort. Man will beweisen, dass Amerika an diesem Krieg beteiligt ist und so das offizielle Eingreifen Russlands legitimieren. Es wird für den Kriegstreiber und Aggressor von Tag zu Tag schwieriger seine Beteiligung zu verheimlichen. Und obwohl die Fälschung längst aufgeflogen ist, hält auch das Sprachrohr der russischen Propaganda in Deutschland, Sputnik Deutschland an der Lüge fest.

- Video vom angeblichen Fund der Waffen / https://youtu.be/mJr7zUXwBx8
- Raketen mit Rechtschreibschwäche / http://www.spiegel.de/netzwelt/web/ukraine-angebliche-stinger-raketen-aus-den-usa-sind-propaganda-a-1045110.html

https://www.facebook.com/thebavaroukrainian/photos/a.841908889172423.1073741829.840537245976254/1113721988657777/?type=1&fref=nf


Zuletzt von Umnichka am Fr 24 Jul 2015 - 14:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : -)

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Beitrag  Uwe Kulick am Do 20 Aug 2015 - 10:51



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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Umnichka am Do 20 Aug 2015 - 15:20


Ich habe dich jetzt mehrfach darauf hingewiesen, diesbezüglich verwarnt und auch bereits eine letzte Verwarnung ausgesprochen! -Doch bitte darauf zu achten , nicht einfach nur einzelne Links ohne Text zu posten!
Dies ist heute wieder 2mal geschehen! Siehe dazu auch die Forenregeln:
Beiträge in denen nur einzelne Links gepostet werden, können ohne Mitteilung an den verfassenden User gelöscht werden! Bei mehrmaliger Missachtung erfolgt eine Verwarnung und gegebenenfalls eine Forensperre, nach Ermessen des Forenteams.
http://www.ukraineforum.net/faq

Ich sehe mich nun dazu gezwungen, dir eine 14tägige Forensperre zu erteilen! Bitte achte nach Ablauf dieser Sperre darauf, dich mehr an die Forenregeln zu halten!

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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Nordlicht am Fr 28 Aug 2015 - 12:06

Interessanter Artikel zum Paradigmenwechsel in der deutschen Ost-und damit Energiepolitik. Wenn Deutschland eine führende Rolle- nicht Führungsrolle, d.i. antieuropäisch- ausüben will und aufgrund der Bedeutung auch muss, dann muss man auch gegen Rußland klare Kante zeigen, wenn es glaubt "Wilde Sau" im Haus Europa spielen zu können. Evil or Very Mad
Wandel durch Annäherung funktioniert nur, wenn der Andere das auch will. Leider Englisch
http://www.the-american-interest.com/2015/08/27/russias-love-affair-with-germany/

Ein Aspekt zur Energiewende, der selten erwähnt wird: Wir machen uns von Importen unabhängiger, strategisch weniger angreifbar, sind Preisschwankungen weniger ausgesetzt und tun tatsächlich was für`s Klima. Jetzt noch die Gaslieferanten diversifizieren und Putin kann uns mal längs und quer die Ritze Stinkefinger
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Re: Meldungen und Bilder via Facebook&Google+

Beitrag  Nordlicht am Fr 28 Aug 2015 - 12:33

Das hat der Gerd Koenen wirklich schön zusammengefasst und so langsam schrei ich jedesmal, wenn ich das Wort "Geopolitik" lese. Das ist nichts anderes als ein Euphememismus für imperiale Politik, mit der auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker geschissen wird. Evil or Very Mad zum kotzen!
http://www.das-parlament.de/2015/33_34/titelseite/-/384988
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